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Zur spektralphotometrischen Bestimmung von steroiden und triterpenoiden Verbindungen. 2. Mitt

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515
Spektralphotometrische Bestimmu ng von Steroiden
305/72
b. 0,28 g 111b werden in lml konz. H2S04 gelost, die kalte Losung mit einem Gemischvon 0,45 ml
konz. HNO, und 0,6 ml konz. H2S04 versetzt, 1/2 Std. stehengelassen, anschlieknd auf Wasser
gegossen, wobei ein Niederschlag wie bei a. erscheint. Mischschmp. ohne Depression.
Durch Nitrierung des 2-Phenyl4chlormethyl-5-bromoxazols
entsteht 2-pNitropheny14-chlormethyl-5-bromoxazol, das aus warigem Xthanol umkristallisiert einen Schmp. von 145 - 147'
aufweist und mit der durch Bromierung des 2-p-Nitrophenyl4chlormethyloxazolserhaltenen Verbindung identisch ist.
CIoH6BrCIN2O3 (317,s)
Ber.: N 8,82;
Gef.: N 8.69.
TabeUe 5:Verbindung VI (b-d)
X
VIb
VI c
VI d
CH3
Br
Cl
Y
NO2
NO2
NO2
Schmp.'
(Xthanol)
Summenformel
(Mo1.-Gew.)
Ber.:
N%
Gef.:
130 - 131'
CllH8BrC1NZ03
(3313)
8,44
8.48
(396,4)
7,06
7,05
Cl$~BrC12N203
(35 1,9)
7,95
7,88
132'
118 - 120'
CldSBr2C1N203
Hydmlyse der Nilroderivate
0,lO g ( V b, VI b) werden mit 10 ml l0proz. Salzsaure und 5 ml Wasser versetzt, am RiickfluBkuhler 4 Stunden gekocht. Beim Erkalten scheidet sich die Nitrotoluolsaure ab. Schmp. 190'.
Anschrift: Prof. Dr. I. Simiti, Cluj (Rumhien), Str. V. Babez 41
[Ph 771
Th. Kartnig, R. Danhofer-Nohammerund 0. Wegschaider
Zur spektralphotometrischen Bestimmung von steroiden und
triterpenoiden Verbindungen
(2. Mitt.)
Aus dcm Institut fur Pharmakognosie der Universitat Graz
(Eingegangen am 16. Juli 1971)
Am Beispiel einiger steroider und triterpenoider Aglykone wird der Einflul3 der Zucker auf die
UV-Absorption in konz. Schwefelsaure aufgezeigt. Weiter wird die Abhangigkeit der UV-Absorption in konz. Schwefeldure von der Umsetzungstemperatur und -zeit untersucht. Aus den
Ergebnissen wird der SchluD gezogen, da5 nur die genaueste Einhaltung der Versuchsbedingungen reproduzierbare Ergebnisse gewahrleistet.
516
Kartnig, Danhofer-Nbhammerund Wegschaider
Arch. Pharmaz.
Spectrophotometric Determinationof Steroids and Triterpenoids
The influence of sugars on the uv-absorption of steroid und triterpenoid aglycones in concentrated sulfuric acid was investigated. The effect of reaction time and temperature on the absorption was studied. Reproduceability of results (absorption) depends to a very high degree on
the accuracy of the conditions of measurement (temperature, time and concentration of sulfuric
acid).
Wahrend uber die spektroskopische Untersuchung von Steroiden und verwandten
Verbindungen in konzentrierter Schwefeldure 2.T. sehr ausfuhrlich berichtet
wird'
konnten wir uber die Verwendung dieser Moglichkeit zur Bestimmung
von Saponinen keine Hinweise in der Literatur finden. In unserer ersten Mitteilungs)
wurde lediglich auf die prinzipielle Moglichkeit einer Bestimmung auch kleinster
Saponinmengen auf diesem Wege hingewiesen. Im folgenden sei uber einige Erfahrungen bei der Bestimmung dieser und glykosidischer Verbindungen durch UV-spektroskopische Messung in konz. Schwefeldure berichtet, wobei auch Zusammenhange
zwischen der Struktur und W-Absorption in konz. Schwefeldure niher untersucht
wurden. Weiter wurde der EinfluB von Zuckern auf die Absorptionsspektren sowie
die Abhangigkeit der Absorption von der Ausfiihrung der Messung untersucht.
