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Ueber Myrrha und Unterscheidung derselben von Bdellium.

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304
Bley und Diesel,
2j Bei Bereitung dcr gekochten Oele bediene ich
mich schon mehrerer Jahre eines blechernen geradrandigen
Verdrangungstrichters, und kann ich dieses Verfahren nur
empfehlen.
Das Verfahren ist folgendes: 4 Unzen Bilsenkraut u. s. w.
werden groblich zerstossen, mit 3 Unzen Weingeisl von
850 Tr. befeuchtet, und einige Stunden macerirt ; dann wird
das feuchte Pulver ohne Druck in den mit Baumwolle verstopften Trichter gethan, und nach und nach mit 32 Unzen
Olivenol ubergegossen. Nachdem alles Oel abgetropft ist.,
wird dasselbe zur Verfluchtigung des Weingeistes gelinde
erhitzt, und noch so vie1 Oel zugesetzt, dass diess ganze
Quantum Oel wieder 33 Unzen betragt.
Die so bereiteten Oele haben den specifischen Geruch
des verwendeten Krauts und die entsprechende Farbe in
hohem Grade und sind hei einiger Voreicht immcr klar.
Ueber Myrrha und Un terscheidung derselben von
Bdellium ;
von
Dr. L. F. B l e y und E. D i e s e l .
Vergleichende Versuche iiber den Cehalt der Myrrha
an atherischem Oel zeigteri eine sehr abweichende Ausbeute. Es wurde naturlich inimer iMy?v-hu electa dam gewahlt; der Gehalt an atherischem Oel wechselte jedoch zwischen 1,6 bis 3,10 Proc. Man beachtete dabei eine sehr
sorgfaltige und schnelle Abscheidung, da bekanntlich das
atherische Oel sehr geneigt ist, Sauerstoff aufiunehrnen, dabei
specifisch schwerer wird, sich an die Gefasse als firnissahnliche Masse anhangt, und sich so der Bestimmung entzieht. Wir finden nun, dass die an atherischem Oel arme
Myrrha immer eine starke saure Reaction zeigt, was bei einer
guten an atherischem Oel reichen Myrrha nie gefunden wird.
Man sieht hieraus deutlich, dass die erwahnte saure Reaction
(welche besonders haufig hei der gewohnlichen Myrrha
vorkommt), abzuleiten isl von einer Oxydation des atheri-
Nyl-rha und Unterscheidzcng derselben
uon
Bdellium. 305
schen Oels d e r ~ e l l ~ e nund
.
e. ist daher cine, sorgfdtige
Aufbewahrung der J1 yrrha libc.libt noth wendig. Feuchtigkeit hegiinstigt dic Oxydatioii hosontlcrs, und man muss
also das Befeuchtcn tlcr Jlyr.rha mit Alkoliol, wie es haufig von den Droguistcn geschieht, um der bestaubten Myrrha
(wie sie nur vorkonirnen solltrj oin glanzendes, uberhaupt
hesseres Ansehen zu geben, als hiichst nachtheilig ansehen.
Bei Bereitung des atlierischen Oels findel man in dem
von dem atherischen Oel hefreitcn Myrrhenwasser eine
starke saure Reaction. Dieye.5 s u r e Wasser wurde concentrirt, mit etwas kohlcnsautwi Kalk versetzt, his keine
saure Reaction mehr zu seh(:n war, die filtrirte Fliissigkeit mil essigsnurem Bleioxyd vermischt, abgedampft und
im concentrirten %u..tande All~ol~olhinzugefugt, wodurch
ameisensaores Bleioxytl gcfdlt wurde. Man zersetzte nun
den rnit Alkohol pwaschcneti Nietlei*schlag mit vcrdunnt,er Phosphorsiiure, intlem man eine Destillation veranstallele. Das erhaltorre s a n t ~ :I)cslillat, mit Alkalien gesatti@, wirkte reducirencl auf salpetersaures Quecksilberoxyd
und Oxydul, so wic auch auf salpeters. Silberoxyd. Das
Verhalten gegen Sublimatlii+iung rind gegen eino verdiinnte
EisenchloridlKsung
iescn nun ncbst den andern Reactionen deutlicli das Votdiandcnsein von hrneisensiiure.
