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Ueber die Darstellung pharmaceutischer Pulver.

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Vereimzeitwng
101
Notizen aus der General-Corres~ondenzdes Vereins.
S n die HH. Directoren wegen Dr. W i t t i n g's Jubilaum. An
Hrn. Apoth. H a h n wegen chemischer Analyse. An Hrn. Vicedir.
V o g e l wegen H a h n e r t ' s Zeugnisse. Hrn. Kreisdir. D 6 n n i n g - ,
h o f f wegen gerichtlicher Klage gegen das siiumige Mitglied; Hrn.
Vieedir. L o h r deshalb. Hrn. Dir. Dr. H e r z o g wegcn Vertretung
in Ulm. Hrn.Vicedir.Dr. Grischow Diplom fiir Hrn. Dr. G a d t k e
in D6mitz. Hrn. Oberdir. Prof. Dr. W a l z in Heidelberg wegen
Versammlungen in Ulm, Base1 und Halle. HH. Prof. Dr. H e i n t z
und Prof. Dr. L u d w i g wegen General-Versanimlung. Hrn. Apoth.
M a t h e s Prospect gesandt. V o n € I H . D r . R e i c h a r d t , H o f f m a n n ,
Dr. T u c h e n , Kreisdir. J o n a s . S t o l t e r , Dr. Geiseler, Apoth.
H a h n , &fed.-RathDr.Miiller, D a n k w o r t h , %fed.-Rath Dr. Mohr,
Apoth. F e l d m a n n , 0. H e l m , Apoth. C l a i s s B , Apoth. H e d e r i c h in Griineberg, Apoth. S c h l i m p e r t in Muhlhausen Beitriige
fiir das Archiv. An HH. H e r m a n n , S t r o t k a m p , H o r n u n g
wegen Stipendien pro 1860. An Hrn. Kreisdir. J a c h m a n n wegen
Eintritts des Hrn. H. H a r t m a n n . An die Vorsteher der HagenBucholz'schen Stiftung wegen Hrn. Brockmann's Legat. An Hm.
Dr. W i t t i n g zum 15. September. An Hrn. E l s s i g wegen seines
Vnrschlages einer Humboldt-Stiftung, es sei eine solche schon im
Gange. An d i e H H . B a r l a y in Graudene, Scherff in Giirlitz und
L6 s e c k e in Osnabruck wegen Preisertheilung aus der HagenBucholz'schen Stiftung. An die ZGglinge Friedr. D i e h l in Miinchen,
S t e u d e m a n n in Camburg, C r u s i u s in Leipzig, S e s e m a n n in
Eisenach wegen Preisertheilung aus der Meurer-Stiftung. An die ZSglinge V o l l a n d , D i e t r i c h , S c h m i d t und S t a u e r wegen AccessitErtheilung. An Hrn. Dr. H e r z o g wegen Stipendien-Casse. Von
Hm. Med.-Rath Dr. Miiller wegen derselben. Von Hrn. Vicedir.
Berg-Commiss. R e t sch y wegen Kr. Harburg. Uebersiedelung des
Hrn. v. L e n g e r k e nach Ballenstedt. Von Hrn. Ehrendir. B u cholz wegen Zahlungen der Hagen -Rucholz'schen Stiftung und
wegen Eintritts im Kr. Weimar. Von Hrn. Kreisdir. Dr. S c h l i e n k a m p Einsendung des Protokolls iiber die Versammlung in Halle.
Von Hrn. Vicedir. B r o d k o r b Verzeichniss der Theilnehmer an
der General-Versammlung.
2. tleber die Dtwstellnng yhasinaceatischer Pulver ;
von Medicinalrath Dr. M o h r.
-
Meine Bemuhungen, die pharmaceutischen Pulver im hSchsten
Grade der Feinheit und Schonheit darzustellen, sind den Herren
Collegen durch meine pharmaceutische Technilr, besonders deren
zweite Auflage, bekannt geworden. Durch Einfiihrung der excentrischen Miihle ist in dieser Sache ein grosser Schritt geschehen.
Jedoeh habe ich Gelegenheit gehabt, bei den vielen Hogardusmiihlen, die von hier aus, sowohl in Dcutschland, als auch in andere Liinder, Russland, Ungarn, versendet wurden, die Erfahrung
zu machen, dass es mit der Construction eines Instrnmentes nicht
allein gethan ist, und dass man den Besiteern oder ihren Arbeitern
auch die mannelle Fahigkeit, die ITmsicht und die Accomodationsgabe der einzelnen Fille hatte mitschicken miissen. Wahrend viele
Phnrmaceuten von diesem Instrumente den ausgedehntesten Gebrauch
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Vereinazeitung.
mit dem besten Erfol e machten, sind andere damit gar nicht zurecht gekommen, uncf haben das Instrument nach kurzer Zeit auf
den Speieher gestellt. Der Grund dieses ungunstigen Ausfalles
liegt theils an den Personen, theils auch an der Sache selbst.
Wahrend jede andere Muhle, welche Getreide, Oelsamen, Krapp
oder sonst einen Gegenstand verkleinert, nur fiir eine Substanz
ausschliesslich gebraucht wird, und deshalb fur die Eigenthumlichkeit dieses Stoffes eingericbtet sein kann, sollte dem Pharmaceuten
ein Instrument gegeben werden, worin er die mannigfaltigsten
Stoffe, von den dunnen Sennesbliittern bis zur elfenbeinartigen
Brechnuss verkleinern kSnnte. Eine solche Bedingung ist unausfiihrbar, und wenn durch Anpassnng an den besonderen Fall auch
bedeutend nachgeholfen werden konnte, so ist es doch nicht moglich, ein vollkommenes Resultat auf diesem Wege zu erreichen.
Man fand entweder nicht eiue passende Verkleinerung, die man
dem Stoffe geben musste, um ihn in die W h l e einlaufen lassen
zu kjnnen, oder man liess zu vie1 einlaufen, oder man hatte die
Substanzen nicht richtig getrocknet. Die objectiven Fehler der
hluhle bestehen darin, dass es in der That unmoglich ist, sehr
starke Substanzen, wie Nuz vonzica, Salep, oder Slige Samen, Cubeben und der leichen darin zu vermahlen. Zwar hrtbe ich selbst
lange die Cuteben und Sem. Foeniculi, Coriandri, Carvi rnit der
Miihle vermahlen, allein mit dem Producte lronnte ich mich nicht
zufrieden geben, und die Hauptanwendung blieb inirner auf einige
eutmiithiee Stoffe. Zimmt. China, Rhabarber, Canthariden und
ghnliche 'beschrankt.
Nachdem ich die Ausiibung der praktischeu Pharmacie verlassen, habe ich dieselbe sus alt& Anhknglichkeit und aegen meiner amtlichen Stellung als pharmaceutisches Mitglied des MedicinalCollegiums nicht aus den Augen gelassen und fand in dem Umstande,
dass ich als Theilhaber der chemischen Fabrik von F r i e d r i c h
N i e n h a u s, meines Schwiegersohnes, eine krgftige Dampfmaschine
zu Gebote hatte, Veranlassung, die Darstellung pharmaceutischer
Pulver noch einmal in Angriff zu nehmen. Ich projectirte zu diesem Zwecke eine neue Maschine, in welcher die meisten Pulver
ohne Verlust und ohnc Verunreinigung dargestellt werden konnten.
D a sich eine solche Maschine nicht ohne Dampf- oder Naturkraft
betreiben Iasst, so diirfte ihre genaue Beschreibung fiir Apotheker
ohne besoudern Werth sein, d a sie doch davon, ohne als Fabrikanten aufzutreten, keinen Gebrauch machen kiinnen. J e nach
der Natur der Substanzen miissten die einzelnen Korper verschieden behandelt werden. Ein Stampfwerk rnit eisenbeschuhten Stampfen
Yerrichtet die erste Verkleinerung auch der hartesten Stoffe, es ist
dies der pharmaceutische eiserne Morser mit Keule in grosserer
Form, nur dass der Starnpfen vier sind, und dass dieselben in
Coulissen rnit Hebedaumen gehoben werden. Ein hiervon abgesondertes groberes Pulver kommt in die Pulverisirmaschinen. Die
Gligen Samen, Semen Coriandri, Carvi, Foeniculi, Cubebae nnd
ahnliche werden enter senkrecht laufenden Marmorsteinen verkleinert. Das Product dieser Arbeit ubertrifft das durch gewohnliches Stossen erhaltenen so auffallend, dass man nicht schoneres,
kraftigeres sehen kann, als diese unter Druck und Reihung zugleich verkleinerten Stoffe. Die Pulver von Nutrum bicarbonicum,
Acidurn tartaricum, Tartarus depuratus, Kali sulphuricum werden
unter Granitsteinen gemahlen, die groberen Pulver von Rad. gentianae, Enulae, Althaeae, zwischen Steinen von Niedermendiger
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Vereinszeitung
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Lava, welche ganz nahe bei unserem Orte gebrochen werden.
Nachdem in dieaer Art die mechanisehen Schwierigkeiten zur Darstellung aller pharmaceutischen Pulver gehoben waren, und der
Erfolg sich als ein voHendeter herausstellte, suchten wir die dieserhalb nothige Concession zur Darstellung und zum Absatze dieser
Pulver bei dem hohen Ministerium nach. Nach dem Gesetze vom
16. September 1836 ist dem Ministerium die Facultat vorbehalten,
die Concession zur Darstellung pharmaceutischer Pulver und zu
ihrem Debit, auch an Nichtapotheker zu verleihen. So vie1 uns
bekannt ist, hat das Ministerium von dieser Befugniss noeh keinen
Gebrauch emacht, da einige gut geleitete Pulverisir- Anstalten
von wirkliden Apothekern betrieben werden, die dazu keiner besonderen Concession bedurften. Urn so erfreulicher war uns der
Erfolg, dass die hohen Ministerien sich veranlasst geschen haben,
unserer Firma F r i e d r i c h N i e n h a u s & Comp. diese Concession zu
ertheilen. Die Concessions-Urkunde lautet :
Im Auftrage des Ministeriums fur Handel und Gewerbe und
offentliche Arbeiten und des Ministeriums der geistlichen, Unterriehts. und Medicinal - Angelegenheiten ertheilen wir Ihnen die
Concession, folgende Arzneistoffe :
Am foetidu etc. (folgen die Namen)
i n Pulverform zu bringen und en gros zu verkaufen.
Diese Concession beschrankt sich jedoch auf oben ausdriicklich genannte Stoffe und ist nach Maassgabe des 5.5. des Gesetzes
vom 16. September 1836 jederzeit widerruflich.
Coblenz, den 20. Juni 1859.
Konigliche Regierung.
Abtheilung des Innern.
A. IV. b. No. 894.
gez. H a l m .
und als Begleitschreiben :
In der Anlage erhalten Sie die in der Vorstellung vom
27. Januar a. c. beantragte Concession zur Pulverisirung und
eum Engros-Verkauf der darin namentlich aufgefiihrten Arzneistoffe.
Coblenz, den 20. Juni 1859.
Konigliche Regierung.
Abtheilung des Innern.
gez. H a l m .
An Herrn F r i e d r i c h N i e n h a u s
& Comp. zur chemischen Fabrik
bei Coblenz.
Mit dieser Concession trat unsere Anstalt in die vom Staate
medicinalpolizeilich iiberwachten, gleich den Apotheken selbst,
und am 12. Juli d. J. fand die erste Revision statt, ausgefuhrt von
Hrn. Regierungs - Medicinalrath Dr. S c h a p e r und Hrn. Apotheker
P o l s t o r f i n Kreuznach. Es ward uns darauf folgender Revisionsbescheid :
Bus der uns vorgelegten Revisionsverhandlung iiber ihre
chemische Fabrik ,,Nienhaus & Comp.” vom 12. Juli a. C. haben
wir mit Vergniigen ersehen, dass dieselbe mit hervortretender
Umsicht geleitet wird, sich ebenso durch Vorriithe als Priiparate
auszeiehnet und die unbedingte Empfehlung verdient.
Coblenz, den 5. August 1859.
Konigliche Regierung.
Abtheilung des Innern.
