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Ueber Schwefelsaures Quecksilberoxyd.

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16
Landeer, pharmaceutische und mediciniseha Noltzen.
auf und rubre ab und an dieMasse urn. SOHdasPflaster
bereltet werden, so wird das Oel mil dan Canthariden
der a w Wschs und Terpentin zusammengeschmolzenen
Masse hinzugefugt. Guf diese Weise kann der blasenziehende Stoff vollkornmen in Auflosung und bei Anwendung
eur Wirkung kommen. SeiC Befolgung diedes Pllashe~~
ser Methode hat jede Klage hber Unwirksenikeit des Cantharidenpflaslers vollstandig aufgehort.
5. Vergiftung von Iiatzen durcli Fingerbutkraut.
In einem Magezine, in welchem Bba. Digitalas purp r e a e aum Tmcknen ausgebreitet worden, wurden zufallig zwei Kaueri eingesperrt. Als man am andew Tage
das Magazin offneie, fand men die beiden Thiere, die, wie
sich spater zeigte, von dem Kraute gefressen hatten, todt.
Bei beiden getodleten Thieren war nach der bekanoken
Wirkung der Dzgetalis eine ungemein starke Erweiterung
der Pupille und Hervortretung dea Augapfels aus seiner
Biible wahrzunehmen, gleicbwie bei eiaetp ExorphthaJmus
oder Hydrophthalmus. neim Einstechen in den Augapfel
ergoss sich eine weit grossere Menge von Flu&gkeil, als
bei einem gesandenBatzenauge der Fall ist. hie Section
ergab, dase der Magen der Thiere noch J bis 4; Quentcben Kraut eethieit und an einigen Stellen leicbt gerothet
war. Alle Theile des Korpers mejgten eine auffalleode
Laxitat. Der bedeutende hydramische Zustand veranlasste
den sehr schndlen Eintritt da. Faulniss.
---
Ueber schwefelsaures Queclisitberoxyd;
V6n
H. Eissfeldt,
d. Z. i n M a r b u r g .
-
Wenn man neutrales schwefelsaures Quecksilberoxyd
anf gewohniiche Weise bereitet, i d e m man Quecksilber
in hberschussiger Schwefelsaure lost u n d den Ueberschuss
der Schwefelsaure durch langeres Erhitzen 1 erjagt, bis
Eissfeldt, iiber sch wefelsaures Quecksilberoxyd.
47
eine Probe an der Luft nicht mehr feucht wird, so erhalt
man es bekanntlich nur als krystallinisches Pulver ohne
deutliche Krystallform. Breitei man eine geringe Menge
dieses I'ulvers auf einem flachen Uhr$aschen aus u n d
giesst so vie1 Wasser darauf, dass das Pulver eben bedeckt
ist, so wild es anfaogs vollkommen gelb. jedoch schon
nach kurzer Zeit, elwa nach eincr Stunde, bilden Sich
deutliche Kryslalle in diescrn Pulver, und nach Iangerer
Zeit erslarrt die ganze lllcnge in deutlichen milunter einige
Linien grossen Kryslallen, die glanzende farblos durchsichtige quatlratische Saulcn darstellcn. Oefiercr schliessen
diese Krystalle basisches Salz ein und erscheinen dann
gelb. Es h a n g dies namlich vom Wasserzusatz'ab, ob
man weisse oder gelbe Krystalle erhalt; j e gcringer derselbe ist, desto sichercr bilden sich wcisse lirystalle, je
grosser (wenn nicht zu gross) dcsto besscr ausgebildete,
aber nur gelbe Krystalle werden erhalten.
Unter Leitung des Herrn Prof. Z w e n g e r habe ich
irn chemisch - pharmaceutischcn Institute zu Marburg dic
folgendc Untersuchung ausgefuhrt. Ich trennle die weissen
Krystalle von den gelben; durch Wasser lassen sicli diese
nicht ohne Zersetzung abwaschen, weslialb ich sic durch
Fliesspapier von der anhangenden Lauge befreite und an
der Luft trocknen liess.
Zur Analyse wurde cine Quantitat derselhen zerrieben
und bei 1000 getrocknet; eine abgewogene Mcnge in Yerdunnter Salzsaure gelost, das Quecksilber durch Schwefelwasserstoff als Schwefelquecksilber ausgefdlt, dieses ausgewaschen, bei 400Q getrocknet und als solches bestimmt.
Aus dem Filtrat wurde die Schwefelsaure durch Chlorharyurn gefallt, der schwefelsaure Baryt ausgewaschen,
getrocknet und mit dem Filter gegluht; bei der Ikrechnung desselben auf Schwefelsiure wurde das Gewicht
der Asche eines gleichen zuvor verbrannten Filters abgerechnet.
1,675 Crm. des bei 1000 getrockneten Salzes gaben
1,34 Schwefelquecksilber und 4,33 schwefelsauren Baryt.
2
Arch. d . Pharm. CXXVI. Bds. 1. Hft.
Eissfeldt ,
48
Diese Zahlen auf Quecksilberoxyd und Schwefelsaure in
100 berechnet ergeben :
HgO 72,82
sod 27,28.
Die Zusammenstellung dieses Resultats mit der Berechnung des neutralen schwefelsauren Quecksilberoxyds ist
fol&mde :
HgO
SO3
berechnet
72,99
27,Ol
gefunden
72,83
27,28
100,oo
10,000.
Es ware demnach das bei 4000 getrocknete Salz
wasserfreies neutrales schwefelsaures Quecksilberoxyd,
doch verlieren die Krystalle bei 4000 Wasser und zwar
gaben :
I. 1,77 Grm. einen Verlust von 0,093 = 5.26 Proc.
11. 4,445 1)
n
))
0,065 = 6,Gi
))
Die Berechnung von 1 At. Krystallwasser im neutralen
schwefelsauren Quecksilberoxyd ergieht die Zahl 5,73 in
,100, daher folgende Zusammenstellung :
110
berechnet
5,73
I.
5,25
gefunden 11.
5,67.
A u s dcr Uebereinstimmung des gefundenen Wasserverlustes mit dem berechneten, so wie aus dem Resulrat
der Analyse lasst sich mit Sicherbeit schliessen, dass die
Krystalle, welche sich auf oben angegebene Weise bilden,
nach der Formel S03Hg0 aq zusammengeselzt sind.
Diese Untersuchung fuhrle darauf, das saure Salz,
welchss bei dcr Bereitung des Turpelhurn minerale in
Losung bleiben soll, darzustellen und dcssen Zusammensetzung festzustellen, da, so vie1 mir bekannt ist, keine
Untersuchung daruber existirt. Es wurde neutrales schwefelsaures Quecksilberoxyd mit Waeser gekocht, die saure
Losung von dem basischcn Salze abfiltrirt und zur Krystallisation verdunstet. Es wurden silberglanzende sternfiirrnig gruppirte Blattchen erhalten, welche nicht ohne
Zersetzung durch Abwaschen mil Wasser von anhangender
+
uber schwefelsaures Quecksilberoxyd.
19
Lauge befreit werden konnten, daher durch stets gewecbseltes Fliesspapier getrocknet werden mussten.
Bei der Analyse wurde, wie oben angegeben ist, verfahren. Durch Trocknen bei 400° erlitt das Salz einen
geringen Yerfust.
I. 1,397 Grm. des bei 100" getrockneten Salzes gaben
1,08 Schwefelquecksilber und 1,19% schwefelsauren Raryt.
11. 1,364 Grm. des lufttrocknen Salzes gaben 1,033
Schwefelquecksilber und 4,1295 schwefelsauren Baryt.
Diese Analysen geben in 100:
I.
11.
IigO
71,98
SO3
29,33
70,51
28,45.
Mit den Zahlen des berechneten neutralen wasserfreien
schwefelsauren Quecksilberoxyds ergiebt sich folgende
Zusammenstellung :
berechnet
HgO 72,99
S O 3 27,Ol
100,oo
I.
gefunden 11.
i0,51
29,33
28,45
101,31
98,96
7 1,98
Urn den Wasserverlust bei 4000 zu bestimmen, wurden bei dieser Temperalur getrocknet 1,444 Grm. und
verloren 0.03 = 2,08 Proc. Da in beiden Analysen ein
geringer RJehrgehalt von Schwefelsaure gefunden ward,
so ist anzunehmen, dass die Krystalle Schwefelsaure einschliessen, welche auf dern genannten Wege nicht zu entfernen ist, und dass diese den geringen Wasserverlust bei
1000 bedingt. Demnach ergiebt sich, dass man hier aus
saurer Losung Krystalle von neutralem schwefelsaurem
Quecksilberoxyd erhalt
Obwohl die vorstehende Untersuchung ergab, dass
man aus saurer Losung das neutrale schwefelsaure Quecksilberoxyd krystallisirt erhalt, so war doch damit nicht
die Moglichkeit ausgeschlossen, dass ein saurcs Salz auf
anderm Wege gewonnen werden konnre.
Um hieruber Gewissheit zu haben, wurde neutrales
schwefelsaures Quecksilberoxyd in uberschussiger Schwefelsaure geldst und die ,Losung zur Krystallisetion ver2"
20
Eissfeldt, uber schwefelsaures Quecksilberoxyd.
dunstet. Es ward ein den1 vorigen ganz ahnlich scheineniles Salz erhalten und die Analysen gaben folgende
Resultale :
1. Ueber Schwcfelsaure unter der Glocke der Luftpumpe gctrocknetes Salz: 0,946 Grm. gaben 0,731 Schwefelquecksilber und 0,7492 schwefelsauren Baryt. Dies
berechnet auf 400 giebt :
IIgO 71,9b
so3 2i,23.
11. ,l,IiGrm. des bei 100° getrockneten Salzes gaben
0,91G Schwcfelquecksilber und 0,9332 schwefelsauren Baryt.
Die Berecbnung auf 400 ist:
HgO 'if,89
so3
qm.
M i t der Berechnung der Formel S 0 3 H g 0 ergiebt sich
folgende Zusammetist el l u n s :
herechnet
HgO 72,99
S O 3 27,Ol
100,oo
27,23
gefunden €1.
72,89
2743
99J8
100,32.
I.
i1,95
Zur Bestimmung des Wasserverlustes bei 100° dienten
folgende Versuclie :
I. ;1,06 Grm. verloren 0,0243 = 2,39 Proc.
11. 4,509 u
1)
0,042 = 2,77 n
Die gefundenen Zahlen ergeben auch hier, dass das
Salz wasserfrcies neutrales schwefelsaures Quecksilberoxyd
ist, da man den Wasserverlust auf Rcchnung der hygroskopischen Beschaffenheit der nicht vollig zu entfernenden
Schwefelsaure bringen muss.
Zum Schluss diescr Untersuchungen iiberzeugte ich
mich von dcr Richtigkeit der ahen Angabe fur die Zusammenstellung des Turpethurn minerale, indem 3,322 Grm.
desselben gaben 3,169 Schwefelquecksilber und 1,1365
schwefelsauren Bar!-t. Dies ist auf 400 berechnet:
HgO S,81
so3 t i , 7 5
100,56
Berechnang der Formel SO3 f 3Hg0
89,02
10,98
100,oo.
Mohr, iiber Darstellung des Aetzbaryts.
21
Aus vorstehender L'ntcrsuchung ergiebt sich, dass
4 ) ein wasserhaltiges krystallisirbares neulrales schwcfelsaures Quecksilberoxyd, zusammengesetzt nach der
Formel S 0 3 H g 0 aq existirt, welches nur aus neutralem
schwefelsaurem Quecksilheroxyd durch Zusatz von Wassir
in angegebener Weise erhalten werdcn kann;
2) dass ein krystallisirbares saures schwefelsaures
Quecksilhersalz nicht dargestellt werden konnte, ynd dass
deswe'gen die fruhere Annahme, dieses saure Salz scheidc
sich bei der Bereitung des Turpethum minerale aus der
sauren Losung beim Eindampfen aus, falsch ist.
+
Ceber Darstellung des Aetzbaryts ;
von
Dr. M o 11 r.
I n Bd. 74. S. 303 diescs Archivs Lindet sich eine
Angabe von B o e h m aus einer Oes[l.eichischen ZeitschrifL
enhornmen, dass man aus Schwefclbaryum und Braunstein
Aetzbaryt darstellen konne. Die Redaclion rnacht in einer
Klammer die Anmerkung, dass sich dies von selbst verstehe, und dass man ein Barythydrat gerade wie durch
Kupferoxyd erhaltc. Urn jeclocb dem geehrten Leser des
Archivs die nutzlose Mhhe der Wiederholung dieser Angabe
zu ersparen, wollte ich auf eine Stelle meines Commenlars
(1 Aufl. I. S.?57) vcrweisen, worin dieser Gegenstand bereits
besprochcn ist. Ich bcdaure. dass die Redaction des Archivs
hier unglucklicher Weise auf den Inhalt einer Abhandlung
eingegangen ist, und ihre Autoritiit zu dcr des Verfassers;
gefugt hat, indem beidc Theile im Irrthum sind, der Verfasscr B o e h m , weil er falsch heobachtct hat, uncl die
Redaction, weil ihr die uber diesen Gegenstand bestehenden Berhandlongen unbekannt waren ").
*)
Unser Ungliick besteht einfach darin, dass w i r den Unterschied
d e s wasserlecren Aettbaryts, d e r durch Gliihen des salpeler-
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