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Ueber Verflschung der Rhabarber des aromatischen Kreidepulvers und des Senfs mit Curcuma.

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W. L. Howie, VerEalschung der Rhabarber etc.
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Widerhaken aussehen, und daher auf der EIaut, .die man mit
einem solchen frischcn Stick rcibt , kleine Verletzungen hervorrufen, in Folge deren die scharfe Materie der Zwiebel eindringen und reizend wirken kann.
Diese Beispiele liessen sich noch urn viele vermehren,
doch will ich nur eins hinzufugen, weil es zugleich sehr
augcnfallig und sehr. merkwurdig ist, nemlich der Schnitt
eines Blattes der A106 s o c o t r i n a , welcher zeigt, dass
es der Sitz des bittern Saftes ist, aus der die Aloe hervorgeht. Auf den ersten Blick erkennt man einc centrale,
aus lockerem Zellgewebe bestehende Masse , angefullt mit
einer Art indifferentcn Schleimes, welcher bei der Gewinnung der Aloe so vie1 als moglich beseitigt werden muss.
Ferner zeigt sich aussen eine dunne Schicht Epidermis, welche
ebenfalls nichts Wirksames enthllt. Zwischen diesen bciden
Theilen und in der Mitte der Gefassfascrbiindel bemerkt man
diejenigen Zellen, welche den gerarbten bittern Saft enthalten.
( Union Pharmaceutique, X I 9: 305.).
Ueber Verfstlschung dcr Rhsbarber, des aromatischen
Kreidepulvers und des Senfs mit Curcuma.
Von W. L. H o w i e .
(Eingesandt von Wittstein.)
C u r c u m a i n g e p u l v e r t e r R h a b a r b e r . Die nnchfolgenden Versuchc wurden veranlatjst durch die Behauptung
einiger mir befreundetcn Apotheker , dass nianche Rhabarberpulver ihr schones gelbos Anschn cinem Gehalte an Curcuma
verdanken.
Die von P e r e i r a , C h r i s t i s o n u. A. fur Curcuma
empfohlene Probe vcrlangt die Darstellung einer Tinctur oder
einer Abkochung der Rhabarber, und ist lange nicht empfindlich genug, weil die rothbraune Farbe (welche durch Einwirkung von Borsaure auf das Pigment der Curcuma entsteht)
durch die dunkelgelbe Farbe der Rhabarber z. Th. verdeckt
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W. L. Howie, Verrabchung der Rhabarber ete.
wird. Mein Strebcn war daher zunachst dahin gcrichtet, ein
Extrac6onsmittel ausfindig zu machen , welches vorzugsweivu
nur auf das Curcumin einwirke.
Nachdem ich Terpenthinol , Schwefelkohlenstoff, Benzol,
Aether und Chloroform versucht hatte, entschied ich mich tiir
das letztgenannte, obgleich auch mit einer jeden der ubrigen
vier Fliissigkciten die Probe angestellt werden kann ; aber,
mit Ausnahine des Aethers, scheint keine das Curcumin so
gut aufzulosen, als es das Chloroform thut, und seine grosse
Pluchtigkeit erleichtert die Untersuchung wesentlich. Den
Aether setze ich degshalb dem Chloroform nach, wcil dic
ChrysophansSure sich darin leichter lost, als im Chloroform.
Man verfahrt nun wie folgt. Eine Anzahl 3 Zoll im
Quadrat haltender Stucke woissen Druckpapiers werden numiuerirt nnd auf eine Ziegel- oder Glasplatte neben eiuander
gelegt ; in eine Ecke eines jeden dieser Papierstucke bringt
inan olingefihr fiinf Gran von den zu priifenden Rhabarberpulvern , so dass die Yulverthailchen moglichst dicht beisammen liegend einen Haufcn bilden, druckt denselbcn vcrmittelst
cines Stucks Papier platt und tropfelt in dessen Mitte Chloroform so vorsichtig, dass es sich nur bis etwa zur Entfernung eines Zolles vom Pulver ausbreiten kann. Sind dann
die Papiere wieder trocken geworden, so bemerkt man nunmehr urn das Yulver herum einen gelben Fleck von verschiedener Intensitat. Von Prima hellgelber ostindischer Rhabarber ist der Fleck kaum wahrnehmbar, aber ordinarere und
dunklere Sorten geben einen schonen gelben Fleck, wahrend
selbst die beste hellfarbige englische Rhabarber einen dunkelgelben giebt und zwar meist noch dunkler als die dunkelstc
ostindische. Bei Gegenwart von Crirculna entsteht sofort ein
sch6ner gelber Fleck, der zwar im Ansehn von dem der
Rhabarber nicht unterschieden, aber durch die folgenden Merkmale richtig beurthcilt werden kann.
