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Untersuchungen der im Handel vorkommenden Oblaten.

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Witting und Zachazi,
Menge enthalten. Dahingegcn war kein Stiirkezucker Zuni
sauren weinsauren Ammoniak gedrungen.
Versuche, reinen Rohrzucker auf die Weisc in Gahrung zu bringen, wie es mir mit dem Starkezucker gelunSen ist, gaben ein negatives Resultat.
In Wasser suspeiidirte reine Starbe, auch dunner
Kleister aus reiner Starke bercikt, durch Digeriren oder
Kochen mit neutralem oder weinsaurem Ammoniak benierkenswerth zu verandern, gelang cbenfalls nicht.
Auch reine in Wasser suspendirte Starke mit erschopftem Strohpulver versetzt, mil oder ohne Zusatz von saureni
weinsaurem Ammoniak, und in Gghrungstemperatur gesctzt,
veranderte sich nicht.
Es ware gewiss von Interesse, einigc in dieser Abhandlung beschriebene Vcrsuche , statt mit weinsaurem
oder citronensaurem Ammoniak, mit Salzen, die fluclitigc
Pflanzenbasen enthalten (Anilin, Coniin, Ricotin) anzustellent
ferner auch harnsaures und asparaginsaures Ammoniab
dazu in Anwendung zu bringen.
--
Untersuchungen der im Handel vorkommendetr
Oblaten ;
yon
Witting und Zachan.
1. Weisse Oblaten.
Wir unterwarfen diese desshalb einer Untersuchung, da
man in Belgien zum Weissfsrben des nrodes u. s w
Bleiweiss ( Kremnitzerweiss) und Wismuthoxyd benutzt
hahen soll. Wir hahen jedoch, indem verschiedene Oblaten
dieser Art mit
a) Schwefelammonium behandelt, auch
b) LSthrohrversuche niclit unbenutzt gelassen wurrlen,
niemals die Gegenwart jener metallischen Substanzen
constatiren konnen.
Bemerkung. Interessant diirfien auch die von J a y u e m y e s (Annales de Chirnie 1831) angestellten Unter-
Untersuchunyen der ina Handel vorkonzinendeii Oblaten. 27
suchungen iiber Ermittelung des schwefelsauren Kupferoqdhydrates im Weissbrode sein, welches um die Farhe
mehr zu heben (sowie Smalte beim Papicr) dcm Teige
zusesetzt ward. Schon Kaliumeisencyanurliisung deutete
durch einfaches Befeuchten der Masse die Gegenwart
des Kupferoxyds an.
II. Schwarze Oblaten.
Sie erscheinen nur durch feine animalische Kohle
gefarbt. Letztere ward durch Behandlung einer Menge
von Oblaten mit siedendem Wasser, nach einigem Stehen
der Flussigkeit, gesondcrt.
I i l . Rothe Oblaten.
Sie waren der wichtigste Gegcnstand vorgcdachter
Oblatenuntersuchungen. Sdion durch das Liithrohr zeigte
sich auf Kohle bei einer Oblate der eigenthumliche, gelbe
Anflug des Bleioxydes im Anfange, dem nachher ein wirkliches Bleikorn folgte; genauer durch die Loupe zu entdecken, jedoch vollkommen sichtbar, wenn mehrere
Oblaten zusammen angewandt wurden. Alle ubrigen Untersuchungen stimmten dahin uberein, dass sie mit Mennige
(rothem Bleioxyd) gefarbt waren. In Betreff des quanritativen Verhaltnisses fand sich:
a) dass sechs Oblaten, dreissig Gran wiegend, an
Bleioxyd =0,56 Gr. enthalten; daher eine Oblate von
$ Gr. = 0,4537 Gr. des Farbenmaterials, mithin 1 Gr. der
Oblate 0,1833 Bleioxyd, = 0,1374 Bleimetall entsprechend,
10 Sauerenthalt; indem 100 Theile Bleioxyd = 90 Blei
stoff enthalten. - In Beziehung auf Reaction solcher Substanzen, durch welche gedachtes Bleioxyd in seiner blehlverbindung nachtheilige Eigenschaften auf den thierischen
Organismus ausuben diirfte, haben wir besonders Nachfolgendes hervorzuheben.
b) Die Oblaten, mit kaltem Wasser wiihrend mehrerer
Tage lang macerirt , theilten demselben keins Bleitheile
mit, indern die bezeichneten Reagentien, namentlich Schwefelwasserstoffverbindungen, sicli durchaus indifferent verhielten.
c) Die rnit Wasser benetzten Oblaten zeigten fast
+
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Witting und Zuchuu,
momentan, indem sie mit jenen Reagentien durch Auftropfeln in Beruhrung gesetzt wurden, den Bleigehalt an.
d) Die rothen Oblaten jedoch, kurze Zeit mit sehr
vcrdunnter Salpeter - und Salzsaure in Verbindung gesetzt,
gaben schon nach einigen Stunden n i t Schwefelammoniurn
das Metal1 zu erkennen.
c) Besonders beobachtungswerth durfte das Verhalten
der Ohlaten gegen den Speichel sein. Dieser letztere
zeigte folgende Erscheinungen :
a) Er loste rasch, sich gleichsam mit der Oblate coagulirend, dieselbe auf, und eben so schnell erfolgte die
Reaction mit den Hydrosulphuren.
b) Schon durch das Befeuchten mil Speiehel kann
aus einer rothen Oblate die Gegenwart des Rleioxydes
nachgewiesen werden, wozu namentlich auch die Warme,
welche Gcschmacltsorganen cigenthiimlich ist, kraftig mitwirkt.
AnmerJcung. Es durfte hier zunachst die Frage aufzustellen sein, ob der Speichel nicht in Betreff seiner
Bestandtheile manchen Veranderungen unterworfen ist,
herbeigefuhrt durch verschiedenartige Speisen , Lebensweise u. s. w. Der Speichel, welchen ich benutze, reagirte
weder alkalisch noch sauer, und schien nebst phosphorsauren Verbindungen solche von Chlor zu enthalten. Dass
aber Salze dieser Art aufl6send auf Sew-isse Metalle wirken, ist bekannt. Wir mochten iibrigens auch hier besonders den Spcichelstoff (Ptyalin) hervorheben.
It/. GeEbe Oblaten.
Erschienen unsern Untersuchunsen zufolge:
a) theil weise durch Curcuma- Aufguss gefarbt. Sclion
durch Einwirkung des Ammoniakgases zeigte sich die
briiunliche Reaction. Lothrohrversuche und andere liessen
durchaus keine schiidlichen Bestandtheile entdecken.
b) war bei den orangefarbenen Oblaten auch Safraniu@ws benutzt worden.
V. Blaue Oblaten
fandcn sich durch Indigosolution gefarbt Dass iibrigens
hier schwefelsaure Indigo - Auflosung benulzt wurdc, ergab
Untersuchungett der im Handel vorkommendcn Oblaten. 29
sich durch Behandlung der Oblaten mil hcisseni Wasser
und nachherigcm Zusatz von Barytsalzen durch den betreffenden Niederschlag.
VI. Griine Oblnten.
Wir fandcn dieselben in den meisten Fiillcn colorirl:
A. durch Pflanzenpigmente, und namentlich hier :
a) Indigo - Auflosung mit Curcuma -Aufguss.
Als Beweis der chcmischen Reaction hicrher gehoriger
Priifungsmittel erwiihnen wir den Einfluss der Aetzalkalien,
wodurch das blaue Pigment (Indigo) entfirbt ward, hingegen das gelbe mit einer intensiv braunen Farbe pravalircnd zum Vorschein kam.
B. In zwei Fallen hnden sich unverkennbar die Spurcn
yon Kupferoxyd, und hier muthmasslich cssigsaures Kupferoxyd (Grunspan), denn cs wurden durch verdiinnte
Salpeter - und Hydrochlorsaure die Oblaten sehr bald
cntfarbt, und die Solutionen deuteten:
a) durch Schwefelammonium (Niederschlag rnit demselben) Kupfer an.
b) So aueh Kaliunieisencyaniir.
c) Ammoniak vermittelst Digestion durch die blaue
Farbe (schwachere Reaction).
d) Ward die mit verdiinnter Salpetersaure angefeuchtete Oblate sehr bald durch Schwefelammonium braun
gefarbt.
c) Durchs Lothrohr konnte der Kupfergehalt erst bci
Anwendung mehrerer Oblaten ermittelt werden, indem
zugleich dcr Ruckstand vorgcdachter Untersuchungen unterworfen ward.
f ) Zeigte Speichel keine energische Wirkung darauf,
nur erst nach langerer Digestion.
Schlussfolge atis obigen Resultaten.
I ) Konnen die rothen Oblaten als schadlich und zwar
mit Mennige gefarbt, betraclitet werdcn; indem den Untersuchungen zufolge schon der Speichel eine Auflosung
von Bleioxyd veraniasst. Ob nun nicht bei dem haufigen
Gebrauche der rothen Oblaten nach und nach bci den
Individuen eine formliche Intoxation erfolgen konne, wenn
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Stickel,
auch nur in einzelnen Partikelchen Bleioxyd den Verdauungswerkzeugen mitgetheilt wird , diirfte jedenfalls als eine
medicinal - polizeiliche Aufgabe den Sanitatsbehorden zu
ompfehlen scin. Das formliche Verschlucken der rothen
Oblaten ist gewiss schkidlich, da der Magensaft selbst
Anlhcile von Hydroclilorsiiure enthalt, und so ctwa gebildetes Chlorblei nachtheilig wirken konnte.
2) Erscheinen die (nach unscrn Beobachtungen nur
selir wenig im technischen Leben vorkommenden) griinen,
mit Iiupferoxyd gefiirbten Oblaten, sodann nur schadlich,
wenn sie verschluckt werden.
3) Dahingegen sind alle iibrigen Farben, nls von Pflanzcnpismenten entnommen, durchaus unschadlich.
Sollten nun Vorschliige in Betreff unschadlicher Farhen
gemacht werden, so diirfte dieses nur fur die rothe Farbe
geschehen, da die iibrigen Farben hereits als Pflanzenpigmcnte charakterisirt sind ; vergleiche obige UntersuchunSen und zwar:
I. weisse Oblaten, ohne Zusatz, durch feines Spelzmelil ;
11. schtuu,rze Oblaten, vermittelst feiner animalischer
oder vesetahilischer Iiohle (Kienruss);
111. gelbe Oblaten, durch Curcuma- oder Safranpigment ;
IV. blnue Obluten, durch Lackmus - und Indigopigment;
V. grune Obiateit, durch Verhindung der gelben und
blaucn Pigmenle.
Vl. yothe Ohlaten, fur diese als schtidlich befundene,
diirften vorzugsweisc Cochenillefarbstoff, oder auch Fermanbukholz niit Alaunzusatz i n Vorschlag zu bringen sein.
-%
+
..-
Ueber Benutzung deutsclier Eupliorbia - Rrten ;
VOll
IE. Sticliel,
Apothelcer
ZLI
lialtennordheiin.
Nur Weniges konnen wir in dieser Bcziehung uber
diese so allgcmein in Deutschland vorkommenden und
stets gedeihenden Pflanzen his jctzt anfiiliren.
Die sonst gebriiuclilicben Radices Euplrorbiae Cypn-
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