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Wirkungen des DUngers und vortheilhafte Anfertigung desselben.

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50 Beobachlung bei Anroendttng des Mursh'schen Apparutes.
Bestimmung des Gypses im IEochsalze.
Wenn man die dem Kochsalze naturlich oder durch
Verfalschungen beigemengte Quantitat Gy s bestimmen
gesattigten
will, so lost man das Salz in einer bei
Losung von schwefelsaurem Kalk auf und wascht den
Ruckstand von Gyps mit derselben Flussigkeit aus. Man
verhutet auf diesem We e den Verlust, der beim Auswaschen mit Wasser statt nden wurde. Bei einem Probeversuche wurden 9, Grm. Kochsalz rnit 1 Grm. schwefelsaurem Kalk gemischt, beides zu Pulver gerieben und rnit
der obigen Flussigkeit getrennt. Es wurden 0,995 Grm.
Gyps wiedergefunden, und die Methode kann daher nach
L a s s a i g n e bei praktischen Untersuchungen der Art rnit
Nutzen und geniigender Genauigkeit angewandt werden.
[Journ. de Cham. med. No. VIII. 1817. Pharm. Cntrbl. 1817.
No. 42.)
B.
'
B
-
Eine Beohachtung hei der Anw~eiidung des Marshsclieii Apparates.
Bei der Untersuchung einer Flussigkeit, die zum Binbalsamiren eines Cadavers dienen sollte, wurde von G ai s n e y die Flussigkeit in den Marsh'schen A parat gebracht,
urn sic auf Arsen zu prufen. Der mil Zin und Schwerelsaure versehene Apparat entwickelte reines Wasserstoff%as. Beim Zusatz der zu prufenden Flussigkeit horte die
basentwickelung auf. Die Ursache davon war, dass die
Probeflussigkeit ein Quecksilbersalz in Losung enthielt,
woraus sich metallisches Quecksilber auf das Zink niederschlug und es oberflachlich so weit amalgamirte, dass die
Schwefelsaure nicht mehr einwirkte. (Journ. de Chim. mdd.
Pharm. Centrbl. 1848. No. 5.)
23.
c
-
Wirkungen des Diingers und vortheilhafte Anfertigung desselben.
II. R e i n s ch hat sehr ausgedehnte und schone Versuche iiber die Wirkung des Diinsers angestellt. Der
Verf. macht in seiner Abhandlung zunachst darauf aufmerksam, dass durch die fortwahrende Verwesung des
Dungers in dem Boden, wie es auch sehr naturlich scheint,
cine bedeutende Warmeentwickelung statt findet, die also
auch wiihrcnd des Winters fortdauert, und durch die hiernit in Verbindung stehende schlechlere Warmeleitungsfahigkcit des Bodens durch organische Substanz bedingt,
W'irlcungen und vorlheilhafie dnfertigigung d e s Diingers. 51
wodurch dem Boden eine gleichmassige Temperatur bewahrt und dns Resorptionsvermogen der Wurzeln nicht
so schnell durch den bestandigen Wechsel der aussern
Temperatur gestort wird. Zu den schlechtesten Warmeleitern gehoren Pflanzenfascr, harzige und fettige Substanzen, also Stoffe, die den Hauptbestandtheil des Rindviehdungers bilden ; dieser ist zugleich mit Stroh vermischt,
wodurch somit die Warmeleitungsf'iihigkeit des Bodens urn
so mehr vermindert wird. Der Aschendunger bestehe aus
Neutralsalzen, die indifferent sind und keine chemische
Wirkung melir ausuben, mithin keine Warme entwickeln,
wie der Verf. es durch das Experiment heweist. Der Dunger wirke gleichsam als Hefe, indem er den Boden in
eine bestandige langsame Gahrunm versetze, dadurch die
Lufteinsaugung vermittele; j e me& nun von jener Luft
eingesogen wird, urn so mehr muss dem Boden Kohlensaure, also Nahrungsstoff zugefiihrt werden, und so konne
der Liebig'sche Dunger, da er keinen Luftwechsel hervorbringt, der Vegetation keinen Vortheil bringen. Ferner
sagt der Verf., dass die Verdichtung und Aufsaugung der
Gase durch porose, namentlich organische Substanzen, noch
hesonders zu berucksichtigen sei. Alle Substanzen, welche
die Aufsaugun.g der Gasarten in den Boden vermehren,
werden zugleich Dungunpmittel sein, oder vielmehr die
Diingung vermitteln.
Als Haupteigenschaften eines guten Dungers sind verwesbare kohlenstickstoffhaltige organische Substanzen und
die Aschenbestandtheile der Pflanzen, welche sic dem
Boden entziehen, hervorzuheben ; erstere bedingen das
Wachsthum der Pflanzen, letztere fuhren die dem Boden
durch die Vegetation entzogenen Aschenbestandtheile wieder zu. Wir finden in den menschlichen Excrementen alles
jenes nothwendige Material, mithin sind diese als das vorzuglichste Dungungsmittel zu betrachten. Nachst diesem
ist der Rindviehdunser, wenn er auch weit weniger Dungkraft besitzt, bezuglich der Asclienbestandlheile dennoch
vorzuglich wirksam vermoge seiner verwesungsfahigen Substanzen. Durch einen Zuschlag von Stroh und Spreu werden dem Rindviehdunger die ndthigen Aschenbestandtheile
nebst kohlenstofialtiger Substanz gegeben, und es sind
somit die beiden nothwendigen Eigenschaften eines guten
Dungers erzielt.
Der Verf. empfiehlt einen Zuschlag von feingemahlenem
Gyps als vortreffJiclies Mittel, urn das sich aus den Dungerslatten verfluchtigende Ammoniak in der Weisc zu binden,
dass schwefelsaures Ammoniak und kohlensaurer Kalk
40
52 Widrungen und cortheilhafie Anfertigung des Diingers.
entstehe, und da die Masse nach cinigen Tagen ganz geruchlos wird, so scheint der gebildete kohlensaure Iialk
das Schwefelwasserstoffg~saufgenommen zu haben. Um
den lasligen, der Gesundheit nachtheiligen Geruch dcr
Abt,ritte zu zerstoren, so kann man jeden Morgcn ein Gemisch von 1 Pfd. Gyps mit 2 Pfd. Torfpulver hineinstreuen.
Gyps und Tort' erfullen somit alle Bedingungen, um
dem Dunger seine fliichtigen Bestandtheile zu bewaliren,
und die schnclle Verwesung zu verhindern, was gewiss
von grosser Wichtigkcit sein muss. Es waren dann nocli
die Dungstatten so einzurichten. dass sie gegeii die nachtheiligen 15infliisse des Regen- und Schneewassers qeschiitzt
wiirden. Der Verf. schlagt vor, fur die Diingergrube cinen
gehorigen Raum zu vcrwenden, wo ein 3 Fuss tiefes Loch
gegraben w i d , dessen Wande mit Flechtwerk moglichst
fest gemacht sind; man lasse n u n zwischen diesem und
dem anstossenden Lande eincn fussbreiten Zwischenraum,
welcher rnit Lehm fest ausgestampft wird. Der Boden dcr
Gruhe muss ebenfalls mit Lehm belegt und festgestampft
werden, dabei berucksichtigt man eine solche Steigung,
dass die Flussigkeit in einer Ecke zusarnmenlauft, wo eine
Pumpe angebracht ist, so dass die zusammengelaufene
Flussiskeit ofters auf den Diingerhaut'en zuruckgepumpt
werden kann. Naturlich muss die Dungerstatte dabei
gegen Wasscrzrilauf verwahrt werden Das Ausmauern der
Gruben ware freilich besser, aber natiirlich etwas kostspielig.
Der Verf. verwirft rnit Recht die Art und Weise dcr
Darstellung eines kiinstlichen Diingcrs in Paris u n d andern
grossen Stadten, wo man die Ihcremcnte mit gebranntem
Kalk mischt und trocknet; hierbei geht nicht allein das
Ammoniak als Gas verloren neben dem Stickstoff der Excremente, sondern es wird auch die ganze Gegend gleichSam verpestet: R ei n s ch hat n u n auch in dieser Hinsicht,
vereint mit eincm sehr ausgezeichneten Oeconomen, Versuche, die sich auf hunderte von hlorgen Landes erstrecken
werden, angestellt. Der Verf. mcint, dass unsere Pelder
das Doppelte an Frucht liefern miissten, wenn die Eacremente in griisseim Stadten, z. B. aus den Strafanstalten,
Kasernen, Spitalern und Schulhausern , die griisstentheils nutzlos verloren gingen, zu kunstlichcm Dunqer
verwendct wurden. Folgendcs ist die Art und Weise 'aer
Darstellung eines kunstlichen Dungers : 60 Centner aus
einer Lohmiihle zu I'ulver gestossenen, moglichst trockenen Torfes wurden in einer Grube mit so we1 Excrementen und Urin angeruhrt, dass die ganze Masse feucht wurde.
Wirlcungen und eorlheilhnfte ilnfertljung des Diingers. 53
Dazu waren zuweifen G-7000Litr. nothig. Zu dieser Masse
setzte man noch 2 Ctr. Kochsalz (rothes Viehsalz) und 4 % Ctr.
Gyps; nachdem die Masse,etwas abgetrocknct war, brachte
man sie in grosse kegelfbrmige Haufen, undzwar so, dass eine
fussdicke Schicht immer mit einer Auflosung von 2 Ctrn.
Knochen in 1 Ctr. englischer Schwefelsiure iibergossen
wurde. Diese Schichten wechselten bis zur Spitze des
IIaufens ab. Der Haul'en wurde nun mit Stroh bedeckt
und blieb mehrere Monale stehen. Nachdem die Masse
nochmals durcheinander gearbeitet war, wurde sie durch
ein grobes Sieb geworfen uncl war zur Dungung der Felder fertig. Dieser Dunger wurde fur sogenannten Steifboden, kalkhaltigen Sandhoden verwendet. Nach dem Aussaen wurdc der Samen mit dem schwarzen Dungpulver
iiberstreut und untergeegget. Fur Sandfelder, welche fast
keinen Kalli enthalten, wurden obiger Masse noch 6 Ctr.
feingemahlener kohlensaurdr Kalk (gewohnlicher Kalkstein)
zugesetzt.
