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Eine Synthese des 1-Aza-des-N-berbins.

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Archiv der Pharrnazie
307. Band
August 1974
Heft 8
H. Klar und F. Zymalkowski
Eine Synthese des 1-Aza-des-N-berbins
Aus dem Pharmazeutischen Institut der Universitat Bonn
(Eingegangen am 4. Juli 1973)
Im Zusammenhang mit Arbeiten iiber Strukturwirkungsbeziehungen wird eine Synthese des
1-Aza-des-N-berbins beschrieben.
Synthesis of 1-Aza-desaza-berbine
In connection with investigations in the field of structure-activity-relationshipsa synthesis of
1-aza-desaza-berbine was developed.
Von den medizinisch verwendeten Alkaloiden haben besonders viele das Isochinolin,
extrem wenige das Chinolin als Strukturelement. Das bedeutet allerdings nicht unbedingt, dafi Chinolin-Derivate seltener Arzneimitteleigenschaftenhaben als solche
des Isochinolins. Vielleicht ist die echte Ursache einfach das mangelnde Angebot an
Chinolin-Derivaten durch die Natur, die aus biogenetischen Griinden hauptsachlich
Isochinolin- und Indol-Alkaloide produziert. Die Frage nach der biologischen Wirkung entsprechender Chinolin-Verbindungen ist also durchaus sinnvoll. Tatsachlich
hat z. B. das von Sugimoto und Oshiro') synthestisierte N-Methyl-3-hydroxy-8-azades-N-morphinan(1) ahnliche analgetische Eigenschaften wie das N-Methyl-3hydroxy-morphinan(I1):
YJ
I
Li
uie von Zymalkowski und Kothari') hergestellten Benzylchinoline(II1a-d) mit ihrer
Venvandtschaft zum Papaverin(1V) sind bisher pharmakologisch nicht getestet.
1 N. Sugimoto und S. Oshiro, C.A. 59,11452 (1963) Japan Pat. 4084 (1963).
2 F. Zymalkowski und M. Kothari, Arch.Pharmaz. 303,667 (1970).
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Klar und Zymalkowski
Arch. Pharmaz.
So wie man das Rmggeriist des 1-Benzylisochnolinszu dem des Berbins(V) vervollstandigen und die biologischen Wirkungen dadurch variieren kann, haben wir einer
Anregung Kotharis folgend das Ringgeriist des 1-ha-des-N-berbins(V1) aufgebaut.
m%
P
%
-
Was urspriinglich nur wie eine Variante friiherer Arbeiten') aussah, zeigte dann doch
eigene Aspekte.
Als Ausgangsstoff wurde 3,5-Dioxo-cyclohexan-carbonsaure-amid(
VII) benotigt,
das durch katalytische Hydrierung von Resorcylsaure-amid mit Raney-Nickel in waBriger Natronlauge bei 50" und 100 at in 70proz. Ausbeute gewonnen wurde. Hydriert
man wie Tomino3) bei Raumtemperatur und Normaldruck, ist das Ergebnis dasselbe, nur dauert die Hydrierung wesentlich linger (14 Std. anstelle von 2 Std.).
VII ist eine vinyloge Carbonsiiure von beachtlicher Aziditat. Eine direkte tiberfuhrung in das Enamin(1X) gelingt deshalb schlecht, weil primar das Ammoniumsalz
von VII gebildet wird, dessen Dehydratisierung nicht einheitlich verlauft. Man stellt
deshalb besser durch Losen von VII in Methanol und Erhitzen in Cegenwart von etwas pToluolsulfonsaure zunachst den Enolmethylather(VII1) her (70 %), der bei
Behandlung mit waBrigem Ammoniak fast quantitativ in 3-Amino-5-0x0-cyclohexan3-carbonsaure-amid(IX), das Enamin von VII, ubergeht. Die Ammonolyse des homologen Enol-athylathers gibt sehr vie1 schlechtere Ausbeuten.
