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Ueber die Zauberspiegel der Chinesen und Japanesen.

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Verbind. d. Harnstoffs m. Goldchlorid.
- Zaubcrspiagel d. Chinesen.
219
Dr. Frolich hat eine Reihe entsprechender Versnche angestellt.
CO iiber trocknes Natriumathylat geleitet, lieferte bei 190°
neben propionsaurem und ameisensaurem Salz auch vie1 essigsaures , wohingegen bei 160° bedeutend weniger Acetat erhalten
wurde.
Der Process erklart sich nach den Formeln:
1) CBH60Na CO = CSH5NaO*
Natriumpropionat ;
2) NaHO
CO = CHNaO*
Natriumformiat.
Die Bildung des Acetats kann nur durch die Einwirkung vorhandenen NaHO auf das Aethylat erklart werden nach der Gleichung :
C g H 6 0 N a 2NaHO = CaHsNaOB N a 2 0 2Ha.
Das Natriumamylat liefert bei 230° fast nur valeriansaures
Natrium ; es geht also dabei hauptsachlich die letztbeuprochene
Reaction vor sich; dahingegen bildet sich bei ca. 160° das Natriumsalz einer Saure von der Zusammensetzung CIOH1* 0, dieselbe lasst sich betrachten als eine Valeriansaure, in welcher an
Stelle von 1 Atom H der einwerthige Rest C5H9 eingetreten ist.
Es ist also hierbei der Alkylrest - im gegebenen Falle C5H"
- nicht unverandert eingetreten, sondern erst nach Verlust von
2 Atomen Wauserstoff. (Liebig's Ann. Chem. 2 0 2 , 288.)
C. J.
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Verbindungen des Harnstoffs mit Boldchlorid stellte
W. H e i n t z dar.
Eine Verbindung von der Zusammensetzung
N B H 4 C 0 .AuC14H H*O oder N*H4CO . AuC1-3. HCl HBO
krystallisirt in orangerothen prismatischen Krystallen, welche luftbestiindig, aber in Wasser, Alkohol und Aether sehr leicht loslich
sin& Die zweite Verbindung bildet feine, gelbe Nadeln, die wasserfrei sind und auf ein Moleciil Goldchloridchlorwasserstoffsaure
AuC14H zwei Molecule Harnstoff enthalten , also der Formel
2CON*H4 AuC14H entsprechen. (Liebig's Ann. Chem. 2 0 2 , 264.)
C. J.
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+
.
Ueber die Zanberspiegel der Chinesen nnd Japanesen
wurden neuerdings verschiedene Nittheilungen veroffentlicht. So
berichtet Govi, dass in Europa 1833 zuerst D. Brewster hieriiber
in dem Philosophical Magazin einen Artikel erscheinen liess. Splter
waren e~ insbesondere Arago, Julien, SBgiiier, Person und Maillard,
die sich mit dem Studium der magischen Spiegel beschiiftigten. Es
sind dies bekanntlich runde, auf der Vorderseite mit Quecksilberamalgam polirte Metallspiegel, deren Ruckseite mit Zeichnungen
und Arabesken, theilweise in erhabener Arbeit, verziert ist. Von
220
Zauberepiegel der Chineeen u. Japanesen.
diesen Verzierungen scheinen einige bereits beim Giessen des Spiegels in der Form ausgefuhrt gewesen zu sein, indessen andere,
dem Anscheine nach , erst durch nachtriigliches Bearbeiten erzeugt
wurden. Die schwachconvexe Vorderseite reflectirt fir gewohnlich
die Gegenstande zwar verkleinert? aber doch wie sie ein jeder
gewohnliche Convexspiegel zeigen wiirde. Lasst man indessen
die Some in einem solchen Zauberspiegel reflectiren, so zeigt daR
auf einer nahen Wand aufgefangene leuchtende Bild genau die
auf der Ruckwand des Spiegels befindlichen Zeichen und Ornamente. Die Bewohner des himmlischen Reiches bezeichnen deshalb
diese Spiegel als solche, welche sich von dem Lichte durchdringen
lassen. Da dies jedoch naturlich nicht der Fall, wovon man sich
sofort beim Anblick des Spiegels iiberzeugt, so wurde versucht, fiir
diese oft bewunderte, bisweilen zu Gauklereien missbrauchte Erscheinung eine richtige Erklarung aufzufinden. Die einen behaupteten, es seien bei der Anfertigung der Spiegel verschiedene
Metalle aneinander geschweisst worden. Stucke von zerbrochenen
Spiegeln bewiesen jedoch die in allen Theilen vollstandige Gleichartigkeit des verwendeten Metalls. Andere wollten das Phiinomen
aus der verschiedenen Dichtigkeit der einzelnen Spiegelparthien
erklaren. Allein das Unmiigliche , die fie Verfichiedenheit genau an
den bestimmten Stellen, sowie in gewiinschter Grosse und Feinheit
herzustellen, liess auch die Unhaltbarkeit dieser Erklarung einsehen.
Zuletzt gab Person dahin die richtige Erklarung ab, dass die
Erscheinung des Bildes von einer verschiedenartigen Biegung der
Spiegeloberflache herriihre, welche mit den betreffenden Punkten
iind Linien der Zeichnung auf der Ruckseite des Spiegels correspondirend fur gewohnlich dem beobachtenden Auge entgeht und
erst bei der hellen Beleuchtung in dem redectirten Bilde sichtbar
wird. Da nicht alle chinesischen Spiegel die Erscheinung zeigten
und besonders die meisten im Guss etwas dicker ausgefallenen versagten ? so erwarmte Govi dieselben beim Anstellen des Versuches
und fand seine Vermuthung bestatigt. Die Spiegel wurden n h lich beim Erwarmen alle magisch und reflectirten beim Lichte der
Sonne oder der Drummond'schen Lampe die Zeichnungen der
Spiegelriickeeite sehr deutlich. Gaslicht erwies sich hierfiir als zu
schwach. Govi wurde bei diesen Versuchen von der Erwagung
geleitet dass eine gebogene oder ebene Spiegelflache, welche verschieden dick nnd in ihren einzelnen Theilen ungleich leitungsfahig
ist, sich unter der Einwirkung von WSirme unregelmiissig biegt
und windet, so dass durch diesen einfachen KunstgrifT die Bilder
des chinesischen Zauberspiegels vie1 deutlicher sichtbar werden und
es sich hierdurch wieder bestatigt, dass sie keinen andren Ursprung
haben, als die Vertiefungen und Erhohungen, welche mit jenen der
Ruckwand correspondirend so verschwindend klein sind, dass sie
fiir gewohnlich dem beobachtenden Auge entgehen nnd die Metall-
,
Zauberapiegel der Chineeeu u. Japanenen.
221
dache des Spiegels vollkommen glatt erscheint. Dieselbe Ursache
bewirkt ofters einen fiir die Astronomen storenden Einfluss auf die
beobachteten teleskopischen Bilder, wenn der Spiegel ihres Instmmentes eine starke Temperaturveranderung erleidet.
A y r t o n und P e r r y fanden den chinesischen Spiegel auch in
Japan, wo er yon der Bevolkerung hochgeschatzt, in den Tempeln
und Hausern den wichtigsten Platz einnimmt. Auch sie besprechen
die iiberraschende Erscheinung und erwiigen verschiedene Moglichkeiten ihrer Erklarung. Konnte z. B. nicht das Dessin auf die
Spiegelflache gravirt und dann durch die nachfolgende Politur
wieder verdeckt worden sein? Oder ware es nicht denkbar, dass
der Theil der Oberflache, welcher mit dem Dessin correspondirt, eine
Molecularbildung besitze, welche von jener, die den Rest des Spiegels bildet, verschieden ist? Diese Verschiedenheit wiirde eine
ungleich grosse Anziehung auf das Quecksilber des Amalgams ausiiben und dadurch eine ungleiche Politurfiihigkeit bedingen. Ebenso
konnte durch theilweise grossere Hiirte eine bessere Politur erreicht
werden. Die Moglichkeit, dass polarisirtes Licht bei der Erscheinung
mitwirke, wurde von den Verf. sofort als nicht vorhanden expenmentell nachgewiesen. Die Verschiedenheit in der Molecular - Constitution konnte herriihren von einem Aneinanderschweissen verschiedener Metalle , von chemischer Einwirkung, oder ungleicher
Schnelligkeit beim Abkuhlen, jedoch niemals von Stanzung, da die
japanischen Spiegel immer gegossen sind. Ayrton und Perry kommen nun nach einer Reihe von Versuchen wie Person zu der
Ueberzeugung , dass die richtige Erkliirung des Phanomens darin
besteht, dass die dickeren Theile der Spiegel auf der Obertlache
mehr abgeplattet sind, als der iibrige Theil der convexen Oberflache, ja dass sogar manche Stellen concav erscheinen und zwar
immer correspondirend den Figuren auf der Spiegelriickwand. .Da
dies an den betreffenden Stellen eine Veriinderung in der Reflexion
der Lichtetrahlen bedingt, SO ist auf die naturlichste Weise das
Erscheinen der Figuren der Spiegelriickwand im reflectirten Bilde
erklart. Dariiber, wie die convexe Oberflache diese Eigenthhlichkeit erlangte, vermochte nur die bis dahin unbekannte Herstellungsweise Licht zu verschaffen. Nach langem, vergeblichem Suchen
qelang es denn auch den Verf., in der alten Hauptstadt Kioto die
Fabrikation der Zauberspiegel kennen zu lernen. Sie fanden, dass
man dort Spiegel von 5 verschiedenen Qualitaten anfertigt. Torrathig halt man jedoch meist nur solche vierter Qualitat und fertigt von den andern nur auf feste Bestellung. Champion und Pellet fanden als Resultat ihrer Analysen vorrathiger Spiegel:
Kupfer . . . 50,8.
Zinn . . .
16,5.
Zink
.
30,5.
Blei
. 2,2.
.
. . .
. . .
222
Zauberepiegel der Chinesen u. Japanesen.
Uie Legirung, welche man in Kioto zu Spiegeln der ersten
Qualitiit nimmt, besteht aus 80 Thln. Kupfer, 15 Thln. Zinn und
5 Thln. Blei. Man giesst die Spiegel in Formen, deren beide
Hauptseiten ebene Grundflachen bilden und auf deren einer die
Zeichnungen ausgearbeitet sind, welche spater die Spiegelriickwand
xieren sollen und Vogel, Blumen, Drachen, geometrische Figuren,
so wie Scenen aus der japanischen Mythologie derstellen, auch
finden sich zuweilen, meist vertieft gearbeitet , also auf dem Spiegel Relbst erhaben erscheinend, chinesische Figuren, welche langes
Leben, Gluck, oder eine analoge Idee bedeuten.
Der gegossene, dunne Spiegel wird auf einem Brett mit einem
eisernen , stumpfen, Megebo genannten Stabe in der Weise behanclclt, dass man ihn mit unter sich parallelen Strichen bedeckt, was
man nach verschiedenen Richtungen hin abwechselnd wiederholt,
darauf sehend, dass hierbei zwei auf einander folgende Richtungen
sich meist im rechten Winkel kreuzen. Zur Entfernung der Spuren, welche das Streichen etwa hinterliess, wird hierauf die Flache
glatt geschabt und geebnet. Es scheint also, dass die magischen
Eigenschaften der Spiegel des Ostens das Resultat einer Kunstfertigkeit sind , welche durch geeignete einfache Bearbeitung die
naturliche Eigenschaft gewisser dunner Bronzen benutet, sich unter
der Einwirkung eines Druckes biegen zu lassen, um dann aber,
statt in dieser Lage zu verharren, sobald dieser Zwang aufhort,
die Form anzunehmen, welche genau derjenigen entgegengesetzt
ist, welche man ihnen gegeben hatte. Diese zwingende Kraft
kommt hier theils durch den Megebo, theils durch das Poliren der
bearbeiteten Oberflache und bedingt also stets die schwach convexe Form der bearbeiteten Spiegelflache, sowie zugleich die Concavitat der Ruckseite. Die Spiegelflache wird nun weiter nacheinander mit 2 Sorten Putzsteinen, iyodo und tenshimado genannt,
bearbeitet, und hierauf mit Kohle aus dem Holze von Magnolia
hypoleuca geschliffen. Nun wird ein Amalgam aufgetragen , welches nach den Analysen von Champion und Pellet aus 69,36 Zinn,
30 Quecksilber und 0,64 Blei besteht und hierauf noch zum Schlusse
mit einem sehr weichen, mino - gami genannten Papiere die Spiegelflache blank geputzt. Es darf kein Leder zum Poliren verwendet
werden, weil eine Beriihrung mit thierischer Haut, nach japanischer
Ansicht, den heiliggehaltenen Spiegel verunreinigen wurde.
B e r t i n und Dubosq versuchten solche magische Spiegel aus
Glockenmetall oder Messing zu giessen und dann zu vernickeln.
Dieselben wurden jedoch erst magisch, wenn man sie bei dem
Versuche gleichformig erwiirmte. Die Verf. suchten nun die immerhiu etwas umstandliche Anwendung von Wiirme durch eine geeignete Vorrichtung zu ersetzen , welche es ermoglicht Luftdmck, auf
die Ruckseite der Spiegel wirken zu lassen. Sie fandep, dass alle
magisch wurden und sowohl bei Sonnenlicht, wie bei Beleuchtung
Wirkung d. elektrisch. Lichts nuf d. Vegetation. - Xanthium spinosnm.
223
mit der Drummond'schen Lampe sehr deutlich die Figuren ihrer
Riickseite im reflectirten Bilde zeigten. Man kann also auf geeignete Weise die chinesisch-japanischen Zauberspiegel nachahmen
und durch Luftdruck siimmtlich auf eine noch vie1 vollkommenere
Weise magisch machen, als dies bis jetzt durch die Warme moglich war. ( A n d e s de Chimic et de Physipue. Skrik 5. Tome XX.
p . 99, 106, 120 u. 143.)
C. Kr.
Wirknng des elektrischen Lichts auf die Vegetation.
Siemen s hat durch Versuche nachgewieseri:
1) Dass das elektrische Licht im Stande ist, wie das Sonnenlicht, in den Blattern der Pflanzen Chlorophyll zu erzeugen und
dss Wachsthum zu fordern.
2) Dass ein elektrisches Lichtcentrum, 1400 Kerzen entsprechend,
in zwci Meter Entfernung von wachsenden Pflanzen aufgestellt, in
der Wirkung der Tagesbeleuchtung gleichkommt, dass aber durch
starkere elektrische Beleuchtung grossere Erfolge erzielt werden
konnen.
3) Dass die Kohlensaure und die Stickstoffsauerstoffverbindungen, welche sich in geringer Menge durch den elektrischen Strom
bilden, keinen nachtheiligen Einfluss auf die in demselben Raume
befindlichen Pflanzen iiben.
4) Dass Pflanzen keine Ruheperiode binnen der 24 Tagosstunden bedirfen, sondern gleichmassig im Wachsthum fortschreiten,
wenn am Tage durch Sonnenlicht, des Nachts durch elektrisches
Licht erleuchtet wird.
5 ) Dass die strahlende Warme, die durch den elektrischen
Strom erzeugt wird, im Stande ist, Nachtfrosten entgegen zu wirken und das Ansetzen und Reifen der Friichte in der freien Luft
zu fordern.
6) Dass die Pflanzen, die unter dem Einfluss des elektrischen
Lichts stehen, vermehrte Ofenhitze vertragen konnen, ohne zu
collabiren.
7) Dass die Kosten elektrischer Horticultur hauptsachlich von
den Kosten der anzuwendenden mechanischen Xraft abhangen und
wo man etwa Wasserkraft benutzen kann, verschwindend klein
sind. (The Phrm. Journ. and Transact. Third Ser. No. 508.
1880. pag. 755.)
WP-
Xanthium spinosnm, einst als Mittel gegen die Hundswuth
empfohlen, dann aber wieder verlassen, sol1 nach Bancroft toxische
Eigenschaften haben, indem Hornvieh, das davon gefressen, unter
Erscheinungen grosser Schwache zu Grunde giug. (The Pharm.
Journ. and Transact. Third Ser. No. 509. 1880. pag. 770.)
WP.
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