12*374),
1. Struktur von Sterolen, steroiden und triterpenoiden Aglykonen und deren UV-
Absorption in konz. Schwefelsaure
a. Sterole: Die Spektren der untersuchten Sterole') (Chole-, Stigma-, P-Sito-, Campe-,
Lano-, Ergo- und Lumisterol) wiesen mit Ausnahme von Ergo- und Lumisterol weitgehende Obereinstimmung auf (Hauptmaximum bei 305-320 nm, Hauptminimum
bei 250-260 nm). Dies scheint darauf hinzudeuten, daf3 Unterschiede in der Seitenkette am C-17 im Spektrum nicht sichtbar werden. Wohl aber fuhrt die zweite, in
Konjugation stehende Doppelbindung im Ring ,,B" bei Ergo- und Lumisterol zu deutlich unterschiedlichen Absorptionskurven.
Die OH-Gruppe am C-3 fuhrt.nach4)zur Absorption bei 300-350 nm. Im Falle
der untersuchten Sterole liegt dieses Maximum in den meisten Fallen bei 3 16--3 18
nm, unabhangig davon, ob die Hydroxygruppe frei oder verestert vorliegt. Das Maximum bei 420-430 nm wird durch die isolierte Doppelbindung bei C-5 bewirkt.
Ergo- und Lumsterol mit einer zweiten, in Konjugation stehenden Doppelbindung
im Ring B, absorbieren in diesem Bereich nicht. Da alle untersuchten Sterole auch
A. Zaffaroni, J. Amer. chem. SOC.72, 3828 (1950).
C. Levorato, Farmaco, Ediz. prat. 24, 227 (1969).
G. Diaz, A. Zaffaroni, C. Rosenkranz und C. Djerassi, J. org. Chemistry 17, 747 (1952).
S. Bernstein und R. H. Lenhard, J. org. Chemistry 28, 1146 (1953); 29, 1269 (1954);
25, 1405 (1960).
5 Th. Kartnig und C. Miula, Arch. Pharmaz. 303, 767 (1970).
* H e m Dr. 1. B. Roos, Leiden, sei fiir die Uberlassung von Sterolen herzlichst gedankt
1
2
3
4
305172
Spektralphotometrische Bestimmung von Steroiden
517
bei 5 10-515 nm und bei 230--240 nm ein Maximum aufweisen, durften diese Maxima ebenfalls auf die C-3-OH- Gruppe oder/und die Delta -5-Doppelbindungzuriickzufiihren sein.
b. Digitoxigenin und Strophanthidin
Die Absorptionskurven dieser beiden Aglykone (Digitoxigenin Max. bei 230, 320
und 395 nm, Strophanthidin Max. bei 235 und 420 nm) weisen unterschiedliche
Maxima auf. Die gemeinsame Absorption bei 230-250 nm ist offensichtlich dem
Butenolidring zuzuordnen (Vgl.6)). Die Absorption bei 420 nm wird moglicherweise
durch die Aldehydgruppe des Strophanthidins bedingt.
c. Aglykone steroider und triterpenoider Saponine
a Steroidsapogenine
Wahrend Diaz3) fur das Gitogenin (22-Isoallospirostan-2a, 30-diol) lediglich ein Maximum bei 399 findet, konnten wir beim Digitogenin (22-Isoallospirostan-2a,30, 150triol) ausgepragte Maxima bei 214 und 314 nm sowie schwache Maxima bei 398 und
475 nm feststellen. Das Hauptmaximum lie@bei 3 14 nm,obwohl im Gegensatz zu den
Sterolen im Ringsystem keine Doppelbindung vorliegt. Wie sehr die Lage der Hydroxygruppen die Absorption beeinflufit, kann auch daraus ersehen werden, d B
Diaz beim Chlorigen, das lediglich 2 OH-Gruppen aufweist (22-Allospirostan-3P, 6adiol), ebenfalls drei Maxima (330,400,470 nm) fand.
0. Triterpensapogenine
a-Amyrin-Typus: Ursolsaure: Max 3 14 nm
p-Amyrin-Typus:Primulagenin: Max 316 nm;Quillajagenin: Max. 320, 378,530 nm; Oleanolsiure: Max 310 nm
Lupeol-Typus: Betulinol: Max 316 nm
Smtliche untersuchten Triterpenaglykone besitzen ihr Hauptmaximum, das durch
die Hydroxylgmppe am C-3-Atom bedingt sein diirfte, bei 3 10-320 nm. Die fehlende Doppelbindung im Ringsystem des Lupeol-Typus gegenuber (x- und P-Amyrin
kommt im Spektrum offensichtlich nicht zum Ausdruck. Hingegen diirften die beiden
zudtzlichen Maxima (378 und 530 nm) der Quillajadure auf die in Stellung 4 befindliche Aldehydgruppe allein oder gemeinsam mit weiteren Substituenten zuriickzufuhren sein.
