close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

Thymianl und Abkmmlinge desselben.

код для вставкиСкачать
Thymianb'l und A6kiimmlinge clesselben.
191
den Theilen gegeniiber, wo das Metal1 sich eingeburgert
hatte. Was die Grosse der sich bildenden Metallflocken
betrifft, SO ist sie sehr verschieden; viele sind mikroskopisch, andere stecknadelknopf- bis erbsengross.
Folgender Versuch wurde in Gegenwart der Mitglieder der medicinischen Facultat von der Havana gemacht. Ein Kranker hatte wahrend einer ganzen Woche
die Innactionskur gebraucht, und darauf mehrere lauwarme Biider genommen, so dass mit Gewissheit behauptet
werden konnte, dass keine Spuren des Merkurs auf der
Haut zuriickgeblieben waren. Er stieg nun in ein niit
Acid. muriatic. schwach gesiiuertes Wasserbad. Ntlch
fiinf Minuten wurde ein Theil des Wassers herausgenommen und von B a v a c e c a analysirt, der keine Spur von
Merkur darin entdeckte. Alsdann wurde die Kette geschlossen, und nachdem der elektrische Strorn eine Stunde
gewirkt hatte, abermals ein Theil des Wassers aus der
Wanne geschiipft. Mit Schwefelkalium behandelt, wurde
das Wasser schwlirzlich gefhrbt, und ein hineingetauchter
Kupferstab gab sichere Zeichen vom Vorhandensein des
Merkurs.
Wahrend des Versuchs war eine vollkomnien reine
Kupferplatte mit dem negativen Pol in Beruhrung gebracht worden. Als sie nach beendigtem Bade untersucht wurde, zeigtc nicht nur ihre gelb- riinliche Farbung
eine Oxydation, worm der Merkur Thei genominen batte,
sondern man sah auch hier und dort auf ihrer Oberflgche
kleine meisse Flecken, wovon einer, uber eine Quadratlinie gross, regulinisch glnzte. Nach Erhitzung der
Platte verschwand der Fleck und man sah die eigenthiimliche Farbe des Kupfers wieder zum Vorschein kommen, ein Beweis, dass er yon abgesetztem Quecksilber
herruhrte.
Die bereits nun gemachten Erfahrungen in Betreff
des oben Gesagten sind von so grosser Wichtigkeit fur
die medicinische Heilkunde, dass zu wiinschen ware,
diese Heilmethode weiter verbreitet zu sehen, da doch
nicht wenige, welclie jahrlich in den Biidern ihr Heil
suchen, an irgend einer Metdlldyskrasie leidend sich befinden.
B.
Y
Thyinianol nnd Abkontmlingc! desselben.
Nach A. L a I1 e m a n d besteht das Thymianol aus
Thymen = C20 H16, Cymen = C20 HI4 (gleich zusam-
192
!i'3ymianiil und Abkb'mmlinge desselben.
mengesetzt und gleichartig mit dem gleichnamigen KohIenwasserstoffe des 01. cumini und aus Thymol C2OH1402
(eineni leiclit schmelzbaren tearopten). Das letztere ist
ein Oxydationsproduct des Cymens (ahnlich dem Phenol
c ' l z H 6 0 z , welclies durch Oxydation des Renzins C12H6
entsteht).
T h y m o 1 = C20 H14 0 2 . Das Tliymiand besteht
zuweilen zur Halfte aus Thymol. Es bildet, aua Alkohol
krystallisirt, rhomboi'dale Tafeln, durchsichtig und niit
dcn Seiten parallelen Streifungen. Aus Thyiiiianbl durch
Abkuhlung krystellisirt (die Krystallisntion geschielit auch
bei
44OC. noch, wenn man einen Thymolkrystall in
Thymianol legt), erscheint es in schiefen rhombischen
Prisnien. Es riecht verschieden voin Thymianol, schmeckt
sehr stechend, pfefferartig, schmilzt bei 440 C. zu einer
farblosen Fliissigkeit, welche auch noch unterhalb 440 C.
Fliissigkeit bleibt und erst mit Thymolkrystallen in Beruhrung erstarrt. Siedet bei 230OC. und destillirt unveriindert. Das feste Thymol siiikt in1 Wasser unter, das
flussige schwimmt auf dem Wasser; es lost sich nur
darin auf. Aether, Alkohol und concentrirte Essigsaure losen es sehr leicht. Wasser fallt es nicht aus
der weingeistigen Losung. Sowohl das feste als das flussige Thyniol sind unwirksam auf das polarisirte Licht.
I n seinen Eigenscliaften steht das Thyinol dein Phenol
nahe, dem es hoiiiolog ist; init Cuminalkohol ist es isomer
iind enthalt 2 Aeq. Wasserstoff weniger als der japanische
Iiampfer.
T h y m o l s c h w e f e l s i i u r e = 110,CZOII130, 2SO3
2 HO (krystallisirt). Das Thymol lost sich reichlich
in concentrirter Schwefelsiiure bei 50 bis 600 C. Beim
Alkiihlcn erstarrt die Flussigkeit zu einer schwach rbthlichen, leicht hii Wasser loslichen Krystallmasse. Beini
Verdunsten der wasserigcn Losung in1 Vacuum krystallimit 2 Aeq. Iirystallwasser
sirt die Tliyiiiolscliwcfels~~ire
und 1 Aeq. basischem Wasser in perlmutterglanzendcn
rhoinbischen Tafeln, oder grossen, nicht zerfliesslichen
fnrblosen Prismen. Mit den Basen liefert sie leicht 16sliche, kryrtallisirbare Salze, die siiinmtlich monoklinisclie
Formen bcsitzen. h u c h das Bleioxydselz und das Barytsalz sind leicht loslich. Thymolschwefelsaures Kali, Natron
und Ammonink eerlegen sich beiin Erhitzen in saures
schwefelsaures Alkali und unzersetzt entweichendes Thymol. Eei 1200 C. nchmen die thymolschwefelsauren Salze
B
+
+
Tlymianijl und Abkamnilinge desselhen.
193
eine violettrothe Farbe an und lassen unzersetztes Thymol
entweichen.
D r a c o n s c h w e f e l s a u r c = 110, C20€11*0, 2S03,
eine SLure, welche innn direct durch Ninwirkung voii
HO, SO3 auf Anis61 oder Esdragonol erhalt, entsteht auch
durch Erhitzung von Thyinol mit uberschiissiger Schwefelsiture auf' 240OC., wobei sich schweflige Saure entwickelt. Der draconschwefelsaure Baryt =BaO, C20H110,
2 803 ist eiii gumniiartiges, leicht liisliches Salz, welches
sich mit Eisenoxydsalz gemischt dunkelviolett firbt.
A c e t o t h y 111 o 1 s ch w e f e 1s ii u r e = (HO, C20H130,
C4H?O2, 2S03) = €10, C24H1503, S206. Entstcht bei
Auflosungi von Thymol in Eisessig, Zusatz von concentrirter Schwefelsaure nebst etwas rauchender Schwefelsiiure uncl gelindeni Erwarmen. Reiin Erbalten erhalt
inan eine violette I<ryst:dlmasse, die auf unglasirtcin
Porcellnn liegend von anhangender Schwefelsiiure befreit
wird. Die Salze dieser Siiure sind im Wasser und Weingeist loslich und lassen sich unzersetzt bis 1100 C. erhitzen. Mit Wasser gekocht, ader rasch nbgedampft, zerlegen sie sich unter Entwickelung stechend saurer Dampfe
von Essigsiiure. Der acetothyniolschwefelsaure Baryt -BaO, C20H 1 3 0 , C4 € 1 2 0 3 , 2 SO3 ist krystnllisirbar.
B i n i t r o t h y m o l = C2OHl'(NO4)2O; HO. FKllt
als rothliches Oel zu Boden beini Eintriipfeln von Salpetersaure in eine wasserige Losung von Thymolschwefelsaure; dieses Oel erstarrt bald zu eiiier festen Masse.
Thymol, direct init Salpetersaure behandelt, liefert Harz
und vie1 Oxalsiiure. Das Biiiitrothymol schmilzt bei 550 C.,
ist wenig loslich iin Wasser, leicht loslich in Alkohol
uncl Aether, aus welchen Losungen es bei Entfernung
des Losungsmitteh sich in flussiger Form abscheidet.
Mit 13nsen bildet es krystallisirbare Salze von Seideglanz
und grossem Farbungsverniogen, schwer loslich ini Wasser. Kinitrothyniolsaures Kali ist als Hydrat schon orangegelb, getrocknet rubinroth; schwer loslich im Wasser.