Durch Reaktion von IX mit Propinal wird mit 54proz. Ausbeute 1-Aza-5-oxo-tetralin-carbonsaure-amid(X)erhalten. Aus der Mutterlauge lassen sich 15-20 % 4(2'-Formyl-athenyl)-3-amino-5-oxo-cyclohexen-(3)-c~bonsiiureamid(X1) isolieren,
3 K. Tomino, C.A. 54, 18386a (1960).
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1-Aza-des-N-berbin
579
das als Primarprodukt durch eine Michael-Addition an die polarisierte C,C-Dreifachbindung entsteht und durch Dehydratisierung in X umgewandelt wird.
Die im Endprodukt nicht mehr benotigte Oxogruppe in 5-Stellung wird nach HuangMinlon reduziert, wobei gleichzeitig die Carb~namidgruppehydrolysiert wird und
als Reaktionsprodukt 5,6,7,8-Tetrahydrochinolin-carbonsaure-(7)
(XU) anfallt.
Vollig unerwartet reagiert XI1 mit Benzaldehyd in Gegenwart von Acetanhydrid.
An Stelle der 8-Benzyliden-5,6,7,8-tetra-hydrochinolin-carbonsaure~7~
(XIII),
das sich in Analogie zur Ladenburgschen Coniin-Synthese und in Ubereinstimmung
mit eigenen Erfahrungen unter diesen Umstanden bilden sollte, fallt als einziges definiertes Umsetzungsprodukt das ungesattigte Lacton(X1V) an.
XI1 wird also lediglich acyliert, enolisiert und lactonisiert. Man erhalt XIV dementsprechend auch, wenn gar kein Benzaldehyd zugegen ist.
Mit Propionsaure- und Benzoesaureanhydrid entstehen vollig analog die Lactone
XV und XVI (5 1 - 63 proz. Ausbeute).
Ob XI1 in 8-Stellung direkt acyliert wird oder die Lactonbildung uber ein gemischtes Carbonsaureanhydrid erfolgt, ist vorlaufig offen. Auf jeden Fall handelt es sich
hier um ein recht spezielles reaktives Verhalten, da 5,6,7,8-Tetra-hydrochinolin
unter den genannten Bedingungen 8-Benzyliden-5,6,7,8-tetrahydrochinolin
liefert,
und die ubertragung der Lactonisierungsreaktion auf fl-(Pyridyl-2)-propionsaure und
andere Verbindungen, die ein ahnliches reaktives Verhalten wie XI1 erwarten lassen,
bisher nicht gegliickt ist.
Abweichend vom urspriinglichen Syntheseplan muBten wir mit dem Lacton(XVI)
weiterarbeiten. Hydrogenolyse mit Palladium-Bariumsuifat in athanolischem Triathylamin ergibt ein Gemisch von cis- und trans-8-Benzyl-5,6,7,8-tetrahydrochinolincarbonsaure-(7) (XVII), das sich chromatographisch in die Komponenten auftrennen 1aBt.
Nach der Regel von Skita sollte durch unsere Hydrierung in akalischcm Milieu vorwiegend
die trans-Verbindung entstanden sein, was das Ergebnis der Folgereaktion zu bestatigen scheint.
Da Hydrogenolysen sich auch im stark sauren Milieu durchfuhren lassen, kann bei Bedarf sicherlich auch das cis-Isomcr von XVII auf diesern Wege hergestellt werden.
Die Hauptkomponente wurde mit Polyphosphorsaure zu 7-0xo-5,6,6a, 12,12apentahydro-naphtho-[ 2,3-h] -chinolin(XVIII) cyclisiert. Auch hier f d l t zunachst wieder ein cis-trans-Gemisch an, das sich dc zerlegen lafit. NMR-Spektren machen wahrscheinlich, dai3 das cis-trans-Verhaltnis der Isomere von XVIII 1 : 6,5 ist. Als Hauptprodukt scheint also die trans-Verbindung anzufallen. Der Bestandteil an cis-XVIII
ist offenbar durch Epimerisierung bei der Cyclisierung mit Polyphosphorsaure entstanden.