An Fr. N i e n h a u s & Comp. auf der
chemischen Fabrik Metternich
bei Coblenz.
gee. H a l m .
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Vereinszeitung.
Aus den rnitgefheilten Actenstiicken werden die Herren Apotheker entnehmen k6nnen, welche Gai-antie wir denselben fur
Echtheit und Giite der Pulver darhieten. Es ist uns nicht unbekannt, dass i m Allgemeinen ein Vorurtheif gegen Hezug yon pulverisirten ArzneistafYen, wie auch wohl im Ganzen nicht mit Unrecbt, besteht. Es ist eine Sache des Zutrauens und es, kommt
ganz darauf an, ob die Person, welche das Zutrauen in Anspruch
nimmt, dasselbe verdient.
Fr. N i e n h s u s ist Apotheker I . Classe gewesen und meine
persijnliche Stellnng in der Pharmaeic ist ziemlieh bekannt. Ueber
die fiir Fiihrung einer solchen Anstalt nothigen Kenntnisse diirfte
wohl kein Zweifel erhoben werden. 'Wir bemerken ausdriicklich,
dass wir kein Drognengeschaft fiihren, nnd deshalb nicht in der
Lage sind, die im ganzen Zustande nicht absetzbaren Waaren '
unter die Miihle zu werfen. Im Gegentheil fanden wir, dass die
scbonsten Waaren auch die schonsten Pulver gaben. Wenn wir
z.B. Pulvis Rad. Salep anbieten, so konnen wir es nicht so anbieten, wie es in irgend einer Apotheke mit Morser und Keule
dargestellt werden kann. Unser Pulver muss vie1 feiner und
weisser sein. Der Apotbcker kaiin mit einem aus echter Wurzel
dargestellten etwas graulichen Pulver unbeschadet seinen Salepschleim darstellen, allein eine solche Waare ware uns ganz unverkauflich. Wir miissen eine vie1 weissere und sehonere Rohmaare
aussuchen, wenn wir nieht ein minder weisses Pulver darstellen
wollen. Ebenso mit Gummi arubicum, Traganth etc. Hier konnen
wir nur die dnrcbsicbtigste reinste Waare gebrauchen, wenn wir
ein wirklich brilIantes PuIver darstelten wollen. E'oZ. Sennae,
wenn nicht erster Qualitat, geben kein schones lehhaft graues
Pulver. Freilich bleiben noch eine Menge Stoffe iibrig, wo eine
chemische Untersuchung wenig, und das Zutrrvuen Alles thun
muss. Hier leitet uns, ausser der iibernommenen Pflicht, die Ueberzeugung, dass nur ein durchaus solides Geschaft Aussicht auf
dauernden Erfolg babe. Die aoch so schonen und feinen Pulver
einer i n unserer Gegend, aber im Auslande, thitigen PulverisirAnstalt konnten derselben das Zutrauen nicht erbalten, was sie
durch Verarbeiten von MitteIwaare verloren.
Es wird such wohl ungern gesehen, wenn dweh Tbeilung
der Arbeit dem Apotheker ein Theil seiner Arbeit abgenommen
wird. Zunachst ist es wohl doch nicht die Arbeit des Stissers,
welche dem Apotheker seine gesellschnftliche Stellung vernichte,
und nur die absolute Unm6glichkeit, im pharrnaceutiscten Laboratoriurn mit Murser und Keule die Palver in der vollendetsten
Form darzustellen, wurde Veranlassung zu dieser Theilung der
Arbeit. Auch verliert der Apotheker dnrchaus nicht dic Benutzung
einer ohnehin vorhandenen Kraft, da wir die Rohwaaren im Grossen
aus erster Hand beziehen und dadurcb schon einen VortheiI gegen
die Beziehung aus zweiter Hand darbjeten koiinen. Die Pulverisiruug von lpecacuanka, Julappa, Helteborus albids, Euphorbium,
sind aber be1 gewohnlichen Morsern so unheilvolle Operationen,
dass die Arbeiter oft krank werden und Augenentziindungen bekommen, wo dann durch Heranziehung anderer bezahlter Krlfte
die Renutzung der vorhandenen nur scheinbar war.
