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Ueber chromsaures Chromoxyd und analoge Chromate.

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Eliot u. Store>*,chrome. Chromoxyd u. analoge Chromate. 821
uad 2 Ai. Anilin durah AustriH 890 4 At. Wosoer ent~tRlldenan aein. C8HzOB
2 C i z N H 7 ~ =C32N2H1204
4HO. Die Bsotiitigung diseer Formel, so wie die
Untersuchung der Producte, welche die Aether bei der
trocknen Deatillation uhd welche das mellithssure Silber
beim Behandeln mit Chloahnzoyl liefern, niiiss ich mir
wegem zeitweiligen Mangels an a t e r i a l vorbehalten.
+-
+
Ueber duomasnres Chromoxyd and analog
Chromate;
von
E l i o t und Storel.*).
Eine mit neutralem chrorusaurem Kali versetzte Losung eines neutralen Chromoxydsalzes lilsst einen schmutziggriinen, in der rein gelben Losung des zugleich gebildeten zweifach chromsauren Kalis braun erscheinenden
Niederschlag fallen. Dieser ist chromsaures Cliromoxyd,
das sich bekanntlicb durch Waschen wit Wasser vxaeht,
WO~LLUP
fur die Dsrstellung und Analyes dieaer Sub&anB
gewiioee Schwierigkeiten entapringen. Fur die letztere
schlugeri die Verfaeser folgeaden W e g ein. Der b~
5 0 550 C. getrockwh Niederschlag wurde zuniichst in
aehr verdiinnter Salpetere&ure unter Erwiirmen galoet.
Zu der rothbraunen Losung fiigten sie Ammoniak im
geringen Ueberschues und erhielten eine halbe S m d e
lang im Kochen. Der dadurch auageschiedene Niederachlag von Chromoxyd arschien in der gelbsn Fliissigkeit natfirlich brhnlich, wigte indeeo nach dem Aviiwaschen daa g e w h l i c h e Ansehen dee Chromoxyde.
Dae erhaltene FiltEat wurde uech dern Einengap mjt
Esaigsiiure angesiiuert und behufs der Chromsiiurebestimmung durch wsigsaures"R1eioxyd gefallt
-
-__
--
*) Auezug am dem eingesandten Separatabdruck der Proceedings
of Vie American Academy Avts and Sciences, V. 1% - 227.
mgetheilt von Ur. W i t t o t e i n .
-
Eliot und Storer,
222
Hiernach gab ein durch Priicipitation von Chromalaun mit iiberschiieeigem neutralem chromeauren Kali
erhaltener, 8 Tage lang ausgewaschener Niederschlag :
CrO3.. ............. 16,27 Proc.
CrzO3.. ............ 46,43 n
HO (RUB dem Verluste) 37,30 ,,
Die Analysen verechieden lang ausgewaschener
Niederachlage lieferten ale Beweis der dabei etatt findenden Zerlegung, in drei Fiillen:
a) Kurze Zeit mit kaltem Wamer ausgewaechen,
lufttrocken.
b) Sechs Stunden mit kaltem Wasser gewaschen,
lufttrocken.
c) Etwa zwei Theeloffel voll mit 5 Litres Wasser
gewaechen, bei 1000 C. getrocknet.
a
- b
C
65,17 Proc.
45,26
39,69
C r w
Cr03
22,42
15,12
8987 n
IiO
37,89
39,62
25,96 ,,
Ein einziger Tropfen Chromalnunlosung erzeugt in
chromeaurem Kali sofort einen bleibenden Niederschlag ;
aber umgekehrt ist die Zufugung von 5 Aeq. chromsauren Kalk erforderlich, urn in einer 1 Aeq. Chromalsun
enthaltenden LGsung einen bleibenden Niederschlag hervorzubringen. Dieeer Vorgang vollendet sich gembe
dem Schema:
6(KO, CrO3) KO, S03, CrzO3, 3 SO3 = 4 (KO, S03)
2(KO, 2 Cr 0 3 )
Cr2O3, CrO3.
Die Analyee dee mit nach diesem Verhilltnisee abgemeesenen Ltisungen erhaltenen, stufenweise durch fortgeeebtae Auswsschen verbderten Niederschlags zeigta
nun wieder eine Znssrnrnensetaung wie:
+
+
+
a
Cr203
CrO3
38,86
25,91
HO
35,24
8
44,Ol
19,88
36,ll
f
59,83
Proc.
13,43
26,74
,
Dime Dsten beweieen indese hinlinglich die Un-
chromaaurea L%romoqd und rrnaloge Chromate.
223
mtiglichkeit mittelst Auswaschen zu constanten Verbindungen oder soIchen andytisohen Ergebnissen zu gelangen.
Die Verfasser benutzten deswegen auch noch einen
andern Weg, urn die aufgestellte Formel zur Evidenz zu
bringen. E s ist bekannt, dass das zweifach chronisaure
Kali ziemlich gut der Einwirkung niassigen Qluhens
widersteht, drra chromsaure Chroiiioxyd dagegen schon
bei verhaltnissmassig niedriger Tempcratur unter Zurucklassung von Chromoxyd zerlegt wird. Die Anwesenheit
des Ersteren wird also in nichte hindern den durch
Gliihen aus dem chromsauren Chromoxyd ausgetriebenen
Sauerstoff unmitbelbar zu bestimmen.
Diese Methode, welche E l i o t und S t o r e r mit der
Artigkeit, sie als - admirably adapted zu bezeichnen,
auch fur ihre Bestimmungea anwenden, findet sich bereits in einer, unter dem in den letzten Jahren uberall
begegneten Nainen:
,AJ V o g e l jun.'*) (als Original-
-
*) Ich darf nicht unterlassen, diesem in der Multiplicitiit einee
chemischen P h i l a d e l p h i a uberall begegneten NRmen wieder, wie
ich es erst im vorigen Hefte (5.472) gethan habe, ein wenig das
Horoskop zu stellen. Trotz dem, dam mau mir vielleicht von der
einen oder andern Seite, wo gleichfalle die Fische nicht immer
ganz frisch zu Markte gehen, den Vorwurf der , P r i v a t g e n d a r m e r i e ' machen mochte, folge ich darin meinem bessern Gefuhle : den Erbfeind unserer und aller Wissenschaft, wo immer und
in welcher Finsterniss chemisch-moralischer Versunkenheit ich ihn
finde, an das Tageslicht hervorzuziehen; denn der Zufall hat auch
mich nun einmal eben wie meinen Collegen, den grossen mythiwhen V o g e l bekiimpfer (Herkules) in Geheimnisse einweihen wollen, die kaum den eleusinischen die analytische Wage halten, und
so will auch ich mich der herkulischen -4rbeit zu Nutz und Frommen des Wahrh und der Wissenschaft nicht enteiehen.
Wie steht es aber diesmal wieder urn die , f a u l e n F i s c h e "
dee ,,fleiseigenVogels.Y Sie scheinen bloss in ihm zu stecken:
denn an dem Aufeatze eelber finde ieh nicht das Geringste auszueetzen, als dass er sich in seinem soliden Kleide wieder eine so saubere Agraffe (A. Vogel jun.) hat an den Kopf stecken lassen. Sie
rtecken blose in ihm, die faulen Fieche, and wir wollen ihm dam
mit dieser freundlichen Mittheilung, mit obligater Blaueam-Cigarre
2a4
Eliot und Storer,
mittheilusg in Buchner’a N. &pert. fur Pharm. Bd. V111.
Heft 6 erschienenen und yon da in E r d m a n n ’ s Joura.
fur prakt. Chciii. LXXVII.484. (1859.) und in D i n g l e r ’ a
(S. 474) zum Nachtiech, eine gesegnete Mahlzeit und angenehme
Nachmittageruhe im Intereese der Wissenschaft uiinschcn.
Auch ich will mioh nun einmal mit aufgeschiirzten Aermdn
an eine kleine philadelphische Eacamotage machen, und Sie werden sehen, meine Herren: 1, 2, 3 und - von der ganzen Abhandlung bleibt Nichts Vogel’sches Eigenthum, als sein Name - den
wir uns iibrigens streng auzutasten verwahren - glcich dcr antiken
Echo, und daher haben wir densclben vielleicht auch 60 vielfach
gehort in allen Modulationen : sowohl in stricter ernater Wissenschaft, als auch durch sehwartnerische Mitteltiine, und eudlich abklingend in leise und lei& vcrhauchte Feuilleton - Artikelchen.
Zwar gicbt es cine Pflanzc, die unter dcm Namen Triticum
repens Ihncn Allen bekannt ist, und mit der ich die leidigen Annexatorcn in unserer hehren Wissenschaft dss capaeiose Haupt
bekriluzt abgebildet wissetr mochte; aber diesma1 hat V o g e l gar
uicht 60 weit scin literarisches subterranes Hhizotn z u treiben gebraucht. Es ist wieder tlerselbe Dr. H e i s c h a u e r , den ich schon
neulicb bei ueinen monuuiciitalen Enthiillungen in seiner Abgcscbiedcnheit eines eutscliiedcn an tadelnswerthe Schwiichc grenzenden Indifferentismus gegen literarisehe Manifestation seines
Narneno ein wcnig corarnisirtc. Fleiss und Talent deeselbeii agiren
auch dicsmal wieder hinter dcr Marionette dieees I’aeudonymus.
Es ist abermals beine transcenbntale Gutmbthigkeit - oder miisste
die den1 Cy.
ein jedeufalls rugenswerther Ueweggrund obwalten
eticerken dieeer Abliandlung wieder den Folliculua aufgeblasen hat.
In eineuz engcn Kreise von Fachgenossen crzPhlte une R. im
vorletzten Winter einmal ah Bcweis der naiven Entwickelung dea
sich specialisirenden Ingeniums, wie er, noch sehr jung, in den
ersten Jshren seiner Fachthiitigkeit rich auch mit Photokraphie befaast
und narneutlich fur die Verwendung dw chromsauren Kalis zu dieeem Zwecke, neben der damals gerade modernen Jodbleistarke,
Versuche angestellt habe. Echt in der Construction seiner Denkweise kam er dabei auf die Idee, dan reducirende Mittel (im gewohnlichen Falle Papier) durch ein fluchtigea zu erseteen. Es war
dann leicht, durch ein blossee Entfernen dieeea durch Erwarmung,
unter Anwendung einer nicht reducirmden Bildfliiche (Thonplatte
u. 8. w.), ein gewissermasssen schon unveriinderliches Bild w erbalten. Daa fuhrtc zum Studium des Verhaltens yon Alkohol a18 Roduetionemittel fur das chromeaure Kali und endfich ceoipocr zu
der neuen Mahode der Cr 09-Daretellung.
-
chromsaures Chromoqd
und analoge Chromate.
225
Polyt. Journ. CLIII. 391. iibergegangenen) Abhandlung
iiber denselben Gegenstand, benutzt ; wozu das Material
aber auf einem sehr differenten Wege, namlich durch
Reduction yon Chromshre resp. chromsaurem Kali durch
Alkohol unter Einfluss der Insolation erhalten wurde.
Auch diese kleine Frucht der jugendlichen Bescbaftigungen
R e hat V. als leicht aasimilirbare Speise seines Namens gewiirdigt.
Er hat ja die Verdauung besonders zum Gegenstande seines Studiums gemacht und aasimilirt darum wohl mit mehr Bewusstaein
und Freiheit, ale wir armen Andern, die .Pepsinu nur aus seiner
(Journ. fur prakt. Chem. XXVIII.) und , A n d e r e r ' Forscher Untersuchungen kennen.
Vor einigen Jahren hat hun R. den erwahnten Gegenstand zii
dem einer etwas eingehenderen Untersuchung gemacht, und die
ausfuhrlichen Aufzeichnungen in eeinen Journalen, die beilaufig
gesagt, ein zweischneidiges Schwert gegen V. in der rechten Hand
sein wiirden, fielen mir sogleich wieder beim Anblick des von St.
und E. citirten V.'schen Namens ein. Ich besitze selbst von R's.
eigener Hand eine Probe des fir diese Arbeit gedient habenden
Untersuchuogsmate.rials, und kann derselben an und Fur sich nur
alle Anerkennung spenden, zumal sie vielleicht der einzige bekannte
Weg ist, chromsaures Chrolnoxyd leicht und in reinem Zustande
(namlich durch Exposition yon Chrornsaure und Alkohol an8 Licht)
zu erhalten.
Wie es aber f i r einen konigl. bayer. P r o f e s s o r u n d A k a d e m i k e r V o g e l j." moglich ist, sich so lange Jahre, in denen
mir nur ein Blick in den Foyer dea Theaters miner Wissenschaft
das ganze Chaos seines moralischen und materiellen Apparate offen
darlegte - so continuo mit fremden Federn und in specie mit der
literarischen Feder R . 8 zu schmiicken, ist mir v6llig unbegreiflich;
eben so unbegreiflich aher auch, wie nnd aus welch' immer denkbaren Griinden H. einem solchen Treiben - ins Holz - Vogel's
nicht langst mit dem heileamen Gartenmesser einer energischen
Zurirckweisung in zuch&ige Verhaltnisse eutgegenkam. So sehe
ich mich veranlasst, im Interewe der Wiesenschaft und zur Steuer
der Wahrheit im Sinne dieser Einechaltung, den G k h e r zu machen,
und ich hoffe, diese kleine Episode, worin ich V. ein wenig die
wilden Reben genommen und ihn ein bischen zngestutzt habe, wird
meiner horticultorischen Fertigkeit Zeugnisa reden. Nachstene hahe
ich vielleicht bei einem ahnlichen (V.'schen) Thems Gelegenheit,
mich auch als tiicbdger Hiihnerologe
in einer wissenschafilichen
Notiz uber den grosseh " G o c h i n - C h i n s - J u n k e r - S p a r l i c h ' '
eu bewahren.
b o b . d. Pharm. CLX.Bds. 3. Hft.
15
-
Eliot und Storer,
226
Eli0 t und Store r erhielten nach dieeer Mqthode bei
Anwendung von 0,7712 Grm. Substam e k e Saueretoffabgabe, die sich bie auf 0,8 Milligrm. der theoretisch
verlangten naherte, wodurch die aufgestellte Formel offenbar bewiesen ist.
Ein anderer Weg zur Darstellung der von E l i o t
und S t o r e r als solche nachgkwiesenen gleichen Subetanz,
ist die von S ch w e i t z e r auerst angegebene Dnrchleitung
von Stickoxyd durch eine Losung von chromsaurem
Kali. Der von den Verfassern auf solche Weiee, bei
Anwendung von, wie erforderlich, stark verdiinnten und
warmen Losungen, erhaltene Niederschlag lieferte nach
der letzterwthnten Methode wieder anslysirt, bei Vorwendung von 0,6386 Grm. des Untersuchungsmsterials
eine Abweichung in der Sauerstoffausbeute von 7 Milligramm, in einer Wiederholung von 2,9 Milligrm.
Der Vorgang vollendet sich hier also nach dem
Schema :
2(KO, 2CrO3)
NO2 = K O , W 5
KO,Cr03
Crz 0 3 , Cr O3*)
Ein ferneres Mittel zur Erzeugung von chromsaurem
Chromoxyd iet die Behandlung von Chromoxyd mit Chlorwasser, in unzureichender Menge, urn nicht die Losung
des Products in der gleicheeitig gebildeten Salzsaure zu
bedingen. ESs reaultirten hierbei Qemiache von keiner
featen Zusammensetzung.
Von K r i i g e r riihrt noch eine weitere Methode zur
Darstdlung der in der Rade stehenden Verbindung her,
W l i c h durch Erhitzen (200 - 2100 C.) von Chromoxyd
unter Luftautritt. Ee iet dabei die OxydatiQn indeaa
immer eine sehr unvolletkdige uud nicht scharf ab-
+
+
+
*) Nocbnals kommen die Verf. auf die Meta-Vogel'sche Abbandlong ruriick: r i r glauben ihn jedoch gerade hub& zugedeckt
N haben m d wollen ihn &rum bis anf Weiteres ungestort ruben
laesen. W k werden ihm echon gelegeatlich wieder einmal einen
eolchan Wecker (rheille motin) vor'r waiche Bert w h n .
W i f t a t ei P.
chromsaures B r o m o q d und analoge Chromate.
227
schliessend. Wasser und heisee Salmiaklosung ziehen
jedoch aus dem Producte unter Qelbfarbung Chrbmeiiure
due, durch die charakteristische Reaction mit Wasserstotl'hyperoxyd (BlaufArbung des Aethers 8. S. 541 des
IX. Bd. dieser Vierteljahrsschr.) leicht nachweisbar, woraus E 1i o t und S t o r e r einen Wahrscheinlichkeitsgrund:
die Verbindung ale CrzO3,Cr03, und nicht als CrOz,
zu betrachten erblicken, wahrend K r u g e r entgegengesetzter Ansicht ist, weil ihm die Substanz mit Schwefelskure und Chlornatrium erhitzt kein Chromoxydchlorid
lieferte.
V a u q e l i n , Berzelius, Dabereiner, Tholnson
u. A. versuchten durcti vorsichtiges Erhitzen von salpeterEaurem Chromoxyd einc bestimmte Oxydationsstufe zu
erhalten. Dieser Weg ftihrt indess analog dem K r i i g e r echen zu keinem constant zusammengesetzten Producte.
Funf derartige Yroben, die E 1i o t und S t o r e r daretellten,
enthielten von 25,18 bis 60,39 Proc. Chromsaure, wobei
die am starksten erhitzte Probe bis Rn die beginnende
Rothgluht - den hochsten Chromduregehalt lieferte.
Man hat auchSalze eines h6hern Oxyds des Chroms
aufzufinden geglaubt, so z. B. I3 r a n d e n b u r g. Diese
ergeben sich jedoch als Gemische von Chromsaure und
Chromoxydsalzen zu erkennen.
Von D o b e r e i n e r rIihrt die Betrachtung unserer
Subatanz als Cr2 03, Cr 0 3 d. h. chromeaures Chromoxyd
(und nicht a h selbststiindiges Oxyd CrOz) her.
T h o m s on glaubt noch Verbindungen wie :
(cr2 0316 cr 0 3
(Fez 03)s Cr 0 3
(FeZO3)b (CrO3) 2,5 erhalten zu haben.
Erstere durch Einleiten von echwefliger Sliure in gelostes
neutrales oder sauree chromseuree Kali.
Nach B e r t h i e r wie den Verf. entsteht dabei indess
gar kein Niederecblag. Alle diem Verbindungen eind
sicberlich Qemische und nicht ale chemieche Eincelnglieder zu betraclhten.
-
16 *
Eliot und Sturer,
228
M a u e etellte dae Material zu seinen Untereuchungen
uber denselben Gegenstand durch Filllung von Chromchlorid lnit Kslichromat dar. Er digerirte den gewaschenen Niederechlag mit essigsaurem Bleioxyd, wodurch
chromeaureeBleioxyd ungeloet zurtickblieb und Chromacetat
mit griiner Farbe in Losung iiberging. Ebenso behandelte er denselben mit Arsensaure und erhielt dadurch
nn~oslichee areeniksaurea Chromoxyd und freie Chromsiiure in der Losung. Naoh dreiwochentlichem Waschen
seines Materials giebt er an, sei blose Chromoayd auf dem
Filter zuruckgeblieben. Ein Analoges war der Fall bei
einem durch Fallen von Eisenchlorid mit chromsaurem
Kali erhaltenen Kederechlage, wobei zuletzt reines &enoxyd, zuriickblieb.
Be rz e li u 8 verglich die Zerlegung dea vorliegendon
Untereuchungsgegenstandes durch Wnsser rnit der ahnlichen von:
S2Oz = S
SO2 und
HO = 2NOZ
NO5
HO.
3NO3
R am me 1sb e r g gelangte endlich noch zu einer
Verbindung nach der Formel:
(Cr203)3(CrO3)2
9HO
niimlich durch Auswaschen den Niederecblage, den die
Mischung von Chromalaun und chromsaurem Kali erzeugt,
bie kaltee Wasser nicht mehr gearbt wurde. Da indess
nach allen andem Beobachtern kein fester Absch~ussim
Auesiiesen Statt hat, so hat diese Formel auch wohl
wenig Wahrecheinlichkeit und lag vielmehr wieder oin
mechaniechee Qemiech vor.
Die Verf. kommen nun zu der Aufeuchung h l i c h e r
Chromate fiir die Unterstiitzung der Betrachtungaweise
uneerer Subatane ale chromsauree Cbromoyd - Crz 03,
Cr 0 3 - gegentiber der eines eelbetatbindigen eigenen
Oxydes - C r 0 2 - Aluminium, Eieen und Mangan
bilden bekanntlich mit dem Chrom eine Gruppe von
Bhnlichen Metallen, und eu musate also leicht die Frage
ontstehen, ob nicht in dem CrzO3, CrO3 sich die Baab
+
+
+
+
+
chromaauree Chromoxyd und analoge Cnromate.
229
durch ein anderes Sesquioxyd der drei verwmdten Metalle ersetzen liesse.
Chromsaures Kali zu Alaunlosung gefugt, erzeugt
einen Niederschlag (M a u s), der indess durch Auswaschen
vollsthndig in Chromeliure und zuruckbleibende Thonerde zerfallt. F s i r r i e erhielt dagegen nach grundlichem
Auswaechen einen Rtickstand von chromsaurer Thonerde
- AlzO3, CrO3- wie er angiebt.
E l i o t und S t o r e r
fanden nun, daas bei Zufiigung von Kalichromat zu
Alaunlosimg erst dann ein bleibender Niederschlag entsteht, wenn auf 1 Aeq. Alaun 5 Aeq. C'hromat kommen.
Die Priicipitation vollendet sich also wieder analog dein
oben beigebrachten Schema, nsmlich wie :
5(KOCr 03)
A1W3,3S03
KO SO3 = 4 (KO, SO3)
2 (KO, 2 Cr 0 3 )
AlzO3, Cr 0 3 ,
Die Analysen des erhaltenen Niederschlags definiren denselben, unter Berucksicbtigung des Genauigkeitsgrades der
Methode, a h : A1205 Cr 03.
Das Eisenoxydchromat - FeZO3, CrO3 - ist bestiindiger als das der Alaunerde. Seine Bildung vollendet
sich nach dem analogen Schema der beiden verwandten
Verbindungen. Die Analyse bestiitigte vollkommen die
aufgestellte Formel.
W a r r i n g t a n erhielt beim Fallen von schwefelsaurem Manganoxydul mit chromsaurem Kali einen chocoladebraunen Niederschlag von der Formel : (Mn0)2, Cr 0 3 .
Dasselbe bestiitigte B e n s ch. F a i r r i e bekani dagegen
beim Vermischen von Manganchlorur mit chromsaurem
Kali einen solchen wie: 3(MnzO3,CrO3)
CrzO3
6 HO und allegirt daftir das Schema:
6(MnC1) = 3(Mn203,C'r03)
7(KO,Cr03)
Cr203
6KCl
KO, aCrO3.
Die Verf. pratendiren nun auch, zunachst aus Griinden der Analogie, dass das Mangansuperoxyd gleichfalls
als mangansaurea Manganoxyd - Mnz 03, Mn 0 3 - zu
betrachten sei. Solches, kunstlich bereitet, durch Einleiten von Chlor in Wasser anfgeschwcmmtes kohlen-
-
+
+
+
+
+
+
+
+
+
230 Eliot u. Storer, chroms. Chromoxyd u. analog8 Chromate.
saurea Manganoxydul wurde jedoch nicht durch Chlornatrium oder Aetzkali zerlegt, selbst nicht beim Erhitzen
auf 1800 im Qlasrohre eingeschmolzen. Dagegen ftihrt
M i t s ch e r 1i ch die Bildung von griinem Manganat an,
wenn Braunstein mit Kalihydrat unter Luftabschluss geschmolzen werde, und B e k Btoff bestlitigt diese Angabe,
indem nach ihm beim Erhitzen von Mangansuperoxyd
niit Kali auf 18OOC. reichlich griinee Mangantat entateht
ohne die geringste Abaorption von Sauerstoffgas.
