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Ueber den Gehalt des Salpeters an chlorsaurem Salz.

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EL Beckurts, Gehalt des Salpeters nn chlorswreul Sdz.
333
10. Fabre, De la germination des Ophrydbes etc. Annales des sciences
naturelles. III. sene. vol. V. pag. 163.
11. R u s s o w , Betrachtungen uber Leitbiindel und Grundgewebe. 1875.
S. 50.
12. Hafmeister, Xarphulogie. S. 426.
13. J. R e i n k e , Zur Kenntniss des Rhizoms von CoraUorhiza und Epipogon. Flora 1873. No. 10. pag. 212 und 222.
14. T hi1 o I r m i s c h , Einige Boobachtungen an einheimischen Orchideen. Flora 1854. No. 33.
15. H o f m e i s t er , Neue Beitriiige zur Kenntniss der Embryobiildhng dsr
Phanerogamen. Leipzig 1861. psg. 723.
16. T h i lo Ir m i s c h , Abhandlmgen der Naturforschenden Gesehhaft
zu Hide. Jahrgang 1854. 8. 31.
17. A r t h u r M e y e r , Ueber Aconituin Napellus und seine wiohtigsten
nachsten Verwandten. Boitriige No. III. Archiv der Pharmacie. 219. Bds.
3. Heft. 1881.
18. d e B s r y , Vergleichende Anatumie der Vegetationsorgane der Phanerogamen und Farne. Leipzig 1877. pag. 377 (iiber Schleimeellen. p. 146
und 151).
19. A. B. Frank, Ueber die anatomkche Bedeutung und die Entatehung der vegetabilischen Schleime. Pringsheims Jahrbucher fiir wissenschaftliche Botanik. V. Band. 1866-67. p. 161.
20. D r n d e , Die Biologie von Neottia Nidw avis und Monotrapa Hypopitye. Gottingen 1873. pag. 10 und !K. II., Fig. 7.
21. F r i e d r i c h J o h o w , Untersuchungen iiber die Zellkerne in den
Secretbehdtern und Parenchymzellen der hoheren Monocotylen, Dissertation.
Bonn 1880. pag. 19 (iiber dio Schleimzellen von Orchis).
22. J ohann Ev. Weiss, Anatamie und Physiulcgie Reischig verdickter Wurzeln. Rora 1880. peg. 118 (uber dio Anatomie der Orchisknolle).
Ueber den Gehalt des Salpeters an chlomaurem Sdz.
Von H. Beckurts.
Gelegentlich der Arbeiten der PharrnakopSe- Commission fiber
die PrUfung von Acidum benzoicum auf Toluolbenaob5ure achlug
C. S c h a c h t vor, zum Nachweise des in der aua Benzotrichlorid hergeetellten Benzoesliure steta vorhandenen Chlora eine beatimmta
Menge der officinellen Benzoesaure mit cblorfreier Natronlauge einziidampfen, den Rtlckstand mit Salpeter zu verpuffen, die Schmelze
in Waaser aufzullisen, anzusliuren und mit Silbernitrat zu versetzen.
Hierbei sollte eine Opalescenz geatatQt min, weil es aua Siam-BenzoB
aublimirta Benzo&slluren @be, die eine geringe Yenge Ohlor enthielten.
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H. Beckorta, &halt des Mpeters an chlorsaurem Salz.
J a s s o y und S c h l i c k u m hnden eine von dem ereteren selbst
sublimirta Benzo8sBure bei Befolgung des Prilfungsganges von S c h a c h t
chlorhaltig, dagegen frei von Chlor, als dieselbe mit chlorfreiem
Marmor geglilht wurde. 0. S c h l i c k u m beobachtete nun, dass stets
eine Opalescenz entstand, wenn er chlorfreien Salpeter fir sicli
schmolz, die Schmelxe in Wasser aufloste, und die mit Salpetarlure
angesiiuerte Lllsung mit Silbernitrat versetzte.
