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Thion- und Dithioester 38. Mitt. Zur Kondensation von 2-Amino-dithiooxalsure-O-ester mit Cyanessigestern

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1098
Hartke und Hallert
Arch. Pharm.
15 R. Kraft, P. Henkelein, G. Etzold, H.-J. Zopfl, G. Westphal und R. Schmidt, Org. Mass Spectrom.
11,304 (1976).
16 R. K. Bansal und G. Bhagchandani, J. Indian Chem. SOC.59, 277 (1982).
17 W. Schunack, H. Engler und E. Fritschi, Arzneim. Forsch. 29, 595 (1979).
18 I. Kramer, K. Wegner und W. Schunack, Pharm. Ztg. Sci. Ed. 130, 2062 (1985).
19 R. T. Brittain und D. Jack, J. Clin. Gastroenterol. 5,71 (1983).
[Ph 1641
Arch. Pharm. (Weinheim) 319, 1098-1 105 (1986)
Thion- und Dithioester, 38. Mitt.')
Zur Kondensation von 2-Amino-dithiooxalsaure-0-estermit
Cyanessigestern
Klaus Hartke* und Michael Fallert
Institut fur Pharmazeutische Chemie der Universitat Marburg, Marbacher Weg 6,
D-3550 Marburg/Lahn
Eingegangen am 26. Nov. 1985
Die Sulfhydrolyse der Cyan-imidoameisensaureester 2 liefert in Abhangigkeit von den Reaktionsbedingungen entweder die Cyan-thionameisensaureester 1oder die 2-Amino-dithiooxalsaure-0-ester 3. Letztere kondensieren mit Cyanessigester in Gegenwart von Kaliumalkoholat zu den Kaliumsalzen 7, deren SAlkylierung die Thioenolether 9 ergibt. Die Kondensation von 9 mit Hydrazinen verlauft uneinheitlich
unter Bildung der Produkte 11-18.
Thiono- and Dithioesters, XXXVIII1):
Condensation of 2-Amino-dithio-0-oxdates with Cyanoacetic
Esters
By thiolysis of the cyano methanimidoates 2 cyano methanethioates 1 or 2-amino-2-thioxoethanethioates
3 are formed, depending on the reaction conditions. The thionoester group in 3 condenses with cyanoacetates in the presence of potassium methoxide to form the potassium salts 7, which were S-alkylated to give
the thioenol ethers 9. Condensations of 9 with hydrazines lead to structurally different products 11-18.
In vorangegangenen Arbeiten dieser Reihe haben wir die basenkatalysierte Thioacylierung von CHaciden Verbindungen wie Cyclopentadienz),Malonsaurederivaten3),Benzylidenaminoacetonitril"),Cyanmethanphosphonsaureestern~)und anderen mit Thion- und Dithioestern beschrieben. Uberraschenderweise fuhrt der Einsatz von Dithion- und Tetrathiooxalestern bei solchen Kondensationen nur zu voll0365-6233/86/1212-l098 $02.50/0
0 VCH Verlagsgesellschaft mbH,D-6940 Weinheim, 1986
1099
. Thion- und Dithioester
319186
standiger Zersetzung. Hier erfolgt anstelle des carbophilen Angriffes des Carbanions an der C=S-Doppelbindung vermutlich ein thiophiler Angriff mit anschlieflenden, unerwiinschten Folgereaktionen wie
Entschwefelung etc. Diese Reaktionen lassen sich vermeiden, wenn man eine der beiden Thiocarbonylgruppen im Dithionoxalester als Thioamid stabilisiert.
Die Umsetzung von Dithionoxalestern mit Ammoniak oder primaren Aminen ist
nicht auf der ersten Stufe der Substitution festzuhalten, sondern fiihrt unmittelbar zu
Dithiooxamid bzw. N,N'-Dialkyl-dithiooxamiden? Geht man jedoch von Cyan-imidoameisensaureestern 2 aus, die aus Dicyan und Alkoholen leicht erhaltlich sind7),so
1al3t sich die anschlieljende Sulfhydrolyse im gewiinschten Sinne lenken. Wahrend bei
der Sulfhydrolyse von 2 bei -loo unter Zusatz von 2 mol Eisessig hauptsachlich die
Cyan-thionameisensaureester 1 entstehen, liefert die Sulfhydrolyse von 2 bei 5- 10" in
Gegenwart von 2 mol Eisessig und 1 mol Pyridin vornehmlich die 2-Amino-dithiooxalsaure-0-ester 3.
s
4
NC-C,
OR
HzS
2 CH3COOH
//NH
c-NC-C,
1
OR
%H~COOHiPyr~didin
H
s\\ //S
F-c,
a
OR
2
7
3
8
3 kondensiert innerhalb weniger Minuten bei -10' mit Cyanessigester in Gegenwart
von Kaliumalkoholat zu den roten wasserloslichen Kaliumsalzen 7. Diese verfarben
sich beim Abfiltrieren zwar an der Oberflache schwarzlich, sind aber trocken sehr lagerbestandig. Die Kaliumsalze 7 schlieljen gern Losungsmittel ein und lassen sich
schlecht umkristallisieren. Bessere Eigenschaften haben die durch doppelte Umsetzung
erhdtlichen Tetraethylammoniumsalze. Bei der Kondensation reagieren stets 2 mol
Cyanessigester mit 1 mol 2-Aminodithiooxalsaure-0-ester uber die vermuteten Zwi-
1100
Hartke und Fallert
Arch. Pharm.
schenstufen 5 und 6 zu den Salzen 7. Auch durch Anderung der Reaktionsbedingungen lie13 sich kein 1:1-Produkt fassen. Andere Malonsaurederivate wie Malondinitril,
Cyanacetamid oder Malonester reagierten zwar mit 3, jedoch entstanden dabei keine
definierten Produkte.
Die Kaliumsalze 7 konnen durch Riihren mit Methyliodid bei Raumtemperatur
leicht am Schwefel alkyliert werden. Wesentlich langsamer verlauft bereits die Umsetzung mit Ethyliodid, die 24stdg. Kochen unter RiickfluD erfordert. Andere Alkylierungsversuche, z. B. mit Allylbromid, Benzylchlorid, C hlor- oder Iodacetonitril sowie
w-Bromacetophenon, scheiterten an der geringen Nucleophilie des Schwefels in 7.
11
H-N&%-C.li.
<
f
9b +
10
NH2
0
HzN
lCsH5
H5CzOOCg-H
CN
0
14
13
U
Y
16
17
12
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Thion- und Dithioester
31 9/86
A
18
B
Die 13C-NMR-Datenwichtiger Kohlenstoffatome der Salze 7,8 sowie der Thienolether 9 sind in Tab. 1 zusammengestellt. Charakteristisch ist die sehr starke Polarisierung beider C=C-Doppelbhdungen, die in einer besonders groljen Verschiebungsdifferenz der miteinander verbundenen C-Atome (C-3 und C-4 sowie 5-C und C-5) zum
Ausdruck kommt. ErwartungsgemaGist diese Verschiebungsdifferenzin den Salzen 7,
8 noch groljer als in den Thioenolethern 9.Die Zuordnung des Ester-C=O wird durch
eine 3Jc. EKopplung von ca. 3 Hz zur 0-Alkylgruppe gestutzt.
Tab. 1: Chemische Verschiebungen der C-Atome in den Salzen I, 8 sowie in den Thioenolethern 9
*
LM~)
c-3
c-2
c-4
c-5
Ester-C=O
5-C
170.8
170.1
190.9
190.0
155.1
155.0
167.7
166.0
75.3
75.9
154.2
164.4
82.8
154.8
164 .O
83.9
155.1
164.6
83.5
155.0
164.0
83.9
la
8b
A
B
97.1
97.3
9a
C
102.7
96
B
103.3
9c
B
103.0
9d
B
103.0
162.3
161.5
163.5
161.3
163.6
160.4
163.6
160.4
1) Losungsmittel (LM): A = [D6] Aceton, B = CD2Cl2, C = [D6] DMSO
Wegen der semicyclischen Doppelbindung besteht bei den Salzen 7, 8 und den
Thioenolethern 9 die Voraussetzung zum Auftreten von cis-trans-Isomeren. Wir haben durch Aufnahme von temperaturabhangigen 'H-NMR-Spektren zwischen - 100"
und + 140" keine Signalaufspaltung beobachten konnen und vermuten daher, dalj nur
