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Vanilla-Sure.

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P. Owlea, Vunilla Saurc.
518
Die ge wdillen Boispiele zeigen eine bedeutende Verschiedenheit in den Ycngen der einzelnen Bostandtheile. An ein
nnd demselben Ort gefundene, zu gleichcm. Zweeke dienende
Rronzegcgenstiinde enthalten bald mehr, bald weniger Zinn
oder Zink oder Blci, SO dass es mehr scheint, dass diese
Schwankungen auf die unreinen Materialien zuriickzufuhren
eind, als auf absichtlich ausgefuhrte wechselnde Zusatze.
A) E. K o p p , Jahresber. der Fortschr. der Cheyie von
Liebig und Kopp 1865. S. 768; 13) T e r r e i l , ebendas.;
C) A. H. C h u r c h , ebendas.; D) A r n a u d e s , ebendas. 1860,
S. 686; E) H. S t r n v e , ebendas. 1866, 8. 841; F) O l i v i e r , ebendas. 1864. S. 755.
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Vanills Sgura.
VOJI P. C a r l e s .
Aus dcm American. Journal of Pharmacy; iibersetzt
von Dr. F. E l s n e r . * )
Vanillc wird bei langkrer Aufbewahrung gewohnlich mit
k~yhtnllinisehcnNadeln bedockt. Da dicse Krystalhation als
eiii Zcichen gutar Qualittit angesehen wird, so ist haufig versiicht worden, diese Eigenschaft auch geringeren Sorten zu
ertheilen , was einhch dadurch bewirkt ist , dass man einige
Krystallo in dab Aufbewahrungsgefass hinein gelegt hat.
Priiher, und der Irrthum ist in neueren Werken wiederholt wordcn, versicherte Vogel, dass diese Masse aus
Zimmt- oder Benzoesaurc bestiinde ; W i t t s t e i n hielt sie fur
Cumarin. V 6 c, wclcher den Schmelzpunkt dieser verschiedenen Substanzcn verglich , cntdcclrte den Irrthum und zeigtc,
dass cs cine oigcnlhiimliohe SHure sei. (Journ. de Pharm. et
de Chimie, (3) XXXIV, 412.) Urn dieselbe Zeit untereuohte
G o b I e y den chcmischcn Character dieser Krystalle , verglich
ihn mit dem des Cnmarin und sclilug fiir sie den Namen
*) Dic crxtc NoLiz fiichc Bd. 150 S. 249 d. Zeitschr.
Rdt.
P. Csrles, Vanilla -Sauce.
519
Vanillin, oder arornatischcs Princip dcr Vanille vor. (Ibidem ;
404.). Spater nahm in Deutschland S t o k k c b y e das Project auf. (Zeitschrift fur Chemie, 1865, pag. 467.). E r stelltc
den Schmelzpunkt auf 82O C. fest, im Gegensatz zu Gobley
(750) und VQe (7S0), und nannte, in Anbetracht der sauren
Eigenschaften der Krystalle, sie Vanillcnsaurc. Endlich setzte
Stokkebye die Formel, welchc Goblcy durch C Z oIi6O4 ausgedriickt hatte, auf C34HezOz0(nach alter Schreibweise) fest.
Diese Differenzen in Formcl und Schmelzpunkt schienen zu
zcigen, dass , wenn beide Arbciter dieselhen Krystallc untersucht haben , sie nicht von gleicher Reinheit gewesen sein
konnen. Es veranlasste das C a r 1c s, die gegenwartige Untersuchung vorzunehmen.