Auf eine Stellc des Papiers, in welche das Chloroform
gedrungen ist, und wovon man den dunkelst gevarbten Theil
wiihlt, streuet man ein wcnig gepulverten Borax und trankt
denselben mit einem Tropfen Salzsaure. Bei Anwesenheit
W. L. Howie, Verfdschuog der Rhabarber etc.
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von Curcuma entsteht binnen ein paar Secunden eine entschiedene Rothung, welche auf Zusatz eines Tropfens Kalilauge
schwarz oder grunlichschwarz wird. W a r keine Curcuma mit
im Spiel, so tritt entweder gar keine Veranderung ein, oder
die gelbe Stelle wird etwas blasser. Kalilauge allein macht
den von Curcuma herriilirenden gelben Fleck mehr ode: weniger braun , den von reiner Rhabarber herruhrenden hell
purpurroth.
Mitunter verdient, statt des gepulverten Borax, ein
Tropfen der concentrirten Losung desselben den Vorzug , zuma1 wenn nur wenig Curcuma zugegen ist, weil in solchem
Falle das weisse Pulver die genaue Beachtung der eintretenden Farbenerscheinungen erschweren konnte.
Auf vorstehende Weise lasst sich selbst 0,OS Procent
Curcuma in der Rhabarber erkennen. 0,l Proc. oder 7 Gran
in 1 Pfiind Rhabarber geben stets eine entschieden unzwcideutige Reaction.
Da die Curcuma oft mit Mieizen- und anderm Mehl versetzt ist, und diese am besten unter dem Nikroskope erkannt
werden konnen, so ware Rhabarber, in welcher man diu
erstern gefunden, auch noch in dieser Richtung einer Prufung
zu unterwerfen.
Es freuet mich constatiren zu konnen, dase von 36 Proben Rhabarberpulver, welche ich mir aus den verschiedensten
Theilen unseres Landes verschafft hatte , nur eine curcumahaltig befunden wurde , und diese stammte noch aus friiherer
Zeit. Die Quantitat Curcuma in derselben' betriig aber so
wenig, nemlich ohngefdhr 0,07 €'roc., dass sie kaum als eine
absichtliche Fiilschung betrachtet wcrden kann , wenn man
bedenkt, dass einige Hiindler die Gewohnheit haben oder hatten, die Rhabarberwurzeln, um ihre Parbe zu verbessern, init
Curcuma zu reiben. Von 60 behandelten Wurzeln wird jcnes
Pulver herriihren.
E u r o p a i s c h e R - h a b a r b e r i n o s t i n d i s c h e r . Die
Thatsache, dass die von verschiedenen Rhabarberarten mittelst
Chloroform erzeugten gelben Flecken in ihrer Nuanpe stetig
variiren , brachte mich auf den Gedanken, dass dime Probe
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W. L. IEowie, Vei falschung der Rhrrbarber etc .
auch zur Beurtheilnng der Qualitkt der Drogue benutzt werden konne.
Gesunde, blassfarbige , dichte und von der Rindenschicht
befreite ostindische Rhabarber giebt gepulvert an Chloroform
fast nichts Farbiges ab. Dnnkelfarbige, aber sonst tadellose
Wurzel liefert eine schwache Farbe, wahrend man von der
Rindenschicht ein entschiedeneres Gelb , und von wurmstichigen odcr sonst verdorbenen Stiicken ein noch dunkleres Gelb
erhiilt.
In England gebauete Rhabarber giebt, selbst in ihrer
ausgesuchtesten Qualitat, mit Chloroform eine dunkelgelbe
Farbe, und diese erscheint bei Anwendung der Rindenthcile
oder verdorbener Stiicke noch intensiver.
In Frankreich gebauete Rhabarber verhalt sich ungefahr
ebenso, wie die englische.
Wenn also ein f i r untadelig und rein ausgegebenes
Pulver ostindischer Rhabarber der Chloroform -Probe unterworfen wird, so darf nur ein aussemt blassgelber Fleck entstehen. Fallt derselbe tiefer gelb aus, so ware der Verdacht
der Gegenwart englischer oder franzosischer Waare begriindet; die dunklere Farbe des Fleckes konnte zwar auch von
ungeschalter oder verdorbener ostindischer Rhabarber herriihren. In beiden Fallen ware aber doch wenigstens die nicht
tadelfreie Beschaffenheit des Pulvers erwiesen.
Einige Proben turkischer Rhabarber, welche ich mir verschaffen konnte, verhieltcn sich wie die ostindische.
Die Ursacha dieses von verschiedenen Rhabarbersorten
erhaltenen Farben - Unterschiedes ist noch nicht aufgekliirt.
Das Chloroform acheint vorzugsweise nur auf die harzigen
Materien einzuwirken, nicht auf die krystallinische Chrysophansaure und das sogenannte Emodin.
Schone Aggregate korniger Krystalle von Chrysophansiiure kann man leicht erhalten, wenn man nach der Behandlung mit Chloroform auf die ostindische Rhabarber - Aether
wirken und diesen dann freiwillig verdunsten lasst. Bemerkenswerth ist, dass die englische und die franzosische Rhabarber koine solchen Krystalle giebt, sondern dass van ihnen
W. L. Howie, Verfalachuog der .Rhabarber etc.
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eine geringe Menge blassbraunen gnmmigen Extracts zuriickbleibt; doch liefern alle Sorten 'auch noch braunliche nadelformige Krystalle, welche wahrscheinlich Emodin sind.
Die Vermuthung liegt nahe , dass die Chrysophansaure,
welche als der Hauptbestandtheil der Rhabarber erkannt worden ist, durch langere atmospharische Einfliisse Sauerstoff
aufnimmt und sich in die unter den Namen Erythroretin und
Phaeoretin bekannten Harze umwandelt, die auch von einigen
Autoren nicht als ursprungliche niihere Bestandtheile, sondern
nur ,,ale unreine Chrysophansaure " betrachtet werden (Batka).
Da nun diese Harze von Chloroform aufgelost werden, so
erklart es sich, dass man aus mehr oder weniger verdorbenen
Wurzeln durch Behandlung mit Chloroform etc. dunkelgelbe
Flecken auf dem Papiere bekommt.
Die Formeln der genannten Verbindungen untcrstutzen
diese Annahme, denn, mag nun die Formel der Chrysophansaure G10H8Q3 oder G 1 7 H 1 0 8 0oder G14H10Q3 sein, so
enthiilt doch eowohl die des Erythroretins = €119H1*Q7,als
weit mehr Sauerstoff,
auch die des Phaeoretins = G1sH1007
als die jener Siiure.
Die Chrysophansiiure wird durch atzende Alkalien roth,
und das Erythroretin dadurch hell purpiirn ; letztere Reaction
kann man wahrnehmen, wenn man den gelben Rhabarberfleck
mit Kalilauge beriihrt.
Bei einer Waare wie die Rhabarber, welche sowohl in
ihren chemischen als auch physikalischen Merkmalen variirt,
muss man sich indessen immer erst die gehorige Uebung
erwerben , bevor man aus den mittelst Chloroform erhaltenen
Flecken ein definitives Urtheil uber die verschiedenen Sorten
abgiebt, damit man nicht etwa voreilig ver!eitct wird, das
Verfahren, welches sich mir in nahezu hundert Fallen bewahrt
hat, zu discreditiren.
Die Beobachtungen miissen bci Tageslicht angestellt werden, denn bei Gas - oder anderer kiinstlicher Beleuchtung eind
schmache gelbe Flecke nicht zu erkennen.
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Green, Schwenimfischerei bei Tunis.
C u r c u m a im a r o m a t i s c h e n K r e i d e p u l v e r . ES
wird nicht selten bchauptet, dass dieses Pulver zur Erhohung
seines Ansehns einen Zusatz von Curcuma erhalte.
Dieses und andere, Safran enthaltcnde Pulver konnen
ebenso gepriift werden , wie dic Rhabarbcr , denn das Chloro€orm wirkt auf den Farbstoff des Safrans nicht losend und
nimmt daraus nur ein wenig gelbliches Oel auf. Das aromatischc Kreidepulver darf also mit Chloroform keinen gelben
Fleck geben, wenn es frei von Curcuma ist.
Das Safrangelb, welches dagegen durch Alkohol ex trahirt
werden kann, wird durch concentrirte Salpetersaure griin und
durch Schwefelsaure erst blau, dann schmutzigroth und braun.
C u r c u m a i m S e n f . Im Speisesenf (Mostrich) lasst
sich die Curcuma ebenso nachweisen, wie in der Rhabarber.
(Pharm. Journ. and Transact., Nov. 1873, XLI. 354.).
Ueber die Schwammfischerei an der tanesischen
Kiiste.
Von G r e e n , * ) engl. Viccconsul in Tunis.
(Eiugesandt von G. C. Wittstein.)
Schwamme kommen llings dcr ganzen tunesischen Kiiste
vor, aber offenbar nicht in einer zur gey-innbringenden Sammlung hinreichenden Menge , ausgenommen in den seichten
Distrioten von Karkenah, Jerbah, Zarsis und Biban, welche
sich voq Ras Kadijah und Bir Capoudia nach Terna in einer
Lange von 45 (engl.) Meilen hinziehen. Der von Karkenah
betragt 18-20, der von Jerbah 15 -20, und der von Biban,
welcher nur ein offener Strand ist, 3 - 4 Meilen. Die grosste
Ticfe dieser Ggwasser schwankt zwischen 15 und 75 Fuss.
Die Zarsis-Bank liegt 18 Meilen von dcr Kiiste cntfernt. Die
Districte der Insel Jerbah der Zarsis -Bank, von Ras el Ghzira,
Biban, Chneios und bei Gilis habcn sandigen und fclsigen
Bodcn, wahrend der der ubrigen Fischgriinde schlammig ist.
*) Pharrn. Journ. and. Transact. Juli 1872, 24. --Ueber die Schwabarn.
flacherei ache mau auchWftlstrin, Vi~rteljahresschr.I. 4';5, X.447, XI. 90.
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