close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

Die Bedeutung des Saponinvorkommens innerhalb der Ranunculaceentribus der Anemoneae fUr die Pflanzensystematik.

код для вставкиСкачать
217
Die Bedeutung des Saponinvorkommens
Die experimentellen Belege ,der hier mitgeteilten Tatsachen
finden sich in den angefuhrten in den Pharmaceutica Acta Helvetiae
erschienenen Arbeiten von H a u s e r und mir.
N a c h s c h r i f t (bei der Korrektur).
Weitere Versuche (Uberfuhrung des Aloeremodinianthranols in
ein 1,8sDioxybmethyl~anthranol&iazetat, Fp. 236O 9, machen es glaubs
haft, da8 das Aglykon des Aloins (aus Handelspraparat und Barbr
aloin) das 1,8sDioxy~anthranolr(9s)karbinols(3) ist und also folgende
Formel besitzt:
(%fi
OH
.CH,OH
H
454. E. Gilg und
P. N. Schurhoff:
Die Bedeutung des Saponinvorkommens innerhalb der
Ranunculaceentribus der Anemoneae fur die Pflanzensystematik.
Eingegangen am 24. Februar 1932.
Die nachfolgenden Ergebnisse stutzen sich auf die auf unsere
Veranlassung und unter unserer Kontrolle vorgenommenen Unterr
suchungen des Herrn cand. pharm. Gunther S c h n e i d e r aus
Berlin und sind in der Berliner Dissertation des Genannten ausfuhrr
lich wiedergegeben.
Es ist bekannt, da8 das Vorkommen bestimmter chemischer
Pflanzenstoffe fur die Pflanzensystematik von Bedeutung sein kann,
indem teils ganze Pflanzenfamilien durch gleiche oder ahnliche cher
mische Korper gekennzeichnet sind oder aber bestimmte Unters
gruppen einzelner Pflanzenfamilien, wahrend andererseits gewisse
chemische Verbindungen, wir nennen nur Kumarin und Koff ein, obs
wohl sie in verschiedenen Pflanzenfamilien vorkommen, sich bisher
fur die Pfanzensystematik als nicht brauchbar erwiesen haben.
Eine groI3e Verbreitung im Pflanzenreich besitzen nun die Sapor
nine, und es ist Aufgabe der vorliegenden Veroffentlichung, an
einer begrenzten Pflanzengruppe zu priifen, ob sich das Saponins
vorkommen fur die Pflanzensystematik venverten lafit, und bee
jahendenfalls die bisherige systematische Einteilung dieser Pflanzenr
gruppe an dem Saponinvorkommen kritisch zu prufen.
Da es sich hier urn die einfuhrende Arbeit einer groBeren Reihe
von Untersuchungen handelt, seien einige Angaben uber die Methos
9)
Journ. Amer. chem. SOC. 53, 4114; Chem. Ztrbl. 1932, I, 228.
Archiv und Beriehte 1932.
15
218
E. G i l g und P. N. S c h i i r h o f f
dik vorausgeschickt. Die angewandte Methode des Saponinnach::
weises ist das Blutgelatineverfahren von K o f 1 e r I).
Zur Herstellung der Blutgelatine wird Gelatina alba in bestimm:
ter Menge in einem moll30 Phosphatpuffergemisch, das einen Zusatz
von 0.7% NaCl enthalt, gelost. Sodann wird zur Klarung EiweiR in
bestimmter Menge zugesetzt, % Stunde gekocht und heii3 durch
Watte filtriert. Die noch warme Gelatinelosung wird sodann mittels
n:NaOH oder nsHaP04 genau auf die Wasserstoffionenkonzentration
PH = 7.4 eingestellt, in Eprouvetten gefullt und im stromenden
Wasserdampf sterilisiert. Diese verflussigte Gelatine wird zum
Hamolyseversuch mit etlichen Tropfen Kaninchenblut versetzt, wo:
bei die Temperatur der Gelatine 40O C nicht iibersteigen darf.
Unter Hamolyse versteht man die Auflosung der Erythrocyten
unter gleichzeitigem Austritt von Hamoglobin. Diese Auflosung ist
bci dem Einlegen eines saponinhaltigen Schnittes in Blutgelatine
direkt zu beobachten. Es bildet sich ein sogenannter hamolytischer
'Hof, der im Gegensatz zu der unbeeinfluRten Blutgelatine durchs
sichtig ist. 1st die Gelatine in starkerer Schicht aufgetragen, so kann
der Hof auch eine rotliche Farbung, von ausgetretenem Hamogiobin
herruhrend, aufweisen.
Fur die Untersuchungen stand frisches Material nur in begrenzter
Menge zur Verfugung. Das notwendige Herbarmaterial wurde zwolf
Stunden in so vie1 physiologischer Kochsalzlosung aufgeweicht, d a 8
die Menge der Flussigkeit vollkommen von dem Pflanzenmaterial
aufgenommen wurde. Als Beobachtungsdauer zur Entscheidung uber
positiven oder negativen Reaktionsverlauf erwies sich eine Zeit von
sechs Stunden als ausreichend.
Ehe wir auf das eigentliche Thema ubergehen, mochten wir err
wahnen, daB die ersten Versuche an verschiedenen Gattungen d e r
Familie der P r i m u 1a c e e n unternommen wurden; es zeigte sich,
dai3 alle Gattungen und im einzelnen auch eine groi3e Anzahl Arten
der Gattung Primula eine starke Saponinreaktion gaben, wahrend
saponinfreie Arten nicht aufzufinden waren. Hieraus ergab sich,
da8 diese Familie fur eine systematische Auswertung des Saponinr
vorkommens unbrauchbar war.
Gehen wir nunmehr uber zu den Untersuchungen innerhalb der
Ranunculaceentribus der Anemoneae, so erhalten wir folgendes Bild
in kurzer Zusammenfassung:
C l e m a t i s.
S e c t i o I. P s e u d a n e m o n e .
S p a t h u 1 i f o 1i a e I u n d V i 11 o s a e c G r u p p e.
Der chemische Befund ist bei der gesamten Sektion Pseudanemone
eindeutig positiv. Die Arten dieser Sektion stellen einen in sich geI
schlossenen Formenkreis dar, ausgezeichnet durch eine weitgehende
Einheitlichkeit in ihrem Habitus und in der Knospendeckung ihrer
Bluten. Auch der eindeutige chemische Befund wie das engbegrenzte
I)
K o f 1 e r , L., Die Snponine, Wien 1927
219
Die Bedeutung des Saponinvorkommens
Verbreitungsgebiet lassen eine nahe Verwandtschaft der Arten dieser
Sektion deutlich erkennen.
S e c t i o 11. V i o r n a .
C r i s p a e I G r u p p e.
Der chemische Befund ergab sich bei den Crispae als durchs
gehend negativ.
T u b u 1o s a e r G r u p p e.
Der chemische Befund ist bei den Tubulosae teils positiv, teils
negativ, aber so, dai3 die Untergruppe a eine rein positive, die Untero
gruppe b eine rein negative Reaktion gibt. Es geht also mit den
morphologischen Unterschieden ein chemischer Hand in Hand. Er
stiitzt und rechtfertigt die bei den Tubulosae von P r a n t 1 vorr
genommene Gruppierung.
A t r a ge n a e 5 G r uppe.
