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Ueber Hahnemann's Causticum.

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Ludwig,iiber Hahnernann’s Causticum.
2%
Erhitzen geht die orangengelbe Farbe in Braun uber, und.
endlich tritt Verkohlung und Entwickelung schwefliger
Saure ein. Rauchende Salpetersaure lost die Substanz
unter schwacher Entwickelung von salpetriger Saure zu
einer klaren gelben Flussigkeit auf, die durch Wasserzusalz
reichlich einen weissen Korper abscheidet.
Die Menge des Stones gestattet mir, denselben einer
ausfuhrlicheren Untersuchung zu unlerwerfen, mit der ich
mich demnachst beschhftigen werde.
Zur Bezeichnung dieses Stoffes, so lange bis seine
Identitat mil einer schon bekannten Substanz nachgewiesen
ist, habe ich den Namen Urson gewahlt. Die Anfangshuchstaben der Gattungsnamen Arclostaphylos und Arbutus
hat K a w a 1i e r bereils zur Bildung der Namen Arctuvin
und Arbutin benutzt, Arctostaphylon ist seiner Lange wegen
unpraktisch, die Endung on aber scheint den Eigenschafien
des Stoffes angemessener, als die Endung in.
Ueber Ilahnemann’s Causticurn ;
von
Dr. Hermann Ludwig,
ausserord. Professor an der Universitiit Jena.
Vom Herrn Medicinalrath le G o u l l o n in Wcimar
aufgefordert, slellte ich einige Versuche an, urn uber die
chemische Beschaffenheit des Hahnemann’schen Causticums
Aufschluss zu erhalten.
Die Originalvorschrift firidct sich in Dr. S a m u e 1
H a h n e m a n n ’ s Werke: ,,Die chronischen Krankheiten,
ihre eigenthumliche Natur und homoopathische Heilung.
(Dresden und Leipzig 1830). Vierter Theil : Antipsorische
Arzneien. Dritte Ablheilung, enthaltend Carbo, Causticurn,
Conium rnaculatum, Kali carbonicum, ,Vatrum muriaticum,
Sulphur; S. 811 - 8 2 . ~ ~ Hier heisst es :
,Die Kalkerde, im Zustande des Marmors, verdankt
ihre Unloslichkeit im Wasser und ihre milde Bescbaffenheit
18*
276
I,udwig,
einer mit ihr verbundencn Siiure von dcr niedrigsten
Ordnung, die dcr !!armor im Gluhfeuer als Gas entweichen
lassi u n d indess (ausser gebundcnern Ilitzstoffe) einc andere
Substanz in scino Zusammensetzung als gebrannter Kalk
aufgenommen hat, welche, ungekannt von der Chemie, ihm
seine aizendc Beschaffenheit ertheilt, so wie seine AufIhslichkeit in Wasser zu Kalkwas.ser. Dicse Substanz,
obgleicli selbst nicht SPure, verleiht ihm die kaustische
Kraft und Iasst sich durch Zusatz einer flussigen (feuerbestsndigen) !%we, die sich mit der Erde durch nihere
Verwandtschaft verbindct, in der Destillation abscheiden,
als wasserises Causticurn.((
,,Man nimrnt ein Stuck frisch gebrannten Kalk von
ciwa 2 Pld., taucht dieses Stuck in ein Gefass voll dcstillirten Wassers cine Ninutc lang, leg1 cs dann in eincn
trocknen Kapf, wo es hald unler Entwickelung vieler Hitze
und tlem eigenen Geruche, Kalkdunst genannl, in Pulver
zerfhiillt. Yon diesern feinen Pulver ninirnt man 2 Unzen,
mischt dnrnit in der (erwhrmtcn) porcellnnenen Reibschale
eine Aufldsung von 2 Unzen bis zum Cliihcn erhitzten und
gesctimolzenen, dann wicder erkiihlt, gcpulvert doppelsaureni schwcfelsautwn Kali (6iszdphas Kulicrts) in 2 Unzen
siedcnil heissem Wasser, Irhgt dieses dickliche Magma in
einen kleincn glhsernen Kolben, I;lcl)t mil nasscr l h s o
den Ileltn auf und an die Riihre dcs letztcrcn die halb
im \Vasser liegende Vorlage, und deslillirt unler allmaliger
Annaherung eincs Kohlenfeuers von unlen, das ist, bei
geliiirig starker H i m , alle Flussigkcit his zur Tvockenheit
ab. Dieses etwa iiber 4; Unzcn betragentlc Destillat, von
Wasserhelle, cnthalt in concentrirter Gestalt jone erwahnte
Subslanz, das Causticurn, riccht wie Aetzkalilauge und
schmeckt aiif der Zungc schrurnpfend und ungcmein brenricnd im IIalso, gefriort bei tieferen lialtcgraden als Wasser und bofordert sehr die Fiiulniss hineingelegter thierischer Substanzen, auf Zusatz von salzsaurem Daryt lasst
es keine Spur Schwefelsaure und auf Zusatz von OxalAmmonium keine Spur von Kalkerde wahrnehmen.a
,Van dicsem Dcstillnk thut man 1 Tropfen in ein mil
uber Hahiiemanti’s Causticurn.
