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Pharmakognostische Beitrge.

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33
IS. Naturgeschichte nnd Pharmakognosie.
Pharmakognostische BeitrQe ;
voll
Professor Dr. H e r m a n n Ludwig
in Jena.
1. Ileber das Gummi.
Die schonen Untersuchungen C a r 1 N e u b a u e r’s
uber das Arabin (im Joumal fur p a k t . Chemie, 62. Bd.
pag. 193- 202. 10. Juli 1854;) haben uns im arabischen
Gummi das saure Kali- und Kalksalx der Arabinsaure
kennen gelehrt, einer Saure, die im Weingeist aufloslich
ist, aber bei Zusatz von wenig Salxsaure oder Kochsalz
aus dieser Losung gefallt werden kann, die ferner mit
Kali, Kalk oder Baryt auflosliche neutrale, alkalisch und
sauer reagirende Salze liefern kann, in welchen, auch
bei grossem Ueberschuss der Saure, diese letztere mit
der Formel C l2HloO 10 in die Verbindung eingeht, wahrend die Arabinsaure ein Hydrat von der Formel HO,
C12H10010 darstellt, welches ohne Zerseteung zu erleiden nicht entwgssert werden kann und nach einer Trocknung bei 100- 1200 C. eine im Wasser nur aufquellende,
nicht wirklich losliche amorphe Masse darstellt. Nach
einer solchen Umstossung der alten Ansichten iiber das
Gummi (als eines neutralen, aus seiner wasserigen Losung
durch Weingeist fallbaren Korpers etc.) war es mir ein
unabweisbares Bediirhiss, die Reactionen der verschiedenen Gummisorten durchzupriifen, und ich konnte dasselbe um so eher befriedigen, als inir in der aiis dem
Arch. d. Philrin. CXXXII.Bds. 1. Hft.
3
34
Lzlam-g,
Nachlasse des verstorbenen Herrn Geh. Hofraths Prof.
Dr. H. W a ck e n r o d e r emorbenen cliemischen und pharmakognostischen Sammlung ein kostbares Material eu
dieser Untersuchung dargcboten wurde.
In dieser Sammlung finden sich folgende Gummisorten :
I. Gummi arabicum.
1. electum: a ) Von HH. Briickner und Lampe in Leipzig, 1841. b) Von Hrn. Hermann Credner in Triest, Mai
1844. c) electuni prima Sorte, von demu. 1842. d) elect.
albissimuna.
2. naturel: a) fein naturel von Herm. Crcdner, 1842.
6) naturel, von dcms., 1842.
3. in Sorten: a) abgesiebt, von Hem. Credner, 1842.
6) nicht abgesiebt, von dems., 1842.
4. Fabriksgummi : a) Ima, von Herm. Credner, Nov.
1842. 0) 2da, von dems., Nov. 1842.
LT. Gummi Gedda. (Dschidda.)
1. electum: a) Vom Herrn v. Bergen, 1830. b) Von
Herm. Credner, Nov. 1842.
2. naturel (in Sorten) abgesiebt, von Herrn. Credner.
111. Gummi B~nbtcvi. a) Von Hrn. I). Buschmann in
Braunschweig. b) abgesiebt, von H. Credner in Triest,
1842.
IV. Gummi Senegal. a ) electum, 1839. b) electum,
1842, von HH. Bruckner und Lampe in Leipzig.
V. Gunami Galam in Kugeln, von H. Crcdner, 1838.
VI. Gummi barbaricum. u) mit Luftblasen. a) ohne
Blasenraume.
VII. Gummi indicum (ostindisches Gummi). AUS der
Apotheke des Hrn. Oberdiirffer in Hamburg, durch Hrn.
Versmann erhalten, April 1846.
VIII. Gummi australe (Gummi aus Neuholland), voin
Hrn. Prof. Schleiden erhalten, 1852.
IX. Gummi aus Colima (Mexiko), von Hrn. Prof.
Schleiden erhalten.
