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Ueber Geheimmittel.

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Ve'el.einszeit itng.
353
3. Ueber Ceheimmittel,
-
Der allgemcine deutsche Apotheker-Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, dem Handel mit Gehcimmitteln durch Analyse derselben iur Interesse der Wissenschaft und des Publicnms entgegen
zu wirken. Ich erlaube mir daher, das verehrl. Directorium dieses
Vereins auf einige in neuester Zeit erfundene Mittel aufmerksam
zu machen, von deuen bisher noch wcnig die Rcde gewesen zu sein
scheint, die aber init einer Anpreisung von Seiten dcs Erfinders
und einiger dienstbarer Geister auftrcten, die noch uber D u B a r r y
und G o l d b e r g e r hinsusgcht. Diese Mittel sind:
1. Dr. B e h r ' s Nervenextract.
2. Dr. B e h r ' s lebensmaguetische Essenz.
3. Dr. E n z m a n n ' s Magenpulver.
Die beigefugte gedruckte Heilage") enthiilt die Charakteristik
der Mittel No. 1 und 2 von Seiteo des Erfinders. xichts Geringere6 als die von Alchymisten und Jatrocheuiikern friiher so larige
ve~gcblich gesuchte Lebenstinctur scheint in ihnen gefunden zu
sein, u m 10 wunderbarer, da man nicht nijthig hat sie einzunehmfm, sondern sich nur damit zu salbcn braucht. Das Mittel No. 1
wird iiberaus eindrhglich empfohlen in einer besondern Brochiire
von Dr. A l b i n K o c h : Dr. 13ehr's Kcrvenextract, Lcipzig, bei
M o r i t z R u h l (ohne Jahieazahl und auch in den H i n r i c h s ' s c h e n
Ca?alogen nicht angefiihrt). Auch iiber Dr. E n z m a n n ' s Magenpulver icbt cs cine bcsondere Hrochiire von A l b i n l i o c h , wcnn
ich mic! recht erinnere unter dem Titel: Ilcr Magen. Leipzig, bei
M o r i t z Ituhl. Dns Mittel wird angepriesen gegen a l l e Magenkrankheiten, bis zum Magenkrebs hiiinuf: eowohl Diarrhoe a16 Obstruction werden angeblich durch dasselLe gchcilt. Alle drei Mittel sind durch die Ruchhnndlung von M. R u h l z i ~beziehen. Ein
Freund yon mir liess sich aus Seugierde den Nervenertract kommen, ohne ihn bisher ebrsucht zu haben. Er erhielt zu seiner
Ueberraschung f i r den reis von 20 Sgr. - das ctoppelte Porto ungerechnet - einen F l a p fur die Westcntasche von etwa "4 UnZen Inhalt einer halb weiageistigen, halb Fligen Fliissigkeit von
hochgriiner Farbe und iron schwachem lavcndelirrtigem Geruch. Die
Grenxe dcs Oels und des weingeistigen Fluidurns bildet eine ~jchiiiierige undurchsichtige Schicht, wahrbcheinlich ein animalischcs Fett
enthaltend, welches ja specifisch 1eicht.er ist als vegetabilisches Oel:
Eine Digestion von frischen Lavcndelbliittern in Spiritus mit weissem
Baumol vermischt gab jedoch aucli fur ilas Augc nicht viillig dasselbe Priiparat. Jedenfalls werden wohl die ,,kostbaren orientalischcn Pflanzen', welche der Essenz xum Orunde liegen sollen, von
deutscher Sonne beschienen. Zuni Einreibcn SOH nian zur Zeit
1/2 - 1ganzen Essloffel voll nehmen; n i e Iange sol1 man d a m nber
in dieser Wcise niit einem F l a ~ o uvon nicht vollig 2 Loth Inhalt
ausreichcn? Der Nervenextract und die lebcnsmagnetische Essenz
scheinen ubrigcns ein und dasselbe Arcanum ZU sein: letztcre Benennyng, als die pomphafter klingende, wheiut nur s Lter gewshlt
zu Bein. Priidicirt wird j a von beiden cine ausserorCfentliclie Einwirkung auf das Nervensystem und die einzelncn zahlreichen Krank-
fs
_._-___
*) Diese hier abdrucken zu lassen, halte ich f i r Raumverschwendung, d a alle dieve Anprcisungcn, wie bekannt, nur atif die
D. K.
Verlockung zur Prellerci hinauslaufen.
