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Spektrophotometrische Untersuchung von Lichtschutzmitteln.

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Crataegus oxyacantha L.
437
S p a1 t u n g d e s C r a t a e g i n t e t r a a z e t a t s.
1. 5 g Crataegintetraazetat wurden in 100 ccm Athylalkohol gelost. Untler Eiskuhlung wurde bis zur Sattigung trockenes Ammoniak
eingeleitet. Nach eintagigem Stehen im E,isschrank hatten sich bereits lange Kristallnadeln abgeschieden. Die Menge dieser ausgeschiedenen Kristalla nahm beim Einengen im Vakuum bei etwa 300 rasch
zu. Nun wurde abgesaugt, mit Wasser nachgewaschen und aus Essigester umgelost. Der Schmelzpunkt betrug 204 bis 2 0 5 O . Der Mischschmelzpunkt mit reinem Aesculin zeigte keine Depresision.
A n a 1 y s e n e r g e b n i s s e des ,durch Spaltung des Crataegintetraazetats
erhaltenen reinen Crataegins:
3.977 mg Sbst.: 7.730 mg GOa, 1.735 mg H,O.
CI6HZ0Ol1. Ber.: C 52.94. H 4.74.
Gef.: C 53.01. H 4.85.
P h a r m a k o l o g i s c h e V e r s u c h e m i t C r a t a e gin.
Die Versuche wurden am Wasserfrosch (Rana esculenta) ausgegefuhrt. Es wurden verschieden starke wasserige Losungen des Crataegins in den Brustlymphsack gespritzt. Die Frosche zeigten vollkommene Unempfindlichkeit. Mit reinem Aesculin angestellte Versuche mit Froschen verliefen ebenfalls negativ.
762. Horst Bijhme und Benno Reichert:
Spektrophotometrische Untersuchung von Lichtschutzmitteln.
(Aus dem Pharmazeutischen Institut der Universitat Berlin.)
Eingegangen am 14. April 1937.
Auf intensive Sonnenbestrahdung reagiert (die menschliche Haut,
soweit noch kein naturlicher Schutz durch Braunung vorhanden ist,
unter Bildvng des sehr schmerzhaften Sonnenbrandes oder Sonnenerythems. Diese Erscheinung wird - wie schon lange bekannt ist durch die chemisch sehr aktiven ultravioletten Strahkn verursacht,
urtd es wurlde durch die grundlegende Untersuchung von 'H a u s s e r
und V a h l e I ) la1 gezeigt, welche enger begrenzten Bezirke des
ultravioletten Spektrums hier wirksam sind. Die Erythem erzeugende
Wirkung beginnt unterhalb 320 mp, steigt steil zu einem Maximum
bei 300 m p an und fallt nach dem kurzwelligen Ende etwas flacher ab.
Die Strahlen mit Wellenlangen von uber 320 m p wirken jbevorzugt
bautbraunend, wahrend Strahlen unter 290 m p praktisch im Sonnenspektrum keine RoJle spielen. Ausfuhrlich sind d i e s Verhaltnisse
1)
Strahlentherapie 13, 41 (1921).
438
H o r s t B o h m e und B e n n o R e i c h e r t
kurzlich von L e n d 1e "1 an anderer Stelle auseinandergesetzt worden,
und es eriibrigt sich so ein weiteres Eingehen darauf.
Einen gewissen Schutz gegen Erythembildung bietet, wie man
schon friihzeitig erkannte, auf die Haut aufgetragenes Fett, indem es
hauptsachlich dde Schweifiabsonderung staut und im spiiteren Stadium
eine Reizlinderung bewirkt. Es lag nun nahe, dem Fett Stoffe ZUZUsetzen, die die auffallende Strahlung schwachen bzw. zuriickhalten.
Zuerst benutzte man Deckpasten, die gefarbte Substanzen oder mineralische Stoffe enthielten. Besonders die Jetzteren geben einen relativ
guten Schutz; sie haben aber auch mancherlei Nachteiil, denn sie
.tbsorbieren bzw. schwachen durch Reflexion die gesamte Strahlung
und werden besonders aus Schonheitsgriinden abgelehnt, da sie beim
Gebrauch stark sichtbar sind. Heute, nachdem man als eigentliche
Ursache die ultravioletten Strahlen erkannt bat, bevorzugt man Substanzen, die nur diese zuriickhalten, das sichtbare Licht hingegen ungeschwacht hin'durchlassen und so im Gebrauch unsichtbar sind. Das
Ideal diirfte ein Stoff sein, der bis 320 m p alles absorbiert und die
dariiber liegenden braunenden und sichtbaren Strahlen moglichst
quantitativ hindurchlaot.
Als crste, ultraviolettes Licht stark absorbierende Substanz wurde
Chininbisulfat empfohlen, das aber [den Nachteil hat, stark sauer zu
reagieren und infolgedessen die Haut zu reizen. Eine plmmafiige
Suche nach derartigen Stoffen nahm dann 1906 M a n n i c h s, vor
und von ihm diirfte die Idee stammen, die Haut durch salbenartige,
fur ultraviolette Strahlen undurchlassige Lichtfilter gegen Erythem
zu schiitzen. Die seinerzeit angegesbenen Substanzen sind auch heute
noch als die mleist venvendeten und aktivsten anzusehen, Besonders die
verschiedenen Cumarinderivate haben ihre dominierende Stellung beibehalten und es sind in lder Folgezeit nur wenige neue Stoffe daneben
getreten.
Die Zahl der auf dielsem Gedanken bauenden Lichtschutzsalben
ist im Laufe der Zdt grof3 geworden und es schien interessant zu
untersuchen, wieweit ldie im Haadel befindlichen Praparate ihrer Bestimmung entsprechen. Chemiscbe Methoden durften hierbei zu
langwierig und kompliziert sein, und es lag nahe, die Untersuchung
auf physikalischem Wege durchzufuhren.
In jiingster Zeit hat auch 0 r e 1u p a) ein Verfahren beschrieben, das
eine Priifung >derartigerStoffe ermoglichen soll. In einer sehr ausfiihrlichen
Arbeit b e f d t er sich mit den verschiedenen moglichen Methoden und gibt
schliealich eine Beschreibung einer photoelektrischen Apparatur, fur die a b
Lichtquelle die Sonne dient. Hierdurch wird eine moglichste Anniiherung
an die tatsachlichen Verhaltnisse erreicht. Der A p anat diirfte besonders fur
Laboratorien geeignet sein, die auf der Suche nac! geeigneten Stoffen sind.
Es ist hierfiir namlioh d o h t nur die Absorption an sich maagebend, sondern
auch die durch dm Strahlung bewirkten evtl. Veranderungen der absorbierenden Stoffe. Nur wenige Substanzen konnen in diinnen Filmen eine langere
Bestrahlung ohne Zersetzung aushalten.
Pharmaz. Ztg. 81, 903 (1936).
Ber. Dtsch. Pharmaz. Ges. 19, 388 (1909); vgl. auch Therapeut. Mh. 27, 11
(1913) und Apoth.-Ztg. 41, 694 (1926).
4) Amer. Perfumer essent. Odl. R.ev. 32, 49 (1936).
2)
8)
Spektrophotometrische Untersuchung von Lichtschutzmitteln
439
Fur unsere mehr vergleichenden Untersuchungen schien es hauptsachfich von Interesse, wieweit die Praparate des Handels iiberhaupt
absorbierende Stoffe enthalten. Wir bedienten uns dazu eines Quarzspektrographen, wie er von S c h e i b e 5, angegeben und E i s e n b r a n d 8, ausfuhrlich beschrieben wurde.
Man bestimmt auf zwei ubereinander angeordneten Spektnen, von denen
das eine der Losung und des andere dem reinen Losungsmittel entspricht, die
Stellen g 1 e i c h e r Lichtintensitat, die sich durch g 1 e i c h e Schwarzung auf
einer photographischen Platte krenntlich machen. An diesen Stellen ist die
Absorption des Lichtes durch den gelosten Stoff in dem einen Strahlengang
gleich der durch einen verstellbaren rotierenden Sektor erzeugten Schwachung
im anderen Strahlengang. A h Lichtquelie diente eine Quecksilberbogenlampe.
Man liest am Sektor direkt die L i c h t s c h w a c h u n g (A) bzw. die D u r c h1 a s s i g k e i t (D) ab. Letztere ist das Verhaltnis der durchgelassenen Lichtintensitat zur auffallenden:
J
D =Jo
Lichtschwachung und Durchlassi,gkeit stehen zueinander in der Beziehung:
D=l-A
(2)
Aus Griinden rechnerischer Vereinfachung gibt man aber im allgemeinen
weder D noch A an, sondern rechnet mit dem negativen dekadischen Logarithmus von D, der sagen. E x t i n k t i o n (E):
E = - logD
(3)
Durc% diesen Kunstgriff kann man jetzt mit GroBen rechnen, die sich
beim Lichtschwachungsvongang a d d i t ri v verhalten. Aber auch der Begriff
Extinktion bedarf noch einer Erweiterung; er ist namlich noch abhiingig von
der S c h i c h t d i c k e (d) und der K o n z e n t r a t i o n (c) der untersuchten
Losung. Es ist:
E=c.d.k
(4)
worin k eine fur den betreffenden Stoff charakteristische Konstante - den
sogen. E x t i n k t i o n a k o e f f i z i e n t e n
bedeutet. Dieser ist nun unabhangig von Konzentration und Schichtdicke, nur mu8 man in jedem Fall
noch genaue Definitionen fur diese geben. Man kann z. B. d in cm oder
mm angeben und c molar oder prozentual ausdriicken usw.
-
Es ist hier nicht der Ort, auf technische Einzelheiten der Absorptionsmenge einzugehen, mlan kann sie in der einschlagigen Literatur Ieicht nachlesen?). Es gelingt jedenfalls, durch geeignete
Wahl von Schichtdicken und Konzentratianen eine Genauigkeit von
2 bis 4% zu erreichen. DieGrenzen sind gegeben durch dieEmpfindiichkeit der verwendeten Flatte, die Genauigkeit der Sektoreinstellung
usw. Alle in den folgenden Tabellen angegebenen Werte liegen innerhalb ,dieser Grenzen - mit Ausnahme der eingeklammerten Werte,
bei denen die mijlgliche Fehlergrenze hoher ist, doch diirfte sie 10
bis 20% kaum iiberschreiten. Die angegebenen Extinktionskoeffi-
9
8)
7)
Ber. Dtsch. Chem. Gas. 57, 1330 (1927).
Arch. Pharmlaz. Ber. Dtsch. Pharmaz. Ges. 268, 520 (1930).
2. B. W e i g e r t , Opt. Metihoden in der Chemie, Leipzig 1927.
.....
313
302
297
293
289
Eukutol-Sonnenol . . . . . . . . . . .
Nivea-Nul3o1 . . . . . . . . . . . . . .
Sparta-Hautol . . . . . . . . . . . . . .
Sonnenbrandcreme ,.Beiersdorf" . . . . .
Uvau-Hautol . . . . . . . . . . . . . .
0.4
0.4
0.5
0.4
0.4
0.5
04
0.4
0.5
0.4
0.3
0.4
0.4
1.0
0.4
10
0.4
0.4
0.5
0.4
1.0
1.0
Linie des Hg-Spektrums in m p .
,
,
0.5
0.4
1.0
Spektrophotometrische Untersuchung von Lichtschutzmitteln
441
diesen LGsungsvorgang die beobacht'eten Absorptionen bisweilen
nicht mehr genau den ursprunglichen Verhaltnissen entsprechen, da
die Absorptionsspektren manch,mal vom verwendeten Lasungsmittel
abhangig sinds). Wir mufiten uns jedoch zu dieser MeRrnethodik
entschMeRen, da wir ,so besser vergleichbare Werte bekommen, und
da ferner die Methode der direkten Aufnahme bei den hauptsachlich
untersuchten Emulsionssalben infolge Streuungssverlusten usw. unmoglich ist. Tabelle 2 gibt die Extinktionskoeffizienten der untersuchten Ule in Chbroformlhsung.
T a b e l l e 2.
Extinktionskoeffizienten der Losungen durchsichtiger Sonnenschutzole.
in Chlorofrom.
313
Eukutol-Sonnenol
Nivea-Nu061 . .
Sparta-Haut61 . .
Uvau-Hautol
.
.
0.505
0.515
0.204
3.01
0.5
0.5
5
5
302
(1.6)
2.71
0.685
0.0548
I
297
293
289
2.77
3.58
2.71
2.94
0.960
0.885
0.0548 0.0548
(1.8)
(1.8)
2.71
2.71
0.742 0.808
0.0548 0.0548
Wir sehen hier in der ersten Spalte die beim Versuch benutzte Konzentpation c des Ules in der Chloroformlasung, dann die verwendete Schichtdicke d und schlieBlich die fur die einzelnen Linien des Quecksilberbogens
berechneten Extinktionskoeffizienten.
Dieser theoretisch wichtige Begriff ist fur den mathematisch Ungeschulten w e d g anschaulich. Man kann fhn aber leicht nach den oben angegebenen Formeln auf das prozentuale AbsorptionsvermBgen zuriickrechnen.
Man kann auch a n g e n a h e r t berechnen, wie die betreffende Substanz in
einer Schichtdicke von 0.03 mm absorbieren wiiitde, )also unter den Bedmgungen, wie sie normalerwaise auf die Haut aufgetragen wird. Man setzt in der
Formel (4):
E=c.d.k
c = 100 und d =0.003 cm iund erhalt so die Extinktionen, die nach dem
Multiplizieren mit -1 und Delogarithmileren die Durchliiwigkeit und damit
aucb das Absorptionsvermogen in % geben.
Da aber dieses Rechenverfahren im allgemeinen etwas umstandlich sein
durfte, haben wir im folgenden Kurvenbild die Moglichkeit gegeben, direkt
aus den angegebenen Extinktionskoeffiziienten die prozentuale Absorption abzulesen. Wir haben diese prozentuale Absorption in 'den Tabellen selbst
nicht aufgefiihrt, sie ist zwar anschaulicher, aber nur Naherungswert und nicht
exakt richtig, wie die aufgefuhrten Extinktionskoeffizienten.
Tabelle 2 gab die gemessenen Extinktionskoeffidenten. Betrachten wir
z. B. die Werte fur die vier verschiedenen Praparate bei der wichtigen Wellenlange 302 m p. Wie wir aus der Kurve ablesen konnen, entspricht
der Extinktionskoeffizient 1.8 einer Absorption von 71%
2.71
0.74
0.05
9)
,.
,,
,,
,, 84%
,,
,,
41%
4%.
Vgl. S c h e i b e , Angew. Chemie 50, 212 (1937).
Archiv und Berichte 1937
29
442
H o r s t B o h m e und B e n n o R e i c h e r t
Nivea-NuDo1 absorbiert ,demnach in einer Schichtdicke von 0.03 mm bei
302 m p annahernd 84% der auffallenden Strahlung, Eukutol-Sonnenol 71%,
Sparta-Hautol 41% und Uvau-H'autol nur 4%. Der Unterschied im Wert der
einzelnen Praparate ist deutlkh sichtbar und man erkenn daD die ersten
drei Praparate einen Zusatz von absorbierender Substanz ..aben. Aus dem
Vtergleich der Extinktionskoeffizienten fur die verscbiedenen Wellenlangen
erkennt man ferner, daR die zugesetzten Stoffe bei den versohiedenen Prapraten verschieden sind.
Der groi3te Teil ider im Handel befindichen Produkte gehort zu
den Emulsimssalben. Man kann hier zwei Typen unterscheiden:
Die ersten sind relativ leicht in zwei Phasen zu trennen, wahrend dies
bei den anderen gar nicht oder nur unvollstandig gelingt. Von den
ersten untersuchten wir D e l i a 1 und E n g a d i n a - T e i n t c r e m e.
In beiden Fallen gelang die Trennung durch Einstellen in ein Wasserbad. Beide Phasen wurden getrennt untersucht und die Extinktionskoeffizienten benechnet. Durch eine gleichzeitig vorgenommene
443
Spektrophotometrische Untersuchung von Lichtschutzmitteln
WasserbestimmungiD) konnte weiter der prozentuale Anteil beider
Pbasen berechnet werden und (daraus die in Tabelle 3 angegebenen
,,korrigierten" Extinktionskoeffizienten, a m denen man die Absorptionsfahigkeit der Praparate annahernd additiv bestimmen kann.
T a b e l l e 3.
,,Korrigierte" Extinktiomkoeffizimten der in zwei Phasen trennbaren
Lichtschutzsalben.
Losung
Fettphase in
Chloroform
Delial
EngadinaTeintcreme
c
I1 I 1 1 1
1 1 1
i i i i
d
313
302
297
293
1.731 0.51 (0.69)
1.03
1.33
1.60 l(1.8)
1.93
1.79
Wass. Phase in 0.02i 0.51 1.04
Wasser
53.2
-
289
1.59
Fettphase in
Chloroform
Wass. Phase in
Wasser
Fur diese Ext iktionskoeffizienten kann man wieder aus der oben gegebenen Kurve die prozentuale Lichtabsorption ablesen. Nur mu8 man %r
dlas einzelne Praparat die Extinktionskoeffizienten der wasserigen und der
Fettphase addi,eren und hat dann den wirkYchen Wert. Vergleichen wir ah
Beispiel die beiden Praparate bei der wichtigen Wellenlange 302 m p . Delial
zeigt hier ieinen Extinktianskoeffizienten von 1.03 1.93 = 2.96, EngadinaTeintcreme entsprechend 0.38 0.004 = 0.384. Aus der Kurve kann man
dann angenahert die prozentuale Lichtabsorption ablesen; es absorbiert bei
302 mp Delial 86% der auffallenden Strahlmung, Engadina-Teintcrene nur 24%.
+
+
In Tabelle 4 werden die Emulsionssalben aufgefiihrt, die sich
nicht quantitativ in zwei Phasm trennen lassen. Hier war die Untersuchungsmethodik etwas sanlders. Es wurde erstens eine verdunnte
Losung des zu iuntersuchen,den Cremes in Chloroform hergestdlt
(0.03 bis 0.1%) und diem Losung 24 Stunden stehen gelassen. Nach
dieser Zeit wurde vorsichtig abpipettiert un,d nach entsprechender
Verdunnung photographiert. Eine Filtration durch Papier wurde, wie
auch in allen anderen F a e n , varmieden. In einer weiteren Versuchsreihe wurden je 1 g Creme mit 100 ccm Wasser etwa l / S StYnde
unter Ruckflu6 gekocht und die wiisserige Losung nach astiindigem
Stehen vorsichtig abgetrennt. Hierauf wurde in entsprechender Verdunnung photographiert, gegebenenfalls nach dem Filtrieren durch
Glaswdle.
10) Duroh DestillaMon mit Trichlorathylen
un,d volumetrischer Bestimmung, v,gl. U n g e r , Pharmaz. Ztg. 81, 1400 (1936).
B'
H o r s t B o h m e und B e n n o R e i c h e r t
444
Im Gegensatz zu Tabekle 3 kann man bei den hier aufgefiihrten Praparaten die gesamte Absorption n i c h t additiv aus den beiden Losungen errechnen. Man darf hier nur immer eine der beiden Losungen benutzen, und
T a b e l l e 4.
Extinktionskoeffizienten der Losungen von Lichtschutzsalblen in Chloroform
und Wasser.
Losungsmittel
Delial H
...
Pigmentan
..
Strahlenwehr
. .{
Ultrazeozon
.
Uviol-Heilsalbe
Zeozon
.
.
.
313
302
297
293
289
Chloroform 0.0465 5 (1.3)
10.25 0.5 l(4.8)
(1.7)
6.59
(1.7)
7.23
(1.7)
7.23
(1.9)
6.05
. { Wasser
4
.
'
.I
.
{
1 1 1 1 1 ! 1
1
1 I I
Chloroform
Wasser
Chloroform
Wasser
Chloroform
Wasser
Chloroform
Wasser
Chloroform
Wasser
c
d
1 {k%)
I 1 1:
1 I 1
I 1 7;;
I5 1 1
1 I
1
0.0665 5
2.28 2.48 2.72 2.94
10.25 5
0.5591 0.6051 0.6591 0.722
00111 5 . 136 114.8
(12) (11)
(11)
0 5 151
1.51 1.51 1.45 1.40
0.035 5
6.98 7.99 (9.2) (9.2)
10.1
0.5
123.1 119.6 116.5 115.1
0035 5 (29)
4.33 471 5.59 6.27
0:181 0.1811 O:l8l( 0.1811 0.181
11'
0.0133 5 (7.5) 12.4 14.7 15.7 16.5
10.2
0.5 - 114.0 12.2 111.0
9.79
~
~
~
zwar die mit dem grol3eren Extinktionskoeffizienten. Je nachdem die wirksame Substanz in Chloroform oder in Wasaer leichter lodich ist, wird man
in der ersten oder in der zweiten Liisung die groBere Absorption finden.
Selbstverstandlich werden bei dieser Arbeitsweise nur die in Wasser bzw.
Chloroform loslichen Substanzen erfaBt, doch diirften wohl alle zur Verwendung kommenden Stoffe mmindest in einem der beiden Solventien loslich sain.
Die angegebenen Extinktionskoeffizienten kann man wieder mit Hilfe
der Kurve in die prozentuale Absorption umrechnen. Wir fiinden bei diesen
Praparaten extrem hohe Werte, deren Bedeutung wir uns zunachst einmal
klarmachen wollen. Es bedeutet fur die immer betrachtete Schichtdicke von
0.03 mm
ein Extinktionskoeffizient 7 eine Absorption von 99% bzw. eine Durchlassigkeit von 1%,
10 eine Absorption von 99,9% bzw. eine Durchlassigkeit von 0.1%,
20 eine Absorption von 99,9999% bzw. eine Durchliissigkeit von 0.0001%.
Hat also z. B. D e 1 i a 1 H einen Extinktionskoeffizieten von 7,23 bei
297 mp, so heiBt das, dal3 es in 0.03 mm dicker Schicht 99% der auffallenden
Strahlung absorbiert. Praktisch wird also in dieser Schichtdicke die gesamte
StrahIung im fragIiichen Gebiet zuriickgehalten von: S t r a h 1 e n w e h r ,
U1 t r a z e o z o n und 2 e o z o n. Delia1 H absorbiert bei 302 mp etwa 99%
der auffrallenden Strahlung, P i g m e n t a n 79% uncd U v i o 1 - H e i I s a 1b e 96%. Bei letzterer wie bei Delial H ist aber ferner der relativ hohe
Gehalt an mineralischen Stoffen zu Lberiicksichtigen, die durch Reflektion und
Streuung lichtschwachend wirken. Die relative Schutzwirkung diirfte so noch
groi3er sein, als sich aus Tabelle 4 ergibt. Bei den den Praparaten Strahlen-
Spektrophotometrische Untersuchung von Lichtschutzmitteln
445
wehr, Ultrazechzon und Zeozon scheint der Zusatz von absorbierender Substanz zu hoch gewahlt. Man mul3 hier aber beriicksichtigen, da8 durch diesen
hohen Zusatz die Reserven an absorbierender Substanz auch besonders hoch
sind; diese Praparate sollen auch bei ungleichmafiiger Verteilung und in dunneren Schichtdicken voll wirksam sein.
SchlieBIich wurden noch einige ganz neu im Handel erschienene
f e t t f r e i e Sonnenschutzmittel untersucht, die wasserige oder alkoholische Losungen darstellen. Uber eine genauere chemische Untersuchung dieser Praparate werden wir in Kurze an anderer Stelle berichten.
T a b e l l e 5.
Extinktionskoeffizienten der Losungen fettfreier Sonnenschutzmittel.
I “xi+
~
c
1 d 1 313 I 302 1 297 I 293 I 289
Die Extinktionskoeffizienten zeigen auch hier extrem hohe Werte. ES
durfte bei diesen Praparaten allerdings zu beriicksichhigen sein, dal3 sie praktisch in dunneren Schichten benutzt werden als die vorerwahnten Ole und
Emulsionssalben. Aber auch wenn man hier mit einer Schichtdicke von
0.01 mm rechnet, so werden - wie man aus Formel (4) errechnen kann
bei 302 m p von S t o r s a und T s c h a m b a - F i i etwa 99%, von E n g a d i n a
etwa 89% der auffallenden Strahlung absorbiert. Zur Kontrolle dieser Rechnung haben wir die Absorptionsfahigkeit dieser Praparate noch in Schichtdicken von 0.01 mm bestimmt. Tatsachlich zeigten Tschamba-Fii und Stora
fast vollige Absorption bei 302 m p, wahrend Engadina 85% der auffallenden
Strahlung zuriickhalt.
-
Die in dien Tabellen 2, 3, 4 und 5 aufgefuhrten Werte sind untereinander vergleichbar und gut reproduzierbiar; es durfte durch die angegebene, relativ einfache Methode eine Qualifizierung der einzelnen
Lichtschutzmittel moglich sein. Bei einem Vergleich der untersuchten
Praparate sieht man, SdaO die meisten einer wissenschaftlichen Kritik
standhalten und in der Praxis durchaus ihren Zweck erfullen durften.
763. K. Winterfeld, E. Dorle und C.Rauch:
Uber eine verbesserte Kalkmethode zur Bestimmung des Morphins
im Opium und seinen Praparaten.
(Aus dem Pharmazeutischen Institut der Universitat Freiburg i. Brsg.)
Eingegangen am 20. April 1937.
Von den Bestimmungsmethoden des Morphins im Opium bzw.
in den Opiaten, die bisher in der Literatur aufgefuhrt wurden, haben
Eingang in die Arzneibucher nur die mafianalytischen V’erfahren gefunden, da sie die fur das Apothekenlaboratorium praktischste Form
darstellen. Von diesen mafianalytischen Verfahren hat jedoch keines
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