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Ueber die Anwendung der Mittel zur Verbesserung des Apothekerwesens in seiner innern und ussern Stellung.

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379
Vereinszeitung.
ter, der nach ihnen genannten (;ehlen-Bucholz-Trollunsdorffsche Unteretiitzungs-Anstalt, eine ihnliche Absicht hatten, nnd in derselben auch
ihren ersten Aufruf erliessen. Indess theils die Befurchtung, dass vielc
iiltere eineelnc Rldnlier nicht inliner in harmonischer Eintracht neben
einander lelicn iniichtcn, iheils, was noch ntehr gilt, die Erfirliruog,
dass die zn solclter Anstalt nothwrndigen grossen Snrnnicn nicht herbeiltoinnien, liessen sic von dent 1losyit;dc abstehen, denn ein Haua,
Hof, Garten mit Zubehiir fur 14, 15 - 20 alte wiirdigc Gehiilfen, nach
ihren Bediirfnissen eingerichtei, nehst den1 Fond zii ihrer Erhaltung
mdchte leicht GO - 80,000 Thlr. erfordern, untl wo solleri diese sich
finden? E s sind jetzt IJereils iiber tlreissig Jaltre, dass jene Unterstiitzungs - Anslalt hestelit, n n d doch is1 d i l s Capital derselhen noch
nicht auf die Hiihe von '20,000 l'lilr. gestiegen ! warunt? weil verhiiltnissnilssig nur der kleinste Tlieil der Apolhclter sich bei den1 tieben
d a m betheiligt hat. FVir wolleti aber nicht vcrgesseo, dass durch unsers edlen B r a n d e s rind seiner Collegen im Ilireciorio onsers Vereins
wiirdigen Eil'er die Unterstiitzungs - Anstalt des Vereins ebenl'alls ins
Leben getreten is1 und gegenwiirtig jiihrlich gcgen 500 - GOO 'lhlr.
an durftige Gehiilfen verwentlel, welche zun1 Theil in ihren Fainilicn
noch ein llnterltoninlen oder dorh von denselben norh einige Unterstutznng finden, ZUNI Theil noch durcli Aushiilft: i n Itleineren Apothethekergeschiiften u. s. w. wirlisant sind. J c ansehnlicher aber die Zuschusse ans d e n milden G a b e n dcr Herren Collegcn werden, nm so
cher werden wir irn Slande sein, dic Pensionen von 15, 20 - 30 'lhlr.
auf 50 Thlr. untl triehr zii crliiihen, urn so unsern 1)raven Gehiilfcn
im Alter eine hessere Ut~terstiitzungz11 biden unti so die iirnlern derselben veranlassen, nicht aus Rlangel a n Verlrauen zti unserer Hiilfc
zeitig das Fach eu verlassen, UIII z n eineni andern iihcrzugehen, das
ihnen im Alter eine sorgenfrcie Znflireht gawiihrt. Daruiti lasset tins,
Ihr Freunde urid Collegen, in nnsertn Vereine danltbar des Hrn. Collegen B r i l I edle Ahsicht erlcennen und n;icli IWften dahin wirken,
dass die Unterstiitzungs Anstalt einst R I S ein Ucnkni;ii d e r grossherzigen Milde deutscher Apothelter dastehc, W A S rs bis jetzt noch nicht
ist, wenn schon einzelne wiirdigc Rliinner :tuch in den letzten Jahren
dieselbe wahrhaft bewiesen Iiaben ; darunr Iasset uns also tioies thun
zuerst an unsers Faches Genossen !
Ur. B l c y .
-
3) Ueber die Anwendung der Mittel zur Verbesserung des Apothekerwesens in seiner innern und aussern
Stellung j
vom Apotheker S ch I i en k a m p , Kreisdirector des Vereins.
Nach den Grundsatzen des Apotheliervereins ist der zweite Zweck
desselben die Verhesserung des Apotheltrrwesens in seiner innern und
iiussern Stellung, gegenseitige Erleichterung des Gr-schdftsbetriebes rind
die Befdrderung gegenseitigen Nutzens bei inerliantilischen Verhiiltnissen.
Zn Erreichung dieses Zwecltes dient die Vereinszeitung.
