close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

Vorlufige Untersuchungen Uber die Zusammensetzung der Amapamilch.

код для вставкиСкачать
A . R a t 11 j e : Almapainilch.
49
1)abei wurde vorausgesetzt, daU Veriinderungen, welche
durch Calciumkarbonat verhindert- u erden, auf Rechnung sauer
reagierender Pflanzenstoffe, besonders Sauren, zu setzen sind, und
daS der siedende Weingeist Enzyme totet.
Das Ergebnis war folgendes :
1 . Frage 1 ist zu bejahen.
2. Die Vorbehandlung rnit Weingeist erwies sich nur bei
Extr. Centaurii als schadlich; ala wertlos bei Extr. Frangulae;
als niitzlich bei Extr. Gentianae, Sagradae und in besonders hohein
%Be bei Extr. Rhei.
Das Calciunikarbonat hat einen nenneiiswerteri glykosidschiitzenden EinfluTJ in keinein der untersuchten Falle ausgeubt.
Gescliadet hat es in keinem Falle. l)a es auBerdem ein sehr billiger
Stoff i d , so ist gegen seine Benutzung zur Bereitung glykosidhaltiger Extrakte nichts einzuwenden.
3. Fur die Darstellung von Extr. Gentianae, Sagradae und
Rhei ist die Vorbehandlung der Drogen rnit siedendeni Weingeist
zu empfehlen.
Mitteilungen aus dem pharmazeutischen Institut
der UniversitiLt Strassburg i. E.
Vorlaufige Untersuchungen
u b x die Zusammensetzung der Amapamilch.
Von A. R a t h j e.
(Kirigegangen den 25. X. 1908.)
llie Aniapamilch ist ein von drri siidamerfkanischen Indianern
des Amazonengebietcs hochgescliiitztes Heilmittel gegen Schwindsucht. Sie ist die Pflanzenrnilch einer in Brasilien heimischen
Apocynee, wahrsclieinlich einer noch nicht genauer bestimmten
Spezies des Genus Hancornia.
Die zur Untersuchung vorliegende fifilcli war mir durch Vermittelung meines Lelrrers, Herrn Professor Dr. E d. S c h a e r,
aeitens der Direktion des ,.Museu Goeldi" in Par& (Brasilien) in
Xiebenswurdigster Weise zur Verfugung gestellt.
Neine Aufnierksamkeit richtete sich zunachst auf die Ausmittelung einer spezifisch wirksanien Substanz, deren Anwesenheit
die weit verbreitete Anwendung der Milch als Heilmittel als ziemlich
walirscheinlich erscheinen lie&
Arch.
il.
I'harm. C L X S X Y V I I . Ild,
1. lictt
4
.7 0
A. R a tli j r : A-\mapamilch.
Uas spezifisclic Gen i c x h t der Milch w urde rnit dem Pyknomrtcsr
ermittclt und betrug I 0304. Die Reaktion war sauer und der Geschmack stark sauer.
Zur Vntersucluung auf Glykoside und Alkaloide wurde d i ~
Jlilrli znniichst folgeiider BeEiantllung unterworfen :
1. Ausscliiitteln dcxr sauien Pliissigkeit niit Petrolather.
2. Behandeln des Riickstandes bis zur Erschopfung mit Setller.
3. Weitercs Behandeln mit Chloroform bis zur Erschopfung.
4. Alkalischmachen der sauren Fliissigkeit mit Katronlauge.
5 . Aussehiitteln rnit Chloroform.
6. Ausschiitteln mit Aetlier nacli Vcrdampfung des C‘lilorofoi n i y 7. Ansauern mit Essigsaure, Alkalischmachen niit A I I I W O P I R ~
8. Ausschiitteln rnit Chloroform.
9. L4usschiitteln rnit 13 armem Amylalkohol.
10. Reliandeln mit Bleisalzen.
Die nach dem Verdampfen der Losungsniittel erlialteilf l i p
Zuni Tell sehr hedeutenden Riickstande, sowie die verschiederirn
Bleisalzniedersch1:ige 1% urden nun in geeigneter M7eise niit ,41k( JhOl
und Wasser eit er heliandelt.
Ein zweites Ma1 wurde die Milch turbiniert. Dabei
sich die auffallige Erscheinung, daB die Milch nach kurzei
zu einer halbfesten kornigen Masse erstarrte, die niit JVassei i \ U i gewaschen werden konnte. Die Masse wurde nach den1 ersteii -III\n asclien noch einmal mit mit Salzsaure angesauertem TVaw.i
durchgeruhrt urid wieder bjs zum Verschwinden der sauren Rcaktiori
ausgewaschen. Die 147aschwiisscr wurden vereinigt und nacli TOT
sichtigem Eindunsten ebenfalls obigen Operationen unterm-orfen.
Zuni Kachneis der
Glykoside wurdc Iiaupt
F e 11 1 i n g‘sche Liisung, zum Nachweis der Alkaloidc, 1% u i d t II
folgende allgemcine Reagentien verwandt :
1. J o d ~ o d k a l ~ u n i ,
1. Rubidiumquecksilberjodid, 3. Kaliumwismutjodid, 4. Phos~diormolybdansaure, 5 . P1110sphorTTolframsaure, 6. Kaliurnqueckiillwrjodid, 7. C~oldclilorid,8. Gerbsiiure.