35
pharniakognostische Beitriige.
X. Goma de Mosquite, von Hrn. Prof. Schleiden erhalten, 1853.
XI. Gunzmi Acajou (Anacardium occidentale LJ.
XII. Gummi Kutera, sogen. Rassora.
XIII. Gummi Simarubae albissirnum, vom Herrn von
Bergen.
XIV. Gummi Cerasorum, verschiedene Proben.
XV. Gummi Persicorum, vom Herrn Tod aus Oldisleben gesammelt, 1853.
XVI. Gummi Tragacanthae. 1. in tabulis, in mehrcren Proben. 2. venniculare, mehrere Proben. 3. in sortis, mehrere Proben. 4. falsnm.
XVII. Sogenanntes C a l a b r a g u m m i , d. h. ein aus
zuckerhaltigem Dextrin bestehendes englisches Fabrikat.
XVIII. St >irke g u m m i (Dextrin) in verschiedenen
Proben.
Beschreihung der untersuchteii Giimmisorten.
I. Gummi arabicum. a) electum, von H. Credner in
Triest, 1844. Ausgesucht schone grosse, tropfenformige
Stucke mit Luftblasenriiumen. Goldgelb, glasgliinzend,
durchsichtig. Auf der Oberflache wegen der vielen feinen Risse weisslich. Auch das Innere der Stiicke ist mit
Rissen durchzogen. Frei von fremden Einmengungen.
Ziemlich leicht zerreiblich. Pulver gelblich-weiss.
b) fein naturel, von H. Credner, 1812. Mittelgrosse
13rnchstiicke. Schwach - gelblich, diirchsichtig bis durchscheinend. Weisses, ins Qelbliche ziehendes Pulver.
2. Gummi Gedda electurn, von H. Credner in Triest,
1842. Eifiirmige Stucke, glasig rlurchsichtig, bernsteiiigelb bis rothlich-gelb
und briiunlich-gelb. Die Hauptniasse
ohne Risse, nur die Oberflache zcigt
dergleichen. Sehr hart. Auf dem
Bruche glasglsnzend. Der J3ruch rein
BruchflIche des Gummi muschelig, hochst zierlich gestreift,
G ~ f ~ $ ~ ~ ~ immer
b ~ $ zwei
, $ Streifen
~ ~
nahe bei einander,
alle Streifen filcherartig angeordnet.
~~
3*
36
Ludwig,
abgesiebt, von H. Credncr in
Triest, 1842. Kleinere, gelblich-weisse bis bernsteingelbe,
durclischeincnde bis durchsichtige Stucke, die weissen
stirker rissig, die gelben weniger rissig. Einzelne Stucke
mit Luftblasen. Leiclit zu pulvern. Pulver gelblich. Frei
von Holz und Rindenstiickchen.
4. Gummi Senegal electunL (1839). Grosse kugelige
Stucke mit Luftblasen. Glasig. Heller und dunkler goldgelb. Schwerer zerreiblich als Gzcninri urahicuni. Pulver
gelblich-weiss.
5. Gummi Galam, von H. Credner in Triest, 1838.
Kugelige Stiicke von Wallnussgrosse, bernsteingelb bis
briiunlich - gelb , einzclne mit undurchsichtigem grauem
Ueberzug, andere vollig durchsichtig. Die Bruchstiicke
durchsichtig. Glasiger Bruch. Zahlreiche Risse und Luftblasen. Leicht zerreiblich.
6. Gtinzmi barbaricum. Kugelige Stiicke mit Luftblasen, auf der ObeAache warzig und rissig, auf den1
Bruclie glasig. Durchsichtig, blassgelb, ziemlich leicht
zu pulvern.
7. Gunznzi indicuin (ostindisches Gummi). Langgezogene Tropfen, hellgelblich, ins Rriiunliche, diirchscheinend. Rissig, sehr sprode, leicht zu pulvern.