Sie
enthelt, ausser den Rlittlieilungen uher Vereinsangelrgenheiten , die
Verriigungen und Anordnungen der Regierungen in Betreff der hledicinalpolizei, 60 wie Vorschliige und Verbesserungen der pharmaceutischen Angelegenheiten.
Vereinszeitung
373
Wenn die auf den Kreisrersamnrlungen verhandellen Gegenstiinde
dem Oberdirectorio angezeigt werden, wozu die Vicedirectoren und
Kreisdirectoren verpflichtet sind, durfen nach d e m Zweclie d e r Vereinszeitung nur solche Gegenstiinde aus den Berichten aufgenommen
werden, welche die Vereinszwrclie f'<irdern.
Uas Aprilheft des Arcliivs der l'harmacie e n t h d t einen Bericht
uber die Bees von Eseiihecb'sche fireis\,ersaninilung in Clevc, erstattet
von Ur. B1 iill c r i n Emnirrich, Vicediwctor des Vereins, welcher
mich zu naehstehendrn Bernerkungen veranlasst:
1) lieisst es i n dem Berichte:
,,Zwei Herren Collegen iialrrnpn Veranlassung iiber die Unzweckmiissigkeit, niit welcher bei den Visitationen der Apothelten von einzelnen Medicinalbeamten verfahren werde, zu reden, welches zu einer
grossen Erorterung der Sache Stoff gah, indeni niiin cinstinunig den
grossen Mangel von Sachltenntniss von Seiten einiger dieser Herren
Visitatoren nothwendig einrlumeri niuss. Es sei zu bewundern, mit
welcher Beharrlichkeit man ganz geringfiigige Uinge ganz gegen dic:
Instruction voni 21. Octbr. 1819 verlange, jedoch die wichtigsten
Gegenstlnde ganz iibersehe, ganz zwecltrniissige Einrichtungen bei
einer Visitation verwerle, bei tler niichsten von andern Coininissarien
abgehsltenen die friiheren wieder verlange und so rnit einer ewigen
Veriinderung der Localltiiten und Aulstellung der Arzneien beschwert
werde. Soniit sei es hiichst wunschenswerth, nur wirltlich Sachverstiindige, 0. h. Apothelter allein mit dieseii Geschiifteii ZLI beaultragen".
\Venn die gedachtcn Herren uher die Unzwecltniassiglieit redeten,
init welcher bei den Visitationen von einzelnen Medicinalbeamten
verfahren werde, so inussten iliese Keden, init dem Stoife zu der
grossen Ercrterung, ti e g I e i t e t r o n 'I h a t s a ch c n , i n die Vereinsaeitung aufgenornmen werden ; durcli Reweise musste d e r Mangel an
Sachltenntniss r o n Seiten einiger dieser Herren Visitatoren dargethan
nnd dadurch die Behauptnng der Herren Redner gerechtfertigt sein. Anforderungen
denen gesetzliche Uestimmungen entgegenstehen,
miissen mit Beharrlichbeit beltiitnpft und auf geselzlichern Wege zuriickgewiesen werden.
Ob es aber wiinschenswerth sei, Apothelrer allein mit den Visitationen zu beauftragen, ist eine Frage, deren Beantwortung von allen
Medicinalpersonen wohl nicht iibereinstiinmend ausfallen diirfte. Mancher Arzt sieht durch seine Vertretung bei den Visitationen vielleicht
eine griissere Garantie und list vielleicht ein zuversichtlicheres Vertrauen aiif die Erfiillung der Anspriiche, welche die gesammte Medicin
an einen einzelnen ihrer Theile, an die Yharmacie, zu machen hat.
2) ist gesagt:
,,Es ist schon hiiufig vorgekonimen, dass Commissarien die hochst
ewecltmiissige Aufhewahrung des Strychnins in dem Giftschrank, worin
belianntlich nach preuss. Gesetzen A r m .aonnica aufbewahrt werden
muss, ganz verwarfen, zu nioniren Veranlassung nahnien und diesem
heroischen Mittel einen Platz unter den weniger gefahrlichen Mitteln
anwiesen."
