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Ueber die Aether und Amide der Mecon- und Comensure.

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Aether und Antide der Mecon- tind Cornenstiwe. 185
rossern Mcnge Chlorjod behandelt, als zur Erzeugung
f e r Jodpyromeconshire nothig ist. Die Fliissigkcit nirnnit
dann eine gelbe Farbe an, und Knli fallt, naclidem man
die niedergefallene Jodpyromeconsnure entfernt hat, einen
schwarzlichen Niederschlag, der sich beim Schutteln der
Fliissigkeit wieder lost und einen eigenthiimlichen Qeruch
verbreitet. Nach einer gewisscn Zeit erscheint der Nicderschlag heller und wird blcibend. Man wiischt ihn mit
Wasser und lasst ihn am Weingeist krystallisiren.
Man kann durch einen hinreichenden Ueberschuss
von Chlorjod oder Bromjod die Pyromeconsiiure vollig in
Jodornecon umwandeln, wobei Kohlens%ure frei wird.
Das Jodomecon bildet grosse hexagonale Plntten von
schon gelber Farbe und starkem Glanze, der Geruch ist
der des Saffrans. Unloslich in Wasser, loslich in Alkohol, besonders in heissem, und in Aether. Unloslich in
Salzsiiure. Salpetersaure greift es heftig an, entwickelt
aber nicht alles Jod. Kaustisches Kali entzieht der Verbindung etwas Jod. Ohne Reaction auf Lackmus. Es
sublimirt bei einer Temperatur unter der des siedenden
Wassers. E r entsteht aus der Jodpyromeconsiiure auf
folgende Weise : C * O H 40 6 8JC1+ 8 HO = C6 H4Js 0 6
4 COz+ 8 HCl.
Meconsiiure und Cornensiiure, die beide von der Pyromeconsaure nur durch die. Elementc der Kohlensiiure
verschieden sind, geben bei gleicher Behandlung denselben Korper. Fiigt man zur Losung von salzsaurem
Codein Jod, so fallt ein schon gelber Niederschlag, der
in Wasser unloslich ist und aus siedendeni Alkohol krystallisirt. Er scheint das Di - Jodocodein zu sein, veriinderte sich beim Umkr stallisiren etwas, loste sich in
Salzsaure und gab mit latinchlorid einen Niederschlae,
der 12,20 P~oc.Platin enthielt. Die Formel C36HIOb
NO6, HC1, Pt C12 HO fordert 11,95Proc. Platin. (Phil.
Nag. 4. Ser. Vol. 8. - Chern.-pharm. Centrbl. 1854. No. 50.)
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4
+
B.
Ueber die Aether nnd Amide der Mecon- and
COmensBnre.
H. H o w hat in seiner friiheren Arbeit iiber die Meconsgure eine Meconaniiddiure beschrieben, die nach den
Anal sen keine einfache Forinel bekau. Nach Q e r b a r t's und auch Wurtz's Ansicht musse diesem Korper
wohl eine andcre Formel zukommen.
g
186 Aether wad Amide der Mecoii - und Comensaure.
Dieser Korpcr erzeugte sicli bei der Einwirkung
von Ammoniak auf die Monoiiiethylnieconsaure. Es bildete sich dabei ein gelbes Salz, das nicht krystallisirte,
in rundlichen durchsichtigen Kiirnern. Aus diesem Salze
schlagt Salzsaure die eben erwahnte S h r e nieder. H O W
erkennt die von W u r t z und G e r h a r d t gemachten
Einwiirfe an, und hat seine friihere Arbeit noch erweitert. Darnach kaiin nun die Meconamidsaure keine
andere Formel, als die von H o w vorgeschlagene, haben.
Es ist:
Die Meconamidsaure 6 HO C84 H24 N7 0 6 3 9 HO.
Das gelbe Ammoniaksalz 6 H4 NO C84 I l k N7 0 6 3
3H3N 6HO.