Wird das iitherisdie hI3 rrhcnol mit Wasser in Beruhrung gesetzt rind cinc Zeitlang Sauerstoff in die Fliissigkeit geleitet , so t ~ n t s t t ~ hnllmiilig
t
einc saure Reaction,
welche imnicr niehr iind nielir zunimmt, wobei sich das
Oel verdickt und zuletxt als cine terpenlinartige Masse an
tias Gefass ansetzt. Diesclhe llrscheinung findet statt, wenn
das Myrrheniil mil Wasser i n Beriihrung Iangcre Zeit der
atmospharischen Luft aosgesotzt wird. Die Prodacte dieser Oxydation sintl Ameisensiinre und Weichharz (Baleamharz.)
DiesesHaiz lost sich leicht. in Aether, ist weich, hat anfangs
einen unmerklichen, hinterher einen st,ark bittern Geschmack,
und schmilzt in der Wiirmc. Es liist sich auch in Alkohol und Terpentin61. Kine Elementar-Analyse von dem Myrrhenol, welche noch nichf gemacht zu sein scheint, ware
Arch. d. Yharm. XCIII. Bds. 3. Hft.
20
306
Bley und Diesel,
wohl nothwendig. Jedenfalls ist es ein Kohlenwasserstoff.
dern Terpentinol iihnlich zusamniengesetzt. Rach der Analyse
von B r a n d e s (Almanuch fur Scheidekunstler. 1819. S. 5 i
und Bediner Jah~buch.X X I I . S . 275) sol1 Benzoesiiure,
sowolil frei als gebunden in der Xyrrha vor*korniiien; eb
scheinen aber die Reactionen gegcii Eisenoxydsalz 11 P. w
verkannt zu seiii, und die fireie Siiure, wclche B r a n d e P
fur Benzoesiiure hi&, ist nichts als Ameisensiiurc.
Was die Unterscheidung der achlen Myrrha von den1
Bdellium und der Pseudo - Myrrha hetrifft, so hat neuliclisl
ill a r t i n y in Schlitz Versuche angest.ellt (Jahrbuch f u r
praktische Phannacie. 11. X. Heft 1 . S. %), deren Resultale
rnit den unsrigen sehr iiheiuinstimmcn. M a r t i n y homerkt, dass durch J o b s t io Stuttgart seit meheren Jahren eine sogenannte M y P ~ ~11h baculis,
~ ~
welche firuher und
spater hiiutig unter der iicliten NClyrrha gefunden wurde,
in den Handel g e b r s h t wortlen sei. l k i nngestallten Versu&en ergab sich, dass diese I'scwtlo - RIyi.rlia identisch ist
niit dem sogenannten Myrrhoid yo11 P I a n ch e (in1 Jouwi. dc
Pharmac. Aoht 1610. p. 501. - Jahrb. de'r Phamzac. I V .
47 beschrieben). Auch Mart i u s scheint sie ( d n s Ncueste
aus dem Gebiete dev Phar?nakoposie. S. 4 0 1 ) heobachtet
zu haben. Er sagt, (lass sic! cin gelhlichea, cliirc.hsichtiges,
wachsglanzendes Gumiuiharz u. s. \j-,sei.
Die Pseudo - 3lyrrha hestolit aw
liictleii geslaltettw
11' grossen S~uclicn,\vovon die iiieisleii
nur Bruchstiicke eiim cgllintlerf'iirnii#cn K i i r p t ~ ssincl. L4eusserlich findet nian unregelm~ssigeErhbhungen und \'w
tiefungen, welche von dem L'ebei.einandei.flicssen des hervorquellenden Saftes Iierzuruhi~enscheinen. Sit: besitzt einc
matte, graulich hestaubie, undnrchsichtige und schmutzig - rothlichbraune Aussenseile. Die Fliiche des Bruchs
erscheint ziemlich glatt, glasgliinzcnd, tlunkelgelb oder
braunlichgelb, fast SO durchsichtig wie Senegalgummi. Der
Geruch ist schwach myrrhenartig, Geschmacli ehenso, hin
terher sehr unansenehm bitter, etwas halsaniisch, nur wenig kratzend. Salpetersaure 16~1.die Pseudo - Myrrha zu
einer hellgelblichen Fliissigkeit , aus welcher durch Was-
Myrrhn und Untemcheidung derselben vori Bdellium. 307
ser kleine gelbe I'iinclchen ausgescbieden werden Aechte
Myrrha wird von S;rlpetcrsiiure xu einer schleirnigen, undurchsichtigen, gelbliclien otlct. schinutzi" - gelblichen Flus?
