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Ueber Schultz's Entdeckung der wahren Pflanzennahrung.

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264. Geiseler, Losung in Flaschen festsitzeader Glasslopsel.
Ueber die Losung in Flaschen festsitzender
Classtopsel ;
yon
Dr. G e i s e l e r ,
Apotheker in Hihigsberg in der Neumark.
Es kommt sehr haufig vor, dass die Glasstopsel in
den Halsen mit Flussigkeiten gefiillter Flaschen so festsitzen, dass sie sich nicht losen lassen und bei Anwendung
einer starken Kraft abbrechen. Selten hat eine Ansaugung
der Stopsel statt gefunden, gewohnlich sind vielmehr die
in den Flussigkeiten aulgelosten Substanzen, wie Salze,
Harze u. s. w. ihres Auflosungsmittels, mit welchem sie
zwischen Flaschenhals und Glasstopsel gelangt sind, durch
Verdampfung beraubt, die Bindemittel, mittelst deren die
Stopsel festgehalten w e r d m Sahr haufig kann man schon
dadurch, dass man die Flasche umgekehrt mit dem Halse
in einem Gefasse, in welchem sich eine das Bindemittel
auflosende Fliissigkeit befindet, mehrere Stunden stehen
lasst, die Losung des Stopsels hewirken; kommt man dadurch aber nicht zum Zweck, so darf man nur die Flaschen, in welchen die Stopsel featsitzen, in einem mit
Wasser gefullten Kessel auf Stroh gelegt, einige Stunden
langstens sieden lassen; der Stopsel lost sich dann entweder von selbst, oder kann doch ohne weitere Kraltanstrengung ausgezogen werden.
Ueber Schultz’s Entdeckung der wahren
Ptlanzennahrung ;
yon
Dr. C. C. G r i s c h o w.
Wer vorurtheilsfrei die Besclireibung meiner Versuche
und die an sie geknupften Folgcrungen und Bemerkungen wider ‘das Fundament der gedachten S ch 111t z’schen
angeblichen Entdeckung fd. Arch. [9.?.] 43. S.28) gelesen,
Grischow, Schulta’sEntdeck. d . wahren Pflanzennahrung. 265
der wird gefunden haben, dass ich mir die Aufgabe gestellt hatte, dem Entdecker zu beweisen, dass er aus seinen Versuchen falsche Schliisse gezogen habe. Auf diesen
falschen Schlussen ruht die ganze angebliche Entdecku~ig,
aber - sie fallt auch dadurch. Das mag unter Umstanden verdriesslich sein konnen ; jedoch einem Naturforscher
soll Berichtigung eines Irrthums Freude gewahren, willig
soll er Meinungen fahren lassen, denen schlagende Thatsachen- entgegen stehen. Wahrend ich Herrn Professor
S ch,u 1 t z zu Anerkennung meiner Bemiihungen verpflichtet
wahnte, uherraschte mich nicht wenig seine, eine ganz
entgegengesetzte Meinung mir beibringende Kritik meiner
Arbeit. (Jahrbiicher fur wissenschaflliche Kritak. November
1846. S. 694 6) *)
Derselbe thut mir Unrecht, wenn er behauptet, ich habe
mich abgemiihet, mehr theoretische Bedenken, als sichere
praktische Thatsachen gegen dieversuche uber die Pflanzenernahrung aus Humusbestandtheilen vorzubringen ; das
schnurgerade Gegentheil findet statt, denn eben durch
sichere praktische Thatsachen, namlich durch meine Versuche iiber Respiration der Pflanzenblatter (Chem. Joecrn.
f i r prakt. Chemae 34. S. 163 f.) habe ich dargethan, dass
jene angebliche Eutdeckung der Pflanzenernahrungsweise
aus Humus, beruhend auf der Behauptung, dass durch die
griinen Pflanzentheile alle Sauren (mit grosser Leichtigkeit obendrein) zersetzt werden, unter Aushauchung von
Sauerstoffgas - von gundfalschen Voraussetzungen ausgehe.
Sonderbar genug, spricht S ch u 1 t z die Meinung aus,
ich habe seine Versuahe wiederholt oder wiederholen wollen, sie seien mir aber nicht gelungen, und ich habe die
von ihm beschriebenen Resultate nicht finden konnen ;
*)
Wir geben weiter unten irn lonatsbericht diese Kritilc des Herrn
Professor S ch u 1 t z wdrtlich aus den uns gdtigst mitgetheilten
Jahrbiichern, urn beiden Richtungen, so lange sie auf dcm Boden
der thatigen Forschung bleiben, v6lligen Spielraum zu gewiihren.
D i e Red.
Arch. d. Pharm. XCIX.Bds. 3. Hft.
19
266
~
Grdschow,
dies sei aber nicht seine Schuld, sondern die meinige, weil
ich doch nicht mit der erforderlichen Urnsicht und Gewandtheit dabei verfahren sein musse. Ich gestehe, erstaunt zu
sein uber den Ausspruch, dass ich meino Versuche ungeschickt angefangen haben musse, weil ich die so auffallende Sauerstoff - Aushauchung seiner Versuche nicht habe
finden konnen.
Seltsam, dass auch hier sich Alles umgekehrt verhalt !
Es ist mir nicht eingefallen, weil vollig nutzlos und-fur
meinen Zweck gar nicht nothwendig, jene Versuche zu
wiederholen, die wahrlich von nichts weniger zeugen als
von Umsicht, und nichts weniger erfordern als Gewandtheit; es ist mir nicht in den Sinn gekommen, die reichliche Gasentwickelung in denselben zu bezweifeln, aber
ich habe gezeigt, welche Vorsicht und Accuratesse erforderlich sind, urn der argen Tauschung zu entgehen, welcher Herr S ch u l t z verfallen ist - der mir, beilaufig, auch
den Muth zu Gute halten mag, zu bezweifeln, dass er mit
der erforderlichen Umsicht und Geschicklichkeit zu Werke
gegangen sei in den Versuchen, die ihn zu dem Machtspruch veraplassten, dass im Innern der Pflanzeu niemals
Kohlensiiure vorhanden sei.
Ich hatte mir so nebenher erlaubt, demverfasser der
Entdeckung die Frage vorzulegen, wober das Sauerstoffgas gekommen sei, welches ihm zufolge seine Pflanzenblatter aus reinem, nur Salzsaure enthaltenden Wasser
entwickelt haben, nachdem ich bewiesen hatte, dass die
Blatter aus solchem Wasser in Wahrheit kein Sauerstoffgas
zu liefern vermogen, vorausgesetzt eben, dass man mit
Umsichk und Gcschicklichkeit experimentirt und ohne Vorurtheile beobachtet und berichlet. Mein Gegner hat weder diese verfahgliche Frage beantwortet, noch sonst uberall irgend etwas Haltbares und Giiltiges wider meine Versuchserfolge vorgebracht, wiewohl nur allein dadurch die
Widerlegung meiner Folgerungen und Behauptungen moglich ist. Ich fur mein Theil appellire nach wie vor an
die fregliche Antwort und an das Urtheil bewahrter
Cliemiker, wobei denn nebenbei sich ergebcn durfte, wen
uber Schultz’s Entdechng der wakren PJlanzennahrung. 267
wohl in Wahrheit der Vorwurf des Mangels an Umsicht,
wen der der Ungeschicklichkeit und des Vorurtheils trifft.
€Zic Rhodus, hic salta !
Die thatsachliche Widerlegung meiner in Rede stehenden Versuchserfolge geht Niemand naher an, als den Verfasser der Entdeckung der wahrcn Pflanzennahrung; welche
Wichtigkeit derselbe dieser Entdeckung noch immerfort
beilegt, davon erhalt man einen Begriff, wenn man die
kritischen Bemerkungen iiber meines Leidensgefahrten,
Herrn H i r s c h f e l d ’ s BVersuch einer Materialrevision der
wahren Pflanzennahrungu (Jahrb. fiir wiss.Kritilc. 2816.) besonders S. 685 f. lieset. Um so mehr moge doch darum
der Verfasser recht redlich prufen, sei es auch vorzuglich um der Schwachen willen; die selbst von scheinbaren Autoritaten leicht sich bleriden und verwirren lasscn.
Wenn meiner Behauptung i ain den S chu 1t z’schen
Versuchen habe das Zuckerwasser Kohlensaure enthalten,
weil Pflanzenblatter darin reichlich Sauerstoff entwickeltencc - die Bemerkung entgegengesetzt wird : die Prufung
mit Kalkwasser habe niemals Kohlensaure darin gezeigt
und dass sich nur Essigsaure, Milchsaure und andere Sau ren darin bilden; so muss ich gegenbemerken, dass jeder
bedachtige Forscher auch hier der S ch u 1tz’schen chemiwhen Prufung auf Kohlensaurc sein Zutrauen versagen
wird. Seit wann kann denn bei Zersetzung des Zuckers
Essigsaure und Milchsaure aus dernselben entstehen, ohne
gleichzeitige oder vorgangige Bildung von Kohlensaure?
Oder kann man .etwa auch hier sich aus der Affaire ziehen durch die (weiter unten zu erwahnende) Floskel : man
miisse in diesem Falle niclit vom rein chemischen, sond e n vom pflanzenphysiologischen und agriculturphysiologischen Gesichtspuncte ausgehen ?