1 Isomer in der Z-Konfiguration vorliegt mit intramolekularer H-Briicke.
Wegen der sehr starken Polarisierung der endocyclischen Doppelbindung sollten die
Thioenolether 9 leicht mit Nucleophilen unter Substitution der Alkylmercaptogruppe
reagieren. uberraschenderweise zeigtejedes als Nucleophil eingesetzte Hydrazin einen
anderen Reaktionsverlauf. Mit Hydrazin selbst konnten wir kein definiertes Umsetzungsprodukt isolieren. Mit Phenylhydrazin und 9b kommt es nach Substitution der
SCH,-Gruppe noch zu einem Ringschlulj. Dieser konnte entweder zu einem zusatzlichen Pyrazol- oder Pyridazinring fuhren. Fur die Bildung eines Pyrazolringes sprechen
im 'H-NMR-Spektrum ([D6]DMSO) das Auftreten eines Amidprotons bei 6 =
10,12 ppm [in 7b (CD2C12)6 = 10,38 ppm] und einer primaren Aminogruppe bei
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Hartke und Fallert
Arch. Pharm.
6 = 7,21 ppm. Mit 4-Nitrophenylhydrazin reagiert 9b im Molverhaltnis 2:l. Auch
durch Variation der Reaktionsbedingungen lie0 sich kein 1:1-Produkt isolieren. Da
das IR-Spektrum keine Nitrilbande mehr zeigt, die Estergruppe jedoch unangegriffen
ist, sind die Strukturen 13-15 denkbar. Wegen des Fehlens eines 'H-NMR-Signals
zwischen 10- 11 ppm (Amidproton des Pyrrolidonringes) 1aBt sich 13 ausschlieljen.
Sichtbar sind vielmehr zwei primare Aminogruppen bei 6 = 6,86ppm und 6 =
5,92 ppm sowie ein weiteres NH-Signal bei 6 = 6,52 ppm, dessen Integral fur zwei weitere NH-Protonen spricht, die vermutlich zufallig zusammenfallen. Wahrscheinlich
wird auch im vorliegenden Fall ein Pyrazolring leichter gebildet als ein Pyridazinring,
so daB wir 14 als Struktur bevorzugen. Wegen der Vielzahl der C-Atome ist das 13CNMR-Spektrum bei der Strukturzuordnung weniger hilfreich. Methylhydrazin setzt
sich bereits bei Raumtemperatur mit 9b im Molverhaltnis 2: 1 um. Auch hier lie0 sich
durch Variation der Reaktionsbedingungen kein 1:1-Produkt erhalten. Trotz gleicher
Molverhaltnisse entspricht die Struktur des Umsetzungsproduktes keineswegs der von
14.Bei der Reaktion kommt es vielmehr zur Eliminierung von 1 mol Cyanessigsaureethylester; ferner unterbleibt der PyrazolringschluB. An Hand der spektroskopischen
Daten ist nicht eindeutig zwischen den Tautomeren 16 und 17 zu unterscheiden; wir
bevorzugen jedoch 16.Im 'H-NMR-Spektrum ([D,IDMSO) erscheint das Amidproton bei 6 = 9 3 5 ppm und drei einzelne NH-Protonen bei 6,44, 5 6 3 und 3,35 ppm.
Auffallend ist auch die relativ grol3e Verschiebungsdifferenz beider Methylgruppen (6
= 3,56 und 2,95 ppm), die mit 17 schwerlich zu vereinbaren ware.
uberraschenderweise erfolgt auch beim Erhitzen von 16 keine C yclisierung zum Pyrazol. Diese lauft jedoch innerhalb 1 h bei Raumtemperatur in Trifluoressigsaure ab
und fuhrt zum isolierbaren Trifluoracetat 18.Eine Deprotonierung des Salzes 18 ohne
Zersetzung gelang nicht. Aus energetischen Grunden (bessere Stabilisierung der positiven Ladung) sollte 18B das bevorzugte Tautomer fur das Kation sein.
Dem Fonds der Chemie danken wir fur die Forderung dieser Arbeit.
Experimenteller Teil
ZR-Spektren: Perkin-Elmer PE 398. 'H-NMR-Spektren:Varian T 60, Jeol FX 100. "C-NMR-Spektren:
Varian XL 100, Jeol F X 100. M S : Varian MAT 111 und Vacuum Generators 70-70. Schmp.: LeitzHeiztischmikroskop HM-Lux, unkorr.
Cyan-thioameisensaure-0-methylester
(la)
In eine Losung von 42,O g (0,5mol) Cyan-imidoameisensauremethylester( 2 4 (aus Dicyan und Methanol
unter Triethylamin-Katalyse erhaltlich7))und 60.0 g (1.0 mol) Eisessig in 500 ml wasserfreiem Ether leitet
man bei -10" 4 h einen kraftigen H,S-Strom ein und la& unter weiterem Riihren auf Raumtemp. erwarmen. Das ausgefallene Ammoniumacetat wird abfdtriert und mit Ether gewaschen. Die gesamte ether.
Losung schiittelt man portionsweise mit der doppelten Menge Wasser aus, trocknet uber Calciumchlorid,
destilliert das Losungsmittel ab und fraktioniert das verbleibende dunkle 61bei vermindertem Druck iiber
eine kurze Kolonne: 22.6 g (45 9s d. Th.) gelbes 61vom Sdp. 72"/72 Torr. C,H,NOS (101,l) Ber. C 35,6
H 2,99 Gef. C 35,7 H 3,09. - IR (KBr): 2953, 2230, 1445, 1275, 1196, 1148, 974 cm-1. 'H-NMR (CDCI,): 6 (ppm) = 4.20 (s, CH,). - I3C-NMR (CDCI,): 6 (ppm) = 178.7 (C=S), 112,7 (CN),
59.5 (CH,).
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Thion- und Dithioester
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Cyan-thioameisensaure-0-ethylester(1b)
Aus 98.1 g (1 mol) Cyan-imidoameisensaure-ethylester (2b) (aus Dicyan und Ethanol unter Triethylamin-Katalyse erhaltlich7)) analog la: 74 g (64 % d. Th.) gelbes 01vom Sdp. 58'128 Torr. C,H,NOS
(1 15,2) Ber. C 41,9 H 4,38 N 12,2 S 27,8 Gef. C 42,2 H 4,57 N 12,4 S 27,8. - IR (Film): 2213, 1470,
1444,1370,1280,1180, 1005,880 cm-I. - 'H-NMR (CCI,): S (pprn) = 4,67 (q, CH,), 1,49(t, CH,).
2-Amino-2-thioxo-thioethansaure-0-methylester
(3a)
In eine Losung von 29,4 g (0,35 mol) 2a7), 42.0 g (0,70 mol) Eisessig und 27,7 g (0,35 mol) Pyridin in
400 ml Ether leitet man bei 5-10' 5 h einen kraftigen H,S-Strom, 1 a t unter Ruhren auf Raumtemp. erwarmen und filtriert den entstandenen Niederschlag ab. Die ether. Losung wird portionsweise mit der
doppelten Menge Wasser gewaschen, uber Calciumchlorid getrocknet und das Losungsmittel i.Vak. eingeengt. Den Ruckstand kristallisiert man aus CCI, um: 36,O g (76 % d. Th.) rote Kristalle vom Schrnp.
82'. C,H,NOS, (135,2) Ber. C 26,7 H 3,73 N 10,4S 47,4 Gef. C 26,5 H 3,63 N 10,8 S 47,3. -IR(KBr):
3330, 3140, 1594, 1453, 1292, 1260, 1100,980,858 cm-1. - 'H-NMR (ID,IAceton): S(ppm) = 9,30
(h, NH,), 4,20 (s, CH,). - I3C-NMR ([D,]Aceton): 6 (ppm) = 208,7 (C-l), 195,6 (C-2), 60,5 (CH,).
2-Amino-2-thioxo-thioethansaure-0-ethylester
(3b)
Aus 29,4 g (0,3 mol) 2b7) analog 3a: 33,5 g (75 % d. Th.) rote Kristalle (CCI,) vom Schmp. 60'.
C,H,NOS2(149,2)Ber.C32,2H4,73N9,4S43,0Gef.C32,0H4,52N9,7S42,9.-IR(KBr):3280,
3136,1600,1368,1292,1255,1013,898,835 cm-1. - 'H-NMR ([DJAceton): 6 (ppm) = 9,13 (h, NH,),
4,58 (q, CH,), 1,44 (t, CH,). - "C-NMR (IDJAceton): 6 (ppm) = 208,5 (C-1), 196,3 (C-2), 70,3 (CH,),
13,5 (CH,).
Kalium-3-cyan-5-(cyan-methoxycarbonyl)methylen-4-su~do-3-pyrrolin-2-on
(Monohydrat) (7a)
Zu einer Losung von 0,39 g (0,Ol mol) Kalium in 20 ml absol. Methanol gibt man unter Ruhren bei -10"
0,99 g (0,Ol mol) Cyanessigsauremethylester und nach 2 min 0,67 g (5 mmol) 3a. Nach weiteren 2 min
filtriert man den Niederschlag ab und kristauisiert ihn aus Methanol um: 1.07 g (74 % d. Th.) rote Kristalle vom Schmp. 211'. C,H,KN,O,S.H,O (291,3) Ber. C 37,l H 2,08 N 14,4 S 11,0 Gef. C 37,4 H 2,16
N 13,9 S 10,8. - IR (KBr): 3265, 2206, 1712, 1590, 1475, 1362, 1250, 1110, 778, 755cm-1. 'H-NMR ([D,lAceton): S (ppm) = 9,96 (h, I-H), 3,86 (s, CH,). - 13C-NMR([D,lAceton): S (ppm) =
190,9 (C4), 170,8 (C-2), 167,7 (COO), 15591 (C-5), 117,6, 116,2 (2 CN), 97,l (C-3), 75,3 (C-COO),
53,O (CH,).
Tetraethylammonim-3-cyan-5-(cyan-ethoxycarbony~methylen-4-su~do-3-pyrrolin-2-on
(8b)
Aus 0,39 g (0,Ol mol) Kalium in 20 ml absol. Ethanol, 1,13 g (0,Ol mol) Cyanessigsaureethylester und
0,67 g (5 mmol) 3a analog 7a. Der Niederschlag wird mit wenig Ethanol gewaschen und getrocknet:
1,30 g (91 % d. Th.) rote Kristalle des Kaliumsalzes 7b vom Schmp. 203' (Zers.). 1,44 g (5 mmol) dieses
Salzes werden in 10 ml Wasser gelost, mit 4,20 g (0,02 mol)Tetraethylammoniumbromidin 5 ml Wasser
versetzt und 24 h bei 5' stehengelassen. Die ausgefallenen roten Kristallnadeln sind nach dem Trocknen
bereits analysenrein: 0,90 g (48 % d. Th.) vom Schmp. 143". C,,H,,N,O,S (378,5) Ber. C 57,l H 6,92
N 14,8 S 8,5 Gef. C 57,O H 6,91 N 14,9 S 8,2. - IR (KBr): 3350, 2206, 1714, 1683, 1597, 1452, 1311,
1255, 1185 cm-*.- 'H-NMR ([D,lAceton): 6 (ppm) = 10,OO (h, 1-H),4,35 (q, OCH,), 3,57 (q, 4 NCH,),
1,63-1,28 (m, 5 CH,). - I3C-NMR (CD,ClJ: S (pprn) = 190,O (C-4), 170,l (C-2), 166,6 (COO), 155,O
(C-5), 117,8, 116,4 (2 CN), 97,3 (C-3), 75,9 (C-COO), 62,4 (OCH,), 53,2, 53,0, 52,9 (4 NCH,), 14,2
(OCH,CH,), 7,81 (4 NCH,C_H,).
1104
Hartke und Fallert
Arch. Pharm.
3-Cyan-5-(cyan-methoxycarbonyl)methylen-4-methylthio-3-pyrrolin-2-on
(9a)
1,46 g (5 mmol) 7a werden in 40 ml Aceton rnit 1,42 g (0,Ol mol) Methyliodid 15 h bei Raumtemp. geruhrt. AnschlieRend wird das Losungsmittel abdestilliert, der Ruckstand in 30 ml CH,CI, aufgenommen,
die organische Phase dreimal rnit je 30 ml Wasser gewaschen und iiber CaCI, getrocknet. Das Losungsmittel wird i. Vak. abgezogen und der Riickstand aus Aceton umkristallisiert: 0,96 g (77 % d. Th.) gelbe
Kristalle vom Schmp. 232". C,,H,N,O,S (249,3), 249 (MS) Ber. C 48,2 H 2,83 N 16,9 S 12,9 Gef.
C 48,O H 2,84 N 16,5 S 13,2. - IR (KBr): 3290,2230, 1739, 1604, 1535, 1290, 1255 cm-l. - 'H-NMR
([DJDMSO): 6 (ppm) = 11,29 (h, 1-H), 3,81 (s, OCH,), 3,06 (s, SCH,). - "C-NMR ([D,)lDMSO):
6(ppm) = 164,4 (COO), 162,3, 161,5 (C-2, -4), 154,2 (C-5), 114,6, 112,8 (2 CN), 102,7 (C-3), 82,8
(C-COO), 53,6 (OCH,), 16,8 (SCH,).
3-Cyan-5-(cyan-ethoxycarbonyl)methylen-4-methyl~hio-3-pyrrolin-2-on
(9b)
Aus 1,44 g (5 mmol) 7b und 1,42 g (0,Ol mol) Methyliodid analog 9a. 0,92 g (70 % d. Th.) gelbe Kristalle
vom Schmp. 216" (Aceton). C,,H,N,03S (263,3), 263 (MS), Ber. C 50,2 H 3,45 N 16,O S 12,2 Gef.
C 50,2 H 3,38 N 15,9 S 12,6. - IR (KBr): 3305,2230,1745, 1685,1615,1534,1290,1250,1095 cm-l. 'H-NMR (CD,Cl,): 6(ppm) = 10,38 (h, 1-H), 4,38 (9, CH,), 3,08 (s, SCH,), 1,38 (t, CH,CH_,). "C-NMR (CD,Cl,): 6 (ppm) = 164,O (COO), 163,5, 161,3 (C-2, -4), 154,8 (C-5), 114,0, 112,4 (2 CN),
103,3 (C-3), 83,9 (c-COO), 64,2 (CH,), 17,4 (SCHJ, 14,l (CH,C_H&
3-Cyan-~-(cyan-methoxycarbonyl)methylen-4-ethylthio-3-pyrrolin-2-on
(9c)
0,87 g (3 mmol) 7a werden in 20 ml Aceton rnit 0,94 g (6 mmol) Ethyliodid 24 h zum Riickflulj erhitzt.
