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Mitteilungen aus dem chem.-pharm. Laboratorium der Herzogl. techn. Hochschule zu Braunschweig. Beitrge zur chemischen und pharmakognostischen Kenntnis der Kakaobohnen

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C. E n g l e r
LI.
E. Dieckhoff, Ueber Teerol-Seifenlosungen.
5 0 prozentiger Losung von Natriumvalerianat
559
init 10 ccm Kresol
1 i ccni Benzol Mar auf.
K a m p h e r befordert in gleicher Weise die Loslichkeit der Kohlenwasserstoffe in Seifen.
Die Kresole losen sich auch in zahlreichen anderen wassrigen
Salzlosungen mehr oder weniger auf, so - abgesehen von den
Kresotinaten, Kresolaten etc., dem Solveole, Solitole u. a. - in den
Salzen des Ammoniaks nnd Anilins mit Salicylsaure, Benzoesaure.
Phenylessigsaure LI. a. m., durchweg jedoch in geringerer Menge als
in Seifenlosungen.
Endlich machen wir bei dieser Gelegenheit auch auf das G l y c e r i n
als ein ansgezeichnetes Losungsmittel fiir Kresole aufmerksam; 9 csm
Glycerin losen 1 g p-Kresol klar auf, und die Losung kann mit ihrenl
gleichen Volum Wasser verddnnt werden, bis Trubung eintritt ; das
o-Kresol ist noch loslicher, 1 g desselben gebraucht nur 4 ccm
Glycerin zur vollstandigen Losung. Die Losung eines Gemisches von
1 g o-Kresol und 1g p-Kresol
in 13 ccm Glycerin ist in allen
Verhaltnissen mit Wasser Mar mischbar.
Hitteilungen aus dem chem.-pharm. Laboratorium
der Herzogl. techn. Hochschule zu Braunschweig.
BeitrPge zur chemischen und pharmakognostischen Kenntnis der Kakaobohnen
von
H. B e c k u r t s und C. H a r t w i c h .
(Eingegangen den 15. VII. 1892.)
Bekanntlich hat P. T r o j a n o w s k y l ) aus den ahweichenden
chemischen Reaktionen, welche er auf Zusatz verschiedener Reagentien zu den wasserigen Ausziigen der Kakaobohnen verschiedener
Provenienz erhielt, einen analytischen Gang abgeleitet, um diese von
einander zu unterscheiden.
P. Z i p p e r e r g hat sodann in seiner wertvollen Arbeit iiber die
U n t e r s u c h u n g von K a k a o und d e s s e n P r a p a r a t e n eine Method8
1) Arch. Pharm. 15i5, 210, 30.
2, Untersuchungen iiber Kakao und dessen Praparatc. Hamburg
und Leipzig. L. V o b . 1887.
B. B e c k u r t s u. C. H a r t w i c h . a. Kenntn. d. Kakaobohnen.
500
zur Unterscheidnng der verschiedenen Handelssorten der Kakaobohnen vorgeschlagen, welche sich auf die Beschaffenheit der im
Embryo enthalteiien Pigmentzellen griindet. Im Anschluls daran
wurde sodann von demselben Autor die Frage gepriift, ob das Pigment der Kakaobohnen eines j e d e n Jahrgangs in d e r s e l b e n
Handelssorte das Gleicbe ist, oder Unterschiede existieren. W a r
letzteres der Fall, S O mnfsten dieselben Reagentien, welche T r o j a now s k y 1874 angemendet hatte, heute andere Ergebnisse liefern;
war ersteres richtig, so mufsten die Iteaktionen die Gleichen bleiben.
Z i p p e r e r hat nun bei der Wiederholnng der Versuche T r o j a n o w s ky ’s dieselben Reaktionen erhalten und daraus geschlossen,
dafs die verschiedenen Jahrgiinge der gleichen Kakaosorten, was
das Pigment anbelangt, nicht unter einander verschieden sind rind
sich auch Kakaobohnen gleicher Abstammung unter einander in der
Fiirbung sowohl, wie in den Reaktionen, welche sie bei Anwendung
geeigneter Reagentien zeigen, gleichen.
Der eine von inis hat schon vor einiger Zeit3) die Angaben
Z i p p e r e r ’ s , soweit dieselben sich anf die Beschaffenheit der Pigmentzellen und das in ihnen enthaltene Pigment beziehen, einer
Nachpriifung nnterzogen und ist dabei zu Resultaten gelangt, die
von denen Z i p p e r e r ’ s durchaus abweichen, so dafs damals die
Ansicht ausgesprochen wurde, dass ksin Mikroskopiker auf Grund
der Untersuchung der Piginentzellen eine Handelssorte erkennen
konnte.
