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Die Seidenraupen-Krankheiten.

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cheniische Analysen der Seiden.raupen.
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Zur iibersichtlichen Vergleichung sind die Beziehungen der wichtigeren Aschenbestandtheile, der Trockensubstanz und des Stickstoffgehaltes der Seidenraupen, ihrer
Excremente, der Cocoiis und der Maulbeerblatter zu dem
gleich 1000 gesetzten Phosphorsauregehalt jeder Asche
gebildet und in folgender Tabelle zusanimengestellt wordcn.
Verhaltniss der gesammten Trockensubstanz, des Sticksto5gehalts und der wichtigeren Aschenbestandtheile zur
Phosphorsanre - diese gleich 1000 - in den Raupen,
ihren Excrementen, in den Cocons und den Maulbcerblattern :
.. . .
.. .
Maulbeerblatter..
Gesunde Hlrupen .
Excremente derselben
Fleckenkranke Haupen.. . . . .. . .
Excremente derselben
Gelbsuchtige Raupen
Excremente derselben
Gesunde, verpuppte
Raupen (Japaneaen) 45789 4 2 2 9 1 W I
Cocons derselben. .
. ..
.
-
..
(Allgem. land- u. forstioivtlisch. Zeritriny dei. k . k. Landwirthschafts-Gesenschaft in Wien.)
Die Seidenranpen Krankheiten ;
von
J.
c.
L i e b i g *).
~
Durch die grosse Gcfiilliglreit des Hrn. I1 e i n r i ch
S c h e i b l e r in Crefeld bin ioh in den Stand gesetzt wor*) AUS der Agronomischen Zeitung yon Ih. H i r s c h b e r g xnitgetheilt.
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J. v . Liebig,
den, die Ermittelung einer Anzahl von Thatsachen zu
veranlassen, wclche, wie ich glaube, uber die Natur der
gegenwsrtig herrschenden, fur die Seidenindastrie so verderblichen Krankheit der Seidenraupe Licht zu verbreiten vermiigen.
Eine genaue Untersuchung des Futters der Seidenraupe aus den verschiedenen Landern und Uegenden, wo
die Seidenraupen-Icrankheit herrsclit oder nicht herrscht,
hatte ich Ern. S c h e i b l e r als eine der nachsten und unerllisslichsten Bedingungen bexeichnet, urn iiber diese
Krankheit Aufschliisse zu gewinnen, und durch seine ausgebreiteten Verbindungen gelang es Hrn. S ch e i b 1e r,
mir Maulbeerlaub aus China, Japan, der Lombardei, Piemont und Frankreich in geniigender Menge zu verschaffen, uIn eine solche Untersuchung in meinem Laboratoriuni durch einen sehr geschickten und gewissenhaften
Chemiker, Hrn. Dr. R e i c h e n b a c h , vornehmen zu lassen
und es sind einige Resultate seiner grossen Arbeit, die
ich in Folgendem mittheilen will.
Ueber den Ursprung der Rlatter schreibt mir Herr
S c h e i b l e r : ,,Eine nahere Angabe, von welcher Species
das Laub genommen, ist mir von China und Japan nicht
zugekommen ; es ist aber jedenfalls gesundes Laub'.
Die erhaltenen Resultate sind, wenn ich sie richtig
interpretire, vollkommen geeignet, die Ansicht zu stiitzen,
die ich bereits friiher iiber die Natur der SeidenraupenKrankheit ausgesprochen habe. Es ist eine ziemlich allgemeinc Erfahrung, dass aus Eiern, welche frisch aus
China oder Japan, oder auch von manchen andern Orten,
bezogen worden sind, Raupen erzogen werden, welche
Seide liefern und keine Symptome von Krankheit zeigen,
dass aber die Nachkommenschaft von diesen Eiern in der
zweiten oder dritten Generation der Krankheit verfallt.
Diese Thntsachc scheint mir die Existenz eines ,,Krankheitsstoffes", welcher die einen ansteckt und die andern
nicht, ausxuschliessen; denn es lasst sich nicht erklaren,
warum Thiere von frisch importirten Eiern gesund blei-
die Seidenraupen - Krunkheiten.