Der chemische Befund ergab bei der Pr a n t lschen Unterr
gruppe a negative bei der Untergruppe b positive Reaktion. Es
ergibt sich also auch hier neben dem morphologischen ein chemischer
Unterschied. An die Untergruppe b Clematis japonica Thunbg. muD
man auch Clematis montana Buch. anschliefien, die P r a n t 1 zu den
Rectae stellt. Zweifellos besteht hinsichtlich des Habitus, der Blattr
und Blattchenform wie auch der Blutenanordnung bei Clematis
montana Buch. und Clematis japonica Thunbg. eine Ubereinstims
nung. Bei beiden s h d die Blltter gedreit, die Blattchen eiformig bis
lanzettlich, ganzrandig bis gezahnt, die Bluten stehen einzeln oder
zu mehreren axillar an den Seitensprossen. Beide sind kletternde
Straucher bis Halbstraucher. Der chemische Befund ist bei beiden
positiv. Freilich sind auch innerhalb der Blute geringe Differenzen
vorhanden in der Ausbildung der Sepala, die bei C1. montana Buch.
wahrend der Blute abstehen und geflugelt sind, bei C1. japonica
Thunbg. keine Flugel besitzen und aufrecht stehen, und in der Ber
schaffenheit der Filamente, ,die bei C1. montana Buch. fast kahl, bei
C1. japonica Thunbg. behaart sind. Immerhin durften diese geringen
Unterschiede einer Einreihung der C1. montana Buch. unter die
Untergruppe b der Atragenae keine Schwierigkeiten entgegensetzen.
C i r r h o s a e s G r u p p e.
Der chemische Befund ergab bei den Cirrhosae ein einheitlich
negatives Resultat.
Innerhalb der Sektion Viorna lassen sich zwei Verwandtschaftss
kreise unterscheiden, der eine umfaf3t die Arten der Crispaer
CirrhosaesGruppen, der andere die der Gruppen der Tubulosae und
Atragenae. Bei dem Crispae r Cirrhosae s Formenkreis zeigt sich eine
Ubereinstimmung im Habitus und in der Ausgestaltung der Blatter
und Blattchen. Dagegen stellen die Cirrhosae hinsichtlich des E n t
stehungsortes der Bluten, an besonderen und meist kurzen Sprossen
wie auch in bezug auf den Blutenbau durch das Vorhandensein eines
15*
2 20
E. G i l g und P. N. S c h i i r h o f f
Involucrums und eine haufig starke postflorale Entwicklung des
Bliitenstieles, eine Progression in diesem Formenkreise dar. In ches
mischer Beziehung besteht Ubereinstimmung durch das Fehlen von
Saponin. Bei dem TubulosaesAtragenaesFormenkreisergibt sich eine
Kongruenz in der Blattgestalt, hingegen eine Fortentwicklung im
Habitus und bei dem Entstehungsort der Bluten in der Richtung der
Atragenae. Hinsichtlich des Saponinvorkommens verhalten sich die
beiden Gruppen insofern gleich, als in beiden eine Weiterentwicks
lung von saponinfreien zu saponinhaltigen Arten stattgefunden hat.
Was die Stellung der beiden Formenkreise zueinander angeht, so kann
man den TubulosaeSAtragenaesKreis als den weiter entwickelten
ansehen durch das Vorhandensein von stets zusammengesetzten Blats
tern, die Bereicherung der Bliiten durch petaloide Staminodien und
das Auftreten von diozischer Blutenverteilung, letzteres eine Ers
scheinung, die erst in der Sektion Flammula sich in grooerer Ausg
dehnung zeigt. Auch (das Auftreten von Saponin ist ein weiteres
Argument fur diese Auffassung.
Es ware daher die CirrhosaesGruppe nicht wie bei P r a n t 1 an
das Ende der Sektion zu stellen, sondern hinter die Crispae. So erg
scheint die Zusammenfassung der Arten in den Gruppen wie auch
die Anordnung derselben als naturlich und durch ihre Entwicklung
gerechtfertigt.
S e c t i o III. V i t i c e l l a .
E u v i t i c e l 1 a e r u n d F l o r i d a es G r u p p e.
Der chemische Befund innerhalb der ganzen Sektion ist eindeutig
negativ. So ergibt sich hier ebenso wie bei der Sektion Pseudanemone
ein einheitliches und geschlossenes Bild.
S e c t i o IV. F l a m m u l a .
R e c t a e r G r u p p e.
Die Vertreter der Rectae scheiden sich in zwei Untergruppen
a und b, die sich durch Unterschiede im Habitus, in der Blattgestalg
tung und auch im Bliitenbau kennzeichnen. D i e U n t e r g r u p p e a
zeigte eine positive Saponinreaktion, wahrend
die Untergruppe b mit einer Ausnahme - namlich
C1. m o n t a n a Buch., d i e p o s i t i v r e a g i e r t - e i n e n e g a r
t i v e S a p o n i n r e a k t i o n e r g a b . C1. montana Buch. wurde zur
Untergruppe b der Atragenae gestellt (siehe dort!). Es ergibt sich
dadurch auch fur die Untergruppe b der Rectae ein eindeutig negas
tives Resultat. Unter der Sektion Flammula fuhrt P r a n t 1 eine
Gruppe mit der Bezeichnung Orientales auf mit dem Hinweis, da13
sie hochstwahrscheinlich zu den Rectae gehort. Mit Ausnahme der
geringen Behaarung bei den Filamenten der Orientales stimmen die
Blutenverhaltnisse bei den Orientalis und der Untergruppe a der
Ractae gut uberein. Hinsichtlich des Habitus und 'der Blattgestaltung
bestehen insofern Abweichungen, als die Orientales meist klettern
umd eine starke Blattdifferenzierung aufweisen. Aber C1. ispahanica
Boiss. stellt eine Art dar, die im Habitus und in der Blattform sich
Die Bedeutung dcs Saponinvorkommens
221
eng an C1. asplenifolia Schrenk anschliel3t und als ein Bindeglied
zwischen den Orientales und den positiv reagierenden Rectae an$
gesehen werden kann. Der chemische Befunld ist bei beiden in Rede
stehenden Gruppen eindeutig positiv und durfte gerade hier als ein
ausschlaggebendes, nicht zu unterschatzendes Verwandtschaftsmerkr
ma1 heranzuziehen sein. Es diirfte sich somit die P r a n t 1 sche An*
nahme als zweifellos richtig erweisen. Bei C1. okientales L. gibt es
zahlreiche Varietatcn. Alle Varietaten ergaben ein eindeutig positives
Resultat und lieferten demnach den Beweis fur die Konstanz des cher
mischen Merkmales innerhalb der Arten.
V i t a 1 b a e I G r u p p e.
E u v i t a 1 b a e I U n t e r g r u p p e.
Der Befund ist mit Ausnahme von C1. Pierotii Miq. positiv.
Unter der Sektion Flammula fiihrt P r a n t 1 eine Gruppe auf, der
er den Namen Wightianae gegeben hat, und die nach seiner Meinung
mit den Euvitalbae eng verwandt ist, doch zeigen die Blutenverhaltr
nisse gewisse Diff erenzen. Im chemischen Befund besteht ebenfalls ein
Unterschied, indem die Wightianae eine negative Reaktion geben.
Wir mochten daher die Wightianae im Einklang mit der P r a n t 1 s
schen Auffassung und unter Beriicksichtigung der Differenzen in der
Bliite und beim chemischen Befunld als Untergruppe unter die Vitalbae
so einreihen, da8 die negativ reagierenden Arten der Wightianae den
positiv reagierenden Arten der Euvitalbae vorangestellt werden.
C1. Pierotii Miq. weist nahe venvandtschaftliche Beziehungen zu den
Wightianae auf. Sie zeigen sich im Habitus und in der Ausbildung
der Blatter und Blattchen. Auch bei den Bliiten finden sich Ueberr
einstimmungen mit den Wightianae durch das Vorhandensein von
geflugelten Sepala und Antheren mit etwas verlangertem Konnektiv.
Durch diese letzteren Merkmale unterscheidet sich C1. Pirotii Miq.
von allen Vertretern der Euvitalbae, die ungefliigelte Sepala und unr
verlangerte Konnektive aufweisen. Es mu8 daher C1. Pierotii Miq.
zu den Wightianae gestellt werden. Diese Umgruppierung findet auch
in dem chemischen Verhalten dieser Spezies ihre Rechtfertigung, im
dem sich die negativ reagierende C1. Pierotii Miq. aus einer positiven
Gruppe an eine negative anfugt, mit der sie morphologisch ver.
bunden ist.
D i o i c a e I u n d S a x i c o 1 a e r U n t e r g r u p p e.
Der chemische Befund war bei den von Prantl
unter a vereinigten Arten der DioicaesUnterc
gruppe positiv, bei d e r G r u p p e b mit einer AUSI
n a h m e - n a m l i c h C1. n e r v a t a B e n t h . - n e g a t i v .
Morphologisch ergibt sich nun eine nahe Verwandtschaft von C1. ners
vata zu einigen Arten der P r a n t 1 schen Gruppe a. C1. nervata
Benth. mu8 somit zu den unter a beschriebenen Arten gestellt werr
den. Mit dieser Einreihung steht auch der chemische Befund im Einr
klang. C1. nervata Benth. reagiert genau so wie C1. sericea Kunth,
Cl. virginiana L. und alle anderen Vertreter der Artenzahl a positiv.
222
E. G i l g und P. N. S c h u r h o f f
So lost sich auch der scheinbare Widerspruch, da8 eine einzige Spczies
einer sonst negativen Artcnzahl positive Reaktion aufweist.
Es ergeben sich also innerhalb der Dioicac zwei Gruppierungcn,
dic sich morphologisch in dcr Ausbildung der Blatter und Blattchen
unterscheiden und auch ein verschicdencs chemisches Verhalten aufs
wcisen.
Der chemische Befund der Saxicolac war negativ.
H e x a p e t a 1 a e s U n t e r g r u p p e.
Der chemische Bcfund ist bei den I-Icxapetalae eindeutig negativ.
A r i s t a t a e s G r u p p e.
Die chemischc Prufung ergab bci dcn Aristatae ein negatives
Result at.
S e c t i o V. N a r a v e l i a .
D i e S a p o n i n r e a k t i o n f i c l s t c t s n e g a t i v aus.
Anemone.
D i e Saponinreaktion h a t t e stets ein positives
E r g e b n i s.
K n o w I t o n i a.
Die S a p o n i n r e a k t i o n war s t e t s positiv.
Pulsatilla.
A u c h hier war die Saponinrcaktion s t e t s positiv.
U m festzustellen, wie das Saponin bei den ubrigen Gattungen
dcr Tribus der Anemonene verteilt ist, wurden bci den schr artcnr
reichen Gattungen Ranunculus und Thalictrum zahlreiche Stichproben
gemacht und die kleinere Gattung Adonis ganz gepruft. Von
Myosurus und Oxygraphis kamen je zwei Arten zur Untersuchung.
Es stellte sich hierbei heraus, dat3 die gesamte Gattung Adonis
saponinfrei ist. Dic Gattungen Myosurus und Oxygraphis durften sich
in allen Arten als saponinfrei erweisen. Bei den RanunculussArten
lassen die Ergebnissc darauf schlienen, dat3 hier eine ahnliche Vers
teilung dcs Saponins wie bei der Gattung Clcmatis vorliegt. Dic
Sektion Ceratocephalus scheint ganz negativ zu sein. Die Sektion
Ficaria zeigte cin positives Ergebnis. Bei der Sektion Marsypadenium
ergaben sich positive und negative Rcsultate. Die gepruftcn Arten
der Sektionen Hypolcpium, Thora, Physophyllum und Butyranthus
rcagicrten negativ. Von einer eingehenderen Prufung wurde wegen
des erheblichcn Umfanges dieser Gattung Abstand genommcn. Es
bedarf daher zur endguitigen Feststellung der Beziehungen zwischen
systematischer Gliederung und chcmischem Befund noch einer ges
naueren chemischen und systematischen Durchprufung dieser Gats
tung. Dassclbe gilt fur die Gattung Thalictrum, bei der alle gepriiften
Arten der Sektion Camptonota ein positives Resultat ergaben. Inner,
halb dcr Scktion Camptogastra befinden sich negative und positivc
Arten. So sind die Gruppen Sparsiflora, Platycarpa und Flexuosa in
den gepruften Arten positiv, Podocarpa und Macrocarpa ncgativ,
Die Bedeutung des Saponinvorkommens
223
bei Dioica dagegen reagierte eine Art positiv, die andcre negativ. Hier
miiBtcn zur Klarung des Sachverhaltes neue systematische wie che:
mische Priifungcn einsetzen. Doch 1aDt sich ganz allgemein sagen,
daD innerhalb der Tribus Anemoneae sowohl rein positive wie rein
negative Gattungen und endlich solche mit positiven und negativen
Arten vorkommen.
Z u s a m m e n f a s s u n g.
Zusammenfassend laDt sich sagen, dal3 im wesentlichen die
P r a n t 1 sche Gliederung der Gattung Clematis durch die Resultate
der chemischen Untersuchungen gestiitzt wird. Bei den Gruppen, die
tcils positive, teils negative Reaktion aufweisen, verteilen sich die
einzclnen Arten auf rein positive und rein negative Untergruppen,
die von P r a n t 1 auf morphologischer Grundlage aufgestellt wurden.
Die vorgenommenen Umstellungen finden ihre Rechtfertigung in
chemischer und morphologischer I-Iinsicht.
Innerhalb der Scktion Viorna ist die Gruppe der Cirrhosae zu
den Crispac gestellt, um ihre nahercn verwandtschaftlichen Bezies
hungen zum Ausdruck zu bringen.
In die Untcrgruppe
. _ b der Atragenae wurde C1. montana Buch.
cingereiht.
Bei der Sektion Flammula wurden die Orientales der Unter:
gruppc a der Rcctae angcgliedert.
Den Untergruppen der Saxicolae und Dioicae der Vitalbae:
Gruppe wurden die Hexapetalae vorangestellt.
Die Wightianae wurden als Untcrgruppe den Vitalbae eingefugt
untcr gleichzeitiger Einreihung von Clematis Pierotii Miq.
C1. ncrvata Benth. von dcr Untergruppe der Dioicae wurde den
Arten, die P r a n t 1 unter a zusammcnfaat, zugezahlt.
Ausgehcnd von der Gattung Anemone, die in allen Vertretern
positive Saponinreaktion gab, und deren verwandtschaftliche Be:
zichung zu der Gattung Clematis durch die C1ematis:Sektion Pseuds
ancmonc als Bindeglicd sichcrgestellt wurde, gelangte man zu den
Gattungen Knowltonia und Pulsatilla. Unter Beriicksichtigung der
Morphologie und dcs chemischen Befundes wurden diese beiden
Gattungen aIs Untcrgattungen zu Anemone in dcr U 1 b r i c h schen
Bearbeitung gestellt.
Was die Tribus der Anemoneae in ihrer Gesamtheit anbetrifft,
so finden sich vollkommen saponinfreie Gattungen, namlich Adonis
und wahrscheinlich auch Myosurus und Oxygraphis, in allen ihren
Arten saponinhaltige Gattungen: Anemone mit 'Hepatica, Pulsatilla
und Knowltonia und cndlich Gattungen mit positiv oder negativ
rcagicrenden Sektionen, Gruppen oder Untergruppen: Clematis,
Ranunculus und Thalictrum.
Aus den vorliegenden Untersuchungen geht zweifellos hervor,
dai3 neben der Morphologie, der schon wcgen der Vielheit ihrer Merk:
male eine Hauptbedeutung in der Systcmatik stets zukommen wird,
doch auch der chemische Bcfund ein nicht zu unterschatzendes Merk.
ma1 darstellt und mit dazu beitragen kann, die Gliederung einzelner
Gattungen so natiirlich, wie es nur immer moglich ist, zu gestalten.
~
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
0
Размер файла
437 Кб
Теги
pflanzensystematik, bedeutung, ranunculaceentribus, anemoneae, die, der, innerhalb, saponinvorkommens, des, fur
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа