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Ueber die Arten der Gattung Cassia welche Sennesbltter liefern.

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Ueber die Arten der Gattung Cassia, welcho Sonnesblatter liefern.
VI. Blumen.
1
Lavendula
Arnica
Anthemis
~
VII. Samen.
Gewicbtsverlust
in “0.
I
I Wiedernufnabme
1
13,80
9,80
I
lo
VIII. Gepulverte
6,80
I
1
7
I
I
II
Droguen.
o/~.
I
I
I
I
in
7,75
8,80
85,75
86,20
90,20
14,25
Stramonium
Rheum
Inula
Columbo
Colchicum (rad.)
Sanguinaria
Cimicifuga
I
8,50
91,50
5,25
530
7
9
91
7
9
91
90,20
6
4,80
8,25
91,75
8,33
91,G7
9,80
365
(Americ. J o u ~ . of Pharm. 1872. XLIV. 158. Pham,.
Zeitschr. f. Russland. Xn.Jahrg. S. 1.1.
c. s.
Ueber die Arten der (fattang Cassia, welche Sennesblatter licfern,
sagt Dr. A. H o f m a n n :
Die C a s s i e n , der Decandria Monogynia der LinnB‘schen,
den Leguminosae - Caesalpineae des natiirlichen Systems
angehorig, sind strauch - oder baumartige Pflanzen mit paarig
gefiederten Blattern. Der funfblattrige Kelch ist etwas ungleich und abfallig. Die funf getrennten Blumenblatter sind
ungleieh, die carina grosser, die alae kleiner, das Vexillurn
am kleinsten , doch eind die Unterschiede so unbedentend,
dass der Character der Schmetterlingnhlumc fast verschwindet.
366 Ueber die Arten der Gattung Caseis, welche Scnnesbliitter liefern.
Die 10 gleichen oder nngleichen Staubgefasse sind frei. Die
drei vordersten grossten sind mit den grossten Antheren versehen und meist niedergebogen ; die vier mittleren sind kiirzer
uud gerade, die drei hinteren kleiusten sind oft fehlgeschlagen und pollenlos. Die fruchtbaren Staubbeutel offnen sich
an der Spitze durch eine kurze Spalte und durch zwei Locher
Der vieleiige Fruchtknoten hat einen fadenformigen Griffel,
der eine einfache Narbe tragt. Nach der Beschaffenheit der
sehr verschieden gestalteten Hiilsen theilt man die CassiaArten in 2 Abtheilungen, nemlich:
a) in solche mit rohrenformigen, walzenrnnden und holzigen Hiilsen , die entweder einfacherig oder durch Querscheidewande vielfacherig und dann mit saftigem Maxke gefullt
sind. z. B. Cassia fistula.
b) in solche mit plattgedriickten , hautigen oder lederartigen und sichelformig gebogenen Hulsen, die
so breit als
lang sind.
Zur letzteren Abtheilung gehoren die, welche uns die
officinellen Sennesblatter liefern , nemlich : Cassia lanceolata
Nertoux, C. acutifolia Uclile , C. Ehrenbergii Bisch., C. obtusata Hayne und C. obovata Collador.
C a s s i a l a n c e o l a t a Nertoux (= C. lenitiva Bischoff),
nicht zu verwechseln mit Cassia lanceolata Forshal , welche
nach Bischoff s griindlichen Untersucbungen keine verkauflichen Fol. Sennae liefert , ist ein 3 -- 5' hohcr Strauch, in
Oberiigypten , Nubien und in dem Sennaar ~inheimisch. Die
2-4''
langen, an stielrunden Stengeln und Zweigen zerstreut stehenden Bliitter , sind 4 -6 paarig gefiedert, die
Blattchen sind 12 -15"' lang und 3 -6"' brait, etwas lederartig , oval, langlich bis liinglich lanzettformig , in der Mitte
am breitesten, kurz zugespitzt , an der Basis gewohnlich etwas
verschieden , blassgriinlich mit blaulichem Schimmer , auf der
Unterflache, hauptsachlich am Mittelnerv fein behaart. Die
Nebenblatter lanzettpfriemenformig , sehr kurz und bleibend.
Aus den Achseln der-jenigen Rlatter, welche an den Astspitzen
sitxen, entspringen 8 -1 2 bliithige Trauben. Die langlich lanzettformigen Kelchblatter sind stumpf; die fast gleichen Kronenbliitter sind verkehrt eiformig und abgerundet. Die Hulsen
sind 2" lang und bis 1" breit, kaum eingebogen nnd von den
6 - 9 Samen wenig aufgetrieben, jung sahwach weichhaarig,
spater kahl, braunlich grun bis braun. Es finden sich auch
kleinere, faet kreisrunde, 1 - 2 samige Friichte. Die verkehrt
herzformigen %men sind breit gedriickt, nnch dem Nabel zu
versdnmiilert und etwas runzlig.
Ueber die Arten der Gnttung Cassin, nrclchc Scnncsbliitter liefern. 367
C a s s i a a c u t i f o l i a Delile (= C. medicmalis Bisch.) ist
eine krautartige, 3 -4%' hohe Pflanze, die von OberBgypten
nur durch Afrika bis nach dem Senegal und andererseits
uber Arabien bis na6h Ostindien wild vorkommt, aber auch in
Ostindien cultivirt wird. Iron Cassia lanceolata N. unterscheidet sie sich hauptsiichlich durch die rundlich eckigen
Stengel und durch die bedeutend liingeren Blatter und Bliittchen. Die Blatter sind 3 - 6" lang und langer, 5 -7, selbst
9 paarig gefiedert; die Blattchen sind lanzettfdrniig bis linienlanzettformig, an der Basis am breitesten, 1-2''
lang, aber
nur 3 -5"' breit, allmahlig nach oben zugespitzt, mit einer
Stachelspitze, sonst fast glatt und gelblich griin. Die Nebenblatter sind linealisch - pfriemlich. Die langlichcn Kulsen sind
2" lang, %''breit, kaum sichelfdrmig, auf dem Riicken wenig
angeschwollen und ohne Anhange.
C a s s i a E h r e n b e r g i i Bisch. Dieser Strauch wachst
in Arabien und auf der Insel Tarsan im rothen Meere, stcht
dcm vorigen sehr nahe, unterscheidet sich aber durch langere
Blattstiele, durch die 6 - 10 paarigen , schnial lanzettlichen,
lang zugespitzten, etwas lederartigen, nnterseits fein behaarten
Bliittchen. Diese sind 1 - 2" lang, aber hochstens 1 -3'"
breit. Die Bliithentrauben sind aufrecht ; die Hulsen flach
zusammengedriickt, fast linealisch - langlich, etwas sichelfdrmig
gekriimmt und ohne Anhiingsel auf den Seitenflachen.
C a s s i a o b o v a t a C o l l a d o r ist in Aegypten und Brabien einheimisch. Die 3-4"
langen Blatter sind 4-7
paarig; an den rinnigen Blattstielen finden sich zwischen den
Blattchenpaaren 4 -6 kaum sichtbare Driisen. Die driisigen
kurzgestielten Bliittchen sind verkehrt eiformig, z u g e r und e t s t u m p f , bis 10"' lang und 5"' breit, zugespitzt, nicht
a b g e 8 t u t z t , von mehr ledurartiger Beschaffenheit und griinlicher Farbe, beiderseits so zart weichhaarig, dass sich die
Haare bloss mit der Lupe erkennen lassen. Die aufiechten
Bliithentrauben sind oft 12- 20 bliithig, und zwar mit etwas
grosseren Bliithen als gewiihnlich. Die 14-20"' langen
Hiilfen sind 8 - 9'" breit, sichelformig gekriimmt, kurz gespitzt , rothlichbraun bis olivengriin , durph die 6 -8 Samen
aufgetrieben und der Liinge nach mit einer kammformigen,
taschenformigen, aus hiiutigen unterbrochenen Lappchen gebildeten Leiste versehen. Die ebenfalls verkehrt herzformigen
Samen sind olivengriin.
C a s s i a o b t u s a t a I I e y n e wird von denMeisten bloss
als eine Varietat der vorigen angeuehen , unterscheidet sich
aber von derselben scharf durch die vorn stumpfen, ausge-
868 Ueber die Artcn dcr Gattwig Casnia, wclrhc Sennrslilattcr licfern.
stutzten Bliittchen. Bluthen und Hilsen wie bei der vorigen. Die Art wurde friiher in Italien, Spanien und Frankreich cultivirt.