Die Frage, ob der hpotheker nach der bestehenden Medicinalgesetzgebung von uns beziehen dude, erledigt sich durch den
Wor-tlant der Concession, welcher den Verkauf en gros gestattet.
Eine Gestattung des Verkaufs ware ein Widerspruch, wenn dcr
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andere The3 nicht kaufen durfte. So wie es unzweifelbaft ist,
dass ein Apotheker von einem andern Pulver beziehen darf, ebenso
unzweifelhaft ist es, dass wir durch die Concession hierin mit dem
Apotheker gleichstehen unter der gesetzliclien Bedingung des EngrosVerkaufs, da die Dispensation ausscblie~alichdem Apotheker verbleibt.
Die der Generai-Versammlung in HaIIe iibersandten, mir vorliegenden Proben yon Pulvern der Rad. Jalapae, Rad. Ipecacuanhae,
Bad. Liquiritiae, Rad. Rhei, Rad. Salep, Pot. Sennae, Gttmmi arabicrirn Tadamcs depurafus zeichnen sich durch grosse Feinheit
und diite aus, so weit sich diese durch das iiussere Ansehen erkennen liiast.
Dr. B l e y .
3, Zur l)Iedicia, Toxikologic urd Pharnkakologie,
Neue Reobaehtuizgen iilier die gerichtliche Nachweisung
des Antintons.
Seitdem es bekannt ist, dass die Antimonsalze, ebenso wie
die Arsensalze, Qrch Wasserstoff im status nascens reducirt, und
zum Theil in Antimonwasserstoff umgewandelt werden, hat unter
den Toxikologen die Anwendung des Marsh'schen Apparates noch
mehr an Bedeutung gewonnen. Ris jetzt hatte aber noch kein
specieller Versuch den absoluten Werth des hlarsh'bchen Apparates
bei der Untersurhung der Organe von den mit Antimon-Prlparateu
vergifteten Individuea festgestellt, als ein Urnstand, welcher sich
L a s s a i g n e in einem Falle bei Gelegenheif einer in Verbindung
n i t Dr. V. L o r a i n in Paris ausgefuhrten gerichtlichen Untersuchung darbot, beide erkennen liess, dass in gewissen Fallen
die Gegenwart von Spuren Antimons im Koryer vermittelst jenes
Apparates nur zweifelhaft oder gar nicht angezeigt wird.
Durcb diese Thatsache wurde L a s s a i g n e zu einer Reihe
neuer Versuche veranlasst, deren Kesultat er in Folgendem kund
giebt.
Mit der Untersuchung einer Leiche, welchc in Folge wiederbolter Dosen von Brechweinstein gestorben sein sollte, beauftragt,
unterwarf L a s s a i g n e nach O r f i l a ' s Angabe, jedes Organ zunkhst
der Einwirkung von Schwefelsiitire und Salpetersaure in der Hitze;
hierauf wurden die kohligen Massen rnit Wasser gekocht, unter
Hiozufiugung von 1/20 Weinsteinsiiure und S ~ l z s l u r e , filtrirf, das
Filtrat in zwei Theile getheilt, der eine Tbeil allrnklig in einen
Marsh'schen Apparat gebracht und der andere Theil mit seinern
doppelten Vohm Schwefelwasserstoffwasser versetzt.
Auf diese Weise fand L a s s a i g n e deutlich Antirnon in der
Leber, auch spurweise in der Milz und den Nieren, nicht aber in
dem Magen und den Gedarmen.
Die kohlige Masse der Leber, worin das Antimon nachgewiesen
war, wurde in einem neuen unglasii'ten Porcellantiegel eingeaschert,
und auch iioch auf fixe giftige Metalle zu pitifen, die gelbgraue
dsche zerrieben. mit verdunnter Salpetersiiure warm digerirt, welche
ein wenig Kupfer auszog, hierauf gewaschen, getrocknet, und mit
, Salzsauiure behandelt, welche in Folge der Anfnahme von etwas
Eisen eine gelbe Farbe bekam. Hierauf wurde nun noch etwas
Weinsteinsaure hinzupefiigt und filtrirt. In diesem gelben l?i"i'trate
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