8. Gummi uustrale (Gummi von Neuholland). Grossere und kleincre kugelige und halb-kugelige Stucke.
13riiunlich-gelb, durchsichtig. Wenig Risse. Glatte Oberflache, glasiger Bruch. Dem Kirschgummi lihnlich, jedoch
spriidc und leicht zu pulvern.
9. Gummi mexicanwn (aus Colima in Mexiko). Braunlich-gelbe Stucke, die grosseren mit Luftblasen, sehr warzig, rissig, von Glasbruch.
10. Gonia de Mosquite. Tropfenf6rmige Stucke mit
Lnftblasen. Oberfliiche warzig und rissig, braunlich-gelb.
Manche Stucke init anhangender Baumrinde. Pulver
gelblich.
1 1. Gzinzmi Acajozi. Scharfkantige, unregelmksigc
Stiicke, oberfliichlich glatt, rissig, bernsteiiigelb, durch-
3.
Gumnii Embavi,
phar.ni~~kog,Lostische
Beitriiye.
37
sichtig. Glasglanz bis Wachsglanz. Leicht zu Pulver
zerreiblich. Pulver gelblich, dern zerriebcnen gelben Candiszucker ahnlich.
12. Gunzmi Kuteva, sogen. Bassora. Tropfenforniige
langsgestreifte Stiicke, weiss bis gelblich, durchscheinend,
ohne Risse. Bruch uneben, splitterig (nicht glasig, nicht
muschelig). Schwer zerreiblich, jedoch etwas weniger
schwer xu pulvern als Traganth. Pulver grauweiss.
13. Gummi Simarubae albissimum. Langliche tropfenformige Stiicke, mit wellig gestreifter, warziger OberAache, Langs- und Querstreifen. Weiss, ins Gelbliche,
durchscheinend. Dem Bassora- und Traganth-Gummi ahnlich. Bruch uneben, splitterig, nicht glasig. Ziemlich
schwarz, zerreiblich. Pulver weiss, ins Gelbliche.
14. Gummi Cerasorum. Gelbe, braunliche bis braunrothe, kugelige und unregelmassige Stucke. Durchsichtig
bis durchscheinend , glasglanzend. Oberflache warzig.
Ziemlich schwer zu zerreiben. Pulver hellbraunlich-grau.
15. Gunzmi Persicorum. Halbkugelige und unregelmassige grosse Stiicke, hellrothlich-braun, glashell durchsichtig. Ohne Risse. Theils mit glatter, theils mit gerunzelter Oberflache. Bruch glasig, muschlig. Sehr sprode,
doch schwer zu feinem Pulver zu zerreiben. Pulver braunlich - grau.
16. Gunznii Tvagacanthae. - a ) i-n foliis, electuna.
Diinne, gelblich-weisseBlatter mit regelmlssiger Streifung.
Schwerer zu pulvern.
b) vermiculare, electum. Weisse, schwach - gelbliche
bis braunliche Faden und schmale Bander; schwer zu
pulvern.
17. Sogenanntes Calnbragummi. Eckige, scharfkantige Sttickclien und Tafeln, gelblich, durchscheinend, opalisirend. Einzelne Spriinge. Muschliger Bruch, Glasglanz.
Sprode, leicht zu Pulver zerreiblich. Geschmack siisslich,
an Malz erinnernd.
38
Lzidwig,
Wassergehalt der Gummisorten.
Zur Bestimniung desselben wurde 1 Grm. des zerriebenen Gummis (nur bei Gm. Eirnurzibae wurde wegen
des in geringer Menge zu Gebote stehenden Materials nur
Grm. verwandt) auf einem gewogenen flachen Poreellanschdchen getrocknet, das sich auf erliitzter Eisenfeile
befand. Das Eisenfeilbad wurde auf einer Temperatur
zwischen 120- 140OC. erhalten, d. h. in einer Wlirme,
bei welcher das Gummi alles nicht-basische TVasser verliert, ohne aber schon eine Zersetzung zu erleiden. Nur
einige Male wurdc das Guinmi bis zur beginnenden ROstung (bis zum Gelb- oder Braunwerden) erhitzt, was in
der folgenden Tabelle jedesmal bemei-kt ist.
