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Isolierung und Struktur der Inhaltsstoffe von Cecropia adenopus Martius 2. Mitt

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Inhaltsstoffe von Cecropia adenopus
313/80
199
Arch. Pharm. (Weinheim) 313, 199-207 (1980)
Isolierung und Struktur der Inhaltsstoffe von Cecropia adenopus
Martius, 2.
Richard Neidlein” und Erich Koch
Pharmazeutisch-Chemisches Institut der Universitaten Karlsruhe (TH) und Heidelberg, Im Neuenheimer Feld 364,69 Heidelberg
Eingegangen am 21. Mai 1979
Als Inhaltsstoffe von Cecropia adenopus Martius werden die freien Fettsauren C,, - C,,, die
KohlenwasserstoffeC,, - C,,, die Fettsauren des Wachses C,, -C,, sowie die Wachsalkohole C,,-C,,
qualitativ nachgewiesen sowie quantitativ bestimmt.
Isolation and Structure of Substances from Cecropia Adenopus Martius, I1
The free fatty acids C,, - C,,, the carbohydrates C,, - C,,, the fatty acids of waxes C,, - C,, and the
alcohols of waxes C,,-C,, were determined qualitatively and quantitatively.
In Fortfiihrung unserer Untersuchungen 1)2) iiber Inhaltsstoffe von Drogen und
Pflanzen teilen wir im folgenden weitere Ergebnisse iiber die in Cecropia adenopus
Martius enthaltenen Substanzen mit.
Durch Perkolation mit Chloroform laBt sich aus der Droge ein dunkelgrun gefkbter
Trockenextrakt gewinnen, welcher in seine sauren (Etherextrakt 1)und in seine neutralen
Bestandteile (Etherextrakt 2) aufgetrennt worden ist. Nach saulenchromatographischer
Reinigung des Etherextraktes 1 wird ein Gemisch von Fettsauren erhalten. Diese werden
zur Identifizierung mit Diazomethan verestert und ihre Methylester an silanisierten
Kieselgel-G-Platten aufgetrennt. Nach Heuse$) wird als Laufmittel ein Gemisch aus
AcetonlMethanol-WasserIEssigsaure (70 : 50 : 35 : 1) verwendet. Dabei erscheinen die
Fettsauremethylester nach Detektion mit Phosphormolybdansaure als blaue Flecke auf
gelbem Untergrund. Nach Heuse8 kann jedoch nur die homologe Reihe, ausgehend vom
Caprinsauremethylester bis zum Stearinsauremethylester, nachgewiesen werden, wahrend
fur die restlichen Fettsauremethylester ein sicherer Nachweis nicht mehr moglich ist - die
Substanzflecken trennen sich nicht mehr klar voneinander.
Zur weiteren Identifizierung der Fettsauremethylester werden diese gaschromatographisch an einer OV-101-Saule untersucht. Die quantitative Zusammensetzung wurde mit
einem Digitalintegrator durch Peakflachenintegration auf dem Chromatogramm errechnet. D a zur Identifizierung der Fettsauremethylester auch ihre Retentionszeit herangezogen wird, werden authentische Vergleichssubstanzen gaschromatographisch mit dem
unbekannten Gemisch verglichen.
03654233/80/030341W5 02.50/0
0 Verlag Chemie, GmbH, Wsinheim 1980
200
Neidlein und Koch
Arch. Pharm.
Zur endgultigen Identifizierung aller im Gemisch vorhandenen Fettsauremethylester
wird eine gaschromatographische Trennung an einer OV-3-Kapillarsaule in Kopplung mit
einern Massenspektrometer durchgefuhrt. Die im Gaschromatogramm aufgetrennten 11
Peaks konnen mittels der GC-MS-Kopplung aufgrund ihres Molpeaks und ihres
charakteristischen Zerfallschemas als Fettsauremethylester identifiziert werden. Dabei
lassen sich von den geradkettigen gesattigten Fettsauren mit gerader C-Zahl Palmitin-,
Stearin-, Arachin-, Behen-, Lignocerin- und Cerotinsaure nachweisen. Sehr bemerkenswert ist die Tatsache, dal3 die in der Natur recht selten und dann nur in kleinen Mengen
angetroffenen Iangerkettigen Fettsauren4), wie die Czo-, C2,-, Cz4- und Cz6-Fettsauren in
dern Gemisch rnit einem Anteil von uber 45 70vorhanden sind.
Tab. 1: Gaschromatographische Auftrennung der Fettsauremethylester
Fettsauren
Zahl der
C-Atome
Retentionszeit
in min
Molpeak
m/e
% Anteil im
Gesamtgemisch
(Flachen-%)
Palmitinsaure
Margarinsaure
Stearinsaure
Nonadecansaure
Arachinsaure
Hcneicosansaure
Behensaure
Tricosansaure
Lignocerinsaure
Pentacosansaure
Cerotinsaure
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
5.47
6.5 3
7.61
8.63
9.66
10.64
11.61
12.53
13.42
14.27
15.04
270
284
298
31 2
236
340
354
368
382
396
410
7.3
1.5
38.0
1.5
13.5
2.4
16.8
2.5
7.5
1.4
7.6
In dem Fettsauregemisch sind fiinf geradkettige Fettsauren mit ungerader C-Zahl,
namlich Heptadecansaure (Margarinsaure), Nonadecansaure, Heneicosansaure, Tricosansaure und Pentacosansaure mit 9.3 70im Gesamtfettsauregemisch enthalten; diese
Fettsauren kommen normalerweise sehr selten vor.
Zur Isolierung und Charakterisierung der n-Alkane wird der Etherextrakt 2 auf
Kieselgel saulenchromatographisch aufgetrennt. Die erhaltenen Fraktionen werden
dunnschichtchromatographisch untersucht und die Eluate zu den 6 Sammelfraktionen
Fl-F6 vereinigt. Die Fraktion F1 enthielt jene Alkane, die in Pflanzen meist als Gemische
v ~ r l i e g e n ~ )Um
~ ) .eventuell vorhandene, verzweigte Alkane von den n-Alkanen abzutrennen, wird das Kohlenwasserstoffgemisch nach Brieskorn und Feilner') bzw. Beckmit Hilfe
von Molekularsieben fraktioniert. Das IR-Spektrum gibt einen ersten deutlichen Hinweis
auf die n-Alkane: Die fur Methyl- und Methylengruppen typischen Absorptionsbanden
liegen bei 2960, 2930, 2860 und 1370 cm-'. Charakteristisch fur die Methyl- und
Methylengruppen ist infolge der C-H-Deformationsschwingung die bei 1470 cm-'
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Znhaltsstoffe von Cecropia adenopus
auftretende intensive Bande; hinzu kommt noch die intensive Bande bei 730 cm-' fur
lineargebundene Methylengruppen.
Zum qualitativen und quantitativen Nachweis der n-Alkane wird das Gemisch an einer
OV-101-Saule aufgetrennt; zur Identifizierung werden die Retentionszeiten der einzelnen
Peaks mit authentischen Vergleichssubstanzen verglichen.
Tab. 2: n-Alkane
nAlkane
Bruttoformel
Molpeak
m/e
Retentionszeit
in min
% Anteil im
Gesamtgemisch
(Flachen-%)
n-Octacosan
n-Nonacosan
n-Triacontan
n-Hentriacontan
n-Dotriacontan
n-Tritriacontan
C2sH58
394
40 8
422
436
450
464
2.83
3.43
4.10
4.85
5.65
6.62
12.4
11.8
12.2
39.1
14.0
10.5
C29H60
c3d62
C31H64
C32H66
C33H68
Die quantitative Zusammensetzung laRt sich aus dem Chromatogramm in bekannter
Weise rnit einem Digitalintegrator durch Peakflachenintegrationerrechnen. Die n- Alkane
rnit ungerader Zahl an C-Atomen umfassen mehr als 61 %der Gesamtparaffine, wahrend
die geradzahligen Vertreter zusammen etwa 39 % des Gemisches darstellen.
Dieser Befund steht in ubereinstimmung rnit den in der Literatur9)lo)erwahnten
Zusammensetzungen von Alkangemischen, wonach bei n-Alkanen pflanzlicher Herkunft
der Kohlenwasserstoffanteil mit ungerader C-Zahl uberwiegt.
Zur endgultigen Identifizierung der im Gemisch vorhandenen n-Alkane wird eine
gaschromatographische Trennung an einer OV- 101-Glassaule in Kopplung mit dem
Massenspektrometer durchgefuhrt. Die sechs aufgetretenen Peaks konnen mittels der
GC-MS-Kopplung aufgrund ihrer typischen Zerfallsreihe als n-Alkane identifiziert
werden11)12)13).
Aus der F4-Fraktion erhalt man nach saulenchromatographischer Reinigung an
neutralem Aluminiumoxid eine weiRe Substanz. Das IR-Spektrum zeigt durch die starken
Absorptionsbanden bei 1738 und 1175 cm-' die Esternatur dieser Fraktion an. Das
Estergemisch wird rnit ethanolischer Kalilauge verseift, daraus werden die neutralen und
die Kaliumsalze der sauren Bestandteile gewonnen; aus letzteren werden die Wachssauren
hergestellt. Zur qualitativen und quantitativen Bestimmung der Wachssauren werden
diese rnit etherischer Diazomethanlosung in ihre Methylester iiberfiihrt. Die endgiiltige
Identifizierung aller Wachssauremethylester wird durch GC-MS-Kopplung durchgefiihrt.
Durch den Molpeak und das typische Zerfallschema von Fettsauremethylester konnten
neben den bereits beschriebenen noch die nachfolgenden identifiziert werden: Cerotinsaure, Octacosansaure, Triacontansaure (Melissinsaure) und Dotriacontansaure. Die quanti-
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Neidlein und Koch
Arch. Pharm.
Tab. 3: Fettsauren des Wachses
Fettsauren
Zahl der
C-Atome
Retentionszeit
in min
Molpeak
m/e
% Anteil im
Gesamtgemisch
(Flachen-%
Palmitinsaure
Stearinsaure
Arachinsaure
Behensaure
Lignocerinsaure
Cerotinsaure
Octacosansaurc
Melissinsaure
Dotriacontansaure
c16
cl8
c20
c22
c24
c26
5.43
7.55
9.62
11.57
13.42
15.15
16.83
19.13
210
298
326
354
382
410
438
466
494
0.4
0.3
0.2
2.3
13.7
32.1
36.3
11.5
2.6
C28
c30
c32
-
tative Zusammensetzung des Wachssauregemisches IaBt sich aus dem Chromatogramm
mit Digitalintegrator durch Peakflachenintegration errechnen.
Das IR-Spektrum der neutralen Bestandteile des Wachses zeigt zwischen 3600 und
3200 cm-' die als breite Bande auftretende HO-Valenzschwingung sowie die Kopplungsschwingung der C-0-Valenzschwingung bei 1060 cm-'. Dies weist neben den fur Methylund Methylengruppen charakteristischen Absorptionsbanden bei 2920, 2860, 1468 und
1380 cm-' auf aliphatische Alkohole hin.
Vor der diinnschicht- und gaschromatographischen Identifizierung wird das Wachsalkoholgemisch mit Essigsaureanhydrid in Pyridin acetyliert. Das Gemisch der Wachsalkoholacetate wird an silbernitratimpragnierten Kieselgel-G-'Platten mit Benzol als Laufmittel chromatographiert. Bei einem Rf-Wert zeigte sich ein Substanzfleck; danach liegen im
Gemisch nur gedttigte Wachsalkohole vor.
Die Identifizierung der Wachsalkoholacetate erfolgt gaschromatographisch an einer
OV-101-Glassaule unter Zumischung authentischer Vergleichssubstanzen. Die endgultiTab. 4: n-Alkohole des Wachses
n-Alkohol
Zahl der
C-Atome
Retentionszeit
in min
M-60
m/e
% Anteil im
Gemisch
(Flachen-%)
Eicosanol-( 1)
Docosanol-( 1)
Tetracosanol-( 1)
Hexacosanol-( 1)
Octocosanol-(1)
Tridcontanol-( 1)
Dotriacontanol-( 1)
c20
c22
c24
c28
c30
5.06
6.58
8.09
9.67
11.85
15.19
c32
-
280
308
336
364
392
420
448
1.1
17.4
30.5
26.0
10.0
7.5
7.5
c26
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Inhaltsstoffe von Cecropia adenopus
203
ge Identifizierungder Wachsalkoholacetate wird durch GC-MS-Kopplung durchgefiihrt.
Danach enthalt das Wachsalkoholgemisch die homologe Reihe der geradzahligen
n-Alkohole von C2,, - C32.Die Hauptbestandteile des Gemisches sind Tetracosanol-1 mit
30.5 %, Hexacosanol-1 mit 26 % und Docosanol-1 mit 17.4 %.
Der BASF Aktiengesellschaft, dem Verband der Chemischen Industrie - Fonds der Chemie sowie der Deutschen Forschungsgemeinschaft danken wir fur besondere Unterstutzung unserer
Untersuchungen, Herrn Dr. A. Hotzel und Herrn F.-Beran fur die Massenspektren, den Herren
Dip].-Chem. W.Kramer und Dipl.-Chem. G. Schafer fur die 'H-NMR- und fur die 13C-NMRSpektren, der BAYER A G und der HOECHST A G fur die Lieferung von Chemikalien.
Experimenteller Teil
Allg. Angaben vgl. ,).
Freie Fettsauren
Extraktion der Droge
4.5 kg mittelfein zerschnittene Blattdroge von Cecropia adenopus Mart. werden mit 16 I Chloroform DAB 7 - uber Nacht stehen gelassen und danach mit noch 34 I Chloroform - DAB 7 - perkoliert. Das
Chloroform-Perkolat - etwa 45 I - wird i. Vak. bei 40 eingeengt: als Ruckstand verbleiben 93 g
dunkelgrungefarbter Trockenextrakt (Ausb. 2.0 %).
Abtrennung der Fettsauren und Neutralstoffe
Zur Isolierung der Fettsauren wird der Chloroformextrakt in 5 1 Ether aufgenommen und zehnmal mit
je 300 ml 5prOZ. Natriumcarbonatlosung extrahiert. Die waDrige Losung wird unter Eiskuhlung mit
3 N-H,SO, auf pH = 4 eingestellt und zehnmal mit je 250ml Ether ausgeschuttelt. Die vereinigten
Etherphasen werden mit Wasser neutral gewaschen, mit wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet,
filtriert und i. Vak. bei 35" eingedampft. Ausb. 16 g Etherextrakt 1 (0.35 % bez. auf die Droge).
Der die Neutralstoffe enthaltende Etherextrakt 2 wird ebenfalls mit Wasser neutral gewaschen, mit
wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet, filtriert und eingedampft. Ausb. 74 g Etherextrakt 2 (1.64 %
bez. auf die Droge).
Chromatographische Reinigung des Etherextraktes 1
Auf eine Glassaule (120 X 6 cm) mit500gKieselgelSC60-0.063-0.200mm (70-230mesh) ,,Merck
AG" werden 14 g Etherextrakt 1 gegeben. Zunachst wird mit 1.5 I CH,CI,, dann mit 1.5 I
CH,CI,/CH,OH (95 : 5) eluiert. Vom Eluat wird jedes funfte Glas (etwa 20 ml pro Glas) dc
untersucht. DC auf Kieselgel-G-Fertigplatten ,,Merck". Laufmittel: Ether, Detektion mit 2proz.
Phosphormolybdansaurelosung in Ethanol; 5 min bei 110". Die Fraktionen werden vereinigt, filtriert
und das Ldsungsmittel entfernt. Man erhalt das noch verunreinigte Gemisch der Fettsauren. Ausb. 80
mg (0.5 % bez. auf den Etherextrakt 1).
Fettsauren: Sc Reinigung des Fettsauregemisches: Nach erneuter sc Trennung an 125 g Kieselgel
,,Merck" (Saule 55 X 3 cm) mit CH,CI,/CH,OH (98 : 2) wird das Eluat am Fraktionssammler in 90
204
Neidlein und Koch
Arch. Pharm.
Glasern aufgefangen (etwa 20 ml pro Glas). - Durch Tiipfeln jedes zweiten Glases auf
Kieselgel-Fertigplatten und anschlieBendes Bespriihen mit einem fur freie Fettsauren spezifischen
Reagens14)kann die Anwesenheit freier Fettsauren nachgewiesen werden.
Die Fraktionen werden vereinigt. Man erhalt 30 mg einer chromatographisch reinen Fettsaurefraktion, die aus Ethanol umkristallisiert wird. WeiBe Blattchen; Schmp. 65-68"; Ausb. 22 mg (0.14 %
bez. auf den Etherextrakt 1). - IR (KBr): 1710 (C=O), 1350-1180 cm-' (C-H). Methylierung der Fettsauren erfolgt wie ublich mit Diazomethan. Das Estergemisch wird aus
Methanol umkristallisiert. Schmp. (Gemisch): 46-47': Ausb. lOmg(66 %). -DcUntersuchungen der
Fettsauremethylester: Das Estergemisch wird auf silanisiertem Kieselgel chromatographiert; Laufmittel: AcetodMethanoliWasseriEssigsaure (70 : 50 : 35 : 1). - Steighohe 12 cm, Laufzeit etwa 4 h.
Spruhreagens: 20 proz. Phosphormolybdansaure in 50 proz. Ethanol; Detektion: 30 min bei 150".
Gc Auftrennung der Fettsauremethylester
Die Fettsauremethylester wurden gc aufgetrennt. Gerate: Gaschromatograph HP 5 830 A mit
Flammenionisationsdetektor und einem GC-Terminal 18 850 A mit Digitalintegrator der Firma
Hewlett-Packard, Boblingen. Bedingungen: 1 m Glassaule, innerer Durchmesser 3 m m ;stationare
Phase: 3 % OV 101 auf Chromosorb W HP 100-120 mesh; Temp.: Programm 150-275';
Anstiegsrate: 8" min; ab 275" isotherm. Injektortemp.: 270", Detektorternp.: 300"; Tragergas:
Stickstoff reinst, Stromungsgeschwindigkeit:30 ml/min; Papiervorschub: 1 cm/min; eingespritzt
werden 1 PI einer 5 proz. etherischen Losung.
GC-MS-Kopplung der Fe ttsdurerne thyles tex
Gerat: Aerograph 2 740 gekoppelt uber ein DirekteinlaBsystem mit einem Massenspektrometer des
Typs 31 1 A der Fa. Varian MAT - Bremen. Die Spektrenregistrierung erfolgte mit dem Datensystem
SS 100 der Fa. Varian MAT - Bremen.
Bedingungen: 30 m Glaskapillarsaule OV 3. Tragergas: Helium reinst; Stromungsgeschwindigkeit: 1
ml/min. Temp.: Programm 100-300", Anstiegsrate I("/min. Injektortemp. 275"; Ionenquellentemp.:
280", Anregungsenergie: 100 eV, Einspritzmenge: 1 pl einer 20 proz. etherischen Losung.