B i n i t r o t h y m o 1 6 a 11 r e s B 1 e i o x y d = P b 0,
C W W ( N O 4 ) 2 0 enthalt 32,7 Yroc. Uleioxyd. Bei 150OC.
zersetzen sich die binitrothyniolswren Salze unter schwacher Verpufi'ung.
T r i n i t r o t h y m o l L- C2W1O(N04)30,I-I0. Homolog clein Trinitrophenol (der Pikrinstiure). Entsteht beim
Auflosen des 13initrothymols in concentrirter Schwefelsaure
und Zusate von Salpetersaure unter Vermeidung der Erwiirmung ; beini Zuinischen von Wasser scheidet sich das
Arch. d.Pharm. CXXXXV. Bds 2 Bft.
13
194
Thyrnianiil und Abkb'mnilinge desselben.
Trinitrothymol in gelblich-weissen Flocken ab. Aus siedender wasseriger Losung erhalt man es in citronengelben Nadeln krystallisirt. Es ist wenig loslich in kaltem
Wasser, leicht loslich in Alkohol und Aether. Schmilzt
bei 1110 C. und zersetzt sich bei starkerer Erhitzung
rasch. Die Salze der Trinitrothyniolsaure sind hellgelb
oder hellorange; sie zersetzen sich bei 150oC. unter Explosion. Trinitrothymolsaures Kali giebt Niederschliige
mit Silberoxyd-, Bleioxyd- und Quecksilberoxydsalzen.
Das t r i n i t r o t h y m o l s a u r e B l e i o x y d = PbO,
CzoHlo(NO4) 3 0 enthalt 28,83 Proc. Bleioxyd.
Binitrothymol und Trinitrothymol geben Aetherarten,
wenn sie in alkoholischer Losung mit concentrirter Schwefelsiiure erwarmt werden ; diese Aether sind bei gewohnlicher Temperatur feste Korper.
T h y in o 1n a t r o n oder t h y in o 1s a u r e s N a t r o n
= NaO, CZOH13O. Wasserige Kali- oder Nstronlauge
lost das Thymol auf. Diese Verbindungen sind sehr loslich im Wasser und Alkohol und geben mit den meisten
Metallsnlzen Niederschlage. Sie sind sehr unbestandig
und zerlegen sich schon beim Aussetzen an die Luft
unter Abscheidung des Thymols. Salzsaure, selbst Kohlensiiure scheiden daraus Thyniol ab. Thymoldnmpf,
iiber dunkelroth gluhenden Natronhydratkallr eeleitet,
verbindet sich damit, ohne Gasabscheidung. Die entstandene Natronverbindung schmilzt in hoher Temperatur
und krystallisirt bei Abkiihlung in Form schneenrtiger
Efflorescenzen von der Zusammensetznng NaO, O H W .
Salpetersaures Silberoxyd und salpetersaures Quecksilberoxyd geben mit einer wasserigen Losung des Thymolnatrons Niederschliige, merkwiirdig wegen ihrer Bestiindigkeit. Der Quecksilberoxydniederschlag ist grunviolett
und wird durch verdiinnte Schwefelsiiure oder verdiinnte
Snlpetersiiure bei gewohnlicher Temperstur nicht angegriffen. Salzsaiure scheidet das Thymol daraus ab. Der
Niederschlag, mit verdunnter Essigsilure und Alkohol gewaschen, hat die Formel: 2 HgO, CZOH13O.
T h y m o 1a m m o n i a k. Thymol lost in flussigem
Zustande eine. grosse Menge Ammoniakgari, welches es
beim Erstarren wieder verliert. Amnioniakfliissigkeit
greift das Thymol nicht an.
Die Fahigkeit des Thymols, sich mit Kalilauge oder
Natronlauge zu leicht loslichen Salzen zu verbinden, gestattet seine Abscheidung aus dem rohen Thymianol,
d. h. seine Trenniing von Thymen und Cymen. D o v e r i
Thivtciuniil und Abkiinzniliye deuselben.