AnschlieOend zieht man das Losungsmittel i. Vak. ab, versetzt rnit 20 ml CH,CI, und wascht dreimal mit
je 20 ml Wasser. Die iiber CaCl, getrocknete organische Phase wird i. Vak. eingedampft und der Riickstand aus Aceton umkristallisiert: 0,41 g (60 % d. Th.) gelbe Kristalle, Schmp.: 201'. C,,H,N,O,S
(263,3), 263 (MS) Ber. C 50,2 H 3,45 N 16,O S 12,2 Gef. C 50,O H 3 3 0 N 15,7 S 11,8. IR(KBr): 3260,
2228,2210,1738,1608,1593,1534,1234,1105 cm-1. - 'H-NMR (CD,CI,): 6 (ppm) = 10,27 (h, 1-H),
3,95 (s,OCH,),3,67(q,CH2): 1,57(s,CH,CH_,).- '3C-NMR(CD,Cl,):6(ppm)= 164,6(C00),163,6,
160,4 ((2-2, -4), 155,l (C-5), 114,0, 112,4 (2 CN), 103,O (C-3), 83,5 (C-COO), 54,4 (OCH,), 28,7 (CH,),
14,2 (CH,C_H,).
3-Cyan-5-(cyan-ethoxycarbonyl)methylen-4-ethylthio-3-pyrrolin-2-on
(9d)
Aus 0,86 g (3 mmol) 7b und 0,94 g (6 mmol) Ethyliodid analog 9c: 030 g (60 % d. Th.) gelbe Kristalle,
Schmp.: 184' (Aceton). C,,HI,N,O3S (277,3), 277 (MS)Ber. C 52,O H 4,OO N 15,2 S 11,6 Gef. C 51,9
H4,02 N 15,4 S 11,2. - IR (KBr): 3275, 2229, 2217, 1735, 1708, 1611, 1540, 1245 cm-1. 'H-NMR (CD,CI,): 6 (ppm) = 10,26 (h, 1-H), 4,37 (q, OCH,), 3,65 (4,SCH,), 1 3 2 (t, OCH,CH,), 1,36
(t, SCH,CH_,). - ',C-NMR (CD,Cl,): 6 (ppm) = 164,O (COO), 163,6, 160,4 ((2-2, -4), 155,O (C-5),
113,9, 112,4 (2 CN), 103,O (C-3), 83,9 (C_-COO), 64,l (OCH,), 28,6 (SCH,), 14,2 (SCH,CHJ, 14,l
(OCHZCHJ.
3-Aminod-(cyan-ethoxycarbonyl)methylen-2-phenyl-2
H,4H,5H,6H-pyrrolo[3,4-clpyrazol-4-on
( 11)
0,79 g (3 mmol) 9b werden in 45 ml Ethanol rnit 0,33 g (3 mmol) Phenylhydrazin 6 h zum RiickfluO erhitzt. Nach dem Abkuhlen kristallisiert man den Niederschlag aus Aceton um: 0,38 g (39 % d. Th.) gelbe
Kristalle vom Schmp. 245'. C,,H,,N,O, (323,3), 232 (MS) Ber. C 59,4 H 4,05 N 21,7 Gef. C 59,2
H4,08 N21,7. - IR (KBr): 3395, 3330, 2225, 1739, 1690, 1623, 1265, 1218, 1036cm-I. 'H-NMR ([DJDMSO): 6 (ppm) = 10,12 (bs, 5-H), 7,55 (bs, Phenyl), 7,21 (bs, NH,), 4,28 (q, CH,), 1,29
(t, CH,). - ',C-NMR ([D,]DMSO): 6 (ppm) = 163,4, 160,4 (COO, C-4), 153,5, 151,3, 144,9 (C-3, -6, 6a), 137,l (C-l'), 129,6 (C-3'), 128,8 (C-4'), 125,3 (C-2'), 115,O (CN), 94,2 (C-3a), 74,6 (C-COO), 61,5
(CH,), 141 (CH,).
319186
Thion- und Dithioester
1105
3-Amino-6-[2-amino-l-ethoxycarbonyl-2-N'-(4-nitrophenylhydrazino)lvinyl-2-(4-nitrophenyl)-2H,4Hpyrrolol3,4-clpyrazoI-4-on(14)
0,53 g (2 mmol) 9b und 0,61 g (4 mmol) 4-Nitrophenylhydrazin werden in 25 ml Ethanol 8 h zum RuckfluR erhitzt. Nach dem Abkuhlen wird der ausgefallene Niederschlag aus Aceton umkristallisiert: 0,58 g
(56 % d. Th.) gelbe Kristalle, Schmp.: 282". C,,H,,N,O, (521,5), 521 (MS) Ber. C 50,7 H 3,67 N 24,2
Gef. C 50,4 H 3,84 N 24,O. - IR (KBr): 3460, 3365, 1700, 1615, 1592, 1523, 1344, 1108, 859 cm-I. 1H-NMR([D,]DMSO):6(ppm)=8.40-8,22(m,2
3'-H),7,81-7,53(m,2 2'-H),6,86,5,92(bs,2 NH,),
6,52 (h, 2 NH), 4,09 (q, CH,), 1,lO (t, CH,). - "C-NMR ([D,]DMSO): 6 (ppm) = 165,0, 162,9 (C-4,
COO), 157,2, 150,8, 140,6, 136,2 (C-3, -6, -6a, NH-C-NH,), 145,6, 145,l (2 C-4'), 144,1, 142,8 (2 C1'), 125,0,124,5 (2C-2'), 123,6,123,4(2 C-3'),102,9,98,6(C-3a,C-COO),
59,7(CH,), 13,6(CH3).
3-Cyan-4-(N'-methylhydratydmzino)-5-methylhydrazono-3-pyrrolin-2-on(16)
0,53 g (2 mmol) 9b und 0,18 g (4 mmol) Methylhydrazin werden in 20 ml Acetonitril20 h bei Raumtemp.
geruhrt. Der Niederschlag wird aus Acetonitril umkristallisiert: 0,3 1 g (80 % d. Th.) gelbe Kristalle vom
Schmp. 180". C,Hl,N,O (194,2), 194 (MS)Ber. C 43,3 H $2 N 43,3 Gef. C 43,5 H 5,3 N 42,9. - IR
(KBr): 3245,2195,1660,1600,1560,1385,1130 cm-1. - 'H-NMR([D6]DMSO):6 (ppm)= 9 3 5 (bs, 1H), 6,44, 5,63, 3,35 (h, 3 NH), 3,56,2,95 (s, 2 CH,).- I3C-NMR([D,]DMSO):6(ppm)= 166,9(C-2),
154,2 (C-53, 130,l (C-4), 116,7 (CN), 70,5 (C-3), 44,5, 37,7 (2 CH,).
(2-Methyl-6-methylhydrazono-4-0~0-2H,
4H, 5H,6H-pyrrolo[3. 4-clpyrarol-3-yl) ammonium-trifluoracetat (18)
0,58 g (3 mmol) 16 werden in 5 ml Trifluoressigsaure 1 h bei Raumtemp. geruhrt. Nach Eindampfen
i. Vak. werden die auf Zugabe von Ether entstehenden Kristalle aus Acetonitril umkristallisiert: 0,70 g
(76 % d. Th.) schwach gelbliche Kristalle vom Schmp. 249O. C,H,,F,N,O, (308,2) Ber. C 35,l H 3,60
N27,3 Gef. C 35,4 H3,24 N26,9. - IR (KBr): 3292, 1745, 1700, 1500, 1212, 1170cm-'. 'H-NMR([D,]DMSO): S(ppm)= 9,73(bs,5-H),8,35(bs,3 NH),3,89(s,NH),3,69,2,93(~,2CH,)."C-NMR (CF,COOD): 6 (ppm) = 161,9 (C-4), 150,1, 149,2, 146,8 (C-3, -6, -6a), 104,2 (C-3a), 39,6,
39,O (2 CH,).
Literatur
1 37. Mitt.: K. Hartke, 0. Kunze und W. Hoederath, Synthesis 1985,960.
2 K. Hartke, E. Schmidt, M. Castillo und J. Bartulin, Chem. Ber. 99,3268 (1966).
3 K. Hartke und L. Peshkar, Arch. Pharm. (Weinheim)301,601 und 61 1 (1968) sowie Pharm. Zentralhalle Dtschl. 107, 348 (1968).
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7 Roehm und Haas (Erf.W. Gruber), Dtsch. Pat. 1155774 (1963); C. A. 60, 2796e (1964).
[Ph 1651
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