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ben und Seide liefern, mahrend die zweite oder dritte
Generation aus Eiern aus demselben Lande unter sonst
gleichen Verhaltnissen und gleicheni Futter krank werden und sterben.
Nach Allem, was dariiber bekannt ist, werden die
Raupen von der herrschenden Krankheit vor oder unmittelbar nach der letzten Hautung befallen ; sie sterben
vor dem Einspinnen und dern Anschein nach fehlt es
ihrem Korper an Vorrath an dem fur das Qespinnst erforderlichen Stoff; dass der Mange1 an diesem Stoff ihre
Verpuppung gefahrden und den Tod der Raupe nach sich
ziehen muss, ist selbstverstandlich. Auf die Erzeugung
dieses Stoffes, welcher die Seide giebt, muss aber die
Nahrung einen ganz bestimmten Einfluss aussern und
diejenige muss als die geeignetste fur die Seidenraupen
angesehen werden, w0lcLe das Material hierzu in grosster Menge enthalt. Die Seide ist sehr stickstoffreich; sie
wird in dem Korper der Thiere aus den stickstofialtigen
Bestandtheilen der Maulbeerbliitter erzeugt und es lasst
sich hiernach aus dem Gehalt der letzteren an Stickstoff
init ziemlicher Wahrscheinlichlieit ihr Futterwerth beurtheilen.
Die vollstandige Entwickelung und die Gesundheit
eines Thieres hangt selbstverstandlich von seiner Ernahrung ab; durch eine Verminderung in der Menge der
tiiglich erforderlichen Nahrung wird seine Entwiclrelung
beeintrachtigt und die Korpermasse verringert; der Widerstand gegen aussere Schadlichkeiten, welchen der Begriff
der ,,Gesundheit" in sich einschliesst, wird dadurch geschwiicht, d. h. das Thier wird bei mangelhafter Emahrung leichter von Krankheiten befallen; gut genahrt widersteht es besser. Das Maximum von Nahrung, welches
ein Thier zu verzehren vermag, hangt in gleichen Verhiiltnissen von der Grosse oder dem Umfang seiner Verdauungswerkzeuge ab ; iiber ein gewisses Quantum Futter liinaus ksnn ein Thier nicht fressen.
Es ist ferner klar, dass ein Thier von zwei Nah-
J. v . Liebig,
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rungsmitteln, von denen das eine bei gleichem Gewicht
mehr eigentlichen Nahrstoff als das andere enthalt, von
dem armeren dem Gewicht nach mehr verzehren muss,
als von dem reicheren, urn ein gleiches Quantum Material zur Ernahrung und zum Aufbau seines Korpers in
sich aufzunehmen. Von Brod und Fleisch zusarnmen
bedarf ein Mensch 2.B. dem Gewicht. nach weniger, als
von Brod allein; von Hrod weniger, als von Kartoffeln.
Wenn man nun von diesen Grundsatzen aus die Zusammensetzung der Maulbeerblatter aus verschiedenen Landern betrachtet, so ergiebt sich, dass sie sehr ungleich
in ihrer Zusammensetzung sind, dass die eine Sorte aus
China oder Japan z. B. sehr viel mehr von den Stoffen
enthalt, die zur Entwickelung des Korpers und zur Bildung der Seide dienen, als die andere. In Zahlen ausgedruckt, hat die Analyse folgende Verhiiltnisse ergeben :
Stickstoffgehalt der Maulbeerblatter aus
Japan
1) 3,23
2) 3,36
China
3,13
Tortona (Piemont)
1) 2,34
2) 2,34
3) 2,49
Alais
2,38
Brescia
3,36
oder in Fleisch und Seide bildenden Stoffen aasgedriickt:
im Mittel
Japan
20,59
China
19,56
Tortona
14,93
Alais
14,62
Brescia
21,O.
Diese Zahlen zeigen, dass die Maulbeerblatter aus
Piemont und Alais beinahe ein Drittel weniger von den
zur Bildung der Korperbestandtheile der Raupe und der
Seide dienenden Stoffen enthalten, als die aus Japan und
China, und wenn diese Verhaltnisse durch weitere Untersuchungen sich bestatigen und constant erweisen, so knupfen sich hicran Schliisse von grosser Bedeutung. Es
liegt zunachst auf der Hand, dass wenn eine Anzahl
Raupen von chinesischen oder japanischen Blattern eine
Quantitbt von 1000 Gr. und eben so viel von piemontesischen oder von Blattern aus Alais verzehren, die Raupen in den ersteren 205 oder 195 Gr. Blut und Seide
-
die Seidewaupen Krankheiteii.
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bildende Stoffe, in den andern hingegen nur 1-19 Gr.
dieser Stofle in ihren Kiirper aufnehrnen, und dass ferner die Raupen von den in Alaia und in Tortona gewachsenen Bliittern nahe an 1400 Gr. verzehren mussen, urn
eben so viel von diesen Stoffen in ihren Korper aufzunehmen, als sie in 1000 Gr. chinesiscliem oder japanischem Laub empfangen hiitten.
Ein Einfluss dieser Ungleichheit in der Beschaffenheit des Futters nnf die Korperbeschaffenheit der Thiere
kann nicht verkannt werden. Mit derselben Menge Maulbeerblatter gefuttert, wiirde der Korper der Raupen in
China und Japan an sich stiirker und reicher an Seide
bildenden Stoffen sein mussen, als der Korper der Thiere,
die init Rlattern von Tortona oder Alais ernahrt worden
sind. Man kann nicht annehmen, dass jede einzelne ron
1000 Raupen eben so viel frisst wie eine andere, denn
dies hangt von der Korperbeschaffenhcit der Individuen
sb, welche theils durch die Race, theils von der Korperbeschaffenheit der Eltern mit bedingt wird; aber man
kann, ohnc einen Fehler zu begehen, yoraussetzen, dasa
die Nachkonimen derselben Race nicht niehr Futter zu
verzehren irn Stande sind, als ihre unmittelbaren Vorfahren zu fressen vermochten.
Wenden wir dies auf Raupen an, die aus japanischen
oder chinesischen Eiern gezogen, mit Waulbeerlaub in
Tortona oder Alais erniihrt werden, so wird eine gewissc
Anzahl, welche in China oder Japan 1000 Gr. Maulbeerlaub gefressen hatte, aueh 1000 Gr. von dern piemontesischen oder franzosischen Laub fressen. Die Untersuchung giebt nun zu erkenncn, dass die mit piemontesischen oder franzijsischen Maulbeerblattern ernahrten
Raupen nahe ein Drittel weniger stickstoff haltige Nahrund Seide - bildende Stoffe empfangen, als die in China
und Japan mit dortigem Maulbeerlaub ernahrten Raupen.
1st die Fiitterung mit einer gegebenen Menge chinesischer oder japanischer Blatter ausreichend fur die vollstiindige Ernahrung und Metamorphose eiuer gewissen
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J. v. Liehig,
Anzahl von Raupen gewesen, so ist die gleiche Menge
Bliitter von Tortona oder Alais nicht geniigend fiir diese
Zwecke; die Raupen in Tortona iind Alais werden mit
derselben Menge Maulbeerlaub unvollstiindig ernahrt eein
und wie in allen Fallen von mangelhafter Erniihrung,
muss die Nachkommenschaft dieser Thiere schwiicher ale
ihre Vorfahren sein, schwacher in Beziehung auf die Ausbildung ihrer Organe und ihre Entwickelungsfahigkeit
und schwaeher in Hinsicht auf ihr Vermogen, ausseren
Schadlichkeiten Widerstand zu leisten. Durch cine an
Nkhrstoffen reichere Xahrung wird die Race wieder verbessert werden kiinnen, d. h. e8 kann in diesen Thieren
der gesunde und kraftige Zustand, der ihre Vorfahren
auszeichnete, dadurch wiederhergestellt werden ; aber m i t
dem mangelhaften Futter erniihrt, wird die dritte Generation noch mehr ausarten. Wahrend die ersfc Generation (von aus Japan und China importirten Eiern), die
von den starksten Eltern stammt, noch kraftig frisst, 60
dass man das bekannte Gerausch beim Fressen deutlich
hort und noch so vielvorrath von Seide bildendem Stoff
in ihremKorper zu sammeln verniag, urn sich einzuspinnen, nimrnt dieser Vorrath in den Individuen der zweiten und dritten unvollstlindig ernahrten Generation nothwendiger Weise ab.
Aus den Eiern mangelhaft ernahrter Eltern mms
sich ein schwacheres Oeschlecht entwickeln nnd der Umstand, dass die daraus hervorgehenden Individuen weniger kriiftig fressen, wird von den Seidenzuchtern als
eines der fruhesten Symptome der sogen. Krankheit angesehen und sehr bald giebt sich ein bemerklicher Unterschied in ihrer Orosse zu erkennen. Viele Raupen verlieren die Fahigkeit sich zu hiiuten, und es erzeugen
diejenigen, welche bis zum Einspinnen kommen, ein loses,
diinnes Gewebe; ihre Puppen verbleiben Ianger im Cocon;
der kleine, in seinen Bewcgnngen triige Schrnctterling
hat haufig verkrtippelte Flugel. Dies sind alles Zeichen
einer unvollstandigen Erniihrung und eines herabgekom-
die Seidenrazipen-Krankheiten.
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menen GeechIechts, aber nicht die einer beeonderen
Krankheit.
Es tritt bei dieseu Thieren deraelbe Fall cin, wic
bei guten Viehracen, deren Einfuhrung aus England z.B.
nach der Erfahrung mancher Viehziichter keinen Vortheil hat, weil sie in ihrer Qegend ausarten, d. h. weil
ihre Nachkommen viele dcr ausgczeichneten Eigenschaften ihrer Eltern wieder verlieren, wahrend es sicher ist,
dass, wenn sie das importirte Vieh mit gleicher Sorgfalt,
eben so reichlich und mit eben 80 gutem Futter erniihren miirden, wie dies in England geschieht, von einer
solchen Ausartung keine Rede sein konnte. Worin lage
SO sagte mir ein Viehziichter
aber der Vortheil
wenn es mir nicht gelingt, dieRace zu erhalten mit dem
Futter, das inir gerade zu Qebote steht? Diese Viehziichter suchen einen gewissen Vortheil durch die Einfiihrung von fremdem Vieh zu erzielen; da sie abcr die
Bedingungen missachten, durch die er gesichert wird, so
erreichen sie ihren Zweck nicht, was Niemand in Verwuntlerung eetzt, der die ersten Elcmente dcr Ernalirungsgcsetze kennt. In Europa ist der Seidcnzkhter
nicht, wie in Japan und China, ein Landwirth, dcr seine
Maulbeerbiiume selbst pflanzt und sorgfaltig pflegt, sondern fur ihn ist Maulbeerlaub Maulbeerlaub, woher es
auch stammen mag.
Der einfachste Bauer wciss, dasa unter seinem Heu
ein Unterscbied ist, dass die eine Sorte Heu weiter rcicht
und lieber von seinerKuh gefressen wird und mehr und
reichere Milch liefert, als eine anderc. Der Seidenziichter weiss von allen Dingen nichts und wenn er fortfahrt,
auf seinem Standpuncte und arif seiner langst in die
Rumpclkammer veralteter Begriffe verwiesenen Ansicht
zu beharren, dass aufdieThiere alles ankommt und dass
ihr Organismus allcs schafft und auch Seide erzeugt aus
Futter, in welchem das Matcrial zu ihrem Qespinnst weitaus nicht in hinreichender Menge enthalten iet, so zieht
er taglich an der Glocke zum Qrabgelaute einer Indu-
-
-
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J.
v.
Liebig,
strie, auf welcher der Reichthum grosser Lander beruht,
und dies kann nicht anders sein.
Zum Schlusse will ich mir noch eine Bemerkung
hinsichtlich der Maulbeerblatter von Brescia erlauben,
von denen ich nicht mehr als vonden andern weiss, und
das ist, dass es Blatter sind von der Beschaffenheit, wie
sie in der Gegend, von der sie stammen, als Futter fur
die Raupen benutzt werden. Die analysirten Blatter von
Brescia sind niimlich eben so reich an Stickstoff, als die
japanischen und chinesischen, aber verglichen mit den
letzteren ist in ihrer Grosse ein auffallender Unterschied;
die chinesischen und japanischen Bliitter sind vollig ausgewachsen, die chinesischen sind aber handgross, dick
und mussen frisch sehr vollsaftig und fleischig gewesen
sein; die lombardischen Blatter sind hingegen klein (urn
Isleiner), diinn und wahrscheinlich jiinger. E s ist eine
ganz allgemeine Erfahrung, dass die jungen Blltter reicher an Stickstoff sind, als die ausgewachsenen und hochst
wahrscheinlich, dass jiingere chinesische oder japanische
Hatter einen noch weit hoheren Stickstoffgehalt ergeben
hatten, als die analysirten.
Aus den Erfahrungen der Landwirthschaft wissen
wir, dass die Dungung einen ganz entscheidenden Einfluss auf den Gehalt und denReichthum der Pflanzen an
stickstofialtigen Bestandtheilen ausiibt und dass in China
und Japan jede Pflanze, von der man eine Ernte gewinnen will, gediingt wird. Die chinesischen Werke iiber
Seidenmanufactur beginnen rnit der Beschreibung des
Culturverfahrens des Maulbeerbaumes oder Strauches und
es lasst sich daraus der Werth erkennen, den der chinesische Bauer auf die richtige Pflege der Pflanze legt,
welche bestimmt ist, das Futter fur den Seidenwurm zu
liefern; dem Anbau der Pflanze oder der Saat geht jederzeit die Dungung des Bodens voraus und die Zusammensetzung der Asche der Maulbeerblatter aus China und
Japan giebt mit grosser Wahrscheinlichkeit zu erkennen,
dass dieses Laub von gedungten Baumen gewonnen worden ist.
die Seidenraupen-Krankheiten.
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Aus den chine'sischen Werken (s. z. B. The Chinese
Miscellany. On the Silkmanufacture and the Cultivation
of the Alulbemj Nr. III. Printed at the Miasion Press.
h'changhai 1849) sieht man, dass in manchen Gegenden
in China der Bauer den Maulbeerbaum selir nahe 80, wie
der Winzer in Europa den Rebstock behandelt; auf das
Beschneiden wird die grosste Sorgfalt verwendet und
werden dazu die genauesten Vorschriften gegeben. In
dem citirten Werke heisst es S. 84: .Jeder Hieb mit
der Hacke erzeugt 3 Zoll Fruchtbarkeit und jeder Schnitt
mit dem Messer sichert einen doppelten Ertrag vom Maulbeerbaum.' Ferner: nUeberfluss an Zweigen durch Vernachlassigung des Beschneidens maclit die Blatter diinn
und geschrnacklos; daher ist das Beschneiden der Baume
von der grijssten Wichtigkeit fur die Zucht der Seidenraupen.'
Wenn der europaische Seidenziichter gelernt haben
wird, die Vorschriften seines Meisters in der Seidenzucht,
des gewohnlichen chinesischen Bauers, genau und richtig
zu befolgen, so wird er ganz unzweifelhaft Herr des grossen Uebels werden, das seine Existenz bedroht. Die
Natur giebt dem Menscben alles, was er von ihr will,
aber auf dieDauer nicht umsonst; sie lohnt ihn fur seine
Pflege und straft ihn, wenn er sie beraubt. Dies ist das
Qesetz.
-
Die Farbe der Butter.
Dic schone g e l b e B u t t e r ist oft gefarbt. Man
wendet dazu in Frankreich oft Mohrrubensaft an, aber
in einigen Gegenden der Normandie, besonders in Gournay, wird dafur die Feldringelblume (Calendula arveneis
oder qlvest&) gezogen (franzos. souci des champs). Sie
wird dazu in freiem Felde sowohl, als in Garten cultivirt. Breitwurfige Saat, die Pflanzen breiten sich aus,
brauchen daher nicht dicht zu stehen. Ernte Juli bis
4
Arch. d. Pharm. CLSXXT. Bds. 1.11.2.
Hft.
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