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Werthbestimmung der Pottaschesorten des Handels und Analysen derselben.

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Pottaschesorten des Hundels.
133
Werthbestimmnng der Pottaschesorten des Handels
und Analyscn derselben.
Seit einer Reihe von Jahren mit der Verwendung
von Pottasche zu verschiedenen Fabrikationszweigen beschaftigt, wurde H. G r u n e be rg veranlasst, die meisten
im Handel vorkommenden Pottaschesorten einer genauen
Priifung zu unterwerfen.
Fur die gewohnlichen im Handel vorkommenden Pottaschen, wenn dieselben nicht mit Soda vermischt sind, ist
die Gay-Lussac’sche Untersuchungsmethode jedenfalls die
am meisten zu empfehlende. Dieselbe weist den wirklichen
Alkaligehalt nach. Es wird mit einer Probesanre operirt,
welche nach chemisch reinen und gegluhten Alkalien
normirt ist, und deren, zum Sattigen des zu untersuchenden Alkalis verbrauchte Menge, in Cubikcentimetern bei
gewissen abzuwagenden Quantitaten der Alkalien die
wirklichen Gewichtsprocente derselben an kohlensaurem
Kali angiebt. Sie lasst jedoch im Stiche, wenn wir mit
Pottaschen zu thun haben, welche, wie z.B. Rubenasche,
ziemlich bedeutende Antheile Soda enthalten.
Auch ist auf die anderen Kalisalze, als echwefelsaures Kali und Chlorkalium, Riicksicht zu nehmen. Bei
Pottaschen von so abweichender Zusammensetzung bleibt
nichts anderes iibrig als vollstandige Analysen zu machen,
d. h. jedes der darin enthaltenen Salze zu bestimmen, fur
jedes der Salze einen Werth in Procenten auszusetzen
und diese Werthe dann zu einer den Werth des Productes ausdriickenden Gesammtsumme zu vereinigen.
G r u n e b e r g hat seit 5 Jahren zur Werthbestimmung der Pottasche in Anbetracht der durch M o h r so
sehr verbesserten Titrir - Analyse folgende Methode angewendet: Es wird der alkalimetrische Gehalt der zu
untersuchenden Pottasche nach der Clay Lussac’schen
Methode als kohleasaures Kali gesucht, das Chlor nach
der Mohr’schen Methode mit salpetersaurem Silberoxyd, die
Schwefelsaure ebenfalls nach Mo h r als Bleisalz bestimmt.
Das vorhandene Kali wird gleichfalls nach M o h r als
Weinstein abgeschieden und hieraus berechnet. Sammtliches gefundene Chlor wird auf Chlorkalium, und sammtliche Schwefelsaure auf schwefelsaures Kali berechnet,
denn Chlor und Schwefelsaure sind in der Pottasche immer an Kali gebunden. Der an Chlor und Schwefelsaure
nicht gebundene Rest des gefundenen Kalis, abgesehen
von zu vernachlissigenden kleinen Quantitaten kieselsau-
-
134
Pottaschesorten des Handets.
ren Kalis, welches als kohlensaures Kali gefunden wird,
ist als kohlensaures Kali vorhanden und wird als solches
berechnet. Das so ermittelte kohlensaure Kali wird von den
alkalimetrisch gefundenen Pottascheprocenten in Abrechnung gebracht, und der verbleibende Rest auf Soda i m
Verhaltniss von 6 9 , l : 53,O (KO, CO2 : NaO, COZ) berechnet. Bei einiger Uebung ist eine Pottasche nach dieser
Methode in ein paar Stunden zu analysiren.
Folgendes Beispiel moge diese Berechnungsweise erlautern :
Es sei gefunden in einer Pottasche:
Alltalirnetrischer Gehalt .......... 51,l
Schwefelsaures Kali ............. 3 1,4
Chlorkalium ....................
14,5
Kali ............................
52,87
Schwefels. Kali 31,4 darin Kali . . 17,OO
Chlorkalium
14,5 darin Kali . . 9,18
--
26,18.
