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Verbindungen der Erdmetalle mit organischen Substanzen.

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Verbindungen der Erdmetalle rnit orgala. Subetanzen. 323
oxydul und liefert, mit Salpetersiiure behandelt, eine grosse
Menge von Schleinisaure.
Q u e r c i t w e i n s a u r e = (C6H6O5
2 CSHSOlZ)
- 2 HO = C22H16027; dreibasische Saure aus Quercit
und Weinsaure gepaart.
Q u e r c i t w e i n s a u r e r K a l k = 3 CaO, C22H13024
2 HO, verliert bei 1100 C. getrocknet 16,l Proc. Wasser.
E r y t h r o g l u c i n we i n s a u r e = (C12H15012
4CSH60lrJ) - 4 H 0 = C44H35056, gepaart aus Erythroglucin und Weinsaure.
Er t h r o g l u c i n w e i n s n u r e r K a l k = 6Ca0,
C441129650
4 H 0 verliert bei 1100C. 16,8 Procent
Wasscr.
P i n i t w e i n s a u r e = (C6H6O5 4- 3CSH6012)
6 HO = C3OH18035, gepaart aus Pinii und Weinslure.
Dreibasisch, analog der Mannitweins#ure, welche B e r t h elo t schon friiher dargestellt und beschrieben hat.
P i n i t w e i n s a u r e r K a l k = 3 CaO, C30H15032
6 HO, verliert bei 1100 C. getrocknet 16,7 Proc, Wasser.
G1 c e r i n w e i n s a u r e '= (CSIIS06
CSH6012)
- 2 H(y= C14H12016, wurde schon friiher beschrieben.
M a n n i t w c i n s i i u r e = (C6H6O5
3 CsII6Olz) 6 H O 1C3oHlsO35. Schon friiher beschrieben. Der
Korper C6HSO5 = Mannitan. (Ann. de Chim.et de I'hys.
Dr. H. Ludwig.
3. Sdr. SLpt. 1858. I: LIV. p . 74-87.)
+
+
+
+
J-
+
+
+
Verbindungen der Erdmetalle mit organiscben Substamen.
S c h a f a r i k hat nachgewiesen, dass die bisher angenominene Hornologie des Vanadins mit Molybdan und
Scheel in den Atornvolumen des Vanads und seinerverbindungen keinc Bestatigung findet ; wohl aber fanden
sich Andeutungen, die es a19 moglich erscheinen lassen,
dass das Vanad zum Tellur in einern ahnlichen Verhaltnisse stehe, wie das Arsen zum Brom. TJm eine Stiitze
fiir diese Ansicht zu gewinnen, schien es vor allem nothig,
das Verhalten des Metalles gcgen Jodsthyl zu studiren,
und es ist natiirlich, dass dabei der Gedanke entstand,
noch andere leichte Metalle in dieser Richtun zu behandeln. W. H a l l w a c h s und A. S c h a f a r i k ha en sich zu
dieser Arbeit verbunden und geben hier eine vorlaufige
Anzeige von den ersten hochst interessanten Resultaten
derselben, da bei den grossen experimentalen Schwierig-
fl
23 *
324
Verbindungen der Erdmetalle m$ organ. Substanzen.
keiten, die hier zu iiberwinden sind, die genaueren Details
nur langsam vorriicken konnen.
Metallisches Magnesium, grob zerkleinert und mit
seinem gleichen Volum vollkommen entwasserten Jodiithyls in eine starke Glasrohre eingeschmolzen, greift
schon bei gcwohnlicher Temperatur das Jodathyl an und
setzt Jodmagnesium ah; bci
1000 geht die Zcrsetzun
1fdYJ bis
1800 sin
ziemlich schncll vor sich; bei
5 Grm. Jodathyl in einem Tnge zersetzt; dss Magnesium
ist in eine weisse Masse verwandelt, die Flussigkeit verschwunden. Beim Oeffnen der Rohre cntweicht mit Heftigkeit Gas und die weisse Masse liefert erhitzt ein farbloses fluchtiges Liquidum, welches penetrant zwiebelartig
riecht, bei der kleinsten Spur hinzutretender Luft weisse
Woken von Talkerde absetzt und an der Luft erwiirmt,
dichte weisse Diimpfe verbreitet, aber sich nicht von
selbst entziindet. h s enhteht wahrschehlich aus freien
liohlcnwasserstoffen mit Spuren von Aethyliiiagnesium j
die Hauptmenge der letzteren ist offcnbar in der weissen
Masse mit Jodmagnesiuin verbundcn ; denn dicse bchiilt
auch noch nach anhaltendem und starkem Erhitzen die
Eigenschaft, Wasser mit explosionsartiger Heftigkeit zu
zersetzen, wobei bcdeutcnde Erhitzung eintritt und qin
penetrant riechendes Gas cntwickclt wird. Fcin zerschnittenes Alurniniumblech, mit seinern doppelten Volurn
Jodathyl eingcschmolzen, greift lctzteres erst iiber
1000 an; bei
180" geht die Zersetznng schr rasch;
in zwei Tagen sind 5 Urm. Jodathy! eersetzt und in ein
dickes syrupkhnliches Liquidum verwandelt, triibe durch
einen grauen Sch1:irrim (silicium- und Eiscngehalt des
kiiuflichcn Aluminiums). Heim Oeffnen entweicht wenig
Gas, aber jeder Tropfen dcs Liquidums verhrennt an der
Luft mit prachtvoller Feuererscheinung und unter Bildung weisser, brauner und violetter Dampfe; zugleich
fliegen lockere Flocken von Thonerde (Pompholiz) herum.
Der Rohreninhalt, im Kohiensaurestrome abdestillirt, I#sst
ein schweres farbloses Oel von ungemein hohem Siedepuncte ubergehen, welches wahrscheinlich Aethylaluminium ist und ebenfalls Waseer auf das heftigste zersetzt.
Es ist lcicht einxusehen, dass, auch wenn kein Alurniniurnjodiir (A1J) gelildet wird, das Aethylaluniinium doch
eben so gut AlzAet3 als 81Aet (oder viclmehr AlzAet2)
sein kann.
Pulverfdrmiges Vanadin (aus V Cl3 durch Wasserstoff reducirt) greift Jodathyl bei
1800 nur langsam
++
+
8
+
+
+
Vwbindungen der Erdmetalle mit organ. Substanzen.
325
a n und liefert ein tiefrothes Liquidum, dessen nahere
Untersuchung bis jctzt am Mange1 des Materials scheiterte. Es ist von entschiedener Wichtigkeit, ob hier
Aet VJ (analog Telluriithyljodiir AeTeJ) oder A e W J (analog Riche’s Ne3 WJ) entsteht.
Phosphor, Selen (beide nmorph) und Tellur greifen
das Jodiithyl leicht und rasch an, liefern auch wohl nur
die schon bekannten Verbindungen; Bor und Silicium
haben dagegen noch keine bestimmten Resultate gegeben, wiewohl nicht zu zweifeln ist, dass auch hicr entsprcchende Verbindungen existiren.
War es awar auuh nach den Entdeckuagen der letztemn Jahre hochst wahrscheinlich gewordcn, dass alle
Elemente in Verbindung mit orgnnischcn Radicalen darstellbar scicn, so ist es doch uberraschend, die Metallc
der sonst so tragen und feuerfesten Erden durch Aethyl
in volatile, brennbare, j a sellsstentzundliche Liquida verwandelt zu sehen, deren Atomvolumina und Dampfdichten gewiss zu weiteren Aufschliisscn iiber die bis jetzt
SO rathselhnfte moleculare Nstur der anderthalbatomigen
Radicale fuhren werden; und gerade darum erscheint es
unbedingt nothig, neben Aluminium auch Beryllium,
Zirkonium, Eisen und Chrom zu untcrsuchen. Zwar
weiss man durch F r a n k l a n d , dass Eiscn dss Jodiithyl
auch bei
2000 nicht angrcift, und fiir Chrom ist nach
Analogie dassclbe zu erwartcn; aber Cfahours’ und H o f mann’s hlcisterarbeit uber die Phosphorbasen hat H a l l wachs und d c h a f a r i k irn Zinkllthyl ein Mittel von vielleicht unbeschranktcr Anwecdbarkeit kenncn gelehrt, das
diese Schwierigkeit verschwinden macht. Uni die Wichtigkeit der hier zu erwartendcn Ecsultatc nur anzudcuten,
geniigt es, darauf aufmerksam zu niachcn, dass die Einwirkung des Zink#thyls auf Uranylchloriir (CT202CI) einen
iithylhaltigcn Korper von der Formel U202Ae geben
wird, dessen Eigenschaften dic Controverse uber die Uran -1frage entscheiden mussen. 1st das Uransesquioxyd in J c r
That IJranyloxyd, so wird obige Verbindung als Verbindung zweier Radicale, nls Uranyliithylur, indifferent scin
(in dcm S h e wic Zinlrdthyl); sind aber die drci Sauerstoffatome des Uranoxyds gleichartig, so wird die Verbindung UzOzAe sls Base auftreten. Ebcnso wird die
Einwirkung von Zinkiithyl auf Chlorchromsiiure Cr 0 2 C1
eincn Korper Cr02Ae gcben, der indifferent ist, wenn
die Chromsiiure CrOzCl in der That die Constitution
Cr 0 2 (
~ ~ 0 hat,
2 , sauer dagegen, eine wahre athylirte Chrom-
+
326
Aethylverbindungen, welche Alkalimetalk enthalten.
s#ure, wenn alle drei Sauerstoffatonie der Chromsiiure zu
ihrer Aciditat beitragen.
Es versteht sicli :iber von selhst, dass bei allen diesen Versuchen an der Stelle des Zinklthyls das Aluniiniumiitliyl wegen seiner geringen Fluchtiglteit und wegen
seiner schsrfer ausgesprochenen elektro - positiven Eigenschaften niit deni grossten Vortheile mird angewandt werden konnen.
(Sitzber. der A k a d . der Wissensch. zu TVien.
Bd. 32. - Chem. Centralbl. 18:59. hTo. 11.)
n.
Aethylverbindungen, welche Alkalimetalle enthalten.
Die Classe von Verbindungen, zu welcher das Kakodyl und das Zinkkithyl gehiiren, hat W a n k l y n durch
Auffindung neuer Korper vergrijssert, indein es ihm gelang, :Zcthyl mit Natrium, Kalium und Lithium zu vereinigen.
In eine an einem Ende verschlossene und mit Steinkohlengas gefullte Rohre wurde Natriuininetall und Zinli&thy1 gethan, die Riihre verschlossen und einige "age
sich selbst iiberlassen. Nach Vcrlauf derselben enthielt
sie metallischcs Zink und eine klare, farblose Flussigkeit,
welche ails Zinkiithyl bestand, in dein eine Verbindung
von Zinkiithyl n i t Katriumlithyl aufgelost war. Diese
war in liohem Grade entziindlich, begann der Luft ausgesetzt, explosiorisartig zu verbrennen und hinterliess
einen stark alkalisch reagirenden Ruckstand. Bei dein
Erkalten auf 0 0 schied sic grosse Mengen schoner Krystalle ab, deren Analyse zu der Formel 2 Zn(:4Hs
h'sC4H5 fiilirte. Zwar war es nicht moglich, das Natriumiithyl frei von Zinklitliyl zu erhalten, doch blieb kein
Zweifcl daruber, dass die Formel des Natriumiithyls =
+
E:115/
der des Zinkiithyls analog ist. Es mochte liiernach sclieinen, dass fur die Existena des Natrium~itliyls
die Verbindung desselben mit Zinkiithyl notliwendig ist.
Na
IZn
2 ,C4B5in einem
Werden die Krystalle c4II5,
Kolbchen miissig crwiiriiit, so entwickelt sich Gas uiid
es bleibt metallischcs Katrium zugleich mit nietallischem
Zink zuruck, aber der Riickstand ist nicht kohlenstoffhaltig. Mit Wasser cntwickeln sie reines Acthylwasserstoff unter Bildung von Zinlroxyd- und Natronhydrat.
Rlit Kalium, Lithium und Calcium wurden iilinliche
+
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