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Untersuchungen Uber verschiedene gerbstoffhaltige Pflanzen von Stenhouse.

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Ueber vemchiedene gerbstoffhaltige Pflanzen.
maleins. Kupferoryd- Anirnon
+ 2Aq.
= 2CuO
fumars. Quecksilberoxydul = IIgz 0
,, Silberoxyd = Ago FG.
neutr. maleins. Silberoxyd = 2 Ago
saures
,,
17
= Ago
+
194
+ 2 (NH3 HO) + Ga
+ b%.
+ $a.
+ 110 + nia.
Bei Betrachtung der neutralen maleinsauren Verbindungen erscheint es bei den meisten derselben als ei enthiimlich, dass die 2 At. Hydratwasser der Saure aucfjl in
die Verbindung mit uber egangen sind, welches in der
Regel bei den zweibasisc en Sauren nicht der Fall ist;
jedoch deutet dieses nach der Ansicht des Dr. Buchner
darauf hin, dass dieses H dratwasser vertreten werden
kann durch andere neutra e maleinsaure Verbindungen,
wovon die Existenz des maleinsauren Kupferoxyd-Ammoniumoxyds ein Deispiel giebt.
Dass die Maleinsaure eine zweibasische Saure ist, geht
aus dem am Kali und Natron gebildeten Doppelsalze,
so wie aus den sauren Erdsalzen und dem sauren Silbersalze auf unzweideutige Weise hervor. Eine besondere
und bis jetzt noch unerklarte Anomalie zeigt aber die
saure maleinsaure Masnesia, in welcher beide Atome Hydratwasser durch 1 Atom Magnesia ersetzt sind. Die
7 Atome Wasser treten bei 1OO*C aus, gehoren desshalb
nicht zur Constitution des Salzes und konnen nur als Krystallwasser betrachtet werden. (Annd. d. Chem.u.Pharrn.
Bd. 49. p . 31-91.1
Hersog.
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IJntersuchungen uber verscbiedeiie gerbstoffhaltige
Pflanzen vou S t e n h o u s e .
Schzoarzer und griiner Thee. Nach M 11 1 d e r stammeii
beide Sorten von derselben Pflanze und nur die verschiedene Zeit der Einsammlung und das scharfere Trocknen
des erstern bewirken die Unterschiede. Aus der durch
die Einwirkung der Ilitze bedingten theilweisen Verwandlung des atherischen Oels in Harz geht der Grund hervor,
aus welchem wasseri er Aufguss von schwarzem Thee
beim Erkalten sich tru t, wahrend der von griinem Thee
klar bleibt.
Die Aufgusse beider Sorten geben mit Eisenvitriol
schwarzlich olivengriine, beim Stehen schwarz werdende
Niederschlage. Beide Aufgiisse geben beim Eindampfen
und Destilliren Theile in Krystallen, wahrend das empyreumatisclie Destillat Pyrogaltussgure liefert. Zur Isolirung
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Ueber verschiedene ~ ~ r b s t o ~ ~pflamei~
~lt~ge
des Gerbstoffes wurde rnit Bleiacetat gefallt, der beim
griinen Thee hellgelbe, beim schwarzen braunlichgelbe
Niederschlag mit heissem Wasser sewaschen und mil
Schwefelwasserstoff zersetzt. Bei beiden Sortcn verhielten
sich die Gerbstofflosungen, bis auf die dunklere Farbe
beim schwarzen gleieh. Leimlosung und Brechweinstein
geben weisse, Eisenvitriol blaulich schwarze, Eisenoxydsalze grunlich schwarze, und essigsaures Eiscn rothlich
schwarze Niederschlage. Im Wasserbade verdampft wurde
ein rijthlich brauner Ruckstand erhalten, welcher der trockenen Destillation unterworfen, fegelmassig Pyrogallussaure
gab, selten krystallisirt, meist in empyreumatischem Destillate gelost, welches desshalb durch Kalkmilch purpurroth,
durch Bisenoxydulsalze blau efarbt wurde.
Die Menge dieser Pyroga lussaure war stets gerin er,
als die unter gleichen Umstanden von Sumach und Ga lus
erhaltene, und schien nicht vom Gerbstoffe des Thees selbst,
sondern von beigemengter Gallussaure herzustammen. Es
wurde aus einer concentrirten Losung des Theegerbstofls
derselbe rnit Schwefelsaure efallt, wobei schwefelsaures
Tannin erhalten wurde, welcfles weit loslicher sich zei te,
als die gleiche Verbindung aus Gallapfeln. Der Nie erschlag auf Leinewand gesammelt, ausgepresst und mit kaltern Wasser von anhangender freier Saure befreit, gab
fur sich destillirt keinc Spur von P yrogallussaure. Als
eine andere Portion des Gerbstoffs rnit verdunnter Schwefelsaure gekocht wurde, fand keine Verwandlung in Gallussaure statt, sondern der Gerbstoff sing in eine dunltelbraune, in Wasser sehr schwer losliche Substanz iiber,
welche von Eisenvitriol graulich schwarz, von Leim- und
Brechweinstein gar nicht gefallt wurde, und mit Alkohol und
Alkalien dunkelbraune Losungen gab.
Die Gallussiiure des Them ward auf zwei verschiedene Weisen dargestellt. Einmal, class man den Bleiniederschlag durch Hydrothionsaure zersetzte, aus der zur Trockne
gebrachten Losung mittelst wcnig Wasser das weisse Tannin auszog, den wiedcr getrockneten Riickstand zerrieb,
mit weissem Sande mischte und in verschlossener Flasche
mit Aether wiederholt schiittelte, die Losung abgoss, den
Aether meist abdestillirte und den Ruckstand der freiwilligen Kr stallisation uberliess, die gelben Krystalle nochmals urn rystallisirte. Auf die zweite Art, dass man aus
der durch Zersetzung des Bleiniederschlags erhaltenen
Losung den Gerbstoff durch Hautstiicken, welche etwa
14 Tage lang eingelegt wurden, schied, die Gallussaure
rnit essigsaurem Blei niederschlug, den Niederschlag erst
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Ueber verschiedene gerbstoffhaltijv Pflanzen.
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mit Wasser, dann mit Weingeist wusch, durch Schwefclwasserstoff zersetzte und das Filtrat mit Aether, wie ohen,
behandelte. Die erhaltenen weissen Krystalle bestanden
aus reiner Gallussaure. Sodann hat sich ergeben, dass
die Theeblatter ausser einem besondern, Eisenoxydulsalze
blaulich schwarz fallenden Gerbestoff, stets eine kleine,
aber constante, Menge fertig gehildeter Gallussaure enthalten.
Myrobalanen. Es wurden von diesen nur die braungelben, birnf6rmigen, tiefgerunzelten Friichte der Ternainalia Chebzcla gepriift. Der wasserige Aufguss ist dunkelgelb, wird vom Eisenvitriol schmutzig blauschwarz gef~llt
(der Niederschlag mit dem durch Failung mittelst Bleizuckers u. s. w. rein dargestellten Gerbestoff ist so schon
blauschwarz, wie der von Gailapfeln). Leimlosuns giebt
einen reichlichen gelben, Brechweinstein einen braunlich
gel hen Niederschlag, andere Eisenoxydulsalze blauschwarze,
bald grunlich werdende Niederschlage, essigsaures Eisenoxyd rothschwarzen Niederschlag. Beim Abdunsten des
Decocts zur Trockne und darauf unternommenen trockenen
Destillation erhalt man Pyrogallussaure, die von beigernengter Gallussaure herruhrt. Die Gallussaure der Myrobalanen erhalt man leicht, wenn man das Decoct mit Leim
fallt, das Filtrat zur Trockne verdampft und den Ruckstand mit Aether hehandelt. Ausser Gerbstoff nnd Gallossaure enthalten die Myrobalanen vie1 Schleim und einen
braunlich Selben Farbstoff, den man, wic B a u c r o f t anSiebt, in Indien anwendet. Die MyroBalanen verdienen
ihres reichen Gerbstoffgehalts auf's Neue Beachtung.
Rad. Bistortae. Der wasserige Auszug giebt einen
blauschwarzen Niederschlag mit Eisenvitriol, der einen
Stich ins Purpurfarbige hat, ,mit Leimlosung einen reichlichen braunen, Br echweinstein b riiu nl ich w ei ssen N i ed erschlag. Durch Verdampfen des Auszugs zur Trockne und
Destillation wird reichlich Pyrogallussaure erhaltcn. Gallussaure kann wie aus den Myrobalanen erhalten werden.
Die Wurzel enthalt noch Schleim und braunrothen Farbstoff. Man limn damit eine haltbare Tinte darstellen, die
indess ein wenig ins Blaurothe neigt.
Ostindisclte Elephantenlause fkacardiurn Z o ~ g i ~ ~I Z i u ~
enthalten in der Rinde ansehnliche Mengen Gerbstoffs, wefcher rnit Eisenoxydulsalzen blaulich schwarze, essigsaurem
Eisen blaulich urpurrothe Niederschlage giebt, mit Leimlosung und Brec weinstein niederfallt und eine kleine Menge
Gallussaure enthalt. Ausserdem findet sich darin Fett und
ein blasenziehender Stoff.
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Arch. d.Pharm. LXXXIX. Bds. 2.Hft.
R
Zersetzzingsproducte der Harnsiizise.
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Granatrinde enthah vie1 Gerbdofl, wird durcli Lcim
lijsun~stark, durch Brechweinstcin schwarh gefallt, Siebt
mit essigsaurem Eisen purpurrotbe Niederschlage, niit
Eisenoxydulsalzen dunkclblaue, ins OlivcnSrune iibergeliendc; Gallussaure ist nicht wahrgcnommen.
Lerchenbaumrinde. welclic in Schottland zum Gerbcn
dient, abcr kcin gutes Leder giebl. Dcr Auszug in Wasser
wird stark gcfallt von Leim, gar nicllt von Rrechwcinstein,
1)lauIich.purpurroth von essigsaurem Eisen, dunkel olive,ngrun von Eisenoxydulsalzen. Sch\vefelsiiiire erzeugt einen
;othlicti gelben Niederschlag, welclier sich beim Kochen
mit Schwefelsaure mit schon rother Farbe auflosl, heini
Erkalten den veranderten Gerbstoff in sclion rothen Flocken
niedersctilagt, welche kaltes Wasser nur schwierig, Alkohol und Alkalien aber leiclit losen. Rirkenrinde, Edenrinde, Torinentillwurzel geben alle sehr ansehnliche Mengen GerbstofL dem dcr Lerchenbaumi~indegleichend.
Der Verfasser schliesst, dass die Classification der
Gerbstoffarten besonders desshalb schwierig. sei, weil man
es mit amorphen, unter einandcr sehr ahnlichen, und init
alleini er Ausnahrne des Sumachs und der Gallapfel, welchc
densel en Gerbstoff cnthalten, hochst unbestimmte Zersetzungsproducte gebenden Korpern zu thun habe. Zu
bemerken ist, dass unter zelin Fiillcn von blauschwarz
fallendem Gerbstoff dersel be achrmal GallussBuregelial~,
zei te, von denen es jedoch unentschiedcn blicb, oh sie
v o k e r gebildet oder Zersetzungsprodncte des Gerhstoffs
waren. Bei den Galliipfeln und dem Sumach ist die letztere Annahme wahrscheinlich. Der Catechustoff ist von
Catechin begleitet. In den Aufgiissen der Dirken- und
Erlenrinde etc. erhalt man, nach vollstiindiger Fallung durch
Leim, im Filtrat noch eine Substanz, welche Eisensalze
griin, Bleisalze dunkelgelb fallt. Beirn Fallen mit Blei und
kersetzen durch Schwefelwasserstoif wird ein hellgelher,
amorpher, in Wasser, Alkohol und Aether losliclier Srolr
erhalten. (Aus d. London, Edirib. and Dzcbl. phil. Magaa. 1843
- Pharrn. Centralbl. Nr. 54.j
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Zersetzungqwoducte der Harns"aure.
In den bei Darstellung des Alloxans rrhaltenen Mut
lerlau,gen ist noch vie1 Alloxan enthalten, welches indess
so reichlich rnit salpetersaurem Ainmoniak und freier Salpetershure verunreirrigt ist, dass das Alloxan cla~ausdurch
lirystallisation miclit rein erhaltcn werden kann, indess
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