Trockenverlust bei
Namen der Gummisorten.
Wasserlust
bei einer
120-140oc.
Erhitzung bis
in Procen- zur beginlienden
ten
Eriiunung
Gummi arabicum electum . . . . .
n
fein nature1
,, Gedda electum. . . . . .
Embavi
Senegal
Galam . . . . . . . . .
barbaricum
indicum . . . . . . . .
australc . . . . . . . .
mexicanum . . . . . . .
mosquitense . . . . . . .
.
acajou . . . . . . . . .
Kutera, sogen. Bassora . . .
Simarubae albissimum . . .
Cerasorum . . . . . . .
Persicorum . . . . . . .
Tragacanthae in fol. clcct. .
n
vermie. elect.
Sogen. Calabragummi (d. h. zuckerhaltiges Dextrin) .
.
. . . . . .
. . . . . .
. . . . .
.
.
.
.
.
.
.
.
.
15,2
14,6
13,O
l5,O
14,7
16,O
15,2
14,8
14,3
11,s
18,7
15,%
19,O
17,6
14,5
14,7
16,7
15,7
16,5
21,7
16,2
16,s
10,s
Setzt man das Arabin = CIZI-IIIO11, so verlangt die
Formel C12H11011
3 H 0 13,64 Procent Wasser. Das
lufttrockne Arabin hat also dieselbe procentische Zusam-
+
phurinulcognostische Eeitriige.
39
mensetzung wic der krystallisirte lbiimelzucker, dessen
Formel aber = C12Hl2012+ 2 H 0 .
C12 = 72
HI1 = 11
1 7 1 - 5 3 6 Proc. trocknes Gummi
0'1 = 88
3(Ho) = 27
27 - 15'84
,, Wasser
i
198
198 100,OO.
In Weingeist losliclie Beslandtheile der Gtmniisoricn.
Das feingepulverte lufttrockne Gummi wurde mehrere Male nach einander mit Weingeist von 77 Volumproc.
Alkoholgehalt ausgekocht (das Gummipulver wurde in das
den Weingeist enthaltende Kochflaschchen gcschiittet, das
Gemenge alsbald tiichtig umgeschiittelt und unter ofterem
Umschiitteln erwarmt), die vereinigten Abkochungcn eingedunstet, das hinterbleibende Weingeist-Extract bei 1OOOC.
getrocknet und gewogen. In den rneisten Fallen war eine
Filtration unnothig, weil das Gummi zusamnienbackt und
ein helles Abgiessen des weingeistigen Ausxuges gestattete. Der zu der Extraction bcnutzte Wcingeist licss
beim Verdunsten keinen Riickstand.
1. Gunimi urabicum. - u) electuin. 3,000 Grin. lufttrocknes Pulver gaben 0,011 Grm. Extract = 0,366 Proc.
Dasselbe loste sich klar im Wasscr auf. Bei dcr Tromrn er'schen Probe (Vermischen der Extractlosung init wenig
Kupfervitriollosung, dnrauf mit iiberschussiger Aetzkalilauge und Erhitzen in einem Kochflaschchen, uni die
Farbenwandlungen, entweder in griin, oder blau, hellgclb,
orange, rothbraun, scliwarz u. s. w. bcobachten zu konnen)
zeigtc sich eine zwar gcringe, aber doch deutliche Reaction auf Krumelzucker.
Bleiessig gab keine IQillung in der Extractlosung
(also kein Gummi in der Losung).
a) Gummi arabicum fein naturel. 5,000 Grm. lufttrocknes Puller gaben 0,020 Grm. Extract = 0,400 Proc.