Es ist aucli schon vorgeltommen, dass man das Verfahren d e r
Conimissarien h l s c h lieurtheilt hat aus Unhekanntschaft niit den gesetzliclien Bestimmungen. So sol1 nach d e r vorstehenden Angabe
ein preuss. Gesvtz vorhanden sein, wornach A'uz oontica in dem
GiItschranlte anfbewalrrt werden muss, welche Angabe jedoch auf
Gnwi Irrthum beruht. Ein Rescript (lea Konigl. hohen Yinisteriumr
,
Ve.'ereinszeittttng.
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-
der Geistlichen , Unterrichts und Nedicinal - Angelegenheiten vom
12. September 1823 eriiffnet der Konigl. Regierung zu Dusseldorf,
dass die Krlhenaugen unbedenklich zu denjenigen, in dem Anhange
der revidirten Apotheltenordnong d. d. Berlin den 11. Ortober 1801,
I. pag. 29. Lit. f Itezeichneten Mitteln gehiiren, welche in eigenen,
ahgesonderten nntl verschlngenen Behiiltnissen aufhewahrt werden
sollen.
3) wird mitgetheilt :
,,Ein anderer Herr College theilte u n s in Bezug anf Annahme
eines Lehrlings gepflogene Verhandlungen niit den Behiirden niit,
woraus man leider der IJeberzengung wnrde, dass die gesetzlichen
Bestiinmungen in Bezng anf die Aaltung von Lehrlingen noch sehr
inangelhaft sind und von den Behiirden oft ganz missverstanden
werden."
Die gesetzlichen Bestininiungen uber den bereglen Gegenstand
sind lclar und versliindlich ; zur Beurtheilung derselben rnusste aher
15. der revidirten Apothelter-Ordnurig ,,Von
in 3em Berichte der
den Lehrlingen" v o 1 I s t 5 n d i g anfgenoinmen werden. Man wiirde
dann den Grund zu hen Bestiinniungeu erlcennen lciiunen, wenn daselbst gesagt wird : c) ,,Ist vielfaltig der filissbrauch eingerissen, tlass
die Apothelter, vorniinilirh an soichen Orten, w o sie neben ihrem
Hauptgeschiifte noch andere Gewerbe trcihen , gar lceine Gehiilfen,
dagegen aber zwei bis drei Lehrlinge halten, auch hierzu sogar a n i
liehsten rohe, unwissende, sclilerht erzogene Knaben von norli nnreifen1 Alter auswahlen, weil sie diese a n i hesten zu ihren oft rnit nielrigen Arbeiten verlcnfipften Nebengewerben zuzit~hen und gelirauchen
zu lconnen glauben. I)a aber hiernach die Zalil nnwissender nnd
horhstens nur zu einigen inechanischen Arbeiten brauchbare Apothelcergehiilfen jiihrlich vergrossert wird ; so wird hiermit verordnet, dasa
die Apothelcer nur so viele Discipel halten diirfen, als sie ausgelernte
Gehulfen hahen.'L
Das in dem Berichte aufgenoininenr Braclistiick der revidirlen
Apothelter Ordnong fiihrt den Beweis, dass es einem Apothelcer erlaubt werden Icann, ohne einen Gehiilfen zu hnltcn, doc11 einen Lehrling anzunehmen. -- Dass eine allenfallsige Ausnaliine yon der Kihigl.
Regierung bewilligt werden lcann, daran rrinnert die Konigl. Regierung zu Diisseldorf in einer Belcanntinachung vom 7. Fehruar 1813
die Kreisphysiker. -- Ausnahnien werden auch bewilligt; mir ist eine
solche belcrnnt.
4) wird angefuhrt:
,,Wenn nun der Staat einern Apothelcer das Fiihiglceitszeugnisr
als Apothelcer erster Classe ertheilt und darin seine Kenntnisse lobend
anerlrennt, wenn ein solcher Apothelcer nun besondere Vorliebe und
Geschick besitzt, Lehrlinge hcranzubilden, obgleich er lteinen Gelidlfen
halt, wenn, wie es sich von selbst versteht, dem Publicum durch
seine immerwiihrende ununterbrochene Aufsicht und Anwesenheit die
hdchstmoglichste Gewahr geleistet wird, so ist es auch selhstredend
h6chst mangelhaft, wenn einem solchen Manne willkurlich ein Kecht
entzogen wird, worauf e r sogar dnrch gesetzliche Bestimmungen Anspruch hat, wie oben durch die Worte der Apothelcer-Ordnung
gezeigt wurde. "
Oh der Staat einem Manne das Fahigkeitszeugniss als Apothelrer
l r oder 2r Classe ertheilt h a t . macht in dem vorliegenden Falle
keinen Unterschied ; die Ertheilung des FBhiglreitszeugnisees als Apo-
s.
