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Ueber den Feuchtigkeitsgehalt vegetabilischer Pulver.

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G. Vulpius , Feuohtigkeitsgehalt vegetabilischer Pulver.
1044
Die weingeistige Lijsung des Salols wird durch Eisenchlorid
violett gefirbt. Wird das Salol mit der mehrfachen Menge Natronhuge gekocht, so liist es sich zu einer Flussigkeit die nach dem
Erkalten mit Salzsaure angesauert den Geruch des Phenols verbreitet und eine weisse Ausscheidung giebt, die nach dem Abfiltriren
und Auswaschen mit heissem Wasser geschuttelt sich darin lijst
und bei Zusatz von Eisenchlorid eine blauviolette Flirbung annimmt.
Das Salol darf befeuchtetes Lackmuspapier nicht rijthen. Mit
der SUfachen Menge Wasser geschiittelt, gebe es ein Filtrat,
welches auf Zusatz von 1 Tropfen Eisenchlorid nicht violett gefarbt und weder durch Silbernitrat noch durch Baryumnitrat sofort
verandert wird.
Ueber den Feuchtigkeitsgehalt vegetabilischer
Pulver.
Von G. V u l p i u s .
Wahrencl Warnungen vor dem Bezuge gepulverter Drogen aus
dem Handel an der Tagesordnung sind und die Berichte fiber den
mikroslcopischen Befund kauflicher Pulver zeitweise einen erheblichen
Theil des Inhaltes pharmaceutischer und verwandter Fachzeitschriften
ausmachen , so ist des Feuchtigkeitsgehaltes solcher vegetabilischer
Pulver und seiner Bedeutung fur Kaufer und Verkaufer im Allgemeinen noch sehr wenig gedacht worden. Nur in einem amerikanischen Fachblatte , wenn ich nicht irre , in der H o f f m a n n 'schen
,,Pharmacentischen Rundschau ", geschah vor langeren Jahren eine
kurze Erwahnung der dortigen VerhSiltnisse beziiglich dieses Punktes und neuerdings hat bei uns H o l d e r m a n n in einem Specialfalle welcher das entijlte Pulver von Secale cornutum betraf, darauf
aufmerksam gemacht , dass dieses Pulver und zwar das entijlte selbstbereitete betrbhtliche Wassermengen enthalte , welche zum baldigen
Verderben des hermetisch verschlossenen Veranlassung geben k8nnen.
Dieser letztere Gesichtspunkt ist gewiss lrein unwichtiger, weshalb man ja in der Regel die selbsthergestellten Pulver Tor der Aufbewahrung noch einmal in den Trockenschrank bringt, eine Vorsichtsmaassregel , welche den gekauften Pulvern gegeniiber aus
zweierlei Grunden doppelt angebracht sein durfte , denn einmal besitzt derjenige , welcher solche Pulver zum Grossverkaufe herstellt,
wohl stets so vorziigliche Zerkleinerungsap~arate, dass er im Stancle
]
G. Vulpius , Feuchtigkeitsgehalt vegetabilischer Pulver.
1045
ist, aucli eine nicht auf das Aeusserste getrocknete Substanz noch
in das feinste Pulver zu verwandeln, wahrend der Apotheker sonst
meist genijthigt ist , der Unvollkommenheit seiner Pulverisirgerathe
durch miiglichst scharfes Trocknen der Drogen Riicksicht zu tragen,
und dann haben ja auch die fur den Grossverkauf arbeitenden Pulverisiranstalten ein directes pecuniires Interesse daran , nicht allzusehr auf die Gewichtsverminderung ihrer Erzeugnisse hinzuarbeiten.
Unter diesen Umstanden schien es nicht gans uninteressant,
einmal den Feuchtigkeitsgehalt einer grdsseren Anzahl solcher direct
aus verschiedenen Pulverisirungsanstalten ad hoc bezogener feinster
Pulver zu bestimmen. Die Ergebnisse dieser Untersuchung finden sich
in der nachfolgenden, alphabetisch geordneten Tabelle verzeichnet, iiber
deren Einrichtung nur wenig zu sagen sein durfte. Sammtliche in
das Fachwerk eingetragene Zahlen driicken Procente aus und zwar
ist in der ersten Vertikalreihe A angegeben , wie viel das betreffende,
in einer Schale flach ausgebreitete Pulver bei 24 stiindigem Verweilen
in einem auf 40° erwarmten Trockenschranke an seinem Gewichte
verlor , wahrend die zweite Vertikalreihe B angiebt, um wie viele
Procente sich dieser Gewichtsverlust noch steigerte , wenn weitere
2 4 Stunden auf 100" erhitzt wurde. In der dritten Reihe C ist
die Summe beider Zahlen , also der Gesammtgewichtsverlust bei
I O U n verzeichnet, von dem natiirlich bei einzelnen Pulvern ein Theil
auf Rechnung atherischer Oele kommt. Unter T> findet sich angegeben, um wie viel Procente das urspriingliche Pulver an Gewicht
zunahm, wenn es einen Tag in einen kiihlen , mZssig feuchten Raum
gestellt wurde, wahrend endlich die Reihe E die Differenz zwischen der auf dem soeben bezeichneten Wege hervorgerufenen Gewichtszunahme und der bei 100 O erzielten Gewichtsabnahme auf
100 Theile des untersucliten Pulvers bezogen auffiihrt, soniit den
Gewichts - und Werthunterschied zwischen einem absichtlich mit
Feuchtigkeit beschwertea und einem vollstiindig davon befreiten
Pulver ausdriickt.
Natiirlich sol1 damit nicht gemeint sein, dass es nothwendig,
oder auch nur zulassig sei, alle regetabilischen Pulver bei stark
erhijhter Temperatur zu trocknen, ware ja doch bei allen denen,
welche aromatische , fliichtige StoEe enthalten, ein derartiges Verfahren durchaus verfehlt.
Die kleinen Buchstaben hinter den Namen der Drogen deuten
verschiedene Bezugsquellen an , die rijmischen Zahlen dagegen be-
G. Vulpius, Feuchtigkeitsgehalt vegetabilischer Pulver.
1046
zeichnen verschiedene , von einem u n d demselben Lieferanten gefuhrte
und auf ihren Feuehtigkeitsgehalt gepriifte Sorten.
A
GeName der gepulperten Droge wichtsverlust
I
Aloe.
. . . . . . .
Amygdaiae exoleatae . . .
Cortex Chinae Calisayae .
Cortex Chinae fuscus. . .
Cortex Chinae succirubr. .
Cortex Cinnamomi. . . .
Flores Chrysanth. Dalmat. a
b
c
Flores Cinae . . . . . a
- . . . . .b
Folia Belladonnae . . . .
Folia Digitalis . . . . a
- . . . . .b
- . . . . . c
Folia Sennae alexandr. . a
. b
. c
. d
Folia Sennae Tinnevelly a
b
C
d
Folia Stramonii . . . . .
Fructus Anisi . . . . a
. . . . b
Fructus Cardamomi . . .
Fructus Foeniculi . . . a
. . . b
. . . c
. . . d
Fructus Coriandri . . . .
Gummi arabicum . . . n
. . . b
. .
. c
Herba Thymi. . . . . .
Opium . . . . . . .
Radix Althaeae . . . . a
. . . . b
. . . . c
-
Radix
Radix
Radix
Radix
Radix
. . . .
d
Ari. . . . . . .
Colombo . . . . .
Gentianae . . . .
Ipecacuanhae . . .
Liquiritiae . . . a
2
5
4
4
4
5
5
4
5
5
4
5
4
6
2
5
4
4
3
5
6
5
4
5
6
5
6
7
5
4
6
5
6
5
6
4
5
6
7
6
5
7
7
6
4
5
-
=
--
C
D
E
B GeSumme
GeSumme
wichtswichtsvan
von
verlust
sunahni
C
u. D
I1
I u. I1
5
5
7
5
5
6
5
6
4
4
4
5
4
4
4
5
6
4
4
4
5
3
4
4
6
5
6
5
5
5
5
4
7
8
7
5
2
7
3
6
4
6
5
5
7
4
7
10
11
9
9
11
10
10
9
9
8
10
8
10
6
10
10
8
7
9
10
8
8
9
12
10
12
12
10
9
11
9
13
13
13
9
7
13
10
12
9
13
12
11
11
9
4
4
5
5
3
3
5
6
6
7
9
3
15
17
18
6
9
7
9
9
8
6
9
6
2
3
3
4
1
2
2
3
10
10
11
7
4
6
10
4
6
6
6
10
7
8
11
14
16
14
12
14
15
16
15
16
17
13
23
27
24
16
19
15
16
18
18
14
17
15
14
13
15
16
11
11
13
12
23
23
24
16
11
19
20
16
15
19
18
21
18
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-
G. Vulpius , Feuchtigkeitsgehalt vogetabilischer Pulver.
--
i
A
B
GeGeName der gepulverten Droge wichts- wichtsvorlust verlust
I
j
I1
I
Radix Liquiritiae . . b I
. . bII
. .