52,87 im Ganzen gefundenes Kali, davon abgezogen
26,18, giebt 26,69, welche 26,69 KO auf kohlensaures
Kali berechnet aus der folgenden Proportion sich ergeben :
47,l : 69,l = 26,69 X; x = 38,9 KO,COz.
Diese 38,9 KO, COZ ron dem gefundenen alkalimetrischen Gehalte von 51,1 subtrahirt, ergeben einen
Rest von 12,2, welcher, im Verhiiltniss von 69,l :53,O
auf Soda berechnet, einem Sodagehalte von 9,3 Proc. ent-
spricht.
Die fiagliche Pottasche enthielt also :
Kohlensaures Kali . . . . . . . . 38,9
Natron.
9,3
n.
Schwefelsaures Kali ....... 3 1,4
Chlorlralium.. ............. 14,9
Wasser und Unlosliches ... 5,5
.....
100,o.
Fur den Salpeterfabrikanten wurde bei leidlichen
Salpeterpreisen jene Scala etwa folgende sein:
4 Sgr.
Kohlens. Kali, Werth per Proc
Natron.. ................ 1% n
Schwefels. Kali.. ................. 1 ,,
Chlorkalium ..................... 1% n
Der Werth einer russischen Asche von folgender
Zusammensetzung wiirde sich nach obiger Scala etwa
wie folgt herausatellen:
.....
Pottaschesorten des Handels.
135
68 Proc. 21 4 Sgr. = 9Thlr. 2 Sgr.-Pf.
4 ,, B
2
n
5 n - n
17
B 1 ,, - - n 1 7 n - n
3,5
It 11/2 = - n 5 n 3 n
100,O Proc.
= 9Thlr.29Sgr. 3 Pf.
Kohlens. Kali
Natron
Schkefels. Kali
Chlorkalium
-
Natiirlich muss dieseScala eine andere sein, j e nach
localen Verhaltnissen und Conjuncturen ; vor Allem aber
j e nach den Zwecken, zu welchen die fragliche Pottasche
verwendet werden SOU.
So darf z.B. der Seifenfabrikant Chlorknlium und
schwefelsaures Kali nicht berechnen, weil diese Kalisalze
fiir ihn fast werthlos sind, wogegen fir den Alaunfabrikanten, welcher eine geringe Pottasche anwendet, das
schwefelsaure Kali einen hoheren Werth hat, als fur den
Salpeterfabrikanten. F u r Consumenten der Riibenasche
ist bei der ausserordentlich schwankenden Zusammensetzung derselben in Folge des Bodens, auf welchem die
Ruben gezogen wurden, eine solche Werthbestimmung
von grosser Wichtigkeit. Bei reinen Pottaschesorten hsst
sich die Analyse derselben vereinfachen und eine Kalibestimmung umgehen. Man bestimmt den alkalimetrischen Gehalt der zu untersuchenden Pottasche als kohlensaures Kali, das Chlor als Chlorkalium, die Schwefelsaure als schwefelsaures Kali.
Es wird ferner Feuchtigkeit und Unlosliches, im
Falle solches vorhanden, festgestellt, und sammtliche gefundene Procente werden addirt. Hierdurch wird eine
Summe erhalten, welche, wenn ein Natronsalz (Soda) vorhanden war, ein gewisses Plus iiber 100 ergeben wird.
Bei genauer Operation wird jedes uber 100 gefundene
Procent einem Sodagehalte von 3,2927 entsprechen, SO
dass man, urn den Sodagehalt einer Pottasche zu berechnen, nur jenes gefundene Plus mit 3,2927 zu multipliciren hat.
Der Multiplicator 3,2927 wird auf folgende Weise
gefunden : Von einer Probesiiure, von welcher 100 C.C.
100 Proc. einer abgewogenen Menge kohlensauren Kalis
siittigen, werden, wenn die gleiche Gewichtsmenge kohlensauren Natrons gesattigt werden soll, 130,37 C C. erforderlich sein, denn die zur Sattigung obiger Alkalien erforderliche Sauremenge verhalt sich umgekehrt wie deren
Aequivalent. Mithin
53,0(NaO, CO2) : 69,l (KO, CO2) = 100 : 130,37.
Es erfordert also jene Quantitat kohlenssuren Natrons
136
Pottaschesorten des Handels.