Eine grijfsere Kollektion Kakaobohnen verschiedener Provenienz,
welche nns von der Firma W i t t e k o p & Co. in Braunschweig zur
Verfiigung gestellt wurde, wofiir wir derselben auch an dieser
Stelle unseren verbindlichsten Dank aussprechen, gab Veranlassnng,
die Untersuchnngen T r o j a n o w s k y ’ s und Z i p p e r e r ’ s wieder aufzunehmen, urn die noch nicht geniigend gekliiite Frage der Unterscheidung der einzelnen Handelssorten moglichst zu entscheiden.
Auch bei diesen neuen Untersuchungen hat sich sowohl hinsichtlich
der Beschaffenheit der Pigmentzellen, wie auch der Reaktionen bei
Anwendung geeigneter Reagentien keine hinreichende Ubereinstimmnng
mit den Resultaten Z i p p e r e r ’ s und Tro,janowsky‘s ergeben, aber
3)
Arch. Pharm. 1887, 554.
B. H o c k u r t a
11. ('.
H r r r t w i c h , x. Kviintn. d.lia!i:iohohiitn.
391
such die i:liereinst,iiriiniiri~ iiiit tieri ldesultaten cter I!ntersuchuiix
von 18% ist eine SO weni;: liefriedigcndc. d a L die dainals ausgrs p r o c h i e und soeben angeI'(i:irte :\nsicht aufreclit idialten 1~leibc.n
miilb. Von 8 Sorteri. die IHA'i (vnii l'eikert &. Co. in Wernigerodn
hezogen) untorsucht. wiiidun und dencu jetzt eine gloiche Anzalil
ebenso hszeichnetei. gegeniibcr gestellt werden konnten. stinuneri
3 Sortrn (Porto (hl)ellIi. b1;icha.ln iind Rnhia) iiberejn. 3 Sorteii
(Carncas. St. Thoiiinn i i n t l Trinidad) ytiiiiiiiPri nicht iind h i 2 Sortmi
(Ceylon i i i i r l XrihR I ist die jibereinst.imiiiiuiji n u r einn tcilweise.
Es k;iiiii nicht Wiindrr nelinieii. d i i k die Hiuitlelusorten lieziiglich der Farhe, des Qncrachiiittes i i i i t l ilcs Piginerit,es weiiig koris h n t eind. Wir wissen. d a h das Piginerit. a a s einnm Gerbstoff ent,stelit und dem Anthocyan mindesteiis sehr riahc verwindt ist, uiid
e s ist leicht rnaglic.11. 1191's diese t7iiiwanrlliiiig von xalilreichen Falitoren (z. n. Tteiteziistand) ahhangiK ist. dir wir riir.11t kennen, j a ,
dafs sie niclit seltcii p i i z iiuterhleiht : jt?deiit'dls goht ~ i i sder nachfolgenden h m i c h t liervor. i l n k es Handelssorten giebt, welche gar
kein l'ipnent. sonr1ei.n niii. (h-bstoff in besondereu Zellen enthalt.eii
und dak es xweitens S o i ~ e i igiebt. die eine geringe Moiige Farbstot'f
durvli das Parenchyiii iiielir oder weriiger verteilt ciit.linlten, was
allordiiigs zuweilen erst, Iiei der Behniidluiig niit Al1i:ilion an der
anttretenden Qriinfkrhiing erlrnnnts werden kann.
Pei-ner wurde bereits lRSS dcr Stimdpiiillit vertrsteu. d a h tlich
g a n z allgeniein verbreitete t h & h t . diil's der violette Farhstoff durcli
d e n eigentiimlicheri Ciiihrurigsprozelh. das Rotten, in hrann umgrwantlelt iut. nicht richtig ist. Diese Ansicht ist durch iinsere neiieii
TJntersuchnngen nur hefestigt norden. d a ganz unzweif'elhatt gerott.ete
Sarnen violetten Fnrbstoff xeigen. KY iwt iiberhaupt nicht mohr
miiglich. eine gerottete Doline von einer ungerotteten schori Lidserlicli dadiirch zu unterscheitlen, d d s tlica p r o t t e t e rinen I'l)erzug ~ 0 1 1
der Krde zeigt, in welche tlie Eohncii Zuni Zwecke dcs Jhittens eingegralwn wvurden. d a diese priinit.ive Methode nri ~iiiride;lt~eiisxahlreichen Produktionsorten verlassen iirid dmcli rat,iorrsllare Einrichtnngen. 1x4 denen die Bohnen iii hiilzerne oder iiietallene GefaCrc?
