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Ueber die Darstellung und PrUfung chemischer pharmaceutischer Prparate von Dr. G. C. Wittstein. Nachfolgende Hefte. MUnchen Palm's Hofbuchhandlung 1845

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IV. Literatur rind Kritih.
Ueber die Darstellung und Priifung chemischer pharmaceutischer Praparate, von Dr. G. C. W i t t s tein. Nachfolgende Hefte. Munchen, Palm's Hofbuchhandlung 1845.
( F o r t s e t z u n 9.)
Die neueren Hefle hestltigen dasjenige, was von den friiheren
gesagt ward.
Jad nebst seinen Priiparaten ist ausfiihrlich besrhrieben
Kalium nebst Natriuin, so wie die Priipnrate dieser metallischen Substanzen folgen jenen.
Bei der Darstellung des Na wird
nnf jene des Ha hingedeutet, und hier sei es erlaubt, einige Bemerkungen hinziqufirgen.
Der .Herr Verfasser schliigt niinilich vor, 2 Tlieile krystallisirtes
NaO CO" mit F z u slttigen, und cur Troclrniss zu verdunsten.
Diese Verbindung (= NaO+T) wird nun verkohlt, und sodann
werden 20 Theile des fein geriebenen Riickstandes mit 3 Theilen fein
gepulverter und hierauf niit 6 Theilen grob gepulverter Holzkohle
vermengt, und nun in einer eisernen Quecksilbertlasche einem heftigen
Gliihfeuer ausgesetzt (lhnlich wie Ha angefertigt wird). Nach dein
Herrn Verfasser liefern 50 Theile der durch Zersetzung des Na O+'i:
erhaltenen kohligen Masse, 3 bis 4 Theile des Natriummetalles*).
In sttichiometriscb cbemischer Beziehung sind hier die Formeln
riicksichtlich der Bildung des weinsteinsauren Natrons, so wie deren
Producte zwar auscinander gesetzt, doch fehlt hier das Na selbst, und
zu wiinschen wiire es, auch zugleich hier die gasfiirniigen Producte
mit angefuhrt zu sehen. - Der Herr Verfasser zieht zui Bereitung
desshalb dem NaO r v o r , indem Ersteres
des Na, das NaO
einen reicheren Gehnlt an Kohle beim Gliihen abgiebt. Die Eigenschaften des Na werden genau besr hrieben. ( B e m e r k u n g d e s H e f e r e n t e n . DasNaverhllt eichgegen andere elementare Stoffe, z. B. J, Br. u. s. w., in mancher Bcziehung
charaktaristischer wie Ba. In den meisten Fiillen geht Letzteres schneller
und energischer die neueren Verbindnngen ein.)
Unter den Natron-Priparaten werden nun zunlchst Natrium c b rut. dep. = Na CI beschrieben, und hier der Trennung des Eisenchlorids, des Chlormagnesinms, Chlorcalciums und schwefelsauren Natrons, vom gewtihnlichen Kochsalze gedacbt.
Zu diesem Behufe
werden 80 Theile des kluflichen Na CI in 180 Theilen Wasser aufgeltist, und 1 Theil Kalkhydrat hinzugefirgt (unter Umruhren). illan
filtrirt spiiterhin, und prlcipitirt mit einer LGsung von Chlorbaryurn
bis noch ein Niederschlag erfolgt, filtrirt und fillt sodann niit reineni
krystallisirtem kohlensanrem Ratron. Der Niederschlag wird glcichfalls durchs Filtrum getrennt, und die klare Lauge mit reiner Salz-
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*)
Eines schBnen Na, von l ' r o m m s d o r f f in Erfurt angefertigt,
erfrente sich die Ausstellung des Herrn & h e in Dresden.
Referent dieses hatte nie etwas Ausgezcichneteres gsseben .
der liebe YetaUgIonz herrrchte Tor,
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Lit eratur.
siiure neutralisirt und zur staubigen Trockniss in Porcellangefassen
vrrdunstet. - Der Ruckstand an reinem NaCl betragt gegen 75. Proc.
( B e m e r k u n g . Referent bemerkt hiebei, dass die Trennung der
Magnesia -Verbindungen sicherer stets bei einer niehr erhdheten Tetnperatur erfolgt, und namentlich, wenn Chlornatrium zugegen ist.)
Unter den Natron-Priparaten sind Natrium oaydatunr liquidum
(=NaO HzO), sodann die essigsaure Verbindung (=Na O + A + 6
IIO), die einfach und doppelt kohlcnsaure Verbindung (=Na 0 CO'
10 HZO), und (Na 0
CO') + H 2 0 + C O ' ) namhaft gemacht
worden, denen. nun das chlorsaure Natron (=Na 0 CI 05) folgt
hier ist eine neuere Vorschrift ertheilt. - Man lBst niimlich 3Theile
krystallisirtes schwefelsaures Natron und 5 Theile chtorsaures Kali
zusammen in 15 Tbeilen heissen Wassers auf, verdunstet ini Sanilbade
und iibergiesst den Ruclrsland mit dem Vierfachen des Gewichtes an
Weingeist von 80 Proc., indeni wiederholt das Auswaschen mil solchem
slatt findet. Die geistigen Fliissiglteiten versetzt man mit dem vierten
Tbeile des Gewichtes an Wasser, destillirt den Weingeist ab und
giesst die Solution in eine porcellanene Schale, verdiinnt sie mit dein
gleichen Gewichte Wasser und setzt 5 Theile zerriebenes NaO+CO'
binzu - erhitzt unter Zusatz von Wasser, bis der letzte Geruch nach
Ainnioniak scbwindet.
Das trockne Salz wird deniniicbst in doppelter Menge des Wassers geldst, und die AuflBsung zur HrystallisaDie Mutterlauge wird zu neuen Anfertigungen des
tion gefdrdert.
Salzes benutzt. Auch hier sind die stdchiometrischen Formeln iiberall genau hervorgehoben.
Unter den Natron-Priiparaten, welche als bekanntere die Verbindungen mit Schwefel-, Salpeter- Phosphorssuie u. s. w. ausmachen,
sei es erlaubt, hier noch besonders der Verbindungen mit Ameisensiiure, so wie auch des unterschwefligsauren und der fettsauren Verbindungen (hier mit Elain- Margarin- Stearinsiiure, zu gedenken. Die Anfertigung des ameisensauren Salzes Na 0 F(= Ca H 0 3 ) geschieht durch directe Verbindung beider Substanzen, wobei eine schwachsiiuerliche Reaction empfohlen wird. Bei den fettsauren Verbindungen sind auch die neiieren Entdeckungen beriicksichtiget, und namentlich Olein- und Margarin, in Folge der Zersetzung durch metallische
Basen herbeigefiihrt, als neutrale salzarlige Verbindungen von Oelsuss
(Glycerin = C6 H7 05),so auch von Oelsiiure und Margarinsiiure
betrachtet werden, wobei Olein als dlsaures Oelsiiss = C6 H ' 0 5 +
C d a H30 0
' nnd margarinsaures Oelsiiss = Cb H' O 5 C3' H33 O 3
bezeichnet ward. Eine nahere Berechnung der Elemente des Baum618, so wie die Art und Weise der Verbindungen durch Alhalien und
Mehlloxyde erfolgt gleichfalls. ( A n m e r k u n g d e s Ref.) Sehr zu wiinschen ist cs, dass hier
nicht nur Baumdl, sondern auch andere fette Oele beriirksichtigt wiiren,
und demniichst auch die Mehode, in wiefern sich diese Oele unterscheiden, aufgefiihrt wiirde. Dem landel61 ist hier zwar ein besonderes Augenmerk gewidmet - jedoch hitte namentlich fiber die Oele
drr Cruciferen u. s. w. Illandies gesagt werden kdnnen).
Das unterschwefligsaure Natron (Na 0
2 SO 5 H O ) hat namentlich in technischer Beziehung in neuerer Zeit manche Aufmerksamkeit erregt.
Es wird znr Anfertigung desselben die zweckrnbsigete Vorschrift, und zwar indem 6 Theile rerfallenes trocknes
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Literatur.
schwefelsaares Natron und 2
Theile gepulverte Ilolzkohle dem Gluhfeuer im Graphittiegel ausgesetzt werden,. grgeben, damit die Zersetzung des sehwefelsauren Natrons vollstiindig erfnlgt. Nach vollstandigem Erlralten des Tiegcls zerreibt man den Inhalt desselben,
ldst ihn sodann in 24Theilen Wasser auf, n n d trennt die ausgeschiedene Ifohle durchs Filtrum. - Man wiegt n u n vnn der Solution I/],
ab, und leitet in die iibrigen
der Pliissigkeit 60 lange gewaschencs schwefligsaures Gas (Bus einem Theil frischgegliiheler grdblicher
llolzkohle und acht Theilen concentrirter Schwefelstiure entwickelt)
tiis eine, init einem Glasstabe hersusgenommene Probe durch salpetersaure Silberoxydldsung nicht mehr schwarz, sondern weiss getriibt
wird.
Bei Beriihrung mit der schwefligen SRure wird die Solution durch
erklltende Mittel abgekiihlt. I a n entfernt nun das Entwickelungsgefiiss, filtrirl, und setzt ihr das hei.Seite gestellle
hinzu, verdunstet bei einer gclinden Wiirme zur Syrupcousislenz, und stellt
Alles in die Kiilte. Durch Ruhe und durch geliiide Verdunstung krystallisirt sodann ein Salz, welches durch wiedcrholtes Aufldsen dils
vorbemerkte Priiparat liefert. Es folgt nun die Beschreibung anderer Natronpraparale, und demntchst auch cheniischer Stoffe, welche die Aufinerksamkeit der Lescr
verdienen mdchten,
hieisher zuiiachsl, ,,Ozyucunthinum", welchcs zugleich mit dem Berberiii gcwoniien werden kann, da es in der Wurzel von Berberis an eine Slure gebunden ist, und gefesselt an dicse,
durch kohlensaures Nalron getrennt wird. - Durch Aether, Behandlung m i t Sdzsiiurc und deinnlchst durch Fiillung mit Aminonink kann
diese Substanz gewonncn wertlen. Seine Eigenschallen sind nalier
erortert. - I%dhdium chloratum - Picrotoxinurn folgen. Die von
1' e I I e t i er angegebene Vorschrift ist in letzterer Beziehung als die
gebriiuchliche bemerkt. Piperin, Platina-Priparete verschiedener Art.,
folgen jenen. Hierauf unter den Bleipriiparalen, die von Plumbum
oxydatum, chloratuni, aceticum, (basicurn), Plumbum superoxydaturn
bruneum und Plumbum margarinn'cum, oleiniczrm elc.
Hier sind namentlicli die verschiedenen Pflasler ntiher beschrieben, und so auch die Zerlegung der Oelarten. Das Oelsiiss wird hier
getrennt, indem sich die Bleioxyde niit den neuen Sluren vereinigen,
wobei diese neuen Substanzen a l s unlbsliche basiscbe Salze zu betrachten sind, bei denen ein Mischungsgewicht Slure stets 2 M. G.
des Oxydes erfordert. Den Bleipraparaten folgt nun Resina Jalappae, wobei bemerkt wird, dass der Verfasser ein mehrseitig empfohlenes Behandeln der Wurzeln mit Wasser voi der Digestion mit
Weingeist, um eine grdssere Ausbeute und ein hellfarbigeres Harz zu
erzielen, nicht gut heisst, indem durch jene Operation nebst gummiartigen Theilen auch suspendirtes Hari niit fortgefiihrt werden kanu.
Eine Verftilschung mit Colophoninm und Guajakharz ist beinerkt, wobei namentlich die Behandlung mit Terpentind, worin sich jene fremden Hnrze Idsen, zunlchst aufgefithrt, aber nur empfohlen ist, wenn
frisch rectificirtes Oel angewandt wird. Sodann wird die Behandlung
init Aetzhalilauge, der alkohnlischen Lbsung hinzugefiigt, empfohlen.
Salicin ( = C a t H I a O 9
2 H O ) wird hierauf abgehandelt.,
und dessen Anfertigiing vermittelst Kalkhydrat, sodann Behandlung der
Massc mit Holzkohle und Alkohol empfohlen. (Das Salicin ist allerdings, wie der Herr Verfasser bemerkt; nicht in einer hinreichenden
l e n g e in allcn Weidenarten gleich vorhanden.
Salis frngiCo und
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Literatur.
penlendra L. eignen sich besonders dam. Die Gegenwart des freien
Srlicins ergiebt sich schon durch Bcriihrung der frischen Rinde mit
SO3-, 80 \vie auch belcanntlich die Verklschung des Chn. sulphur.
in dieser Beziehung so ermittelt wird. - LCitntoninum (=C5 H 3 0)
ist gleichfalls im freien Zustande im Wiirmsoamen enthalten, und kann
Blinlich gewonnen werden. Das Licht wirlct energisch darauf ein,
hanptsiichlich ldslicli ist es im siedenden Alkohol von 80 yo, so wie im
Aether. Der Verfrsser fiihrt eine Verfiilschung mit Boraxsiiure und
arabischem Gnmmi an. Gumrni ldst sich leicht in ltrltem Wasser und
giebt eine schleirnige Aufldsung, die Boraxsiiure verbleibt beim Gliilien
und ertheilt dern damit geschiittelten Weingeist eine griine Parbe.
Hierauf folgt Stannum chloratum liquidum (=Sn CI x H Cl+x
Aq.). Es ist hier benierlct worden, da bei Einwirkung der Siiure aef
Ztnnmetall stets ein Antheil der Salzsiure entweicht, eine grossere
llenge derselben anzuwenden. Zu beriicksichtigcn ist der Umstand,
dass, iin Fall vielleicht auch Arsen und Antimon mit vorhanden waren, diese Metalle zum grihsteu Theile als Wasserstoffgas Verbindungen entwickelt, doch theilweise als scliwlrsliche Riickstlnde niedergeschlagen werden. Uebrigens ist eine Gegenwart von nietallischem
Zinn stets zu empfehlen. Andere Ziunpriiprrate, wie die beiden Oxyde,
sodann Stannum bisulyhuratum folgt jeneni. Hierauf werden die Priparate von Stibium rbgehandelt, an ihrer Spitze Sfibium purum. Hier
sind die gewdhnlichen Blcthoden namhaft gemarht, jedoch hiitte vielleicht auch die von B e r t h i e r angefithrie, um nainentlich ein rrsenfreies Stibium eu erhalten, mit beriiclcsichtiget wcrden kihnen. Als
PrXparate sind demnichst Stibium chloratum liquidum, oxydafum, so
\vie die beiden gebrluchlichen Schwefelverbindungen namhaft gernarht.
Der Anfertigung des Kermes ist ein besonderes Augenmcrk geschenkt,
und namentlich der Verbindung des oxydhaltigen. Hieranf folgen die
Praparate von Stronfium, wobei fur das reine Oxyd selbst die Formel: SrO + H 0 + 8 Aq. angefiihrt ist. Eine Darstellung des Priprrates durch Zerlrgung der salpetersauren oder kohlensaiiren Verbindung (im letzteren Falle mit C) wird verworfen, dagegen iiaruentlich die hervorgehoben, salpetersauren Strontian in der Gliihhitze mit
Eisenfeile zu zerlegen. Bie ltolilensaure und salpetersaure Verbindung
folgt diesem, iind sodann Sbychninum purum, nitricutn, sulphuricum.
Hier ware es sehr zu wunschen, dass auch andern Kdrpern,
russer Strychnos nus oocnica, ein besonderes Augennierk gewidmet
wiire, und namentlich die Verhdltnisse, in denen Strychninum mit Brurinum vorkommt, namhrft gemacht wlren. Man erlaube Referent,
nur auf die igasursauren Verbinduugen aufmerksarn zu machen,
welrhe neuerdings in so intcressanten Combinationen aufgefunden sind.
Die verschiedenen Pfeilgifte sind namentlich hier zuniichst zu beriicksichtigen.
Diesen Artilceln sind die Schwefelpriiparate angereihet, und hier
Sulphur jodatum (=S a J) rls neueres Priiparat, welches durch Zusammenschmelzen von 1 Theil gewaschenen Sc!wefelblomen mit 4
Tbeilen Jod dargestellt wird. Sulphur praecipifafum (= S x H S )
folgt diesem. Es ist besonders eine arsenfreie Salzsaure in Vorschlag
gebracht worden, nnd deninlchst auch die Priifung des Productes auf
Arsenrerbindungen vorzunehmen. - Uranium oxydatum, aus dem
Uranpecherze drrgestellt, folgt diesem, wobei die (hereits von B e r
t h i e r gegebene) liormel des letzteren als = UO U1 O3 - hezeichnet ist, also dem l)lagneteisesstein in anderer Beziehung verwandt.
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Litmalur.
Uebrigens enthdlt Uranpecherz noch anderweitige Verunreinigungen,
deren Trennung fasslich erkllrt wird. Ureum (Hamstoff) = C' H'
Na Oa folgt diesem. Hier sci es crlaubt, die neuere Vorschrift zit beleuchten. Es wird niimlich vorgeschlagen, 32 Theile krystallisirtes
gelbes Blutlaugensalz fein gerieben, zu troclcnen und sodann mit 14
Theilen zerriebenen Braunstein zu vermengen, und demniichst auf einer
siserrien Platte iiber Kohlenfeuer unter stetein Umriihren rnit eioem
eisernen Spatel, zu erhitzen. Die geschniolzene Masse wird sodann
rnit kaliem Wasser behandelt, und Alles abfiltrirt, wobei die Abwaschwasser besoirders aufgefangen werden. In letzteren ldst man dernnichst kalt 20 1/2 Theile trocknes schwefelsaures Ainmoniak auf, fiigt
sodann diese Ldsung der ersten concentrirten Lauge hinzu, und dann
zu allen Fliissigkeiten so lange eine AufIBsung von Eisenvitriol, als
noch ein blauer Niederschlag entsteht. - Man filtrirt letzteren ab,
prdcipitirt mit kohlensaurein Ammoniak \im Ueberschass, filtrirt, und
verdunstet drs Filtrat bei gelinder Wiirme bis zu 40 Theilen, und
stellt Alles eiiien Tag lang kalt hin, giesst die Lauge ab, verdunstct
zur Trockniss und digerirt den salinischen Riickstand iin Kolben einige
Stunden hindurch mit heissem Weingeist von goo/,,. Man trennt die
geistige Solution vom Riickstande, wlscht letzteren noch init Weingeist
von derselben Gtiirke aus und befordert die geistigen Fltissigkeiten
zur Krystrllisation, welche letztere gegen 7 Proc Harnst. liefert.
Die vom Verfasser angegebene Theorie, riicksichtlich der Zerlegung der Substaozen, begreift zugleich diejenige in sich, welche Li eb i g iiber die harnsauren und Cyan Verbindungen lieferte. Wir
miissen nuf die Formeln selbst zuriiclcweisen, und bemerken nur noch,
dass der Harnsioff durch erhijhcte Temperatur cine Zerlegung erleidet,
und sich mehrere Producte bilden, unter denen Harnstoff, cyansaures
Ammoniak und cyanursaures Ammoniak die. niichsten sind, (also Ca H'
Na Oa, sodann NH4 0 Cz N O und NH3+ C1 HNO2).
Veratria,
Yttrium oxydatuna (YO) folgt jenem Priiparate, wobei sodann die
wichtige Reihe der Zinkprlparats den Beschluss macht.
Hier wird Ziracurn purum, Zincum ehloratuni, Zincum cyanalum,
Zincum cycorntum ferratum, Zincum o2ydatum, Zincum oxydatwm
sitlphuricum, Zincum oxydatum aceticum genau beschrieben, und vornehmlich auf die Verunreinigungen dieser Prlparate hingedeutet. -Zirconium osydntum (=Zra OJ) wird aus dem Hyacinth darzustellcn
in Vorschlag gebracht, nach einer bereits von B a r t h i e r angegebenen
Methode. Der Hyacinth is1 nls eine bnsisch kieselsaure Zirkonerdo
(= Zra OJ Si 03) bezeichnet, welchem jedoch noch Antheile von
Eisen und Manganoxyd beigeinengt sind. Dem Phnrinaceuten diirfte
es weniger von Interesse sein, Gegenstiinde dieser Art beschrieben
zu sehen, als solche, welche unmittelbar die ,,praktische Pharmacie"
beriihren, und so wird es auch Jeder dem Verfasser Dank wisren,
noeh besondere Nachtrilge veranlasst zu haben, wie hier namentlirli
Aceton (hezeichnet als Essiggeist! Mesitalkohol) Formel = C3 H3 0
oder C6 H5 0 HO, den -4nfang mncht. - Die Asfertigung dieses
neueren Mittels geschieht bekanntlich durch Zerlegung des Bleizuckerc,
und zwar wenn eine beliebige Menge desselben in cine geriiuinige
irdene (Graphit-) Retorte gebrarht, und nun eine Vorlage rrpplicirt wird,
welche durch Nadelstiche der aussern Luft zugiinglich gemacht ist.
Durch eine rllmllig statt findende Gliihhitze wird sodann eine Zerlegung dcs Bleizuckers veranlasst. Es geht ein Deslillst iiber, welches
mit Kalkbydrat behandelt und deinniichst in einer glibernen Hetorte
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208
Literntur.
abdestillirt wird, bis zwei Drittheile iibergegangen. Dieses Fluidum bezeichnet man als Liquor pyro-ncelicus. Uni hieraus das reine Aceton
zu erhalten,ziehe man die Fliissigkeit im Wasserbade iibcr ihr halbes
Gcwicht gegliihelen salzsauren Kallc ab, schilttle das Destillat in einer
verschlossenen Flnsche abermals mit der Hiilfte seines Cewichtes gegliihetem salzsaurem Kalk, und rectificire die sich nach und nach absehende Fliissigkeit. 20 Theile Bleizucber liefern einen Tbeil reines
Aceton. Auch anderc essigsaure Verbindungen werden zur Darstellung
des Acetons in Vorschlag gebracht. Acidrink
- valerianicum ale ver110 und Ct0 H9 O 3
schiedene Hydrate (so Cio H 9 O 3 HO = Va
3B0 =
3110) folgt diesem Priiparate, und gewiss mit Recht,
(la die valeriauasaurcn Verbindungen in neuercr Xeit gleichsain einen
Arzneischatz bilden. Die Darslcllung der ,,reinen Saure" geschieht,
indeni 20 Theila der zerschFittenen Wurzeln im Destillationsapparale
init 100 Tlteilen Wasser behandelt, und 30 Theile der Fliissiglrcit iiberdestillirt werden. I a n s6ttigt das Destillat niit zerriebcnem kohlensaurein Natron, und wiederliolt dieses bei inehreren Destillaten. Man
zerlegt spitcr die condensirten Flassigkeiten mit SO3;die Producte der
Destiilation sind sodann die Bddrinnsiure, niimlich obennuf schwimmend das Maximum des Ilydrates, wahrend die andere Fliissigkeit zur
Darstellung der baldriansauren Salze benutzt werden Icann, yon denen
Zitieum
Chininum - Ferrum oxydatum - vnlerinnicum naher beschrieben werden. Indem hier ein Ausziig dieses, der Pharniacie gewiss von hohem
Nutzen geschriebenen Werlces geliefert ist, wiinschen wir es gern den
Ilfinden unserer jungen Phartnnceuten iibergeben zu sehen.
Ein
Register ist dein Werke beigegebcn.
Minden, im November 1815.
Dr. W i t t i n g .
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