Diese Beobachtungtheilte Schlickum den Herren F. A. FlQckiger,
J a s 6 o y und Sa1z e r , sowie dem Referenten rnit , welche alle ausser
Fltickiger, der bei einem etww chlorhaltigen Salpeter nach dem
Olilhen keine stirkere Chlorreaction wahrnahm , die Beobachtiing
von Schlickum bestiitigen lconnten. Uober dio Ursache dieeer Erscheinung waren die Ansichten gctheilt. Wzhrend S c h l i c k urn und
rnit ihm B i r s c h und Jasso y in Zweifel waren, ob Chlor die Ursache sei und namentlich niedere Oxydationsstufen des Stickstoffs
ale Veranlassung der Trilbung anzusehen geneigt waren, dachte
S a l z e r an Cyan oder auch an Brom- reap. Chloreaure Salze.
Auf Grund von mir angestellter Versuche kann es keinem
Zweifel unterliegen, dass f a s t a l l e r S a l p e t e r d e s H a n d e l s
wechselnde, allerdings i m m e r n u r geringe Mengen chlors a u r e o d e r a u c h i i b e r c h l o r s a u r e S a l z e e n t h l l t , welche
sich beim Glilhen in Chlormetall und Saucrstoff zerlegen. Erhitzt
man eine bestimmte Menge Salpeter im Platintiegel bis zum Schmelzen
und dann einige Minuten bei Schmelztemperatur, last sodann in
Wasser und sauert rnit SalpetersPure an, so entstoht aiif Zusatz van
Silbernitrat.hlng eine bei verschiedenen Proben wechselnde starke
weisae Opalescenz , welche nicht durch Salpeterkure , wohl aber durch
Ammoniak aufgehoben wird und welche starker ist, als die in der
mit der gleichen Menge SalpetarsZLure angesiiuerta L6sung derselben
Concentration des ungeschmolzenen Salpeters.
Ton aieben verscbieaenen kdakproben wurden j e 6 g dea
ungeechmo-en
und geaohmolzenen Salpetars in 20 ccm mit Sdpeter&we angesiiuerten Wasser gel5st. Die in den Losungen mit Silbernitrat hervogerufenen Veriindeningen wurden verglichen.
Der unbr b erhaltene Niedemhlag fllrbte aich am Lichta
violett und Mote sich beim K d e p mit Sahwefeleiiuw nicht auf,
bestand alao nioht aus C y d b e r . Auch hwesenheit von salpetrigt
8IIupem Silber in demeelben iat ausgeschloasen, da diems alldings
echwer in Wasser, aber leicht id Salpetarsgure l6slich iSt
H. Beckurta, Gehalt des Elalpeters an chlorsaurem Sah.
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Jadailber (auH jodsaurem Salz) ist wegen der leichten LUslichkeit des Silberniederschlages in Ammoniak awgeachlossen. Auch
w d e die Abwesenheit von Brommetall (aus bromsauren Salz) in
Clem mit 86 pmx. Weingeist bereitaten Auezuge des geschmolzenen
Salpeters dargethan.
Somit blieb nur dio Annahme iibrig, dam chlorsaure Salze
(oder auch ilberchlorsaure Salze) in Folge ihrer beim GlUhen stat&
findenden Zersetzung in Chlormetall die Yeranlasaung dea Silberniederschlagee waren.
Silbernitratl6sung rief hervor
~~
in den Lasungen yon:
a.
vor den1 Schinelzen:
1. Natr. nitric. puriss. Probe sofort eine nur sehr
3chwache Opalescenz
Y. E.do Haen, List vcr Hannovel
2. Natr. nitric. puriss. Probo sofort keine Verandernng
d. Chom. Fabrik auf Aktien
vorm. E. Schering, Berlin
3. Natr. nitric. puriss. vcn iofort nur eine sehr goringo Opalescenz
D. Buschmann,Braunschweig
sofort keine Opa4. desgl; (eine andere Probe)
lescenz
6. Natr. nitric. aus dem Tor- sofort nur eine sehr
rath des Pharm Laborat. schwache Opalescenz
d. techn. Hochschule
G. Ral. nitric. purise. von D.
Buschmann , Braunschweig
7. Kal. nitric. a. dem Vorrath sofort nur eine sehr
dea Pharm. Labor. d. techn. sahwache Opalescenz
Hochschule
~
b.