30,37 C.C. Probesaure mehr, als ein gleiches Gewicht
kohlensauren Kalis. Auf andere Weise : Jene Quantitat
Alkali, falls dessen Qualitiit zweifelhaft sein sollte, wird,
wenn zu deren SBttigung 30,37 C.C. Probesiiure mehr
als 100 verbraucht werden, 100 Proc. kohlensauren Natrons enthalten, also reines kohlensaures Natron sein.
Ds nun 30,67 Mehrbestand 100 Procent kohlensaures
Natron reprasentirt, so wird 1 Procent Mehrbefund =
100
30,37
= 3,2927 kohlensaures Natron sein, oder man
hat jedes iiber 100 gefundene Procent mit 3,2927 zu multipliciren, um den Sodagehalt einer fraglichen Pottasche
festzustellen. Zur Ermittelung der Pottssche neben der
Soda hat man nur den durch jenen Multiplicator berechneten Sodagehalt nebst dem gefundenen Plus (welches,
da der vorhandene Sodagehalt bei der alkalimetrischen
Operation als kohlensaures Kali berechnet, entsprechend
dem Unterschiede der Aequivalente von KO, CO2 und
NaO,CO’J zu hoch berechnet war) von dem gefundenen
alkalimetrischen Gehalte (Alkaliprocente) zu subtrahiren.
Z. B. Es sei gefunden in einer rheinischen Pottasche :
Alkalimetrischer Gehslt
51,l Proc.
31,4
Schwefelsaures Kali..
Chlorkalium.. .............. 14,5
Wasser und Unlosliches.
6
103,O Proc.
Gefunden also uber 100
3 X 3,2937 = 9,87 Proc. Soda.
5 1 , l - (9,87
3)
38,23 kohlensaures Kali.
Die rheinische Pottasche hat also folgende Zusammensetzung :
Kohlensaures Kali ............... 38,23
n
Nstron.. ........... 9,87
Schwefelsaures Kali ............. 31,40
Chlorkalium.. .................. 14,50
Wasser und Unlosliches.. ........ 6,OO
.....
.......
.
....
+ -
100,00
Enthalt eine Pottasche Aetzkali, so mussen I00 Th.
der zuvor durch Gliihen von Feuchtigkeit befreiten Potb
aache rnit kohlensaurem Ammoniak gegliiht werden. Man
anrlysirt 100 Theile des erhaltenen kohlensauren Alkalis,
Pottasdesorten des Handels.
137
beatimmt darin den Sodagehalt nach obiger Metliode und
addirt hierzu das kohlensaure Natron, welches der Rechnung nach in dem durch Gluhen mit kohlensaurem Ammoniak erhaltenen Mehrgewichte noch enthalten ist.
Die meisten Pottaschen folgender Zusammenstellung
wurden nach obiger Methode bestimmt. Rei den mit *
bezeichneten Analysen von F. M a y e r wurde das in der
Pottasche enthaltene Chlorkalium als Chlornatrium berechnet, weshalb die Analysen umgerechnet und der Natrongchalt als Soda aufgefuhrt werden musste.
EinVergleich der Colonnen a und b macht es deutlich, wie leicht man bei einer einfachen alkalinietrischen
Priifung der Pottasche uber den Gehalt an kohlensaurem
Kali sich ttiuschen kann, und wie wichtig es ist, bei
gewissen Yottaschen ausser den alkalimetrischen Bestimmungen eine quantitative Bestimmung der einzelnen Bestandtheile der Pottasche vorzunehmen.
Analyse verschiedener Pottaschen des Handels.
a
Zlri
Ureprung
der
Pottasche.
Analytiker.
-%
$9 2
g$ f
5
=a,,
46':
<ye
Amerikanische
Pottawhe..
* deagl . ..
* desgl.. ....
desgl.. .. ..
deegl.. . ..
desgl. condemned..
desgl. do. .
* deegl.. ...
.
. .
. .
. ..
... ..
*
*
.
. ..
desgl.. ......
desgl.......
desgl.. ......
I
m'
aU
3
Payen
55,5 68
F. Mayer. 108,2 41,7
desgl.
87,8 19,4
H. G.
H. G.
81,7 18,3
81,s 345
79,s H. G.
67,9 H. G.
F. Mayer. 71,3 8,2
74,l H. G.
F. Mayer. 63,O 43,l
desgl.
76,2 47,l
d
d
-t
.-
u
;
5
v)
15,3
40
16,l
15,l
15,O
27,8
15,2
19,7
18,4
27,7
21,3
Pottaschesorten des Handeb.
138
b.
8.
*=.A
3
Ursprung der Pottasche.
Ana-
lytiker.
ZZG
2 0
=n
:;;
+g
.Fa g-zz
2% g2
Is;<
Amerikanische Pottasche
Desgl. .. .. . , . . . .. . .
Russische Pottasche.. .. .
Desgl. ... . . . . . .. .. . . .
Desgl. . . . . . . . . . .. . .. . ..
Toskanische Pottasche.. ..
~
~ . . . . ~. . . ..~. . . . .1. .. .
Illyrische Pottasche .. ..
Vogesen - Pottasche.. ... ..
FrarizFsieche Pottasche. ..
1)esgl. (Valencietine) . . . .
Desgl. (doppelt affinirt).. .
Desgl. Y. Hamoir, Duquene
..
Loinne, Paris
Helgische raffin. Pottasche
Desgl. . . . . . . . . . . . .
Desgl , . . ... .. . . .. .
Uesgl. rohe Itiibenasche .
DCSgl.. .. . . . . .. . ..
Englische raffin. Pottasche
Siebenburger Pottasche
zweirnal calcinirt.. . .
Desgl. Waldasche zweimal
calcinirt.. . . .. .. ..
Desgl. Buchenwaldasche
zweimal calcinirt.. .
Ungarische Hauaasche.. . .
Wheiiiische Pottasche. ....
DesgI. .. . . .. ... . . . .
Rohe Rubenasche, Magde.
burg.. . . ..... ..
Desgl.. . ...
.. ..
Colner Pottasche yon Vor.
ster und Griineberg..
... ..
.
.. .
.
.
. .
.
.....
H. G.
Payen.
Gmelin.
H. G.
Payen.
H. G.
XI. G.
Payen.
Payen.
XI. G.
13. G.
74,2
70,2
73,5
74,l
73,5
78,O
76,9
843
433
83,9
98,5
96,5
71,3 2,3 14,3 3,6
65,O 4,O 240 7,O
69,6 3,O 14,l 2,O
68,2 4,6 17,O 3,9
69,O 3,5 14,O 3,5
74,l 3,O 13,4 0,9
62,6 13,O 15,6 4,O
89,3 0,o 1,2 9,5
38,6 4,O 38,8 9,l
53,9 23,l 2,9 19,G
79,O 14,3 3,9 2,s
89,3 5,6 2,2 1,5
H. G.
98,l 76,O 16,3 1,lO
93,O 80,O 10,O 7,l
78,O 63,O 11,9 6,l
65,9 55,O 8,4 4,O
65,2 43,O 11,O 4,7
51,2 34,s 13,O 11,O
81,3 76,9 3,4 1,0
.
€1. G.
90,O 81,2
6,8
6,4
0,6
. . .
..
H. G.
92,5 84,6
6,l
8,s
0,5
H.
H.
H.
H.
88,3
68,O
58,s
62,l
80,8 S,9 5,8
44,6 18,l 30,O
51,3 5,6 26,O
56,9 4,O 19,6
4,5
7,5
12,O
9,0
56,9
50,5
93,3
91,s
32,9 18,5 14,O 16,O
27,l 18,O 10,5 9,5
93,3 0,O 2,3 3,8
84,o 6,O 6,5 3,5
.. . . . .
.. .
.. .
.
-.
.
.'. .
Payen.
.. .
. . .. .
. .... .. ...
Payen.
H. G.
H. G.
1%.G.
H. G.
H. G.
G.
G.
G.
0.
H. G.
H. G.
H. G.
H. G.
(Ztschr. des Ver. dezitsch Ingenieure Bd. 7 .
Journ. Bd. 171. 1864.)
-
4,16
2,O
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23,5
3,6
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