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Ueber den Gehalt von Schwefelwasserstoffgas im Tabacksrauche.

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iiber blaite Kuhmilch.
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Die ganze Art der langsamen Entstehung der blauen
Farbe, die Bildung einiger blauen Punctchen und das
Weitergreifen von diesen Centralstellen aus, spricht fur
die Schimmelbildung, wie sie uberall sich zeigt.
Die Schimiiielbildung auf Rahin oder Milch ist iibrigens sehr allgeinein verbreitet, und wichtig wiire es zu
erfahren, ob diese gewohnlich ungefiirbten Schiminelpilze
gleiclier Art sind, wie die hier blau gefiirbten, oder ob
eine besondere Art hier auf'trete. Dies miissen weitere
Untersuchungen ergeben.
Sclion oben wurde erwiihnt, dass die Aenderung des
Futters der Kuhe hier keinen Ninfluss nachweislich gezeigt hnbe, ,jedoch wurde dcr frische Klee, wahrend dessen Verfuttcrung ziierst die blaue Fiirbung der Milch
eintrat, noch auf abnorrne Bestandtheile gcpriift.
Dieser Iilec war von schUn gruner Farbe, hier und
d a waren kleinere oder gr6ssere rostfarbene Flecken.
Der Aschengelialt und die Zusammensetzung derselben
waren ganz wic gewohnlich, nameiitlich war keine auffdlige nIenge Eisen vorhanden.
Dcr wviisserige Auszug der Pflanze, analog der Bereitung des Indigo init I<nlliw;isser versetzt u. s. w. behandelt, zeigte niclit die geringste blaue Fiirbung, welche
auf cinen derartigen FnrLstoff liiitte dcuten lassen.
Ueber den Gebalt von Schwefelwasserstoffgas
im Tabacksrauche;
Boll
Dr. X . L a n t l c v e r i n Athen.
Mein verehrter Freund Prof. Dr. V o g e l hat sich
mit vieler Muhe und Ausdiluer init der Untersuchung
der Bestandtlieile des Tabacksrauclies beschiiftigt und in
deinsclben nicht nur Scliwcfel-, sondern auch Cyangehalt
gefundcn, &no Entdecknng, die mich sehr interessirte,
und derenUntersuchung icli in dem Lande, wo die ganze
Landerei;
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Welt Taback raucht, der Belehrung wegen wiederholen
wollte.
Die in Griechenland vorkoninienden nnd zum Rauchen gebriiuchlichen Tabackssorten sind alle rein, ohne
Beize, Sauce nnd Glhrung werden dieselben verwendet.
\Vie das Blatt von der Pflanze komnit und auf Schnure
gereiht an der Sonne getrocknet wird, so bleibt es.
Die Bliitter in Buschel zusanimengebunden, werden nun
in hiinfene Sacke so fest als riioglich eingetreten und mit
Lasten lescliwert, worauf die Ballen als orientalischer, griechischer oder levantinisclier Taback in den Handcl kommen.
Der griechische oder levantinische Taback ist im Allgenieinen gut, jedocli giebt es eine Mengc Sorten, die
sich durch ihre Restandtheile, ihr Aroma, welches wohl
niclit von dem Nicotingehalte, sondern von einem eigentliiiniliclien fluchtigen Stoffe, eineni Tabacks-Aroma, einein
iitherischeii Oelc sui gene& abhiingt - von einander
unterscheiden. Wegen diescs Tabacks-Odes oder Aromas
unterwarf ich einige Oliken Taback einer Destillation niit
Wasser und erliielt ein Destillat, das einen lrrautartigen,
d ~ ' mTaback ganz freinden Oernch besass, auf welchcm
jedoch einige Tropfen eines tief-dunkelgelb gefiirbten Oeles
schwainmen. Dieses Oel hatte, in der Hand verrieben,
den eigeathiinilichen penetranten Tabacksgeruch im hiichsten Grade. Durch Verdampfen von ein Paar Tropfcn
desselben auf eineiu warmen Eisenblech fullte sich ein
grosses Ziiniuer niit dem Geruch nach Taback, gleich
als ligtte inan in deinselben grosse Mengen Taback zur
Trockne ausgebrcitet. Uieses Tabacks-Oel ist ammoniakhaltig, dcnn bci Anniiherung eines riiit Salzsiiure befeuchteten Glasstnbes cntwickelten sich aus detnselben starke
weisse Ncbel, die dcr Bildung von Chlorammonium angehiirten. *)
Es ware wichtig, wenn dieses Oel genau untersucht
wiirde, wozii jedoch wenigstens 30 - BO Pfund Taback
~~
*) Gleiches Verhalten besitzt dns Nicotin.
Rdt.
~cliic;efeli~ussel.sto~gas
im Tnbcicksruuche.
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verwendet werden inussten, um daraus ungefalir 1 Quentchen Oletiin Nicotinnae Tabaczina aetherezinz zu erhalten.
Der Taback wird in Grieclienland tlieils aus langen
Yfeifen, griisstentheils jedoch als Papier-Cigarren und auch
in den sogenannten Angellides geraucht. Bei den letzteren wird der Tabacksrauch mittelst eines langen elastischen Rohres durch das in einein Gefisse sich befindende Wasser gczogen, wodurch sich naturlich der Tabacksrauch abkiihlt und zu gleicher Zcit von seinen
brenzlichen Theilen befreit wird, also kalt in den Mund
gelangt. Dass sich dieser gereinigte Tabacksrauch von
dem unniittelbar aus den Pfcifen eingezogenen wesentlich
unterscheidet, ist leicht einzuaehen. Prof. Voge 1 erwLhnt
eines Blausiiure- und eines Scliwefelwasserstoffgehalts in
dem Tabacksrauch.
Urn nun in deni griechischen Taback den Schwefelgehalt zu erinitteln, verschaffte ich niir eine oben erwiihnte Bngellis. Es ist sicher, dass sich in dem Wasser,
wodurch der Tabacksdampf geht, alle liislichen Bestandtheile finden. So gereinigt untersuchte ich dasselbe auf
den Schwefel- und Cyangeh’alt. Dieses niit allen Productcn der trocknen nestillation gesiittigte Wasser hatte
eincn eigenthuinlichen, brenxlichen, tabacltsiihnlichen, arnnioniakalischen Geruch, eine braunliche Farbc und einen
eben solchen unangenchnicn, sehr bittern Geschmack. Nach
Uniriihren eines mit SalzsLure befeuchteten Glnsstabes
entwickelten sich aus dcmsclben weisse l)ainpfe und gerathetes Lackmuspapier wurde wieder gebliiut, SO dnss
iiber den Animoniakgehalt dieses Wassers kein Zweifel
obwalten konnte.
Eine grosse Quantitit dieses Wassers mit Prussidnatriumliisung versetzt, erlitt nicht die geringste Veriinderimg, so dass sich durch dieses sonst so empfindliche
Reagens auf Schwcfelwasserstoffgehalt kein solcher entdecken liess.
Eine andere Quantitat dieses Tabackswassers wurde
mit Weiacetatlosung, eine dritte mit Knpfervitriollosnng
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Lunderer,
und auch rnit Chlorarseniklosung vermischt, und liess
nicht den geringsten Schwefelgehalt erkennen, weshalb
ich fest uberzeugt bin, dass in diesem Tabackswasser
aich kein Schwefel befand.
In Betreff des Cyangehalts hatte ich das Wasser
durch vorsichtiges Eindampfcn so vie1 als moglich zu
concentriren versucht und sodann dasselbe mit schwefelsaurem Eisenoxyduloxyd versetzt.
