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Zur Pharmakognosie und medicinischen Botanik.

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217
Vereinszeitung.
ruchen, 80 zerfasere man eine kleine Probe desselhen nach der Richtung der beiden sich kreuzenden Fiiden und bringe dieselben in einen
Wassertropfen, mit einein Deckglase belegt, unter das likroskop; eine
2OOmalige Vergrdsserung ist ausreichend. Man erlrennt auf diese Weise
bei sorgffiltiger Betraehtunp die Natur einer jeden iin Gewebe vorbandenen Faser, wiihrend die Farbeprobe, wenn der Faden selbsi gemiacbt
ist, E. B. ails Leinen und Bauinwolle besletit, schwerlicli ausreichen
wird.
Ausftihrliche Reschreibungen der genannten, so wie vieler
anderen Baskellen, nebst inikroskopisclier Abbildung deraelben, sowohl
unler Wasser als unter Jod und Schwefelsiiure geselien, finden sich
iu dem so eben bei G. W. F. M a 1 I e r in Berlin, Linden No. 23., erscbienenen Buche, nnter dem Titrl:
S ch a ch t , Dr. Herin., Physiologische Botanik. Die Pftanzenzelle, der innere Ban und das Leben der Gewiichse. Far Botaniker, Anatomen, Chemiker, Forst- und Landwirthe, so wie fiir
Naturknndige iiherhaupt. Nach cigenen verglcichenden mikroskopisch-rhemischen Untersuchungen bearbeitet. Mit 390 inikroskopischen Abbildungcn auf 20 Tafeln, dcren 9 in Farbendruck nehst
einem Anhange iibcr polarisirtes Liclit und einer tahellarisrhen
Uebersicht der Analomie einiger Coniferenhfilzer. 30 Bog. Imp.Lex.-8. (60 Bog. kl. 4.)
n. 6 Thlr 20. Sgr.
Die Beschreibungen und Abbildungen befinden sicb daselbst :
a) des Leines (Linuin usifalissimum) p. 216. n. Taf. VlII. Fig. 3. 4. b) des Ilanfes (Canmabis satiua) p. 216. U. Taf. VIII. Fig. 5.
c) der
Bauswolle (Goszypizotu) p. 214. u. Taf. VIII. Fig. 1.2.
d) der Brennnessel (Urtica dioirct) p. 217. u. Taf. VIII. 13. - e) des neuseeliindisrhen Flitchses (Phormium fenne) p. 221.
f) drr Vincn minor
p. 217. u. Taf. VIII. Fig. 6 - 8.
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4) Zur Pharmaliognosie utid mediciiiiscliett Botanik.
Ueber Asa foetida, Anmoniukguniriii und Galbanuni.
B u h s e hat seinen Aufenthalt in Persien vorztiglich drzu benulzt,
diese drei pharniakologisch wichtigen Pflanzen genau kennen zu lernen. In Bezug ruf die Galbanumpflanze berirhtet derselbe, dass es
ihm vollltommen gctlungen sei, die wahre Blutlerpflanze zu errnitrelo.
B u h s e fund die Galbanumpflanze an den Abhdngen des Demawend im Juni 1818 an felsigen Slellen. Sie is1 eine Perula, an deren
Stengel reichlich eine Fliissigkeil austral, an deren Geruch und Beschaffenheit B u h s e sogleicb das Galbaniim erltannte, was auch die ihu begleitenden Fiihrer, dam das Galbanuiii von dieser Pflanze gesammclt
werde, bestiiligten.
Nach B n h s e scheint die Pflanze von Feritla erubescenr Boissier
nur durch das Fehlen der Coinmissiirialrtrieincn wesentlirh verschieden
zu aein. Die Pflanze, von der das GelbNnuin nach iliiii abstainnit,
bescbrcibt derselbe folgenderiiiasaen: Die I'flanze is1 4 - 5 Fuss hocb,
hat eine starlta, diclte, iistige Wurzrl, die wcnig harzigeii Saft enthiilt.
Der Stengel a m Grunde 1 Zoll dirk, i n i t weissein Jlarli angel'iillt, stielruncl, oben verzwcigt. Hlaltslirle iinten scheidenitrlig, Blfilleruinries
rauleobrinig oder Iiinglich-ellipliscli, die uiilcreii 14 - 2 Fuss Iiing,
iiber Puss breil, die obercn vie1 kleiiicr, vicr~~acli-fiedersrhnillig,die
2.18
Vereinszeihng .
