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Ueber die Zusammensetzung des phosphorsauren Quecksilberoxyds.

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174
Brandes,
Kornchen nebs1 den farhlosen Blulkijrpcrctien ; die gefarbten wurden erst selir spat veranderl (grau his schwarzblau), manche sar nicht.
Aus diesen Beispielen geht wieder mit mehr als Wahrscheinlichkeit hervor, dass d e r Gerbstoff im Blute sich
zu 11 a c h s t rn i t d w e n a I b u ni i n i jse n Best an d t11 ei I en ch em isch
vereinigl.
-*-
Ueber die Zusammensetzuiig des phosphorsauren
(lueclisilberoxyds ;
von
H o h e i* t €3 r a 11 d e s ,
aus Salzuflen.
Dem phosphorsauren Quccksilberoxyd wird in den
chemischen Lelirbiichern und namentlich auch in G met i n ' s Handbuche, Bd 3. p C83 dic Formel 2HgO
PO3
zugeschrieben, wahrend sich bekanntlich in den meisten
neulralen c - phosphorsauren Salzen der schweren Metalloxyde die Basis zur Saure wie 3 : 1 verhiilt. A u f Veranlassuog des Hewn Hofraths b' a ck e n r o d e r habe ich
i n dessen Laboratorium verwcht, dicses Priiparat darzuslellen und seine Zusammcnselzung xu ermilteln. Da
das aus mehrmals wiederholten Analysen erhaltene Hesultal von dcr obigen Formel ahweicht, so kann es wohl
erlaubt sein, die dnruber gemachten Erfahrungen mitzulheilen.
Zur Darstellung des Priiparates wurden 30 Grm. reines
Quecksilberoxyd in reiner Salpetersiiure so aufgelost, dass
noch eine geringe Menge Quecksilberoxyds zuruckblieb.
Die SalpeterFaure musste doher vollkommen mit Quecksilberoxyd gesatligt werden. Die mil Wasser verdiinnte
Losung wurde mit phosphorsaurem Kali, das durch Neutralisiren von reinern kohlensaurem Iiali mit reiner Phosphorsaure in der Warme bereitet worden, so lange versetzt, als noch ein Niederschlag entstand. Dieser wurde
vollkomrnen ausgewaschen und in gelinder Warme ganz
+
Zztsnmnreuset aung drs ldiosptr om Quecksdberoxpds. 175
ausgctrocknet. Derselhe hildctc cin weisses Pulver, welclies die bei G rn e l i I I aiigcl‘iilirten Eigenschaften besass.
I n der vom Niedcrschlage nbfillrirtcn Flussigkeit. f;ind sic11
Bbrigens noch einc zieniliah bedeutendc durch Schwefelwasserstoff fallbare D’lenge von Queclisilbetoayd.
Arialyse des pliospliorsauren Queclisilberoxyds.
A. Uestimmung d e s Quecksilberoxyds. a) 1.0 Grm. des gut aiisgclrockneten Salzes wurdc in reiner Salzsaurc gclost und in die mit Wasser verdunnte
Losung so langc; Schwefelwasserstoffgas geleitet, als noch
ein Niedcrsclilag enrstand. Dieser wurde auf einern larirten Filler gesammelt, gut ausgewaschen, vollstandig getrocknct und gewogen. In drei Yersuchen wurden erhalten: a) 0,856, 11) 0,862, c) 0,860 Grm. Schwefelquecksilber,
ails denen sich als das Mittel ergiebt 0,859 Grm. HgS.
Da dasselbe sich i u ciner Glasrol~revollstandig verlluchligte, so konnle mil Sicherheit die blenge des Quecksilberoxyds darnach hcrechnel werden, welchcs zu 0,799 Grrn.
gefunden wurde.
b) 4,O C ; i m des Si~lzeswurrle in SalzsPure gelost, die
etwas vertlunnte Losung in einem Kochglasc mil Zinnchlorur irn Uebcrmaass digcrirt, und der entstantlenc Niederschlag von metallischcni Quecksilbc:r auf einerni Filter gcsammclt. Rei gelindei* Warme getrocknet, betrug derselhe
0,1766 Grni , was 0,827 Grm. Quecksilberoxyd, also 0,028
Grrn melir ergiobt, als vorhin gefunden wurde. Dieser
bedeutende Unterschied konnte daher ruliren, dass dem
metallischen Quecksilber noch phosphorsaures Zinnoxyd
beigemischt war, was nach G m e l i n’s Angabe gewohnlich
der Fall sein soll. Es ist dieses auch wahrscheinlich,
weil nach S37 a ck c n r o d e r ’ s cheniischen Tabellcn das
Zinnoxyd aus verdunnten sanren Losungen durcll Phosphorsaure g f i l l t wird. - Ein zweiter gleicber Versuch,
bei welchem eine starkere Concentration der Losung
beobaclitct wurde, ergab 0,753 Grrn. metallisches Quecks i l k r , was 0,802 Grm. Quecksilberoxyd ergiebt. Jedoch
war auch diesem eine sehr geringe Spur phosphorsauren
176
Hrancles,
Zinnoxydes heigemischt, die sich durch Gluhen des cinSeascherten Filters rnit Soda vor dern Liithrohre auf der
Iiohle nacbweiseri lic-ss. Uebrigens hewies dieser Versuch,
dass es selir wohl angeht, aucli durch Zinnchlorur die
Blcnge des Quecksilbcrs im phosphorsauren Quecksilberoxyd richtig zu heslimmen.
c) 4,O Grm. des Salzes wurde in Salzsiiure gelost und
die Liisung mit iibcrschussigem Actzkali digerirt, das erhaltene Quecksilbcroxyd aiif einem Filler gesammelt, A U S gewaschen und getrocknet, wog 0,ig;i Grm.
B. B e s l i m m u n g d e r P l i o s p h o r s a u r e . - a) 4,0
G r m . p hos ph o r s a 11 res Q u ec k s i 1be r ox y d w u rd e i n Sa 1zsa ure
gelost, die verdiinrite Losung durch Hii~einleitenvon Schwefelwasserstoff vom Quecksilber befreit, die liltrirte Fliissigkeit zur Vertreibung des iiberschussigcn Schwefelwassersloffs gelintlc gekocht und tlarnuf mit Eiscnchloritl versctzt,
welches letztere aus 4,'2GO Grm. biscn hereitet war. Die
Flussigkeit wurde n u n zum Iiochen erhitzl, mit essigsaurein Nalron cine kurze Zeit gekoclit u n d der Niederschlag
auf einem Fillcr gesammelt. Kach p t e m Auswaschen und
Trocknen wurde das uberbasische phosphorsaure Eisenoxyd gelinde gegluht. Das Gewicht desselben betrug
4$85 Grm. [)a das angewendete Eisen 1,260 Grm. betrug,
so folgt daraus, dass nach Ahzug der entsprechenden
Menge von 4,800 Grm. Eisenoxyd die Menge der gel8llten
Phosphorsaure 0,485 Grrn. nusrnachrc.
b) A i l s 0,s Grm. phosphorsaurem Quecksilberoxyd und
9,257 G r m . Eisen wurde auf dieselbe Weise wie oben ein
Niederschlag voii 4,888 !hn. erhalten. Da n u n '1,257 Grm.
Eisen 1,795 Grm. I3isenoxyd enhprechen, S O ergiebl sich
daraus die hlenge der PtiosphorsBure zu 0,090 Grm., was
fur 1 Grm. des Salzes 0,480 Grrn., also nur 0,005 weniger,
als vorhin betragt. Das Miltel aus beiden Zahlen ist 0,183
Grm. Phosphorsaure.
c) 4,0 Grm. des Salzes wurde in Salzsaure gelost, rnit
Aetzliali im Uebermaass digerirt, die Flussigkeit durch
Filtriren vom Kiederschlage getrennt, angesauert und mit
amnioniakalischem Chlormagnesium versetzt. Der erhal-
Zusammenselzung des phosphors. Quecksdlreroxyds. 177
tene Niederschlag wurde durch Gluhen in '23lgO + "pg5
verwandelt und wog dann 0,320 Grrn., woraus sich die
Menge der Phosphorsaure zu 0,2Oi Grm. berechnet. Dicse
Abweichung von den vorigen Resultaten beweiset, dass
d i e Best im rn u n g d er Ph 0sph ors9ur e d u r ch a mm o n i a k a]i sches Chlormagnesium aus verschiedenen chemischen Grunden leicht elwas zu hoch ausfallt.
C. B e s t i m n i u n g d e s W a s s e r s .
a: 0,343 Grm.
des phosphorsauren Quecksilberoxyds verloren irn IVasserbade bei 1000 C . an Gewicht 0,005 Grm.
b) 0,468 Grm. verloren auf dieselbe Weise behandelt
0.OK Grm.
Als Mittel aus beiden Versuchen folgt, dass 1 Grm.
des Salzes 0,044 Grm. Wasser verlorcn haben wurde.
c) Auf 200° C. i m Luftbade erhitzt, gins keine wagbare Menge Wassers mehr fort.
Dieser Analyse zufolge sind in dem auf die beschriehens Weise dargestellten c phosphorsauren Quecksilberoxyde enthalten :
-
-
bei elwa 30O C. getrocknet
1.
11.
111.
Blittel
HgO 79,9
80,2
79,5
?9,86
c P 0 5 18,5
18,O
18,25
hq
1,1
1,3
1,10
-
99,8
99,6
?9,5
lS,50
auf 100 'ih.
reducirt
81,40
18,60
99,48
100,00.
bei 10O0 C.
getrocknet
E0,95
99,5l.
Hiernach ergiebt sich als Zusammensetzung des be\
4000 C . vollstiindig ausgetrockneten phosphorsaurcn Que,ck-
silberoxyds :
3 HpO
.PO5
At. Gew.
bererhnet
405,OO
ai,m
90,03
18,IS
pefunden
81,40
18,60
495,03
100,00
3 00,oo.
Es stimmt daher aucli die Zusammensetzung dimes
phosphorsauren Salzes genau uberein niit der Annahme,
dass die c-phosphorsiiure mit den hlonosj-den stets dreibasische neutrale Salze bildet, wenn in den Salzen kein chcmisch
gebundenes Wasser enthalten ist. Das in dem hei geringer WBrme getrockneten Salze gefundene Wasser, wdches
schon bei 100oC. vollstandig fortging, ist aber als h y p o skopisches anzuschen ; denn die Voraussetzung yon 4 At.
Arch. d. Pharrn. CXXIII. Bds. 2. Aft.
42
1i8
Ocerbeck, ubev Jodreactionen.
chemisch gebundenen Wassers in dem Salze wurde 2,22
Procent davon verlangen.
---
Ueber Jodreactionen ;
von
Dr. A. -~
Overheck.
-.
Chatin uncl G a u l t i e r d e C l a u b r y haben kurzlich *) Versuche angestellt uber die Genauigkeit der rerschiedenen Verfahrungsarten zur Erkennung und Abscheidung des Jods. Der Palladiumlosung, dem Schwefelkohlenstoff und Chloroform riiumen sie nur eine untergeordnete
Bedeutung ein, und geben im Allgemeinen der schon 1814
vorgeschlagenen Methode der Abscheidung des Jods als
Jodamylum den Vorzug, und zwar ernpfehlen sie, statt des
Chlors oder der Schwefelsaure als das vorzuglichste Mittel
zur Abscheidung des Jods die Salpetersaure oder ein Gemisch von Salpetersaure und Schwefelsaure.
F’ergleichende Versuche habcn mich gelehrt, dass folgendes Verfahren noch vorzuglicher ist.
Man ubergiesst in einem Probircylinder etwas Stiirke
oder Zucker mit concentrirter Salpetersaure und erwarmt
uber der Spirituslampe so lange gelinde, bis eine lebhafte
Gasentwickelung eintritt. Sodann entfernt man die Spirituslampe und leitet das nunmehr entwickelte Gas (die Entwickclung desselben daucrt n u n ohne weitere Erwarmung
stetig fort) in die mit Starkekleister versetzte zu prufende
Flussigkcit. Enthalt dieselbe nur e i n hf i 11 i o n t e 1 J o d k a l i u m , so entsteht sofort Blauung, bei weiterem Einleiten scheidet sich das Jodamylum flockig aus und setzt
sich in der Ruhe als c o m p a c t e r f a s s b a r e r N i e d e r s ch 1 a g ab **).
Eine solche Genauigkeit gcwahren die ubrigen Prufungsmethoden nicht. Zoglcich durfte dieses Verfahren
auch noch deshalb vorzugllcher sein, weil die Gefabr dcr
Verunreinigung mit Chlorjod **%) hierbei ferner liegt, als bei
dem fruher von C h a t i n angewandten Verfahren
*) Journ. d e Pharmacie e t d e Chimie. Septenibre 1852. p. 191.
+*) Auf
*“”)
diese W e i s e hahe ich Jod aufgefunden in inehreren Pflanzenaschen, namentlich in der A s c h e mehrerer Ranunculaceen, Raiiunculus /lammula, Ficaria mnuncoloides etc.
B 6 t t c h e r machte nitnlich in der diesjihrigen Versanimlung d e r
Katurforscher und Aerzte in Wiesbaden darauf aufmerlrsam, dass
alle(?) starlre Salpetersaure Jod als Chlorjod enthalte und deshalb Ch a t i n ’ s Versuche nicht verliisslich erscheinen m6chten.
-*
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