Nach einer Stunde
zeigte sich eine sonderbare Erscheinung, die ich weiter
zu untersuchen nicht im Stande war. Im Anfange blieb
die Flussigkeit hell, es bildete sich kein Niederschlag,
nach ’iz Stunde begann die Fliissigkeit unter dem Einflusse der Luft, nachdem sie mit dem Eisensalze versetzt war, sich zu rothen, und diese Rothung steigerte
sich, bis sic die Farbe sehr verdiinnter Rhodaneisenlosung angenomnien hatte, wobei sich kein Niederschlag
absetztc. Verschiedene Versuche, die ich zur Bestiitigung
anstellte, ob dicse Farbung einer Rhodanverbinduhg angelitire oder nicht, iibcrzeugten mich, dass dieselbe nicht
von Schwefelcyan hcrriihre, sondern von einer andern
brenzlichen Substanz, die sich aus dem Taback gebildet
hatte. Um nun den Schwefelgehalt irn Rauche des griechischen Tabacks zu ermitteln, zog ich den Rauch durch
ein kleines Angellis, worin sich Prussidnatriumlosung mit
Ammoiiiak versetzt, gelost befand. Obwohl ich inehrere
Cigarren rauchen liess und mich sehr bemiihte, den
Schwefelgehalt durch die so charakteristische Fiirbung
dcs Prussidnatriums zu constatiren, so gelang es inir
nicht, denselben aufzufinden, so dass ich die Ueberzeugung habe, dass sich in diesem untersuchten griechischen
Taback kein Schwefel befindet.
Urn den Cyangehalt im Tabacksrauche zu ermitteln,
befolgte ich L)r. Vogel’s Methode der Durchleitung des
Tabaclrsrauchcs durcb eine Losung von kaustischem Kali.
Diese Kalilosung, worin sich dns Cyan als Cyankalium
finden sollte, wurde niittelst Eisenoxyduloxyds auf Cyan
Schwefelwasserstofgas i m Tabacksrauche.
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untersucht, jedoch gelang ea mir nicht, auch nur eine
Spur Cyaneisen zu erhalten.
In dem Tabackssafte, der sich in den Iangen Pfeifen
der Orientalen sammelt, sind aIle brenzlichen und schadlichen Stoffe des Tabacksrauches enthalten. Derselbe ist
im Oriente schon oft Uroache zu todtlichen Vergiftungen
gewesen, indem die Leute diesem Tabackssafte specifische Wirkungen gegen exanthematische Hautleiden zuschreiben. Dass derselbe solche Eigenschaften besitzt
ist wohl anzunehmen, indein chronische bosartige H a u t
krankheiten, Ausschliige der Leprosen dadurch zum Verschwinden gebracht und topisclie Leiden geheilt werden. Es fehlt jedoch nicht an Beispielen, dass nach
Anwendung dieses Tabackssaftes sich andere gefahrliche
Symptome einstellten, dam der Patient von Krampfen
befallen wurde und init dem Tode rang. Erst vor kurzer Zeit starb auf einem Dorfe in der Nahe cin Kind
unter heftigen Krainpfen in Folge der Anwendung des
Tabackssaftes, den die unvernunftigen Eltern demselben
auf die wunden Stellen von Intestrigo aufgeschmiert hatten. Demnach diirfte der Tabackssaft oder die Producte
der trocknen Destillation desselben zu den heftigen Giften gelioren, ohne dass in denselben Cyanverbindungen
vorhanden waren.
Aus diesen angeftihrten Versuchen ergiebt sich, dass
in dem h u c h e des griechischen Tabacks weder Schwefel noch Cyan aufzufinden war, eine Erscheinung, die
gewiss dem Tabsck selbst zuzuschreibcn ist.
Ueber eine nnfrnchtbare Kleierde im Oldenbnrgischen ;
VOU
E d. 11 a r m s.
In dem nodlichen Theile des Herzogthums Oldenburg, welcher zwischeen der Weser und der Jahde liegt,
Arch. d. Pharm. CLIII. Bds. 1.IXt.
3
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