iach dem Schmelzen :
sofort stiirkere Opaleacenz
sofort Opalescenz
sofort starke Opaloscenz
sofort Tiiibuug bis zur
Undurchsichtigkeit
sofort stiirkere Triibung
bis eur Undurchsichtigkeit
sofort s h k e %bung
bk zur voUommenen
Undurchsichtigkeit.
In zwei Flillen wurde aus der Differenz des Gewichtee des
Silberniederschlages, welchea aua der LUsung von je 50 g des
geglUhten und nicht gegltihtan Salpehrs erhalten h e , der Gehalt
an chlomwem Salz berechnet.
Es enbhielt
Nab. nitric. puriss. 0,00296 Pm. chloraaures Natrium,
Kal. nitrio. purise. 0,0674 - chlorwwes Kalium.
Alle Versuche, in der LUsung des Salpetera an der EntfiLrbung
der Indigol6sung nach Zuaatz verdiinnter SchwefelSure und einer
sehr kleinen Menge einer verdtlnnten Ltkleung von schwefligsaurem
Natrium l) die Chlorsiiure nachzuweisen, fielen negativ aus. Diem
1) Ad. zur qual. ohem. Analgse von R. fiesenius. XIII. A d .
3 160, 5.
336
H. Beokurta, Qehalt dee Wpetsrs an chlorsaurem Ball;.
Thetaache kann aber nicht auffallen und ist nicht im Stande, die
Annahme des Vorkommens von chloraaurem Salz im Salpeter zu
erschtittern, weil es nach meinen Versuchen nicht mi3glich ist, eine
kleinere Menge, ah 0,25 Proc. Kaliumchlorat im Salpeter nachzuweisen.
Bei mit Gemischen des in den vorhin beschriebenen Versuohen mit 6 bezeichneten Kaliealpeters und chlorsaiirem Kalium
in loproc. LBsungen ausgeflhrten Verauchen trat
bei 1 P m . KC103 enthaltenen Salpeter sofort,
0,5
nach 1 Minute,
0,25 - 2 Minuten
Entfirbung ein, wiihrend die Lbsung eines 0 , 2 p m . KC103 enthaltenden Salpeters nach drei Minuten noch nicht entfirbt wurde.
Erwiihnt mag noch werden, dass es mir natiirlich auch m6glich
war, mittelat nascirenden Wmserstaffs in alkalischer L6sung, wodurch
aalpetersaure Salze zu Ammoniak, Chlorate zu Chloriden reducirt
werden, das chlorsaure Salz im Salpeter nachzuweisen.
Das Vorkommen von chlor- oder fiberchlorsauren Salzen in
Salpeter ist bislang noch nicht beobachtet worden. Daa Jod kommt
im rohen Chilidpeter nach G r i i n e b e r g , als Jodnatrium, Jodmagnesium und Jodsaures Natrium, nach G u y a r d p, falls Kali vorhanden, als jodeaures Natrium und Kalium, bei Abwesenheit von Kali
aber als iiberjodeaures Natrium vor.
Ueber die Menge des Broms in dem rohen Chilidpeter liegen
Mittheilungen von G r i i n e b e r g , fiber die Zusammensetzung der
beim M n i r e n des Salpeters sich ergebanden Mutterlaugen unter
anderen Analyeen von E. R e i c h a r d t 4 vor. Ich beabsichtige auch
den rohen Chilidpeter und die sich bei der Rainigung desselben
ergobenden Mutterlaugen namentlich mit Bezug auf daa Vorkommen
von Maen dgr Sauerstoffsguren des Chlore und Broms untersuchen
zu laasen und behalta mir diesbeziigliche Mittheilungen vor.
MGglicherweise kann eine solche Untersuchung entecheiden, ob
das chlomure Salz im rohen Salpetm bereita existirt oder bei der
Reinigung dssselben sich erst bildet. Bekannt ist, h e sich die
Laugen, welche sich bei dieser Operation ergeben, in Folge der
-
-
I
-
1) Journal f. prdt. Chemie 60,p. 172.
2) Berichte der deutschen chern. Oeeellschaft VII, p. 1039.
3) 1.
4) Archiv fur Pharm. (2) XCVI. 134.
Arboit. d. Pharm.-Conim. d. deutsch. Apoth.-Vereins. - Acidum bonzoi'cum. 337
Abscheidung von Jod steta braim f%ben. Nach G r U n e b e r g ist
dieses eine Folge der Zersetzung des in den Laiigen vorhandenen
Jodmagnesium in Magnesia und Jodwasserstoff, welcher sich durch
Einwirkung der Atmosphke untm Abscheidung von Jod xerlegt.
Wenn, was nicht unwahrscheinlich ist , diese Lauge zw Bindung des
frei gewordenen Jods mit einem Alkali neutralisid wird, so k6nnte
mu8 etwa dem Jod beigemengtem Chlorjod Chlornatrium, chlorsaures
Natrium, jodsaures Natrium und Jodnatrium entstehen, da sich Chlorjod
durch fixe Alkalien in Chlormetall, chlorsaures MetaJl und Jod zerlegt, welches letztere mit itberschiissigem Alkali Jodmetall und jodsaures Salz giebt. Daa schwer 16sliche chlorsaure Natrium warde sich
d a m dem auB der Lauge ausscheidenden Sdpetm beimengen. Nicht
unwahrscheinlich ist , dass daa Vorkommen von chlorsaurem Kalium
im Bromkaliiim , welches T h. W e i g l e beobachtete, auf eine a n liche Zersetxung zuritckzuftihren ist , indem sich aus einem Chlorbroln
enthaltendeu Brom und Kdilauge neben Brommetsll and bromsauren
Salz chlorsaures Salz bilden kdnnte.
Herrn 0. S c h 1i c k u m sage ich ineinen verbindlichsten Dank
fiir die LiebenswMigkeit, mit welcher er mir die von ihm beobachhten Erscheinungen fiir diese Arbeit zur Verfiigung stellte.
Braunschweig, im Miirz 1886.
Arbeiten der Pharmakopoe -Commission des deutschen Apotheker -Vereins.
Acidnm beneolcnm.
Ben z o Bslure.
Groblich geplverte und vw beigemiachten Bids - und Rindenet.iikch
befredte Rensoe aua Siana werde auf h Boaha eiwa +chn, wkten
Gefaaaea aua Ebenblech in gleichm&aeag dunner &hi& aufgeetrmt und
uber einer Sandechicicht vwaicht.ig auf 160 bie 180 erhitlat, welck Ternperatur vier bis 8 e c h Stunden Zang a n d a w e , jedoch au kaw Zeit 22-00"
iiberat+en hf. f i e entwuickelten Dampfe gelangen oberhlb &a Sublimzi.gefhaea in einem, v m letlaterem durch Gaw g e a c h i e h , weiten unrl hhm
Pa-ppcylinder o h in tinern eeitlich mit dtm Subliinzi.gefaaae &oh edpr
h m ,weitea Rok verbunhnen, a s k gw&m@en, innen miif Paplier &ers o g m Holakuaten a w Verduic&uq. Der Condeneationeraurn b&w einen
&ht ac~wsaend&nDeckel und in h e l b m etns k&ne Oefnung, wslok
1) Corr. -B1.d. bayr. Chemiker. Pharm. Zeit. 1685. Nr. 20.
23
Arcb. d. Pharm. ?XI\'. Bdn. 8. Heft.
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