close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

Ueber den Ozonwasserstoff und Ozonsauerstoff.

код для вставкиСкачать
Ueber den Ozonwasserstoff und Ozonsauerstoff.
In Betreff der von O s a i i n iiber den Ozonwasserstoff
ausgcsproclienen Vermuthung hat inan die Einwendung
gcmncht, die grossere reducirende Kraft desselben im
Vergleiche zu der rles gewiihnlichen Wasserstoffgases
liiinne yon einer der niederen Oxydationsstufen des
Scliwefcls herriihren, wclclie diesem Uase m8gliclier Weise
beigeniengt sei. E s wird hierbei ungenornrnen, das elektrolj-tisch ansgcscliiedane Wasserstoffgas rcducire die in
dcr verdiinnten Schwefelsziure enthaltene Schwefelsaure
an€ einc der niederen SchwefelsWuren, diese mische sich
dern sich entwickelnden Wasserstoffgase bei und ihr sei
die grossere reducirende Kraft dieses Gases beizumessen.
Hiergegen liisst sic11 nun sogleicli einwenden, dass, wenn
dern so wiire, hierin ein Beweis liege, dass der elelitrolytisch ausgeschieclene Wasserstoff eine grijssere rcdncirende Krntt besitzt, da den1 gewohnlichen diese Eigenschaft nicht zuliornmt.
0 s a n n hat nun folgende neue Versuche angestellt.
Nordhzinser Schwefelsaure wurde in eincr Retorte, in
welcher ein zusniumenge~~rickelter
Platindraht eingelegt
war, destillirt, das zuerst Uebergegangene wurde beseitigt, das zweite Destillat wurde ini Verlidltnisse von
1 : G mit Wasser gcmischt. Nachdem die Flussigkeit
die Temperatnr von 25') R. angenominen hatte, wurde sie
durch den Stroin zersetzt. Die Einrichtung des schon
friiher von 0 s a n n zuni Zwecke der Zersetzung gebrauchten Apparates ist folgende: Ein (jlascylinder yon 12011
Durcllinesser und 6 Zoll Lange, ist oben mit einem eingekitteten Stopscl verschen, in welchern eine gebogene
gliiserne SKohre steckt, um das sich entwickelnde Gas
weiter zu leiten. In demselbcn ist ferner ein Platinstreifen von
Zoll Lhnge und
Zoll Breite eingekittet,
welclicr zur ncgativen Elektrode dient. Die Rohre wird
in einen Qlascylinder gethan, in welchcm die verdiinnte
Schmefelskure sich hefindet. In rliese Fliissigkeit endet
ein dicker Platindraht, der zur positiven Elcktrode benutzt wird. Das sich entwickelndc Wasserstoffgas wurde
uber destillirtern Wasser in einer Wanne von I'orcellan
in einer holilen Glaskugel aufgefangen, voii da wurde
es in dieser Kugel in eine Wanne von a l a s ehenfalls
gefullt niit destillirtern Wasser. gebracht und durch Umkehren unter demselben in eine Cubikcentimeterrohre gelcitet. Auf diese Weise wurde das Gas zwei Ma1 mit
11 *
164
Ozonzvassmtof uml Ozonsazterstof.
destillirtcm Wasser gcwaschen. Als die Rohrc fast ganz
mit (fas nngefiillt war, wurde ein vierseitiges obcn offencs
Cflas, gcfiillt init destillirtem Wasser, in die Wanne gebrncht uncl dcr Ulnsriilire untergeschoben. Ale dies gcschelicn war, wurde inittelst eincs Mundsaiigers das Wasser RUB dcin Glnsclien fast bis auf den Boden ausgesclugt
und eine Auflosung von salpetersaurem Silbcroxyd hineingegossen.
