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Intramolekulare Aromatenalkylierungen 8. Mitt. Synthese von 89-Propano-67-benzomorphanen

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lntramolekulare Aromatenalkylierungen
313180
95 1
Arch. Pharm. (Weinheim) 313, 951-958 (1980)
Intramolekulare Aromatenalkylierungen, 8. Mitt.')
Synthese von 8,9-Propano-6,7-benzomorphanen
Nikolaus Lodde') und Eberhard Reimann*
Institut fur Pharmazie und Lebensmittelchemie der Universitat Munchen, Sophienstr. 10,
D-8000 Munchen 2
Eingegangen am 7. Januar 1980
Die aus den 8-Aryltetrahydrochinolinen 1 darstellbaren Methoiodide 2a-c lassen sich mit
Natriumborhydrid selektiv zu den Octahydrochinolinen 3a-c reduzieren; aus 2e bildet sich neben 3e
in gleicher Menge das perhydrierte Chinolinderivat 6. Aus 3a-c werden erstmals die Titelverbindungen 4 dargestellt und ihre Struktur 'H- und "C-spektroskopisch abgesichert.
Intramolecular Alkylations of Aromatic Compounds, VIII'): Synthesis of
8,9-Propano-6,7-benzomorphanes
The methoiodides 2a-c, obtained from the 8-aryltetrahydroquinolines1, are reduced selectively to the
octahydroquinolines 3a-c by sodium borohydride; 2e yields 3e and the perhydrogenated quinoline
derivative 6 in equal amounts. From 3a-c the title compounds 4 were prepared for the first time. Their
structures were elucidated by 1H- and 13C-NMR spectroscopy.
In einer friiheren Mitt?) haben wir uber die Synthese von 1-Methyl-8-phenyloctahydrochinolin(3d) berichtet, das in Analogie zu bekannten 6,7-Benzomorphansynthesenm
Darstellung des bisher nicht beschriebenen, im Titel genannten Ringsystems 4 geeignet
sein sollte. Verbindungen des Typs 4a sind Isomere des Morphinans (5) und deshalb wegen
ihrer moglichen zentralanalgetischen Wirkung von pharmakologischem Interesse.
Cyclisierungsversuche von 3d zu 4 (R1, R2 = H) mit Bromwasserstoff oder Polyphosphorsaure waren
bisher jedoch negativ verlaufen. Wir hielten es deshalb aufgrund bereits erorterter Uberlegungen')
fur erfolgversprechender, von 4-alkylierten 8-Aryloctahydrochinolinen vom Typ 3a auszugehen, die
analog bekannter Benzomorphanvorstufen eine ditertiare Olefinstruktur besitzen und aus den von
uns erstmals hergestellten 4-Methyl-8-aryl-5,6,7,8-tetrahydrochinolinen
la-c leicht erhaltlich sein
sollten. Daruberhinaus sollte die Einfuhrung von Sauerstoff-Funktionen in den aromatischen
Molekulteil, wie beispielsweise in 3b, c, die beabsichtigten Cyclisierungen erleichtern.
In der vorliegenden Arbeit berichten wir uber die Herstellung der Octahydrochinoline
3a-c sowie uber das Ergebnis ihrer Cyclisierungsversuche.
0365-623318011111-0951 $ 02.5010
0 Verlag Chemie, GmbH, Weinhem 1980
952
Lodde und Reimann
Arch. Pharm.
-
R'
NaBH4
CH3
I
2
4
1, 2,3
R'
3
5 : Morphinan
R2
4
R'
a
b
c
d
CH3
CH3
CH3
CH3
R2
H
11-OCH3
1 0 - 0 ~ ~ ~
12-OCH3
Methoiodide 2 und ihre Reduktion mit NaBH, zu 3
Die Darstellung der l-Methyl-8-aryl-5,6,7,8-tetrahydrochinoliniumiodide
2 gelingt ohne
Schwierigkeit aus den Basen 11)(Herstellung von l b s. Exp. Teil); das Ergebnis ihrer
NaBH,-Reduktion ist jedoch vom Substituenten in Position 4 des Heterocyclus abhangig:
Aus dem Methoiodid 2e erhalt man quantitativ ein Produktgemisch, das aufgrund
1H-NMR- und massenspektroskopischer Daten zu etwa gleichen Teilen aus dem
Octahydro- und dem Decahydrochinolin-Derivat 3e bzw. 6 besteht (s. Exp. Teil).