Icli miiclite es liier unterlassen, eine genaue Beschreibiiiig
aller diesbeziigliclien Arbeiten und Experiniente zu geben, sondrrn
will nur gleich anfuhren, daUl diese Untersuchung ergehnislos veilief. EH konnte ncder ein Alkaloid noch ein Glykosid nacligenie-en
n erden.
Dagegen koiintr ini Laufe dieser ersten Uiitersucliung sclion
die Ann esenheit von Pliytwterin, PflanzensLuren, SchleimsubstaiizctL
nnd Zuckerarten fcstpeitellt n erden.
1. K n t 11j c : Ariiapa,iiiilch.
3I
Die nun folgende I\ eiterr Cntersucliung beschrhnkte sich auf
Versuclie zur lsolierung und ldtntifiziei ang der waclis- und harzartigen Bestaiidteile der llilcli. Eingehendere Pvlitteilungen uber
diese drbeit 1iab.e ich in e i n ~ n i dnliarige zu meinei Inauguraldissertationl) gemacht, und cs sei an diesci Stelle besolders darauf
hi ngewiesen.
Zum Znecke dieser Uritersucliung \+urden e t n n 2 1 d m a p a milch turbiniert und die feste M tifJc Jlassr niit Chloroform, Aetlier
iind cndlich mit alkoholhaltigeni Xetl-lei bcliaridclt. Es ging alles
in Losung bis nuf einen lileinen Riic>kstarid, der als Gewebcfaser
identifiziert I\ erdcn konntr. Die dusziige u urden nacli dem Verdunsten der Losungsinittel zuniiclist 11ieder vereinigt iind cinigc
'Cage sicli selbst iiberlassen. Die anfangs hlehrige, gc1blic.h n eiBe
Masse n-urde bald hart und spriide. Dcr Hruch hatte rnuscheliges
Crefiige. Bei llngerern Erhitzen auf dem Wasserbade wurde die
Jlasse clurc*hsiclitig hellgelb und erstarrte erst wieder nacli einigen
Tagen zu einer festen harten Masse. Der Schmelzpunkt des Ruckstandes lag bei G o .
Bei Bestimmung der Verseifungszalil erhielt icli. je nacli den
Versuchsbedingungen verschiedenr Werte. So erhielt ich bei d r r
ublichen Anordnung des Versuchs folgende Znhlen :
1. 1,5104 p Substnnz gebrauchteri zur Verseifui-rg 5,2 cciii
Soi.iii.-Iialilaupe.
Verseifungszalil: 96,6
2 . 1,5460 g Snbstanz gebraurhtrri zur Verseifung 5 , s c c m
1
Norm.-Kalilauge.
Verseifungszalil: 96,3.
13ei Ausfuhriing der Verseifung linter Driick stieg tier Verbrauclr
an 1 i O H bedeutend:
1,2834 g Stihstanz verbrnnc~litmzur Verseifling 7 cciii 1 h'ormIialilauge.
Verseifungszalil: 156,'i.
1
Preie Saureri naren in der NIasse wenig vorhanden. In drci
iibereinstinimenderi Versuohen erhielt icli fur die Saurezahl dvri
Wert 2,9.
Die Jodzalilbestimmungen v urden mit der W i j s 'schen
Losung (Chlorjod) ausgefuhrt. Eine genaue Jodzahl konntv jedocl~
nicht festgestellt werden, da die Jodabsorption mit dpr Dauer der
Einwirkung stieg.
I)
Neuere L-ntersuchuiigen drr Fette von Lycopodmtm. Secale
cornutztm, Semen - I recae und Semen Alcuritis cordatae, sowie dcr
brasilianischen
Pflanzenmilch
Amapa.
Inaugural-Dissertation,
StraBburg 1908.
4*
X K a t 11J c : Ainal~aiirllcli
,
2i
I )alter dcr Einv ~rhiirig
Jodzalil
, Stlludt. .
. .
39,3
2 Sturldrtl
. .
41,l
6
,>
43,3
24
. .
. . . . 47,s
48
,.
. . . . . . .
50,8
'
2,
72
,)
. . . . . 53,4
Bri Bvitrnimung dcr €luc*htipcn Sauren erhielt icli fdi die
It< e i c li e t t - M e i l3 I-Zalil folgende TTerte.
1. 3,0034 g Substanz gebrauchten zur Neutralisation der
Norn~.-T<alrlaiige.
ldslichen fluclittgen Fottsauren 8.50 ccin
9.35.
Reichert-~~ciBI-Za111
2. 4,9873 g Sitbstariz verbraucliten 8,43 cmn
Xoriii Kalilaugc.
Reichert-MeiOl-Zalil 9,32.
Be1 etiiein blinden Versuch wnrden 0 , l ccni '/, Norni.-l<ali-
lauge verhraucht'
Iieichert-~eiU1-Zalil 9,2.
Die Alengc der unverseifbaren Substanz betrug iiber !30"/o.
Glyzerin konntc niclit n a c h g e ~iesen n erden.
Bei den Versuchen zur Isolierung der einzelnen Bestandteile
der Substanx ging ich auf zaei verscliiedeneri Wegen vor. Einmal
wurde die SuGstariz naclteiriander rnit verschiedenen Losungsmittelri
(dlliohol v~rschiedenen Prozentgehalts. Aether iind Chloroforni)
behandeli. Die verscliiedenen Ausziige XI urden nach dein Vei dunsten dei LBsungsmittcl melirfach urnkrystsllisiert. wobei nocli
eine weiterc 'I'reniiung erzielt 1% erden komte. Ich erhielt auf diese
Weise zchn vewciiicdcne Iirystnllisationen von gut ausgeprjgtem
Schmelzpunkte. 1)icselben wurden sodann partiell verseift, wobei
die SBuren von den Alkoliolcn resp. den1 Vnverseifbaren getrennt
werden konntm. Es resultierten so drei verwhiedene Siiuren niit
den Schrnelzpunktcri 6 3 - 4 4 " , 69-70 O und i X - i 9 O .
Von den Sauren erhielt iuli jedocli nur 60 geiinge Mengen, daU
keine Molekulargewiclitsbestirnmung vorgenommen werden konnte.
Die unverseifbaren Anteile hatten dic. Sclinielzpunkte :
57-58", 60-61 ", 105". 120-121°, 127" iind 147-1480.
Von diesen Kijrpern lionnteri nur zwei genauer identifiziert
werden, urid zmar der bei 12O-12lo schnielzende Anteil als Kautschuck urid der bei 127 O schmelzende als Phytosterin, wenngleich
auch der nocli hoher whnielzendr Anteil alle charakteristischen
Phytostcrinrealrtionen zeigtc.
Ein zmeites Ma1 ~ ~ u r d edie
n Versuche ZUT Isolierung der
einzelneri Bestandteilc nach vorangegangener Verseifung vorgmommen. TXe Verwifung erfolgte in einer Diuckflasche, dn, \T re
A.
ri
t i1
:
A
~
~
~
~
~
~
~ 33 ~
sclioii festgestellt, die Verwifung dadurcli yuaiititativcr vor sjch
gelir. Es sclieint aber, daJ3 die Verseifung unter Druck auch einr.
teiln-eise Veranderung des Unverseifbaren bewirkt, denn es gelang
mir nicht aus dem erhaltenen Unverseifbaren Korper mjt so niederem
Schmelzpunkte zu isolieren. n ie bei der gewohnliclien Versejfung.
Ebensowenig gelang es mir Phytosterin von bekanntem Schmelzpunkt abzuscheiden, obgleich icli zum Teil sehr schon krystallisierte
Korper erhielt, die mehr oder minder alle Phytosterin- resp.
Cliolesterinreaktionen gaben.
Die Trennuiig der Sauren versuclite ich durcli fraktioiiier te
Fallung niit Baryumacetat, die Trennung des Unverseifbaren diirrli
fraktionierte Krystallisation. Durch Acetylierung konnte ich einv
Trennung der Kohlenwasserstoffe von den Blkoholen lierbeifuhren.
Ich erhielt so vier verschiedene Kohlenwasserstoffe resp.
Kohlenn~asserstoffabkommlinge von den Schmelzpunkten : 120')
bis 121O , 196-197O. 200-201 O und 205-206".
Es ist n oh1 als u ahrscheinlich anzunehmen, daIj es sich liier
nur um Kautschuk und dessen Oxydationsprodukte handelt.
Ueberdies 11 urde noch eine Bestimmung der fliichtigen Skur cn
vorgenommm. Bei der Destillation ging ein wenig einer festen,
wei8en Saure iiber vom Schmp. 53-54O. Die Trennung der fluchtigen
Sauren wurde nach L i e b j g ausgefiihrt, und es konnten so r j w
verrchiedenc Shuren jsoliwt urid niit ziemlicher Sicherheit identifiziert 1% erden. Die Sauren M aren : Buttersaure, Propionsdui c,
EssigsLure und AmeisensSure.
Nach den vorliegenden Versuclien setzt sich dle Milch zusainmen aus :
Xicht isolierten PflanzenGuren,
Sclileinisiibstaiizen,
Zuckerarten,
Geweberesten,
Wasser .
An Alkoliole gebunden oder frei : Ameisenskure, Essigsaure,
Propionsaure, Buttersaure ; ferner
69--70°
und
FettsCuren vom Schmp. 53--54O, 63-64",
7s-790.
Fettalkoholen, unter diesen
Phytosterin,
Kohlenwasserstoffen reqp. Kohlenn asserstoffabkiiiniiilingen
vom Schmp. 120--121(', 1RG-19$0, 200-201') u n d 205O
bi, 2060.
~
~
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
0
Размер файла
272 Кб
Теги
vorlufigen, die, der, uber, zusammensetzung, untersuchungen, amapamilch
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа