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Ueber die Pharmacie in Dnemark.

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Ueber die Pharniacie in Danemnrk.
Uebcr die Phrruacie in D$ineniark
schreibt Hans 11. W i l d e r : Me Zahl der Apotheken in Danemark ist begrenzt , da die oberste Medicinalbehorde dieselben controlirt. Ein Privileginm oder eine Licenz wird nur
an Personen verliehen, die von der competenten pharmaceutischen Behorde dafur empfohlen werden, und auch dann nur,
wenn ein wirkliches Bediirfniss fiir eine Apotheke vorhanden
ist. Es giebt zwei Arten von Privilegien: reale und seit 1842
personliche; erstere sind verkanflich an solche , die den
gesetzlichen Anforderungen geniigt haben, (alle vor 1842
verliehenen Privilegien wurden in der Praxis als reale betrachtet), letztere gelten niir fur die Lebenszeit und sind
nicht iibertragbar. Stirbt der Inhaber einer solchen , so ist die
Stelle der Bewerbung offen, wenn nicht, was gewohnlich der
Fall ist, die Wittwe das Gevchlft unter Leitung eines Provisors noch einige Zeit fortfuhren darf.
Nan strebt jetzt danach, alle reale Privilegien in personliche zu verwandeln, und stosst auf dieselben Schwierigkeiten
wie in Deutschland und anderwarts; Schweden ist das einzige
Land, das diese Frage befriedigend gelost hat. Beziiglich des
,,Freihandels " besteht in Diinemark wie in andern Landern
der Streit zwischen Apothekern mit Apotheken und solchen
ohne diese. Die Apotheken entviickelten sich nach und nach
aus den Laboratorien der Aerzte. Das erste Privileg erhielt
1536 die ,,Svane Apothek" in Kopenhagen, die sechs nachsten sind von 1543, 1549, 1573, 15.85, 1591. Die game
Anzahl der Apotheken betrug 1870 nur 115 auf eine Bevolkerung von 1,783,585 , woraus hervorgeht, dass ein Apotheker in Danemark sein gutes Auskommen hat.
Die Sammlnng von Medicinaledicten begann 1660 ; schon
1668 wurden jahrliche Revisionen der Apotheken angeordnet,
aber das game Medicinalgesetz in 30 Paragraphen erschien
erst 1672 , enthaltend die PAichten und Erfordernisse der
Apotheker und nebenbei auch der Aerzte.
Nur regelrecht graduirte Aerzte durfen Recepte verschreiben. Die Apotheken sollen mindestens einmal im Jahre revidirt werden, wenn nothig zmeimal nnd ofter. Die Revision
erstreckt sich auf die Qualitiit der Droguen und Praparate
und darauf, ob die Preise mit der jahrlich edirten Arzneitaxe
iibereinstimmen. Gifte sind in einem besondern Gelasse unter
Schloss und Riegel zu bewaliren; Arsenik und Sublimat darf
nur der Apotheker selbst abgeben.
Ucbcr die Pharmacie in Dinemark.
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Bei Ordination von Giflen oder heroischen Arzneimitteln
muss der Arzt deren Namen und Mengen voll ausschreiben,
er darf sich keiner Abkiirzungen oder chemischer Zeichen
bedienen. Nur approbirte Apotheker diirfen Apotheken haben
und jeder muss mindestens einen Gehilfen halten. Sie mussen ihren Lehrlingen gestatten, den Professor der Botanik
auf seinen Excursionen zu begleiten, oder doch soviel als
moglich Arzneipflanzen in ihren Garten cultiviren. Sie diirfen keine Ordinationen machen; die Praparate miissen sie
selbst anfertigen , die Electuare werden in Gegenwart mehrerer Aerzte gemischt und von diesen mit Namen, Datum und
Menge signirt. Das Dispensatorium Hafniense ist maassgebend, das von Zeit zu Zeit von einem arztlichen Collegium
revidirt wird. Die Forderung des Apothekers hat vor allen
andern Forderungen und Rechnungen den Vorzug. Substitutionen sind nicht gestattet; in zweifelhaften Fallen ist der
Arzt zu befragen. Der Arzt darf keinen Antheil an einer
Apotheke haben.
