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Die Landwirthschaft in ihren Beziehungen zur Chemie Physik und Meteorologie von Boussignault Mitglied der Academie der Wissenschaften etc. Deutsch bearbeitet von Dr. A. Grga. 4 Lieferungen. Verlag von Ch. Grga in Halle

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IV. Litcratrrr und Kriaik.
Die Landwirthscbaft in ihren Beziehungen zur Chemie,
Physik und Meteorologic von B o u s s i g n a u 1t , Mitglied
der Academie der Wissenschaften etc. Deutsch bearbeitet von Dr. A. Graga. 4 Lieferungen. Verlag von
Ch. G r a g a in Halle.
Das Forum der Agriculturchemie hat sich in der neiieren Zeit
einer grossen Reihe von bedeutenden Entdeckungen zu erfreuen, welche
init den Fortschritten der physikalischen Wissenschaften in einem so
genauenEinklangstehen.Bereits d u r c h C h a p t a l , H e r m s t a e d t , T h a e r ,
ward hier die Bahn ertiffnet, und auch ausser den
Tronimsdorff
technischen Zweigen, der Ackerbaukunde - Resultate zugefihrt, welche
im praktischen Leben so heilbringend wurden. - Besonders aber ist
in den letsteren Decennien diesem Gegenstande Aufmerksamkeit verliehen, und es ist nicht in Abrede zu stellen, dass J. L i e b i g hier sich
grosse Verdienste erwarb, denen diejenigen von B o u s s i g n a u l t sich
anreihen. - Wie sehr dem ,,Pharmaceuten" - oft als Rathgeber fur
den Lnndwirth, die Erkenntniss solcher neuen Forschungen nahe liegen,
lie@ ausaer Zweifel, und so miige denn auch die Anzeige vorliegenden
Werkes Interesse erregen.
-
Die e r d e Lieferung (von denen 8 erscheinen sollen) enthiilt
cunichst einen Begriff der Ackerbaukunde, welche als eine Erfahrungswissenschaf? in ihrem Bereiche ,,ale ein Theil der Physik unseres Erdkbrpers" angenommen wird , und unzertreiinlich mit dem Studiurn der
Naturwissenschaften verkniipft ist, und deren Resultate dem ,,Ackerbau"
als praktischen Zweige anheim fallen.
Erstes Kapifel, $. 1. enthilt die pliysikalischen Erscheinungen
im Plaosenleben. Es wird hier iiber dic Ernihrung der Pflansen selbst
geredet, und so die Einwirkung der Wirme, des Lichtes, der Feuchtigkeiten (wesshalb nicbt auch Gasarten?) hervorgehoben; namentlich
aiif das Saatiienkorn , dessen physische Beschaffenheit so different ist,
und das durch mannigfaltige Verhhltnisse verbreitet werden kann. Eine Beschreibung der eincelnen Theile vom Semen, seinem Embryo,
den Verhsltnissen der Cotyledonen desselben - folgt niin, sowie die
Bcsiehung der Pflaneen als M o m - und Ddcotyledoneae etc. Die KeimWhigkeit der Saamen ist verschieden und so erreicht der Roggen nach
H o m e (140 Jahre) hier das Maximum, wtihrend die KatTeebohnen die
geringste besitzen. Es folgen nun die Erscheinungen der Vegetation,
welche durch atmoaphirische und klimatische Verhsltnisse manche !lodificationen erleiden, urn ihrer Vollendung nahe zu treten, und hier
sind die bekanntern Gesetze ,,pbilosophine bofanicae" hervorgehoben,
namentlich nuch die Versuche K n i g h t ' s iiber .Richtung der Pflandenen sich die von D a v y , C o r r a n d etc. anZen u. 5. IV.
reihen. - Sodann wird die Structur der eineelnen Theile der PBanzen
beschrieben, wohin die Zellgewebe, die Poren u. s. w. gehtiren, so
nuch ihr Verhalten gegen ,,atmosphiirische Einfliisse" - wobei die
cheniische Beschaffenheit der Epideimis hervorgehoben wird , unter
denen die ,,Cerorylon undicola" sich charakterisirt.
Bei den G m firincen Iierrscht hier ,,Kieselerde" vor (aber auch bei Epuwettrm).
Sodann folgten iiber die Ursache der Entstehung des Bastes, die Ver-
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-
-
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Lileralur.
-
suche von D u h a m e l , G r u v .
Hierauf andere Theile des Holres
wie Alburnutn, Medulla in Beziehnng auf Rinde und Holz. - Dcn
Bliittern ist hierauf besondere Aufmerksamkeit gewidmet , wobei der
p h y s i o l o g i s c h e Charakter hervorgehoben wird, sodann lolgen iilinlich die Bliithetheile, und namentlich die Art der Befruchtung. - Die
Wurreln sind hauptelchlicb dann als Theile bezeichnet, welche der
PfIanre Nahrung rufiihren, wobei die bekannten Gesetme der Capillitritiit wirken, die aeuerdings durch H r.1 e R niilier beleuchtet wurdeii.
Der aufsteigende Saft in den Vcgetabilien zeigt sich als Wasser, iiiit
wenigcn srlinischen und organischen Substamen, vermengt. I n deli
Blattern erleidet derselbe die nieiste Vertinderung, und hier findet eine
Concentration desselben durch Verdunstung statt.
$. 2. enthtllt die chemisclen Erscheinungen dee Pflanzenlebens.
Sie sind bedingt durch das Zusammenwirken der Atniosphire, des
Wassers und dcr im Boden verbreiteten organischen (unorganischen !)
Substamen. - Zunichst geh6rt hieher das ,,Keimen" und es folgt eino
Beschreibung der bekannten Bestandtheile des Saamenkornes, .walici
Cerealien und Cruciferen als solche namhaft gemacht werden, die iiiaiinigfaltige Bestandtheile besitren. - Es reihen sich hier aiich die Versuche an, welche mehrere Chemiker, namentlich S a us s u r e , B e c
q u e r e l und Andere in BetreR der Errcheiniingen, welclic der Keimungsprocess mit sich fuhrt, anstellten - so im cingeschlossenen Rauiiir,
wobei die Zerlegung der Luft, des Wassers - besonders hervorgehoben wird, dann reihen sich Andere an, welche die Voluinenniengc
dcr zerselzten und neugebildeten Gnsarten in sicli begreifen. - R o I I o
hatte zuerst die Bildung der Kohlenstlure beim Keinien nachgewiesen. Praktische Versuche des Verf. fiber die ,,chemischen Verhaltnisse" bei
verschiedenen Saamenkornern in gedichter Beziehung reihen sich hier
an, welche besonders als neu hervorcuheben sind. Die ElementarAnalysen enkchieden hier, und wurden mit Scharfsinn durchgefiihrt.
Die Verdienste v. H um b o 1 d t's - durch Chlor den Keimungsprocess
zu fbrdern, werden nicht durchgefiihrt ").
N u n wird iiber dasWachsthum der Pflanzen geredet, wobei wiederiiin die beim Keimen gedachten Verhlltnisse ( R I S bcgiinstigende)
hervortrelen. Kohlenstoff bedingt hauptsichlich die Masse. P r i e s t I e y hatte hier wichtige Entdeckungen gemacht, dem In g e n h o us s
folgte, wihrend S e n n e b i e r auf die Entwickelung des Sauerstoffgases
durch Beriihrung der Vegetabilien mit Wasser unter Zutritt des Liclrtes
rufmerksam niachte. S a u s s u r e stellte viele Versuchc iiher das
,,quantitative Verhiiltniss der neu gebildeten Gasarten" an, so auch
der Verf. mit mehreren Vegetabilien, namentlich Cercalien, Legumimsett,
wobei die Aussaat auch in verachiedenen Erdreichen (Erden) geschah,
und das quantitative Verhtiltniss der Elemente vor und nach deni Keimen beriicksichtigt wurde.
Es folgen nun die unorganisclien Bestandtheile der PRanzen, wie
auch die chemische Natur des Saftes im besondern Capitel.
Zuntlchst wird hier der Asche gedacht, nomentlich ihrer Bestandtheile, wohei sich der Boden von Einfluss gussert. S a u s s u r e und
B e r 1h i c r stellten eine Reihe Beobachtungen iiber dio Menge derselben bei verschiedenen Vegetabilien an, 80 auch iiber die cheniische
Natur dcr Bestandtheile (bekannte), wobei namentlich auch die Ver-
-
")
Zu billigen wiire es, drss der Verf. auch die neuern Versuche
L i e b i g's mehr betiichsichtigt hiitte.
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Literatur.
hillnisse der phosphorsruren und Chlor-Verhindunpen hervor ehoben
werden, sowie auch die lllodificgtiop der ,,v.eggtnbiliechen S d r e ' durch
den Einascherpngsprocesr. Uann pucb Yersuche iiber den Lchensprocess der PBanreq iP di6menten metdischen Solutionen u. s. w.,
wobei S a u s s u r 8's Versuche tibw Absorption&higkei& der Pflanzen
bericksichtigt sind. Hier werden yun L i e big's Versuche berticksichtigt. - Hervorznheben itit, dass nach ihni Alkaloide vorzugsweisse sich
hilden, wenn unorganische StoRe feblen - so r. B. die Bildung des
Solunins in solchen Kartoffeln, welche im Keller (ohne Erdreich) ausschlagen. - J l u j y o c h e t ' s Versuche folgen hier, denen sich dann die
Beschreibung mancher Milchsiftc der Yflanzen tropischer Gegenden nnreibet, z. 6. der Ha,euca, Jotrophu, Plumeria u. s. w., wie auch der
Gummiharre, des Zuckers r. s. w.
f
Ztucilcs Kapitd, begreih die chemische Beschaffenheit der Pflanzen
in sich. Hiemit beginnt die rweite Licferung.
Es wird hier wesentlich von der Zersetrung des Saamenkorns
wiihrend der hbheren Evolution geredet. Gewiss ist es, dass hier noch,
trotz dem, dass die chemiache Physiologie bedcutende Fortschritte
machte, nlanches im Dunkeln liegt. Den vier Uaupt-Elementcn C. H.
0. N. reihen sich noch Phosphor und Schwefel an. (Wohl nuch I. Br.
CI..) Es werden hier 3 Abtheilungen nngenommen, unter denen die
Quaternfir, Ternfir, Binar, wobei
Elemente sich vereinigen hiSonen
zuniichst die guatcrnircn abgehandelt werden. - Die Cegenwart des
pi. wird durch trockne Destillgtion, durch das gebildete N1H6 nachgewiesen, welches auch im freien Zustande unter Mitwirkung von
Aetrkalk entwickelt wird. - G a y - L u s s a c ' s und P a y e n ' s Versucho
werden erortert, so a w h der Eigenscbaften des Glutens und seiner
Absonderung, d a m anderer Bestandtheile gedacht, welche hieher gehbren - wic Legumin, Cudium (auch terniirtr Verb. enthaltend).
-41s Terntire steht Amylrm oben an. Hier sind dic Eigenschaften desselben hervorgehoben - vorraglich nach P a y e n . Die verwandten
Arten des Amylums in Solayurn fuberosum, Manihot (andere JatrophaArten), )iteeu, das SMrhemehl der Palmen (Sago) u. s. w. werden sehr
genau bcschrieben, und nanientlich folgen hier nusgeaeidrtete Beobachtungen uber das chemiiche Verhalten dieser Substanzen. Wir heben
nls charakteristische Eigenschaften hervor, wie Amykcm durch mehr
concentrirte Salpetereiiure eine wirklich chemischc Rletamorphose erleidet, und sich neue SPuren (auch 8) hilden. Der Zuckerbildung nach
K i r c h h o f f init o e r d u ~ o t e rS O 3 wird gedacht. Nach P e r s o z (neuerc
Versuche) iet das Verhiiltniss 16 Unzen Amylum, 7% Loth SO3 mit
Pfd. H ' O verdtinnt, -- bei rweisttindlichem Kochen. C o u v e r chel I
2
rand aucb, dass 0. T. Ma. Amylum in Zucker verwnndeln.
Auch
Gluterr wirkt fihnlich.
Es folgen nun die Eigenschaften der Dinstas
( P a y e n ) und des Rcztrins, sowie deren elementare Bestandtheile.