Dieso Auflosnng wurde crhnlten (lurch Miscliung von
18 Grm. krystnllieirtcin salpetcrsmirem Silberoxyd init
70 Grin. Wusscr. SO blicb die Glrisriihrc iiiit dcr a d petcrssnuren SilbcrauflOsung G Tagc lang stclien. i31eicli
mi andcrn Tngc bcnierkte man nuf der OberHIche der
Fliissigkeit einan Ypiegcl von nietnllisohcm Silhcr. - W#hrend dcr G Ttige wurdc die Flussigkcit niittelst cler
Rbhre schr oft hin und hcr bcwegt, damit das Gns gcligrig iiiit tler Liisiiiig i i i . Ihruliriiiig 1c:iiii. - Kacli dicser
Zcit wiirdc das Cinsvoluin gciiicsseii und das uusgcscliicdene Silbcr nut' cin gewogcncs scliwcdisclicu I'iltrirpnpier
gcbractit. E s wurcle gelidrig ausgewaschcn, das Filter
wurde mit dcni Silber vcrnscht, dns Gnnxc liieruuf gcwogen und das Gcwioht dcr Asche abgezogen. - BIit
der ntrcli dcr l'iltration dcs Silbcrs crlialtcnen Flussigkoit wurdc f ~ l g e n d c ~ n ~ ~ ~verfaliren
i i ~ s e n : Angcnonimcn,
das Wasserstotrgas linhc cinc gcringe Mengc cinei. der
niedcrcn Schwcfcls,iiiren enttinlten, so musstc dicsc sich
auf Kostcn des Snucrstoffs des Silbcroxycls oxydircii untl
in einc hiiherc Osydationsstuf'c dcs Ycliwefels, dic iiiijglicher Weisc Schaefelsiiurc sclbst scin konntc, ubcrgeheii.
Dicse inusste nun iin Filtratc vorlianclen seiii. Dasselbe
wurdc mit conccntrirtcr Salpctcrsiinrc versctzt bis zur
Hiilfte eingednnipft. tlicrauf wurdc snlpctersaurer Uary t
zugcsetzt. Nuch dcr Behandlung iiiit Salpetcrsliurc niusstc
die ctwa in cler E'liissigkeit bctindlichc Siiiiirc dcs Ycliwefels zu Schwefelsiiiirc vcra:indclt wordcn sein uncl iiiussto
sich durch dcn Ziisatz von obigcni 13arytsalze nacb\voiscn
lassen. 13s erfolgte jctlach niclit iler geringste Nicderschlag. Osn n n hat dieeen Versiich noch verschicdenc
Male init dcniselben Hrfolgc wicderholt. - Binsichtlich
der Rcduution dcr Bcobaclitungen w iircls so vcrfalircn,
dass rriittclst dcs I'sychroiiicters die Yptnnung des \.Crasserdunstes in der Atiiiospliilrc bcstiinirit wurrlc. Dns Gas
in dcr Kijhrc wurdc fiir dic angegcbene Temperatur nls
vollig mit Wasserdnnst gesiittigt :Ingenomnen. Die llediicc g n n u 1t verbesserten Forincl.
tion gcschah nach dcr von 1%
OzomonssemtoJ z i n d Ozonsauemtof.
165
Fasst inan nun nach O s a n n die Ergcbnisse der
Vcrsnohe zusairinien, so crhilt man fiir die drei ersten
Versuche, bei welchen eine Silbersalzl6sung in dem Verh<iltnisse von 18 Grin. Sale auf 70 Qrni. \vasser angewendet wurde, folgende Zalilcnwerthe:
Vermiiitlerniig tlcs Gdsvolums
i n 6 l’agcn in Proccnten aus-
gedriickt.
1. Versuch 1,98
2.
,,
1,42
3.
1,83
))
Iieducirtes Silbci proc. bcrcebiiet
fiir die hfcnge d e s verbrauchten
Ozon - k1’asserbtoffgRses.
1. Versuch 1,45
2.
3.
1,14
1,65
I3ci Ailwendung einer loci gewdhnlicher Teinperatur geshttigten
Silbersalzlosung :
4. Versuch 3,32
4. Versuch 1,12
5.
3,52
5.
1,80.