354
Vwei.nszeitung,
heiten, welche durrh beide Mittel grhcilt werden sollcn, sind vi5llig
dieselben.
Vor einigcn 'L'agcn ing rnir durch nieine Huchbandlung cin
kiirzlich erscliicnenes Iliie\lein niit folgcndem Titel zur Durchsicht
zu: Die Urheilkraft der Electricitst und die Ersetzung des Lcbensgtoffcs aus dcrsclben bci korperlich Leiclenden. N e w und wichtige
Aufschliisse fiir I<ranke jcdcr Art u. s. w. von Ih. I l e r n h . W e r n e r . Grciz, bei I1 e r in. l3 r c tl t (ohne Jaltrcszahl). Den Elauptinhalt bildet cine noch wcit iiberschwiinglichere Anpreisung der
,lehertsmagtict.ischen Essenz dcs Dr. H c h r " , uls man iii dcr K o c h schen Ihochiire firitlet. Dcr Vcrfasser feiert den Dr. l l c h r als
eincn dcr griisst.cn (knieii und Wohlthiiter der hlenschhcit, und
(lie 1el)ensmagnctischc 1':sscnz tlesselhen ist ihm gcradezu ciii sichercs IIeilniittel gegcn a l l e lirankheitcn. E:r behauptct, friiher cin
c:ntschiedener Gcgncr aller Arcana gewetien zu sein, vcreichcrt aber,
ais Augenzeuge bci schwcren Krankhcitcn sic11 von der aiisscrordentlichen, Wirksamkeit der 1Sssene iiberzeiigt zu haben. So sol1
aiigeblich ein Wann sicli Iaugjiihrige Gichtknoten durch diesclbe
vcrtrieben haben. Ich e r h u h c niir cine Stellc auf Seite 38 hier
aitxufiihrcn :
, W e ein licllleuchteridcr Stern tritt diese lebcnsmagnetisehe
ICssenz plotzlich auf, iiberraschend diirc,h ihre Erfolgc. Sie st,cht
noch auf dem Anfange ilirer l h h n , aber wie wcit diesc Hahn
rciclit, wie gross und weit die Hesult.ate ctieser neueii Erruiigeiischaftcn gehen, das lLsst sich noch iticht berechnen; niir so vie1
steht fest., dase sic einen ncuen Weg fiir alle Mcilmethoden anhihiit untl nothwendig niacht, dass sic, was noch keineni Mittel gelungcn, d i c K r a n k h e i t c n i i h e r w i n d e n u n d x u l c t z t v o n d e r
E r t l e v e r d r i n g c n w i r d . 1lireZuknnft wird und muss cine iiberwvjiltigentle sein, denn w:is so langc erstrcbt ist, das hat sic erreicht.Y
Seite 39 f i h r t er fort: ,Rei ihrcr durch die mannigfachsten Processe hcrvorgcrufenen innigen Verbindung komnien die so gcwrtltig
und tief wirkenden Krilfte deb: electrotiiagncti~clieriStromes i i i wcsentliche Mitwirkung und durch Hiilfc des Sonrienlichtes hat diese
Zusatnriieneetzung die Filiiglieit erhalten, das in sie geleitete Fluidnm zu biiiden, so dass es crst bci I3eruhrung des Koryers wieder
frei wirkt u. s. w."
Dies erinnert an den Urundeatz dcr Homijopathen, die ihre
Streukugclchcn und 'L'inctoren auch nur im 1)unkelii aufiewahren.
1)ie Essenz darf uach dcm Verf. ebcnfalls dcm Soniienlichte nicht
ausgesetzt wcrdcn; auch darf man sie nicht in metalleno Loffel
gic.ssen, weil dnrch die 13criilirung rnit hlct:dlen sofort d u rnagnetische Fluidum noch vor tler Einreibung wicder ,frei werdc". Auch
die Honioopathen der alten Schule verbietcn die Auflosung ihrer
Streukiigelcben in Wassor mit eineni Sletslllodel umzuriihren. M o g
lich bleibt nebcnbei, dass ausser der chemischen Zusarnmensetzung
der Verfcrtigcr sciiie Kssenz in der Weise M e s m e r ' s und Szap a r y ' s durch Alanipulationcn mit der Hand niagnctisirt, oder dam
er auf Augenblicke den Strom eines electro-rnngnetischen InductionsApparates hineinleitct, fur welchen daun die Gl,asflasche und der
Iiork Isolatoren bilden.
Erweisen sich durch die Analyse der .Nervenextraet" und die
.lebeiismagnetische Esscnz' als nutzlosc Compositionen, so konuen
(lie Betriigcreien cines ncucn Saint Germain und Cagliostro nicht
friih genug enthullt werden. Leisten sic aber auch nur anniihernd
das, was sie beanspruehen, so wZre es eben so sehr im Interesse
Vereinszeituny.
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der leidenden Menschhcit, ihre Zasamincnsetzung mijgliclist bald ZII
erforschen nnd bekannt zu machen. Zum Schlusse dieses Capitels
will ich noch die Aensseruiig von Dr. A l b i n K o e h anfiihren: das
Kinrciben mit dern .Nervenextraete" ersetze vijllig den Genuss der
frischen Luft und alle Bewegung im Freien. Mehr kann man nicht
verlangen. Die ,,lebensmagnetische Essenz' fiuhrt mieh weiter
noeh auf
Dr. R o m e r s h a u s e n ' s .electromagnetische Essenz', empfohlen
i n der IJrochiire des Erfinders: l t o n i e r s h a u s e n ' s electromotorische
Kssenz. Marburg, 0. Ehrhardt, 1856. (3. Aufl.) Ich weiss niclit, 011
die %asanimensetzutig diesel Esficnz hekannt ist, wie cs init l i o m e r s h a u s e n ' s Augenmittcl der Fall ist. In der genannteii I3rocliiire, Heitc 1, erkliirt tler Verfasser in einer Anmerkung, seine
Essenz sci kein Geheimmittel, cr habe vielmehr in seiner Schrift :
Der einfaclie galvano - electrischc IlOgCn ah 8chutz u n d Heilmittel,
Halle,.l%O, die d a m a l i g e Zusanimensetzniig clieser Essenz ijffentlich mit@heilt, und weiterhin sagt er. er gebrauclie dicse Essenz
nun schon seit 10 Jahren niit den1 besten Krfolgc. Daraus geht
(loch hervor, dass die jetzige iind die friihere Zusammensetzung
niclit idcnt,iseh ist. l l o n i e r s h a u s e n ruhmt eeiner Essenz cine bctleutendc Wirksamkeit nach und specifieirt auch die betreRendcn
Krankheiten und die Art dcr Anwenduiig bei denselben, nnd gewiss kann man von eiliem Maline wie H o r n e r s h a u s e n nicht erwarten, dass seine Composition eine wirkungslose ist. Das Fliischchen von 2 Unzen Inhalt kostet ferner nur (i Sgr., was gewiss sehr
billig ist, allein durch das doppelte Port0 nach Marburg oder Aken
und von dort zuriick wird docli dcr Preis bedeutend crliiiht. Und
wie Wetiige wertlen bei dieser Umstiindlichkeit, dafi Mit.tel erst aus
dern Anslande verschreiben zu miisseu, dasselbe gebrauchen wollen
uiid k6nuen. R o m e r r J h a u s e n behauptet in der gcnannten Brochure, er bczweclte von seiner Essenz keinen Gewiun, sondern wolle
nur Leidenden dainit nutzen; warum macht er aber dann die Zusainmcnsetzung des Mittels nicht beliannt? Er behanptcte von seiner Augcnessenz bekaiintlieh, die Rereitung derselbcn erfordere
ciire vcrwickelte clieniiache Operation, sonst wtirde er die Zusamiuenset.zuiig derselben belrannt gernacht haben. Die Esserlz sol1
aber nach der Analyse weiter Xichts als eine Aiifliisung von Fenchelol in Weingeist sein. w s gcwiss eine sehr einfachc Operation
ist. Die electromotorisclie Esmiz, die ich d b s t beaitze, ist eine
weingeistigc Fliissigkeit von rother Farbe, niit Essigather versetzt.
Ob die rothc Farbe von einem blossen indifferenten FLrbestoffe
Iiei~ulirt,oder von eiiiem Stoffc, dcr zngleich cine IIcilwirkung bczweckt und crrcieht, wurde die Analyse nachweisen mussen. 'l'heilchen eiues rothlichen Pulvcrs, die init durch das Filtruin gcgangen
sind, schwimnien auf dem I3oden des Glues.