. .
. .
. .
. .
C I
CII
c I11
dI
dII
Radix Rhei . . . . a
. . . . bI
. . . . bII
. . . . c
-
. . . . a
. . . . eI
. . . . eII
. . a
Rhizoma Iridis..
.
.
.
- . .
Rhizoma Zedoariae
Secale cornutum .
.
.
. bI
. bII
. b 111
. c
. . .
. aI
. a11
. . b
. . c
Semen Sinapis
. . . .
Tragacantha
. . . . .
Tubera Jalapae . . . . .
Tubera Salep . . . . a
. . . . b
.
. . .
. c
6
4
4
5
4
6
'
:
l
3
5
4
4
4
3
5
5
3
5
4
6
5
5
6
5
6
6
6
5
11
6
8
6
6
6
'
4
4
2
3
4
5
4
6
5
4
5
3
3
5
3
3
8
4
6
7
1047
=
I3
D
C
Summa
GeSumme
wichtsvon
von
I u. I1 :unahmi C u. D
___
9
9
8
9
8
10
9
7
10
9
9
5
8
8
11
9
11
11
9
11
9
9
10
14
9
16
10
12
13
13
10
8
4
6
5
5
9
8
6
10
11
7
4
4
11
12
8
11
9
4
10
9
11
10
1
9
6
7
8
11
19
17
12
15
13
15
18
15
16
19
20
12
12
12
22
21
19
22
18
15
19
18
21
24
10
25
16
19
21
24
Bus obiger Zusammenstellung ergiebt sich zunachst die beruhigende Ueberzeugung , dass eine geassentliche und m6glichst
ausgedehnte Beschwerung der vegetabilischen Pulver mit Feuchtigkeit nicht Uebung zu sein scheint, denn alle untersuchten Pulver
nahmen im kiihlen Raume noch Wasser aus der Luft auf und zwar
in Mengen, welche zwischen 1 und 18 Procenten schwankten, je
nach der Hygroscopicifit des betreffenden Pulvers. Am geringsten
war dementsprechend die Feuchtigkeitsaufnahme bei den an fettem
und atherischem Oele reichen Drogen, am starksten dagegen bei
jenen , welche vie1 Schleim oder ahnliche quellungsfahige Substanzen
enthielten.
Auf der anderen Seite ist aber auch Zweierlei nicht zu verkennen , einmal , dass sammtliche Pulver bei der bescheidenen Tem-
1048
G. Vulpius , Feuchtigkeitsgehalt vegetabilischer Pulver.
peratur des Trockenschrankes noch ganz hubsche Wassermengen verlieren, welche sich zwisehen 2 und 11 Procenten bewegen, und
dann , dass der G-esammtfeuchtigkeitsgehalt bei verschiedenen Pulvern
der namlichen und zwar gerade der werthvolleren Drogen je nach
Sorte und Bezugsquelle Schwankungen bis zu 5 Procent zeigt.
Daraus geht nun aber einerseits hervor, dass von einem nachtriglichen Troclinen der Pulver vor dem Yersandte uberhaupt nicht
oder nur in Ausnahmefillen die Rede ist, und andererseits wird
man haufig kleine Unterschiede in den Ansatzen der einzelnen Preisliste schon durch ein Mehr oder Minder im Peuchtigkeitsgehalte der
Waare ausgeglichen finden.