195
erhielt bei der fractionirten Destillation des Thymianols
zwei Flussigkeiten, deren eine zwischen 160 bis 1800 C.,
die andere zwischen 225 und 235OC. destillirte. Diese
letztere ist nach L a l l e m a n d Thymol; es geniigt, in dieselbe ein Stiickchen Thymol hineinzuwerfen, urn nach
Verlauf einiger Stunden die ganze Masse krystallisirt zu
erhalten. Die bei 185 bis 2250 C. destillirende Fraction
enthalt noch gegen J/3 ihres Gewichts Thymol. Man
schuttelt sie mit massig concentrirter Natronlauge, entfernt das obenauf schwimmende indifferente Oel, sattigt
die mit M’asser verdiinnte, alkalische Lange mit Salzsaure
und trennt das abgeschiedene Thymol, welches bald erstarrt.
T r i ch 1o r t h y m o I = Czo H l l Cl3 0 2 . Entsteht bei
Einwirkung von trocknem Chlorgas auf Thymol irn zerstreuten Lichte. Ci tronengelbe schief-rhombische Prismen, von widrigem Geruch, unloslich in Wasser, wenig
Ioslich in Allrohol; schmelzen bei 61OC. und zersktzen
sich bei 1800 C. K t concentrirter Schwefelsaure bei
1000 C. behandelt, liefert das Trichlorthymol eine auf der
Schwefelsaure schwimmende farblose Fliissigkeit, welche
beini Erkalten erstarrt. Durch Auspressen, Auflosen in
lialilauge und Fallen mit Salzsiiure gereinigt, erscheint
diese Substana in weissen seideglhzenden Flocken, gleich
dem Talk, von angenehmem Benxoegeruch, der jedoch
nach und nach verschwindet. Schmilst bei 45oC. und
destillirt bei 2500 C. unveriindert. Verbindet sich mit
Ammoniak zu einem in feinen Nadeln krystallisirenden
Salze. Nach einer rzinzigen Analyse zu urtheilen, ist
dieser Korper Trichlorphensaure.
P e n t a c h l o r t h y m o l = C2oHgC1502 entsteht bei
fortgesetzter Einwirkung des trocknen Chlorgases im zerstreuten Lichte auf Thymol; man erhalt ein zahes gelbrothes Oel, in welchem sich mit der Zeit farblose, sehr
harte Krystalle von Pentachlorthymol bilden, die durch
Auflosen irn Aether gereinigt werden. Es krystallisirt
wie das Trichlorthymol, schmilzt bei 980 ohne Zersetzung,
welche erst bei 200OC. vor sich geht, wobei ein Gasgemenge von Salzsaure und Propylen C6H6 sich entwickelt und nicht, wie L a l l e m a n d fruher gefunden zu
haben glaubte, C4H*. Ausserdem bilden sich feste fluchtige Producte und im Riickstande bleibt vie1 Kohle. Das
erhsltene Propylengas braiinte mit schon weisser Flsmme,
die etwas russte, und verband sich mit gleichern Volum
Chlorgas zu einem knoblauchartig riechenden atherischen
Oele, dichter als Wasser.
13*
196
Tlupianb'l untl Ab7;iitmilinye desselben.
Das fliichtige feste Product ist T r i c h l o r t o l i i n n o l
schmilzt bei 9GO C., siedet unzersetzt
bei 3700 C . , ist unloslich iin Mrasser, liislich in L41kohol
uiid Acthcr, woraus es sich in scliijnen durchsichtigen
Krystallcn abscheidet. 1,dslioh in Kalilauge nnd daraus
dui ell Sliurcn in seideelinzcndcn
voluniinoscn E'locken
u
fidlbxr.
T r i ch 1o r t o l 11t i n o 1s a u r e s I<a 1i ist kryatallisirhar,
in1 Wasser loslick, fAlt die iVet;dlsalze. Trichortolannol:
saures hiniiioniak bildet baumforniig gruppirte Nndeln,
die ini siedendeii Wasser zieinlich loslich aind. Fiillt
die Silberoxydsalze zeisiggelb, Eisenoxyd- und P l a t i l d z c
hellgelb, Eiseriosydu1s:tlze blnugriin, Kupferovyclsalze
rothbraun, Zinkosytl-, Ulcioxyd- und Qiiecksilberoxydsalze weiss. Conceiitrirte I h r y t - und I<alksalze Nerden
ebenfalls gefdlt.
h i s T r i c l i l o r t o l u n n o l = C11HsCl3O2 ist als ein
SuGstitutionsproduct des dem Benzalliohol isvnicren Krcsylliydrats =-C 14HsO2 z u betrachtcn, welches W i 1I i a tn s o n uncl F a i r l i e im Steinkohleiitheerkrcosot fanden. Es
ist dem Phenol und Tliyi~iol 110111olog. Man kann das
Thyniol betrncliten als Tolunnol = C14MW2, in welcheui
1 Acq. Wasserstoff durch 1 Aeq. Propyl C6H7 ersctzt
ist, also = CI1II7 (C6H7) 0 3 . Die Zersctzung des Pentschlorthymols durch Wiirme erkliirt sich dann lciclit, clcnn
2 (C20Ji9C1502) = (C14H5ClsO2)
CSI-16
7 (IIC1)
--
C14 H5 C13 0 2 ,
+ 2CO +
+
+
(218.
Uas Voluiii des Propylcnpises mid des salzsauren Gases
wurclcn in dcr T1i:it naliezu in deiii Verlihltnisse von
1 : 7 gefunclen.
T e t r a c h l o r t o l u n n o l = C14 H4 Cl4 0 2 elitstelit
ziiweilen anstatt des Trichlortolunaols bei der trocknen
Destillation des I'entachlortl~ymols. Es krptnllisirt in
scideglanzenden Nadeln und schmilzt Lei 1600 C. Auch
das fliissige Biuhlorcutnen & C I S HloC12, wrelclies bei
2650 C'. sieclet, uncl Sunipfgas = CzH4 findcn sich nnter
den Zersetzungsproducteii des rolien Clilorthymols durch
W"arnie.
T h y m o i l = C 3 4 H 1 6 0 4 . Man erhalt diesen den1
Cliinon = C12tI404 homologen KGrper, iiidein man iiacli
und nacli llnngnnhyperoxyd oder zweifach - chromsaures
Knli zu eineni Gemenge von Thyinolscliwefels~ure imd
uberschiissigcr verdiinnter Schweielsaure bringt und destillirt. Das Destillnt enthjilt orangegelbe Oeltropfchen
yon 'l'liymoil, weIcIic bnltl erstnrrcn. Ifit l\alteni Wasser
Tliywia nijl mid L4bliiijiimliizge tlesselbeiz,
197
gcwaschen und aus Allroliol unikrystallisirt, erhiilt man
clas Thymo'il rein. Das mit cleinsclben uberdestillirte
Wasser hlilt Ameisensaure unrl in der Retorte bleibt ein
brauner, fester, briichiger Riickstand, cler sich in1 Alko1101 mit dunkelrotlier Farbe lost.
Das Thymo'il lrrystallisirt in stark gliinzendcn, sclion
orangegelben, qudratischen Tafeln, riecht gleichzei tig nach
Jod und Kamillen, ist dichter als Wasser, schrriilzt bei
480 C., verdunstet schon bei gewiihnlicher Temperntur,
beginnt Lei 2300C. zu sieden und zersetzt sich dabei
unter Riiclrlassung ciner brnunrothen Fliissigkeit, die
beiin Erkaltcn zu einer metnllgl~~izenclen,violettbraunen
Masse erstnrrt. Das Thynioi'l ist weiiig loslich in Alko1101, sehr liislich in Aether. Schwefelsjiure und Salpeters:inre losen es in cler Hitze unverkndert. Durch Licht
wird es leicht verandert.
T h y m o ' i l o l = C24HlB04. Entsteht durch Einwirkung von scliwefliger Saure, IVasserstoff in] Abscheitlungsniomente, Eisenvitriol oder Zinncliloriir auf Tliymoi'l.
1:s bildet farblose vierseitige Prisinen, ohne Qeschmacli,
die bei 1450 (1. schnielzen und bci 2900 C!. unverander)
destilliren. E n wenig loslich in Wasser, sehr liislich in
Alkohol und Aether. Es ist dein farblosen Hydrochinon
oder Pyrochinon = C12IT6O4 homolog. Unter den1 Einflusse oxydircnder Korper wird es braun und geht zuletzt wieder in Thymoil znriiclr. Chlorwasser, Yalpetersaure, salpetersaures Silberosyd und zweifach-chromsaures
Kali bewirken diese Ueberfiihrung in Thymo'il augenblicklich.
T h y m e i' d = C4 9 H 3 4 08 = (C 2 4 H 18 04 C 2lH I 6 0 4)
cntstcht clurch Verniischen gleicher Theile Thymoil und
Thymoi'lol, oder durch unvollkommene Reduction des
Thymoils , so wie durch nnvollstiindige Oxydation des
Thymoi'lols. Es ist. clein griinen Hydrocliinon homolog.
Das Thyineid bildet violette Krystalle mit bronzeartigcm Metallglanz ; seine Liisungen besitzen blutrotlie
Farbe.
T h y m o i 1 a in i tl .=(224 H17NO2 = C24Hl5 (HZN) 0%.
Das schmelzende Thymoil vcrschluckt langsam Ammonialrgas und verwandelt sich in eine dunkelrothe Masse
yon 'I'hymohmid, bei 1000 C. weich, in Fiideii ziehbar,
bei gewohnlicher Ternperatur aniorph , hart , wie Glas
briichig.
T h y i n o i l s a u r e = 3HO,.C48I-T28016. Mit Kalilauge in einer lufthaltigen Flnsche gescliiittelt, losen sich
+
198
Thymianb'l und Abkb'mdnge desselben.
die Thymo'ilkrystalle nach und nach zu braunrother Flussigkeit. Sattigt man das freie Alkali rnit Kohlens:,iure,
dampft zur Trockne und zieht den Ruckstand mit Alkohol Bus, so lost dieser thymo'ilsaures Iiali, aus welchem
durch Salzfiiiure die Thymo'ilslure in gelben, amorphen
Flocken allt, die sich im Wasser wenig losen. Die
Salze dieser Saure sind mit Ausnahme des Silbcroxydund Bleioxydsalzes loslich in Vl'asser. Das Bleisalz =
3 P b 0, C48 Hz8 0 1 6 . Die Thymoilsiiure entspricht der
Chinonstiure.
O x y t h y m o ' i l = C24H16O6. Thymoil, in einer
Glasrijhre eingeschmolzen dem Sonnenlichte ausgesetzt,
fzrbt sich roth, endlich schwarz. Mit AIkohol gewaschen,
ltisst diese schwarze Masse einen schon citronengelben,
pulverigen Riickstand von Oxythymo'il, wlihrend Thymoi'lol und Ttiyme'id sich losen. Auch iai Wasser ist das
Oxythymoil unloslich und sehr wenig loslich im Aether.
Es sohmilzt bei 1900 C. ohne Zersetzung, ist unloslich
in Alkalien und indifferent gegen die nieisten Reagentien.
Auch unter den Producten der trocknen Destillation des
Thymo'ils findet es sich.
T . h y m e n = C2OH16. Der fluchtigste Theil des
Tliymianols, welcher bei 160 bis 1850 C. iibergeht, enthiilt Thymen, das durch wiederholtc Destillationen uber
Aetzkali gereinigt wird. Farblose Flussigkeit yon Thymiangeruch. diedet zwischen 1600 C. und 1550 C. Specifiscbes Gewicht 0,868 bei 200 c. Lenkt die Polarisationsebene des Lichts nach links. Absorbirt sslzsaures
Gas; die Verbindung ist fliissig und etitli%lt20 Proc. Chlor.
C y n i e n = C*OH14. Yindet sich in der bei 170
bis 1760 C. iibergehenden Fraction des Thymianols. Mit
concentrirter Schwefelsiiure geschiittelt, lost sich das noch
beigernengte Thymen, wiihrend das Cymen unverbunden
auf der Schwefelsiiure schwimmt. Man hebt es ab, schiittelt init wiisserigern kohlensaurem Natron und rectificirt
dasselbe. Uas Cynien ist ein atherisclies Oel, vollig unwirksam auf polnrisirtes Licht, riecht citronenartig, siedet bei 1750 P., absorbirt kein sslzsaures Gas, verbindet
sich nioht mit englischer, wohl aber init rauchender
Schwefelsiiure zu Cymenschwefelsiiure, deren Bleioxyd und
Barytsalz in perlmu tterglkinzenden 131attchen krystallisiren.
Das Cymen = CZOlI13f H geht unter Einwirkung von
Licht und Luft in Thymol (Thyinyloxydhydrat) CzoH14O2
=CZOH 1 3 0 , HO iiber. (Lullemand, Ann.de Chim. et de Phys.
3.S4r. F t b . 1857. T. X L I X . p. 148-168.)
Dr.H. Ludwig.
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
2
Размер файла
459 Кб
Теги
abkmmlinge, thymian, desselben, und
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа