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KUnstliches Aachener Badesalz.

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Eigenthumlichkeiten in d m Vmhalten des Aniylene. Y87
Qleicbe Qewichte Amylea uhd kcetylcbloritr in au.
geacbmobzeoern Rohrc 30 Standen lung bei 1000 erkibt,
b&rten, ohne daae in dem Robre Druck vorhanden war,
efw Fliiseigkeit, welche durch fractionirte Dearillation in
eina h r t i o n , die bei 550 und sine edrhe, die hbher eiedete, geschieden wurde. Die letzte& b a t h keinen beatimmten Siedepunct, eondern daa Tbetmometer stieg unuoterbmchen bio zu 1600, wobei das Oefkss trockem war.
Reim Vcrseben desselben mit Waseer schied eich unter
Rildung von Salesaure und Ehsigsaure eine aromatisoh
rieabende E'lussigkeit ab, welche 'rrach dem Tracknen
mit gesdimolzenem Chlorcalciuni deetillirt wurde. Sie
fing bei 500 an LU sieden, dae Thermometer stieg aber
unauflibrlich bis 1400. Derselbe Versuch wurde aoch
mehrrnale wiederholt, eine Portion wurde auch bei 1200
b n g e r e Zeit crhitzt, aber in keincm Falle konnte eine
Fliissigkcit von constanteni Siedcpunct erbnlten werden.
Gteichzeitig wurden ahnlicbe Versuche mit Amglen
und Aetbyljodur vorgenonimen, die eber zeigten, dam
eich die beiden Kijrpcr wenigstcne nicht bei der Tempe.
ratur des Waseerbades mitcinander ver bi nden.
Herr Dr E r n s t wurde in dieacn Versuchen unterbrochen, weil e r eine Stelle in einw chemischen Fabrik
annahm und ich habe auch bis jetet dieie Versuclio nicht
von einem Anderen weiter forbetzen lassen.
Etinstliches Aachener Badesalz.
-
Bis vor Kartem wurde in hiesiger Stadt durch Abdampfen dee W ~ s s e r e der Kaieerquelle dns Aachener
Thermaleala dargeetellt, welohee eohoh vor 28 Jahren
oon biesigen Herren Aertten zu Badern oerordnet wurde,
indem in der Apotheke fur jedee Bad auch ein Gldsclien
Scfiwefeln&riumlor~ng beigetugt werden rnueete. 5eit
ginigen Jahren hat mnn aufgehort, jeneR Aachcner T h w
maleala anaufertigen, und ist der Vorrath desselben uutl
13 *
188
Victor Monheim,
vergriffen; dagegen hat man angefangen, ein ganz 10sliches kunstliches Aachener Badesalz zusammen zu miechen, und wurde ich veranlasst, dieeee ebenfalle darzustellen. So war es denn iueine Pflicht, das Salz auch
so zu liefern, dass die in1 gehorigen Verhiiltniese bereitete Antlosung dkeselben so genau wie moglich dem
Aachener Thermalwasser gleichkommt. Die Frage war
also aufzuwerfen, ob das von L i e b i g publicirte Resultat
seiner Analyse der Kaiserquelle als Norm zur Zusammensetziing des Salzes genominen werden durfe, und musete
icb diese Frage verneinen; denn da die Schwefelbestimmungen, wie L i e b i g dieses auch in einer Anmerkung
auf Seite 6 der hicr bei J. A. M a y e r 1851 gedruckten
"Chemische Untersucliung der Schwefelquellen Axchens
von Professor J u s t u e v o n L i e b i g LL nngiebt, durch
Herrn Dr. I l a s e n c l e v e r und mich nach der von Herrn
Professor W i 11 vorgeschriebenen hlethode ausgefiihrt eind,
so weiss ich recht gut, dass diese Schwefelbestimmuugen
auf mich gar nicht den Eindruck von Uenauigkeit machten. Dieses habe icli nber auch den1 Herrn Professor
W i 11, welcher mit L i e b i g zur Untersuchung der Mineralwasser in Aachen war, dessen Unterstutzung bei Vornahme .der Analysen L i e b i g Seite 97 des 79. Bandee
der Annalen der Chernie und Pharrnacie in der Anmerkung zu eeinem Aufsatze .Untersuchung der Aachener
Schmefelquellenu gehorig erwahnt, bei Mittheilung der
Resultate ausfuhrlich geschrieben ; denn nur selten wird
man bei Anwendung dieser Methode zur Bestimmung dee
Schwefels in den Aachener Thermen ein genaues Reeultat erzielen, weil eine Titrirung mit Jodlosung in warmem Wasser kein genaues Resultat geben kann, man
daher das zu titrirende Wasser zuerst erkalten lassen
muse, wobei sich schon leicht etwas Schwefelnatrium zersetzt. Ich war damals auch gerne bereit, den Herren
Professoren L i e b i g und W i l l die Schwefelbestimmungen nach einer anderen Methode zu liefern, wenn eie
diesee gewtinecht hltten, doch haben sie aich mit den
kunsdiches Aachenet Badesalz.
189
ihnen mitgetheilten Resultaten nach d e r Titrirmethode begniigt.
Ich muse hier freilich hervorheben, dass Herr Dr.
W i n g s bei drei genauen maassanalytischen (Titrirungs-)
Restimmungen im J a h r e 1862 fast dieeelbe Menge Schwefel gefunden hat, wie H e r r Dr. H a s e n c l e v e r und ich
im J a h r e 1850. W i r fanden, wenn die Berechnungen
dieser Mittheilung nach den von F r e e e n i u s 1864 angenommenen Atomgewichten angeetellt werden, in 1000
Theilen Wasser der Kaiserquelle 0,00395 Schwefel ; H e r r
Dr. W i n g s fand 1862 einmal 0,00384 und zweimal
0,00387 Schwefel in d e r eigentlichen Kaiserquelle und
0,00394 in d c r auf dem Biichel vor dem Kaiserbade liegenden Quelle, die in den gedruckten Berichten stets
Quelle Nro. 10 genatrnt worden ist. Nun eagt aber aucb
Herr Dr. L e r s c h Seite 244 seiner im vorigen J a h r e erschienencn Hydro.Chemie, dam F o n t a n in 1000 Tbeilen des TherrGalwaseers circa 0,046, und e r selbst einma1 nocb mehr Schwefel gefunden habe. Ferner tbeilte
H e r r Dr. L e r s c h mir eine liotiz des Herrn Dr. N. P.
H s m b e r g a u s Stockholm rnit, wonach derselbe durch
eine Titrirung den Schwefelgehdt in loom Tbeilen dee
bis 21,50 R. abgekuhlten Waesera zu 0,0518 bestimmte.
Betrachte ich dann no& die verschiedenen Resultate,
welche M o h r Seite 302 seines Lehrbuchs d e r chemischanslytischen Titrirrnetbode bei den Titrirungen mit Jodlosung behufs Schwefelbestimmungen hervorhebt, so konnte
ich meine Ueberzeugung nicht indern, dass eine neue
Schwefelbeetimmung nach der alteren Methode durcbaue
erwunscht sei.
Urn nun eine neuc Gewichtsbestirnmung des Schwefelgehaltea vorzunehmen, hebe ich an d e r Kaiserquelle
13,25 Kilo Wasser nach der von L y t e empfohtenen Methode sofort mit einer Auflosung von Chlorsilber in unterschwetligeaurem Natron nach Zrisatz von mehreren
Tropfen Salmiakgeiat versetzt. Spater wurde d s s gebildete Schwefelsilber durch rrruchende Salpetersiure in
160
Victor Monheim,
schwefelsaures Silberoxyd verwandelt, welchea mit dem
nothigen Wasser gelost und init salpetersaurern Baryt
gefiillt wurde. Nach gehorigem Aussiisaen dee schwefelsaiiren Baryts eigab deraelbe ein Uewicht von 0,540
Qrammen, die sich auf angegebene Weise aus den 13230
Grarnmen Wasser der Kaiserquelle gebildot hattan. Da
nan in 116,s schwefelsaurent Baryt 16 Schwefet vorhanden s i n 4 BO sind hiernacli in 100OTheilen Wasaer 0,0056
Schwefel zugegen, die einem Gehalte von 0,01365 Schwe
natrium entsprechen.
Aus den verschiedenen Resultaten der Schwefelbestimmungen scheint hervormgehen, dass in der Ksiserqnelle
eben sowohl, wie in manchen anderen Schwefelquetlen,
der Schwefelgehalt kein comtanter ist, und werde ich
die vielen Griinde fur diem Annahme anderwkrta Buseinander setzen 1st man aber genotbigt, einen variirendon Schwefolgehalt in der Kaiserquelle anaunebmen, so
verstoht es sich von selbst, dass behufa Daretellnng der
kunstliclien Xachener Badesalzes dasjenige Resultat alr
Norm angenommen werden mus8, welches den grbsoten
Scliwefelgchalt gegeben hat, weil das Scbwefelnatrium im
Bade stele in rascher Oxydation begriffen ist, also mit
jedem Augenblick abnimmt.
In das von L i o b i g publicirte Resultat der Analyse
haben sicli aber auch noch manche andere UnrichtiF
keiten eingeschlichen, die ich vor der Berechung, wie
dae kiinstliche Salz richtig darzustellen a&, cn iindern
verpflichtet war. So folgt z. B. auB der Gestimmung dee
Chlorlithiurus (Seite 6), dam 0,0029, und nicbt, wie an.
gegeben, n,00029 kohlensaures Lithion in 1000 Theiten
Wnaser vorhanden sind. Ferner iat bei der Chlorbestimmung der ganze Niederschlag rnit salpetersaurern Silben
oxyd nach dem Ansauern mit SalpeteraLure ah Chloxeilbtv berechnet, wiihrend er Chlorailber, Bromailhq
Jodeilber und Schwefelsilber enthalt. Da auch sonet web
mehrere irrige Annahmen und mmche kleine Unpauiigkeiten irn Rechnen in dem durch L i e b i g der Stadt A a o k
kiimtlichee AacAener Badeealz.
191
mitgetheilten Berichte, der bei J. A. M a y e r 1851 in
D r u c k erechienen ist, vorhanden sind,, ebenfalls manche
Atomgewichte eine Aenderung erlitten haben, so musste
ich die Berechnungen aufs Neue machen, und ergaben
diese nun folgende Resultate in 1000 Theilen Wasser
der Kaiserquelle, wobei ich mit L i e b i g den Qang der
Analyse verfolge.
Seite 6, Bestlmmoog des kohlemoren Lithions.
282 Pfd. = 131900 Qrm. Wasser geben 0,442 a r m .
Chlorlithium. Da nun 42,46 Chlorlithium entsprechen
37 kohlensnurem Lithion, so sind in 1000 T h . Wasser
0,00292 kohlensaures Lithion zugegen.
Seite 7, BestlmmMg der BchwefBlsBore.
2428,58 Orm. Wasser geben 1,626 schwefelsauren
Baryt. Weil in 116,5 schwefeleauren Baryt 40 Schwefelsfiure zugegen sind, so sind in 1000 Th. Wasser 0,22988 Th.
Schwefelsiiure vorhanden.
Die Restimmungen des Chlore und des kohlensauren
Natrons muss ich spater folgen lassen.
Seite 8, Bestlmmnng des schwefeleaoren Kalb and latrons.
a. 607,17 Grm. Waeser geben 0,269
b. 910,75
a
0,3g1(
Kaliumplatinc. 5646,50
” -T’410\ chlorid.
W
7164,42
,,
W
3,070
1000 ff rm. Wasser geben also durchschnittlich 0,42851
Kaliumplatinchlorid. 244,43 Kaliumplatinchlorid e n t a p r e
eben 8 7 , l l schwefelaaurem Kali, folglich sind in 1000 Grm.
Wasser 0,15271 acbwefelsaures Kali enthalten, worin
0,07012 Schwefelsaure. Es sind also noch 0,15976 SchwefetsiLure an Natron gebunden zu 0,28357 schwefelsnurem
Natron.
Seite 9, Kicselerda in 1000 Th., wie sngegeben,
0,0661 1 ; kohlensaures Eisenoxydul bleibt, wie angegehen,
0,00955.
3 92
Victor .Ilonheim,
Bestimmang des koblensaureo Kalks and hohlensaoren Iltrontiros.
Diese betragen zusnmmen die fur den kohleneauren
Kalk nngepebene JIenge von 0,1581 t i n 1000 Th. Wneeer.
BestimmMg der kohlensaoren Magnesia.
2125,(:1OGrm. Wnsser Rcben O , 1 4 ? Grru. pyroplioephorsatire hlqpesi:t, von welcli(-r I I 1 Tli. 84 Th. kolileiieaiirer
Jlagnesia entspreclien. KY sincl inithin in 1000Th. Wasser
0,05057 kohlensaure Magnesia (hlg 0 , C 0 2 ) enthalten,
worin sich 0,02649 Kohlensiruro befinden.
F i x e Bestandtheile sind, wic angegebcn, 3,9242 in
1000 Th. LVasser. Bei dcr Bcs!imniung dor organiechen
hlaterie bereclinet siclr der Vcrlust auf 1000 Th. Wasscr zii 0,10344 uricl O,IO:i44 - O,Wti19 bleibt 0,07695;
d a a b e r beirn Abdmipfen einer Auflosung von kohleneaurer Magnesin niclit neutrnle kohlensaure Magnesia
M l t , eondern kohlcnsnure Jlagneuia mit hlagnesiahydrat,
wovon die confitante Ziisammensetzung wohl noch nicht
hinlanglich ermittelt ist, so kann es auch nicht richtig
sein, die Kohlensiiiirc der neutralen kolilcnsauren Magnesia behufs 13estirrirnung d e r organischen Mnterie abzuzieben. Es wirtl indessen Siemantl dem kiinstlichen Snlze
such die orgnnische hlnteric des Aachener Waseers zusetzen kimncn, dtilier diescs fiir die nnziistcllende Berechnung ohnc Dcdentiing iut.
Bromnntrium wirtl nngcnoinmen tiiit L i e b i g zu 0,003ti.
Bestimmung des Jodnntriums: 75300 Grm. Wasser
lieferten 0,048 ,Jodpnllatlium, movon 180 Th. 150 Th.
Jodnatriurii entsprechen. Hieraus berechnet sich, daes
0,0005:$ 1%. .Jodnntriuin i n 1OOc) Th. Wnsser zugegen
siod.
L)ae Schwcfelnatririm habo ich, wic obcn angegeben,
neuerdings bcatimmt zu 0,01365 in 1000 Th. Waseer.
Niin kann dic Clilorbestimmiing niiher betrachtet
werden.
L)n dieselle rnit salpetereaureni Silberoxyd nach dem
ktlnstliches Aachener Badesalz.
193
Ansguern d e r Flussigkeit mit Salpetersaure vorgenonimen
wurde, so gcben auf diese Weise 404,364 Grm. Wasser
einen Niederschlng von 2,616 Grm., bcstehend a u s Cblorsilber, Rromsilber, Jodsilber und Schwefelsilber, also 1000
Theile geben 6,46942 Th. dieses Niederschlages. Da nun
0,00360 Bromnatrium geben . . . . 0,00657 Bromsilber
und 0,00053 Jodnatrium . . . . . . . . 0,00083 Jodsilber
und 0,01365 Skhwefelnatriurn. . . . 0,64339 Schwefelsilber,
zusnmmen also..
...............
0,05079 Bromsilber,
Jodsilber und Schwefelsilber,
so werden 1000 T h . Wnsser 6,46942-0,05079, also 6,4 1863
Chlorsilber geben, die einern Crehnltc voii 2,61614 C'hlornatrium entsprecheo.
Hierauf kann die Bestimmung des kohlenwuren Natrons folgen, wobei ebenfnlls verschiedenartige Berichtigungen statt finclen mussen.
1214,34 Grm. Wasser geben nach deni Einkochen,
Abfiltriren d e r E r d e n und des gebildeten Eisenoxydhydrats,
Verdampfen des Filtrate mi t iiberschiissiger Salzsaure und
gelindem Qliiheo, wobei also alles im Wasser vorhandeno
kohlensaure Natron, Bromoatrium, Jodnatrium und Schwefelnatrium in Chlorriatriuin verwandelt murde, und dlrs
kohlensaure Lithion in Chlorlithium, beim Fallen mit salpetersaurem Silberoxyd Chlorsilber 9,995, also 1000 Th.
Wasser Chlorsilber . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
8,23081
hiervon mussten vermittelst des im Wasser vorhnndenen Chlornatriums gefdllt werden Chlorsilber 6,4 1863
bleiben Chlorsilber 1,81218
Die vorhandenen 0,00292 kolilensaures Lithion batten nach Umwandlung in Chlorlithium
gegeben.. ........................
Chlorsilber 0,01132
inithin war die Differenz v o n . . . . . . . Chlorsilber 1,80086
a u s dem kohlensauren Natron, dem Broninatriurn
Jodnatrium und Schwefelnatrium entatanden.
Auf angefiihrte Weiso behandelt, geben aber:
194
Victor ;Ilonl~eim,
Clilorsilber . . . 1,80086
0,00360 Bt otnnatriittii an Clilorsilbcr.
O , ~ { J O ~ Jodnntriiini
:+
~
,
.. .
0,00501
0,00051
Sc ti wcl'elnnt ri u nt n n Ch lorsil ber 0,05020
____-. .- ..
zusatiiiiien Chlorsilber 0,0:~572
es hnttc niithin das kohlensaure Natron gegeben
Chloreil ber 1,74514
woi~niis dic hnwesenlieit von 0,6 1486 kohlensaureui Natrot1 Iiervorgeht.
0,01
Bestirumang dss kobleosaaren Strootlaoa.
I)ar Ciehalt d e r Kaiscrquelle an kotileosaurem Strontian bereclinet Li e b i g a u s detti Yerhiltnissc des kohlenvauren Strontians zutn kohlensaurcn Kalk im Sioter.
Hei dicser Bcstiiritiiung getit derselbe also von der \'oraussutzung D U Y , ~ R R Sdas \Vasser bei d e r Sinterbildung
die veriiiittclst freier Kohlenssure gclosten kohlensaurca
Salzc i n dciiiselbcrt Yertiidtnisse absetze, in welcliem eie
im M'asser entltalten sind, welclie Ansicht indeseen cine
durcliaucj irrige ist. Dieses geht schon aue der 18.19 iru
6. Iiande Seite 1- 2s d e r Yerhundlungen d r s natnrhietoriscben Vereins der preussischen Kbeinlnnde und Weetp h d e n s gedruckten Abliandlung . Ueber die Ablageruog
d e r verschiedenen ani Altenbcrge bei Anchen vorkommeliden Gnlnreiepecics und uber die kiinelliche Bildung
des Kieeclzinkerzes' hcrror, und ist diesee aucb neuerdings durcli eincn Versuch dcs Herra Dr. M ' i o g s aufs
Positivste bcvtiitigt wordcn. Ich hatte nixmlich gesagt,
daae ini A bsatzc einee M'nssers, welches kohleneauren
Kalk und eine g a i n kleine RIenge kohlensauren Zinkoxgds verniittelst treicr KohlensRure gelost enthielt, dae
VerhAItnies dee Zinks zum Kalk bedeutend groeeer sei
ala iiii Wasser selbst. Die Itichtigkeit hiervon wurde
bezweifelt, und Herr Dr. M'i n g s veranlasst, hieriiber
eincn I'ereuch anzustellen. Dieser Versucli bestiitigte,
dam, wenn das Waseer bis ztim Kochen erhitzt und der
datin gebildete A beiitz gesammelt wurde, in demeelben
viertnal so vie1 %ink im Verhaltniese z u m Kalk enthal-
kunetlichea Aachener Badeealt.
195
ten war ale im Weseer eelbet. Eine fernere Beetiitigung
findet sich Seite 18 der gedrucktea h m e r k u u g m , welcbe
Herr Dr. L e r s c l r und ich ale Mitglieder dea stlzdtischen
Bade-ConiitCs der S t a d t Aachsn "Ueber die Zweckmiiieeigkeit einer Bohrung liu Bereicbe der Kaieerquelle zu
Aachen' eirtgereicht haben. Ee muss daher eine n e w
Bestirnrnung dee kohleneauren Strontiana nach einer anderen Methode vorgeaotnmen werdeu. Fib den vorliegenden Fall lrandelt ~n eicb aber nur uni iiusserst geringe
Mengen dessallen, d a i n d a L i e b ig im Sinter der Kaiserquelle den kolilenesuren Kalk cu 13,46 und den koblensauren Strontian zu 0,0177 beetimmt hat, 80 war biernach n u r der 0,00131. Theil dee zu 0,15811 bePtimmtcn
kobleneauren Kalke und kohkensauren Strontiaoo von l e b
rein vorhandaq within war nach L i e b i g ' s Deatimmungsweiee O,OOO21 kolilensaurcr Strontinn und 0,15790 kohlensaurer Ktrllc in 1000 Tlieilen Wasser augegen. Dieaee
wird fur ein Rad von 500 Yfd. Wosser circa 1 G r a n
kohknsauren Strontian ausmacben.
Die neue Berechnung e f g i e l t nun folgeoda Zosamrneneetzang d o r Kaieerquelle io loo0 Th. Waseer:
Chlornatrium . . . . . . . . . . . . . . . . .
Broinnatri u n> . . . . . . . . . . . . . . . . .
Jodnatrium. . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Sch w e feln a t ri u ni . . . . . . . . . . . . . .
Kohlensaures Natron.. . . . . . . . . .
Schwefeleauree Nntron . . . . . . . . .
Schwe'felaaures K d i . . . . . . . . . . .
KDhleneaurer K a l k . . . . . . . . . . . .
Kohleneau ree Li th ion . . . . . . . . . .
Kohlensaure Magnesia. . . . . . . . .
Kohlensaurer Strorrtisa. . . . . . . . .
Kohlensaiires Eieenoxydul.. . . . .
Kieeelerde.. . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Organieclie biaterie.. . . . . . . . . . .
2,6 1614
0,00360
0,Oms
0,O 136.5
0,64486
0,28357
O+If~271
0,13790
0,00292
0,0f,O57
0,00021
0,00955
0,0661 1
0,07695
4,07 92 7
196
Ktlnstlichee Aachener Badesalz.
Dss Resultat dieser Berechnung denke ich nun einstweilen als Norm zu nehmen z u r Darstellung des kunstlichen Aachener Thermalsalzes, und werde ich 500 Pfd.
Wasser (20 ordentliche Eimer voll) als dic zu einem
Bade erforderliche Menge betrachten, bin ubrigens stets
bereit, auch zu kleineren oder grilsseren Mengen Wasser
dae Salz zu verabfolgen.
Sollte spater im Bereiche der Kaiserquelle eine Bohrung vorgenommen werden, wozu jetzt noch vie1 dringendere Qriinde vorhanden eind, als zu der Zeit, wo
Herr Dr. L e r s c h und ich eine Rohrung beantrsgten, 80
wird wahrscheinlich ein an Schwefclnatrium und Schwefelwasserstoffgas reicheres Wasser zum Vorschein kommen, welches dann wohl eine neue vollstandige Annlyse
Uebrigens ist iin Gemeinderathe die
erfordern w i d .
Frnge des Bohrene noch immer nicht zur Sprache gekornmen, in dieser Angelegenheit also such noch kein
Beschluss gefasst worden.
So gut, wie dieses Aachener Badesalz von hiesigen
Apothekern so dargestellt werden kann, dass das Salz
eine gehorige Auflosung giebt, kann auch jedes andere
kunstliche Badesalz hier nus den bekannten neuesten
Analysen der verschiedenen Badewasser berechnet und
zusammengemischt werden.
*
Aachen, den 18. April 1865.
V i c t o r M o n h e i m *).
*) Ale Separatabdruck aue der Rur- und Bade-Liete fh Aacbeo
uod Burtecheid, Nro. 2. 23. April 1865 vom Hro. Verfasser
eingeeandt.
D. Red.
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