Abschnitte letzter Ordnung eifdrmig oder oblong, sehr klein, 5--71appig,
stwae fleischig, Bliithen Zwitter oder diirch Fehlschlagen niiisnlicb,
in zusammengesetzten, gestielten Uolden, dereit tliillen und Hiillchen
auf Scheiden reducirt siod und friih ahfallen oder ganz fehlen. Filnf
undeutliche Kelchziihne. 5 Kronenblitter, schinaI-Ianzettf6rniig, an der
Spitre eingebogen. Stauhgekisse mil verliingerten Staubfiiden, Antheren fast eifsrmig, in der Rlitte angeheftet. Griffelpolster niehrfach
kleiner, als die i n der Bliithe aufrechten, spiiter zuriiclt~e!c~untiiiteit
Griffel. Narben kopff6rmig. Friichte 5 - 6 Linien lang, 2 - 3 Linien
breit, elliptisch, vom Rficken zusaniiiiengedriicltt. Theilfriichte mit drei
bis vier fadeof6rmlgen Hiickenriel‘en und zwei in den eineebogenen
Rand iibergehenden Seitenriefen. Thiilchen init zusaminenfliessendeit
Striemen, die reichlich mit (iuinmiharz gefiillt sind. Commissur striemenlos. Demnach ist nach B u h s e’s Ansicht U on’s Gattung Oalbataun~
(Trib. Silerinae) und L i n d l e y ’ s Opoi’dio (Trib. Smyrtreae) unhaltbar, en sei denn, dass beide Autoren ihre Diagnosen nach veratiiiiiiitelten Friichten gestellt haben, oder dass es noch andere Pflanzen
giebt, die Galbanuni liefero.
Die hier von Bu h s e beschriebene Pflanze, welche in einigen
Gegenden Persiens Khassuch genannt wird, fand sich im ganzen
grossen Gebiete der Elburs-Kette voiii slddstlichen bis sadwcstlichen
Winkel des Caspischen Meeres nur auf die Gegend des Demawend,
aber sehr hiufig in einer H6he von 4000-8000 Fuss, aiii Abhnnge
des Deniawendgipfels selbst. Iin Talyschgebirge fehlt sie, ebenfalls
in der Landschah Karaditgh und bei Tabris. Sie sol1 am Alwendberge
bei llamadan und i n der Nachbarschaft der grossen Salzwiiste wieder
vorkomnien. Bei Haniadan hat auch A u ch e r - E I o q die Feruln erubescens gesammelt, weshalb man vermuthet, dass B u hse’s Pflanze
dieselbe ist.
Die Beschreibung der Asafiitidapflanzo bezieht sicli nur auf die
in] April hervorgetretenen Wurzel tilitter, vorjahrige vertrocknete Steiigel waren 3-5 Fuss hoch, Die Wurzelbl5tter sind zuerst yon einein
kurzeii, dichten Flaume belrleidet und sehen weissgrau Bus. Ausgewachsen ist ihr Uinriss raotenf6rmig, 17 Zoll breit, 13 2011 lang,
die Blitter sind dunkelgriin, mit einem mallen Fettglanze, hervorgebracht durch jenen nunmehr weniger dichten Plaiim. Dieser ist gegen
den Blattrand hin a m sllrksten, a i i f der Oberseite stirker rls auf der
Unterseite. Blitter doppelt gefledert. Die Abschnitte der letzten Ordnung sind 1-14 2011 lang, Zoll hreit, Bederspaltig oder Bederlappig,
am vorderen, der Blattspitze zugewandten Rande meist ganc, ain hinteren Rande hier und da stumpf gezahnt oder eingeschnitten oder sie
sind umgekehrt verlfingert eifurmig, an der ahgestumpften Spitze tiefengleich gekerbt, imnier laufen sic mit dein hinteren Kande lings den
Blattstielen herab. Gegen die Spitze bin fliessen die Abschnitte oft
zusamnien, so dass das Blalt leierfurmig wird. Der Nerv liegt nicht
i n der Rlitte der Abschnitte, sondern niehr nach dem Vorderrande hin.
Auf der Unterseite treten die Nerven stark rippenartig hervor. Uer
Blnttstiel i s t gefurcht, kantig, niit zerstreutcm kurzen Flaume bededit.
Bu h s e hiill die Pflanze f6r eine Ferula. I l a s Verfahren, die Asa fooctida
zu samineln, is1 jetzt nocli ehenso, wie es I<
a e ni p f e r beschrieben hat.
Was die Guminiaiiiinoniakpflanze anbctrilrt, so f a n d B n h s e dieselbe
hei dein Dorfe Rischm, hart ntn Nordraiide der Salawiisle, sldlich von
Damgam, ain Fusse drs Gchirgszugrs K i i h i Nischni, etwa 3000-3500
Fuss iiber dein Rleere. B u h s e sah die I’flanze mil M’urzelbliittern
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Vereinszeitung,
und vorjiihrigen Stengeln. Er hiilt die Pflanre fiir Dotema Aueheri
Boirs. iind nicht far Dorema Amoniacum Don. Die Eingeborenen nennen sie Weschach und nichl Oschak. Sie sammeln dss Gummiharr
vielfnch far den Handel. In der Niihe von Jesd komint er nicht vor,
dagegen sol1 ea reichlich in der Gegend von Talbas und hier das
Gunimisanimeln ein lndustriezweig sein. Dan Doremn Aucheti wHchrt
an tihnlichen Orleii wie die Asaftilidapflanze a n diirren felsigen Abhtingen, und der Stengel erreicht eine iihnliche Hiihe wie bei jener
Chcm.Pflanze. (Erdmnnn’s Arch. f G t u). I<. v. Russland. Bd. 11.
B.
pharm. Cantrbl. 1852. No. 13)
-
Ueber den Anbau der Muscatniisse bei Benkulen.
Dr. L u m s d a i n e herichtet fiber den Anbau der Miwcatniisse be;
Benkulen iin Skllinr. Dana amet. Jorirn. Vol. H I . p , 322 -3329, wie
folgt. Die Art und \l’eise der Anpflanzungen der Rluscatplantagen is8
so ziemlirh iiberall dieselbe. Man siiubert das Beit des Baumcs ruerst
niittelst der llaclte von nachtlieiligen Unlcr5utern und Striiuchern und
wirft auch den Boden in der Niihe mit dem Plluge auf, um das diesen
Pflanzungen sehr nachtheilige Gras Androyogon caricostim ruszureissen.
Die Biiariie werden meist mit Kuhdiinger und gehrannter Erde ein Rlal
iin Jahre zur Regenzeii gediingt. Das Beschneiden dei. Biiume findet
nieiit in sehr unvolllcommener Weise statt.
Die Anlage der Plantage muss mit besonderer Beriicksichtigung
dea Bodens u n d der \\’illerungsverliiiltnisse ausgefahrt werden. Alluvialhoden ist der vorziiglichste. Biiume, die iin Jalire IT98 ru Moco
in solchen Boden geptlanzt, nie gediingt wurden, findet man jetzt im
hdchsten Zuslande des Gedeihens und der Fruchtbarkeit; darunter
haben einige Biiume 36 Zoll Unifang. Niichst diesein Boden ist jungfriiulicher Waldboden, der mil einer tiichtigen Schicht durcli die Fiiulniss der Bliitter stc. enlstnndenen Hiimus hedeclit ist, der heste. Den
dritten Rang nimmt der Boden auf offrner Ehene ein. Man umgieht
die Plantagen a n der Nord- und Siidseite mit einein Sniim hoher
BBome, um sie vor Wind zu schiitzen, und pflanzt daher die Cnsua,inn littorea und Cerbera manghas an. Zwischen den Gewiirzhiumen
dnldet man keine grossen Biiume, da sie den ersteren den ‘rhau entziehen und den Boden Lu sehr aussaugen. Zu Anrang einer Pflanzung
wlihlt man vor allem gesunde, reife Friichte, legt sie 1 Fuss weit
von einander in einen fetten Boden und bedeckt sie nur leicht mit
Dammerde.
Sie miissen vor der brennenden Sonne gerchiitzt, OR
bejiilet und in trockner Zeil einen Tag urn den andern hegossen werden. Die jungen PflHnrchen erwartet man vom 30sten bis 60sten Tage,
und wenn sie a Fuss und 3 - 4 Viertel hoch getriehen hahen, wiililt
man die iippigsten Wr die Plantage aus. Man saitbert nun den Boden
durch Ausrotten und Niederbrennen von IJnkraiil, griibt in regelmgssigen Reihen 18Fuss weit mseinander Gruben, in welche die jungen
Blume eingesetzt nnd m i l einer hlischung von 2 Th. guter Erde mil
i Th. Kuhdfinger zu Anfang der Hrgenzeit eingeselzt werden. Die
Biiume massen n u n his zuin riinften Jahre vor Sonnenbrand uiid Wind
geschiitrt, jehrlich tiichtig gedangt iind die Fliiclien rwischen ibreii
Reihen, um dae Unlcraut zu entkrnen , mit deiu I’fluge bearbeitet
werdeii.
l k r hluscainussbaum ist inoniicisch iind auch diiicisrh. illan ver-
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Verehszieitung.
mag den niinnlichen Baum von den iibrigen vor der Bllthe nicht zu
untersrhoiden, weshslb denn aucb das Resultnt der Anpflanrungen in
Beaiehuog dea Ertrages zweifelhaft ist; man kann jedoch iin Durchsrbnitt die HBlfte der Biiume f i r fruchtbar annehmen. Durchschnittlich
tragen die Biiume im 7len Jahre, von da tiiinnit der Erlrag ELI his Z u n i
funfzehnten, wo er sein Maximum liefert. L u msd a i ne's Erfahrungen
ergahen, dass Blume von dn bis Zuni 23sten Jahre die hdrhsten Ertriige fortliefern ; fiuf dent Meliicino sollen die Biiume bis ins iOsle und
80rte Jahr trageii.
Vom Erscheinen der Blithe bis zur Reife der Frucht verfliessen
sieben lonate.
Zur Zeit der Heife ylatzt die tiusserste Hiille von
selbst. Die Pflanzer sainmeln dann die Macis sorgl'altig, ebcnen sie
rnit der tlachen Hand und trochneu sie in der Sonne. Die Niisae
werden in einer backsteinernen Rauclikainrner in Horden iibereinander
hingelegt nod gegen zwei Monate lang dem Rauche von darunter angemachtem Feuer und einer WBrme yon etwa 600 ausgesetzt. Daun
liegt der Kern lose in der Schale und diese wird nun rnit lidhernen
Hamniern rerschlagen. (&em.-phnrm. Cenlrbl. 1852. No. 10 ) B.
Ueber die Nelkenpflnnzungen bei Benkulen.
Dr. L u m s d a i n e berichtet dariiber Folgendes. Der Nelkenbaum
gedeiht vorzfiglich in der Dammerde in der Umgcgend von Benkulen,
woselhst ausser Nelken auch der Muscatnussbauln sorgftiltig gezogeu
wird. Der Nelkenhauni fordert einen wenig dichten Boden. Uer
Anbau des Helkenbaumes in Westindien auf Bourbon h a t lceinen grossen Umfang gewonnen. blnn stecltt die hlutternelkcn in einen frurhtbaren Boden 1 Puss weit anseinander und schdtzt sie vor dem Einllusse des Sonnenbrandes und ungGnstigen Welters. Sie keimeu nacli
fnnf Wochen, und sobald die Pflanzen 4 Fuss hoch geworden sind,
pflanzt innn sie 30 Fuss weit auseiuander nn. Man inisclit den Boden,
wotnit die Pflanzen eingesetzt werden, ans rother Dsmnierde und Sand,
so dass derselhe eine gewisse Lockerheit beltomnit. Sie werden nun
ebenso behandelt wie die Muscatnussbiiunie, uur brnuchen sie, wenn
sie im besten Kachsthum sind, weniger Uiinger als die letzlerrn, etwa
ein Driltel vom Bedarf fiir diese. Sie fnngen meist niit dem 6ten Jahrc
an zu tragen und orreichen das Maximum ihrer Production mit dern
laten Jahre, wo ein Baum durchschnittlich 6-7 Pfund Nelken liefert.
Die Ernte nimmt man wihrend der Regenzeit vor; bei Benkulen erlebte Dr. L u m s d a i n e indessen zwei eigentliche Ernten ulle drei
Jahre. Die rdthliche Frucht ist terminal, und da inan sie mit der
Hand pfliickt, so ist die Ernte ein iniihsames Geschiift. Die gepfliickten Nelken trocknet mnn einige Tage in der Sonne auf latten, his
sie sich awiscben den Fingern brcchen lassen iind dunkelhraun aussehen. Sie verlieren durch Trorhnen gegen 60 Procent. Sohald die
BBume jenes Alter ihrer hdchstcn Fruchtbnrkeit erreicht hiben. bekommen sie ein unerquii:liliches Ansehen. lhre Dauer kanri man aul'
etwa 20 Jahre, im benten Boden vielleicht auf 24 Jahre anschlagen,
und inan niuss daber aiif diese Zcit hin riir jungen Nachwuchs sorgen.
Sobald die erste Pllanzung aclit Jahre all geworden i d , leg1 lnau eine
zwcite an iind belreiht die I'flalirunpen soinit in cinetn nchtjiihrigen
'I'iirnus. Fiir- einrn bereits pesaubertcn Boderr ltairn man die Arlwikskraltc, den Bcdarf an Diinger ctc. e t w a so schitrcn, dass i Chinescn
Vereinszpit ung.
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oder Bengalen niit 30 Stiick Rindvieh und 2 Pfliigen eine PEanrung
van 1000 Muscatnnssbiiumen oder eben so vie1 Nelkenblumeo beror(Sill. Datra americ. Journ.
C h e m - p h a r m . CenfrbZ.
gen kiinnen.
1852. No. 11.)
B.
-
5) Natur~isseiischaftlicheMittheilungen.
No. t 4 . des Jahrgangs 1850 der botanischen Zeitung enthhlt iii
eiuem kurzen Auszuge das Wichtigste aus Dr. Vo gel’s Reisetagebuche iiber die
Niger-Flor und die PfEanzen des roestlichen tropischen
A frika,
was wir des hochst Interessanten wegen hier folgen lassen.
Die fiir die Niger-Expedition bestimmten Schiffe verliessen Devonport nm 12. Mai 1841. V o g e l war in Wilberforce, litt sehr von
Seekranhheit und beobachtete daher nur die l’emperatur der See. Den
21. M a i gelangte er nach Madeira und machte hier wlhrend seiues viertiigigen Aufenthalts i n der Umgegend von Funchal so vie1 Excursianen
wie miiglich, oft in Begleilung VOII L o w e , durch den die Flora von
Madeira bekannter geworden ist.
A m 25. Mai kam V o g e l nach
Bberstandener Kranhheit nach S t . Vincent, einer der Inseln des griinen Vorgebirges.
Da die Regenzeit i n St. Vincent vom August bis
October dauer!, fmd derselhe natiirlich die Vegetation auf dem niet h e n Theile der Insel vollstlndig verdorrt; auf dem Monte Verte,
etwr 2500 Fuss hoch, fand er jedoch etwa 80- 90 Pflanren. E r
hesuchte such eine andere der Kapverdisrhen Inseln, St. Antonio, wo
ein wohlbewiisscrtes Tlial niit iippiger Vegetation reirhe Ausbeute versprach; nher fiein Aufentltalt war zu kurz, uin die Flora kenneo ZB
larnen. A m 26. Juni gelangte er nach Free Town in der Sierra Leone.
Die Regenzeit hat hegonnen. Vo g e l spricht init grosser Befriedigung
van der anziehenden Lanilschaft und der Bppigen Vegetation um Free
‘Town, er machte mehrere Exrursionen und sah bei einem Herrn
W n i t f i e 1 d eine Sanimlunp von mehr als 30 Species idfindischer
Orchideen, mehr als his auf diesen l a g von dem westlich-lropischen
Afrika hehennt gemacht sincl. Bei Grand Bassa, a n der afrikanischen
Kiiste, wo gelandet ward, fand er eine Bppige Vegetalion und saminelte mehr IS 100 Pflnnzen; Oelpalmen (Elaeis Cnineensis) und Fici
bilden den Haupthestandtheil der \Valdungen. A m 14. Juli landete er
am Cap Palmas. Ueherall, wo V o g e l die afrilcanische Kiiste beriihrte,
hestand der noden BUS wenig antsprechendem Lehrn, der gar keinen
nder nur stellenwaise Humus enthielt. 1)ennoch ist die Vegetation
reich u n d iippig, da die Kegenzeit begonnen hat. Bei Cap Palmas
sind Rubiaceen, Convalvulaceen u n d Leguniinosen varherrschend. Bei
Cap Coast Castle verbietet ain 18. Juli Capitain T r o t t e r , der Fiihrer
der Expedition, dass irgend Jemand iiber Nacht auf dem Lande bleibt,
denn schon fing man an,.gegen die schiidlichcn Einfltisse des Klimas
vorsichtig ZII werden. Be1 Cap Coast Castle ist das Land stellenweise
sehr fruchthar und hat den iippigstcn Pflanzenwuchs. Die Rubiaceen
sind weniger zahlreich, Leguminosen vnrherrschend und itlimosen h6ufig.
Dann landete mnn bei British Accra und V o g e l machte eine
Excursion nnch dem danischen Accra, dem klassischen Boden der trnpisch-westafrilcanischen Florn, \YO I s e r 1 und I h o n n i ng ihre gui-
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