Rci der T r o m m e r 'schen Probe kriiftige Reaction auf
Krumelzucker oder Syrupszucker (namlich anfangs lasurblauc Losung, darauf bcim Kintritt des Kochens ziegel-
40
Ludwig,
rothe Triibung wegen Abscheidung von reducirtcm Kupferoxydul). Bleiessig keine Fallung.
Zur Bestgtigung des Zuckergchalts wurden 50 Grm.
hifttroclcnes Gumniipulvcr mit Wcingcist von 17 Volumproccnten zweimal ausgckocht, die Ausziige eingedunstet
und das Extract mit guter abgewaschencr Rierhefe und
Wasser in cinern Kohlensaurebestinimungs- Apparat galiren gelassen. 0,090 Grm. Extract lieferten 0,040 Grm.
Kohlenstiwe = 0,08 Grm. Kriimelzucker.
2. Gummi Geddu electiina. 4,000 Grm. lufttrockncs
Gunimipulver gaben 0,022 Grm. Extract = 0,550 Proc.
Bei der Trommer’schen Probe gab die Losung dieses
Extracts eine kraftigc Reaction auf Kriimelzucker. Bleiessig gab nur unbedeutende Triibung.
3. Gummi Tmbavi. 8,000 Grm. lufttrocknes Gummipulver gaben 0,052 Grin. Extract = 0,65 Procent. Das
klarc gelbliche Extract loste sich gleich den vorhergehenden Extracten viillig klar in Wasser auf. Bei dcr Tromm c r ’sclien Probe wurde eine starke und rasche ziegelrothe bis braune Ftirbung und Triibung erhaltcn, als Beweis der Gegenwart des Kriimelzuckers. Bleiessig gab
geringe Triibung. Dcr Geschinack der Extractliisung mar
nicht suss, sondern schwach bitter.
4. Gummi Senegal ebctuni. 5,000 Grm. lufttrocknes
Pulver gaben 0,025 Grin. weingeistiges Extract = 0,500
l’rocent. T r o ni ni e r’s Probe gab kriiftige Reaction auf
Kriinielencker. Bleiessig keinc Fdlung.
5. Giinimi Galam. 5,000 Grin. lixfttrocknes Pulver
gaben 0,027 Grin. Extract = 0,540 Proc. Troninier’s
Probe gab rasche und starke Reduction des Kupfcroxyds
Z71 gelblichein I<npferoxydul, mithin Anwesenheit von
Kriimelzucker. Rleiessig gab kcine Fiillung in der wzsserigen Losung des Weingeist-Extracts.
6 . Gzimmi bri~-bwictim.- a ) S,OOO Qrm. lnfttrocknes
Yiilver gaben 0,O‘LB Grm. weingeistiges Extract = 0,325
Procent.
p A c i ~ n( i kog ,tost ische Beitvzge.
41
6) 5,500 Grm. lufttrockncs Pulver graben 0,014 Grin.
weingeistiges Extract = 0,255 Proccnt.
Das Mittel beider Bestiinmungen = 0,29 Proc. Weingeist-Extract. Das braunlich-gelbe Extract gab mit Bleiessig eine geringe Trubnng. Bei der T r om mer’schen
Probe entstand weder Reduction des Kupferoxyds zu
Kupferoxydul, noch Schwarzung; es scheiden sich vielmehr beim Kochen grunliche Flocken aim Das Gzintid
barbaricuni enthalt also keinen Zuckcr.
7. Ostiizdisches Gumini. 7,500 Grm. lufttrocknes‘ Pulver gaben 0,018 Grm. Extract = 0,24 Proccnt. Hei der
T r o m m e r’ schen Probe kraftige Reduction von ziegelrothem Kupferoxydul. Also Kriimelzuckergehalt.
8. Qtinzmi aus Neuholland. 2,840 Grin. lufttrocknes
Piilvcr lieferten 0,029 Grm. Extract = 1,021 Proc. Die
wasserige Losung des Weingeist - Extracts wurde durch
Bleiessig nicht getriibt. Rei der T r o nimer’schen Probe
gab dieselbc deutliche Reaction auf ICriinielzucker.
9. Gzcnznii ails Colima (Nexiko). 6,000 Grm. lufttrocknes Pulver gaben 0,065 Grm. Extract = 1,053 Proc.
Das gelbliche Extract in Wasser geliist gab mit Bleiessig
geringe Triibung. Bei Tro in m e r’s Probe raschc und
starke Reduction von Kupferoxydul. Also Kriimelzucker.
10. Gonza de .il/losquite. 7,500 Grni. lufttrocknes Pulver gaben 0,023 Grm. Extract = 0,307 Proc. Das hellgelbe Extract im Wasser gelost gab niit 13leiessig gcringe
Triibnng. Bei T r o m m e r’s Probe rasche und starke
Kcduction des Kupferoxyds zu Kupfcroxydnl.
11. Gzimmi Acajou. 3,315 Grm. lufttrocknes Pulver
gaben 0,050 Urni. Extract = 1,508 Proc. Das AlkoholExtract war brannlich, klcbrig, nur theilweise in Wasser
liislich, mit Hinterlassung harzigcr Floeken. Die Liisung
rothete das blaue Lackmuspapier. Bleiessig p b keine
FRllung, Eisenchlorid keine Reaction. Rei T r o m is1 e r’s
Probe dcatliche Rcduction dcs Knpferoxycls zu Knpfcroxydul, also Kntmelzucker zugegen.
42
Ludwig,
12. Giinzmi Kutera, s.9. Bassora. 3,450 Grm. lufttrockne Substanz gaben 0,012 Grm. Extract =0,348 Proc.
Das gelblich-braimc Extract loste sich im Wasser. Die
Lijsung rothete das Lackmuspapicr. Blciessig gab darin
geringe Triibung, Eisenchlorid kcine Reaction. T r o m m e 1‘’s Probe keine Reduction des Kupferoxyds zu Kupferoxydul, nur Abscheidung blauer Flocken beim Kochen.
Also kcin Kriiinelzucker vorhanden.
13. Giinami Siniambae albissimum. 1,725 Grm. lufttrockne Substanz gaben 0,016 Urm. Extract = 0,923 Proc.
Das briiunliche Extract loste sich leicht im Wasscr. Die
Losung bcsass einen faden Geschmack, rijtliete nur schwach
das Lackinuspapier, triibte Rleicssig nur unbedeutend.
Eisenclilorid gab keine Reaction. Bei der T r o m m e r schen Probe entstand ein blauer, beim Kochen unveriindert bleibender Niedersclilag. Mithin kein Zuclier im
Gummi Simarzibae.
14. G u n m i (/erasomi?i. 6,000 Chm. lufttrocknes Pulver gabcn 0,022 Grin. Extract = 0,367 Proc. Nicht vollstandig in Wasser liislieh. Rleicssig keine Fallung. T r omm er’s Probe rasche ixnd starke Hildung cines ziegelrothen,
brann werdenden Niederschlages. Als; Anwesenheit von
Kriimelzucker.
15. Gicnanii Persicoru,ti. 5,000 Grin. lufttrocknes Pulver gaben 0,061 Grni. Extract = 1,220 Proc. Das rothlich - braune Extract lijste sich niit Hinterlassung einer
geringen Menge harziger Flikkchen im Wasser auf. Die
Losung rothete das blaue Lackinuspapier stark. Rleiessig
gab cinen starken sinimtbraunen Niederschlag. Eisenchlorid, so wie schwefelsaures Eisenoxyd stark g r ii n e
Farbung. T r o m n~e r ’s Probe starke und rasclie Reduction von Kupferoxydul. Also Kriimelzucker und eine
Gerbsaure im Gnz. Pevsicortim.
16. Giinzi~2i Trngacanthue. - a ) in foliis, electzcm.
3,405 Grm. lufttrockner Traganth gaben 0,053 Grm. Extract = 1,5.57 Proc. Dasselbe war hellgelb; die wiisserige Losung schmccktc stark bitter und riithete stark das
~
pltamtakognostische Beit?*age.