Auf 100 C.C. Ozonwasserstoffgas kanicn dalier durehsohnittlich 1,43 rcducirtes Silber. Es wgre daher nun
wichtig, zu bcrechnen, wie die erhalte~ien Werthe mit
den Atomgewichten clcs Wasscrstoff es und dcs Silbers
zusaminen stimrnen. Sollte ntinilich der Ozonwasscrstoff
eine blosse Modification des gewblinlichen sein, so leuchtet
ein, dass keine Versehiedenheit in den Atomgewichten
anzunehinen ist. Sollte aber eine Versehiedenheit statt
finden, so wiirde dieser Umstand zu Cfunsten dcr Ansiclit sprechen, dass dcr gewohnliche und der Ozonwasserstoff als zwei verschiedene Stoffe anzuschen sind.
Diese Frage lasst sich leicht durch folgende Rechnung
entscheiden. Ein Cubilrcentinieter Wasserstoffgas wiegt
0,000088 Urm., deninach wiegen 100 C.C. 0,0088 Qrm.
BIan Bann nun folgende Proportion ansetzen: Es verhalt sich die Menge des ausgesvliiedenen Silbers zu dem
Gewichte dcs Wasserstoffes, wie das Atomgewicht des
Silbers zu dem des Wasserstoffes. 1st nun das Atomgewioht des Ozonwssserstoffes nicht rerscliieden von dem
des gewohnlichen Wasserstoffes, so muss inan fur das
vierte alied der Proportion entwecler Eins oder doch
cline %ah1 bekommen, welche sicli dieser sehr nshert.
Rechnen wir hiernacli: 1,43 : 0,0088 == 108 : x ; so erlialten wir fur x die Znhl 0,Gci. Dies ist aber genau 2/3
cles Rtonigewichtes des ‘Nasserstoffgases. Die %all1 0,6G
weioht zu sehr von 1 ab, als dass angenominen werden
bijnnte, die Verscliictienlicit werde durcli einen Beobachtungsfehler begriindet. Dies 1Crgcl)niss hat 0 s a n n auf
seine friihere Ansioht ziiriickgebracht, wonach auch dem
Ozonwasserstoffe ein besonderes Atomgewicht ziikommen
wurde.
166
Ozonwasserstof u i ~ dOionsauerstof
Wcnn man Ozonsanerstoffgas durch eine Aufl6sung
von Rleioxyd in Natronlauge leitet oder wenn man diesclbe Fliissigkeit mittelst Platinelelitroden durch den
Strom zersetzt, erhiilt man einen gelben Kiirper, der sicli
an der positiven Elektrode absetzt. Uieser Kiirper charakterisirt sich schon dadurch 81s eine Ozonverbindung,
dnss er weingeistige Quajaktinctur blkut. 0 s a n n ninimt
deshalb an, dass er eine Verbindung von I3leioxyd init
Ozonsauerstoff sei.
Die Analysen des Ozonblcioxydes, welche dadurch
erhalten wurden, dass man Ozonsauerstoffgas durch eine
Auflosung von Bleioxyd in Natronlauge leitete, gaben
. 1) 89,39 Blei und 10,62 Sauerstoff,
1) 89,67 ,
, 10,33
,,
Nimmt nian das Mittel aus beiden, so erhklt man 8!1,32
Blei und 10,47 Sauerstoff. 1st nun dieser Kiirper PbO, Oz.,
so erhklt man fur das Atomgewicht des Ozonsauerstoffes
die Zahl 4.27.
Die Analyse des gelben Korpers, den O s a n n bei
der Elektrolyse einer Auflosung von Bleioxyd in Natronh u g e erhielt, gab in 100 Th. 88,86 Proc. Blei und 11,14
Proc. Sauerstoff. Das Atomgewicht des Ozonsauerstoffes
nach dieser Zusan~mcnsetzungberechnet, SO erhalt man
die Zahl 5,16. Ninimt man das Mittel aus beiden Ergebnissen, so erhiilt man die Zahl 4,71.