Ansser in dein ,brchiv tler Pharmacie" ware es vielleicht gerathen, die Analyse der Geheirnniittel nocli in einer oder zwei vielgeleseneii belletristischen Zeitschriften bekannt zu machen. Ich
nioclite dazu das Leipzigor ,,Illustrirte Familienjournal" und die
,,Garteiiluube" vorschlagen. Letzteres nlatt enthalt bekanntlich
viele populiir - physiologische und popular -niedicitiibche Ahhandlungen vom Prof. H o c k in Leipzig, der auch vor etwa zwci Jnhrcn in
diesem Blatte die Zusanimensetzniig der seit einer Reihe von Jahren snslpsiiten Geheimrnittel bekannt machte. Von dort aus wurden dergleiehen Mittheilungen wohl weiter den Weg unter die Notizen und Miscellen der .Zeitungen finden.
356
Vereinszeitung.
Ew. Wohl eborcn wollen mein weitliuftigcs und wegen %itmange1 sehr lfuchtiges Schreiben mit dcr Sache selbst entsehuldigen. Icli wiirde micb direct an Iirn. Dr. W i t t s t e i n gewenclet
Iiabcn, wenn ich nicht glaubte, dass der genannte Clicmiker auf
diesern Gebiete nur im Auftrage des verehrl. Directoriums des
Apotheker-Vereins oder einer besondera dazu niedergefetzteri Commission handle.
c-g.
R-d.
Das Buder’sche Feuerliischpulver.
Vor einiger Zeit wurden von Leipzig aus in vielen Zeitungen
sogenannte Feuerloschpatronen aiigekiindigf wclche im Staride seien,
nusgebrochene Feucrsbrunste in ihrem \Ireitergreifen zu verliindern
uiid zu crsticken.
Auch der Magistrat der Stadt Munchen hatte einige solcher
I’ntronen bezogen nnd iibergab eine davon. behufs chemischer L‘utersuchung zu W i t t s t e i n s Verfugung.
Den liihslt der Schachtel bildet ein briiunlich asc.ligraues, fest
eingeetampftes I’ulver ohne Geruch, von kuhlend salzigein Geschniackc. Ala Hestandtheile ergaben sich n u r drei : salpetersanres
liali, Schwefel und Holzkohle, und zwar worden in 100 Gewic1it.stheilen gefuuden : 69,OO salpetersaures Kali, 3TJ5 Schwcfel und
3 , s Kohle, was einer procentischen Zusammensehung von
60 salpetersaurem Kali,
36 Schwcfcl,
4 Kohle,.
100
eiitspricht. Die niinilichen 13estandtlieilc hat bekarintlich auch das
Schiesspulvcr, iiur in andcrem Verhiiltniss, denn dasselbe erithiilt
rnehr Salpeter, mehr Kolile und weit weiiiger Schwefel.
Dn in den meisten E’illcn es sich bei Feuersbriinsteii urn die
Ikmcisterung rines ganx offenen Feuers halidelf so crschcint
W i t t s t eiii dic? Anwenclung des in Rede stehenden Pulvers eher
sch%dlich als niitzlich, deuii cinestlicils sind alsdann die bei desscii
Ablircnnen auftretenden Gase niclit im Stande, die Luft ganz abzuhalten, 11nd aiiderntheils wird durch das Abbrennen des Pulvcrs
die schon vorliaiidene Flammc selbst eher rergrosert a16 verringert,
also die cler gewiiuschten ganz eritgegengesetzte Wirkung hervorgebrnclit,.
I$’ i t t s t c i n gehngt derngemiiss zu tier Schlnssfolgerung, dass
die Anpreiwng obigen Pulvere zum Zwecke der Loschung eincr
k’euersbrunst in das Gctiiet dcr heritigen ?‘ages SO sehwunghaft betricbonen iiidustrielleii Schwindelcieu gehort. (kvittstein’s Vieiteljnhrssclirift. nand 6. Heft 4.)
G eheimmitte I.
Unter den rnarktschreierischen Ankiindigungen des M c y e r scheii Brnsbyrupa ist dem Atteste des Dr. R o s c h a t e die I3escheiuigung der Wirksarnkeit des erwlhnteii Syrups Seitens des kiinigl.
preuss. Kreisphysicus Dr. Lelir s iii Birnbaurii gefolgt. Es wird
darin gesagt, dass durch den Syrup ,bei allen sonst Isngwierigen,
linrtiiiickigsn und i n Reeug auf ihrc Folgen nicht selten bedenk-
Vereinszeitzuag
.