sigkeit mil Hintei*lassung einos I)t~iiunliclien Ilodensatzes
aufgelost ; Wasserzu~alzI)cwirl\t einc gel tx oder schniutziggel he Trii bung. /ldd/iuwt m i i r t m witd yon Salpetersaure
nicht aufgeliist, es wild w
Iich, unclurchsichtig nnd
Vcriinderung in cler Fluserweicht; Wasser bcwirkt ke
sigkeit.
M a r 1 i n y fand die Aogal~cvon B on a s t r c , dass SalpcLersiiure ein sicheres Jlcagens fiir hlyrrha sei, bestiitigt,
obschon er nicht jeno violette Fiir.hung tler Myrrha in Substanz durch SalpetersAiiiv 1)cot)echtcnkonnte. Sehr gut eignet sich Fliesspapiei., wclclrcs i n i t eiileirl weingeist,igen Auszuge von Myrrha I~ol'euchtc;tw i d , hci Zusatz von etwas
Salpetersiiure, zur 1~1et~vorhring~i11~
jcner hlaurothcn Farbung. Die 13delliumsortcn, sowic aucli die falsche Myrrha,
zeigen nut' eine p l b e odar hriiunlichc Fiirbung.
Das /Idellaim ziidicum un~et~.scheidet
sich i'erner durch
seine griinlichbraunc lTat.htt, durch scliwach myrrhenartiSen, inehr teiycn~in igen (;cruoli jder Geruch ist ofters
rnehr niastix- als 111 t~c~~lihnlicli)
und cincn bit~erlichen~
etwas scharfen Ge~ihntack. Abgeschuittene kleine Stuckchen haben einc uticiiii~clisicli~ige
, gelblicliweisse oder
gelbliche, etwas scliniutzige Farhe.
Charakteristiscli is1 aucli da?; Klebcn des Bdelliums,
wenn es eine Zeitlang zwisclren den Fingern gehalten wird,
uncl der ekelhaft hittcre, nicht gewurzhafte Geschniack.
Nach dern Alter dcs IJdelliurns scheitit der Geruch sehr
verschiedenartig zu sein. Einc scheinbar frischere Sorte
Bdellium indicum zeigte einen starken myrrhenartigen,
zngleich fencti ela rt.igen Geruch.
Die Mywha electn giebt eine liellgoldgelhe Tinctur
und hintcrlasst eincn undurchsichtigen weisslichen Riickstand.
Die Pseudo - Myrrhs gieht eine hellweingelbe Tinctur
nnd halbdiirchsichti~ei~.
wcisslichgelhen Ruckstand.
Myrrhu ziidicu giebt eine dunkelgelbe, etwas ins Orange
20 *
3013 Bley und Diesel, Myrrha und Unterscheiduray etc.
gehende Tinctur , und hinterlasst einen undurchsichtigen
weisslichen Ruckstand.
Wasserzusatz giebt hei Myryha electa eine blaulichweisse milchige Flussigkeit.. bei Mywha iHdicn weisse milchige Fliissigkeit ; die Pseudo - Myrrha giebt keine Veranderung.
Salpetersaure (6 Tropfen zu 20 Tropfen Tinctur) giebt
niit Myrrhn elecla eine gelblichweisse Trubung und Ausscheidung von gelben Harzpuncten.
Nach einiger Zeit farbt sich die Peripherie der Fliissigkeit, besonders beim Verdunsten des Weingeistes, hellviolett,
w#hrend im Centrum Niederschlag und Flussigkeit gelb hleiben. Myrrha indica in demselben Verhaltniss (als Tinctur)
zu Salpetersaure, wie bei ICfyrrha electn erwahnt, verhdt
sich ebenso, nur ist die Trubung dunklcr, auch die F#rbung der Peripherie u n d des Centrums dunliler und'starker.