0 s a n n vergleicht nun die hier erhsltenen Zahlen
niit den Ergebnissen, welolie er in seinem Aufsatze iiber
die nunicrisclien Uestimrnuiigen dieser beiden Kijrper erhalten hatte. Er hatte niimlich danials gefunden, dass
das Verhaltniss der absorbirten Mengen des Ozonsauerstoffgases eu denen des Ozonwasserstoffgases = 1,01 : 1,28
ist. Da nun bekanntlich das absolute Oewicht gleich ist
dem Producte aus dem Volum in das specifische, S O erhiilt man das Verhiiltniss der absolutcn Mengen dieser
Korper, wenn man obige Znhlen niit den spec. Gewichten des Sauerstoffcs und des Wasserstoffes multiplicirt
Nun wiegt 1 C. C. Wasserstoffgas 0,000088, also 1 , 2 8
wiegen 0,000113, und 1C. C. Sanerstoffgas wiegt 0,001411,
1,01 wiegen daher0,001426. Setzt nian nun die Proportion an, das Gewicht des absorbirten Ozonwasserstoffes
zu den1 des Ozonsauerstoffes, 0,000113 : 0,01417 = 0,66
: x, so erhiilt man fur x die Zahl 8,25. Da aber 2Vol.
Wasserstoffgas sich mit 1 Vol. Sauerstoffgas verbinden,
so muss dieseZahl durch 2 dividirt werden. Dies giebt
Tjsennung Jer Phospho&iure.
167
4,12, welche sich der obigen 4,71 so nkhert, dass nian
nicht zweifeln kann, dass eine Uebereinstirnniung zwischen bciden statt findet. (Ve.Terhmdl.der Wiirzburg. phys.
B.
med. GeselLsclL. 1859. u. a. 0.)
Trennung dcr Pbosphorsiiurc.
Eine neue Trennung der Phosphorsaure von P e r s o z
grundet sich
1) auf die Uniwandlung aller Phosphate in Eisenoxyd - und Tiionerdepliospliat,
2 ) nuf die Zersetzung dieser beiden Phosphate mittelst concentrirter und lrocliender Schwefelskure, welche
die Phosphorskure frei iuscht, indeni sie unlosliche wasserfreie Sulfate erzeugt.
Nan lost die Substanz in Salzsigure, scheidet die
Iiieselsaure wie gewohnlich ab. Zuni E’iltrat fugt man
nun eine gewisse Menge Eisenohlorid, welche von der
Quantitat des in1 Pllincral enthaltcnen Kisenoxydes und
der Phosphorskure abhitngt, v c darnpft
~
zur T r o c h e uiid
gluht den Riicltstand. Den Gliiliriickstsnd behnndelt man
mit Wasser und tiltrirt, wobei nur Eisenoxyd und Thoner dephosphat zuruckbleibt, wiihrend die ubrigen AIetalle
als Chlorure in Losung gehen. Der ausgewasclicne Ruckstand wird init seinein 4-5fachen
Gcwicht reiner concentrirter Schwefclsiiure in einer Retorte von Eisen oder
Platin gelrocht, bis fast alle freie Schwefelsh-e ubergegangen ist. Man lasst nun erbalten und wascht init
W’asser aus
Die wasserfrcien Sulfate werden schnell
entfernt und die Flussigkeit, welche ausser l’hosphorsirure etwas Schwefclsaure und eine kleinc hiengc wiedergclbster Sulfate enthiilt, wird vcrdarnpft. Der Riickstand
wird wieder mit Schwefclsaure geliocht uni diese Sulfate vollstandig unloslich zu inachen und zieht das Ruckbleibende iiiit Allrohol aus, welclier nur l’hosphorsaure
iind Schwefelsiiure lijst, so dass bei riclitig geleitetem
Abdanipfen fast reine Pliospliorshure erlialten wird. (Cbmpt.
vend. 1859. - Journ. fiii-pmkt. i’henz. 13d. 79. X I . 21. 1%
Heft.)
B.
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
2
Размер файла
285 Кб
Теги
ueber, ozonwasserstoff, den, ozonsauerstoff, und
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа