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Ueber Liquor Ferri acetici.

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LLG4
Bolle,
Man kann daher nicht vcrkennen, dass die kalte Digestion von fein zerriebeneni krysfallisirtern essigsaurem
Kupferoxyd in geringem Ueberschusse mit Weingeist von
genau bestimmter Starke in ciner verschlossenen Flasche
auf rationelle Weise eine s k t s gleichformige und gleich
starke l'iiicl. cupri acelici gcben miissle.
Ueber Liquor Ferri acetfci "> ;
von
C, I I . Bolle,
Apolhekcr in Angermfinde.
Dass die Bereilung des Liq. Fern' acet. nicht immer
gelingt und der endiich geworinene Liquor sich in kinSerer oder liiirzerer Frist zersetzt, ist eine bekannte Thatsache. Die Bestrebungen, sicher zu einern haltbaren Priiparate zu gelangen, geben sich in den neueren Arbeiten
uber diesen Gegenstand, unter mehreren in dencn von
T r a u t w e i n , G e i s e l e r und R e e k e r deutlich kund. Einverstanden war m a n dariiber, dass zurn Gelingen der Bereitung der essigsauren Eisenflussigkeit, wie zur Haltbarkeit derselben, ein gewisser Iiydralzustand des anzuwendenden Eisenoxyds nothwendig sei; Viele aber auch suchten die Ursache der Zersetzbarkeit in der Gegenwart fremder Korper, z. B. des Eisenoxyduls, Chlorids, der Kieselerde u. s. w.
So lange die 5. Aullsge der Preuss. Pharmakopoc
Geltung hatte, bereitete ich den Lzq. ferri acet. bei gerinn e r Verfneser tbeilts diem Arbeit im Ausauge in der Generalverrammlung au H a m b u r g iin hlonat hlni V. J. niit, bat aber
durch splter angsstellte Versuclie dieselbe noch vervollstladigt,
w o h e r denn eine Abweichung mib der protocollirten Helation
nicht auffallan kaon.
L. B l e y .
iiber Liquor Ferri acetici.
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gem Verbrauch mir oline Ansloss und Schwierigkeit, wie
gewiss alle Apolheker, zum Extemporiren der immer leicht
zersetzbaren Tinct. Ferri acet. aether. Diese Pharmakopoe
hatte keinen besondern Artikel fur den Liquor Ferri acet.
und gab also auch dessen spec. Gewicht nicht an. Einerseits geht aus dem bei ihrer Tinct. Ferri acet. aelh angegeberien spec. Gew. hervor, dass ihre essigsaure Eisenflussiskeit vie1 leichter gewesen sein musse, als die der
jetzigen Pharmakopoe; denn sie setzte solches zu 11,020 bis
1,030 an, wahrend letztere dasselbe zu 11,065bis 1,070 angiebt. Andererseits lasst sich das wahrscheinliche spec.
Gewicht nach der fruheren Pharrnakopoe berechnen, da von
dem zur Mischung der Tinct. F w r i acet. aeth. gekommenen
Spiritus und Essigather, die resp. spec. Gewichte bekannt
eind *). Werden die milllern spec. Gewichte dieser der Rechnung zum Grunde gelegt, so erhalt man fur den Liquor
F e w i acet. der alteren Pharmakopoe das spec. Gew. von
1,093, wahrend die neuere es zu 1,143 irn Mittel haben
will. Die Differenz heider Zahlen ist 0,050.
Auch seit der Geltung der neuesten Preuss. Pharmakopoe wurde bei mir die essigsaure Eisenoxydflhssigkeit
einige Male ohne Anstoss bereitet, wobei ein gutes, wenn
such immer nicht sehr haltbares Praparat erhalten wurde,
SO dass ich mich wunderte, als von mehreren Seilen her
alterlei Klagen iiber dasselbe, allerlei Vorschlage zur Bereitung desselben veroff entlicht wurden. Jedoch im Sommer. v. J., zu welcher Zeil ein ungewohnlicher Gebrauch des
Priiparats eintrat und dessen Ncubereitung haufig aothwendig wurde, siiess ich auf alle moglichenwiderwartigkeiten, die
lheils in der Unaufloslichkeit des Eisenoxydhydrats, theils in
der baldigsten Zersetzung der dargeslelhen Eisenflussigkeit
cinlraten. A m gewohnlicbsten war das Eisenoxydhydrat
__ .-*) Die Formel zur Berechnang heisst wdrtlicli : Die belrannten spec.
Gewiclite multiciplicire niit den resp. rbsoluten Gewichten ; die Producte addire; deren Summe ziehe ab von dent Producte nus dem
absoluten Gewiclite durch das spec. Gewicht des ganzen Gemisches.
Der Rest dividirt durcli das absolute Gewicht derjelrigen FIBssigkeit, deren specifischos gesucht wird, gicbt solches im Quotienfen.
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Bde,
unaufloslich, ob ich dasselbe nach T c a u t w e i II'S, G c i s e l e r's oder den Vorschriften der PharmaIiopGe bereilen
mochte. Die Zersetzung des Liquor Few. met. hat sicti
mir nur in dem Absetzen cines ockerfarbigen, mehr oder
weniger braunen Kiederschlags, nie in dcm sogenannten
Gelatiriiren der Flussigkeit gczeigt, w a s indessen nach Erwiirrnung derselben his zu 20"n. beim Erkaltcn hervorgerufen wurde.
Die Arbeit wurde zur angegebenen Zeit im Laboratorio, das nicht allcin jedem Temperaturwechscl von Aussen zuganglich isl. vielmehr nocli eiiier Temperaturertiiihung durch allerlei Feuerungen .ausgesetzt ist, vorgenommen. Nachdem u m jene Zeit D e c k e r in seiner inlcrcssantcn Arbeit ubcr die essigsaure Eisenfliissigkeil den Einfluss der Ternperatur auf dieselbe naehgewiesen hatte,
nahm ich die Bereitung tlerselbcn in cineni Iieller vor, tlafur
sorgend, dass alle dabci verwentle~en Fliissigkeiten tlic
Ternperatur des Kellers Iiattcn. Unci wirklich crhielt ich,
folgend der gesetzlichen Vorschrift, cinen, wcnn aucli niclil
vollkomrnen haltbaren Liquor Ferti ace!. Ein ganz Iiallbares Praparat erlangte ich, als ich h i noch nicdrigcrcr
Temperalur in der Ilerbstzcit irn lieller arbeitctc. i)iesclbc
stieg nio uber 4 1 O H. Als ich indcssen noch spiiter a n demselben Orte zur Wintcrzeit die cssigsaurc Eiscnfliissipkcit
bereiletc, w8hrcnd dic Temperalur zuweilen unlcr 4.0 13.
gins. erlangtc ich wiederum eincn Liciuor, der schon nacli
einigen Tagen einen Absak Itildete. Seit ich nun die Bereitung der Eiscnfliissigkeit so vornehnie, dass alle dabei
gebrauchten Flussigkeiten nie uber 12O erwarmt und nic
unler 4? R. erkallel wurden, is1 rnir nie wicdrr die Unauflijsliclikeit des Eisenoxydbydrats, wohl aber die Zersetzbarkeit des fertigen Oisenliquors vorgekonimen. Ueber die
Ursachen dieser Zersetzbarkeit werde ich spater reden.
Als cine sehr wescntliche Rcihulfe zurn Gclingen Jcr
Arbeit muss ich ein schnclles und umsichtiges Auswaschen
des Niedersclilags empfehlen. Diescs aber Iasst sich am
bcsten a d einem leinencn angcoiisslcn Spitzbcutel bewirken, indcm man das durcli dic Niederschlagung des Eiscn-
iiber Liquor Ferri cacetici.
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chlorids mit Anirnoniali gewonnene Magma sogleicli daraufgiebt, gut ablaufcn lSsst, aus dem Spitzbeutel den
Niederschlag, durch Unikehren desselben untcr Wasser
bringt, darin tuchtig durchruhrt, auf den Spitzbeutel zuriickgiebt, abermals ablaufen lisst und soforl bis zur vollstandigen Auswaschung. Diese kann man jedoch selten in
einem Tage vollenden, daher man zur Kacht einc tuchtige
Waschflasclie auf den h u t e l sturzt, urn das slellcnweise
Ablrocknen des Kicderschlags moglichst zu verliindern.
Eine Erschcinung ist rnir bei dicsem Auswaschen sehr
aufliillig gcwordcn. Wcnn namlich, vicllciclit schon nacli
dem drittcn oder vicrlen Aufbringen des Niederschlags
auf den Spitzbeutel ein unverliallnissmiissig vcrlangsamtes
Ablaufen dcs Wasscrs einlrat, so crlangk ich entweder
gar kein gcnugend auflosliches Eisenoxydhydrat, oder cinen
sehr bald sich zersetzenden Liquor Ferri acet. Dies vcrlangsarnte Ablaufen dcs Wasscrs kann ich cinem Verslopfen
der I'orcn tias Spitzbeutels nicht zuschreiben, denn derselbc wurde jedesnial, in tlcm zum Auswaschcn aufzuwendcndcn Wasser. tiiclitig durctigcspult. Yiclrnclir liann das
Ablaufcn nur in c~incniaridcrn A ~ ~ r e g a t z u s t a n ddes
c Eiscnosydhydrals .gesircht untl dicscr w i d e r u m riur du~.clidcn
Ilydratzusland sclbst bedinst wcrden.
Man ist darulier einig , dass ein I)csontlcrer hydratischcr Zustand des Eiscncxyds nothwcndig sci. llin Jcdcr
sucht diescn auf scine Wcisc herbeizuf~iliren, abcr mail
versuchte nicht, dcnsellien w i h w d tlcs Auswaschens xu
erlialten. Lbngst ist es bekaiint. dass das Iangcrc Zeit
untcr Wasser aufbewahrte Eiscnosyclliydrat andcrc Formen
annirnmt, und Kiemand wird bczwcikln, dass diese so
lockere Vcrbindung unter dem Einflussc der Temperatur
Veranderungen crleidet, die ihrcr Aufliisliclikeit in Essigsaure und dcr Bestandigkcit der \'crbindung Einlrag t h u n .
Die Zcrsctzung tlcs LPq. k'crv.. acel. hiingt abcr, ausscr
von dern llydratzus~ande dcs Eiscnosyds noch von der
Concentration und dcm Ueberschuss an S h e ah.
Durcli die gariz bequerne, wcnn nur umsiclitig vorbreilcte Dcslillation von glcichen Atomcn concentrirtcr
268
Bolle,
Schwefelsaure und krystallisirten essigsauren Ratrons crhalt man einen concentrirten Essig *) von 1,059- 1,060
spec. Gew. Bei Anwendung desselben zu der essigsauren
Eisenflussigkeit erhiilt man diese von 4,178- 1,179 spec.
Gew. Zuweilen in sehr unerwartet kurzer Zeit Singen
aber solche concentrirle essigsaure Eisenlosungen in Zevsetzung uber, indem sich der okerfarbige Kie~lers~hlag
in
Menge einstellte. Wurde derselbe, sohald er sich nur
hemerkbar machte, abgesondert und die Auflosung bis zu
dem spec. Gew. von 1,140 4 , 1 4 1 verdiinnt, so kam die
Zersetzung in Stillstand und die Plussigkeit blieb gewiihnlich bis zu ihrem Verbrauche unverandcrt. War indessen
die Zersetzung schon sehr vorgeschritten, so war das
Mittel der Verdiinnung fruchtlos, wahrscheinlich weil dann
der Ueberschuss an Saure sich geltend machle. Auch der
Liq. Ferr. acet. von dem hiichsten spec. Gew. der Pharmakopoe 1,143 zerselzt sich fort und fort und nur durch
die allerbaldigste Verdiinnung bis auf I;140 spec. Gew.
sistirt das Fortschreiten des Zersetzon~sprocesses.
Da n u n die kleine Differenz zwischen 4,140 und
1,145 spec. Gew. eine sehr bemerkbare Abweichung in
der Haltbarkeit des Praparats hervorruft, so wird es erklarlich, woher die h‘lasen uber diisselbe seit der Gellung
der neuen Pharrnakopoe entstanden sind, und rnochtc
ich whnschen, dass die Herausgeber der Pharmakopoe
von dem hohen spec. Gew. des Laq. Pew acet. nachliesscn
und solches von nur 1,435- 4,140 vorschrieben.
Nocb habe ich Versuche angeslelll zur Rcantworlung
folgender FraSen, zu denen ich sowohl durch Anderer,
als auch durch eigene Meinungen veranlasst wurde.
Welchen Einfluss haben
die Eisenart,
b) die Darstellungsart der Essigsaure,
a)
”) Die Schwefelshre muss so rnsch und pldzlich wie mBglicli ilnf das
Salz gebracht und ebenso durchgeschwenltt werden. Erhitzung
findet wenig und Verdampfung fast gar nicht 8tnLI.
iibev Liquor F e n i acdici.
069
r) die relativen Verhiiltnisse des Eisenoxyds und der
Essigsaure,
d j die Tcmperatur bei der das Eisenoxyd hergestellt
wurde und
die Verdiinnung des Liq. Ferr. acet. auf die Haltbarkeit dieses Praparats.
Es :vurde ein Liquor Ferri sesquichlorali aus feinem
Clavierdrah (A) uncl ein anderer aus Eisenbohrsp~nen(!I.)
dargestellt; ferner Essigsiiure von 1,059- 1,060 aus selbstbereitelem und nicht geschmolzenem, aus selbstbereitetem
gcschmolzenem und aus kauflichem essigsaurem Natron.
Die Fallung des lhrnoxydhydrats wurde nach der Pharmakopiie mit Arnmoniak bewirkl.
Obwohl das Abpressen des gemonnenen Eisenoxydhydrats vermeintlich moglichst gleichmassig bewirkt wurde,
so gaben doch 18 Unzen Liq. J'err. sesquichloral. aus Bohrspanen 45, und 9 Unzen eines solchen aus Clavierdrath
nitr G: Unzen Eisenoxydhydrat. Bei der Darstellung des
ersleren wcchsclte die Temperalur des Arbeitsraumes
zwischen 4 1 und 42;" R . ; bei der des letzteren waren
14" H. bestandis.
Jeder Niederschlag, der aus Clarierdrath entsprungeno
mil A,, der aus Bohrspanen mit B. bezeichnet, wurde mit[elst der Waage in 3 gleichc Theile getheilt und mit einer
berechneten , gleichen Menge des bezeichneten concenlrirten Essigs aus
1. selbstbereitetern gescbmolzenem essigsaurem Natron,
11. selbstbereitetem, nicht geschmolzenem essigsaurem
Satron unrl aus
111. kaunichem essigsaurem Katron,
in Glasflaschen iibergossen und wahrend 24 Stunden unter
ofterm Durchschiitteln bei Seite gestellt. Als nach dieser
Zeit noch eine sehr bedeutende Nenge Hydrals unaufgelost war, wurde jeder Flasche noch eine relaliv gleiche
Menge der entsprechenden Essigsiiure zugegeben, worauf
das Hydrat bis auf einen kleinen Riickstand gelost war.
Nach vollstandigem A bsetzen der Fliissigkeiten in hohen
Cylindern wurden sie durch mvor angefeuchtete Leinwand
e,l
2’70
Rolle,
colirt, ihr spec. Gew. bei 1 4 0 R. bestimrnt und dies zii
4,478 - 8,179 gefundcn.
Einc Anzahl Flaschen, etwa 1 Unze fassend, wurde
rnit den Eisenflussigkeiten gefullt und zwar
4 ) unvcrdunnt,
5) unverdunnt rnit Zusatz von st0 Tropfen der entsprechenden Essigsaure,
3) vertliinnt bis zu dem spec. Gew. von 1.442,
4) verdiinnt rind mit Zusatz von 110 Tropfcn der entsprechenden Essigsiiure.
Die 24 Flaechen slanden im Keller an einem Orte
beisammen und waren ihrem Inhalte gem& rnit den
Buchstaben und Zahlen bezeichnet, welche im Vorstehenden zur Bezeichnung der Mischungen, resp. Zustiinde und
Verhaltnisse gebraucht wurden.
Wahrend nun die Eisenflussigkeiten aus Bohrspanen
(B.) erst nach 14 Tagcn den Anfang einer Zersetzung zeigten, trat diese bei denen aus Clavierdrath ( A J schon nach
3 Tagen, und in beiden Fliissigkeilen zuerst ein in den
Flaschen, welche rnit A. 1.2. und B.I. 2.. d. h. in den concentrirten mit einern Ueberschuss von Essigsaure versehenen Eisenflussigkeiten. Wahrend ferncr an diesern
Ende der Reihe der Versuchsflaschcn sich die iiusserste
Zersetzbarkeit zeigte, machtcn die Flaschen A . Z l . 3. und
B.ii. 3.. also die, in welchem verdunnte, mit Essigsaure
aus nicht gcschrnolzcnern cssigsaurern Nalron bereitelen
Eisenflussigkeiten, das andere Rnde der Reihe, wobci
B. IZ. 3. (Eisenflussigkeit aus Bohrspanen) die ausserste
Spitzc bildete. indem diese Flussigkeit Monate lang ganz
unvcriindert blieb, indesscn A. ZZ. 3. schon sehr merklich
zcrsetzt war.
In Bezug auf die Zersetzung bildcten sich in den
Flaschen ferner, durch beide Reihen A. und B., MittelSlieder, in welchen sich: Essig aus geschmolzcncm essigsaurem Natron, Concentration der Eisenflussigkeit und uberschussige Essigsaure als Zersetzungsfactoren von umgekehrt hoherem Werthe zeigten, als dio FolSe, in welcher
sie eben genannt wurden. Alle Eisenfliissigkeiten, die rnit
iiber Liquor Ferri acelici.
27 1
Saure aus kiiuflichern cssigsaurem Natron bereitet waren,
zeigten einc Zersetzbarkeit von mitllerer Grosse.
Die funf gcstcllten Fragen aber wurden durch die
Versoche dahin beantwortet:
u) Die geringcre oder grossere Reinheit des Eisens
scheint die Zersetzbarkeit des Liq. F e w . acel. nicht zu bedingen. Wahrend Clavierdrath als ein reineres Eisen, als
die Bohrspanc angesehen werden muss, hat sich gerade
der Liquor aus dieser ersteren Eisenart am friihesten zersetzt, indessen dcr aus Bohrspanen bezichtingsweise unzcrsetzt blicb.
6) Auch die Frage: liebt die Essigsaure verschiedcnen
L'rsprungs vcrschiedenen Einfluss auf die Zersetzbarkeit
der essigsauren Eisenfliissigkeit? Slaubte ich aufstellen und
beantworten zu mussen, weil es mir moglich schien, dass
die Essigsaure, gleich andern bekannten Verbindungen,
z. B. Terpentinof, Phosphorsaure u. dergl. m. durch die
Einwirkung einer hoheren Temperatur, der sie bei dem
Schmelzcn in der Verbindung als cssigsaures Katron, ausgesetzt wird, einer Modilication unkrliege. Die Resultate
meiner Vcrsuche scheinen wirklich das Dasein einer solchen Modification anzudeuten, tlenn von nllen essigsauren
Eisenfliissigkeiten begann die Zersetzung zuurst in dcnen.
welche mit Essigsaure aus geschmolzenem cssigsaurem
Natron dargestellt waren, wahrend diejenigen, welcho rnit
Essigsaure aus nicht geschrnolzenem essigsaurem Natron
enlsprungen waren, der Zersetzung ganz odcr theilweise
widerstanden. Das essigsaure Xatron beider abcr war
durch die Sattigung dcsselben kohlcnsauren Nalrons mit
dernsel bcn rohcn Essigsprit gewonnen.
c) Die Zersetzung der Eisenfliissigkeit wird durch
einen Ueberschuss von Essigsaure auf dns Auralligste bcschleunigt.
d) Wcnn auch aus dcm Vcrsuclie zur Beantwortung
der Frage: Welchen Einfluss die Temperatur wiibrentl
der Bereitung des Eisenoxydhydrats auf die Haltbarkeit
der essigsauren EisenfliissiRkeit habe, das Resultat hervorzugehcn scheint , dass eine hohere Temperatur eine
272
Jaeckel.
leichtere Zersetzbarkeit der Eisenfliissigkeit bedinge, so
wird das Ausschliessliche dieser Antwort doch dadurch
etwas geschwacht, dass das bei hoherer Temperatur dargestelltc 13senoxydhydrat, auch starker abgepresst, also
trockner seworden war.
e) Zweifellos aber ist die Beanlwortung der Frage:
Welchen Einfluss hat die Concentration der essigsauren
Eisenflussigkeit a u f deren Zersetzbarkeit? Die Antwort
lautet dahin : Je hbher das specifische Gewicht diespr
Flussiskeit ist, tlesto mehr ist sie der Zersetzung unterworfen.
Im Ganzen werden die Erfahrungen I3 eck c r’s iiher
die essigsnure Eisenfliissigkeit durch die meinigen bestaiigt. Auch von B e ck e r werden Temperatur, Concentration und Ueberschuss von Essigsaure als Ursachen der
Zerselzung angegeben ; nur muss ich noch hinzufuiigen,
dass cine ungunstige, entwetler zu hohc odcr zu niedere
Ternperatur bei Darstellurig des Eisenoxydhydrats von vorn
herein, wo nicht das Blisslingen der Arbeit, d. h. eine fast
ganzliche Lnaufloslichkeit des IIydrats in Essigsaure, so
doch die Disposition der ferligeu Eisenauflosuns zur
Zersetzung zur Folge hat.
Ueber die Einwirkung des Lichtes auf den Liq. Few.
acet. habe ich keine Versuche angestdt. Sie scheinen
schwierig, weil die. Wirkung des Lichtes von der gleichzeitigen Wirkung der M’rirme kaum zu trennen sind.
Ueber Aschenbestandtheile uod Destillationsproducte einiger Torf‘arten aus der Kahe Berlins;
yon
Dr. H. J a e c l i e l .
-
Bereits seit langerer Zeit mit Untersuchung der chemischen Verhaltnisse des in der Nahe von BerIin auftretenden Torfes beschaftigt, erlaube ich rnir hier eine kurze
Zusamrnenstellung der bisher von mir erhaltenen Resultate,
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