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Ueber die blausurehaltigen destillirten Wsser.

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198 Ueber die blausaurehaltigen deslillirten Wasser.
100° C. erhitzt, verloren sie die Halfte ihres Krystallwassers und den Rest hei 135 bis 470". Ueber 250O erhitzt,
erleidet das Salz eine Zersetzung. Es lost sich bei 160
in 7,96 Th. Wasser.
Das n'atronsalz liess sich weit leichter, als das eben
beschriebene Kalisalz darstellen. Ein Theil Traubensaure
wurde in zwei Halften getheilt, die eine Halfte mit Natron
gesattigt und die andere Halfte mit der entsprechenden
Menge arseniger Saure der siedenden Losung des neutralen Natronsalzes zugesctzt. Beim Erkalten, wie auch bei
weiterm Verdampfen der Alutterlauge wurde das Doppelsalz in schonen Krystallen erhalten. Die lirystalle sind
lufibestaiidig, verlieren, bis 4 00" erhitzt, den grossten Theil
ihres Iirystdlwassere und den Rest schon bei 4301'. bei
27Suwird das Salz zersetzt. Es lost sich bei 490 in h5,59
Th. Wasser. Zusammensetzung : N a 0 , ~ + A s 2 O 3 , ~5H'O.
+
Das Ammoniaksalz wurde auf dieselbe Weise in wohlausgebildeten Krystalleri erhalten, die an der Luft schnell
verwilterten. Es lost sich in 110,6-2 Th. Wasser von 45".
Zusammensetzung : D;yH:',H 0,U As O 3,U HzO.
Die Eigenschaft der Weiiisaure, in ihren ahnlichen
Doppelsalzen beirn Erhitzen 2 At. H 2 0 ausser ihrem Krystallwasser fahren zu lassen und beim Behandeln mit Wasser sie wieder aufzunehmen, scheint die 'Iraubensaure in
den hier angel'iihiten Uoppelsalzen nicht zu besitzen.
(Jouvn. fur prulct. ChenLJ Ovcrbeck.
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+
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Ueber die blausaurehaltigen destillirten Wasser.
G. H. Z e l l e r , Apotheker in Ragold, hat eine sehr
vertlienstliche Arbeit uber diesen Gegenstand geliefert, in
welcher er darzuthun bemulit geweaen, dass trotz der
mehrfachen Arbeiten uher diesen Gepnstand es immer
wiinschenswerther erscheine, dass neue Heihen genauer
Versuche angestcllt wurdcn, urn dic ph~~siologischen
Verhaltnisse der interessantcu Pilanzcngruppe, welche das
Material zu diesen Hcilmitteln lielert, nut Hulfe der Chemie naher erforscht werde, um daclurch die Bedingungen
und Umstande naher kennen zu lernen, welche den Grund
bilden der grossen Verschiedenheit in dem Blausauregehalte ihrer Organe, da nur aus solchell Versuclien sich
die nothige Kenntniss ergeben konne, wo und wie das
kraftigste Material zur Darstellung dieser Arzneimittel beschaff't werden konnte. Er sag, der Iuckenhafieste Theil
unserer Pharmakopoen sei die Peststellung der Einsamm,
C'eber die blausaurehaltigen destillirten Wasser. 199
lungszeit der Vegetabilien, zu deren Begrundung aber noch
manche Arbeiten nothig sein mochten. Er wiinscht, dass
zu diesem Behufe die pharmaceutischen Vereine ihre Hande
bieten mochten, um zu dem Zwecke~fiihrende wissenschaftliche Aufgaben gemeinsam zu bearbeiten, wozu er
fur jetzt empfiehlt, die Rirschlorbeerblatter in ihren verschiedenen Entwickelungsstufen in den verschiedenen Klimaten des deutschen Vaterlandes auf ihren Gehalt an Blausaure und atherischem Otlle nach einer leichformigen
Methode zu priifen und zugleich die auf verse iedene Weise
erhaltenen Destillate mit einander zu vergleichen. wodurch
in zwei Jahrgangen, einem trocknen warmen und einem
nassen kuhlen, die Frage uber diesen Gegenstand sich genugend beantworten lassen wiirde. Es bedarf keiner Frage,
tlass dieser von dem hochst achtungswerthen Collegen
Z e 11 e r angeregte Gegenstand einer Beachtung werth sei.
und wir wollen darum unsererseits auch gern die Hand
bieten, solche Fragen zuni Gegenstande von Aufgaben in
unserm Vereine zur Sprache zu bringen, nicht zweifelnd,
in dem achtbaren Strcben der Mitgheder unsers Vereins
Anklang dafur zu finden. Z e l l e r hat sodann eine Reihe
von fremden I1Iittheilungen uber die blausaurehaltigen Wasser zusammengestellt und selbige mit eigenen vermehrt,
aus denen wir. nor' die Endresultate kurz zusammenfassen
wollen.