n-Alkane: Saulenchrornatographische Trennung des Etherextraktes 2
Eine Glassaule (120 X 6 cm) wird mit 500 g Kieselgel SC 60 (0.063-0.200 mm) (70-230 mesh)
,,Merck" beschickt. Darauf werden 20 g Etherextrakt 2 gegeben. Es wird mit Petrolether und
Ethylacetat wechselnder Zusammensetzung eluiert. Es werden je Glas 25 ml aufgefangen und jedes
dritte Glas dc untersucht:
1 - 40 : Petrolether
Fraktion
Fraktion 41 - 120 : PetroletheriEthylacetat 98 : 2
Fraktion 121 - 180 : PetroletheriEthylacetat 95 : 5
Fraktion 181 - 260 : Petrolether/Ethylacetat 90 : 10
Fraktion 261 - 320 : PetroletheriEthylacetat 80 : 20
Fraktion 321 - 360 : PetroletheriEthylacetat 60 : 40
Die dc Kontrolle wird mit dem Entwicklungsgemisch Petrolether (50-70")iBenzol (65 : 35)
durchgefiihrt. - Als stationare Phase werden Kieselgel-G-Fertigplatten verwendet; die Detektion
erfolgt mit Vanillin/Phosphorsaure bei 110" oder mit 70 proz. H,SO, und waBriger 0.5 proz.
Kupfersulfatlosung bei 150". -
313/80
Znhaltsstoffe von Cecropia adenopus
205
Aufgrund der Diinnschichtchromatogramme teilt man die Eluate in sechs Fraktionen ein:
Fraktion 1 : Reagensglas 20 - 48
Fraktion 2 : Reagensglas 154 - 170
Fraktion 3 : Reagensglas 180 - 220
Fraktion4 : Reagensglas 240 - 250
Fraktion 5 : Reagensglas 260 - 270
Fraktion6 : Reagensglas 320 - 330
Isolierung der n-Alkane
Fraktion 1wird eingeengt und zur Reinigung erneut an Kieselgel SC 60 (0.063-0.200 m m ) (Saule 40
X 1.5 cm) mit Petrolether (Sdp.: 50-70") chromatographiert. Nach Entfernung des Elutionsmittels i.
Vak. verbleibt nach Umkristallisation aus .Aceton ein Riickstand perlmuttglanzender Blattchen.
Ausb. 400 mg (0.54 % bez. auf Etherextrakt 2); Schmp. 65". Molekularsiebadsorption der n-Alkane
Eine Losung von 320 g n-Alkangemisch in 20 ml wasserfreiem Benzol wird mit 8 g Molekuiarsieb 5 8,
(KorngroBe 0.2-0.5 mm, ,,Merck") gemischt und am RiickfluBkiihler unter Riihren 4 d erhitzt. Nach
Filtration des Benzols vom Molekularsieb wird das Filtrat noch einmal in gleicher Weise mit
Molekularsieb behandelt. Die am Molekularsieb absorbierten n-Alkane werden mit n-Heptan 4 d
unter RiickfluB erhitzt und dadurch wieder freigesetzt. IR (KBr): 2960-2860 (-CH,, >CH,), 1470
(-CH,, >CH,), 1370 (CH,-), 730 cm-' (lineargebundene -CH,-). G C der n-Alkane
Die gc Auftrennung der n-Alkane erfolgte mit dem Gaschromatographen HP 5 830 A mit
Flammenionisationsdetektor und einem GC-Terminal 18 850 A mit Digitalintegrator der Fa.
Hewlett-Packard, Boblingen.
Bedingungen: 1 m Glassaule, innerer Durchmesser 3 mm; stationare Phase: 3 % OV-101 auf
Chromosorb W HP 100-120 mesh; Temp.: Programm 250-275", Anstiegsrate: 5"/min; ab 275"
isotherm. Injektortemp.: 270°, Detektortemp.: 300"; Tragergas: Stickstoff reinst; Stromungsgeschwindigkeit: 29 ml/min; Papiervorschub: 1cm/min; Einspritzmenge: 1 p1 einer 5 proz. etherischen
Losung.
GC-MS-Kopplung der n-Alkane
Bedingungen: GC-MS-Kopplung MAT 44 mit Jet-Separator der Fa. Varian MAT Bremen.
Anregungsenergie:70 eV; Temp. der Ionenquelle: 200"; 2 m Glassaule, innerer Durchmesser 3 mm,
stationare Phase: 3 % OV-101 auf Chromosorb W HP 100-120 mesh; Temp.: Programm 220-280";
ab 280" isotherm; Anstiegsrate: 8"/min. Tragergas: Helium reinst; Einspritzmenge: 5 pI einer 5 proz.
etherischen Losung.
Zsolierung des Wachses: Fraktion F 3 wird eingeengt und an neutralem Aluminiumoxid ,,Woelm"
(Saule 80 X 4 cm) mit Petrolether (Sdp.: 50-70")/Benzol (95 : 5) chromatographiert. Nach
Einengung i. Vak. und nach Umkristallisation aus Ethylacetat/Acetonitril (1 : 5 ) erhalt man eine
weiBe, wachsartige Substanz. - Ausb. 4.5 g (6.08 % bez. auf Etherextrakt 2); Schmp. 65-70". - IR
(KBr): 2960,2930,2860 (-CH,, -CH,), 1738 (C=O), 1175 (C-0-Ester), 730,720 cm-' (>CH,). -
206
Neidlein und Koch
Arch. Pharm.
Verseifung des Wachses
200 mg Wachs werden mit 5 0 m12 N-ethanol. KOH 12 h auf dem Wasserbad unter RiickfluB erhitzt.
Nach Abkiihlung wird das Ethanol i. Vak. bei 45" verdampft, der Riickstand mit 20 ml Wasser
verdiinnt und viermal mit je 25 ml Ether extrahiert.
Die vereinigten Etherextrakte werden mit Wasser gewaschen, iiber wasserfreiem Natriumsulfat
getrocknet und auf dem Wasserbad abdestilliert; der Riickstand wird aus Aceton umkristallisiert.
WeiBe, kornige Substanz, Schmp. 64-68"; Ausb. 80 mg Wachsalkohole (40 %). - IR (KBr): 3310
(OH), 2960,2920,2860 (-CH,,>CH,); 1055 (C-0), 730,720 cm-' (>CH,). Die waBrige Losung der Kaliumsalze der hoheren Fettsauren wird mit 5 N-H2S0, angesauert und
viermal mit je 25 ml Ether extrahiert. Die vereinigten Etherphasen werden neutral gewaschen, iiber
wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet und der Ether abdestilliert. Schmp. 75-79"; Ausb. 65 mg
Wachssauren (32.5 %). G C und GC-MS-Kopplung der Wachssauremethylester
Die Wachssauren werden in bekannter Weise mit Diazomethan in die Methylester iiberfiihrt, gc
aufgetrennt und au5erdem den Untersuchungen zur GC-MS-Kopplung unterworfen.
Bedingungen: Gerat MAT44 mit Jet-Separator der Fa. Varian MAT, Bremen. Anregungsenergie: 80
eV; Temp. der Ionenquelle: 200°, 1.5 m Glassaule, innerer Durchmesser 3 mm,stationare Phase: 3 %
OV-101 auf Chromosorb W H P 100-120 mesh; Temp.: Programm 200-280", Anstiegsrate 8"imin.
Injektortemp.: 275". - Stromungsgeschwindigkeit: 30 ml/min, Einspritzmenge: 5 vl einer 5 proz.
etherischen Losung.
Acetylierung der Wachsalkohole: 80 mg Wachsalkohole werden wie iiblich mit Acetanhydrid in
wasserfreiem Pyridin acetyliert. Das nach Trocknung iiber P,O, erhaltene Acetat wird aus Ethanol
umkristallisiert und zur G C sowie zur GC-MS-Kopplung weiterverwendet. Farblose Blattchen.
Schmp. 5 9 4 2 " ; Ausb. 68 mg (85 9%). DC der Wachsalkoholacetate
Bedingungen: Kieselgel-G-Platten impragniert mit 10 proz. AgN0,-Losung; Laufmittel: Benzol;
Spriihreagens: 5 proz. Kaliumdichromatlosung in 50 proz. Schwefelsaure.Nach Entwicklung bei 110"
wird ein Fleck, Rf-Wert 0.75, sichtbar.
G C der Wachsalkoholacetate
Gerat: Gaschromatograph HP 5 830 A mit Flammenionisationsdetektor und einem GC-Terminal18
850 A mit Digitalintegrator der Fa. Hewlett-Packard, Boblingen; Bedingungen: 1 m Glassaule,
innerer Durchmesser 3 mm; stationare Phase: 3 % OV-101 auf Chromosorb W HP 100-120 mesh;
Temp.: Programm 200-270", ab 270" isotherm, Anstiegsrate 9"/min. Injektortemp.: 270"; Detektortemp.: 300"; Tragergas: Stickstoff reinst, Stromungsgeschwindigkeit 29 ml/min; Papiervorschub: 1
cm/min; Einspritzmenge: 1 PI einer 5 proz. etherischen Losung. GC-MS-Kopplungder Wachsalkoholacetate: analog der GC-MS-Kopplung der Wachssauremethylester.
Isolierung eines Gemisches von Fettsauremethyl- und ethylestern sowie Hexahydrofarnesylaceton
Die erhaltene Fraktion F2 wird zur Trockne eingedampft und sc an Kieselgel gereinigt. Bedingungen:
Kieselgel SC 60,0.063-0.200 mm(713-230 mesh) ,,Merck". Glassaule: (40 X 1.5 cm), Elutionsmittel:
Benzol/Ethylacetat (97 : 3). - Ausb. 40 mg (0.06 % bez. auf den Etherextrakt 2); Schmp. 44-47".
313/80
Znhaltsstoffe von Cecropia adenopus
207
G C des Gemisches: Die gc Auftrennung des Gemisches wurde mit einem Aerograph mit
Flammenionisationsdetektor und einem A 25 Kompensationsschreiber der Fa. Varian, Bremen,
durchgefuhrt. Bedingungen: 30 m Glaskapillarsaule OV-3; Temp.: Programm 100-300", Anstiegsrate 8"/min.; Injektortemp.: 275", Detektortemp.: 280", Stromungsgeschwindigkeit: 1 ml/min;
Papiervorschub: 1cm/min; Einspritzmenge: 0.3 ~1 einer 20 proz. etherischen Losung. Der Gehalt der
jeweiligen Verbindungen im Gesamtgemisch wird aus dem Fraktogramm nach der Methode ,,Hohe
ma1 Halbwertsbreite" berechnet.
GC-MS-Koppfung des Gemisches erfolgt unter denselben Bedingungen wie bei der GC-MS-Kopplung der Fettsauremethylester.
Hexahydrofarnesylaceton: MS (100 eV): m/e (%) = 268, M+), 253 ( l . l ) , 250 (8.2), 225 (l), 210
(3.8), 71 (69), 58 (loo), 43 (88).
Isolierung des Gemisches von freien Wachsalkoholen
Die nach einschlagigen Methoden erhaltene Fraktion F 5 wird zur Trockne eingedampft und der
Ruckstand aus Aceton umkristallisiert. Ausb. 100 mg einer weiBen, kornigen Substanz (0.14 YO bez.
auf Etherextrakt 2). - Schmp. 77-80". - IR (KBr): 3600-3200 (OH), 1060 cm-' (C-0). G C der Acetate der freien Wachsalkohole
80 mg freie Wachsalkohole werden in bekannter Weise acetyliert. - Gerat: Gaschromatograph HP 5
830 A mit Flammenionisationsdetektor und einem GC-Terminal 18 850 A mit Digitalintegrator der
Fa. Hewlett-Packard, Boblingen. Bedingungen: 1 m Glassaule, innerer Durchmesser 3 mm;
stationare Phase: 3 % OV-101 auf Chromosorb W HP 100-120 mesh. Temp.: 220-275", dann
isotherm; Anstiegsrate: 8"/min, Injektortemp.: 270", Detektortemp.: 300", Tragergas: Stickstoff
reinst, Stromungsgeschwindigkeit 31 mlimin, Papiervorschub: 1cm/min, Einspritzmenge: 1 ~1 einer 5
proz. Losung in Chloroform.
Literatur
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13 G. Spiteller, Massenspektrometrische Strukturanalyse organischer Verbindungen, S. 88, Verlag
Chemie, Weinheim 1966.
[Ph 1221
14 A. E. Dudzinski, J. Chromatogr. 31,560 (1967).
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