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Lipophile Dialkyl-carbamidsureester von m-Hydroxyphenyl-alkyl-dimethyl-ammonium-jodiden. Acetylcholin VI

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306
Daan uad E r p f
Archiv der
Pharmazie
1851. 0. I l a n n untl H. U. E r p f l )
Lip ophile Dialkyl-c arbamidsaureester von (m-€3. y droxy pheny1)-alkyl-dimethyl-ammonium-jodiden")
Acetylcholin VI
Aus dem Iristitut fiir angewandte Chemie der l'nirersitat Erlangen
(bhigegangen am 19. Oktoher 1959)
Hei den c 11olines t e r a sen hem me rid en U r e t h a n e n 2, zeigen q uti r t iir c
Arnntoniuniverbindungen voni Typ des P r o s t i g m i n s (E. W.) vie1 griiBere Diffrrerizpn z\vischen den toxischen Dosen bei peroraler und intravenaser Applikatiori
als t e r t i i i r e A4minevom Typ des P h p s o s t , i g m i n s (Eserins). Erklarlich ixt dicser
TTntjerscliied2)dadurch, daR das l i p o p hi le Smin, Eserin, im tierischen Organisnius
besser resorbiert, und verteilt wird als die h y d r o p h i l e Ammoniuniverbindung.
Prostigmin. Ahnliche Unterschiede, wie sie beim Durchgang durch die Darmwand
auftreten, sind fiir eine Verteilung im Nervengewebe diskutiert worden3) urid sind
beobachtet, worden beim Durchgang durch Nervenmembranen4) sowie beim Durchgang durch die Blut-Kirn-Schranke5), wobei Eserin wie andere Alkaloi~le~)
oder
basische, ,,neutrotrope" Farbstoffe') s, sich rasch verteilt im Hirn uiid die Cholinersterasen hemmt, wodurch der Acetylcholingehal$ ansteigtg)l o ) ,wahrend Prostiginin iihnlich wie der quartare Farbstoff Methylgriin7)11) nach subkutaner Injektion
die Blut-Hirn-Schranke nicht passiertlO), sondern erst, wenn, wie bei hydrophilen
Farbstoffen12), ein hohes Konzentrationsgefiille erzeugt wird durch intraartcrielle13)la) oder intravenOsel3) Injektion, oder wenn durch ddrenalingabe die
~~~
*) Herrn Professor Ur. E'. Barnanr~aurn 60. Geburtstage.
Ij
Aus der Dissertation H . U . Erpf, Universitat Erlangen 1952.
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3,
i,
393./63. B d .
1960, Nr. 3
Lipophilr Uialkyl-cnibaniidsiiureester
307
Schranke durchliisdiger n-irdl*). In einfacher TVeise lassen sich solche Resorptionsuiitcrschiede auch bei medizin. Blutegeln erkennen, welche in einer Eserinlasung
i i i i t U..5 mgj5O ccin abgetotet. werden, wahrend sie sich in einer Prostigminlosung
init) 10 mg/50 ccni nicht verandern, obwohl der isolierte Blutegelruckenmuskel von
Prost,igmin und Eserin in gleicher TVeise sensibilisiert wird gegen ,4cetylcholin15).
%her werden jedoch nicht a l l e beobachtbaren Wirkungsunterschiede zwischen
Eserin und Prostigmin nur durch uiiterschiedliche Resorption und Verteilung erklart, sondern es kann gelegentlich die schnellere Hydrolysierbarkeit des Eserins
ebenso eine Rolle spielen wie das quartare Stickstoffatom im Prostigmin etwa fur
vine Bindung an Fermente. Deshalb konnte es aufschlurjreieh sein, cholinesterasenhemmende Urethane kennenzulernen, welche eine ,,umgewechselte" Loslichkeit besitzen, also entweder hydrophile, tertiare Amine vom Typ des Eserin oder
lipophile, quart,are Ammonium-Verbindung voni Typ des Prostigmin.
Daraufhin haben wir lipophile, langkettige Verbindungen (IV) vom Typ des
Prostigmin hergestellt. Als Model1 fur Lipoidloslichkeit diente die Verteilung zwischen Chloroform und Phosphatpufferlosung vom pH 7,O. Ferner wurden die
cholinesterascnhemmenden Eigenschaften dieser Verbindungen und ihre Toxizitat
fur den ganzen Rlutegel gepruft sowie die Sensibilisierung des Blutegelruckenmiiskels damit'.
,41s Verknupfung fur aliphatische Ketten, welche die Lipoidloslichkeit erhohen
muaten, zogen wir nur die beiden Stickstoffatome des Prostigmins (IVa) in Bet,racht,, nicht den Benzolring. Nach bekannten Methoden2) konnte die Synthese
von I V aus Dialkyl-carbamidsaurechloriden (I) durch Verestern mit 3-Dialkylamino-phenolen (11) und Anlagerung von Alkyljodiden an diese Est'er I11 erfolgen.
1
14)
P. Biilbriitg
15)
0.Dann und R.Straller, Acet,ylcholin V, Arrh. l'hannaz. Ber. dtsch. pharmaz. Ges.,
uiid J . H . Bzcru, ,J. Physiology 100, 337, 464 (1941); 101, 224 (lW2).
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ArCNv der
Uurm und Erpf
308
Pharmazie
Prozentuale Verteilung zwischen
Pufferlosung d Chloroforni
I V a16)
1
~
I Vc
IVd
IVe
IVf
IVg
IVh
I Vi
~
CH,
7
)
,>
C4H,
CH,
9,
Eserin
96
94
89
87
79
41
28
15
13
15
4
6
11
13
31
59
$2
85
87
85
Unter den Ausgangsmaterialien bieten die Dialkyl-carbamidsaurechloride (I)die
reichste Variationsmoglichkeit der Reste auf Grund der Herstellung aus sek. Aminen und Phosgen2) 18).Von den 3-Alkylamino- und Dialkylamino-phenolen sind
nur die Vertreter mit Methyl- und Athyl-Gruppen gut zuganglich. Weitere Vertreter wiirden sich wohl uber den 3-Amino-phenol-benzylather ergeben haben, den
man alkyliert hatte und dann eine Atherspaltung angeschlossen hatte. Diesen Weg
haben wir jedoch nicht verfolgt, weil bei Alkylierungsversuchen offenkundig wurde,
daW die Alkylreste am quartaren Stickstoffatom bei hoherer Temperatur sich intermolekular austauschen konnen. So erhielt man beim fiinfstundigen Erhitzen von
111, R , , = CH,, mit n-Butyljodid oder n-Octyljodid auf 120" als einziges kristallisiertes Alkylierungsprodkt die m e t h y l i e r t e Verbindung IVa16). Weitaus am
raschesten gelingen die Alkylierungen erwa.rtungsgemaBlg)mit Methylj odid, wesentlich langsamer mit hhyljodid und die Butylierung zu IVc gelang erst beim zmeiwochigen Erwairmen auf 37". Urethane mit langeren Alkylresten a m quartaren
Stickstoffatom haben sich deshalb befriedigend nur als P yridinium-Verbindungen2*)2) darstellen oder werden sich auch als Chinolinium-Verbindungen2) erhalten
lassen, wo bei erhohten Alkylierungstemperaturen keine Umlagerungsgefahr droht.
Nach der Ver t e i l u n g zwischen Chloroform und Phosphatpufferlosung zu schlicbWen steigt die Lipoidloslichkeit der hergestellten Verbindungen IV c-i init Verlangerung der Alkylreste an und erreicht diejenige des Eserins.
Die c holines t e r a s e n h e m m e n d e Wir k s a m k e i t 1)21),welche manometrischZ2)
rnit Menschenbl~tserum~~)
und ko1orimetrischz4)mit einer daraus angereicherten
Cholinesterase-FraktionZ3)gepriift wurde, liegt bei den Verbindungen IV b-i in derselben GroBenordnung wie die von Prostigmin (IVa) oder Eserin. Deshalb wird
J . A . Aeschlimann und A . Stewpel, Pestschr. Emil Barell 1946, S. 306, Basel.
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21) Aus der Dissertation R. Strullerj Univ. Erlangen 1957.
22) R. Ammon, Cholinesterase, id E. Bamunn und K . Hyrback, Die Methoden der Fermentforschung, s. 1585, Leipzig 1940.
23) Den Behringwerken, Marburg/Lahn, danken wir sehr fur Proben dieser Fermentquellen.
24) S. Hestrin, J . hiol. Chemistry 180,249 (1949); J . W. Cook, J. Assoc. off. agric. Chemists 37,
361 (1954).
18)
19)
293.163. Ed.
lm, Nr. 3
Lipophile Dialk yl-carbamidsaureester
309
auch der isolierte Blutegelriickenmuskel fiir die Kontraktion mit 1 7 Acetylcholin
durch die Verbindungen IVc, g, i genauso s e n s i b i l i s i e r t bei Dosen von 5-10 r/
10 ccrn Bad wie mit 5-10 r Prostigmin (IVa) oder Eserin15).
Auf den ganzen medizin. Blutegel wirkt Prostigmin rnit 10 mg/50 ccm Bad
nicht ein, wahrend 0,5 mg Eserin/50 ccm in 24 Stdn. sicher abtoten15). Von den
Verbindungen IVc, g, i wirkt nur die l i p o i d l o s l i c h s t e IVi mit 5 mg/50 ccm
todlich, wahrend die weniger lipoidloslichen IVc, g mit 5 mg/50 ccm noch keine
Wirkung erkennen lassen. Verglichen rnit Eserin zeigt IVi demnach trotz sehr ahnlicher Verteilung und Cholinesterasenhemmung eine deutlich verminderte Toxizitat, wofiir die durch den Verteilungsversuch nicht erfaBbare, selektive Resorption
beim Blutegel verantwortlich sein diirfte, welche durch den verschiedenen Molekulbau bedingt ist. Das quartare Stickstoffatom allein kann die geringe Toxizitat von
IVi nicht verursachen, da Dimethyl-dodecyl-benzyl-ammoniumbromidfur den
ganzen Blutegel mit 0,5 mg/50 ccm ebenso toxisch ist wie Eserin.
Als langkettige, quartare Ammoniumverbindung hemmt die Verbindung IVi das
Wachstum von MikroorganismenZ5).
Besehreibung der Versuehe
Die unkorr . Schmelzpunkte wurden im Schwefelsaureapparat nach Thiele ermittelt. Die Elementaranalysen hat Frl. G . Piechatzek ausgefiihrt. Dialkylamine
n-Butyl-, Octyl-, Dodecyl-methyl-amin wurden aus den n-Alkyl-bromiden und uberschiissiger, gesattigter methanolischer Methylaminlosung im Rohr nach 0. Westphal und
D.JereheP ) hergestellt.
Dialkyl-carbamidsaure-chloride
Zu
Methyl-n-butyl-carbamidsaure-chlorid (I; It, = UH,, Rz= n-C,H,):
100 ccm (0,2 Mol) einer 2O%igen Losung von P h o s g e n in trockenem Toluol lieD man
unter Kiihlung mit Eis-Kochsalz-Gemisch und Riihren eine Mischung von 17,4 g (0,2 Mol)
M e t h y l - n - b u t y l - a m i n , 16 g ( 0 2 Mol) Pyridin und 45 ccm Toluol tropfen, wobei die
Reaktionstemperatur unter - 5"blieb. Nach dem Zutropfen wurde noch l/z Stunde weitergeriihrt, wobei man das Reaktionsgemisch auf
10" kommen liel3. Dann wurde das ausgefallene Pyridin-hydrochlorid abgenutscht und das Filtrat destilliert. An der Wasserstrahlpumpe zog man zunachst das uberschussige Phosgen und das Toluol ab, hierauf erhielt man a n der Olpumpe als Hauptfraktion 15 g (50% d.Th.). M e t h y l - n - b u t y l - c a r b a m i d s l u r e - c h l o r i d vom Sdp. 60°/0,8 Torr.
C,H1,ONC1 (149,6)
Ber.: N 9,36
C1 23,70
Gef.: ,,9,49
,, 23,56
Methyl-n-octyl-carbamidsaure-chlorid(I; R, = CH,, R, = n-C,H,,):
Wie
vorstehend beschrieben wurden 50 ccm (0,l Mol) 2O%ige Phosgeidosung in Toluol mit dem
Gemisch von 14,3 (0,l Mol) M e t h y l - n - o c t y l - a m i n , 8 g (0,l Mol) Pyridin und 30 ccm
Toluol umgesetzt. Das Reaktionsgemisch versetzte man mit Petrolather zur besseren Abscheidung des Pyridinhydrochlorids. Erhalten wurden 13 g (63% d. Th.) Methyl-n-octylcarbamidsaure-chlorid vom Sdp. 105-110"/0,8 Torr.
+
z6)
z6)
Versuchel) mit Enterokokken (Stamm STEI), E. coli (Stamm 1883) und Hefe (Rasse M).
Ber. dtsch. chem. Ges. 73, 1002 (1940).
Archiv 293./65, Heft 3
21
310
D a n n und E r p f
Archiv der
Pharmazie
Methyl-n-dodecyl-carbamidsaurechlorid(I;R, = CH,; R, = n-C,,H,,):
Der
wie obenstehend beschrieben durchgefiihrte Ansatz mit 40 g (0,2 Mol) Methyl -n-(lodecyl-amin lieferte 40 g (77% d. Th.) vom Sdp. 155-160"/1 Torr.
C,,H,,ONCl (261,s)
Ber.: C1 13,53
Gef.: C1 12,28
Di-n-butyl-carbamidsaure-chlorid (I; R,,, = n--C,H,):
Der wie obenst.ehend
beschrieben durchgefuhrte Ansatz mit 26 g (0,2 Mol) D i - n - b u t y l - a m i n 1iefert.e 29 g
(83% d. Th.) vom Sdp. 106"/2 Torr.
D ial k y 1-carb a in ids iiur e es t er des 3 -Dimet h y I a mi no - p 11eno 1s
Met h yl - n - b u t yl - c ar b a m i d s a ur e - 3 -dimet h yl amino - p h en y 1ester (I11; R, =
CH3, R, = n-C,H,).
a) Ver e s t er ung i n a t h a nolis c h er Kaliu m h y dr o x y d - Lo sung lli): Die Losung
von 5.6 g (0,l Mol) KOH, 13,7 g (0,l Mol) 3-Dimethylamino-phenol und 13,5 g (0,09 Mol)
Methyl-n-buty1.-carbamidsaure-chlorid in 110 ccm absol. Athano1lieB man 2 Stunden unter
RiickfluBkuhlung kochen. Nach dem Erkalten nutschte man das Kaliumchlorid ab und
dampfte an der Wasserstrahlpumpe aus dem Filtrat das Athano1 ab. Der Riickstand loste
sich in &her und dieser ather. Losung entzog man das nicht umgesetzte 3-Dimethylaminophenol durch Schiitteln mit 2 n NaOH. Die verbliebene ather. Losung trocknete uber
Na,SO,. Nach dem Verjagen des Athers erhielt man bei der Destillation nach einem Vorlauf von nicht umgesetztem Methyl-n-butyl-carbamidsaure-chlorid
die Hauptfraktion bei
150"/0,3 Torr \Ton 12 g (53% d. Th.) gelboligem Ester, nelcher sich an der Luft allmahlich
rot farbte.
b) Veresterung init ubersehiissigem 3-Dimethylamino-phenol: Die Losung
von 14,9 g (0,l Mol) Methyl-n-butyl-carbamidslure-chlorid
und 27,4 g (0,2Mol) 3-Dimethyl
amino-phenol in etwa 50 ccm trockenem Benzol lie13 man iiber 1,3 g Magne~ium-Spanen~')
14 Stunden lang unter RuckfluSkiihlung kochen. Die erkaltete Losung go13 man in Wasser
ein, setzte 2 n NaOH im UberschuB zu und schiittelte das Gemisch mit Ather aus. Die iiber
Na,SO, getrocknete, ather. Losung lieferte beim Eindampfen einen Riickstand, aus dem
18 g (75% d. Th.) Ester bei 150"/0,3 Torr iiberdestillierten.
Met h y 1 - n - 0 c t y 1-car b a mids iiur e - 3 -dimet h y l a mino - p h en yl es t er (111; R, =
CH,, R, = 11-C,H,,):
Ein wie vorstehend unter a) beschrieben durchgefiihrter Ansatz
lieferte 14 g (4596 d. Th.) Ester vom Sdp. 190"/0,4 Torr, ein nach b) durchgefuhrter 26 g
(85% d . Th.).
Met h y 1- n - do d e c y 1- car b a m ids Lu r e - 3 - dim et h y 1a mi n o - p h en y 1es t er (111; R,
== CH,, R, = n-C,,H,,)
: Ein wie obenstehend unter a) beschrieben durchgefiihrter Ansntz lieferte 20 g (55% d. Th.) Ester vom Sdp. 235-240"/0,6 Torr.
D i - n-butyl-carbamidsaure-3-dimethylamino-phenylester(111; R,,, = n(!&H9): Ein wie obenstehend unter b) beschrieben durchgefiihrter Ansatz lieferte 24 g
(86% d. Th.) Ester vom Sdp. 186-1R7°/1 Torr.
Quartiir e Verbindungen
Dime t h y 1 - car b amid s a u r e e s t er d es 3 - H y d r o x y - p h en y1- dime t h yl - b u t y 1ammoniumjodids (IVc): 4.1 g (0,02Mol) Ester 111,R,,, = CH,, und 18,4g (0,l Mol)
n-Butyljodid wurden im Glasrohr eingeschmolzen 2 Wochen lang bei 37" gehalten. Die
abgeschiedene, gallertartige Masse nutschte man ab und fallte mehrmals TTorsichtig aus
Aceton mit Ather urn, wobei 4 g (5106 d. Th.) IVc vom Schmp. 119" erhalten wurden.
C,,H,,O,TS,J
(392,3)
Ber.: N 7,14
Gef.: N 7,02
Met h yl - n - b u t yl - car b a mid s ii u r e es t er d es 3 - H y d r o x y - p h en yl - t r i m et h y 1ammoniumjodids (IVd): Das Gemisch von 10 g (0,04 Mol) Ester 111, R, :
CH,;
A . Spassow, Ber. dtsch. chem. Gcs. 75, 779 (1942).
293./6.j. Bd.
1960, Nr. 3
311
Lipophile ~ialkyl-curbamidsaureester
K, = n-C,H,, wenig iiber CaCl, getrocknetem Aceton und 8,4 g (0,06 Mol) Methyljodid
blieb bei Raumtemperatur etwa eine Woche lang stehen. Durch Zugabe von Ather vervollstandigte man die Abscheidung der quartaren Verbindung, welche mehrmals aus Aceton
init Ather umgefallt wurde, wobei 15 g (95% d. Th.) I V d vom Schmp. 132" anfielen.
C,,H,,O,K,J (392,3)
Ber.: N 7,lO
Gef.: N 7,37
Methyl-n-butyl-carbamidsaureester d e s 3-Hydroxy-phenyl-dimethyla t h y l - a m m o n i u m j o d i d s (IVe): 2 , 5 g (0,Ol Mol) Ester 111, R, = CH,,R, = n-C,H,
a n d 3,l g (0,02 Mol) Athyljodid blieben 4 Tage bei 37". Beim Umfallen erhielt man 3,3 g
(81% d. Th.) IVe als farblose, wachsartig, weiche Masse, die im Vakuumexsikkator von
mhaft'endem Ather befreit wurde und dann gegen 69" schmolz.
C,,H,,O,N,J
(406,3)
Ber.: N 6,89
Gef.: N 6,86
D i - n - b u t y l - c a r b a m i d s a u r e e s t e rd e s 3-Hydroxy-phenyl-trimethyl-ammon i u m j o d i d s (IVf): Der Ansatz von I g (0,003Mol) Ester 111, Rl,, = n-C,H,,
5,2g
(0,03Mol) Methyljodid und einigen Tropfen Athanol wurde 24 Stunden auf 70-80" gehalten. Beim Versetzen des Reaktionsgemisches fie1 eine gelbe Schmiere, die nach lhngerem
Stehen beim Reiben und Kiihlen erstarrte. Durch Umrallen aus Toluol niit. Ather erhielt
man gegen 108" schmelzendes IVf.
ClsH310,NzJ (434,4)
Ber.: C 50,40
H 7,14
N 6,45
Gef.: ,,49,93
,, 6,90
,, 6,67
Met h y 1-n- o ct y 1- c a r b a m i d s ii u r e e s t e r d e s 3 H y d r o x y - p h e n y 1-t r i m e t h y 1- a 111m o n i u m j o d i d s (IVg): Der Ansatz von 6 g (0,02 Mol) Ester 111, R, = CH,, R, = nC,H,,, wenig Aceton und 4,2 g (0,03 Mol) Methyljodid blieb bei Raumtemperatur eine
Woche stehen. Beim Urnfallen aus Aceton mit Ather fielen 8 g (9OS:, d. Th.) IVg an vom
Schmp. 129", das sich aus Wasser umliisen lieB.
C1,H,,O,N,J
(448,4)
Ber.: N 6,20
Gef.: N 6,35
Methyl-n-octyl-carbamidsaureester d e s 3 - H y d r o x y - p h e n y l - d i m e t h y l L t h y l - a m m o n i u m j o d i d s (IVh): Der Ansatz von 3 g (0,Ol Mol) Ester 111, R, = CH,,
R, = n-CsH,,, und 6,2 g (0,04 Mol) k h y l j o d i d blieb 4 Tage bei 37". Beim Umfiillen des
voluminosen, wachsartig weichen, quartaren Salzes erhielt man 3,5 g (76YL d . Th.) IVh,
welche gegen 64" schmolzen.
C,,H,,O,N,J
(462,4)
Ber.: N 6,05
Gef.: N 6,24
-
Methyl-n-dodecyl-carbamidsaureesterd e s 3-Hydroxy-phenyl-trimethyla m m o n i u m j o d i d s (IVi): Aus 10,8g (0,03Mol) Ester 111, R, = CH,,R, = n-C,,H,,,
wenig Aceton und 7,O g (0,05 Mol) Methyljodid erhielt man nach einwochigem Stehen bei
Raumtemperatur durch Umfallen des 15 g (99% d. Th.) schweren Reaktionsproduktes aus
Aceton mit Ather I V i vom Schmp. 131", welches auch aus Wasser kristallisiert werden
konnte. Die wasserigen Losungen schaumten kraftig beim Schiitteln.
C,,H,,O,N,J (504,5)
Ber.: PIT .5,55
Gef.: N 5,65
Verteilungen
Es wurden jeweils 40 ccm einer 0,005 m Losung der Substanz in 0,5 m Phosphatpufferlosung vom pH 7,O hergestellt. Von dieser Substanzlosung pipettierte man 10 ccm ab und
bestimmte darin den Stickstoffgehalt nach KjeZdnhZ mit 0,02nHCl und NaOH (100%-Wert).
25 ccm der Substanzlosung wurden mit 25 ccm Chloroform, welches kurz zuvor mit
Wasser extrahiert worden war, kriiftig 10 Min. lang geschuttelt. Nach dem Zentrifugieren
bestimmte man in 10 ccm der wasserigen Phase den Stickstoffgehalt und erhielt den Anteil
in % der Substanz, welcher in der Pufferlosung geblieben war, wahrend der Rest sich in
der Chloroformphase befand.
Ansclirift : Prof. Dr. 0.Dam, Institnt fur angewandte Chemie der Universitat Erlanyen.
21 *
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