C a s s i a S c h i m p e r i B i s c h . (= Senna tomentoHa
Batka) tragt kleine, 6-9 paarige, langliche oder ovale, beiderseits dicht und kurzfilzige Bliittchen. Die jungen Hiilscn
sind sammetartig, die ansgewachsenen durch weisse Haare
rauh und gewimpert.
Nach dieser botanischen Uebersicht der Cassia- Arten, die
uns die verschicdenen HandelsRorten der Sennesbliitter liefern,
kann zu den letzteren selbst ubergegangen werden. - Die
am meisten geschiitzten sind dic ,Qlcxandriner auch Apallo
oder Palt - Senna genannt. Der Kame ,,alevandrinische (' ist
dadurch leicht erklarlich, weil die Blatter aus Aegypten ubcr
Alexandrian in den Handel kamen ; der Pascha von Aegypten
hatte friiher den Alleinliandel niit den Bliitlern , wofiir er an
den Sultan eins Abgabe, welche Palthe hiess und wovon die
Bliitter den Namcii Palt- Senna erhalten habcn. Diese Handelswaare bcsteht aus den Bliittern der Cassia lanceolata , ist
aber stcts mit den Bliittern und Bliithenstanden der Salcnostemma Argel Haync und einer klcincn Yenge von Bliittern
der Cassia obovata Coll. jpnibcht. Dae Vorkomnien der
Bliitter von S. Argel in den Alexandriner Bliittern ist aber
kein zufilliges , sondcrn ein characteristisches, d a si e m i t
W i l l e n b e i g e m e n g t warden und so zur Erkcnnung dor
ersteren dienen.
Dic Argcilbliitter stammen, wie schon erwiihnt, von Salen.
Argel H. (Cynanchum Argel L.) eincr Asclepiade, die in
Oberiigyptcn und Niibien einhcilnisch ist. Dcr 2 -. 3' hohe
8trauch hat Rtielrundc und schwach weicliliaarige Aeste. Die
gegenstindigen , kurzgestielten Illlitter sind dick lederartig,
liinglich - lanzettlich, spitz, einnervig, runzlig, bciderseits kurz,
zerstreut und abstehend bebaart, obcrseits mattgriin , nnterseits fast weissgriinlich, an der Basis gleich. Die reichblithigen blattachselstiindigen Trngdoldcn Rind kurz gesticlt und
wenig liinger, &Is die Bliitter. Die wcissen Blumenkronenzipfel sind linealisch und spilzig. hus dun beiden Pruchtknoten einer Blume, die nit ihren Griffelr. und Narbcn innig
verwachsen sind, bilden sich zwei Balgcapseln; gewohnlich
schlagt jedoch ein Fruchtknotcn fchi und es entsteht dann
nur eine eirundliingliche , vcrschmiilert stumpfe , vorn schwach
odcr auch ungclrriiinmte, kalile, ledernrtige Balgcapsel. Die
zaldreiclien, dicht gelngcrtcn Sniiicn sind brnun iind an dsr
Spit.zc mit langcn woiascn \Jrollhaircn hcwizt. -- IXo
-
~
Ueber die Arteu der Gattuiig Cassia, welche Scnnesblatter liefern. 369
Reimengung der ArgelblLtter zii den Alexandrinischen ist fichr
verschieden und betragt oft bis zu einem Drittel ; diefielben
mhwachen jedoch die Wirknng der Senna nicht, da nach vielen Versuchen die Argelblatter ebenso stark purgiren wie
die Sennablatter.
Die Ernteeeit der Alexandriner Blatter hllt in die Monate von Juni bis September und in April; der Hauptsammelplatz ist die Provinz Dongola in Nubien Die Araber
trocknen sie in der Sonne, bringen sie nach Bicharie, Esne,
Assuam, nach Oberagypten, von wo sie auf dem 3 i l nach
Cairo verschifft werden. Hier werden sie von fremden Beimengungen, den Stengeln und Hiilsen gereinigt und iiber
Alexandrien in den Handel gebracht.
Ausfierdem sind im Handel noch iiblich die
F o l i a S e n n a e T r i p o l i t a n a e , welche ebenfalls ails
den Blattern von Cassia lanceolata bestehen, doch vielfach
rnit den Bliittern von Cassia obtusata und obovata, nie aber
rnit den Blattern von Sol. Argel vermischt sind.
F o l i a S e n n a e I n d i c a e kommen etwa seit 1820 iiber
England in den Handel, stammen von der in Ostindien wildwachsenden Cassia acutifolia nel. und sind oft mehr, oft minder gut.
F o l i a S e n n a e T i n n e v e l l y bestehen aus den Blattern
von Cassia acutifolia, die in Tinnevelly und Madrae cultivirt
wird. Sie pnterscheiden sich von den vorhergehenden wildwachsenden durch die bedeutendere Grosse und schonere
griine Farbe.
F o l i a S e n n a e d e M e c c a s e u d e M o c c a ist cine
geiinge , hanfig braune Sorte , welche aus Yemen in Arabien
iiber M e c c a und die fiyrifichen Hohen in den Handel kommt.
Es ist ein Gemisch der Blatter von Cassia acutifolia Del.,
lanceolata N. und Ehrenbergii Bisch.
B o l i a S e n n a e h a l e p e n s i s kommen iiber Smyrna
und Bairut nach Triest und sind ein Gemenge von den Bliittern der C. obtusata Hayne und obovata Call., und bisweilen
noch mit C. acutifolia Del. und nach Bischoff mit C. Schimperi.
F o l i a S e n n a e I t a l i c a e , welche haufig noch in den
Biichern angefihrt werden , bestanden BUS den Blattern von
(Taesia obovata und obtusata und werden jetzt nicht mehr
angebaut.
In Nordamerika brauoht man dio Blatter der Cassia
marylandica , welche den Alexandrinern gleich wirken sollen.
Acok. d. P h m .
III,Relhr. 11LBds.
4. H e l l
24
370
Aspleniom rdultoriniim Milde.
i n Brasilien finden die Blatter dcr Cassia cathartica unter dem
Xamen Senna da campo Verwendung. Die HulRen der drei
orsten Arten werden als Folliculi Sennae niitunter in Siid Europa angewandt.
Als Verfalschungen und frelnde Beimengnngen komnieii
iioch vor:
Die giftigen Blatter der Coriaria myrtifolia L., welchc
langlich- lanzettlich , 3/4 -2” lang und 1/4 -1” breit , glatt
und dreinervig sind. Die Bliitter der Colutea arborescens L.,
die verkehrt herzformig , dunnhiiutig, aber glatt und hochgriin, unten graugrun und mit kurzcn , anliegenden , gliinzcnden Haaren besetzt sind.
Schliesslioh sei noch die sogcnannte SBn6 saudage von
Globularia Alypum L., einem zu den Globularineen in die
Tetrandria Monogynia gehorigen , in Siid - Europa wachsenden
kleinen Btrauche mit zahlreichen myrtenahnlichen Blattern
und blauen Bluthen, erwahnt. Die Blatter werden in Griechenland und Frankreich als Ersatz fur Senna angewandt. Die
Samen sollen auch starker wirken, wesxhalb der Strauch friuher
Frutex terribilis genannt wurde. (Sitzungs-Renkhte dm naticrwissensch:tftlichen Gesellschafi Iiis. pay. 8 1. 1872.).
c. s.
Asplenium adnlterinnm Illilde.
Nach It. S a d e b e c k giebt die erste Notiz uber dieaes
Farrenkraut von H e u f l e r , welcher e8 fur einen Bastard von
A. viride halt und es A. viride’ fallax neunt , derselben Ansicht ist auch Milde. Sadebeck fand die Pflanze am Goplauer
Berge bei Schweidnitz in Begleitung von A. viride und Trichomanes. Die Pflanze fallt sofort durch die Dichtigkeit ihres
Wachsthums, welches theils durch die grosse Menge, theils durch
die colossalen Stocke vcranlasst wird, auf; auch iibertrifft das
A. adulterinum seine beiden Begleiter stets an Nenge der
Exemplare. Die Fiederchen liegen nicht wie bei A. viride
und Trichom. mit einander und mit der Langsrichtung der
Spindel in einer Ebene, sondern sind mit ihren Spreiten fast
rechtwinckelig gegen die Spindel gestellt und bildet nicht ein
jedes eine gerade Oberflache, sondern ahmt die Gestalt einer
convex- concaven Linse nach, und zwar so , dass die Fruchthkfchen und Spaltoffnnngen auf der concaven untern Flache
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