357
lichen katarrhalischen Sclileimhautkrankheiten der Luftrohre und
Lungen, andauernder Heiserkeit, Kitzeln im Halse, schwerem, die
Hrust gleichsam zersprengendeni Husten u. 8. w., fast ohne Ausnahmc sofortige ,Lindcruiig und wo moglich andauernde Heilung
bewirkt wird.' - .4nf&nglicli war es nur ein Landwundnrzt, der
die wundersamen Wirkungen des Brustsyrups gegeu bosen Husten
attestirte; ihm folgte ein praktischer Arzt und diesem ein preussischer Kreisphysicus. Sus dcni Mittcl gegen den Husten ist ngii
schoii ein Sfecificum gegen bedcrikliche Ychleiinhautkranklieiten
geworden. Ls liegt nicht wcnig Humor in dieser Steigerung der
Wirkungen urid der Iirztlichen h n g s t u f e n der Attestirenden. Man
kanri daraus ersehen, wie es nur des rechten Weges bedarf, um in
cinem einfachen, n u r aus Zuckcr und Zwiebelsaft bestehenden Syrup so wunderbare Wirkungen zu entdecken. Aber die Sache hat
aoch ihre ernste Yeite, besonders in Reziehung nuf den Arzneiverkehr in den kleineren deutschen Staaten. Fur jciien Verkehr werden dergleichen A tteste in unglaublicher Menge eigens bestellt und
gefertigt. Die mitteldeutachen dtaaten werden mit eiuer Llnmnsse
vou Geheimmitteln und Pseudo-arzneimittelii uberschwemmt. Was
ist aber erst dafiir zu erwartkn, weiin Medicinalbeamte diesen Verkehr durch Atteste begunstigen? Dem Dafiirlialten des Dr. h.1 ii 1 l e r in Berlin nach sollten die Medicinalbeamten aller Staaten sich
von einer derartigcn Hegiinstiguiig durchaus fern halten, sie sollten bedenken, das6: sie eicli im andern Falle einerKlassc yon Leuten zugesellen, die aus derartigen Attesten ein Gewerbe machen.
Am allerwenigsten fiollte aber in dem vorliegenden Falle eiu
preuvsisclier Kreis lijsicus ein dem erwlhriten gleiches Attest ausstellen, ArzneikrL&e i e r Art, in cinem Mittel entdcckcn und best$tigen, dcssen Verkauf von seiner Uchorde, iiach Priifung durch die
obervtc medicinische Commission nur nus dem Grunde gestattet
worden ist, weil dassolbe keine arzneiliche Wirkuug besitzt. Es
ist dies eiri doppelter Widersyruch, in dern sowohl der Arzt zu der
obersten wissenschaftlichen Commission, als der Beamte zu seiner
obersten Behorde ltommt nnd es mochtc der Wunsch gereehtfertigt
sein, dass, derartige wesentliehe Conflicte in -einem gcordneten Medicinalwesen nicht geduldet werdeii sollen. (Brchiu der deutsch.
Med.-Gcsetzgeb. u. CJentl. Gesundheitspjlege etc. 1858. No. 5.) R.
4, Die Central -Ayotheke von Frmkreich.
Seit dem 15. October 1852 ist in Paris ein Etablissement durch
Actien gegriindet, welches den Namen Pharnracie ce~trale d e
Frame' fuhrt. Dasselbc hat den %week. alle Ayotlieker rnit einfaclien Arzneimitteln, rnit cheniischen und pharmaceutischen, so wie
mit soristigen a d die Pharm:tcie I3ezug habenden Productcn und
Specialitiiten zu versehen : ev ist, kurz gesagt, ein Hanptgeschgfts
liaus fur Apotheker. - Die Hauptleitung d i e m Etahlissements ist
dern Herrn 1 ) o r v a u l t , einem der Hauptgruuder desselben, anvertraut, und entapriclit dern so giinstigen Geschiftsgangc zufolgc
allen vrwartungen vollkommen.
Der Gedlschaftsfond, anfangs auf eine Million Franken fixirt,
ist (nnch deli Statuten, Art. 7) auf vier hlillionen Franken gesetzt.
Alle Actien waren bis zu Anfang des Jahree 1855 unterzeichnet.
Die Central - Apothelce hat ini Jahre 1856 iiir mehr als
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