Die Pseudo - Myrrha zeigt keine Veranderung. Beim
Erwarmen des Auszuges tritt cine milchige Trubung ein.
Rauchende Salpetersaure ( 6 Tropfen zu 20 Tropfen
Tinctur) giebt mit der Tinctur der fiZyrrha electa eine urnbrabraune, nicht trube Farbung und Ausscheidung ebenso
gefarbter Harzpuncte; nach und nach farbt sich die Fliissigkeit rothbraun, geht ins Violette uber und wird beitn
Verdunsten tles Weingeistes a n den Randern des Schalchens schon dunlielviolett. .4bgedampft,, hintcrbleibt ein
dunkelguttigelher Ruckstand.
myrrhs ziidz'cn verhalt sich geyen rauchende Salpetersaure fast ganz wie filyrrha plectn.
Pseudo-Myrrha erleidet durch rauchende Salpetersaure
in dem oben erwahnten Verhaltnisse der Tinctur keine Veranderung, sie bewirkt heim Erwiirmen keinc milchigeTrubung.
Die Bdelliumsorten, Bdellium iiidicum und african., unterscheiden sich nur hauptsachlich dadurch, dass die Tincturen derselben weder durch gewohnliche Salpetersaure, noch
durch rauchende, auf irgend eine Art und Weise, eine
violette Farbung erleiden.
Wird Myrrho mit destillirtem Wasser geschiittelt (ohngefahr 10 Gran mit 1 Unze Wasser), die Losung filtrirt, so
Diesel, iiber. Extractuvi antiphthisicum etc.
309
erhalt nian durch Bleioxydsalze stets einen sarlten Niederschlag.
Eine wasserige Losung, von zwei verschiedenen Sorten
Bdellium, als Bdellium indicuin vorSekommen, gaben in
tlemselben Verhaltniss, von ungefahr 40 Gran Bdellium mit
4 Cnze Wasser, wie be1 hlyrrha angegeben, mit Bleioxydsalzen kaum cine Trubung in der filtrirten Losung.
Es mochte also auch dicsc Reaction zur Unterscheidung der Myrrha votn Bdellium zu beachteri sein*)
--
Ueber Extracttiin antiphthisicum, nebst einigen
Andeutuagen uber die Zersetzung der Gerbsaiire ;
von
E 13 n s t D i e s e 1.
Da dieses Extract auch in Bernburg schon in Anwendung
gekommen ist, und daher ofters bereitet wurde, so erlaube
ich mir zu der Mittlieilung der Herren W e b e r und R e t s chy (dies. Archiv B. 39. H . 2.j noch Etwas uber die Bereitung dieses Arzneistoffes hinzuzufugen.
Dieses Extract muss naturlich je nach der Dauer der
Beriihrungszeit der Kalbfelle mit dem Eichenabsud, und
iiberhaupt nach dcm Alter der Lohbruhe sehr verschiedenartig zusammengcsetzt sein, und muss daher eine ebenso
verschiedene Wirkung aussern. - Die Annahme, dass die
Lohbruhe eine gute Wirkung, bnsonders bei Phthisis habe,
wird durch die Erfaltrung des FIrn. Dr. W e b e r bestatigt.
E 11 i a t s o n will soSar die Dampfe der Lohbruhe gegen
Lungensucht, vorziiglich bei Bronchitis chron., wo geringe
Entziindung, grosso Reizbarkeit und vie1 Secretum sich
zeigten, mit gutem Erfolg aiigewendet haben, indem er
die heissen Dampfe derselben direct auf das kranke Organ einwirken liess. - Meiner Meinung nach kann bloss
die sogenannle siisso Lauge zur Bereitung des Extracts gebraucht werden, wesshalb sehr darauf gesehen werden
+] Diese ldeine ArLeit wurde i n i Sominer 1844 anternommen und
lag seit dem I-Icrbste desselben Jahrs zuin Abdruclte bereit, der
indess wegen noch vorhandenen altern Manuscripts nicht eher
D i e Xed.
bewirkt werden Iconnte.
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