Karschlorbeerwasser.
I ) Die von B i s c h o f f und T r a u t w e i n gemachten
Beohachtun en uber den grossen Einfluss des Jahrganus
oder der 1 itterung auf den Blausaur'egehalt der Kirs&1orbeerblalt.er bestiitigen sich aueh von anderen Seiten in
der Art, dass warmc trockne Jahre denselben vermindern.
kuhle und nasse dagegen vermehren.
2) Die von C h r i s t i s o n gemachte und durch B uchn cr's Versuclie bestatigte Beobachtung, class die Kirschlorbeerblatter in ihrem jungen, weichen, unentwickelton
Zustande ein auffallend blausaurereicheres Destillat geben,
als im lederartigen, ausgewachsenen, steht mit dem ersten
Resultate in einem naturlichen Zusammenhange, indem der
Einfluss des kuhlen, nassen Jahrgangs als eine Prolongation des jugendlichen Zustandes der BlCtter z u betrachten
ist, bei beiden Verhaltnissen aber die gleiche chemische
Einwirkung der Warme und des Wassers auf die Bildung
der Blausaure und des Amygdalins vorausgesetzt werden
kann.
3) Den gleichen gunstigen Einfluss des jugendlichen
%u&ades der Kirschlorbeerblatter auf Blausiiure - Erzeu-
P
8
200 Ueher die blausaurehaltigen destillirten Wasser.
Rung ubt derselbe auch bei andern Pflanzen derselben
Familie aus, und ist bei dern Pfirsischbaum und dem Schlehdorn nachgewiesen.
4) Da obige Einfliisse auf den Lebensprocess der
Pnanze zum Theil parallel gehen mit denen eines nordlichen Klimas, so scheint sich nuch indirect und im Allgenieinen daraus zu ergeben, dass der Norden die Bildung
der Blausaure in diesen Pllanzen begiinstige, der Siiden
verrnindere, was auch aus einigen directen Beobachtungen
zu evhellen scheint.
5) Die ausgewachsenen, lederartigen Blatter des Kirschlorbeers, im hohcn Sommer gesamrnelt, liefern, auch aus
verschiedenen Gegenden, ein Destillat von ziemlich gleichformigem Blausauregehalt.
6) Aus dern Bisherigen fdgt, dass die Einsammlungszeit der Blatter von cultivirten fiirsclilorbeerbiiumen richtiger und sicherer nach dem Enlwickelungszustande derselben, als nach Monaten beslimrnt wi1.d.
7) Die Destillation dieses Wassers aus dem salzsauren
Kalkbade liefwt mit Sicherheit ein kraftiges und sehr haltbares Wasser.
8) Das Kirschlorbeerwasser in vollen, wohlverschlossenen Gefassen, an einem kuhlen, dunklen Orte aufbewahrt,
lasst sich mehrere Jahre lnng mit geringer Einbusse an
seinem Blausaui,egehalt conserviren.
9) Es scheinen, wenn alle, nicht schwer zu erfiillenden Bedingringen zur Darstellung u n d Conservirung eines
guten Kirschlol,beerwassel.s, wic sie :-ich nus dem Voranstehen d en erge hen, ei ngeh a 1 ten weid en, kei ne Senugenden
Griinde vorzuliegen, dieses Wasser aus dem Arzneischatze
zu verbannen und durch eine kiinstliche Mischung zu ersetzen.
P~rsich6latlerwasser.
10) Obwohl dieses Wasser mit vollig .gleicher chemisclier Constitution noch den Vortheil erieichterler Selbstbereitung verbindet uncl das naturlichste und beste Ersatzmittel des Kirschlorbeerwassers clarslellt, so zeigen dennoch die Pfirsichblauer die gleiche Unbestandigkeit in
ihrem Blausauregehalt wie die des Kirschlorbeers, und
ihre Benutzung erfordert daher die gleichen Riicksichten
und fortgesetzte Beobachtungen uber ihre Vegetationsverhal tnisse.
Bitlerinandelwasser.
1I ) Seine Destillation aus dem salzsauren Kalkbade
,
Ueber die blatisZurehaltir'gendestillirten Wasser. 201
liefert mit vieler Sicherheit ein tadelfreies, krafiiges und
sehr haltbares Wasser, das keiner Rectificalion hedarf.
12) Urn die Haltbsrkeit dieses Wassers za befordern,
bedarf es keines Weingeistes, indem ein einfaches, ursprun lich gutes, nicht zuvor schon verandertes Wasser,
niit Atschluss der Luk, a n dunklem kuhlem Orte sich
3 bis 4 Jahre lang .ziemlich ungeschwacht erhalten Iasst.
Dagegen scheint em Destillat, das von sciner Bereituns
aus, durch langere Bcruhrung. mit der Luft und den heissen Wandungcn der Destillationsgel'$sse den Anfang und
Keim der Zersetzung rnit sich brirtgt, auch in verschlossenen Gefassen seine Metamorphose lortzusetzen, welche der
leicht oxydable, verdunnte Weirigeist eher zu begunstigen,
als aufzuhalten geeignet sein durfte.
13) Die in Norddeutschland uber den Blausauregehalt
des mit Weingeist bereiteten Bittermandelwassers gemachten Beobachtungen ergaben im Allsemeinen einen geringeren Gehalt, als die in Siiddeutsciiiand und ohne Weingeistzusatz erhaltenen Resultale.
14) Die sich durch die Reaction mittelst kaustischen
Sa 1mi a k g ei sts ergeb e n d e 1)i ffe re nz z wi sch e n B i tt er in a nd e 1und Kir.schlorbeer~vasser beruht auf der Verschiedenheit
in dem yuantitativen Verhaltniss des aufgelosten blausauren Henzoylwasserstoffs.
16) Die Blatter dcs susse Fruchte tragenden Mandelbaums liefern ein blausaurehaltiges Destillat.
Kirschwasser.
16) Nicht nur das Destillat vom Kern, sondern auch
vom Fleisch der liirschen cnthalt Blausaure.
)I 7 ) Das liirschenfleisch enlhalt ausser dem blansauren
atherisehen Oele noch eiii zweites fliichtiges Oel, das leichter als Wasser und von butterartiger Conststenz ist, welchem
die Destillate aus ganzeri Fruchten ihren eigenthumlichen,
lieblichen Geruch verdanken, durch welchen sich dieselhen vor den Iierndestillaten auszeichnen.
18) Auch der Kirschgeist, ;IUS unzrrstossenen Fruchten bereitet, enthalt Blausaure, i i n d verdankt diescn Gehalt
und seinen, den Kerngcruch begleitenden l'einen, liehlichen
Geruch dem Kirschentleisch.
19) Das Kirschwasser, aus frischen 1;ruchten bereitet,
unterscheidet sich von dem aus einer aquivalenten Menge
von Kirschkernen oder Steinen destillirten durch einen leineren lieblicheren Geruch und grosseren Blausauregehalt.
20) Auch das aus dem Aequivalent getrockneter Kirmhen dargestellte Wasser ist arnicr an Blausaure und jenem
202
Ueber Pyin.
Aroma, als das aus frischen Fruchten, und unterscheidet
sich von demselben durch seine abweichende Reaction
auf salpetersaures Silberoxyd - Ammoniak.
21) Der Jahrgang aussert auf die gleiche Kirschensorte eirien bedeutenden Einfluss hinsichtlich ihres Blausiiuregehalts, welcher selbst bei wenig verschiedener Jahreswitterung denselben auf die Halfte verrinsern kann.
22) Auch die verschiedenen Kirschensorten liefern aus
leichen Gewichtsmengen merklich verschieden starke
Bestiliate
23) Das einfache Kirschwasser ist, in vollen wohlverschlossenen Flaschen aufbewahrt, wohl ein Jahr lang
haltbar.
24) Ein durch Rectification des einfachen Wassers bereitetes concentrirtes halt sich mehrere Jahre lang vortrefflich mit geringem Verlust an seinem Blausauregehalt.
25) Es 1st somit kein trifiiger Grund vorhanden, die
alte gule Borschrift, das Kirschwasser aus frischen Fruchten zu bereiten, zu verlassen und dime durch getrocknete
Fruchte oder Kerne zu ersetzen.
26) Das als Ersatz des Kirschwassers eingefuhrte
verdunnte Bittermandelwasser enthalt in der Regel ein LU
grosses Verhaltniss an Blausaure, worauf allein seine verschiedene Wirkung und Reaction beruht.
27) Jedes blausaurehalt,ige destillirte Wasser farbt, in
gehoriger Menge angewendet, eine gewisse Quantitat Calomel grau, welche Reaction dazu dienen kann, um den
Blausauregehalt solcher verdiinnter Losungen schnell und
mit geringem Aufwand an Material annahernd zu schatzen.
Schlehenbluthenwasser.
5%) Die frischen Bluthen von Prusius s inosn geben
ein merklich blausaurehaltiges Destillat ; Jsjenige aus
trocknen Bluthen enthalt keine Blausaure ; beide verdanken den eigenthumlichen Geruch einem leichten butterartigen fluc,htigen Oele. (Jahrb. fiir prakt. Pharm. Hd. X.
dleft II. u.111.) B.
-*t-
Ueber Pyin.
G i j t e r b o c k fand diesen Stoff zuerst im Eiter auf.
Die geringe Men e, in der er darin oft nur vorkommt,
l i e s ihn ofters u ersehen. E i c h h o l z fand, wie B i b r a ,
ihn stets darin. Er fallte die Proteinverbindungen mit Alkohol und zog den Ruckstand mitwasser aus. Das Pyin
unterscheidet sich von den Proteinverbindunpn dedurch,
%
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