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Vereinszeitung.
theker I r oder 2r Classe wird nach den jetzigen Bestimmuogen nur
durch den Willen des Candidaten heclingt, und piebt also lteinen
unterscheidenden Beweis uber die wirltlichcn Fiihiglceiten desselben.
Zeigt aber ein Apothelter der Rcgierung, dass er d i e Eigenschaften
besitzt, welche in dem Berichte angegcben sind ; weiset er durch die
Bestimmungen der Apothelier- Ordnung nach, dass e r irgend ein
Reclit i n Ansprurh zu nehmen habe: sollte ihm dann wohl dasselbe
willltiirlich entzogrn w r r d e n ?
5 ) wird behauplet:
,,So wie iilierall zeigt sich aurli hier wieder die hiichst mangclhafte Vertreiung der Pharmacie, denn nnr ein wirltlich Sachversiiindiger, der mit den Verhallnissen gehorig vertraut, beurtlieilt die Sache
richtig, der weiss, dass gerude in nicht sehr frequenten Apoihelten,
w o der Principal immer zugegcn, dem angehenden Apothelier eine
bessere Vorbildung zu Tbeil werden kann, als in griissern mit mehreren Gehiilfen versehenen, die biicbst selten den Unterricht der Lehrlinge iibernehmen, und d e r Principal, wie es leider so hiufig geschieht,
besonders wenn er an einem Orte wohnt, wo inelirere Apothelien
sich befinden, auf die Erlanpung von Knnden, von Blorgens his in
die spate Nacht seine ganze Thiitigkeit und z w a r auf die unwiirdigste
W-eise verwendet, Irurz das ganze Geschiift nur von der Seik des
Gewinnes, also ltaufiuiinnisch betrachtet."
Wenn man mich auch nach dem Ausspruche des Berichterstatters
dnrch nachstehende Erltlirung zu den nicht wirltlich Sachverstindigen
zahlen mochte, so halte ich doch die iiber das Halten der Lelirlinge
erlassenen Bestimrnungen fur durchaus zwecltmiissig und sachverstlndig.
Diese gesetzlichen Anordnungen sind unbestreitbar fur das allgenieine
Sanitatswohl gut ; wenn dudurch auch niclil jedem Uebel abgeholfen
werden Itann, so werden doch v i d e griissere vermiedcn. - Dem
angehenden Apothelrer ltann eine bessere Vorbildung zu Theil werden in s e h r lrequenten Apnttrelten, als in sehr wenig bescliiiflipten,
wenn namlich die Principale gleich tiichtig und treu ihrer Pflicht
leben ; in frequenten Geschaften bleibt deniselben ininier noch Gelegenheit zu seiner Ausbildung, selhst wenn der Principal seine ganze
Tbatigkeit in der unwiirdigsten Weise auf Erlangung von Kunden etc.
verwenden mochte, was aber in wenig beschiiftigten Apotheken dnrchaus nicht der Fall ist und nicht sein Itann.
Sollen die Mittheilungen iiber die Verfiigungen und Anordnungen
der Regierungen durch die Aufnahme in die Vereinszeitung die Vereinszweclre fordern, so miissen dieselhen 1) vollstandig sein.
Bruchstucke, nach dem Gutdunlten des Berichterstatters ansgewiihlt, geben
sehr leicht zu irrigen, falschen Beurtheilungen Veranlassung ; 2) miissen
die Benierkungen iiber dieselben in geziemenden Schrdnken bleiben
und yor allen Diugen yon einer unifassenden Kenntniss der Gesetze
Zengniss geben.
An den Bewegungen d e r neuesten Zeit muss jeder Apotheker
Theil nehnien; seine h a f t niuss aber richtig, auf festem, d. h. geselzlichem Boden wirken, w e n n die damit beabsichtigte Bewegnng ein
giinstiges, glucltliches Resultat erzielen soll. Eine zu ungestiime, stiirmische Bewegong konnte leicht unaeren billigen Wiinschen unsern
sehnlichsten Hofftitrngen stiirend entgegenwirken.
Diisseldorf, den 31. l a i 1845.
Es wird erwartet , dass aus vorstehender littheilang keinerlei
yersdnliche Fehden hervorgehen werden, denen wir das Archiv uicht
-
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,
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Vereinszeitung.
iiffnen lronnen , da diese dem rollegialischen Sinne natiirlich nicht
forderlich, sondern schddlich siiid.
D. R e d .
4) Mittheilungen uber den Zustand der Pharmacie
und die Verhaltnisse der Apotheker in Croatien.
(Aus einem Briefe des Apoth. B 8 r n o t 11 i n Warasdin an Dr. Me u r e r
i n Dresdei1.j
Croatien, Dalmatien and Slavonien bilden zusaiiimen ein Kiinigreich, welches nnter den1 Bannus von Croatien, der i n Agram seinen
Sitz hat, steht.
Dies Kiinigreich ist tler ungarischen Krone untergeordnet und steht mit dieser unter deni Kaiser VOII Oesterreich, der
zugleich Kiinig von Ungztrn ist. Eine Universitit ist in Croatien nicht,
wohl aber einige Lyceen ond Gyinnasien; die Studien, so wie die
Staatspriifung miisscn daher die Apotliclier i n Pcsth oder Wicn tna&en.
Gremien der Apothelter existiren noch nicht, doch hat ntaii
sich in Ungarn betniiht dteselben einzufahren.
Die Mediciualverordnungen erhalten die Croatier von der urrgarischen Statthalterei oder
yon der Universitiit zu Pesth, doch ist irri Allgenieinen die Medicinalpolizei g u t : auch die ' h e wird v o n dort ausgegeben, doch ist die
leizte voin October 1813. Als Dispensatoriuin gilt das osterreichische,
wovon die letzte Ausgabe VOII 1836, doch sol1 bald ein ganr n e w s
erscheinen. - Die Apottielten werdeii alle drei Jahre von den Stadtund Comitats-Physicis, von zwei Herren von der politischen Behiirde
unter Zuziehung eines Apothelters revidirt. Nach dem Gesetze sollen
nur an Orten, wo weriigstens 6000 Einwohner sind, Apothelten angelegt werden.
Jeder, der nls Apothelter lernen will, muss dem Physicus vorgestellt werden, der iiber seine geistigen und ltiirperlichen Fshigkeiten
zn entscheiden hat, ferner muss er diesem ein Sittenzeugniss und dass
e r wenigstens die vierte lateinische Classe absolvirt, vorlegen. Der
Lehrherr muss uber den sittlichen Wandel des Lehrlings wachen, deuselben g u t behandeln, ihn in den pharmaceutischen lhnipulationen wterrichten und ihin Gelegenhett und Rlwe verschaffen, die Naturgeschichtc, Botanili und Cheiiiie zu erleruen, damit er die in der Pharinaltopoe enthaltenen Arzneibereitungeti liunstgerecht darstellen lerne ;
uber alles diess niuss der Lehrherr dcn Lehrling fleissig priifen.
Nach einer vierjiihrigen Lehrzeit wird der Lehrling vom Physicits
nnd einem Apothelter sowohl pralttisch ills theoretisch gepriift, und
iiach gutem Bestehen demselben ein Lehrbrief yon dem Exaniinator
und dein Letirherrn ausgefertigt.
W e r der Staatspriil'ung sich unterwerfen will, muss 1) ein Zeugniss beibringen, dass er die oben beschriebene Lehrzeit gut iiberstaiiden, 2) belegen, dass e r wenigstens zwei Jahre in einer ordentlichen
Apotheke niit Lob und Zufriedenheit conditionirt, 3) muss er einen
'I'aufschein vorzeigcn, weil lrein Jude Apothelier sein darf, 4) niuss
er beweisen, dass er zwei Jahre auf ciner Universitat, im ersten specielle Naturgeschichte, Botanik, Waarenltunde, i i n zweiten Physilr und
Chemie studirt habe. Hat e r dieseni allem geniigl, so ltann er sich
bcim Decan der medicinischen Facultit melden, der ihn an den Professor der Chemie weist, unter desseu Aufsicht er zwei chemische
Praparate zu fertigen hat; bringt der Candidat hieriiber ein giinstiges
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