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Ueber die Fulniss und Uber die Bildung des DUngers.

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T h l n i s s und Rildzi,ig cles D h g e r s .
Verbindungen der Acetone init zweifach-scliwefelsauren
Alkalieu.
L i m p r i c h t hat sieh iiberzeugt, dass ebcnso wie nach
B e r t a g n i n i die Aldehyde, so auch die Acetone init zweifach - schwefelsauren Allinlien lrrystallisirbare VerlJindungen liefern. Er schiittelte reines Aceton mit einer concentrirten Losung von zweifitah - schwefe1s:iurem Kalmn
und fancl, dass unter bedeutender ~~r~~riiieeiitwickclung
eine Auflosung entstand, a i l s der sich beini Erkalten
Bliittchen von scli wefligsaurem Aceton - Natron ausscheiden, die in Wasser zicmlich leicht, in Weingeist schwerer Ioslich waren, erliitzt brenzliche Yroducte lieferten
und niit einer Losung von kohlensaurem Alkali destillirt,
reines Aceton lieferten. Die Analyse ergab die Formcl:
NaO,
CGH602,
2SOZ+HO.
Die Verbindungen des Acetons init zweifach-schwefligsaurein Kali und zweifach-schwefligsaurem Aminoniak
liessen sich in iilinliclier Mieise dsrstellen. Bei der Destillation des schwefligsnuren Aceton-Aminonialts erhielt
1, i in p r i ch t eine neue Base, deren Untersuchung ihn noch
besuliaftjgt. (Ann. der Chenz. ti. PI~urnz.X VII. 239 -222.)
G.
Ueber die Fiulniss und iiber die Bildung des Diiugers.
J. R e i s e t hat eine Reihe von Versuchen zu dem
Zwecke nngestellt, nachzuweisen, in welcher Form :sich
der Stickstoff bei der F'iiulniss verschiedener sticks toffliaitiger Substanzen aus diesen abscheidet. Er verfuhr
bei diesen Versuchen ganz auf die Weisc, wie sie von
R e g n a u l t und ilim h i den Untersuchungen iiber die
lZcspiration der Thiere angewendet wordcn war und betliente sich auch des in clieser Abhandlung beschriebenen
Apparates, durch welchen die allinblig fortschreitende
Zersetzung selir gut beobachtct werden kann. Dieser
Apparat besteht 1) aus einer Glasglocke, in wclclie die
der E'Lulniss zu unterwcrfende Substanz gebraclit wird ;
2) aus eineni Condensator fur die cntstnndcne I<ol1lensaure, und 3) nus einem Apparate, niittelst desseii fortwahrend das absorbirte Sauerstoffgas ersetzt wird.
Es ist dadurcli iniiglich, eine Substanz fortwiihrend
mehrere Wochen in einem LegrenztenVolumen Luft, we1 che
fortwiihrend in normaler Zusammensetzung crhalten werden kann, fanlen zu lassen. Noch ist zu bemerken, class
die durch Temperatur und Raroineterstanrt auf den Oasinhalt des Appnrats ausgeiibten Einflusse zu Ende des
Versuches auf den anfanglicheu Stand gebracht werden
FEulniss und Bilcluiig cles Diingers.
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Iiijnnen. TVird also beini Faulcn cines stic1;stofflialtigen
Iiiirpers nur Sauerstoff absorbirt und nur Rolilenskurc
entwickelt, so muss bei Heendigung des Versuchs die Luft
in der Glocke die norninle Zusaniinensetzung haben. Entwickelt sicli dagegen bei der Fiiulniss Stickstoffgas, so
tindet man in dieser Luft bei der eudiometrischen Analyso weniger Sauerstoff.
Vwsuche iibw Bildung von Diinyer, I4iiilniss uon Fleisch
a n dey Luft.
1. Versuch. In die 40 Liter haltende grosse Glocke
wurrlen ungeftihr 8 Kilogrm. Diinger gebracht. Derselbe
ijwrcte pyrnniidenfiirniig in einem weiten Gefass von Fapence anf'gehiiuft und bestand griisstentheils aus Pferdeitlist, gemiselit mit etwas Strohuberresten. Der Dunger
wurde init nielireren Lagen Kreide geschichtet, urelche
stark niit Wasser benetzt war. Nachtlem man sich von
ilein Schlusse des Apparnts uberzeugt hatte, wurde ein
mscher Luftstrom durch die Glocke geleitet.
D;iuer des Versuchs 6 Tage. Voluiven des gelieferten Sauerstoffgases = 39,5 Liter. Die Zusammensetzung
dcr Luft im Apparate war x u Anfang des Versuches normal; Teniperatur = 140. Xu Ende des Versuclies enthielt die Luft im Apparate in 100 Theilen:
0,54 Kohlensiiure,
19,:iO Sauerstoff,
80,lG Sticlrstoff,
sie enthielt also kein brennbares Gas und nur 1 Proc.
iiberschiissigen Stickstoff.
2. Versuch. Dieser schliesst sich unmittelbar dem
vorigen an. Die Luft in der Ilocke hatte ebenfalls obige
Zusammcnsetzung. Neu hinzugefiigt wurden 493 Liter
Sauerstoff; seine I h e r war 10 Tage; die Temperatur
140. 100 Vol. Luft enthielten nach Heendigung des Versuches :
0,34 Kohlensiiure,
17,91 Saucrstoff,
81,76 Stickstoff,
also 1,59 Proc. iiberschiissigen Stickstoff und keine brennbaren Gtise.
3. Versucli. Dieselbe Diingerinasse ; keine Aenderung in i>nordnung des Rpparats; die Luft zu Anfnng
dcs Versuches normal; Temperatur 120. Dauer des Versnches 26 Tnge, wshrend welcher Zeit 103,4 Liter Sauerstoff verbrauclit wnrden. 100 Vol. der Luft enthielten:
182
Fzulniss zind Bildatng des Diingers.
0,10 Kohlensiiure,
18,20 Sauerstoff,
81,70 Stickstoff,
keine brennbaren Crase, ein Ueberschuss von 2,6 Prcbc.
Stickstoff.
4. Versuch. Eine neue Portion Pferdemist wurtle
so in der Glocke vertheilt, dnss die Luft die hIssse clurulistreichen lronnte. Es wurden nngeEihr 10 Iiilogrm. Diinger angewendet und ctwas in Wasser zertheilte Kreide
zugefiigt. Dauer cles Versuches 21 Tage, Verbrauch :tn
Sttuerstoff 154 Liter. Zusammensetzung der Luft anfangs
normal ; Teniperntur 120. Zusammensetzung der 1.nft nacli
Beendigung des Versuches :
0,72 Kohlens%ure,
17,38 SauerstoE,
81,90 Stickstoff,
keine brennbaren Qase und 2,s Procent ulerschiissiger
Stickstoff.
5. Versuch. Dieselbe Diingermasse, keine Aenderung im Apparate. Im Anfange norinale Luft. Dnuer
des Versuches 16 Tage; Temperatur 2.20. Verbrauch an
Sauerstoff 51,40 Liter. 100 Vol. Liift enthielten:
0,23 Iiohlensiiure,
18,P5 Sanerstoff,
8 0 , X Stickstoff,
keine brennbaren Gase und 1,8 Procent uberschiissigen
Stickstoff.
6. Versuch. Der grosse Apparat wurde ins Freie
gebracht und von Neuein eingerichtet. ES wurden ungeflihr 10 Kilogrm. eines Gemisches aus gntetn Kuhdiinger,
Pferdemist und Schafinist in die Qlocke gebracht und
I\lsrmor in kleinen Stuclren zugefiigt. Dauer des Versuches 23 Tage. Volumen des dargebotenen Sauerstofl'es
104 Liter. Luft anfangs normal; Teinperatur 240. 100 Th.
Luft entliielten :
0,39 Kohlensiiure,
18,M Sauerfitoff,
80,78 Stickstoff,
keine brennbaren Gase und 1.7 Procent uberschussieen
Stickstoff.
7. Versuch. I n eine ungefiihr 8 Liter fnssende Crlocke
brachte man 1500 Grm. inYSclieiben zerschnittenes und
auf ein hijlzernes Crestell aufgehhgtes Rindflcisch, zwischen
welches grosse Stiicken von Kreide vcrtheilt waren. Dauer
des Versuches 33 Tage; Verbrauch an Sauerstoff 27,6 Liter;
v
Fuulniss und Bildung des Dungers.
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Luft zu Anfang normal. Temperatur 150. 100 Vol. Luft
enthielten :
0,37 Kohlensaure,
12,37 Sauerstoff,
8‘1,86 Stickstoff,
keine brennbaren Gase und 8,1 Procent iiberschiissigen
Stickstoff.
Das Fleisch war in vollkonininer li’iinlniss, von griinlich-fahler Farbe und stinkendeni Geruch. Es war zum
groesen Theile in eine klebrige Masse verwandelt.
8. Versuch. Das Pleisch von Versuch 7) war w&hrend eines Monats unter dei lufttliobt versclilossenen G l o d ~ e
liegen geblieben. Alsdann wurcle der Apparat von h’euem
in Gang gesetzt, uin die wblirend dieser Zeit gebildeten
gasfortnigen Prorlucte untersuclien Z U konnen. Mittelst
einer starken Snug- und l)ruckputnpe liess inan 150 Liter Sauerstoff in den Appnrat treten. Die Masse des
gefaulten Fleisclies befand sich dnhcr zu Ant’ang des Versuchs in noriiialer Luft. Ternperatur 230. Dauer 17 Tage;
Voluin des gelieferten Sauerstoffgases ungefiihr 8 Liter.
100 Tlieile Luft enthiclten :
1 , l O Kohle~isiiure,
16,M dmerstoff,
82,07 Stickstoff,
keine brennbaren Gase und 2,9 Procent uberschiissigen
Stickstoff.
9. Versuch. In einein Apparate, der dem, welcher
zu den Versidien iiber die Respiration kleiner Ttiiere
und Insekten gedient hatte, iilinlich war, wurden 30 Grin.
in I m p Faden zersclmitteiien Ochsenfleisches auf eineni
glssernen Eoste misgebreitet. Die ungef’ghr 900 Cubik-Centinicter betmgende Luft des Appartltes konnte also von
allen Siciten einwirken. Dauer des Versuchs 12 Tage.
Rs wurden 1025 C.C. Snuerstoff geliefert. Die Luft war
zu Anfang normal; die Teniperatur 220. 100 Vol. Luft
enthielten :
0,13 Kohlensaure,
14,28 Sauerstoff,
85,59 Stickstoff,
keine brennbaren Gase und 6,5 Procent iiberschiissigen
Stickstoff.
Das Fleisch war zu Ende des Versuchs ginzlich gefault, hatte eine schwarze Farbe und einen stinkenden
Geruch. Der Sauerstoff wurde Anfangs sehr rssch ah-
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Eiulniss und Bildung des Diingers.
sorbirt, nach und nach langsamer und endlich fast nicht
mehr.
10. Versuch. In die 8 Liter hsltende Glocke wwrden ungefiihr 5 Kilogrm. einex schon sehr 'stark in R i d niss iibergcgangenen Kuhmistes gebractit, indcim inan ihn
in ein Gefkss niit weiter Oeffnung in sehr feuchtrin Znstande fiillte. Dauer des Versuchs 7 Tage ; Trerbranijh
an Suerstoff G Liter. Luft zu Anfang deR Versuchs normal ; Teniperatur 250. 100 1'01. Luft enthielten :
0,45 Kohlensiiure,
7,14 Suinpfgas,
92,43 Stickstoff,
sie enthielt also lreinen Sauerstoff, der Kohlenwasserstofl'
war vollkoinmen rein; uberschussiger Stickstoff 13,3 Proc.
11. Versuch. Dieselbe Einrichtung des Apparats,
wie bei Versuch 10. Luft anfangs normal; Teniperatur
21". Dauer des Versuchs 9 Tnge. Volurnen des gelit:ferten Rauerstoffs ungefiihr 12 Liter. 100 Vol. Luft enthielten :
1,92 Kohlensiiure,
437 Sauerstoff,
8,j4 Sumpfgns,
84,97 Stickstoff.
Der Uebcrschuss an stickstoff betrug 5,87 Proc.
12. Versuch. Derselbe Diinger, dicselbe Anordnung
des hppnrats ; zu Anfang niit norinaler Luft gefiillt. Temperatur 2830. Versuchsdauer 9 Tage; Volum des gelieferten Sauerstoffs ungefAhr 14 Liter. 100 Vol. enthielten:
2,35 Kohlensaure,
2,G4 Sauerstoff,
1,55 Sunipfgas,
93,46 Stickstoff.
Ueberschuss an Stickstoff 14,3 Proc.
Aus diesen Versuchen konnen folgcnde Schliisse gezogen werden :
a) Die in Reriihrnng niit der Luft fanlenden orgnnischen Stoffe absorbiren eine betriichtliche Menge Sanerstoff iind produciren Kohlensiiure.
Die Quantitint des verschwundenen Sauerstoffs ist
genau Itekannt, die erzeugte Kohlenshuremenge wird durcli
Annlyse der Kalilosung iiii Condensator bestiinnit, dnher
rnit Sclikrfe das Verhiiltniss zwischen dein consumirten
Sauerstoff und den1 in der erzeugten Kohlens#ixre enthaltenen bestimmt werden kann.
6 ) Die Ammonisksalze, Nitrate und nicht fluchtigen
Aitthmcitkohle ccus dei. Nahe von Rztdovstudt.
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stickstoffhaltigen Korper, welche bei der langsamen Verbrennung oder der Fkuliiiss stickstoff haltiger Korper entstehen konnen, enthalten nicht allen, ursprtinglich in der
Substanz enthaltencn Stickstoff.
c) Die Bildung des Diingers, so wie die Fsulniss
ron Fleisch an der Luft ist inliner begleitet von der Entwiclielung einer nicht unbedeutenden Mcnge freien Stickstoffgases.
d ) Es bildrn sicli bei hinreichcnd vorhwndenem Sauerstoff kchie brenubaren Gase.
I:) V'nult dagegen ein tbeilweise unter Wasser liegender Diingar, so cntwickeln sich Sumpfgas und Ytickstoffpis. Ans den Versuchen, wclclie dieses Kesultat lieferten, ersieht man auch, dass die in der Gloclie befindliche
Iiuft fast lteinen Sauerstoff mehr enthielt.
Interessant
ist cs, dass sioh selbst in diesem Falle noch Stickstoff
im gasfiirmigen Zustmde entwicldn kann.
Bei allen diesen Versuchen wurden zur Erleichternng
der Bildung von Nitraten kohlensaure Erden zugesetzt.
Dennoch uberwog die Stickstoffentwickelung die Fixation
des Gases, wenn solclie iiberhltupt statt fand. (.Joburn.fiiv
prukt. Clieniie. Hd. 68. Heft 8.- Compt. rend. 1856. T.42.
H. B.
No. 2. pug. 53.)
Analyse der Anthracitkohle aus der Nihe von Rudolfstndt bei Budweis ia Bohmen.
I m Allgemeinen gehiirt diese Kohle nicht zu einer
schlechten Sorte, d a ihre Wiirineeffecte, welche in der
industriellen Welt die wichtigsten Vragen sind, ziemlich
hoch stehen, der Aschengehalt nicht allzu gross ist, und
weil sie nus sehr wenig hygroskopisches Wasser entliiilt.
Als Nachtheil fiir dieselbe ware nzir zu erwahnen, dass
sie, wie alle aschenreichen Sandkohlen und die meisten
Anthracite, nur bei eincm starkeren Luftstroine, und wcnn
grosse Quantitii tcn Kohle entziindet wnrden, zuin wirklichen Entflamnirn gebrncht wird. Diese Kohle neigt sich
in ihren Eigenschaften und dem chemischen Verhalten
tlieils zu der Art der Sandkohlen, theils aber zu den
Anthraciten und diirfte, da ihr Schwcfelgehalt nicht gross
ist, zu chemisch-nietallurgischen Processen besonders geeignet sein.
Nach F. S t r a s k y ' s Analyse sind in 100 Theilen
lafttrockner Kolile enthalten :
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