2, Verhalten der Zucker bei der spektroskopischen Messung in konz. Schwefelsiiure
In der 1. Mitt. wurde die Feststellung gemacht, da5 bei der Messung von Glykosiden
in konz. Schwefeldure die Zuckerkomponenten nicht verkohlen und daher die Mes6 B. T.Brown und s. E. Wnght, J. h e r . pharmac. Assoc. Sci. Ed. 49, 777 (1960).
518
Kartnig, Danhofer-Nohamrner und Wegschaider
Arch. Pharmaz.
sung nicht storen. Schon 1967 hat Scott’) eingehende Untersuchungen uber das Verhalten von Zucker bei der spektrometrischen Messung in konz. Schwefeldure angestellt. Dabei ergab sich, da5 durch dieses Verfahren sogar quantitative Bestimmungen
von Zuckern moglich sind.
Im folgenden seien die Maxima jener Zucker angefuhrt, fur die in der Literatur
keine Angaben gefunden werden konnten, die jedoch fiir unsere Untersuchungen
wesentlich waren: Fucose (325), Rhamnose (325), Digitoxose (475,390,325,244)
und Cymarose (475,415,320,236 nm).
Die Spektren der beiden 2-Desoxyzucker (Digitoxose und Cymarose) unterscheiden
sich deutlich von denen der beiden anderen Zucker. Die ausgepragten Maxima der
Fucose und Rhamnose Cjeweils bei 325 nm) gehen nach Scotts Beobachtungen an anderen Zuckern wahrscheinlich auf Furfurolbildung zuriick.
3. EinfluP der Z u c k r auf die Absorptionsspektren yon Glykosiden
Die Absorption von Sterolen, Steroid- und Triterpenaglykonen in konz. Schwefeldure
gehorcht dem Lambert-Beerschen Gesetz. Zur quantitativen Bestimmung ist fur
jedes Aglykon eine eigene Eichkurve zu erstellen. Fur die Bestimmung von Glykosiden muSte festgestellt werden, wie und wie weit die Anwesenheit freier oder
gebundener Zucker die Lage der Maxima oder die Extinktion beeinflussen. Weiter mu5te unterschieden werden zwischen Zuckern, die bei gleicher oder ghnlicher Wellenlange
absorbieren wie das Aglykon,und solchen, deren Absorptionsmaxima in einem anderen Wellenbereich liegen. Die Ergebnisse sind in Tab. 1 zusammengefaf3t. Abb. 1 zeigt
das Verhalten der Quillajadure und ihrer Glykoside.
Bei diesen Untersuchungen wurden den Aglykonef Strophanthidin (25 pg; 2 Std. 30 Min. bei
Raumtemp.), Digitoxigenin (25 pg; 15 Min. bei 60 C) und Quillajasiure (47 pg; 2 Std. 30 Min. bei
Raumtemp.)) die in Tabelle 1 aufgefdhrten Zucker im molaren Verhaltnis zugegeben.
Wie unterschiedlich der EinfluB der verschiedenen Zucker auf die Absorption ist, zeigt schon
das Beispiel des Strophanthins: Durch die Cymarose wird die Absorptionskuwe bzw. die Extinktion des Aglykons kaum veriindert, wahrend die Glucose die Absorption bei 322 nm stark anhebt.
Der Einflu5 der im Quillajasaponin vorhandenen Zucker auf die Absorption kann aus Abbildung 1
sehr gut ersehen werden. In diesen Modellversuchen konnte auch festgestellt werden, dal3 gebundene Zucker oder im gleichen Mengenverhdtnis zugegebene, freie Zucker die gleichen Auswirkungen auf die Absorption des Aglykons zeigen.
Aus den angefiihrten Ergebnissen scheint somit folgendes ersichtlich:
1. Die Gegenwart freier oder glykosidisch gebundener Zucker beeinfldt die Absorption von Steroid- und Triterpenaglykonen in konz. Schwefeldure.
2. Eki Vorliegen von Zuckern, die etwa im gleichen Wellenlhgenbereich absorbieren
wie das Aglykon, kommt es lediglich zur Xnderung der Extinktionswerte. Das AusmaD
der Xnderung ist nach unseren Erfahrungen nicht vorhersagbar.
3. Absorbiert ein oder mehrere Zucker bei anderen Wellenlangen als das Aglykon,
kann es neben der Xnderung der Extinktion auch zur Beeinflussung der Lage der
Maxima kommen (Tab. I, Digitoxigenin).
7 R. W. Scott, W. E. Moore, M. Ef!land und M. A. Millett, Analyt. Biochemistry 21, 68 (1967).
QuiUajasiiure
Quillajasiiure
Quillajasiiure
Quillajasiiure
Quillajasiiure
Quillajasiiure
Quillajasiiure
Quillryasiiure
Ghmuonsiiure
Galactose
Xylose
Rhamnose
Glucuronshe
Glucuronsiiure
Glucuronsiiure
Ghcuronstiure
-
Glucose
Digitoxose
Digitoxose
Digitoxose
Digitoxose
Digitoxigenin
Ihgitoxigenin
Digitoxigenin
Dgitoxigenin
Digitoxigenin
Digitoxigenin
-
Xylose
Xylose
Xylose
-
-
-
Digitoxose
Digitoxose
-
Glucose
+ 1 Mol.
Galactose
Galactose
Galactose
Galactose
Dgitoxose
Digitoxose
Digitoxose
-
-
-
-
Glucose
Glucose
-
-
-
-
Glucose
Cymarose
Cymarose
Cymarose
+ 1 Mol.
+ 1 Mol.
Strophanthidin
Strophanthidin
Strophanthidin
Strophanthidin
Strophanthidin
Aglykon
Tabelle 1: Beeinflussung der Absorption der Aglykone durch Zucker
+ 1 Mol.
542
542
542
254
265
542
258
264
264
398
398
474
474
4 74
470
412
412
412
412
407
0,100
0,100
0,100
0,330
0,05 0
0,100
0,540
0,800
0580
0,197
0,235
0.270
0,496
0 530
0,s 20
0,371
0 375
0,436
0,426
0,303
h M ~ lE
320
320
320
315
320
320
315
320
320
325
322
322
322
322
322
322
322
322
322
0,355
0,400
0.520
0,690
0,720
0,600
1,100
1,400
1,100
0215
0560
0.340
0,420
0.455
0,720
0693
0,290
0,423
0820
h M ~ zE
520
Kartnig. Danhofer-Nohammerund Wegschaider
Arch. Pharmaz.
4. Das zu messende Aglykon muB daher vollig frei von Zuckern sein.
5. Sol1 ein Steroid- oder Triterpenglykosid gemessen werden, so mui3 dies einheitlich
sein. Freie Zucker mussen vollig abgetrennt sein. Wenn moglich, soll die Messung beim
Hauptmaximum des Aglykons erfolgen.
4. Abhhgigkeit der Mefiergebnisse yon &r Ausfiihrung der Schwfelsiiure-Umsetzung
a Menge der zu messenden Substanz: Die optimale Konzentration zur quantitativen
Bestimmung liegt fur die bisher untersuchten Aglykone bei 20 - 80 pg, fur die bhher
untersuchten Glykoside bei 10 - 50 pg pro 3 ml konz. Schwefeldure.
b. Konzentration &r Schwefelsiiure: Obwohl die graphische Darstellung der Abhangig
keit der Absorption von der Saurekonzentration zeigt, daB im Bereich von 90 - 95 %
Schwefelsaurekonzentration die Absorption praktisch gleich bleibt, soll die Saurekonzentration 95 % betragen. Das Losungsmittel, das zum Einbringen der Probe dient, mui3
also vor der Zugabe der Schwefeldure im Trockenschrank vollig abgedampft werden.
k i der Bestimmung nach vorangegangener DC wird das abgeschabte Kieselgel in eine
unten konisch verengte Schliffeprouvette gebracht, 3 ml konz. Schwefelstiure zugegeben, die Eprouvette gut verschlossen, durchgeschuttelt und nach der Reaktionszeit
scharf (60O0,U. pM.) zentrifugiert, Die Hare Schwefeldure wird gemessen. Verwendet
man Mg0') als Sorptionsmittel, setzt man zur Losung desselben 0,2 ml konz. HCl(36 70)
zu und danach erst 3 ml Schwefelsaure. Damit wird die H2S04 auf ca 90 3'% verdunnt.
Diese Verdiinnung m d bei allen zu vergleichenden Messungen beriicksichtigt werden;
ebenso ist die Eichkurve unter den gleichen Bedingungen zu erstellen.
c. Umsetzungstemperatur und -zeit: Der Endpunkt der Umsetzung der zu messenden
Substanz mit der konz. Schwefeldure ist von der Umsetzungstemperatur abhhgig.
Die in der ersten Mitteilung angegebenen Zeiten von 2 1/2 Std. bei Raumtemperatur
oder 15 Min. bei 60" wurden an Sterolen ermittelt. Eingehende Untersuchungen
(Tab. 2) an weiteren steroiden und triterpenoiden Verbindungen ergaben jedoch folgendes:
Messung yon Aglykonen: Die Absorption ist bei allen untersuchten Aglykonen bei 70"
hoher als bei 60" oder Raumtemperatur. Bei der Quillajasiiure konnte bei 70" nach 30
Min. eine gleichbleibende Absorption erhalten werden. Das Digitoxigenin zeigt bei allen drei Umsetzungstemperaturen nicht allzu starke Xnderung der Extinktion, wobei
bei Raumtemperatur eine Umsetzungszeit von 2 1/2 Std., bei 60" und 70" eine solche
von 15 Min. genligt. Stigmasterol ergibt, ebenso wie Digitoxigenin, bei Raumtemperatur annahernd gleichbleibende Extinktion, wahrend bei 60" und 70" ein leichtes Ansteigen der Absorption mit der Umsetzungszeit feststellbar ist.
Messung von Zuckern: Die UV-Absorption von Zuckern in konz. Schwefelsiiurehangt
sehr von der Umsetzungstemperatur und -zeit ab. Bei allen 3 Temperaturen ist mit zunehmender Umsetzungszeit ein starkes Ansteigen der Extinktion zu beobachten, wobei
8 Th. Kartnig, A. Hiermann und G. Mikula, Phannaz. Zhalle Deutschland 108, 177 (1969).
Glucose
(22 MI
Dlgltoxose
(15 Lcp)
Quillajadure
(47 M )
Quillajasaponin
(15c$)
Cymarin
(30%)
Strophanthosid
(50
(25 kl
Strophanthidin
a)
Digitoxin
(25
Stigmasterol
(50 k )
Digitoxigenin
(25 M )
0,240
0,088
0,260
322
256
462
0,150
0,100
0,250
0,240
0,365
0,310
OJ50
320
255
475
378
320
320
255
0,350
0,160
0,270
0,365
0,300
0,25 3
0,365
410
0,310
0,220
0,257
415
415
407
322
237
335
0,272
0,233
0,185
0,225
0,365
0,363
0,397
0,357
0,220
0,232
0,250
0,234
0,266
0,235
0,253
0,378
0,372
0,425
0,368
0,240
0,248
0,252
398
340
235
0,240
0,420
475
390
330
237
412
235
410
237
0,224
0,425
425
316
420
322
240
320
255
463
315
378
310
320
255
0,260
0,025
0,289
0,325
0,395
0,380
0,189
238
322
255
462
418
416
238
0,302
0,475
0,405
-
398
325
235
425
316
0,365
0,410
0,383
0,355
420
60°
0,425
0,200
0,335
0,385
0,295
0,158
0,360
0,120
0,303
0,820
0,467
0,306
0,210
0,270
0,255
0,37 1
0,410
0,395
0,406
0,197
0.2 15
0,280
0,245
0,508
X M ~ E
15 Min.
475
410
322
237
420
2 35
420
237
0,290
0,218
0,260
0,235
0,270
0,260
0,240
0,420
XMax E
X M ~ E
~
Raum temperatur
XMaxE
~
Verbindung
~~
12 Std.
~
6 Std.
~~~
2 112 Std.
~
Zelt
~
Temperatur
TabeUe 2: Abhangigkeit der Absorption von Umsetzungstemperatur und -zeit
432
435
432
0,520
0,205
0,350
0,455
0,270
0,245
0,720
0,228
0,315
0,990
0,s 10
0,298
0,200
0,213
0,258
0,380
0,423
0,441
0,402
0,193
0.210
0,332
0,278
0.5 10
XMMaxE
60 Min.
320
255
375
3 10
463
320
320
255
430
322
240
475
410
322
237
425
235
430
237
398
340
235
425
316
-
0,643
0,275
0,330
0,430
0,288
0,195
0,750
0,242
0,315
0,860
0,500
0,388
0,440
0,4 35
0,420
0,650
0,280
0,330
0,430
0,287
0,195
0,870
0,285
0 280
0,212
0,320
0,402
0.445
0,480
0,680
0,322
0,880
0,517
-
0,300
0,245
0,440
0 214
0,225
0.330
0,640
X M ~ E
60 Mm.
0,225
0,275
0,292
0,650
hMax E
15 Min.
-._____-.
7Oo
--
522
Kartnig, Danhofer-Nbhammer und Wegschaider
Arch. Pharmaz.
daruber hinaus die Extinktion bei 70" etwa 5 Ma1 so hoch ist wie bei Raumtemperatur. Eine gleichbleibende Extinktion konnte bei den von uns gepriiften Umsetzungsbedingungen nicht erreicht werden.
Messung von Glykosiden und Saponinen: Wie bereits festgestellt, beeinflufit die Zukkerkomponente die Absorption des Aglykones. Dies bedeutet weiterhin, da5 die bei
den Zuckern besonders stark zu beobachtende Abhangigkeit der Absorption von der
Umsetzungstemperatur und -zeit auch bei den Glykosiden und Saponinen in einem gewissen Ma5e auftritt. Bei der Messung dieser Substanzen bei 60" und 70" konnten jedoch bei allen untersuchten Glykosiden und Saponinen auch bei verschiedenen Umsetzungszeiten relativ stabile Extinktionswerte bei einem oder mehreren Maxima beobachtet werden [Digitoxin (Max. 4 7 9 , k-Strophanthosid (Max.430), Quillajasaponin (Max. 320 u. 255 nm)].
Schluj3folgetung: Auf Grund der Abhangigkeit der W-Absorption in konz. Schwefeldure von Temperatur und Zeit konnen reproduzierbare MeDergebnisse nur bei genauester Einhaltung der Versuchsbedingungen erhalten werden. Prinzipiell scheint es moglich, jede me6bare Verbindung nach Umsetzung bei Raumtemperatur, 60" oder 70"
oder einer anderen Temperatur zu messen. Die fur die Erstellung der Eichkurven verwendete Temperatur mu5 allerdings beibehalten werden. Die Wahl der Umsetzungstemperatur wird sich nach den besonderen Erfordernissen der jeweiligen MeDreihe
richten. Bei niederen Umsetzungstemperaturen ist wohl die Extinktion niederer, damit aber auch naturgemti0 der Zeit- und Tempsraturfehler. Hohere Umsetzungstemperaturen ergeben hohere Extinktionswerte, weisen jedoch als Nachteil gro5ere Fehlermoglichkeiten hinsichtlich Zeit und Temperatur auf.
Ausj%hrung der Umsetsung mit konrentrierter Schwfcl&ure
Die Losung der zu messenden Verbindung, entsprechond 10 - 80 @
./ Substanz, wird mittels Feinburette oder Pipette mit 1pl Teilung in ein 10 ml fasaondes, mit Schliffstopfen zu verschliefiendes
Reagenzglas (Eprouvette) gebracht und das Losungsmlttel im Trockenschrank vallig entfernt. Anschlidend fugt man 3,OO ml konz. SchwefeMure (95 %) zu, verschlidt, schuttelt gut durch und bel a t entweder 3 Std. bei Raumtemperatur oder 30 Min.hei 60 " oder 70" (Wasserbad oder Trokkenschrank). Bei Umsetzungstemperaturen von mehr als Raumtemperatur kiihlt man nach Ablauf der Umsetzungszeit unter flidendem Wasser auf Raumtemperatur ab. Anschlidend f a t man
aus der bisher gut verschlossenen Eprouvette in eine Quarzkhette (1,OO cm Schichtdicke) und m a t
in einem Spektralphotometer gepen 95proz. Schwefelstiure. Die Standardabweichung betdgt fh
die bei Raumtemperatur gemessonen Aglykone 2,5 %, fdr die Clykoside und Saponine 3,2 %. Bei
70" Temperatur ergab sich f h die Aglykone eine Abweichung von 1.8 % und f h die Glykoside
von 2.0 %. Bei mehreren Messungen eines Wertes mussen getrennte SchwefelsiureAnsitze gemacht
werden. M a t man ein und dieselbe Probe mehrmals nacheinander (2. B. nach 15, 30 und 60 Min.),
so wird durch die Einwirkung der UV-Strahlung die Absorption der folgenden Messungen zusatzlich erhoht.
Anschrift: Prof. Dr. Th. Kart*,
A-8010Graz, Universitatsplatz 4/1
[Ph 781
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