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Ueber die der Bearbeitung einer Pharmakope zu Grunde zu legenden Principien von Dr. B. Hirsch Apotheker z. Z. in Giessen. Berlin 1876. Gedruckt in der Kniglichen Geheimen Ober-Hofbuchdruckerei R. v. Decker. 19 S. Quart

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Biicherachau.
Purgiren, vermindert den Puls, Speichelfluss, endlich Convulsionen, die anhaltend sind und einen ganz eigenthiimlichen
Character haben. (American Journal of Pharmacy. Vol.
XLVII. 4. Sdr. Vol. V. 1875. pag. 449 seq.).
12.
C. Biicherschan.
Ueber die der Bearbeitung einer Pharmakopoe zu Grunde zu
legenden Principien von Dr. B. H i r s c h , Apotheker, z. Z.
in Giessen. Berlin, 1876. Gedruckt in der Koniglichen
Geheimen Ober -Hofbuchdruckerei (R. v. Decker). 1 9 S.
Quart.
Eine auafuhrhhe Dlirlegung der Ansichten des Verfamers rechtfertigt
sich durch die Bearbeitung, welche die in dieser Schrift ahgehandelte
Frage hat. Zunachst wird betont, dass Phannacopoen, obgleich Gesetzbiicher, doch einer haufigen Nenbcarbeitung bcdiirfen, um den Fortschritten
der medicinischen und der Naturwissenschaften Recbnung zu tragen. Wenn
auch in der Neuzeit in den meisten europiischeu Staaten die Pharmacopocn
rasoher als friiher neu bearbeitet scien, 80 erscheine doch der Mange1 an
Einheit nicht allein beim Vergleiche der Pharmacopoen verschiedener
Lander, sondern auch bei eingebenderem Studium ein und desselben
Buches als ein grosser Missstand. Dicsen Ucbelstanden konne begegnet
werden einerseits durch einen moglicbst grossen Geltungsbezirk einer
Pharmacopih , andremeits durch Errichtung standiger Pharmakopae Commissionen, welche den Inhalt i n drei bis vierjahrigen Pauacn zu
revidiren, in der Zwischenreit aber den einschlagigen Wissenschaftcu mit
Aufmerksanikeit zu folgen hitten.
Der Inhalt einer Pharmacopiie kann eingetheilt werden, in ,,allgemeine
Beatimmungen, eigentlicheu Text oder Materia pharmaceutica, Reagentien,
Tabellen. &'
Bei der ersten Abtheilung wird hervorgehoben, daas alle Angaben
unzweideutige Form haben miissen; wic man Hartegrade und Farbensaulen
hat, ao liesaen sich uber Bitterkeit, Siissigkeit Durchsichtigkeit, wenn
auch nur individuell vergleichbnre Scaleu aufstellen. Unhestimmte Ausdriicke ,,ein wcnig," ,,so vie1 als moglich" seien zu vermeiden. Bei der
Auswahl des Stoffes waren die bisher giiltigen Landespharmacopocn, sowie diejenigen benachbarter Gehicte zu Grunde zu legen. Aenderungen,
welche wesentliche qualitative und quantitative Verschiedenheiten der
Wirkung zur Folge haben , sollten nur mit Vorsicht vorgenommen, i m
Texte an auffalliger Stclle aufgefuhrt , jeder neuen Pharmakopoe vorgedruckt und im Separntabdruck sammtlichen Aerzten und Apothekern
a m t l i c h bekannt gemacht werden. Erhellen die Motive der rorgenommenen Aenderungen nicht von selbst, so empfehle sich die VerSffentlichung
derselben durch die Pharmacopoe - Commission.
Hauptbenenuung der
Mittel, deren Aenderung zu verrneiden, sind in lateinischer Sprache abzufassen; ob cine Uebersetzung in die Landessprache beizufugen, erscheine
unerheblich. Synonyme sollten moglichst beschrankt, vielleicht nur in
die Tsbellen verwiesen werden. Benennungen hatten nach einheitlichem
,
-
Biicherschau.
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Princip zu erfolgen; den wissenschaftlich begriindeten gebiihre der Vorrang, doch seien z. B. Aerugo, Alumen zu empfehlen. Bei Drogen wird
vorgeschlagen, die Angabe, ob es sich um die ganze h o g 6 oder um
welchen Theil derselben handelt, an die Spitze der Bezeichnung zu stellen;
sind sie als game Individuen officinell, so hindert nichts, sie mit ihren
Gattungsnamen eu bezeichnen z. B. Cantharis, Taraxacum. Die Benennung
der Chemicalien, besonders die Einfuhrung von Namen, die aus vielen
Silben und Worten bestehen, sei schwierig ; fur die Salze wird Gruppirung
nach den Basen empfohlen.
Wenu aueh f i r die Hauptbenennung, so
sei doch fiir den Text die lateinische Sprache nicht unbedingt erforderlich,
doch scheinen dem Verf. die Griinde, welche auch hier fir diese Sprache
geltend gemacht warden, gewichtiger zu sein , a h diejenigen, welche
gegen dieselbe angefiihrt werden.
Als Maass und Gewicht konne nur
das' metrische empfohlen werden; Temperaturangaben seien nach der
,Celsius'schen Saule zu machen. - Vorschriften iiber Aufbewahrung der
Arzneimittel waren bei den betreffenden generellen Artikeln, Olea aetherga,
Rsdices, zu geben. - Eine eingehendere Bearbeitung wird fiir die 8. g.
Maximaldosen, namentlich uber die fur Kinder zu verabfolgenden Mengen,
gewunscht. - Angaben iiber die Loslichkeit der Arzneimittel bei etwa
10" C. werden mit Riicksicht auf die Aerzte fur erforderlich gehalten.
Da es schwierig ist, durch Tropfenzahlung such nur annahernd gleiche
Mengen von Fliissigkeit zu dispensiren, so wird Benutzung graduirter
Rohren empfohlen. - Der Redaction des dureh Berathung festgestellten
Textes der Pharmakopoe sei besondere Aufmerksamkeit zu widmen.
Der eigentliche Text kanu in drei Hauptgruppen, pharmacognostische
Mittel, galenische Mittel und die chemiachen und chemisch-pbarmaceutischen Praparate zerlegt werden.
Bei vegetabilischen und animalischen Drogcu aei die naturhistorische
Abstammung, die geographische Herkunft aber nur in den Fiillen anzugeben, wo eie f i r die Wirksamkeit des Mittels von Bedeutung ist. Bei
bekannteren ciubeimischen Drogen werde haufig nur Angabe der Abstammung geniigen; bei den iibrigen Artikeln folge eine scharfe Character&ik
der wesentlichen und bestihdigen Merkmale, wenn nothig unter Bezugnahme auf Loupe und Mikroskop. Wo weder bestimmte Form noch
Organisation vorhanden, wiire nach chemischen und physikalischen Verhalten zu characterisiren. Angaben von Farbe, Gerucb , Consistenz seien
nicht auazuschlieseen, aber enger zu begrenzen. In Betracht zu ziehen
ware ferner Standort, Entwicklungsperiode, Trocknen, Reinigen, Zubereitung,
Aufbewahrung, namentlich aber such die Verkleinerung. - Die aus dem
Mmeralreiche stammenden Drogen waren nach ihren physicahhen Kenneeichen und ihrem chemischen Verhalten zu characterisiren.
-
-
-
Bei den galenischen Mitteln wird ea fur Aufgabe gehalten, deren
Anrahl zu verringern und die iibrig bleibenden mtiglichst vereinfachte
und die Oleichmassigkeit der Producte sichernde Vorschriften su geben.
Die Priifung vieler dieser Mittel biete grosse Schwierigkeiten, doch miisse
das Streben, sichere Methoden, welche bereits f i r einige Klassen angebahnt
sind, aufzufinden, mit Eifer fortgesetzt werden. - Hinsichtlich der chemischen und chemiach- pharmaceutischen Praparate vertritt Verf. mit Recht
die Ansicht, dass die Formeln nach der alteren und nach der neueren
Anschauung aufzufiihren, die Mischungagewichte auf Wasserstoff ah Einheit zn beziehen sind. Die Bezeichnung der Werthigkeit der Elementa
in den Verbindungen wird fiir wiinachenawerth erklart. Der Procentgehalt, reap. Minimal- und Maximalgehalt an reiner Substanz werde 8n
die Spitze gesetst, darauf folge Bereitungsvorschrift oder Chsrqcteristit,
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giichemehau.
und Identitiitsreactionen und tlann die zur Controllirung dcs vcrlangten
lteinheits - oder Stlrkcgrades erforderlirhcn Priifungsmethoden und die
ctwa hinsichtlich dcr Aufbewahrung und Dispcnsation niithigen Xestimmungen. Verschicdcne Griinde werden namhaft gemacht, d:iss mehr Cereitungsvorschriften, als in letzter Zeit iiblich gewesen, gegebcn wcrden;
auf die Auswahl der Vorschriften sei besonderer Werth zu legen.
F u r Chemicalien, zu deren Darstellung keine Vorschrift aufgenommcn,
wHren kurze, aber treffende Identitiits- Ileactionen zu geben, solche Angaben abcr we!che auf vielc verschiedemrtige Earper passen, zu vermeiden.
Wichtig sei C R , den ofticinellen fliiseigen Sauren und Basen
cinen unter sich iibereinstimmcndcn Gcli:dt zu geben, 80 dass je 100 g.
der Siiure mit je 100 g. Sdmiakgeist, Nntronlauge und auch kohlensaurc
K:ililosung eine ncutrale Flussigkeit liefcrn. Ferner sei zu bcachtcn, dass
bei Chemicalien, vou deneii keine absolute Reinheit gefordert wird , hnzmeideutige Vorschrifien iiber die ~faximalgrcnzeon sich zuliissiger Verunreinigungen gegeben werden. Auch die Prufungsmcthoden miiusen vor
ihrer Aufnahme in die Pharmacopoe mit Umsicht und Sorgfalt practisch
crprobt scin. - E s wird ferncr gceeigt, dass die gestatteten Schwankungen
im speeifischen Gewichte bci ioanchen Fliissigkeitcn e h e ganz unglcichc
Schwankung im Proccntgchaltc an wirksnnicr Substanz bcdcutcn und fiir
richtiger gehnlten dass vom Procentgchalte ausgegangen und darnach
die zuliissige Latitude im spec. Cow. norrnirt wird. Auch auf die Instrumente zur Ermittlung des spec. Gew. sei bcsonderer Werth zu legen und
von Sciten der Aufsichtsbehorden dafir zu sorgcn, dass wenigstens dic
llevisoren mit unzweifelhaft richtigen Instrumcnten ausgestattet wiirden.
Der Ermittlimg dcs spec. Gewichtes fester Korpcr , ihrcs Schmclzpunktcs
und des Siedepunktes geschmolzcncr und fliissigcr Subst.anzen wird, fur
vorliegendcn Zweek, wcniger Werth beigelegt
In Bemg auf Rcagenticn wird absolute chcmische Reinheit fir nnerllsslich erklirt, fur qualitative Priifungen massiger, zu den Mischungsgewichtcn in Verhdtniss stehendcr Verdiinnungsgrad fur wiinschenswerth
gehalten. Der zwcckmassigen Aufbewahrung dcr lleagenticn , S O W ~ C dcr
volumetrischen Priifungsmcthode fir quantitative Untersuchungen sci besondere Aufmerksamkeit zu schenken.
Hinsichtlich dcr letztcn Abtheilung ,, Tabellen" halt Verf. dafur,
dass ausser den in der Pharrn. Germ. cnthaltcnen, noch solche aufgenommen werden welcho die bcschlosscncn Aenderungen und Ncuerungcn,
die jederzcit vorrathig zu haltenden Mittcl, dicjenigcn Mittcl, welche
ex tcmpore zu bereitcn, die Aufbcwnhrungaart aller sonstigen Mittel
(ausser Giften und Separanden), velche in dieser Beziehung eincr besondcrcn Anordnung hcdiirfen; die Loslichkeit der wichtigsten Mittel i n
Wasser etc., namentlich bei einer Durchschnithtemperatnr yon loo C. ;
die Tropfenzahl, welcbe unter normalen Verhiiltnissen das Gewicht von
1 g. odcr dae Volum von 1 C.C. ergiebt, bestimmt fir solche Flussigkeiten, welche tropfenweisc verordnet zu werden pflegen, die Synonyme
der offieinellen Arzneimittcl angeben. Es wird ferner fur z weckmiisaig
erachtet, wenn die spec. Gewichte der Fliissigkeiten fur dic einzclnen
Temperaturgrade von
10 bis 25" C. aufgefuhrt werden. Endlich wird
die Aufnahme einer allgemeinen Verdiinnungaforrncl fur wasarige und
nuch fur spiritu6se Fliissigkeiten befurwortet, um der vie1 gebrauohlichen,
unsichern und ungehorigen Tastmethode ein Ende zu machen. Yanehe
der i n Pharmacopoen enthaltcncn Tabellen scien dagegen in Lehrbiichern
an ihrem richtigen Platzc.