1753 erschien ein Edict, nach welchem kein Apotheker
mehr als eiu Geschaft in derselben Stadt haben diirfe; 1796
das erste detaillirte Giftgesetz, darin u. a., dass Arseuik nur
gegen einen Schein vom Biirgermeister oder Pfarrer, und
auch nie mehr als 30 g. abgegeben werden diirfe; 1843 wird
der Verkauf von Bleiwasser ohne Ordination gestattet.
1810 wird den Apothekern aufgegeben, dass sie dem
Kreisphysicus Anzeige zu machen hatten, wenn sie die Stadt
auf langer als 24 Stunden verlassen, falls ihr Gehilfe kein
examinirter Apotheker ist. Bei Ueberschreitungen der Arzneitaxe erhalt der Apotheker zum erstenmal eine Strafe von
150 Mark, im zweiten Falle von 300 und verliert beim dritten Male sein Privilegium. Ein Gehilfe erhalt die halbe Strafe
und wird beim dritten Male fur unwiirdig erklart in einer
Apotheke Danemarks zu fungiren (12. April 1812).
Die erste Pharmacopoea Danica erschien 1772, die folgenden 1805, 1840, 1850, (1857), 1860. Daneben bestehen
noch Arzneiformeln fur Hospitaler, fur Militar und fur die
Armen.
Der Lehrling muss mindestens 15 Jahre alt sein und
eine der zwei obersten Gymnasialklassen verlassen haben.
Andernfalls hat er ein Examen in Schulfachern, namentlich in
Latein zu bestehen. Die Lehrzeit ist 4 Jahre, dann kann er
da? Physikatexamen machen. Dieses erstreckt sich auf Uebersetzen der Pharmacopoe, Erkennen von Droguen, Lesen abgekurzter Recepte , Berechnen und Anfertigen von Recepten,
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Ueber die Pharmacie in Danemark.
Darstellen leichter Praparate, practische Chemie , Gesetz iiber
Gifte und deren Dosen, Botaiiik der einheimischen Medicinalpflanzen. Besteht er das Examen, so wird er Gehilfe, darf
auf eigne Verantmortung Recepte besorgen , darf jedoch die
-4potheke nicht langer als 94 Stunden verwalten. Hat er
mehrere Jalire als Gehilfe fungirt oder zmei Semester an der
Universitat studirt , so kann er sich zum Candidatenexamen
melden, durch melches er Apotheker , doch ohne Apotheke,
VFird.
Bei diesem Esamen ist ein officinelles chemisches Praparat
anzufertigen, eine oder mehrere Priifungen und eine qualitative
S n a l p e eines mechanischen Gemenges zu machen. Ueber
nlle drei Gegenstande ist an drei auf einander folgenden
Tagen wahrend 12 Stunden Laglich unter strengster Clausur
eine schriftliche Arbeit zu liefern.
Im miindlichen Examen x-erden behandelt : practische
Pharmacie , theoretische und practische Chemie , Naturphilosophie , Botanik, Pharmacologie. Die Censuren sind: laudabilis
prae ceteris , laudabilis , haud - illaudabilis, non contemnendus.
Gehilfen mit letzterer Censur versuchen gewohnlich das Examen noch einmal.
Bei Anfertigen von Reaepten muss der betreffende Receptor seinen Namen auf die Signatur schreiben, so dass im
Falle eines Irrthums der Schuldige gleich ermittelt ist. Es
ist den dlnischen Apothekern im allgemeinen nicht gestattet,
ausser Droguen und Arzneien (einschliesslich Eau de Cologne,
Pomade, Haarol , Chpcolade) andere Dinge zu verkaufen, doch
wird in kleinen Ortschatten und bei kleinem Geschaft davon
abgesehen. Als Curiositat sei erwiihnt, dass 1804 zu Gunsten
einea solchen Apothekers den Handlern am Platze verboten
wurde, Terpenthinol , Salpeter, Lakritzenholz und Saft, Salmiak, Guajakholz u. dgl. zu rerkaufen.