Anstatt die Vanillasawe direct aus der Vanille EU ziehen,
zog Carlev vor, den Bodensatz der Gefasse zu reinigcn, in
welchen Vanilla aufbewahrt wurde. Er machte von einer
Probenmischung verschiedener Sorten durch Xochen eine wassrige Losung, entfarbte mit thierischer Kohle und filtrirtc dnrch
ein beniisstes Filter. Nach geschehener Abkuhlung des Filtrates fand sich die Saure abgesetzt und wurde wiederholter
Umkrystallisation unterworfen. Bei langsamer Abkuhlung
wurden durchscheinende, prismatische, farblose, bisweilen iiber
gwei Centimeter lange , Krystalle erhalten. Frisch bereitet,
und bei sehr reiner Beschaffenheit war dcr Geruch derselben
nur schwach, wurde aber starker beim Erhitzen; der Geschmack war pikant. Diese erhaltene Vanillasawe schmolz
zwischen 80° und 8l0
Xuf Platinblech crhitzt , verfliichtigt sie sich ohne Zersetzung, ist aber nur schwierig und bei
einer Hitze von 280° C. zu destilliren. Sic ist leicht loslich
in kaltem Alkohol , Aether , Chloroform, Schwefelkohlenstoff,
fetten und flichtigen Oelen. Wasser lost bei 1 5 O C. 1,2 R o c . ;
in siedendem Wasser ist sie sehr leicht Ioslich. Bicarbonate
werden unter Aufbrausen von ihr zersetzt und alkalische
Basen in der Kalte, erdige Bascn bei Anwendung von Warme
vollstandig gesattigt. Rcine concentrirte Schwefelsaure farbt
sie in der Kiilte gelb; enthalt aber die Schwefelsiiure Spuren
von SalpetersLure , s o wird eine scharlachrothe Farbung her-
c.
520
P. Carles, Vanilla- Siiure.
vorgerufen ; dieselbe Erscheinung zeigt sich mit reiner Schwef'elsiiure bei Anwendung harziger Krystalle. Verdunnte Salpetersaure greift die Vanillasaure wenig an, concentrirte
Salpetersaure verwandelt sie dagegen vollstandig in Oxalsaure. Chlor , Brom und Jod rufen Substitutionsproducte
hervor. Sawed fallen sie aus concentrirten wassrigen oder
alkoholischen alkalischen Losungen mit wenig sichtbarer VerInderung, nachdem man sie einige Stunden einer Temperatur
von looo ausgesetzt hatte. Sie farbt Losungen der EisencyanidRalze, reducirt Silber und wird von den essigsauren
Rleisalzen vollstandig aus allen Losungen gerallt. Die Constitutionsformel ist von Carles angegeben als C16H8O 6 (alte
Bezeichnung).
Gefunden.
I.
Berechnet.
11.
Kohlenstoff
63,14
63,13
Wasserstoff
5,55
5,69.
Der Autor beschreibt folgende Verbindungen der Vanilla Saure, welche er untersucht hat: V a n i l l a s a u r e s B l e i
(C H P b 0 6).
Buschel von weissen Krys tallen , welche strahlenformig
von einem gemeinschaftlichen Mittelpunkt auslaufen, entstehen
beim langsamen hbkuhlen einer Mischung von wassriger concentrirter Vanillasaurelosung mit einer Losung von neutralem
essigsauren Blei.
V a n i 11a sa u r e M a g n e 6 i a (C16 H 7Mg 06). Farblose,
geruchlose Krystalle , welchc schwer loslich in kaltem Wasser, unloslich in Alkohol und Aether sind. Man erhalt sie
leicht durch doppeltc Zersetzung von frischem vanillasauren
Baryt und schwefelsaurer Magnesia, oder durch Sattigung
einer kochenden Vanillnsaurelosung rnit hydratischer oder
kohlensaurer Magnesia und langsames Erkdtenlassen der
Pliissigkeit.
V a n i l l a s a u r e s Z i n k (C16HTZnO6). Setzt sich beim
Erkalten einer heiss gesattigten Vanillasiiurelosung rnit Zinkoxyd oder kohlensaurem Zinli in weissen Krystallen ab, die
kaum loslich in kochendem Wasser sind.
-
P. Carles, Vanilla Saure.
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J o d v e r b i n d u n g e n (C16H7 JOE und C16H6J206).