277
99 oder 100 Tropfen Weingeist bis zu zwei Dritteln angefulltes GIPschen, potenzirl die Mischung durch zwei
Schutiel-Schlage und fahrt so fort durch nocti 2‘3 ahnliche
andere Claschen mi6 Weingeist, die Verdunnung und Potenzirung nit zwei Schuttel -Schlagen bis zur decillionfachen
K r a It en t w i ck el u n g (Causticurn X, z u bring en .c(
uEin, hochstens zwei feinste Streukugelchen mit leizterer Flussigkeit befeuchtet,, ist die Gabe dieses machiigen
Anlipsoricums, dessen Wirkungsdauer oft weit iiber funfzig
Tage reicht.cc
So weit Ha h n e m a n n.
C a r l E r n s t G r u n e r , Apotheker zu Dresden, sagt
i n seiner Homoopathischen Pharmakopoe, 2te Auflage
(Leipzig 1854) S. 91 uber H a h n e m a n n’s Causlicum oder
Aetzstoff:
))Es ist uber dieses Praparat sowohl vom chemischen,
wie vorn medicinischen Gesichtspuncte aus so vie1 geschrieben, gestritten und gespottet worden, dass sich ein
eigenes Schi~iftchen davon zusammentragen liess. Der
Verfasser glaubte daher, diese Literatur niclit noch durch
Darlegung seiner Ansicliten, die iibrigens von denen anderer Chemiker durchaus nicht abweichen, vermehren zu
sollen. Er beschrankt sich auf die stricte Wiederholung
der ursprunglichen Hahnemann’schen Vorschrift und muss
hierzu nur so vie1 bernerken, dass er die von dern Autor
angegebenen Eigenschaften, so oft das Mittel auch von
ihm dargestellt worden, bis auf den (nicht sowohl Aetzkalilauge, als vielmehr frischem Kalkdunst glcichenden j
Geruch niemals hat finden konnen.cc
uDass das Praparat elwas freies Ammonium enthalt, ist
von B u ch n e r nachgewiesen und Iangst bekannt, scheint
auch constant zu sein, und es geniigt dicse Beobachtung,
dcm Mittel, allen chemischen Einspruchen gegenuber, einen
srzneilichen Werth zu erhalten. Dass iibrigens das Causticum jene von €1 a h n e m a n n fruher geschaffene sagenannte l’znctura acrzs sirte Kuli, deren mangelhafie Vorschrift crwieseri ist, weder chemisch noch medicinisch zu
278
LudwifJ,
vertreten vermag. ist wohl Iangst anerkannr und in der
Erfahrung auch bestatigt.41 (Cr u n er.)
Wie sol1 nun Arnmoniak in das Hahnemann’sche Causticum hineinkornrnen? Denn dass sich davon kleine
Mengen in dem genau nach Vorschrift bereiteten Praparate
vorfinden, davon hahe ich mich ebenfalls uberzeugt. Dasselbe war wasserklar, triibte sich weder mit Chlorbaryum,
noch niit oxalsaurem Kali, roch sehr schwclch ammoniakalisch. blauto das durch sehr schwachen Essig gerothete
Lackmuspapier und gab auf Zusatz von wenig Quecksilbersubliniat eine weisse Trubung.
Die Quelle des Ammoniaks ist nach meiner Ansicht
das zur Destillation bcnutzte saure schwefelsaure Kali; es
saugt bei der Aufbewahrung in der atmospharischen Luft
zuyanglichen Gefasscn Ammoniak aus derselben auf und
bildet damit schwefelsaures Ammoniak. Wird saures
schwefelsaures Kali, welches kleine Mcngen schwefelsaures
Ammoniak enthalt, nur so stark erhitzt, dass das saure
schwefelsauro Kali unzerselzt bleibt, so kann auch das
schwefelsaure Ammoniak noch unzersekt bleiben. Mil
iiberscliiissigem Aetzkalk erhitzt entwickelt sich sodann
das Ammoniak urid destillirt uber.
Fur Jiese Erklarung sprechen folgende Thatsachen :
I) S c h e e l e fand. dass sich an den Miindungen in
Zimniern aufbewahrter Flilschen, welche Salz- oder Schwefelsaure enthielten, Ammaniaksalz bildete (Opuacula 2. 273;
daraus in L. Cniel tlandb. der Cliem, 4 Au 1. Bd. S. 823)
S a u s s u r e sah der freien Luft darge otene scliwefelsaure Thoncrde in Amrnoniak -Alaun iibergehen (A. Cehl.
4 . 691; daraus in I.. Gmelin’s Handb. der Chem. a. a. 0.).
C o I I a r d d e M o r t i g n y fand verdunnte Sctlwfelsauro. welche auf einem Dachc zu Paris der Lull dar
geboten worden war, ammoniakhaltend. (Journ de Chim.
mddicale. 3. 516; daraus in L. Cmelitis Handb. der Chem.
a. a. 0.)
Dieso Beispielo liessen sich durch viele andero vermehren; ich will nur noch ein einziges hinzufiigen Das
saure schwefelsaure Kali, wclches niir als rein au. tlcr
E.
iiber Batmemann’s Causlicum.
279
Apobheke zugeschickt wurde, enthielt kleino Mengen von
Ammoniak ; denn als dasselbe mit frisch gebranntem Kalk
und etwas Wassec zusammengeruhrt wurde, liess sich in
der dariiber befindlichen Luft das Ammoniak auf die gewohnliche Weise nachweisen : ein mit schwwher Saure
gerothetes Lackmuspapier wurde nach einiger Zeit gebkut,
gelbes Curcumapapier wurde schwach gebraoat, ein mit
nichtrauchender Salzsaure benetzter Glasshopsel gab weisse
niedersinkende Nebel; der Ammoniakgeruch war unverkennbar vorhanden.
2) Auch ganz ‘frisch gebrannter, von mir selbst aus
der Ziegelbrennerei sogleich mch dem Erkalten zur Untersuchung genommener Aetzkalk in einer Quantitat von 3
bis 4 Unzen in einer Retorts mit Vorlage mit reinem
destillirtern Wasser geloscht, gab durch die bei dem
Loschen entwickelte Hitze ein farMoses Destillat, in welchem sich Spuren von Arnmoniak nachweisen liessen.
3) H a h n em a n n schreibt zwar vor, das saure schwefelsaure Kali bis zum Gluhen za erbitzen, allsin er sagt
bald darauf, dass der Ruckstand saures schwefelsaures
Kali sei. Da nun saures schwefelsaures Kali in der Gliihhitze zersetzt wird, und dabei nach G a y - L u s s a o Vitriol01, schwelligsaures Gas und Sanerstoffgas entwickelt, wahrend einfach - schwefelsaures Salz hinterbleibt (L.Gmelm.
Ern$&der Chem. 2. Bd. S. 41), so ist unter der GIMitze
H a h n e m a n n’s nur Scbmelzhitze zu verstehen. Bei dieser kann auch das sehwefelsaure Ammoniak noch unzersetzt beshehen; denn dieses schmilzt bei I400 C. und fangt
erst bei 2800 C. an sich zu zersetzen (March a n d ; in
L.Gmelin’s Handb. der Chem. 1. Bd. S.W3).
4) In H ah n em a n n’s Vorschrift finden sich 9 Unzen
Kalkhydrat auf 2 Unzen doppelt-sahwefelsaures Kali. Nach
der Proportion
( K 0 , S 0 3 H 0 , S 0 3 ) : (CaO, €10)z 42 : x oder
136
:
37
=e:x
+
37.2
74
folgt x = = -- 136 = 0,341 Unzen Kalkbydrat zur
136
volligen Neutralisation der 8 Unzen doppelr-schwefelsauren
280
Ceiseler,
-
Kalis. Es bleiben sonach noch 2 0,544= 1,456 Unzen
Kalkhydrat iibrig, um aus dem vorhandenen schwefelsauren Ammoniak das Ammoniak auszutreiben. Ware dale
benutzte Kalkhydrat wasserarmer als CaO, HO, so stellte
sich die Menge des atzend bleibenden Kalks noch grosser heraus.
5) Mit der Annahme, dass H a h n e m a n n’s Causticum
eine sehr verdunnte Ammoniakflijssigkeit sei, stimmen auch
die von Ha h n e m a n n demselben beigelegten physischeii
und chemischen Eigenschaften uberein.
Ueber Extracte ;
von
Dr. Geiseler,
Apotheker in Kaoigsberg i. d. Neumark.
Die Bereitung der Extracte, so einfach sie erscheint,
ist unstreitig eine der wichtigsten pharmaceutischen Operationen. Es ist bekannt, dass die Bereitungsweise der
Extracte, dieser wirksamen Heilmittel, in der Glen Auflage
der Preuss. Pharmakopoe, mannigfache Abanderungen erlitten hat, die sich gewiss allgemeinen Beifall erworben
haben. Dahin gehort namentlich das Ausziehen der Vegetabilien durch Infusion, was sonst in vielen Fallen durch
Kochen geschah; ferner das Abdampfen der Auszuge bei
niedrigerer Temperatur im Darnpf- und Wasserbade, namentlich aber das bestandige Ruhren wahrend des Abdampfens, welches die Verdainpfung ungemein abkurzr,
die Verdampfungszeit und die Beruhrung mit der Lult
also vermindert und die starkere Erhitzung an den Wanden der Abdampfgefasse verhindert.
Bei der Abdampfung der Plussigkeiten behufs Darstellung der narkotischen Extracte ist indessen eine Temperatur vorgeschrieben, die sich weder im Dampf- noch
im Wasserbade genau einhalten Iasst. Man hat empfohlen,
ein WasscrbadSefAss auf das andere zu sctzen und aul
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