Eine Lichere Zuordnung ist miit einem 60-MHz-Gerat nicht moglich; die Gesmitauswertung der Spektren macht die vermutete Zuordnung jedoch in hohem Mafie
wahrscheinlich.
Die Reduktion zur Titelverbindung(VI) gelingt nach der Methode von HuangMinlon, wobei allerdings wiederum mehrere Basen entstehen. Nach Auftrennung des
580
Klar und Zymalkowski
Arch. Pharmaz.
Reaktionsgemisches iiber Dickschicht erwies sich eine der Komponenten als das
gesuchte 1-Aza-des-N-berbin, und zwar wahrscheinlich als das trans-Isomer (Ausbeute 10 %).
Das vom Chinolin abgeleitete Isomer des Berbins(V1) ist also bei Bedarf zuganglich. Zur Herstellung groderer Mengen m a t e unsere Synthese jedoch noch vereinfacht und ausgefeilt werden, und zwar speziell in ihrem zweiten Teil, w o die Bildung von Isomeren-Gemischen ausgeschaltet oder wenigstens eingeschrankt werden
muO. Moglichkeiten dazu werden gesehen.
1
Vll
:
Vlll :
IX
:
=
R =
R =
R
-
J
OH
OCH,
NH,
A
H A - C H O , Ac,O
Huang-Minlon
R
=
=
R =
XlV
:R
XV
XVI
R
CH,
C,H,
C,Hs
%-%-
W
C
0
- H
COJH
nhoraiure
Polyphosphorsi'ure
cis, trans
cia, t n n i
,r
c i s , trans
Wu danken dem Fonds der Chemie und der Deutschen Forschungsgemeinschaft, die diese
Arbeit durch Sachspenden forderten.
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I-Aza-des-N-berbin
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Beschreibung der Versuche
3,5-Dioxo-cyclohexancarbonsci'ure-amid
(VII)
22,95 g (0,15 Mol) 3,5-Dihydroxy-benzoesaure-amidwerden im Autoklaven in 450 ml HzO
suspendiert. Nach Zugabe von 150 ml einer n NaOH-Losung und 45 g Raney-Nickel wird bei
50' und 100 at bis zur Beendigung der Wasserstoffaufnahme (2 Std.) hydriert. Wahrend der Abkuhlzeit (3 - 4 Std.) I i 5 t man das Ruhrwerk weiterarbeiten, zentrifugiert anschliefiend den Katalysator ab, neutralisiert die klare Losung unter Kuhlung vorsichtig rnit konz. HCI und engt i.
Vak. auf die Halfte des Vol. ein. Nach Abkuhlung auf etwa So sauert man mit HCI an (pH 3 - 4)
und Wt 24 Std. im Kuhlschrank stehen. Der weil3e, etwas NaCl enthaltende Niederschlag wird
abgesaugt, mit wenig kaltem Wasser gewaschen und getrocknet. Das Produkt kann ohne weitere
Reinigung fiir die nachste Stufe eingesetzt werden. Durch Eindampfen der Mutterlauge i.Vak.
und Umkristallisation des Ruckstandes kann noch ein weiterer Teil des Amids gewonnen werden. Ausbeute: 17,8 g (76 % d. Th.); Schmp. 201 - 202O(Wasser) u. Zers., entspr. ').
3-Methoxy-S-oxo-cyclohexen-(3)-carbon~ure-amid
(VIII)
15,5 g (0,l Mol) VII werden unter Zusatz von 3,O g p-Toluolsulfonsaure in 750 ml Methanol
1 8 Std. am Ruckflu8 erhitzt. Nach Abkuhlen der Losung engt man i. Vak. auf 1/4 des Vol. ein
und stellt zur Kristallisation beiseite. Die schwach griinlichen Nadeln werden abgesaugt. rnit
wenig kaltem Methanol gewaschen und getrocknet. Durch Eindampfen der Mutterlauge und erneute Kristallisation la5t sich noch ein weiterer Teil des Enolathers gewinnen. Zur Reinigung
wird aus Methanol umkristallisiert. Ausbeute: 11,8 g (70 % d. Th.); farblose Nadeln, Schmp.
194 - 19S0(Methanol)
CSHIIO~N
(1692)
Ber.: C 56,79; H 6 5 5 ; N 8,28.
Gef.: C 56,85; H 6.52; N 8,26.
Aus den Mutterlaugen von VIII fallt zusatzlich das Ammoniumsalz der p-Toluolsulfonsaure aus.
3-Amino-S-oxo-cyclyhexen-(3f-carbonsaure-amid
(1X)
33,8 g (0,2 Mol) VIII werden in etwa 3 1 25proz. Ammoniak unter kraftigem Schiitteln gelost
und 12 Std. bei Raumtemperatur stehen gelassen. Wahrend dieser Zeit kristallisiert schon ein
kleiner Teil von IX aus. Nach Einengen auf 1/4 des Vol. la5t man im Kuhlschrank auskristallisieren, saugt ab, wascht mit wenig kaltem Wasser und trocknet. Die Substanz kann ohne weitere
Reinigung fiir die nachste Stufe eingesetzt werden. Ausbeute: 29,s g (95,8 % d. Th.); feine weil3e
Kristalle, Schmp. 274 - 275' (Wasser) u. Zers.
C7H1002N2 (154,2)
Ber.: C 54.53; H 6.54; N 18.17.
Gef.: C 54,39; H 6,62; N 18,17.
I-Aza-50x0- tetralin-carbonsaure-am id-(7) (X)
15,4 g (0,l Mol) IX werden in 1,s I Dimethyl-formamid gelost. Dazu werden unter Ruhren in
etwa 2 - 3 Min. 5,4 g (0,l Mol) frisch destilliertes Propinal getropft. Der Tropftrichter wird rnit
5 ml DMF nachgespult. Beim langsamen Erwarmen auf 100Overfdbt sich die Losung von gelb
uber orange nach braun-rot. Die Temperatur wird 2 Std. auf 1OO'gehalten. anschlie5end 15
Min. auf 150'. Nach dem Abkuhlen wird das Losungsmittel abgezogen. Der braun-rote, langsam
kristallisierende Ruckstand wird aus Aceton/Wasser (8/2) unter Verwendung von Aktivkohle
umkristallisiert. X fallt in gelb g e f l b t e n , wiirfelformigen Kristallen an. Diese werden abgesaugt
und mit kaltem Aceton gewaschen und getrocknet. Sie konnen in diesem Reinigungsgrad weiter
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Klar und Zymalkowski
Arch. Pharmaz.
verarbeitet werden. Ausbeute: 10.2 g (53,7 % d. Th.); aus Aceton weiDe wurfelformige Kristalle, Schmp. 238'
Ber.: C 63.15; H 5,30; N 14,73.
Gef.: C 63.06; H 5,30; N 14.64.
CioHio02Nz (1902)
4-(2 '-Formyl-athenyl)-3-amino-S-ox~cyclohexen-(3)-carbon~ure-amid-(I)
(XI)
Der nach Einengen der Mutterlauge von X zuruckbleibende, dunkel gefLbte Ruckstand wird unter Zusatz von Aktivkohle aus Aceton umkristallisiert. Zunachst fallt noch ein kleiner Teil von
X in Form braunlicher Kristalle aus. Die Losung wird zur weiteren Kristallisation bei - 15' aufbewahrt. XI fallt in Form grunlicher Nadeln aus. Diese werden noch zweimal aus Aceton umkristallisiert. Ausbeute: 3,41 g (16,4 % d. Th.);Schmp. 205 - 210' (Aceton)
CioHi203Nz (208,2)
Ber.: C 57,68; H 5,81; N 13,46. Gef.: C 57,65; H 5,95; N 13.09.
5,6,7,8-Tetrahydm-chinolin-oarbonJure-(7) (MI)
1,9 g (0,Ol Mol) X in 10 ml Diathylenglykol werden mit 1 ml Hydrazinhydrat (100 %) und 2,O g
(0,035 Mol) fein gepulvertem KOH vermischt und 2 Std. auf 80-90°, 1 Std. auf 140-150' und
1 Std. auf 190" (Badtemperatur) erhitzt. Wihrend der Reaktion entweicht Ammoniak. Nach Abkuhlen wird die braune Mischung unter Kuhlung rnit 25proz. HCI neutralisiert. AnschlieDend
zieht man das Wasser i.Vak. ab und enffernt das Diiithylenglykol durch Destillation im Hochvakuum bei 140-145" (Badtemperatur). Der fast glykolfreie Ruckstand enthalt neben XI1 noch KCI.
Man setzt so vie1 Wasser (11,7 ml) zu, daO das KCI in Losung geht, stellt pH 4 ein und perforiert
rnit Chloroform. Das Perforat wird uber NazS04 getrocknet. Nach Abdampfen des Usungsmittels wird aus Aceton umkristallisiert. Ausbeute: 1,33 g (75 % d.Th.); w e a e leichte Kristalle,
Schmp. 169-170' (Aceton).
CioHilOzN (177,2)
Ber.: C 67,78; H 6,26; N 7,91.
Gef.: C 68,30; H 6,40; N 7,80.
3-Methyl-1-0x0-8,9-dihydro-fir0 [3,4-h]chinolin (XIV)
1,77 g (0,Ol Mol) XI1 werden in 10 ml Acetanhydrid 8 Std. unter RuckfluD erhitzt. Nach dem
Abkuhlen wird in k h e r aufgenommen und die atherische Losung mit salzsaurem Wasser (pH 1-2)
mehrmals extrahiert. Die warige, salzsaure Phase wird rnit Ather gewaschen und anschlieficnd
rnit kalter 12,Sproz. Natronlauge unter Eis-Kuhlung auf pH 9- 10 eingestellt. Dabei triibt sich die
Wsung stark. Nach Extraktion mit Chloroform, Trocknung und Filtration wird i.Vak. eingedampft. Der Ruckstand kann aus Diisopropylather + einige Tropfen Aceton umkristallisiert werden. Ausbeute: 1,025 g (51 % d.Th.); w e a e Schuppchen, Schmp. 85" (Diisopropylather).
C i z H i i q N (201,2)
Ba.: C 71,62; H 5 3 1 ; N 6,96. Gef.: C 71,91; H 5,50;N 6,92.
3-A'thyl-l-oxo-8,9dihydihydro-furo[3,4-h]chinolin
(XV)
531.0 mg ( 3 mMol) XI1 werden mit 5 ml Ropionsaureanhydrid analog XIV umgesetzt. Identitat
durch IR- und NMR-Spektren gesichert. Ausbeute: 362 mg (56,l 3'% d.Th.); w e a e Nadelchen,
Schmp. 94' (Diisopropyhther).
l-Ox~3-phenyl-8,9-dihydro-firo[3,4-h]chinolin
(XM)
1.77 g (0,Ol Mol) XI1 werden mit 9,04 g (0,04 Mol) Benzoedureanhydrid gemischt und im Olbad
12 Std. auf 160' erhitzt. Wahrend der Umsetzung sublimiert Benzoesaure aus dem Reaktionsg e f a . Nach Abkiihlung der braunen Schmelze, an deren Oberflache sich glanzende Schuppen
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I-Aza-des-N-berbin
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bilden, wird analog XIV aufgearbeitet. Ausbeute: 1.65 g (62,9 % d.Th.); silbrig glanzende Schupp
chen, Schmp. 156O (Athanol).
C17H1302N
(263,3) Ber.: C 7735; H 4,98; N 5,32. Gef.: C 77,70; H 4,84; N 5,43.
8-Benzyl-5,6,7,8-tetrahydro-chinolin-carbonsaure-(7)
(XVII)
526,O mg (2 mMol) XVI werden mit 526 mg Pd/BaS04 (5 %) in einern Gemisch aus 54 ml absol.
Xthanol, 6 ml frisch destilliertem Triathylamin unter Normalbedingungen bis zum Stillstand der
Wasserstoffaufnahme hydriert. Dauer etwa 8 Std. Anschlidend zentrifugiert man den Katalysator ab und verdampft das Losungsrnittel i.Vak. Der schwach gelbe Ruckstand wird in Wasser
aufgenommen. Die Losung wird rnit NazCO3 alkalisiert und das dadurch frei werdende restliche
Triathylamin i.Vak. abgezogen. Die zuriickbleibende Losung wird zur weiteren Entfernung
basischer Bestandteile mit Ather extrahiert, mit verd. HCI auf pH 3 3 - 4 gebracht und mit Chloroform perforiert. Das Perforat wird uber Na2S0.1 getrocknet. Nach Abdampfen des Losungsmittels wird aus Athanol oder Diisopropylather umkristallisiert. Ausbeute: 270 mg (50,s % d.Th.);
weiDe Nadeln, Schmp. 149- 150' (Xthanol 0. Diisopropylather).
C17Hi7N02 (267,3)
Ber.: C 76.38; H 6,41; N 5,24:
Gef.: C 75,77; H 6,37; N 5,07.
7-0~0-5,6,6a,12,12a-pentahydro-naphtho[2,3-h]-chinolin
(XVIII)
534,O mg (2 mMol) XVII werden fein pulverisiert und in 20 ml Polyphosphorsaure eingeriihrt.
Man erhitzt 4 1/2 Std. auf 80-90'. Dabei farbt sich das Gemisch unter Auflosung von XVII
langsam gelb und zeigt gegen Ende der Reaktion eine schwache griine Fluoreszenz. Die noch
warme Losung wird direkt auf Eis gegossen und mit Chloroform extrahiert. Die w a r i g e Phase
wird abgetrennt und mit 20proz. Natronlauge unter Eiskiihlung alkalisiert. Dabei triibt sich die
Losung stark. Nach Ausschutteln rnit Chloroform und Trocknen der organischen Phase mit
Na2 so4 wird das Losungsmittel abgedampft. Als Ruckstand bleibt ein gelbes, langsam durchkristallisierendes 61. Aus Petrolather fallen 268 mg des einen Isomeren (A) aus, das nach nochmaliger Umkristallisation chromatographisch rein ist. Die Mutterlauge wird i.Vak. eingedampft
und der Ruckstand uber Dickschicht getrennt. Nach Elution des Adsorbens e r h a t man weitere
89 mg des lsomeres (A) und 36 mg des lsomeres (B). Ausbeute (A): 341 mg (69,2 % d.Th.);
wefie Prismen, Schmp. 105- 106' (Petrolather).
Ci7Hi7NO
(249,3)
Ber.: C 81,90; H 6,06; N 5,62.
Gef.: C 81,90; H 6,33; N 5,52.
Ausbeute (B): 32,9 mg (6,6 % d.Th.); weif3e Nadeln, Schmp. 155' (Diisopropylather).
Ci7Hi7NO
(249,3)
Ber.: C 81,90; H 6,06; N $62.
Gef.: C 82,36; H 6,30; N 5.58.
5,6,6a,
7.12,Ih-Hexahydro-naphth0[2,3-h]
chinolin (VI)
249,O mg ( 1 mMol) XVIIIA in 3 ml Diathylenglykol werden mit 20 Tropfen Hydrazinhydrat
(100 %) und 300 mg fein gepulvertern KOH 2 Std. auf 80-90', 1 Std. auf 140-150' und 1/2 Std.
auf 180' (Badtemperatur) erhitzt. Nach Abkuhlen wird in wenig Wasser aufgenommen und die
Losung mit Ather ausgeschuttelt. Der Ruckstand der eingedampften, atherischen Losung wird in
2n HCI gelost, die saure w a r i g e Phase mit Ather gewaschen, anschlieaend alkalisiert (pH 9-10)
und dann rnit h h e r extrahiert. Der olige Ruckstand der i.Vak. eingedarnpften atherischen Losung,
161 mg, wird uber Dickschicht getrennt. Die Vortrennung ergibt 4 Fraktionen, davon 2 Dragem
dorff-aktive (A und B). Diese werded jeweils noch einmal uber Dickschicht gereinigt. Substanz B
5 84
Roth, El Raie und Schraurh
Arch. Pharmaz.
wird mit Chloroform eluiert. Nach Abdampfen des Losungsmittels bleibt ein klares, farbloses 01
zuriick, das schnell durchkristallisiert. AnschlieDend wird aus Petrolather oder Diisopropylather
umkristallisiert. Ausbeute: 25,93 mg (11 % d.Th.); wei5e Kristalle, Schmp. 79-80°.
C17H17N
Anschrift:
(235,3)
Ber.: C 86,77; H 7,28; N 5,95. Gef.: C 86,73; H 7,28; N 5,68.
Prof.Dr. F. Zymalkowski, 5 3 Bonn, Kreuzbergweg 26
[Ph 3361
H.J. Roth, M.H.El Raie und T. Schrauth
Photocyclisierung von 3-Aminoketonen zu 2-Amino-cyclopropanolen-(1 )
und deren Isomerisierung*)
Aus dem Pharmazeutischen Institut der Universitit Bonn
(Eingegangen am 11. September 1973)
Die Bestrahlung von 3-Dialkylaminoketonen, die in Position 1 einen Phenylrest, in 2 oder 3 einen
aliphatischen odcr aromatischen Rest tragen, fuhrt in hohen Ausbeuten zu 2-Aminocyclopropan@
len-(l) oder zu stellungsisomeren 2-Aminoketonen, die durch Valenzisomerisierung der Cyclopropanderivate entstehen.
Photocyclisation of 3-Aminoketones to 2-Amino-cyclopropanoIs-(1) and their Isomerisation
Irradiation of 3-dialkylamino-kctones, bearing phenyl in position 1 and aliphatic or aromatic
groups in position 2 or 3 leads in high yield t o 2-amino-cyclopropanoIs-( 1 ) or to isomeric
2-amhoketones resulting from isomerisation of t h e cyclic aminoalcohols.
In frtiheren Mitteilungen hatten wir uber die Photopinakolisiemng ( l a ) von 3-Aminoketonen vom Typ des o-Dialkylaminopropiophenons'), uber die Phorocyclisierung
(1 b) von 3-Morpholinopropi0phenonen~;~)
und uber das photochemische Verhalten
des 3-Rperidino-2-phenyI-propiophenons4)
berichtet, wobei es in Abhangigkeit von
den Versuchsbedingungen zur photochemischen Addition des Losungsmittels ( 1c),
zur Photofragmentiemngund Kombination der entstandenen C-Radikale (Id) sowie
zur Photoisomerisiemng (1 e) kam. Da es sich in allen Fallen urn 3-Aminoketone des
Grundgeriistes A handelt, sollte untersucht werden, welche strukturellen oder welche
auaeren Bedingungen fur den Ablauf der einen oder anderen Photoreaktion verantwortlich sind:
*) Auszug aus der Dissertation T. Schrauth, Bonn 1973.
1 H.J. Roth u. M.H.EI Raie, Arch. Phannaz. 305.209 (1972).
2 H.J.Roth u. M.H.EI Raie, Tetrahcdron Letters (London) 1970, 2445.
3 H.J. Roth u. M.H.EI Raie, Arch. Pharmaz. 305.213 (1972).
4 H.J. Roth u. M.H. El Raie, Arch. Pharmaz. 305, 229 (1972).
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