43
blaue Lackmuspapicr. Bleiessig fiillte dieselbe nur schwach.
Eisenchlorid gab keine Reaction. Trommer’s Probe gab
nur einen grunlich - blauen, beim Kochen gleichgefarbten
Niederschlag. Also Abwesenheit von Zucker.
b) vermicdare. 1,535 arm. lufttrockner Traganth
gaben 0,065 Grm. Extract = 4,234 Proc. Das gelbliche
Extract loste sich vollstiindig im Wasser, schineckte bitter, rothete das Lackmuspapier stark, triibte deutlich den
Bleiessig ; Eisenchlorid keinc Reaction. Bei der T r o in m e r’schen Probe eine geringe Reduction von Kupferoxydnl. Also eine geringe Menge von Krumelzucker.
17. Sogen. Calubragwnnzi (engl. Dextrin - Fabrikat).
3,000 Grm. lufttrocknes Pulver gaben 0,615 Grm. trocknes Extract = 20,5 Proc. Dasselbe war beinalie weiss,
leiclit loslich im Wasser; die Losung war schwach gelblich gefarbt und vollig klar; sie rijthete stark das Lackmuspapier. illit Kalilauge gekocht fiirbte sich eine Probe
derselben erst gelb, dann braun. Bei der T r o m m e r schen Probe rasche und sehr starke Reduction von anfangs gelbem, dann braun werdendem Ihpferoxydul. Also
Gegenwart von Kriimehucker.
Bleiessig keine Triibung. Eisenchlorid keine Veranderung. Chlorbaryurn keine Triibung. Salpetersaures
Silberoxyd keine Veranderung. Concentrirte Schwefelsaure, darauf Eisenvitriol keine Reaction auf Salpetersaure. Es war also Starkezucker mit einer walirscheinlich organischen Siiure vorhanden.
18. Z 11 s a m m e n s t e 11u n g.
Es lieferten
u) Kriimelzuckerlialtiges weingeistiges Extract :
Gummi arabicum electum . . . . . 0,366 Proc.
71
1,
fein nature1 . . . . 0,400
Gedda electum . . . . . . 0,550 ,
,, Embavi.
0,650 ,,
Senegal. . . . . . . . . 0,500 ,l
, Galam . . . . . . . . . 0,540 ,l
. . . . . . . .
Inidwig, plmrntnkogiiostische Beitrage.
44
Gummi indicnm . . . . . . . . 0,140 Proc.
,) australe . . . . . . . . . 1,021
,, mexicanum . . . . . . . 1,083 ,)
,) mosquitense . . . . . . . 0,307
,) acajou . . . . . . . . . 1,508 ))
,) cerasorum . . . . . . . . 0,367 ,,
persicorum
1,220 ,)
Calabra
(d.
h.
Fabrikat
aus
zucker,)
haltigem Dextrin bestehend) 20,500
Tragacanthae vermiculare
4,234
,)
(enthalt nur Spuren von Zucker)
))
. . . . . . .
. .
b) Zuckerfreies weingeistigcs Extract:
0,290 Proc.
Gummi barbaricum
,, Kutera, s. g. Bassora
0,348 ,)
,)
Simarubae albissimum
0,923 ,)
,) Tragacanthae in foliis
1,557 ,,
. . . . . .
. . .
. .
. . .
.
.
.
.
Auffallend bleibt es, dass die Gegenwart des Zuckers
in den weingeistigen Extracten der Gummisorten durch
den Geschmack nicht eu erkennen ist. Sollte der Zucker
hier als gepaarte Verbindung vorhanden sein ? Einige
Vcrsuche, namentlich BUS dem bitterschmeckenden geistigen Traganth - Extract durch Kochen mit verdiinnter
Schwefelsaure Zucker zu bilden, gaben ein negatives
Resultat.
( F o r t s e t z u n g f o 1 g t.)
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