Schon i m Jnhre 1817 erhielten C h e v i l l o t und
E d w a r d a, als sie das Gemisch von Mangansuperoxyd
und Krrli im Stickstoffstrom (stark indess) erhitzten, ein
entgegengesetztcs Resultat, dn sich kein Manganat bildete.
E l i o t und S t o r e r gelnng es nun, diesen scheinbaren
Widerspruch aufznklaren. Sie weisen nach, dam das bereita gebildete Manganat im Stickstoffstrome bei einer
Tempcratur weit unter der Rothgluhhitze sogar wieder
zersetzt wird. Rei niederer Temperatur - 180oC.
scheint dagegen sehr wohl auch im Stickstoffstrome sich
Manganat bilden zu konnen.
Wenn diese Uriinde Eliot’s und S t o r e r ’ e auoh
vielloicht noch nicht zulangend sind, urn definitiv das
Mangansuperoxyd fiir mangansaures Manganoxyd zu erklaren, SO inachen sie doch die Analogie mit dem chromsnuren Chromoxyd deutlich, die sich auch auf die ubrigen Hildungsweisen beider Substanzen leicht ausdehnen
1a8St.
T r a u b e glaubte noch durch Erhitzen von Chromoxyd auf 25OC. einen Ruckstand bekommen zlt haben
von der Zusammensetzung CrZO3,3CrO3 - also ein
neutrales chromeaures Chromoxyd. Es gelang E 1i o t
und S t o r a r indess nicht, dasselbe auf diesem Wege von
constanter Zusammensetzung zu erhalten. Eben so wenig
ist die von R a n i i n e l s b e r g und spiiter von T r a u b e
aufgestellte Verbindung: (Crz03)3, (CrO3)Z ale ein selbststandiges Glied zii betrachten.
Die Verf. schlagen tiaher noch am Schlusse ihrer
-
Martius, Rutinsaure oder Waifn.
23 1
interessanten Publication vor : fiir den Gegenstsnd derselben - das CrzO3, Cr 0 3 - den einfaohen Namen:
chromsaures Chromoxyd, ohne das Attribut ,,dreibamsches'
beizubehalten.
-
RnthsEnre oder W a h ;
von
Professor Dr. T h e o d o r M a r t i u s .
-
Schon im Jahre 1854 hatte ich nachgewieeen, dasa
die WuifQ nichts anderes, ale die unentwickelten Bltithenknospen der Sophora juponica Linn. (Styphnolobium japonicum Schott., Sophora sinicu &osier)*) sind. Nachdem mir
grossere Mengen dieser Drogue zugekommen waren, behandelte ich (1851) 3 Pfund bayer. Qewicht in der Art,
dass sie groblich zerstossen mit 16 Maass Alkohol von
330B. ubergossen wurdetl. Man digerirte und nach 24
Stunden wurden 3 Maass Weingeist abdestillirt. Die
heisse Fliissigkeit, durch ein lsinenes Colatorium in einem
blanken kupfernen Kessel ausgepresat, war schwach grunlichgelb gefarbt. Schon beim Erkalten setzten sich aue
ihr viele gelblichweisse kornige und flockige Ausecheidungen ab. Der auf dem Colatorium bleibende Riickstand wurde aufs Neue mit 12 Maass Weingeist iibergossen, 4 Maaes abdestillirt und das Qanze kochend heise
wie fruher behandelt. Den auf dem Colatorium bleibenden Ruckstand muschen wir mit dem iiberdestillirten
Weingeist ab und pressten ihn dann. Die beiden weingeistigen Fltissigkeiten rnit dem Rodensatz gemischt, wurden in einer entsprechenden blanken kupfcrnen Blase bis
a u f 2*/, Maass abdestillirt.
Die noch kochend heisee
Flussigkeit filtrirte man rasch in eine Glasflasche.
Am andern Tage hatte sich eine sehr grosse Menge
einer kornigen, blumenkohlartigen Ausscheidung an den
*) Pfalzcr Neues Jahrbuch, 1854. Bd.1.
Bd. ,l2. S. 38.
S. 241 - 243. -
1859.
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