Der Gesammtfeuchtigkeitsgehalt der vegetabilischen Pulver erscheint im Durchschnitt ziemlich hoch und wohl betrachtlicher , als
inan geneigt sein durfte, denselben Z I L vermuthen. Es ist selbstredend, dass die Trennung des bei 4 0 und bci 100 weggehenden
Antheils eine aus praktischen Erwagungen hervorgegangene willIiurliche und nkht etwa so zu verstehen ist , als ob die zweite Menge
iiherhaupt erst bei 100 auszutreiben wgre. Vielmehr sol1 damit
nur ein Unterschied gemacht werden zwischen derjenigen Wassermenge, welche in den e r s t e n 24 S t u n d e n bei Trockenschranktemperatur fortgeht und derjenigen, welche erst durch weitere 'Derlangerung der Erwkmiingszeit oder durch Erhahung der Temperatur
oder durch beides zugleich ausgetrieben werden kann. Darauf, dass
letztere Feuchtigkeitsmenge sich nicht mehr in einem Pulver befknde,
wird man weder Anspruch erheben diirfen noch wollen, da ein
solcher Trockenheitszustand vielfach nur auf Kosten des Heilwerths
oder sonstigen guten Beschaffenheit der Droge zu erzielen ware,
tlagegen scheint ein massiges Austrocknen im Trockenschranke seitens der Pulverisiraristalten wenigstens fiir diejenigen fertigen Pulver
doch am Platze zu sein, welche keine besonders fliichtigen Bestandtheile enthalten. Pulver , in welchen sich letztere befinden , scheinen
aber im Allgemeinen weniger unter einem gewissen Feuchtigkeitsgehalte zu leiden, als andere, welche besonders unter hermetischem
Verschlusse schon bei massigem Wassergehalte rasch an Gute verlieren. Man wird solches niemals zu befurchten haben bei einem
Pulver, welches vor der Aufbewahrung 24 Stunden im Trockenschranke verweilt hat.
Selbstverstandlich richten sich diese Bemerkungen nicht sowohl
an die Adresse des seine Pulver selbst herstellenden Apothekers,
E. Reichardt , Restimmung der frden Kohlensiiure im Trinkmasser. 1049
weleher fur die Hdtbarkeit derselben ein Uebriges zii thun gewohnt
ist , als vielmehr an die Pulverisiranstalten, welche durch ein passendes Nachtrocknen ihrer Pulver dieselben verbessern k8nnten. Nach
meinen Erfahrungeri verlieren selbstgestossene vegetabilische Pulver,
wenn sie nicht nacbgetrocknet wurden , durchschnittlich bei 40 * in
24 Stunden halb soviel an Gewicht, als bezagene.
Ganzlich unberiihrt soll die Frage bleiben, ob der Bezug von
Pulvern iiberhaupt das Richtige sei. Ton den bezogenen aber wird
man verlangen durfen , dass ihr Gewichtsverlnst beim Trocknen die
in vorstehender Tabelle angegebenen niedrigsten Werthe fiir die einzelne Droge unter keinen Umstanden erheblich iiberschreite , sondern womijglich noch einige Procente unter denselben bleibe,
ein Postulat , welchem die Pulverisiranstalten mit Leiehtiglieit entsprechen k8nnen.
Bestimmung der freien Kohlensaure im Trinkwasser.
Von E. R e i c h s r d t in 3ena.
Obgleich dieser Gegenstand schan in meiner umfangreicheren
Abhandlung iiber Einfluss des Trink wassers auf Wasserleitungen von
Bleirohren besprochen wurde , diirfte es dennoch angezeigt sein, die
Ermittelung der freien Kohlensaure im Wasser nochmals kurz zu
beleuchten , urn diese jetzt jedenfalls nicht unwichtige Bestimmung
etwas scharfer zu betonen.
Nach den bis jetzt gemachten Erfahrungen ist es namentlich
oder allein Wasser mit einem Gehalte von f r e i e r Kohlensaure,
welches Bleir6hren angreift und muss daher jedes Ma1 bei Wahl
einer solchen Leitung die Probe auf das Vorhandensein derselben
tlngestellt , beziehentlich bei der Wahl demjenigen Wasser der Vorzug gegeben werden , welches keine freie Kohlensaure enthdt.
Die Ansicht , dass allmahlich die BleirBhren innen verkalken
oder widerstandsfahig gegeniiber einem solchen freie Kohlensaure
haltenden Wasser werden, bedarf noch sehr der Beweise. Die mir
zur Beobachtung gekommenen FUe zeigten, selbst bei hartem, kalkreichen Wasser , durchaus keinen sichtbaren Ueberzug im Innern
der Bleirbhren, selbst nach jahrelangem Gebrauche, und ein andsrer
Fall, den ich schon mehrfach besprochen habe (vergl. d. J. 215, 541,
hetraf ein Wasser , verhiiltnissmassig reich an Alkalibicarbonaten und
Arch. d.Pharm. XXV. Bds. 23. Heft,
68
,
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