Die bis jetzt angestclllen Versuche erstreckten sich
auf Gcmuse, Ruben, und in grossereni Maassstabc auf Kartoffeln, und gaben sehr gute Resultate. Der Erlrag scheint
nicht vie1 grosser zu sein, als mit gewohnlichem guten
Dunger, der Acker kostet aber auch kaum die Halfte zu dungen. Andere vergleichende Versuchc zcigtcn, dass die Iieimfiihiglieit ungcmein angercgt und die Pflanze wcit schneller enlwickelt wird.
Der Verf. giebt cine Berechnung, wonach man auf
den Morgen Land 8 Ctr. jenes liunstlichen Dungers braucht,
welcher 1 4 fl. kostct, wahrend die Dungung rnit gewohnlichem Kuhdunger auf 30 fl. zu stehen kommt.
In ciner Nachschrift verijikntlicht der Verf. noch Folgcndes: In einem noch nie der Cultur anheimgegebenen
Boden (thonigem Knlkhoden) waren mehrere Versuchsbeete
aiigclegt und mit Kartoffcln bepflanzt worden, als Dunger
tlientc hier ' eine Auflosung von Knochen in englischer
Schwefclsaure, welche mit einer Kochsalzlosung und mit
Rindsblut vermengt, zuletzt noch rnit dem thonigen Kalkboden zu einem halb trockenen Pulver vermischt und in die
Gruben fur die Kartoffeln handvollweise gebracht worden
war. Die ungedungtcn Beete gaben 5 bis 8 einer wilden
Rastanie gleiche Kartoffeln an einem Stock, dnrunter mehre
faule und grindige; die gedungten Beete aber 6 bis 12 faustgrosse gesunde Kartof'feln,wo sogar die Samenkartoffel noch
frisch vorgefunden wurdc. Ein Morgen Land, welcher zu
zwei Drittheilen mil Kartoffeln ohne Dung und zu einem
Drittheil mit dem aus Torf bereiteten Dunger gedungt war,
54. Hohe Temperatuv auf Diamant u.Kohle. Jodgewimung.
gab die merkwbrdige Erscheinung, dass unter 40 Kbrben
von den gedungten Kartoffeln 2 Korbe faulfleckise ausgelesen wurden, wahrend unter den nicht gedungten die
Halfie faul war.
Auch die Steinkohlenasche ist mit dem besten Erfolg
angewendet worden.
Zum Schluss beruhrt der Verf, noch, dass die bekannte
Anwendung des schwefelsauren Eisenoxyduls zur Vernichtun des iiblen Geruchs der Abtrilte der Vegetation eher
nac?
theilig,
I
als nutzlich werden konne, und es steht u n s
somit, wie aus obigen Versuchen erhellet, das von dem
Verf. vorgeschlagene Torf-Gyps-Gemisch als ein weit billigeres und besseres Mittel zu Gehote. (Jahrb. fiiv prakt.
Pharm. Dee. 1847.)
B.
Wirlcung hober Temperatur auf den Diamant und
auf die Kohle,
J a q u e 1 a i n hat den Diamant und chemisch rein dargestellte Kohle der hochsten Temperatur ausgesetzt, die
man mit Hulfe der Bunsenschen Batterie, dem Knallgeblase
und durch Anwendung eines Gemenges von Kohlenoxydgas und Sauerstoffgas hervorbringen konnte. Durch die
Hitze einer Bunsenschen Balterie von 100 Elementen schmiizt
der Diamant und verwandelt sich in Coak. Sein spec.
Gew., das vor dcm Versuche = 3,336 war, betrug nach
dieser Urnwandclung nur 2,6778. Das Knallgeblase reichte
nicht aus, den Diamant zum Schmelzen zu bringen. (Annal.
de Chirn. et de Phys. X X . 459. - Pharrn. Centrbl. 9.)
R.
Gewinnung des Jods aus selir verdiinnteii Liisungen.
Zu diesem Zwecke leitet P e r s o z in die jodhaltigen
Wasser schweflige Saure, his das Wasser darnach riecht;
das Jod, wenn es auch als jodsaure Verbindung in der
Flussigkeit war, wird dadurch in Jodwasserstoffsaure umgewandelt. Der Flussigkeit wird nun auf etwa 4 Theil
in derselhen cnthaltenen Jodkaliums oder Jodnatriums
3 Theile schwefelsaures Kupferoxyd und ebenso vie1 dopeltschwefligsaures Natron zugesetzt. Das durch die schwef{go Saure zu Oxydul reducirte Kupferoxyd zersetzt das
Jodkalium, und Kupferjodur fallt beim Stehen nach einien Stunden, beim Sieden sogleich nieder. Das auf einem
h e r gesammelte ausgewaschene und getrocknete Kupferjodur wird am vortheilhaftesten zur Abscheidung dos Jods
mit 2 At. Mangansuperoxyd gemengt und gegluht. (Journ.
fur prakt. Chemie. Bd. 42. pay. 346J
H. C.
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