Die erstere Verbindung etellt Krystalle dar, welche weiss,
perlmutterartig glanzend erscheinen , geruchlos oder von
schwachem Geruch sind, schwer loslich in Alkohol und Aether,
bei 740 schmelzen und ohne Zersetzung fliichtig sind. Sie
wird erhalten durch Vormischung einer Losung von 2 g. Vanillasaure in 50 g. Wasser mit einer Losung von 1,5 g. Jod
in 50 g. Alkohol, aus welcher Mischung sie nach einigen
Stunden ausgeschieden wird. Die zweite der oben genannten
Verbindungen erhalt man, wenn man Jod in Ueberschuss
anwendet, ebenfalls als perlenglanzde Krystalle. Sie ist schwer
loslich in kochendem Wasser, unloalich in kaltem Chloroform,
leicht loslich in heissem Aether und Alkohol.
B r o m v e r b i n d u n g (C16H6Br206). Perlglanzende, gelbliche, geruchlose Krystalle, welche schwach loslich in Wasser,
mehr loslich in Alkohol, Aether und Chloroform sind, und
erhalten werden durch allmahliges Zufugen eines geringen
Ueberschusses von Brom zu einer concentrirten wassrigen
Vanillasaurelosung. Der entstehende Niederschlag wird erst
aus Alkohol, sodann aus kochendem Wasser umkrystallisirt.
Wenn Vanillasaure mit Pottasche gegluht, und die erkaltete Masse mit Wasser , Salzsaure und Aether zusammengerieben wird, so entstehen kleine weisse, geruchlose , prismatiache Xrystalle, welche der Autor fur eine neue Saure halt,
fur welche er den Namen 0 x y v a n i 11a s a u r e vorschlagt,
da er die Formel C1sHsOs beilegt. - Wenn Vanillasaure
in einer vcrschlossenen Rohre mit Jodwasserstoffsaure erhitzt
wurde, wurde Methyl - Jodiir erhalten.
Auf Grund dieser Untersuchungen ist Carles geneigt, zu
schliessen , dass die EffIorescenz der Vanille keine der bisher
beschriebenen Substanzen darstellt , sondern eine eigenthumliche Saure sei , isomer mit der Anissaure , methylsalicyligen
Kresotinsaure , Oxatolylsauro und vielen anderen aromatischen
Verbindungen.
522 11. Werner, Organische Sauren zur Vegetation der Schimmelpilee.
Den neueren Ansichten gemass wurde die Siiure eine
zweibasische Saure d. h. eine solche, in welcher zwei Atome
Wasserstoff durch zwei Atome eines einatomigen , oder durch
ein Atom eines zweiatomigen Elementes zu ersetzea ist. Die
lypische Formel wurde folgende sein :
Die typischen Formeln fur das Blei -Magnesium - und
Baryumsalz wiirde folgende sein :
Das Zinksalz wiirde ein saures Salz sein; seine Pormel:
nnd die Formeln fur die Jod- und Bromverbindungen ergeben sich von selbst:
Verhaltcn einiger orgsnischcn Sluren zur Vegetation
der Schimmelpilze.
Yon H e r m a n n W e r n e r , Apotheker in Breslau.
Vorgetragen in der schlesischen Gesellschaft fir vaterlandische Cultur zu
Breslau am 13. Narz 1873.
Im Laufe des vergangenen Sommers bekam ich durch
die konigl. Regierung wiederholt Gelegenheit, Wasser - Analysen vorzunehmen. Zucker- und Stiirkefabriken liessen Producte der faulen Gahrung, mit Wasser gemengt, ohne vorher
die nothwendige Desinfection der Waschwasser in geniigender
Weise vosgenommen zu haben, eu Unrecht in benachbarte
GrSiben fliessen, deren Wasser den Adjacenlen zum Haus und Kiichenbedarf diente, welches aber durch das Zufliessende
nach allen Richtungen hin total unbrauchbar wurde. Die
Sdjacenten wurden klagbar, und sandten Proben van dem
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