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Zur Kenntnis von Hydrargyrum benzoicum.

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12. R u p p u. A. Herrmann: Hydrargyrum benzoicum.
3
XttSilung aus dem phmmazeutiech-chemhemischen Inetitut
der Universitbt Kbnigsberg.
Zur Kenntnis von Hydrargyrum benzoicum.
V I J I ~E. 11 II p p und A . H e r r ni n 11
11.
(Eingegengen den 20. I. 1914.)
I n Prallkreich mid den Liindern franzos~ch-mediziiiischel.
Schule zahlt das von Professor G a u c h e r - Paris in den Arzneischatz und den Codex medicainentarius gallicus eingefiihrte Mercuribeneoat zu den bevorzugtesten Priiparaten der subkutanen Quecksilberbehandlung. Es sol1 von milder Wirkung, nur sehr wenig
atzend und nicht eiweiflflillend sein, also Eigenschaften besitzen.
wie sie dem Hydrargyrum salicylicunz D. A.-€3. zugeschrieben
werden.
Diese angebliche Uebereinstinimnng der medikamentosen Eigenschafthn beider Priiparate muR vom chemischen Standpunkte aus iiberraschen und veranlaote uns zu einer Uoberpriifurig
des Benzoates.
DaD dem ,,QueckBilbersaliCylat~',d. h. Mercurisalicylslureanhydrid eine Sonderstellung zukommt, ist nach dessen Konstitution
~selbstvemtandlich, da es das Queckdber in ungemein feRter aroinatiRchor Rindung, also in nicht ionisiertm Form enthalt :
coo -'"OH
DQRMercuribenzoat hingegen ist ein echtes Quecksilbemalz:
C,H,. COO
C,H, .CO07=g + H,O.
DaR dessen Wirkung eine wesentlich andere sein sollte wie
die der iibrigen, Mercuriionen in Losung sendenden Queckdbersnlze, ist schwer einzusehen.
Die gebriiuchlichste Ordinationsweise f i i r das in Wasser nahezu unlosliche Quecksilberbenzoat besteht in einer L6slichmachung
[lurch Kochsalzzusatz, z. B. Hydrarg. benzoic. 1,0, Natr. chlorat.
pur. 0,76-2,0, Aq. deatill. ad 100,O. Wii wendeten line also zunilchst
(lor Aufklarung dieses Losungsprozesees zu. Die herkommliche
Annahme einer einfachen mechanischen Loslichkeitsbeeinflussung
orschien uns unhaltbar.
I*
4
E. H u p p u. A.
H e r r m o n n : Hydrorgyrcllii be1izoicurn.
Angesichts rler spielenden Leichtigkeit, mit der das Quecksilber unter Urnstiinden kernstandig *wid, war es nicht nndenkbnr.
clan in Kochsalzlosung die (Ihlornatriuinverbindung der von
D i m r o t h1) beschriehenen Mercurihenzoesaure gebildet wirtl
l)a diese Verbindung strukturidcntisch ist init der C'hlornatrium-Arlditionsverhindiiii~von Hydrar~yrzinisalicylicuni
-OH
C,H,-COONa
- H@l
(2)
(3)
(11,
so ware eine Wirkuiigsiihnlichkeit beirler Prlpnrate wohl verstiindlich.
Handelt es sich uin eine derartige Umlagerung, so mul3te die
Loslichmachung des Mercuribenzoates clurch eine nionomolare
Chloriiatriiimmenge hrrheifiihrhar sein und der Losung mui3te
sich durch Aether die Hiilfte der Benzoesaure entziehen lassen.
Der Versuch- ergab. da13 imin einer bimolaren Chlornatriummenge
berlarf, und daR durch Aether nur Spuren von Benzoesaure extrahierbar sind. Hingegen werden hetrachtliche Rlengeii von fubliniat
v o n RI e r c 11 r i ausgelost.
e r 1, ii s 11 11 g s 11 r o z e R
b e n x o a t i n K o c h s a l z b e s t e h t a l s o i n e i n e r UinM e r c ~ r r i c h l o r i d untl
Natriumsetzung zu
\I e n z o a t :
Nachdem durch Vorversuche feHtgestellt war, dalj mindestens
zwei 3101. Chlornatrium und die zehnfache Wmwsermenge ziir Loslichmachung des Mercuribeiizoatus erlorderlich &id, wurden 5 g eines
reinen, laut Analyse 20" Feurhtigkeit enthaltenden Praparates, init.
1,2B g Kochsnlz ( 2 Mol.) nebst \Vasrer aiigerieben und auf ein Voliini
von 50 ccm ergiinzt. Die triiblirhe Losung wiirde filtriert iind im Scheidetrichter viermal mit je C R . 20 ccm Aether aiisgenchiittelt. Nach dein
Verdunsten des Aethem hinterblieben 2, I g eines farblosen, krystallinen
Ruckstaxidea. 10 g Renzoat in 2.5 g Kochsalr. und 100 ccxn Wamer
geloet, hinterliel3en 1,65 g Aetherext,raktionwiickstand. Aiif Quecli.
silberchlorid berechnet hiitten 2,s bezw. 4,45 g verbleihen miissen.
Mehr als viermalige Ausschiittelungen waren nicht nngangig, d a sich
die wiiwerigeii Losungen ~llmiihlichqii~ckailheroxydfRrbigtriihten.
Berl. Berichte 35, 2870.
*) Des WaseerlijslichkeitsvRrhitltnis von Benzoesiiure wird h i
1o/oiger Benzoatlosung nicht iiberschrit ten.
l)
E. R u p p
ti.
A. H e r r m a n n : Hydrargyruui benzoicuin.
5
Die \'erdunstungsriickstiinde wurden aus \j7'asser unikryst.allisiert.
DU sie geringe Mengen eines in Waaser schwerloslichen Korpers enthielten, der die Eigenscheften der Benzoesiiure zeigte, so wurde nur
mit lauwarinem Wasser behandelt, vom ungelosten Rest abfiltriert
und bei miiRiger Wlrme abgedunstet. Die abgeschiedenen Rrystallnadeln, welche unschwer als Sublimat zu erkennen waren, lieferten
nach nochmaliger Urnlosung die charakteristischen strahlig-aggregierten
KrystallspieRe. Dieselben gaben alle Resktionen das Sublimates. Ihre
wilsserige IZsung reagierte sauer, auf Kochsalzzusatz wurde die Reaktion
neutral.
Bei der gewichtsanalytischen Queclrsilber- und Chlorion-Bestimmung lieferten 0,135 g Substanz erster Krystallisation
0,1108 g HgS = 0,09529 g Hg = 70,59?/,. Berechnet 73,s"; Hg
und 0,1327 g AgCl = 0,03282 g C1 = 24,310ib.
,,
26,2:&
C1
0,2017 g Substanz zweiter Krystallisation lieferten:
0,1731 g HgS = 0,1492 g Hg = 73,97%. Berechnet 73,80; Hg
0,1728 g HgS = 0,1491 g Hg = 73,840/.
,,
7 3 8 % Hg
iind 0,213 g AgCl = 0,06269 g C1 = 26,12y0. Berechnet 26,20,; C1
0,2162 g AgCl = 0,05202 g CI = 26,2y;.
,,
26,20/o C1
In einem weiteren Versuche wurden 10 g Mercuribenzoat mit
\+?asser und 8 g Kochsalz = 4 Mol. iiberschiissigem Chlornatriuni in
Loflung gebracht. Der Aetherextraktions-Richtand betrug nunmehr
nur 0,39 g. Dieses Verhalten entspricht durchaus dem des Sublimatm,
von aelchem sich einer wiirrserigeii IZsimg beinahe nichts inehr entziehen
ILRt,, sobald die Alkalichloridmenge den Betrag von vier Mol. erreicht.
+
Versuch: 5 g Sublimat + 2,16 g NaCl ( = 2 Mol.)
100ccm
Wasser lieferten 2,34 g Aetherauszugsruckstand - also die Hiilfte.
5 g Sublimat
4,s g NaCl = 4 Mol. + 100 ccm U'rtsser lieferten nur
noch 0,24 g Aetlierauszugsruckstflxid.
+
Mit der Subliniathildung in Mercuribenzoat-Kochsalzlosungen
steht auch in beater theoretischer Uebereinstimmung die beobachtete Aether-Ausrtchiittelbarkeit kleiner Benzoesiiuremengen.
Der Sublimat ist hydrolytisch dissoziiert (saure Rcaktion). Er
wird demgeniaa aus dem gebildeten Natriumbenzoat Spuren von
Benzoesaure entbinden. Entfernt ma.n diese durch Aether, so
wiederholt sich der Gleichgewichtsvorgang p d schliealich muR
eine zur Abscheidung von Quecksilheroxyd fiihrende HydrosylionenKonzentration auftreten. Wie oben erwahnt, stellte sich in der
Mercuribenzoat-Kochsalzl6sung nach der vierten Aetherausschtittelung Gelbtriihung ein. Genaii derselbe Zustand war erreicht,
Mol.)
3,2 g
nachdeni wir eine Losung von 2,7 g Sublimat
Natriumbenzoat (l/&,,Mol.)
1 0 0 ccm Wasser viermnl init Aether
unsgeschiittelt hatten.
+
+
G
E. R u p p u. A. Herrinann: Hydrargyrum benzoicum.
Einer Priifung unterzogen wir des weiteren den der Quecksilberbenzoatlosung nachgeruhmten Vorzug, daI3 sie EiweiD nicht
fallen soll. Zu diesem Zwecke wurden folgende, gleich groBe HgRlengen cnthaltenden Losungen hergestellt.
1 . Sublimatlosung, 0,G g HgCl , Waeser ad 100 ccm.
2. Sublimat-Natriumbenzoatlosung, 0,6 g HgCl,, 0,72 g
Ntl-Benzoat, Wasser ad 100 ccni.
3. Quecksilberbenzoat-Kochsalzlosung, 1,0 g Hg-Benzoat,
0,26 g NaC1, Wasser acl 100 ccin.
J e 1 ccm dieMr Losungen zu 20 ccni stark verdunnter EiwuiDldsiiiig gefiigt, erzeugteii sehr starkc: und gleich intensive Fallungen.
Die Liisungen wurden nun mit steigenden Kochsalzmengen
versetzt und wiederum, wie angegeben, mit EiweiD geprtift. Die
Fallungsintensitiiten waren wiederum in allen drei Fallen dieselben.
Bei einem Ueberschusse von
0,6 g NaCI entstand sofort starhe Opaleszeiu,
1,0 g NaCl entstand nach 3 Minuten sichtbar werdende Opaleszenz.
1,ti g NaCl entstand nach 10 Minuten kaum erkennbare Opaleszenz.
D a s Verhaltexi g e g e n EiweiD r i c h t e t sicli
also lediglich nach dem Kochselzgehelte.
Nach allen angestellten Erhehungen stimmen also Quecksilberbenzoat-Kochsalzlosungen iiherein mit QuecksilberchloridNatriumbenzoatlosungen iiquivaienten Hg'.-Gehaltes und entspiwchenden Kochsalziiberschusses.
Zuni Beispiel die von
G a u c h e rl) enipfohlene Injektionsldsung
Zfydrarg. benzoic. 1,0, h'ntr. ciilwaf. 0,75, A q . ad 100 ccni
rntspricht einer Losung von
iiydrarg. bichlorat. 0,69, Nntr. benzoic. cryst. 0,$2, Natr. chloral.
0,6, Aq. ad 100 ccm.
So iiberraschend der Befund anbetrachts der dem Mercuribenzoat zugeschriebenen Sondereigenschaften ist, so zwanglos erkliirt er sich vom chemischcn Standpunkto aus. Daa Quecksilberbenzoat ist ein normal dissoziiertes Salz, der Sublimat b e i t z t einen
abnorm niedrigen Dissoziationsgrad und demgem&D ist seine Bildungstendenz eine auflerordentlich grolle. DaD auch Mercurisulfet
und Mercurinitrat sich mit Kochsalzlosung glatt zu Sublimat urnsetzen, wurde ehedem von E:. R u p p und W. K 1 e e*) gezeigt.
Eine weitere Ordinationsweise fur Quecksilberbenzoat beateht
darin, drtwelhe diirch einen reichlichen Zusatz von Animonbenzoet
-__
Presse medicale 1902, No. 39.
') Ap0th.-Ztg. 1910, NO. 26.
l)
Merck's Berichte XVI., 84.
E. R u p p
11.