Dieses verliert bei 1000 Ammoniak und wird weiss,
es ist dann 6 H4 NO
C84H24N7063. Diese beiden
Ammoniakverbindungen sind allerdings sehr eigenthiimlicher Art.
Ammoniak und Biiithylmeconsiiure. Wenn man den
zweiten normalen Aether der Meconsaure (die Biathylmeconsaure) = HO, 2C4H50, C14HO11 mit Ammoniak
kocht, so f;iillt die Biarnida-Meconsaure, HO, C14H5N209,
als weisses Pulver nieder. Sie krystallisirte nicht, bildete ein grauweisses Pulwr. Sie ist in kaltem Wasser
und verdiinnten Siiuren sehr schwach loslich, und wird
durch kaustische Alkalien leicht zersetzt. Reagirt stark
sauer, zersetzt die kohlen'sauren alkalischen Erden und
bildet mit denselben, wenn sie im Ueberschusse angewandt werden, basische Verbindungen.
Eine Triiithylmeconsiiure, 3 C4 H5 0, Cl4 HOll, scheint
sich zu bilden, wenn man Meconsaure und absoluten
Alkohol uber eine grossere Menge Vitriolol destillirt.
Destillirt man mit einer geringen Menge, so erhalt man
den zweiten Aether oder die Biathylmeconsaure.
Wenn man fein gepulverte Comensaure mit Alkohol
und Jodtith 1 in einem verschlossenen Rohre auf 1000
erhitzt, SO ilden sich zwei Producte. Bei hoherer Temperatur geht die Bildung besser vor sich. Das eine ist die
Aethylocomensaurc, HO, C4 H5 0, C12H2 0 8 , sie krystallisirt inNadeln und wird von dem folgenden, welches
sich in Kornclien ausscheidet, durch Krystallisation getrennt. Diese Sauren hat How schon fruher beschrieben.
Das Verhalten der neuen Substanz zu Ammoniak
beweist, dass es eins von den beiden Wwcratomen ist,
welches in der Cornenskure durch Aether ersetzt wird.
Sie ist in alkoholischein Ammoniak leicht loslich iind
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B
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Aethei- und Amide der Mecon- uiacl Comensiiure.
187
bildet dann das oben beschriebene schone gelbe Salz.
Daher nimmt H o w an, dass dieser Aether der wahre
Comensaureather ist. Die Wirkung von Jodiithyl C4H5J
auf Comensaure besteht darin, dass sich eine zweibasische
Saure bildet, in der 1 Atom Wasserstoff durch Aethyl
€10,/ C12H (C4H5) 0 8 ghnlich der Ableitung
vertreten ist HO
der Methylsalicylsaure nkch G e r h a r d t .
H o w versuchte nun auf deinselben Wege eine Amylverbindung darzustellen : Comensaure, Ainylchlorid und
Alkohol wurden auf 1500 erhitzt, bis die Fliissigkeit klar
war, was in 12 Stunden erfolgte. Es konnte dabci aber
keine -4mylverbindung erzielt werden, sondern man bekam dieselben Producte wie init Jodathyl. Die Meconsaure verhielt sich zu Jodathyl eben so wie Comensiiure,
man erhielt dieselben Producte, und ausserdem wird
Kohlensaure frei, welche beim Oeffncn des Rohres fast
explosionartig austritt.
Der zweite oben erwahnte Korper, der mit der
Aethylcomensaure sich in k6rniger Form ausscheidet, ist
eine Saure, sie konnte nicht genauer untersucht werden,
vielleicht ist sie die Paracomensaure von S t e n h o u s e .
Salzsaure und Comenaminsaure in alkoholischer Losung. Behandelt man die Losung von Comenaminsaure,
HO, C12H4N07, in absolutem Alkohol mit trockner Salzsgure, so hinterliisst die Losung nachher einOel, das bei
1000 zu einem festen Korper austrocknet. Wasser lost
nachher einen grossen Theil davon auf und hinterlasst
reine Comenaminsiiure. Die Losung enthalt vie1 Salzsaure und setzt beim Stehen noch mehr Comenamins#ure
ab, die sich als krystallinisches Pulver ausscheidet. Lost
man den trocknen Ruckstand statt in Wasser in Alkohol,
so erhalt man eine merkwurdige Verbindung yon Salzsiiure mit Comenaminather. Diese hat die ZusammenHC1.
setzung C 4 H 5 0 , C12H4N07, 2 H 0
Eine ganz ahnliche Verbindung der Jodwasserstoffsaure mit dem Cornenaminather scheint sich zu bilden,
wenn man Jodathyl auf die Losung von Comenaminsaure
in absolutem Alkohol in verschlossenen Rohren bei 1500
einwirken Iasst.
Comenaminather (Comenamethan), C4 H5 0, C12 H4
2 HO (krystalhsirt), bildet sich leicht aus der
vorste enden salzsauren Verbindung, wenn man sie mit
Silberoxyd oder auch Ammoniak behandelt.
Dieser Korper ist neutral, dem Aether der Oxamin-
+
-t
188
Ueber J,ie Omjde R203.
satire entsprechend, in heissem Wasser loslich, schwer
loslich in kaltem Wasser und absolutem Alkohol. Er
schniilzt bei 2050 zu einer gelben Fliissigkeit und wird
durch Ammoniak in der Kalte nicht verandert.
Eigenthiimlich ist noch fir dieComenstiure, dass rnit
den Alkalien kein neutrales Salz zu erhalten war, so wie
auch weder der neutrale Aether, noch das correspondirende Amid erhalten wurde. (&limb. new Phil. Journ.
11. S. Vol. 1. - Chem.-pharm.Centrbl. 1855. No. 24.)
B.
Ueber die Oxyde
R2O3.
In der Abhandlung, welche Prof. Fr. R o c h l e d e r
kiirzlich der Akademie der Wissenschaften zu Wien vorlegte, stellte derselbe hinsichtlich der Constitution der
organischen Verbindungen folgende drei Satze auf.
1) Die hoher zusammengesetzten Rndicale entstehen
aus einfachen zusammengesetzten Radicalen durch Substitution, indem der Wasserstoff durch Radicale vertreten
wird.
2) Die Natur einer Verbindung hangt ab von der
des Radicales. 1st das Radical elektropositiv, so ist die
Verbindung rnit Sauerstoff ein basisches Oxyd, ist das
Radical elektronegativ, so ist die Verbindung des Radia l e s mit Sauerstoff eine Saure.
3) Euthalt die Verbindung, in der ein elektropositives
Radical enthalten ist, 1, 2 oder 3 Aequivalente Sauerstoff mit dem Radicale verbunden, so ist das Oxyd eine
einsaurige, zwei- oder dreissurige Base, ist das elektre
negative Radical mit 1, 2 oder 3 Aequivalenten Saueratoff verbunden, so ist das Oxyd eine ein-, zwei- oder
dreibasische Saure.
R o ch l e d e r beschaftigt sich in Folgendem rnit den
Ox den der Metalle, die aus 2 Aequivalenten Metal1 und
3 Iequivalenten Sauerstoff bestehen, die manchen Ansichten in der organischen Chemie 80 sehr im Wege
stehen, class man gensthigt war, Hypothesen iiber diese
Oxyde aufzustellen, die ihre Zusammensetzung rnit denen
anderer Korper in Einklang zu bringen bestimmt waren.
So schreibt G e r h a r d t solchen Metallen bekanntlich
2 verschiedene Atomgewichte zu. Die Analyse der Salze,
welche die Oxyde RzO3 rnit Sauren geben, hat gezeigt,
das sie, wenn die Saure des Salzes einbaaisch ist und
dae Salz neutral, nach der Formel RzO3 3 s zusammcngesetzt sind, wobei
eine einbasische Siiure bedeutet.
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