Das Inulin besitat die Eigmchaft, durch Mineralsiiureii (wohl besonders SOs!) in D e d & und 2uc:ker verwandelt zu werden. Es charakdadurcb, nicht durch J. blau gefarbt ZII
terisirt sich vain At&m
werden. - P a y e n ' s hnalysen des Inidins sind aufgefuhrt, sowie auch
diejenigen von ihm @her die Holzsubstanc (Faserstoff) verschiedener
YBancen, denen sich Q e Dichtigkeit (nach B r i s s o n ) verschiedener
H6lzcr anreihet. Diese $'ersu&e
sipd neucrdings durch L)u m a s verfolgt. Das Verhtiltsisp der ,,Wirqe entwickelnden Fahigkeiten" verrchicdeaer B6bw (J'jgJ,e&] ist dieren angmeihet, wohei au& die
-
- -
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Lileralur
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phyeischen Eigenschaften riicksichtlich der technischen Anwendung
bericksichtigt eind, wobei namentlich der cxotischen IIBlzer gedaclit
wird. Hiemit verkniipft wird das Alter, die GrBsse, der Umfang mancher (exotischen) BBume angegeben (nach 11 u m b o I d t , H o o k e I' ,
A d a n s o n etc.), wobei Dracaena, Adansonia, Cedrus, Tazccs rnonlnttn
Willd etc. an der Spitze stehen, denen n u n aiicli Bcispiele in Betrefl
solcher der gemissigten Zone angefigt sind. Es I'olgen n i i n Rcrnerkuiigeii dber den Anbau solcher Vegetabilien in forst~vissei~r~haftlic.hcr
Beziehong.
D u h H m e 1's Beobachtungen sind bier hesonders schitzenswertli,
denen sich die von K n o w l e s in Betreff der Austrocknung der Ilolzarten anreihen, sowie ilirer Aufbewahrung, Sicherung gegen Insectrti.
Schwatiiin u. s. w. durch inetallischc Solutionen. . B o u cli e r i e kind
hier, d i w ro hes salzsaures-essigsaures Eisenoiyd bier besondere IXciistc
zu leisten vermag, welclies schon bei der Cultur der Biume durch die
,,Saugkraft" ihneri mitgetheilt wird. - Den FBrbeholzern ist ein besonderer Abschnitt gewidmet, und hier werden die Bcstandtheile von
Haemcrtoxylon, Caesalpinia, Pterocarpus, Illorus tinctorin elc. I)csoiiders aufgeriihrt.
Demnachst folgt der Zucker- seinen Arten nach - so auch die
Gtihrungsfihigkeit, Elementaranalysen, die Art der Gewinnung 11. s. w.
Die neuesten Beobachtungen iiber den Rohrzuckar der Antillen, Siidseeinseln
durch C a s a s e c a , P e l i g o t - sind hier mitgetheilt. Sie betreffen zugleich die Art und Weise seiner Erzielunp. Dern HunItelruben- und Ahornzucker sind besondere Abtheiluiigen in dieser Beziehung gewidniet.
Die d r i t t e Liererung beginnt mit dem Palinzuclter, am rcichhaltigsten BUS Cleplrora (Gartner) in Sumatra gewonnen. Der Trauletrsucker
reihet sich hier an - denen Mannit, Glycyrrhizin folgt. - Die Elenieiitaranalysen nach L i e b i g sind hier niit aufgefiihrt. Demniichst
wird Cummi, Pectin (Pectinsiure) abgehandelt, worauf die Pflanzensiiuren beschrieben sind, bei denen Onal-, Wein-, Tannin- und Citronensiiure hervorgehoben werden. Die Pflanoenbasen sind lcurz beschrieben - aber die neuesten Analysen damit verwebt. Die fettrn
Oele folgen hierauf riicksichtlich ihrer Gewinnung, deren Eigenschaften wobei aiich die ,,vegetabilischen Stoffc" nainhaft geniacht. werden,
welche den hochsten Ertrag liefern.
(Verfdschiingen liltten hier wohl hervorgehoben werdeit konneii !)
Den iitherischen Oelen ist nur ein kurzer Ahschnitt gewidiiict,
hnuptsachlicli ist dieser auf die Bestandtheile (den neueren ElenientarAnalysen nach) beschrinkt. - (Die cyanwasscrstofibaltigen Arten sind
kautn beriicltsichtigt, wie rtuch Stearopten u. s. w.!) Der Campher
reihet sich diesen an. - Jetzt folgen die Harze (kurz - init Uebergehung mancher interessanten Eigenschrtften , z. B. Verhalten mancher
derselben als Sluren !) dem sich Kautschuk anreihet (wohei jedoch
nicht die neueren Versuche yon H i m l y etc. - auch nicht der technische Nutzen nlher erortert wird!)
Ebenso lturz werden die Arten
des Wachses abgehandelt. - (Ungern verrnisst man hier J l a r c h a nd's
Entdeckungen !) Chlorophyll, die Farbestoffe folgen hierauf, bei deneii
Indigo besonders hervorgehoben ist, namentlich da dcr Vcrf. Gelegenheit erhielt, in Venezuela manche Erfahrungen iiber den Anbau zii
samineln. (B e r z e l i u s Untersuchungen hltten beriicksichtigt werden
miiisen !) Als Slellvertrster der Indigofera wird besonders Polygonuw
linclorum hervorgehoben.
Orseille, Lackmus (seinan Bestandtheilen
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-
Literatur.
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nach das Eytlbfolitmin nnd Aoolihia) folgeii demniclist, denen sich
nun der K m p p anreihet, welchcm riicksichtlich seiner Cullur, chemtschen Eigenschaften (und hier den1 Alisarim zuniichsl), vie1 Aufmerksaiiikeit gewidmet ist. Als gelbe FarbestolTe sind der W n u , Saflor,
Safran, Orlean, die Chica (von Bignonin Chicn, am Orinolto) hervorgchoben.
Die Zuoanimensetzung verschiedener Pflanzentheile bedingt einen
neuen Ahscbnitt. - Er beginnt rnit den Wurzelnknollen - und hier
ist die Geschichte der Katfolfel besonders hervorgehoben. - Schon
vor D r a k e sol1 sie durch H a w k i n s 1545 in lrland eingefiihrt sein,
1590 nach Belgien. R a l e i g h bedingte den Anbau besonders im Anfange des 17. Jahrhunderts. Die Hnngersnoth von 1i72 veranlasste
baicytsichlich ihreu Anbau im Grossen in 1)eutschland. Die Beslandtheile vieler Arten werdeii angefiihrt, so auch Stellvertreter dereelben,
wie die Kuollen von Helionthus tulerosus. Andere Kahrungsmittel,
wie Daucus, Purtinaca folgen hier. .Demncichst die Rinden ; lcurz abgehandelt sind Chinarinde, Weidenrinde und Kork. (Sehr vermisst
werden hier die neueren Analysen
kautn sind die Alkaloide erwjhnt!
Eichenrinde fehll.)
I)ie Bliitfer bedingen in der 4. Lieferung einen neuen Abschnitt.
Es ,sind solche aufggefiihrt, dem technischen Gebrauch angemessen, und
hier zunlclirit der Taback und Thee, ihrer Cultur, den Bestandtheilen
und Arten nach. Der Saamen folgt demnichst, und z w m der von den
Cerealien, in Bkonomischer Beziehung wichtig. Die Gescbichte derselben, die niichsten Bestandtheile, die Cultur ist hier besouders hervorgehoben - denen sich,der Mais und Reiss iihnlich anreihet. Kaflec,
Cucno, die Cocosnuss - sind init Vorliehe beschrieben, und die neuern
Untersiichungen damit verkniipft. Dernniichst wird der Ifopfen abgehnndelt und das Lupulin als besonders nutzbarer Bestnndlheil charakterisirt. Diesem folgen die fleischigen, markigen Priichte, welche unter
besondere Abtheilungep gebracht sind, ihren Bestandtheilen nech. Hieher
gehiiren die Bananen (Pisampalme, Mura), womit interessante Beobachtungen des Hrn. Verf. in den Aequatorial-Gegenden verkniipft aind.
Der Weingcihrung ist ein 3. Cayitel gewidmet und zwar mit einer
lobenswerthen Umsicht, worin alle neueren Entdeckungen iiber den
Giihrungrprocero mit Lie b i g's Ansichten verkniipft, enthalten sind.
Es werden demniicbst die ,,,Substanzed' aufgefiihrt, welche for rich,
oder unter Mitwirkung von Hefe in Glihrung ubergehen. Der Alkoholgehalt vieler Weine ist bezeichnet. Der Cultur des Weinstocks, sowie
anderer zuckerhaltigen Vegetabilien ist besondere Aufinerksamkeit gewidmet. (Ueber Verfalschungen der Weine hiitte etwae gesagt werden
kconen.)
Das 4. Capitel endlich is1 dern Boden selbst gewidmet, und so
wagt Referent zu behaupten, mil der grOssten Umsicht. - Wir finden
hier die Verhtiltnisse des Erdreichs in geognostisch-chemischer Bezieliung beschrieben, denen die Art und Weise folgt, wie Analysen
Berthier's, Thaers
(in agronomischer Beciehung) anzustellen sind
u. A. Erfahrungen aind zweckmilssig dtlniit verbunden. Es folgen demniichst die physikalischen Erfahrungen verschiedener Erd- und Bodenarten, in Belreff ihrer ~~ilriiielcitungsfahigkeil,
Absorption der Feuchtigkeiten und Gasarten (S cli ii b I e r ) u. 6. w.
Analysen der Erdarten
transallanlischer Gegenden sind h h b t inlercssant hervorgehoben, und
auch den Diinen, in Betreff ihrer Cultivirung ist ein besondersr Augenmerk gewidmet.
So weit die 4 errten Lieferungen.
Der Inbalt
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Literahr.
tlerselben wird gewiss einen jeden, selbrt Etwas mit der Ratur Eingeweihten, zufrieden slellen.
llr. \I’
i t t i n g.
Katecliismus der Stochiometrie, von A I be r t F r i c k h i n g e r. Nordlingen bei B e c k. 1844.
Das Studiurn der Stdchimetrie is; jedem Chemiker unentlehrlich.
Durch vorstehenden Hatechismris wird eine Anleitung gegeben, die
von .den Aiifangsgriinden beginnend die stdchioinetrischen Lehren 8 0
trefflich erdrtert und so fasslich rmtr8gt, dase die bei angehenden
I’harmaceuten lriufig vorkommmde Farcht vor den Schwierigkeiten,
die die Auffassung der St6chSometrie darzubicten scheint, v6llig verschwindet. Der Katcchisnius zerffillt in 2 Theile. Der erste Theil
behrnclelt die niithigen nrithnietischen Vorkenntnisse, der rweite Theil,
wclchen der Verfassrr den chemischen nennt, bespricht die chemischen
Verbindungen der Hdrprr und ihrer Elemertte, die Mischungsgewichte
der einfachen Kdrper, h e n Zahlen und Zeichen, die Synibole der
ziisaiiimerigeselzten Vcrbindiiugen , die Anwendung der chnmischen
Furineln zur ErklArung eines chemischen Processes als symbolische
Aetiologie und die Anwendung d t r Aequivalenteiilehre in der Chemie.
1 ) ~ s nun Folgende, das unslreitig w m Z e n Theile gehiirt, betrachtet
der Verfasser nach der Vorrede als den hitten Theil. In ihm wird
ziierst im Buche die Aequivalenleblehre at8 Sldchiometrie bseeicbnet
urid das Wesen, so wie die Begibnduung der Resultrte derrelben eriirtert. Hiebei wird Riicksicht gcnomrnen athf die B a r t h o l l e t ’ r c h e
Verwnndtschaftslehre, auf die Vohmenlheorie, anf die Atome und
Aequivalente, auf Isomorphie, a d Atomengewichte, suf den Saucrstobehalt der Siiuren, Basen und mehrfach basischen Saurm, auf die
atoniistische Theorie der in fhnaurtand v e r s e t h r e n H6rper und zulelzt aqf die Berechnung der Anrnhl der Aeqnivalente in den durch
Analyse der unorganischen und otganisebrh lfdrper gefundenen Beslandtheilcn. L)er Kalechismas spricht uns Im hohen Grnde a n ; beBonders lehrreich erscheint uns die praktbche Anwendong der Formeln
und Aequivnlentenzahlen an Exempeln, ddrch welche die verschiedcniten Anwendungsarten gezeigt und die Vortheile, welche die Stdehiometrie gew&hrt, klar vor die Aagen gefdhit warden. Interesse gewlhrt auch die Darstellung der Jpeculstiven Hypbthesen, die man
mit der Aequivalentcnle’hre verbunden hat, so wle die Hinweisung
nuf die Modificationen, die RUS jenen H y ~ e t h e s t hfrii die Aequivatmte
niancher Kiirper hervorgeheh. Es is; wimsehens~etth, dase F r i ckh i n g e r ’ s Hatechismus der SlOchioinetritt in die Iliinde alter affgehenden Pharmaceuten gelsngt.
Dr. C e i s r l e r .
Ceber die Prufung und Darstellung che,misoher pharmaceutischer Praparate; von Dr. k. C. W i t t s t e i n . I. u.
11 Hft. Miinchen, P a1 m’s Hofbuchhandlung 1843.
Wenn auch scfron dic Literatur in neuerer Zeit mit m&en
Scbtifien gedschten Irihnlts bereichert ward, so ist es gewise tabenswerth, dnss tler bckannte Verf. rnch dicsem Zweige aeine besondere
hufmerk$amkeit widmete, da namentlich so maiiche intercnmrte R e s d tate, in der neueeten Zeit gewonnen, sich in Zeitschrifttn nrslreut
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