Ein Verzeichniss der Gehilfen wird seit 1770 gefuhrt
und zahlte 1870- 1140 Xamen. Unter diesen haben sich
ausgezeichnet zunachst und Tor Allen H. C. O e r s t e d t (1797
Gehilfe), der Entdecker des Electromagnetismus ; W. C. Zei s e
(1815 Gehilfe), bekannt durch seine Untersuchungen iiher
Mercaptan, Thialather , Xanthinsaure und Aether , U'irkung
des Platinchlorids auf hkohol u. a. w.; E. A. S c h a r l i n g
(1828 Gehilfe) stellte Untersuchungen an iiber Stiirke, Fette,
Oelharze und Balaame an ; TV. N e e r g a a r d , Vice - Prasident
des New-York College of Pharmacy (1831 Gehilfe); B a r u c h
S, L e v y oder L e w y (183.5 Gehilfe) bekannt durch seine
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Ucber 0s Sepiae.
Untersuchungen iiber die Atmosphke, iiber Wachs u. s. w.
und durch seine Verbindung mit der Niinze in Paris.
Es giebt in Danemark zwei pharmaceutische Journale :
das eine seit 1844 ( A r c h i v f o r P h a r m a c i og t e c h n i s k
c h emi) erscheint vierteljahrlich, das andere (P h a r m a c e u t i s k T i d e n d e) erscheint wochentlich. Es bestehen zwei
pharmaceutische Vereine.
Das S u n d h e d s C o 11e g i u m zahlt zwei Aerzte und zwei Apotheker zu seinen Mitgliedern.
(American Journal of Pharmacy. Vol. XLVI 4. Ser. Vol. IV.
1874. pay. 545 seq.).
R.
Ueber 0s Scpiac
schreibt T h o m a s S. W i e g a n d : Es ist kcin Knochen in
dem eigentlichen S h e , wie wir davon bei den Wirbelthieren
sprechen. Dies ,,weisse Fischbein '' wird hiiufig schwimmend
im Mittellandischen Neere gefunden , in noch grosseren Massen
an den Kiisten Austrakens. Es ist von langlich ovaler Gestalt,
7 bis 24 Centimeter lang, die Breite etwa 1/3 der Lange,
an der Oberseitc und den Kanten hart, weich an der Unterseite, an beiden Seiten convex; sein specifisches Gewicht ist
elwa 0,935. Seine Zusammensetzung , obgleich kalkhaltig,
i'st von der der Xnochen verschieden, etwa 83 Procent kohlensaurer Kalk mit etwas Magnesia und Chlornatrium, doch
nur wenig organische Substanz. Die Structur ist ganz eigenthiimlich. Ein frischer Bruch zeigt das Kalksalz in Schichten,
getragen von Pfeilern aus demselben Material, in regelmassigen Reihen. W o o d vergleicht diese Anordnung mit
einem Riesendamm en miniature.
Die Sepia officinalis, die dieses Fischbein liefert , gehort
zur Rlasse Mollusca, Ordnung Cephalopoda. Der Gattungsname Sepia stammt daher, dass das Thier, wenn es geiirgert
wird oder in Gefahr i s t , durch Ergiessung einer dunkeln
Fliissigkeit das Wasser um sich herum triibt, um so der
Verfolgung zu entgehen. Es findet sich hiiufig an den Kiisten
Australiens, doch wird der meiste Handelsbedarf von Europa
geliefert.
Die verschiedenen Namen : Grosser Polyp, Riesenblackfisch, Kraken, Teufelsfisch u. s. w. haben sie von einigen
Schreckerscheinungen , die glaubwiirdige Beobachter berichtet
haben, M o n t f o r t hat die Thiere genau beschrieben. Der
Angriff eines derselben auf ein Schiff, das von St. Malo
in Frankreich aussegelte, ist durch ein Gemtilde verewigt, das
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