gelangon. also init der Erde Ja nicht melir in Bertihning koii1lneli.
ersetzt i3t. D a aber of% iiiis alter Gewohnheit verlangt wird, dalk
eine gute Bohne ein erdiges Ansehen habe, SO wird ihnen ein h c r -
592
B. Becliurts u. C. H a r t u - i c h , 2. Kenntn. d. Kakaobohnen.
zug von meist rotlicher Erde zuweilen kiinstlich gegeben. Nach
einer Nachricht SOU diesem Uherzug sogar Zinnober zugesetzt werden.
Nach unserer Ansiclit ist eine gerottete von einer ungerotteten Bohne mit einiger Sichcrheit nur durch den Gesclimaclr zu unterscheiden, da j a die den ungerotteten Bohnen
eigentumliche Bitterlceit und Herbigkeit durch das Rotten verschwindet und der eigentumliche aromatische , j a znweilen fast
iitherartige Geschmack erst dadnrch entwickelt wird. - Ferner
ist dabei noch auf einen andern Punkt die Aufmerksamkeit zu
lenken. Die Parenchymzellen der Samenlappen, die die weit uberwiegende Hauptmasse des Gewehes ausmachen, enthalten neben 01,
Starke u. s. w. in dem Zellinhalt eine geringe Menge Gerbstoff, der
init Eisenchlorid unvchwer nachzuw-eisan ist. Bei zahlreichen Sorten
nun hat dieser Gerbstoff eine Umwandlung erlitten, indem er in
einen braunen Farbstoff, ein Phlobaphen, ganz oder teilweise ubergegangen ist und zwar hat diese Umwandlung die peripheren Partien besonders betroffen. Unter dem Mikroskop erscheint die Menge
dieses braunen Farbstoffes meist nur gering, ist aber fur die ganzen
Samen doch oft genug von wesentlicher Bedeutung, da er fur die
Fiirbung des Querschnitts sehr ins Qewicht Mlt. Wie die nachfolgende Ubersicht erkennen kfst , zeigen manche Sorten, trotzdem
sie violetten oder violettroten Farbstofi enthalten einen braunen
Querschnitt, welche letztere Farbe dann auf Rechnung des in den
Parenchymzellen enthaltenen Phlobaphens zu setzen ist. Es witre
nun nicht unmoglich, d d s die Bildung dieses Phlobaphens durch das
Rotten begiinstigt wird, wobei aber natiirlich nicht aufser Acht zu
lassen ist, dak auch zahlreiche andere trockene Drogen eine solche
Umwandlung von Gerbstoffen zu braunen oder gelben Stoffen erkennen
lassen, ohne gerottet oder einem ahnlichen Prozesse unterworfen zu
werden. Die Fabrikanten beurteilen den Kakaosamen nach der Farbe
cles Querschnittes iind halten moglichst ausgesprochen braune
Samen fiir die besten, welche also mijglichst reich an Phlobaphen
iind moglichst arm an Gerbstoff sind, also wahrscheinlich den durch
den Gerbstoff bedingten hgrben Geschmack moglichst vollstidig
verloren haben.
Von einigen Sorten lagen uns durch die giitige Vermittelung
der Herren W i t t e k o p & Co. zugleich ungerostete und gerostete
B . B e c k u r t s u . C.Hartwich,z.Kenntn.d.Kakaobohnen.
593
Samen vor nnd es war damit die erwiinschte Gelegenheit geloten,
auch das Verhalten des Pigmentes heim Rosten zu stndieren. EY
hat sich nun herausgestellt. dars beim Riisten die violette Farbe des
Pigments in Braun von verschiedenen Nuancen iibergeht und dal’s
der Farbstoff dahei die Fiihigkeit verliert, in bekannter Weise anf
-4lkalien zn reagieren. Da. aber ofenbar das Rosten bei den jetzigen
vervollkoinmneten Ehrichtungen sehr vorsichtig geschieht, YO ist e~
meist leicht, weiter nach innen in den Samen noch Pigmentzellw
mit unverhdertem violettem Inhalt anfzufinden. Ebenso konnten wir
in dem uns zii Gebote stehenden Kakaomxssen i i n d Piilvern immer
mit Leichtigkeit noch unveriinderten Parhstoff auffinden.