Mit der Bildung von Perhydroverbindungen, die wir bereits bei der Reduktion von
Tetrahydrochinaldiniumiodid4) nachweisen und isolieren konnten, miissen demnach auch
die maBigen Ausbeuten an 3d aus 2d zu erklaren sein').
Demgegenuber entstehen bei der NaBH,-Reduktion der in 4-Stellung substituierten
Methoiodide 2a-c selektiv in 89-92proz. Ausbeute die dc-reinen Octahydrochinoline 3a-c
mit zutreffendem IH-NMR- und Massenspektren (s. Exp. Teil).
313180
Intramolekulare Aromatenalkylierungen
953
CH3
6
Cyclisierungen von 3 zu 4
Vorversuche unter dc Kontrolle zeigten, daB von den zu Aromatenalkylierungen
gebrauchlichen Reagenzien BortrifluoridlPhosphorsaure-Gemischefur die beabsichtigten
Ringschliisse 3a-c -+ 4a-q d am geeignetsten zu sein schienen. Nach 3 4 Stunden war
bereits der groljte Teil des Ausgangsstoffes zu Gunsten eines neuen Hauptproduktes
umgesetzt; uber 18 Stunden hinausgehende Reaktionszeiten anderten dann das DC-Bild
grundsatzlich nicht mehr.
Den analytischen Daten der erhaltenen Reaktionsprodukte ist eindeutig zu entnehmen,
dal3 eine Cyclisierung im Sinne 3 -+ 4 erfolgt ist. So zeigt beispielsweise das
1H-NMR-Spektrum von 4a ein Verhaltnis aliphatischer zu aromatischen Protonen von
5,15 (theor. 4,75; Ausgangsverb. 3,60), ferner findet man die Protonensignale der beiden
in 1- und 4-Stellung befindlichen Methylgruppen als scharfe Singuletts (6 = 2,21 bzw. 1,75
ppm), somit muB das CJ-Atom von 4a quartar sein; fur den erfolgten Ubergang sp2+ sp3
des C-5-Atoms spricht auch die gegeniiber der Vorstufe 3a geringere Signalbreite der
C-5-Methylprotonen.
Auch das W-NMR-Spektrurn steht in Einklang mit der Struktur von 4a: Den
eingetretenen RingschluB beweisen im Aromatenbereich zwei Singuletts und vier
Dubletts fiir jeweils die gleiche Anzahl quartarer und tertiarer C-Atome und ein Singulett
(6 = 36,025 ppm) fur das quartare aliphatische C-5-Atom. Zahl und Aufspaltung der
ubrigen aliphatischen Peaks entspricht ebenfalls der Theorie (MeBwerte s. Tab. 2). Die
spektroskopischen Befunde werden schlieljlich durch eine einwandfreie Elementaranalyse des Hydrochlorids von 4a erganzt.
Analog konnte das Octahydrochinolin-Derivat 3b mit Bortrifluorid/Phosphorsaure zu
ll-Methoxy-8,9-propano-6,7-benzomorphan (4b)
cyclisiert
werden,
dessen
'H-NMR-Spektrum - abgesehen von den Signalen der CH30-Gruppe- mit dem von 4a im
aliphatischen Bereich praktisch ubereinstimmt. Aufspaltungen und Kopplungen der
aromatischen Protonen beweisen eindeutig eine 1,2,4-Substitution des Kerns und somit
den erfolgten RingschluB. Eine weitere Bestatigung dafiir liefert das 13C-NMR-Spektrum,
das im aliphatischen Teil bis auf das zusatzliche Signal des Methoxyl-Kohlenstoffs nahezu
die gleichen Verschiebungen und Aufspaltungen wie das von 4a zeigt (s. Exp. Teil).
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Lodde und Reimann
Arch. Pharm.
Bei der Cyclisierung des 8-m-Anisyloctahydrochinolins 3c war grundsatzlich rnit den
zwei Tsomeren 10- bzw. 12-Methoxy-8,9-propano-6,7-benzomorphan
(4c bzw. 4d) zu
rechnen. Das 1H-NMR-Spektrum bestatigt die Vermutung dahingehend, dalj leicht
zuzuordnende Signale, wie beispielsweise die Singuletts der Methylgruppen, zweifach mit
nur geringer gegenseitiger Verschiebung vorhanden sind. Auch die Aufspaltungen und
Kopplungen der aromatischen Protonen sind rnit den beiden in Frage kommenden
Substitutionsmustern (1,2,3 fur das 10-Methoxy- bzw. 1,2,4 fur das 12-Methoxy-Derivat)
vereinbar. Das Isomerenverhaltnis laRt sich auf etwa 6 : 4 zugunsten von 4d
abschatzen.
Die Ausbeuten der Cyclisierungsprodukte sind rnit 72 % d . Th. im Falle von 4a
zufriedenstellend,wahrend die Methoxyderivate 4b bzw. 4c, d rnit nur 29 % bzw. 41 % d.
Th. anfallen. Als Ursache dafiir ist trotz anderslautender Literaturangaben fur ahnliche
Reaktionen u. a. eine nicht vernachlassigbarespaltung der Methylether in Betracht zu
ziehen. Die diesbezuglichen bisher noch widerspruchlichen eigenen Befunde sollen in
einer gesonderten Untersuchung geklart werden.
Experimenteller Teil
Schmp. (unkorr.): Opfer-Schaum-Gerat. - IR-Spektren: Beckman IR 8 und IR 33 (KBr-PreRlinge).'H-NMR-Spektren: Varian CFT 20 und Bruker WH 90 in CDCI,, gcgen TMS als inn. Stand. "C-NMR-Spekrren: Bruker WH 90 in CDCI,. - DC: DC-Karten SI F (Riedel de Haen) und DC
Alufolien Kieselgel 60 F,,, (Merck). - SC: Kieselgel Woelm 0,063-0,1, Saulc 2,s . 100 cm. Elernentaranalysen: Mikroanalytisches Laboratorium Dr. F. Pascher, Bonn.
8-Aryl-5,6,7,8-tetrahydrochinoline
l a , c-e
Darstellung nach Lit.
I).
4-Methyl-H-p-anisyl-5,6,7,8-tetrahydrochinolin
(lb)
1) 4-Methyl-8-p-anisyl-5,6,7,8-tetrahydro-8-chinolinol:
Aus 4-Methyl-5,6,7,8-tetrahydro-8chinolon" und p-Methoxyphenylmagnesiumbromid. Ausb.: 63 % d. Th., Schmp. 105-108"
(Ethanol), Rf (CHCl,/CH,OH) 0,56. - Ruckgewinnbares Chinolon: 14 %. - IR: 3360 (assoz.-OH),
1210 cm-' (tert. OH). - 'H-NMR: 6 (ppm) = 8,39 (d, J = 5 Hz, heteroarom. H), 7,27-6,70 (m,
heteroarom. u. arom. H), 4,50(s, mit D,O austauschb., OH), 3,80 (s,-OCH3), 3,OO-2,63 (q, alicycl.
CM,), 2,50-1,43 (m. darin bei 2,33 s, alicycl. CH, u. -CH,) im Verhaltnis 1 : 5 : 1 : 3 : 2 : 7. Cl,Hl,N02 (269,4) Ber.: C 75,s H 7,11 N 5,2; Gef.: C 75,6 H 7,20 N 5,2.
2) lb: Durch Dehydratisierung des vorstehend erhaltenen Chinolinols und nachfolgende Hydricrung:
Die Liisung von 6,2 g (23 mmol) Chinolinol in 80 ml Eisessig versetzt man mit 20 ml konz.
Schwefelsiure p. a. und erwarmt die weinrote Mischung 2 min auf 5C70" (Innentemp.). Der Ansatz
wird dc kontrolliert (FlieBmittel CHCl,/Aceton 19 + 1) und falls erforderlich weitere 2 min. erwarmt.
Man IaBt abkuhlen, verdunnt mit 100 ml Wasser. setzt der wieder auf Raumtemp. gekiihlten Losung 1
g 1Oproz. Pd/C zu und hydriert. Nach Beendigung der Wasserstoffaufnahme (ca. 5501111, Dauer 30
313180
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Intramolekulare Aromatenalkylierungen
min) und Abtrennen des Katalysators wird unter Eiszusatz rnit 6 N-NaOH alkalisiert und dreimal mit
je 100 ml Ether ausgeschuttelt. Nach Trocknen der Etherextrakte mit Kaliumkarbonat und
Abdampfen des Losungsmittels verbleiben 5,3 g (91 % d. Th.) gelbes, zahes 0 1 , das nach Destillation
160-175", nk0 = 1,5932; Schmp. 7&79", Rf 0,21
zu farblosem l b durchkristallisiert; Sdp.,,,,
(CHCI3/Aceton 19 + 1) bzw. 0,43 (Ethylacetat). - 'H-NMR: 6 (ppm): 8,39 (d, J = 5 Hz, heteroarom.
H), 7,4&6,47 (m, heteroarom. u. arom. H), 4,33 (t, J = 6H2, -CH), 3,77 (s, -OCH,), 2,75 (t, J = 6,5
Hz, alicycl. H), 2,47-1,50 (m, darin bei 2,27 s, alicycl. H u. -CH,) im Verhaltnis 1 : 5 : 1 :3 : 2 :
7.
I -Methyl-8-aryl-5,6,7,8-tetrahydrochinoliniumiodide
2
Allgemeine Vorschrift: &7 mmol des jeweiligen Aryltetrahydrochinolins 1 werden in 2,5 ml Aceton,
evtl. unter leichtem Erwarmen, gelost und mit 1,2 mmol-Aequiv. Methyliodid versetzt. Nach 15 stdg.
Stehen bei Raumtemp. und Lichtausschlua saugt man den Niederschlag ab und wascht ihn mit wenig
Aceton. Ausb. 90-100 % d. Th. Umkristallisation aus 10 ml Methanoll5@70 ml absol. Ether. Schmp.
und Elementaranalysen von 2a, c-e s. Lit.'). - 2b: Schmp. 212-213". - C1,H2,JNO (395,3) Ber.: C
54,7 H 5,61 N 3,5 J 32,l; Gef.: C 54,6 H 5,61 N 3,5 J 32.5.
I-Methyl-8-aryl-octahydrochinoline
3a-c und Gemisch 3el6
Allgemeine Vorschrift: Die Losung des jeweiligen Methoiodids 2 in Ethanoli2 N-NaOH tropft man
unter Ruhren und Kuhlen (Eiswasser) langsam zu einer Losung von NaBH, in N-NaOH (s. Tab. l),
laSt 2 h unter Kuhlung, anschlieSend 22 h bei Raumtemp. weiterruhren, zersetzt uberschussiges
NaBH, rnit 2 N-HC1 und destilliert die Hauptmenge Ethanol i . Vak. ab. Nach dreimaligem Waschen
mit Ether wird das zuriickbleibende waar. Reaktionsgemisch rnit 6 N-NaOH alkalisiert, rasch dreimal
mit Ether extrahiert und die vereinigten Etherextrakte rnit Kaliumkarbonat getrocknet. Man
verdampft das Lijsungsmittel i. Vak und erhlilt braunliche, dc weitgehend reine ole, die sich im
Verlauf von 24 h grun verfarben.
Tab. 1: I - Methyl-8-aryloctahydrochinoline 3a-c und 3el6
Verbdg.
3
a
b
c
e/6
~~~
Ausg.St. 2
(mmol)
a
(17,2)
b (12,8)
c (123)
e ( 4,O)
~~~
CzHsOH/
2 N-NaOH (ml)
NaBH4(mmol)
N-NaOH (ml)
Rf ')
Ausb.
(% d. Th.)
110/110
43,2115
32,0112
32,0112
10,0/5
0,41
0,44
0,41
0,43')
91
89
92
97
80/80
80/80
25/25
~~
1) Fliel3m. CHClsCH3OH/Cyclohexan/Diethylamin 55+5+5+1; Laufhohe 15 cm, Detektion rnit
Dragendorffs Reagens
2) Laufhohe 8 cm, nicht einheitl. Produkt
Die MS enthalten M+-Peaks bei den fur 3a-c zutreffenden Mol.-Masse-Werten, das MS des
Reduktionsproduktes von 2e zeigt zwei M+-Peaks etwa gleicher Intensitat bei 257 (Mo1.-Masse fur
3e) und 259 (Mo1.-Masse fur die perhydrierte Verbindung 6). 1H-NMR-Daten 3a: 6 (ppm): 7,50-7,OO (m, arom. H), 3,67-3,27 (m, benzy1.-CH), 3,104,83 (m,
alicycl. u. aliphat. H , darin bei 2,21 s u. 1,75 s von N-CH, bzw. C-CH,) im Verhaltnis 5 : 1 : 17. -
956
Lodde und Reimann
Arch. Pharm.
3b: 6 (ppm): 7,33-7,OO und 6,9&6.58 (d, J = 9 Hz, arom. H), 3,73 (s, -OCH,), 3,53-3,20 (m,benzyl.
-CH), 3,03-0,80 (m, alicycl. u. aliphat. H, darin bei 2,20 s u. 1,73 s von N-CH, bzw. C-CH,) im
Verhaltnis 4 : 3 : 1 : 17. 3c: 6 (ppm): 7,43-6,60 (m, arom. H), 3.73 (s, -OCH,), 3,63-3,27 (m, benzyl. -CH), 3,13-0,70 (m,
alicycl. u. aliphat. H , darin bei 2,25 s u. 1,77 s von N-CH, bzw. C-CH, im Verhaltnis 4 : 3 : 1 : 17. 3e/6 (Gemisch): 6 (ppm): 7,5&6,60 (m, arom. H), 5,61 (breites Signal mit angedeut. Aufspaltg.,
cycloolefin. H), 3,77 (s, -OCH,), 3,17-0,70 (m,alicycl. H. einschlieB1. N-CH,). In Bezug auf die
Integration der 4 arom. Protonen ist die des olefin. H nur halb so groB wie erwartet.
2,.5-Dimethy1-8,9-propano-6,7-benzomorphan
(4a)
Das Gemisch von 3,85 g (16 mmol) 3a und 25 ml BF3/H,P04-Reagens5’6’erhitzt man 12 h unter
FeuchtigkeitsausschluB auf 100-1 lo@,hydrolysiert nach Abkuhlen mit Eis, macht mit 6 N-NaOH
alkalisch und extrahiert dreimal mit je 100ml Ether. Der sich bildende farblose, gelartige, voluminose
Niederschlag beeintrachtigt das Ausschutteln. Man filtriert deshalb davon ab und wascht den
Filterruckstand mit 100 ml Ether aus. Nach Trocknen der vereinigten Etherextrakte mit
Kaliumkarbonat verdampft man das Losungsmittel i. Vak. Es bleiben 3,6 g braunes 01zuruck, das sc
gereinigt wird (200 g Kieselgel, Elutionsmittel CHC1,/CH30H/C2H,OH/konz.NH, 96 + 3,s + 0,3 +
0,17). Ausb.: 2,8g (72 o/o d. Th.) gelbrotes 0 1 mit Rf 0,25 (Fliehnittel CHCl,/CH,OH/CycloheXaniDiethylamin 55 + 5 + 5 + 1, Steighohe 15 cm). - ‘H-NMR: 6 (ppm): 7,31-6,91 (m, arom. H),
3,28 (breites Signal, benzyl. -CH), 2,93 (t, J = 3 Hz, alicycl. H). 2,67-0,71 (m,alicycl. H , darin bei
2,47 s u. 1,44 s von N-CH, bzw. C-CH,) im Verhaltnis 4 : 1 : 1 : 17. -
Tab. 2: 13 C-NMR-Daten von 4a
SignalNr.
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
6
__
(ppmi
144,231
140,347
126,364
126,299
125,97 6
123,613
62,567
48,131
44,246
43,729
42,110
36,025
35,054
34,666
28,063
24,470
17,381
Aufsp. im
off-reson.
S
S
d
d
d
d
d
t
d
t
9
s
t
d
t
9
t
Art d.
C-Atoms
aromat.
aromat.
aro mat.
aromat.
aromdt.
aromat.
aliph. X H
aliph. > CH2
aliph. X H
aliph. > CH2
N-CH3
aliph. quart. c
aliph. > CH2
aliph. XR
aliph. > CH2
C-CH3
aliph. > CH2
313180
Intramolekulare Aromatenalkylierungen
957
Hydrochlorid von 4a: 0,7 g (2,9 mmol) des vorstehend erhaltenen 0 1 s werden in wenig Ethanol gelost
und mit 20 ml5-l0porz. ethanolischer HCI versetzt. Man verdampft das Losungsmittel weitgehend i.
Vak., gibt zum Ruckstand 2&30 ml Ether und erhitzt kurz zum Sieden. Nach Entfernen des
Losungsmittels halt man den Ruckstand zunachst 1C-15 min bei 60"i. Vak., dann 2-3 d i. Vak. uber
Blaugel, wobei 0,75 g feste, praktisch farblose Substanz vom Schmp. 198-215" entstehen. Sie wird in
0,5 g warmem Ethanol aufgenommen und zunachst zwei d bei Raumtemp., dananch noch einige d im
Kuhlschrank aufbewahrt. Die abgeschiedenen farblosen Nadelbuschel werden mit einigen Tropfen
Ethanol gewaschen und 24 h bei 35" i. Wasserstrahlvak. getrocknet. Ausb.: 81 mg 4a-Hydrochlorid
vom Schmp. 20C-220". - C,, H,,CIN (277,s) Ber.: C 7 3 3 H 8,71 N 5,O; Gef.: C 73,3 H 8,74 N
5.1.
1I -Methoxy-2,5-dimethyl-8,9-propano-6,7-benzomorphan
(4b)
2,95 g (10,9 mmol) 3b werden mit 25 ml Bortrifluorid/Ph~sphorsaure-Gemisch~)~)
15 h unter
Feuchtigkeitsausschlufi auf 10&110" erhitzt. Nach Hydrolyse mit Eis verdunnt man reichlich mit
Wasser, alkalisiert mit 6 N-NaOH und extrahiert sofort viermal mit je 150 ml Ether. Die
Etherextrakte werden mit Kaliumkarbonat getrocknet, das Losungsmittel i. Vak. verdampft und der
dunkle, olige, mit Feststoff durchsetzte Ruckstand sc gereinigt (200 g Kieselgel, Elutionsmittel
CHCI3/CH30H/konz. NH, 96 + 4 + 0,15). Ausb.: 0,85 g (29 % d. Th.) braunlich gelbes 0 1 , aus dem
sich nach einiger Zeit Kristalle abscheiden; Rf 0,25 (Fliefim. wie bei4a). - 'H-NMR: 6 (ppm): 6,91 (d,
J = 8 Hz, arom. H . an C-13), 6,75 (d, J = 2,5 Hz arom. H an C-lo), 6,66 (dd, J = 8 Hz bzw. 2,5 Hz,
arom. H an C-12), 3,78 (s, -OCH,), 3,22 (breites s, alicycl. H), 2,89 (t, J = 3 Hz, alicycl. H), 2,66-0,64
(m, alicycl. H, darin bei 2,44 s u. 1,40 s von N-CH, bzw. C-CH,) im Verhaltnis 1 : 1 : 1 : 3 : 1 : 1 : 17.
Tab. 3: '3C-NMR-Daten von 4b
SignalNr .
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
6
(ppm)
158,311
145,623
132,773
127,076
110,924
109,953
62,534
54,960
48,195
44,214
43,729
42,110
36,316
35,151
33,856
28,063
24,567
17,446
Aufsp. im
off-reson.
S
S
S
d
d
d
d
9
t
d
t
9
S
t
d
t
q
t
Art des
C-Atoms
aromat.
aromat.
aromat.
aromat.
aromat.
aromat.
aliph. X H
-OCH3
aliph. > CH2
aliph. X H
aliph. > CH2
N-CH3
aliph. quart. C
aliph. > CH2
aliph. X H
aliph. > CH2
C-CH3
aliph. > CH2
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Lodde und Reimann
Arch. Pharm.
Hydrochlorid von 4b: Man lost 0,3 g Base in Ethanol, fugt einige ml ethanol. HCI hinzu und dampft i.
Vak. ein. Der Ruckstand wird mit EthanoUEther versetzt und erneut i. Vak. eingedampft. Nach
15stdg. Stehen i. Vak. uber Blaugel schmilzt das erhaltene Salz (ca. 0,3 g) zwischen 215" und 250".
Umkristallisation aus 0,6 g Ethanol analog 4a; Ausb. 189 rng farhlose Kristallrosetten, Schmp.
26&265"(Sublim. abca. 200").-C,8H,,ClNO(307,9) Ber.: C70,3H8,51C111,5N4,6; Gef.: C70,4
H 8,57 C1 11,5 N 4.6.
10- und 12-Mefhoxy-2,5-dimethyl-8,9-propano-6,7-benzomorphan
(4cl4d-Gemisch)
3,2 g (I 1,X mmol) 3c werden wie vorstehend umgesetzt, aufgearbeitet und sc gereinigt. Ausb.: 1,35 g
(41 % d. Th.) rotlich braunes, kleine Kristalle enthaltendes 01 mit Rf 0,25 (FlieRm. wie bei 4a). C,,H,,NO (271,4) MS: 271. - IH-NMR (90 MHz): 6 (ppm): 7,1&6,95 (m, arom. H ) , 6,78-6,49 (m,
arom. H ) , 3.77 und 3,74 (zwei s, -OCN,). 3,19 (breites, kurzes s, alicycl. H). 2,93-280 (m, alicycl. H),
2,67-0,62 (m, alicycl. u. aliphat. H , darin bei 2,43 s bzw. 2,39 s von N-CH, und 1,56 s bzw. 1,39 s von
C-CH,) im Verhaltnis 1 : 2 : 3 : 1 : 1 : 17. - Zuordnung des aromat. Teils von 4c: 6 (pprn): 7,06 (dd, J =
X,3 Hz bzw. 7,2 Hz, C-12-H; ber. 6.88); von4d: 6 (pprn): 7,07 (d, J = 8,4Hz, C-10-H; ber. 7.11), 6,54
(d, J = 2,7 Hz, C-13-H; ber. 6,57).
Literatur
7. Mitt.: N . Lodde und E. Reimann. Arch. Pharm. (Weinheim) 312, 940 (1979).
Aus der Dissertation N . Lodde, Bonn 1979.
E. Reimann und R. Reitz, Justus Liebigs Ann. Chem. 1975, 1081.
E. Reimann und R . Reitz, Justus Liebigs Ann. Chem. 1976, 610.
G . A. Olah, Friedel-Crafts and Related Reactions, Vol. III1, Interscience Publishers , New York
1964.
L. F. Fieser und M. Fieser, Reagents for Organic Synthesis, S. 523, J. Wiley and Sons, New York
1967.
[Ph 2201
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benzomorphan, aromatenalkylierungen, synthese, mitte, propan, von, intramolekulare
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