DCEVerfassers Ansichten iiber die bci Abfnssung von Pharmacopaen
zu befolgenden Grundaatze haben ein bcsondercs Gewieht weil derselbc
,
,
,
+
,
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Bucherschau.
durch die Bearbeitnng seiner bckannten und gcsch2tztcn Wcrke mit dem
Inhaltc so vicler Pharmacopijcn vertrnut gewordcn ist und hercits nuf
manche Miingel derselhcn hingewicsen hat. Dcr Wunsch baldiger Einsetzung stiindiger Pharmacopcc - Commissionen wird sichcr allseitig gctheilt wcrden.
B i s s e n d o r f , Juni 1876.
Dr. R. Kerqm.
Die Titrirmetbode als selbsttindige quantitative Analyse. Von
Dr. E m i 1 F 1e i 8 c h e r. Zweite vielfach umgearbeitete
und stark vermehrte Auflage. Leipzig 1876. Verlag von
Johann Ambrosius Barth.
Die Anordnung dcs Materials ist i n dieser neuen Auflage dieselbe
geblicbcn ,wie in dcr vorherigen. Der erste Thcil behnndelt die niaassnnalytischen Methoden im Allgemeinen und Spcciellcn, der zweitc die
Trennungsrnethoden fur massanalytische- Bestimmungen , in dicscni Theil
ist besonders dcr zweite Abschnitt ,,Eestimmung der Basen ohne Gruppenund Einzcltrennung" hervor zu heben ; der dritte Theil entllich cnthhlt
Anlcitung zur quantitativ - maassnnnlytischen Untersuchung technisch wichtiger Stoffe. Im Anhang finden sich Tabcllen zur Erleichterung i m Ausrechnen der Analyscn vor.
Der Verfasser beschreitet mit diesem Werke einen noch von Niemnnd
betretenen Weg, er will die Maassanalyse, welche bis jetzt nur cine
Hiilfswissenschaft der Gewichtsanalyse war, da man die Mcthoden der
ersteren j a nur in cinzelncn speciellen Fallen anwendet, nicht nur zur
eigencn , selbstiindigen Wissenschaft crhcben, sondern er hoift auch, dass
dieselbe jener den Vorrang ablaufen wcrde, da man mit i h r i n nllen
Fiillen rascher und mindestens ebenso genau arbeiten konne. Zur E r reichung diescs Zicls ist ihm leitender Grundsatz der, moglichst wenige,
aber recht allgeineine Verfahren aufzustellen, welche allein eine klnrc
Uebersicht und rasche Ausfiuhrung der quantitativen Analyse ermoglichen.
Der Maassanalyse erwachst hicrdurch zuglcich der Vortheil , nicht sehr
viele Normalfliissigkciten bereiten zu mussen. Auf dieser Basis nufbauend
ist des Verfassers Bestrcben immcr voni Allgemeinen zum Speciellcren
iibergehend, dem Lernenden zu zeigen, wie dies oder jcncs Verfahrcn bci
sehr vielen Korpern angewendct werden kSnnc und wie nur einzelne
Nebenumstiinde modificirend dabci einwirken , wie aber auch diesc Modificationen sich meist i n ein allgemcines Schema fasseu lassen, so dass
lcicht zu ersehen ist, welchc von zwei Methoden, die auf ahnlichen Grundlagen basiren, wie zum Beispiel das oxydimetrische und jodometrische
Verfahren angewendet werden muss.
Auf die einzelnen Artikel specieller eingehend so verwirft Verfasscr
das Normalalkali, wcil es zu leicht Kohlcnsaure anziche und empfiehlt
dafir Ammon, dessen Yliicbtigkcit hochst unbedeutend sci, und das auch,
wie Schreiber dieses aus eigner Erfnhrung bcstiitigen kann , die Endreaktion vie1 schiirfor und genauer gicbt. Ebenso empfiehlt Vcrfasser
nur cine Normalsiiure , die Salzsiiure. Bei der Ammoniakbestimmung
durch Austrciben mit Actzkali ist jetzt zum Auffangen des Gases cin
anderer Apparat gewhhlt, doch diirfte dcr in dcr 1. Auflage angegcbcnc
zwcckmassiger sein, ausscrdcm gcniigt das vorgeschricbcnc nur einmalige
Kochen mit Alkohol durchaus nicht, wovcn man sich leicht bei
Wiederholung dcr Operation durch Einschaltung von Lackmuspapier in diq
,
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