Auch diesmal ist den Stiirkekornern einige Aufmerksamkeit ZLIgewendet worden. nachdem schon 1887 aid die erheblicheri Differenzen in der Grijlse der Stirkekiirner bei inanchen Sorten hingewiesen war und es hat sich herausgestellt, dais die diesmal daranf’
untersuchten Sorten mit denen von 1887 gut iihereinstimmen (nur bei
der Sort,e von St. Thomas wurden 1885 die Kiirner bis 3 11, diesmal
bis 5,s grol’s gefunden). Wenn nun selbstverstsindlich ein abschlielsendeu IJrteil noch nicht moglich ist, so mollen wir doch dringencl
empfehlen, vorkommenden Falls darauf zn achten.
W i r lassen in dem Folgenden unsere h i der m a k r o k o p i s c h e n
und m i k r o s k o p i s c h e n U n t e r s u c h u n g 23 verschiedener Handel>sorten gemachten Beobachtungen, sowie die R e a k t i o n e n der
A u s z u g e dieser Bohnen f’olgeri, wodurch das in dem Obigen ausgefuhrte, wonach die zur Unterscheidung bislang angenommeneii
Merkmale unzureichend sind und daheu keine Verwendung mehr
finden konnen, Bestitigung findet.
1. Allgemeine Keniizeichen und mikroskopisclier
1. Bahia.
(I3 r a Y i l i e n.)
B o h n e : abgeplattet.
S c h a 1e n : zimmetfarbig.
S a m en1 a p p en: a d s e n braun, Querschnitt rotviolett, bei der gerasteten Bohne braun.
D u r c h s c h n i t t s m a f s : 22 mmLiinga, 13 mmBreite 6 mm Dicka.
Arch. d. Pbum. XXX. Bds 8. H(t.
3s
594
B. B e c k u r t s u. C. H a r t w i c h , j z . Kenntn. d. Kakaobohnen.
G e w i c h t : 20 Samen wiegen 21 g.
M i k r o s k o p i s c h e r B e f u n d : deutlicli diiferenzierte Pigmentjzellen
sind nicht zu erkennen. vielmehr nimmt das ganze Gewebe der Kotyledonen mit Xatronlauge eine schuach grunlicheFarbe an und wird rnit
Eisenchlorid dunkel. Der Iiihalt des Parenchyms ist in den aufseren
Parthien braun gefarbt weiter nach innen farblos. Stiirkekiirner
bis i , 3 u
.
9 . Haliia.
( B r a s i 1 i eii i
B o h n e : nbgeplattet.
S c h a l e : rotbraun.
S a m e n l a p p e n: aufsen scliwarzbraun, Querwhnitt dunkelviolett
D u r c h s c h n i t t s n i a f s : 25 mm Lange, 14 mm Breite, T mmDicke.
G e w i c h t : 20 Stiick wiegen 27 g.
M i k r o s k o p i s c h e r B e f u n d : I’ignientzelleri rotviolett. mitEisenchlorid dunkel, init Satronlauge zuerst ganz kurze Zeit blau, dann rnit
grtiner Farbe sich losend, nach einiger Zeit gelb. Amplum bis T 11.
3, Para.
(B
r a s i l i en. )
Bo h n e : konvex.
S c h a I e n : rostthrbig. matt.
S a m e 11 1a p p e n : aulben schwarzbraun , Querschnitt braun bia
graubraun.
D u r c h s c h n i t t s m a f s : 22 mmLZingc, I 1 InmBreite, 5 m m Dicke.
G e w i c h t : 20 Stuck wiegen 16 g.
M i k r o s k o p i s c h u r B e f u n d : Pigmentzellen violett, mit Eisenchlorid meist rot, nur selten schwarz werdend, mit Natronlauge wie
Bahia 3. Brauner Farhstoff des Parenchyms sehr sparlich.
3. (;Ilt,zlio.
B r a s i l i e n.
H o h n e : konvex.
S c h a 1e n : zimmetfarbig
S a m e n l a p p e n : aufsen schwarzbraun, innen violettbraun, Querschnitt hellbraun, auch violett,
D u r c h s c h n i t t s m a T 8 : 20 mm Liinge, 11 mm Breite, 6 mmDicke.
G e w i c h t : 20 Stuck wiegen 20 g.
M i k r o s k o p i s c h e r B e f u n d : Pigmentzellen rotviolett mit einem
Stich ins Braune. aufiallend klein. Mit Eisenchlorid werden sie schwarz,
mit Satronlauge resgieron sie wie Bahia 2, aber nur schwach, offenbar i s t also die Umwandlung des Gerbstoffes in den violetten Farhstoff noch nicht weit vorgeschritten. Brauner Farbstoff im Parenchym
fehlt fast ganz. Amglum 3.5 U .
B. B e c k u r t s u. C. H a r t w i c h , z. Kenntn. d. Kakaobohnen.
595
Die gerostete Bohne zeigt einen hellbraunen, auch grauen Querschnitt, die Pigmentzellen sind meist rotbraun, mit Eisenchlorid werden
sie schwarz. in Natronlauge lost sich der Farbstoff farblos.
5. Maracas.*)
( B r a s i li e n.)
€3 o h n e : abgeplattet, auch konvex,
S c h a 1e n : rotbraun.
S a m e n l a p p e n: aufsen dunkelbraun. innen hellbraun, Querschnitt
graubraun.
D u r c h s c h n i t t s m a P s : 20 mmL&nge, 13 mmBreite, 7mmDicke.
G e w i c h t ; 20 Stiick wiegen 2i,5 g.
M i k r o s k o p i s c h e r B e f u n d : Pigmentzellen mit violettem Inhalt, der mit Eisenchlorid schwarz wird und mit Natronlauge wie
Bahia reagiert. Amylum 1,8-3,6 p .
Die gerostete Bohne ist im Qucrschnitt hellbraun, die Pigmentzellen sind gelbbraun, mit Eisenchlorid werden sie schwarz, mit Natronlauge werdeii sie einen Moment schwach ratlich und lasen sich d a m
farblos.
6. Canca.
(Columbie n.)
B oh n e : konvex.
S c h a l e n : rostfarbig, auch graubraun.
S a m e n l a p p e n : aufsen hellbraun, Querschnitt gelblich braun
D u r c h s c h n i t t s m a l s : 23 mm Lange, 13 mm Breite. 10 mm Dicke.
G e w i c h t : 20 Samen wiegen 27,:) g.
M i k r o s k o p i s c h e r B e f u n d : Pigmentzellen mit violettem Inhalt
fehlen, einzelne Zellen sind braun g e k b t , sie werden mit Eisenchlorid
schwarz. wie auch das ganze Kotyledonengeaebe meist etwas dunkler
wird. Brauner Farbstoff des Parenchyms ist reichlich vorhanden
Amylum bis i , 2 ( I .
i. Carraeas.
V e n e z u e la.
B o h n e: teilaeise abgeplattet, teilweise konvex.
S c h a1 en: ockerfarbig.
S a m e n l a p p e n : a d s e n donkelbrann, innen hellbraun, oft rnit violettem Ton.
D u r c h e c h n i t t s m a f s : 23 mm Llnge, 11.5 mm Breite,9 mm Dioke.
G e w i c h t: 20 Samen wiegen 23.5 g.
M i k r o s k o p i s c h e r B e f u n d: PigmentLellen rnit dunkelviolettem
Inhalt, rnit Eisenchlorid ticf dunkelrot, fast schwlrzlich, mit Katron*) 01%in der Brasil. Provinz Bahia. Eine besonders geschstzte
IPare; was gewohnlich Kahia-Cacao genannt wird, ist nur mittel111 Bkige Ware.
39-
596
B. B e c k u r t s u. C . H a r t w i c h , z. Kenntn. d. Kakaobohnen.
lauge mie Bahia 2, das Parenchym zeigt nur i n den Rul'seren Parthien
etwas hraunen FarbstoK.
8. (iarupano.
(V e n ez u e l a.)
B o h n e : abgepl attet.
Sclial e n : erdfarbiggrau.
S a m e n l a p y e n : nuken dunkelbraun, innen rotlich. Querschnitt
violett.
L ) u r c h s c h n i t t s m a T s : 24 mm Lange, 13,5 mm Breite, 6 iiini Dicke.
G e w i c h t : 30 Stuck wiegen 24 g.
M i k r o s h op i s c h e r B e f u n d: Pigmentzellen mit violettem Inhalt
selten, dagegen das iiulsere Gewebe violett gearbt. IIit Eisenchlorid
wird das game Gewebe dunkel, mit Natronlauge schwach grunlich.
Das Parenchym mit reichlichem braunen Farbstoff. Amylum bis
13,s ,u. grois.
9. Yiierto Cabello.
(Ve n ez 11 e 1a.)
Bohiie: koiives.
Y c h a1 e n : ockerfarbig, erdig.
~ ~ , hellbraun.
S a m e n l a p p e n : auben d u l l k e ~ b r a u innen
D u r c h s c h n i t t s i n a f s : 2 3 mm LRnge, 6 m m Hreite, 1:1mmDicke.
G e w i c h t : 20 Stuck wiegen 26 g.
M i k r o s k o p i s c h e r B e f u n d : Violetter E'arbstoK fehlt ganz.
einzelne Zellen eeigen schwach braungefarbten Inhalt, der sich mit
Eisenchlorid wenig diinkler f;irbt.
10. Caragaez.
(E c u a d or.)
Bo h n e: abgeplattet und konvex.
S c h a l e n : rostfarbig, oft mehr grau.
S a m e n 1a p 11e n : aul'en dunkelbraun.
D u r c h s c h n i t t s m a r s : 23 mm Lknge, 13 mni Breite, ;,3 m m Dicke.
G e w i c h t : 20 Sairien wiegen 26 g.
M i k r o s k o p i s c h e r B e f u n d : Die Sorte zeigt riicht durchweg
gleiche BestshaKenheit des Samens, es fanden sich solche, die 1) einen
braunen Querschnitt hatten und rotliche Pigmentzellen zeigten. sowie
reichlich braunen Fttrbstoft' im Parerichym und 2 ) solche. die eineii
violatten Querschnitt hatten und violette Pigmentzellen, aber keinen
braunen Farbstoff im Parenchym. Bei beiden Sorten wurde das Pigment mit Eisenchlorid dunkel und reagierte mit Natronlauge wie
Bahia 2 .
Amylum 3,6-5,2. U .
B. B e c k u r t s u. C. H a r t w i c h , z. Kenntn. d. Kakaobohnen.
59i
11. Machala-Gtiiayaquil.
(Ec u a d o r.)
B 0 11 11 e : konvex.
S c h a 1e n : zimmtfarbig.
S a m e n l a p p en: aulsen dunkelbraun. innen hellbraun.
I ) u r c h s c h n i t t s m a I s : 24mm LLnge, 1 3 mm Breite, 7 mm Dicke.
G e w i c h t : 20 Stuck wiegen 33 g.
31 i k r o s k o p i s c h e r B e f u n d : Pigmentzellen rnit dunkelviolettem,
weiter nach innen hellerem, fast blauen Inhalt; mit Eisenchlorid rot
werdend, nach einiger Zeit die meisten Zellen schwarz; rnit Natronlaugc \vie Bahia 2.
Die gerijstete Bohne zeigt einen graubraunen Querschnitt, das Pigment ist in den iiuberen Partien in braun umgewandelt, in den inneren
unveriindert. In Natronlauge last es sich farblos.
12. Arriba Guapaquil.
(E c u a d o r.)
S o m m e r - E r n te.
Bo 11 n e : abgeplattet, auch konvex.
S c ha1 e n: rostfarbig.
S a m e n l a p p e n : braun.
D u r c h s c h n i t t s m a l s : 24mm IAnge. 15minBreite, i,i mm Dicke.
G e w i c h t : 20 Stuck lvogen Z(i,5 g.
N i k r o s k o p i s c h e r B e f o n d : Die Samen sind nicht von gleichmahiger Beschaffenheit. es kommen vor: 1) solche mit dunkelbraunviolettem Querschriitt und ohne violette Pigmentzellen : dagegen sind
einige Zellen scl~wachbrttun, sie liirhen sich mit Eisenchlorid dunkel
und geben mit Natronlauge keine Reaktion.
2) solche mit grauem $ierschnitt, die braunen Farbstoff im Parendiym und l'igmentaellen tnit violettern Inhalt zeigen, welche letzterer mit Eisenchlorid erst rot, dann schwarz wird und mit Natronlauge
wie Bahia reagiert. Amylum bis i m.
Gerostete Hohnen derselben Sorto zeigen einen braunen Querschnitt
und rotbraune Pigmentzellen. die sicli mit Eisenchlorid schwarzen und
rnit Natronlauge keine Farbenreaktion geben.
13. Arriba Guayaquil.
W i n t e r - E r n t e.
B o h n e : abgeplattet.
S c h a l e n: routfarbig.
S a m e n l a p p e n : a u k e n braun, Querschnitt rotlich braun.
D u r c h s c h n i t t s m a l s : 25 mm Lange, 14 mm Breite, i mm Dicke.
G e w i c h t : 20 Stiick wiegen 36 g.
598
B . B e c k u r t s u . C . H a r t w i c h , z.Kenntn.d.Kakaobohnen.
M i k r o s k o p i s c h e r B e f u n d : Pigmentzellen mit violettem Inhalt
selten, mit Eisenchlorid schwarz, mit Natronlauge wie 13ahia 2. Brauner
Farbstoff im Parenchym reichlich.
14. (hayaquil.
(Balao.)
B o h n e : konvex.
S c h a l e n : rostfarbig.
S a m e n l a p p e n : auken dunkelbraun, innen hellbraun.
D u r c h s c h n i t t s m a l ' s : 23 mm Liinge, I3 mm Breite, d niin Dicke.
e w i c h t : 20 Stuck wiegen 28,7 g.
M i k r o s k o p i s c h e r B e f u n d : Die Samen sind ungleichmiil'sig,
man unterscheidet f'olgende: 1) solche mit braunem Querschnitt und
braunvioletten Pigmentzellen, die mit Eisenchlorid dunkel werden und
mit Xatronlaugo wie Bahia 2 reagierm und 8 ) solche mit violettem
Querschnitt, die nur spiirliche, ganz schwach violett geArbte Pigmentzellen zeigen, die mit Eisenchlorid schwarz aerden. Mit Natronlauge
nimmt das ganze Gewebe der damenlappen einen griinlicheii Ton an.
Beide Arten zeigen im Parenchym eine geringe Mengo braunen Farhstof. Amylum 3,5->,2 !t.
16. Domingo.
(Wes t i n d i e n.)
B o h n e : abgeplattet.
S c h a l e n : schmutzig-grau.
S a m e 11 1a p p e n : aufsen graubraun. Querschnitt gelblich-brauii.
D u r c h s c h n i t t s m a f s : 22 mm Liinge, 13 mm Breite. 6 mm Dicke.
G e w i c h t : 20 Samen wiegen 20,2 g.
M i k r o s k o p i s c h e r B e f u nd: Pigmentzellen rotviolett, rnit Eisenchlorid schwarz rnit Natronlauge wie Bahia 2, brauner Farbstofl des
Parenchyms spiirlich.
16. Dominica.
(Westindien.)
B o h n e : abgeplattet.
S c h a 1e n : rostfarbig.
S a m e n l a p p e n : schwarzbraun. Durchschnitt grauviolett.
D u r c h s c h n i t t s m a f s : 25 mm Lbnge, 13 mm Breite, 7 mm Dicke.
Q e w i c h t : 20 Stiick wiegen 23.2 g.
M i k r o s k o p i s c h e r B e f u n d : Pigmentzellen rotviolett, mit Eisenchlorid einige rot, die meisten schwan, mit Natronlauge wie Bahia 2.
.Das Parenchym besonders in den iiufseren Parthien rnit braunem Farbstoff. Amplum bis 5,4 :J grol's.
13.B e c k u r t s u. C. H a r t w i c h , z. Kenntn. d. Kakaobohnen.
599
I?. Granada.
(Westindien.)
B o h n e: teilweise abgeplattet, teilweiee konvex.
S c h a 1e n : zimmtfarbig.
S a m e n 1 a p p e n : aufsen schwarzbraun. Querschnitt gelbbraun bio
rotviolett
D u r c h s c h n i t t s m a l ' s : 2 3 m m Lilnge. 1 3 m m Breite, 8mmDioke.
G e w i c h t : W Stiick wiegen 19,5 g.
Mi k r o 8 k o p i s c h e r 13 e fii n d : Pigmen tzellen violett, mit Eisenchlorid schwarz, zugleich auch clas ganze Gewebe etwas dunkler, mit
Piatronlauge wie Bahia 2.
Amylumkorner bis 7 !L grofs. Aufser den AmylumkiSrnern fanden
sich bci dieser Sorte Gerbstofiorner von der Grofse der Amylumkamer.
IS. St. Lueia.
(Westindjen.)
B o h n e : nbgeplattet.
S c h a l e : graubraun.
S a m e n l a p p e n : aul'uen dunkelbraun. innen hcllbraun bis graubraun.
D u r c h s c h n i tt ~1 m a is : 22 nim Langt?, 12,6 mm Breite, 5.5 mm Dicke
G e w i c h t: 20 Stuck wirgen 63 g.
M i k r o s k o p i s c h e r B R f u n d : Yiolrttte Pigmentzellen selir selten.
init Kisenchlorid mehr rot, nlit Satroiilaiigti wie Bahia 2 . Brauiirr Farbstoff in den Samrrilappen reichlich.
1!I. 1'riii id;](1.
(Westiridien.)
H o h 11 e : abgeplnttet.
S c h a.1e n : rostfarbig.
S a m e n l a pi) e n : aufsen dunkelhraiiii. Qurrscllnitt rotviolett.
D u r c h s c h n i t t s m a l ' s : 23 mni Liinge, 13 mni Hreite, i m m Dicke.
( i e w i c h t : 20 Stiick wiegon 1'3,; g.
M ik r o s k o p i s c h e r B e f u n d : Pignientzelleii fehlen. Brauncr Farbotoff im Parench.ym in den iiulberen Yartliien.
20. Ceylon.
B o h n e : konvex.
S c h a l e n : rotlichbraun.
S a m e n l a p p e n : hellbraun. Querschnitt braun.
D u r c h s c h n i t t s m a l s : 2 1 mm Lilnge. 13 mm Breite, 8 mm Dicke
G e w i c h t : 20 Stiicke wiegen li,lg.
N i k r o s k o p i s c h c r B e f u n d : PigmentzeUen fehlen. Mit Eisencblorid wird das ganze Ciewcbe der Sarnenlappen etwas dunkler, einige
Zellen schwarz. Hrauiicr Fwbstofi' t l n . Seiiienlappen deutlich. Amylum
bis 7 ! l .
600
B . B e c k u r t s u. C . H a r t w i c h , z . Kenntn,d. Kakaobohnen.
21. Java.
H o h n ( : : konvex.
S c h a l e n : kupfertarbig
S a m e n l s p p en: aufsen braun, Querschnitt braun.
D u r c h s c h n i t t s m a f s : 22 mm Lange, 1 3 mm Breite, 8 mm Dicke.
G e w i c h t : 30 Stiick wogen 15.5 g.
M i k r o s k o p i s c h e r B e f u n d : Pigmentzellen spiirlich vorhanden,
mit sehr hellviolettem, zuweilen hellbraunem Inhalt, der mit Eisenchlorid dunkel wird. Das Parenchym mit mairsigem braunen FarbstoB:
22. Kamerun.
B o h 11 e : abgeplattet.
S ch a 1c n: dunkel zimmetfarbig.
S a m e n l a p p e n : aul’sen dunkelbraun, innen violettbraun.
D u r c h u c h n i t t u m a l s : 24mmLLnge, 13,s mmBreite, 6 mni Dicke.
G e w i c h t : 20 Stiick wiegen 24 g.
M i k r o s k o p i s c h e r B e f u n d: Pigmentzellen rotviolett. weiter
nach innen hellhlau, mit Eisenchlorid dunkel, mit Katronlauge wip
Bahia 3
23. St. Thonii.
(A f r i kn .)
B o h n e : abgeplattet.
S c h a 1c. n : graubriiunlich.
S a m e n l a p p e n : aiifsen sch\\ arzliraun, Querschnitt grauviolett,
auch entschieden violett.
D u r c h s c h n i t t s m a f s : 25 mmLiirige, 13 mm Breite, i mm Dicke.
G e w i c l i t : 30 Stuck wiegen 22 g.
M i k r o s k o p i u c h e r B e f u n d : Pigmentzellen drinkelviolett (zuweilen
fast ganz fehlend), mit ’Eisenchlorid rot, mit h’atronlauge wie Bahia 2.
Amplum 5.3 p. Brauner Farbstoff im Parenchym sparlich.
2. Reaktioncii der A uszuge von Bohncn vei-scliiedener
Prov enienz.
Sacli Vorsclirift T r o j a n o w s k y ’ s wurderi 2 g Kotyletlonenp d v e r mit. 2 g Znckerpuher fein verrisben. m i t 30 g \Vasser iibergosuen, 24 Stunden stehen gelassen uiid fltriert. J e 1 ccm des
Filtrats wurde mit den nachbezeiclmeten Reagentien versetzt und
die eintretenden Reaktionen beobachtet.
Diegelben sind in der
folgendon Tahelle zusammengestellt. obwolil sie eine Eedentung fur
die Unterscheidnng von 1inkaost.nndardmiistein nicht hahen. weil PS
n u r durch Anfiihrung derseibcn niiigliali ist , i h e n zweifi.lliaften
W e r t darmthiin.
(SchluCs folgtp.)
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