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Ueber die bisher angewendeten Essigproben und einen Essig-GehaltsprUfungs-Apparat nach Prof. Fleck's Methode

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Ceb. d. bisher angen. Essigproben u. ein. Essig-Gehaltspriifungs-Apparitt.219
Das a u s t r a l i s c h e E x t r a c t v o n T o o t h ergab:
Wasser
2 134Oi0
Asche
21,66 ,,
I n Weingeist Losliches
57,72 ,,
Diese letzteren Resultate weichen wesentlich ab von
denen des Prof. Ni 11e r und Dr. W i m m e 1 , welche fanden :
in 100 Theilcn
Prof M i 11 e r.
Dr. W i m m e 1.
Wasser
12,17 Th.
12,72 Th.
Asche
23,52 ,,
22351 ,9
I n Weingeist Loslich.
68,83 99
69905 9 1
Woher eine so grosse Verschiedenheit eines Praparates aus
derselben Fabrik entstehen konnte, vermag ich nicht zu erklaren; jedenfalls cntstammte das von mir untersuchte Extract
einer ganz andcren, spateren Sendung.
Ueber die bisher angewendeten Essigproben und einen
Essig Gehaltspriifiings-Ayparat nach Prof. Fleck’s
Methode
-
von W. A. H e r b , Apotheker in Pulsnitz (Sachaen).*)
Der Essig ist der liauptsache nach eine Mischung von
Wasser und Essigsaure , deren Mengenverhiiltniss sich init
der Senkwaage aiis mehrfachen Griindcn nicht bestimmen lasst,
daher man zur Gehaltspriifung auf die Sattigung des Essigs
mit einem Alkali oder Sletalloxyd angewicsen ist.
Dah iilteste Verfahren, nach wclchem nian zu diesem
Zwecke arbeitete, testand darin, dass man 4 Loth Essig abwog
und dann die Mcnge von chernisch reiner Potasche dern Gewichte nach bestimmte , welche man nothig hatte, um den
abgewogenen Essig zu neutralisiren und essigsaures Xali zu
erzeugen. Das Gewicht bestimmte man nach Granen (wovon
*) llesonderer Abdruck aus D i n g l e c ’ s polytechnischem Journal
119, zweites Octoberheft 1867.
Bd. CLXXXVI. 8.
220 Ueb. d. bish. angew.Essigproben u. ein. Essig-Gehaltspriifungs-Apparat.
240 auf ein altes Loth gehen) und sprach dann von 66granigem, 99granigem Essig, je nachdem man 66 oder 99 Gran
Potasche zur Essigpriifung gebraucht hatte. Spater verwandelte der Sprachgebrauch das Wort Gran in Grad, und ein
99 gradiger Essig war dann z. R. ein 'solcher, von welchem
4 Loth durch 99 Gran Potasche entsauert worden waren.
Diese alteste Methode der Essigpriifung setztc aber den Besitz einer guten Apothekerwaage und die BeschaKung ganz
reiner und vollkommen trockencr Potasche voraus. Da letztere
an der Luft jedoch sehr whnell feucht wird, und iiberhaupt
nur selten ganz rein zu bekommen ist, so liegt es auf der
Hand, dass zwischen Fabrikanten und Kaufern des Essigs die
Strcitigkeiten kein Ende nahrnen , weil bei der beidcrseitigen
Priifung des Essigs die Potasche, wclche der Xine verwendete, nicht so rein oder nicht so trocken wie die dcs Anderen gcwesen sein rnochte.
Man hat daher spater statt der Potaschc die Soda als
Priifungsmittel des Essigs empfohlen, von welcher man, sofern
sie vollig wasserfrei und rein ist, 671/2 Gran zu 4 Loth Essig
in dem Palle brauchen wiirde, in wclchem man 100 Gran
Yotasche augewendct hatte. (Krystallisirte Soda kann man
nicht benutzen, denn diese verwittert zu schnell und liefert
dann bei der Essigprobe ungleiche Resultate). Die Xethode
hat jedoch uwnig Eingang gefunden.
Prof. Dr. 0 t t o in Braunschweig empfahl in der neuesten
Zeit den Salmiakgeist als Prufungsmittel des Essigs und
ersann einen schr cinfachen Apparat zu diesem Zweck; eine
Maassrohre wird namlich zum Theil mit dcm zu priifenden
Essig gefullt, und zu diesem wird dann von dem Salmiakgeiste bis znr volligen Neutralisation gegossen und das verbrauchte Quantum des letzteren nnd somit die Starke dcs
Essigs an der Rohre abgelesen. Uiese Methode wZre die
beste und schnellste, wenn sic nicht die Anwendung einer
Probeflussigkeit voraussetzte , deren Darstellung eine sehr
gcnaue Waage und die Hand eines geiibten Chemikers erfordert, so dass der Essigfabrikant, welcher nicht Chemikcr von
Tach ist, sich die Probeflussigkeit nicht selbst hcrzustellen
'
Ileb. d. bish. angew. Essigproben u. ein. Essig-Gehaltspriifungs-Apparat. 221
vermag ; letzterer ist daher auf fremde Hilfe angewiesen und
kann die Richtigkeit seiner Untersuchung nicht controliren.
Der Practiker verlangt von einer brauchbaren Priifungsmethode: E i n f a c h h e i t i m V e r fa h r e n , S c h n e 11i g k e i t
in d e r Ausfiihrung und Sicherheit in den R e s u l t a t e n . Diese drei Eigenschaften habe ich aber unter allen
bisher in Vorschlag gebrachten Nethoden zur Essigprufung
nur einer abgewinnen konnen, welche schon im Jahre 1855
von Prof. Dr. F l e c k in Dresden empfohlen, aber desshalb
nicht allgemein eingefuhrt wurde, weil der Apparat, mit dessen Hilfe man arbeitete, zur schnellen Erreichung sicherer
Resultate nicht genugte.
Ich habe daher, nachdcm ich mich von der Vorziiglichkeit der F 1e c k’ schen Methode uberzeugt hatte, den Apparat
in der Art abgeandert, dass er nun von Jedermann leicht und
sicher gehandhabt werden kann.
Als Probeflussigkeit empfiehlt Prof. F 1e c k das K a1k w a s s e r , welches man leicht darstellen kann, indem man in
eine Glasflasche von 31/2 Quart Inhalt, ungefiihr 4 Loth
geloschten Kalk schiittet , darauf die Flasche mit Wasser
fullt, das Ganze gehorig umschiittelt , so dass die Flussigkeit
milchweiss wird, und sie dann zum Absetzen des nicht gelosten
iiberschiisfligen Kalkes ruhig stehen lasst. D i e k 1a r e
F l i i s s i g k e i t i i b e r den1 a b g e s e t z t e n K a l k e i s t n u n
die Probefliissigkeit (das Kalkwasser), welche
n u r in ganz klarem Zustande zur Essigprobe verw e n d e t w e r d e n darf.*) Em dies zu ermoglichen und damit
sich der Kalkbodensatz beim Entleeren des Gefasses nicht
aufriittelt, ist in dem Kork der Flasche ein Heberrohr von
Gummi befestigt, dessen kiirzeres Ende von Glas in die Flussigkeit bis nahe an den Kalkbodensatz reichen kann, und
durch Oeffnen und Einblasen in das mit einer Messingfeder
geschlossene , zweite kiirzere Rohr im Flaschenkorke gefullt
werden kann. Das Heberrohr hort auf zu Iaufen, so oft man
*) Da die Kalksteine etwas K a l i enthnlten, so muss die erste Por(a: Lztdwig).
tion Kalkwasser weggeschiittet werdcn.
222 Ucb. d. bisb. angca. Essigprobcn u. cin. Essig-Gchaltsprufungs- Apparat.
die Peder schliesst. Ails demselben fullt man die meinein
Apparate bcigegebcne grossert: Maassrohre (Burette) his zum
letzten Theilstricli und gicsst deli Inhalt davon langsain in
ein Becherglas, in xelchcs man vorhcr den in deiii kleinen
Maasnrohrchcn ahgcmessenen Essig eingegossen , dan letztere
selbst mit 1Classcr nachgespiilt., den Essig aber in dem Becherglese durch zugesetzte Lackiiiustinctur h e 1 1 w e i n r o t h gellrbt
hat. Uas Zugiossen des Kalkwtsscrs aus der Hiirette hat
nun so lange zu nrfolgen, his die Fliissigkcit im Rccherglase
rein blau geFirbt ist.
Dem Apparate ist eine Gebrariche - Anweisung beigegeben,
wonach Jcdemann 'die Priifung leicht und sicher ausfihren
kann ; inan erhalt in cineni polirten, vcrsrhlicssbaren Ilolzkastcn eingefiigt : 1 Flascl~e niit Heberrohr , 1 grosse Xaassrohre (Burette) iiir das Kalkwasser , 1 klcinc Maassrblirc tiir
den zu prufeideri Essig, 1 Fliihchchcn I,ackmustinctur, 1 Becherglas, 1 Glasstab zum Uniruhrcn der Flussigkcit.
Die Starke des Essigs crkennt man unter Benutziing
folgender, der Gebrauchs - Anweisung beigegebenen Tabclle :
Grade.
I
in Granen.
-- --- .. -.. .-. .
,
. -. .-
.-
in Procenten.
.. .-. .- ...
--- ... .
..
..
60
70
80
7i
88
I
7
8
Hat man z. B. 60 Grade Kalkwasser gebraucht, 00 hat
man einen 66 granigen (oder, wie falschlich der Sprachge-
Ueb. d. biah. angew. Essigproben u. ein. Essig-Gehaltspriifungs-,Qpparat. 223
brauch, 66 gradigcn) oder 6 procentig.cn Essig; waren 65 Grade
Kalkwasser verwendet worden, so hiitte man 66
5 */2 =
71 granigen oder 6 procentigen Easig untersucht.
Zur Abgabe derartiger Essigpriifungsapparate erkliirt
sich der Verfasser jederzeit bereit.
+
Herr Dr. E. D i n g l e r in Aiigsbiirg schrcibt mir: ,,Eine
besondere Empfehlung lhres Apparates ist uberflussig , da er
sicti durch die Beschreibuog jedem Sachvorstindigen selbst
empfiehlt, und ich d e n s e l b e n d u r c h d i e A u f n a h m e iru
J o u r n a 1 a p p r o b i re!"
F u r Die,jenigen , welche mit einer Katronlosung arbeiten
wollcn, legc ich zu dem Apparate eine Pfundflasche Xormallosung hei iind ist darnit aut' folgende Art zu arbeiten:
M:in misht in der Biirctte 100 CC. Essig a b , giesst ihn
in ein Hecherglas und setxt elwas Lackmuetinctur zu. Hierauf
lasse man aus der bis an den obersten Theilstrich gefillten
Burette so lange Satronlrisung zuflie9sen, bis rnit dem lctztcn
Tropfen die rothc Yarbe der Flussigkeit blau wird. Die verbrauchten Jiaurnrheilc derselben rnit 10 dividirt , zeigen die
Procsnte an Essigsaure im Essig an. Oder wenn man sich,
um Normallosung zu sparen, statt 100 CC. Essig u u r 10 CC.
genaii abmisst , SO zeigen die verbrauchten hlaasstheile Katronlosung direct die Procente Essigsaure im Essig an; doch
ist es dem in der Ausfihrung der Untersuchung nicht ganz
Bewanderten stets anzurathen, 100 CC. Essig zur Priifung zu
nehmen, d a dann die DiKerenz nur in
Proc. bestehen
kann.
Da Unzen - und Grangewicht aus dem Gebrauch gekommen sind, ifit es wohl am besten, den Essig nicbt mehr ale
griidigen anzngeben, sondern nur als procentigen, was j a auch
immer das all& Richtige bleibt. Ausserdem kann man aus
den verbrauchten Maasstheilen Natronlosung leicht die Sattigungs - Grane von Pottasche, oder von caust. Kali berechnen,
nnd zwar bei ersterem durch Multiplication rnit 1 1 , bei letzterem mit 711,.
224 Technischcr Gchaltpriifungeapparat fir Potaschc, Soda, Clilorkalk etc.
Zur leichteren Uebersicht dient folgende Tabelle bei 10CC.
Essig :
Technischer Apparat zur aehaltsprilfung Ftir Potasche,
Soda, Chlorkalk, Braunstein, Kalkstein, Pupfervitriol,
Kalichromat und zur Restiminung der Bttrte des
Wassers
von Apotheker H e r b in Pulsnitz in Sachscn. *)
In &em polirten, 69 Centim. langen, 32 Centim. breiten,
22 CerRlm. hohen Kasten mit Schloss Rind 7 Normallosungen
und Reagirfliissigkeiten, dnnn eine Burette mit 100 CC. Theilung, 1 Satz Becherglaaer, 1 Spirituslampe, 1 kleine, sehr gute
Waage (mit 1 Qiientstuck Zoll - Gewicht), 2 Kiilhchen mit Gasleitungsrohr , Glasstiibe , Dreifuss , Drahtnetz etc. auf eine fiir
den Arbeiter bequemc Weise placirt. Innerhalb des Xastendeckels ist das gedruckte Inhaltsverzeichniss und, was die
*) Besonderer Abdruck aus der pharmaceutischen Centralhalle fiir Deutschland, von Dr. HInger. VIIT. Jahrg. Fir. 35. Berlin, den 29. August 1867.
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