A. Horrrnann: Hydrargyrm benzoicum.
7
wasserloslich zu macheu. Zum Beispiel If ydrary. benzoir. 1,0,
Amnum. benzoic. neutr. 5,&10,0, Aq. deatill. ad 100 ccml). Wir
der Versuch zeigt, bilden 6 g Ammonbenzoat auf 1 g Mercuribenzoat
das Minimum. Dieser hohe Bedarf ist auffillig. Nach Angabe d e ~
franzosischen Codex sol1 auch Natriumbenzoat Losung herbeifiihren.
Dies ist aber nur spurweise der Fall - KO ccm 10yoiger Natriiimbenzoatlosung hatten nach einstiindigem Schiitteln nur 0,045 g
Mercuribenzoat aufgenommen. Daraus folgt, da8 es sich nicht
um eine molekulare Doppelsalzbildung zwischen Mercuribenzoat
und Alkalibenzoaten im allgemeinen handeln kann, sondern daH
eine Umsetzung xwischen Mercuri- und Ammoniumionen vorliegt .
Bei der starken Hydrolysierbarkeit des Mercuri- und Ammonbenzoatas war die Entstehung des Mercuriammonkomplexes kaum
zweifelhaf t,.
Im Sinne der Gleichiing
C,Hs. COO
CaHbCOONH, =
C,H, COO^^^ +
H OH
O~:;PNH~. COOC,H,
4 C,H, .COOH
+
onteteht das Benzoat der M i 1 I o 11 'schen Base. Die vier Nolekule
nbgespaltener Benzoesiiure losen sich zu uberseurem benzoesaureii
Ammonium C,H,COONH, .C,H,. COOH auf - daher der polymolare
Bedarf an neutralem Ammonbenzoat.
SchlieBlich stellten wir noch Ermittelungen an iiber die
rationelhte Darstellungsweise des Mercuribenzoates. K. K o 11 02)
empfiehlt in seiner iiberaus instruktiven und fur die pharmazeutische
Praxis hochst beachtenewertan Abhandlung ,,Ueber die Anfertigung
von gefiillten Ampullen" die Herstellung durch Diggestion einer
BenzoesSiure-Aufschwemmung init frisch gefiilltem Quecksilberoxyd und z w e i m a 1 i g e Krystallisatioii. Dime Bereitungsweise wurde ehedem von B. F i s c h e 9 ) beschrieben. Sie ist
auch in Lehrbiichern vorzugsweise empfohlen. Nichtsdestoweniger
ist gerade diem Darstellungsweise die ungeeignetste und uinst iindlichsts.
Es gelingt selbst nach vielstundigem Erhitzen kauin das
Queckailberoxyd mit der berechneten Benzoesauremenge restloe
umzwetzen. Tnfolgedessen ist auch das resultierende Benzoat
l) D 6 s e s q u e 11 e s. Revue de th6rep. mbd. chirurg. 1002, No. 8.
Merck'a Berichte XVI., 84.
)' Phsnnazeut. Centralhelie 64, No. 47.
Neuew Anneimitbl.
8
E. R u p p u. A. Herrrnanii: Hydrargynun benzoicum.
nie vollkommen farblos und mu13 ails heil3em Wassor unikrystahiert
werden. Dies erscheint den Biichervorschriften nach ganz einfach.
In prari kaiin davon hei einigermaOen groI3eren Mengen kauni die
Rede sein, da die WRsserloblichkeit des Benzoates selbst bei Biedehitze eine sehr geringe ist. Nach iinsereii Versuchen betragt clas
lbslichkeitsverhaltnis bei Zimrnecteiiiperatur 1 = 3330, bei Wawerbadtemperatur 1 = 230. Zur Uml6sung von 100 g Mercuribenzoat
waren also etwa 20 Liter destilliertes Wasser erforderlich. Koinmt
hoch hiiim, daR das Mercuribenzoat sich auch insofern wie eiii
normal dissoziiertes Qtiecksilbersalz verhalt als es in heiReiii Wasser
iiierkbar hydrolysiert .
Versuch : 20 g Mercuribenzoat wurdeii mit 1 Liter siedenrlem
Wasser angeruhrt, die Lijsung ward abfiltriert und zur Krystallisation
gestellt. Dus ungelost gebliebene Benzoat wurde in gleicher Weise
noch zweimal mit heil3em Wasser behandelt. Es resultierten so
drei farblose feinnndelige Krystallportionen. Aeit Oerlich waren dieselberi ununterscheidbar, hei der Lijsung in Sole jedoch blieh
Krystallisation I klar, Krystallisation I1 zeigte eiiie gelbliche Oxydtriibung, Krystallisation 111 einc gelbrote Oxyrlfallung. D i e
Priiparate waren also zunehmend basischer
g e w o r d e n - d i e K r y s t a 11 p o r t i o n e 11 w a r e n
K r y s t a l l f r a k t i o n e 11.
Das Mercuribenzoat ist seiner garizen Natur nach kein
Krystallisationspraparat, soiirlern eiri F#llungspraparat, daa am
besten durch Umsetzung eines loslichen Mercurisauerstoffsalzes mit
Natriunibenzoat hergestellt wird. Itecht zweckmallig befanden wir
die Bereitungsvorschrift des franzosischen Codex : I n einer Mischung
r o n 10 g Eisessig und 100 g Wasser lest man 10 g gelbes Quecksilberoxyd auf und riihrt eine Natriumhenzoatlosung 14 = 100
hinzu. Der Niederschlag wird bis ZUIII Verschwinden der sauren
Reaktion iiiit Wasser dekantiert, gesainnielt und auf dein Wasscrbad getrocknet').
Man gewinnt auf diese Weise in kiirzester Zeit ein blendend
weiOes, lockeres, mikrokrystallines Praparat. Da etwas fiberschiissiges Mercuriacetat angewendet wird, fallt zuverlassigerweisc
keine ungehundene Beiizoesiiure.
0,6 g einee so hergestellten Priiparates lieferten bei der Analyee
0,2608 g HgS = 0,216 g Hg = 43,26y0. Borechnet 43,6y0 Hg.
1) Die QuecksilberacetRtloeiing ist kalt zu bereiten, d m i t kein
Mercuroacetat entstehe. Der Hydrolyea wegen waache m a n den
Benzoatniederschlag nicht langer als erforderlich.
F. Lelimenn: Argentum colloidalu.
9
%uaammeniassnng:
1. Das Mercuribenzoat ist kein Krystallisstions- soiiderii eiii
Fiillungspraparat.
Enipfehleiiswert ist die Bereitungsvorschrift
des franzosischen Arzncibuches.
2. Die fiir lnjektiorlszwecke iibliche Aiiflosung des Mercuribenzorttes in Kochsalzlosung hesteht in eiiier Uinsetzung zu Subliruat
und Natriumbenzoat.
3. Auch die Loslichmachung durch Amnionbenzoat ist keiii
einfacher Losungsvorgang, sondern eine Umsetzung zuin Mercurinmnionkoniplex.
4. Me angebliche Nichtflllbarkeit von EiweiB durch Blercuribenzoatlosungen ist dahin richtig zu stellcn, daR tlas Verhalten
tleni von Snbliniat-Kochsalzlosungen entspricht.
Ztteilung aua dem pharmazeutisch-chemiachenInetitut
der UniversiUt Kdnigsberg.
Ueber eine einfache hhaltsbestimmung
VOP Brgentum colloidale.
Ton F. L e h m a n n .
(Eingegangen den 20. I. 1914.)
Es ist wiederholt als ein Mange1 bezeichnet worden, daR das
Arzneibuch fur Argentum colloidale keinen Mindestgehalt an Silber
und demgemaB auch keine Gehaltsbestimmung vorschreibt, da
im Handel haufig minderwertige Praparate zu finden sind. So
berichtet L i n c k el), daB Handelsinarken von bis zu 20% geringerem Silbergehalt vorkommen, als ihn das Originalpraparat
Collargol-Heyden aufweist, und die Firma H e y d e na) teilt mit,
daR nach ihren Untersuchungen der Silbergehalt von aus dem
Handel entnommenen Proben von Argent~wn colloidale zwischen
53 und 79% schwanke.
Das Fehlen einer Gehaltsbestiminung ist um so auffiilliger,
a18 das Anneibuch fur das weit silberarmere Albunlosesilber einen
hestimmten Silbergehalt fordert und auch eine genrtue Anweisung
l)
Berichte
der
Deutscheri
Pharrnezeutischen Gesellschaft
1911, 183.
2,
Phannazeutische Zentrelhalle 1912, 141.
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