Wenn gleich nun ich jenen kritischen Bemerkungen
noch rnanchen Einwurf zu machen hatte, so wurde ich
hinsichtlich meines eigentlichen Zweckes doch nur Wiederholungen vorzubringen haben. Ich meine hoffen zu
durfen, uber kurz oder elwas langer werde Herr Professor S c h u l t z die Richtigkeit meiner Versuchserfolge-und
4 9*
268 Gvdschow, Schultz’s Entdeck. d. wahren Pflanzennahrung
meines Urtheils, dass seine angebliche Entdeckung auf falschen Voraussetzungen beruhe, mithin wirklich unbegriindet sei, zugeben mussen, weil Thatsachen sich nicht wegraisonniren lassen, selbst dann nicht, wenn dasselbe Bollwerk vorgeschoben wiirde, von dem aus Herr H i r s c h f e 1d gewisse Auseinandersetzungen erhalten hat. Dies
anzudeuten, mag ich nicht unterlassen, hier einen Passus
aus S ch u l t z’s Kritik der Hi r s ch fel d’schen Schrift (a. a.
0.S . 93.) herzuschreiben, der wortlich also lautet :
nDie Hauptsache bleibt, dass man nicht einzelrie Thatsachen aus dem ganzen Zusammenhange herausreisst und
fur sich damit forttheoretisirt; sondern dass man den ganZen Gang der Pflanzenernahrung in dem organischen Zusammenhange betrachtet, wie er von uns dargestellt worden
ist. Diese Bemerkungen mogen hinreichen, urn die Widerspriiche aufzulosen, welche gegen die in dem Werke:
sdie Entdeckung der wahren Pflanzennahrungg von H irsch f e l d und P f a f f erhoben worden sind. Ich erlaube mir,
dabei aufs nachdriicklichste zu wiederholen, d a s s d i e
g a n z e Arbeit nicht a u s r e i n chemischen G e sichtspuncten, son dern aus den Gesichtspuncten d e r Pflanzenphysiologie iiherhaupl u n d
d e r A g r i c u l t u r p h y s i o l o g i e im B e s o n d e r n b e t r a c h t e t w e r d e n miisse. Die Pflanzen sind lebendige
Wesen, die ihre Nahrung verdauen (assimiliren) u n d verarbeiten miissen, wie die Thiere. Die cbemischen Verhaltnisse, die dabei hervortreten, gehoren dem Gebiete der
organischen Lebensbedingungen und der Lebensresiduen
an. Die Stoffe werden verarbeitet und umgehildet, nicht
nach rein chemischen Gesetzen, sondern nach den Gesetzen der organischen Assimilation und des zweilen Verjungungsactes, den ich mit dem Namen der Mauser bezeichnet habe. Es sind organische Verarbeitungen der
chemischen Stoffe, die nur unter den Bedingungen gesunder Lebensthatigkeit und deren Verjungungsacte geschehen.
Wio der kranke Magen seine Speisen nicht verdaut, so
kann auch die lebensschwache Pflanze ihrestoffverarbeitungen nicht bewirken; hier reichen zum Verstandniss der
.
Freyberg,Krystalle im Ertract. Fumariae u. ligniGuajuca. 269
Phanomene chemische Thatsachen nicht aus, wir miissen
uns erst einer organischen Physiologie zuwenden.cc
Zum Schlusse erlaube ich rnir noch Rerrn Professor
S c h u l t z zu bemerken, dass derselbe - wenn er mir
gleichsam einen Vorwurf daraus macht, seine Anaphytose
und Cyklose nicht zu kennen, und doch den Muth zu
haben, in solchen Dingen mitsprechen zu wollen - doch
sehr fiiglich auch hier im Irrthume sein konnte. Wie,
wenn bei mir z. 3. uber den Inhalt der Cyklose dieselbe
Meinung bestande, alS wie uber die unter uns behandelte
sEntdeckung der wahren Pflanzennahrung ? c( Wirklich
hat ja auch sogar eine Co m m i s si o n uber die Cyklose
des Lebenssaftes dahin berichtet, dass diese - eine durch
keine Thatsache begriindete seltsame Hypothese sei.
Ueber Krystalle im Extract. Fumariae und
ligni Guajaci ;
von
F r e y b e r g jun.,
Apoth. in Delitzsch.
I.
Auf einem alten, sehr trocknen Extr. Fumariae wurde
eine schone Eflorescenz von ziemlich grossen, fast farblosen Krystallen bemerkt. Die Krystalle wurden vermittelst einer Feder abgekehrt und durch Auslesen der mitgenommenen Extracttheilchen moglichst gereinigt. Die
Analyse ergab Chlorcalcium und Chlormagnesium.
Es ist diese Erscheinung urn so auffallender, da das
Extract nicht eben an einem das Austrocknen hesonders
begunstigenden Orte stand , und jene beiden Chloride
gerade zu denjenigen Salzen gehoren, welche sehr leicht
an der Luft zerfliessen, und das Chlormagnesiurn auch
sehr schwierig zum Krystallisiren zu bringen ist.
Urn nun das Verhaltniss zu bestimmen, in welchem
diese Salze hi e r neben einander waren, wurden dreizehn
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