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Ueber den Einfluss der Reaktion auf die Haltbarkeit von Kokainlsungen.

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A. R i p p e 1: Haltbarkeit von Kokainlosungen.
287
HCl nicht gespalten werden, da es schoii bei looo unter Dnxck sicli
unter Verkohlung zersetzt. Aus dem obigen ist aber ersichtlich,
daB es beim Erhitzen im trockenen HC1-Strome sich glatt entmethylieren 1aBt. Es geht hierbei quantitativ ill das Clilorliydrat
der entmethylierten Base uber. Chinin nun aadererseits geht mit
konzentrierter HC'l bei 1 5 0 0 in Apochinin uber, IiiiBt, sich aber init
trockenem HCI-Gase nach der iieueii Metliode nicht auf seineii
Methoxylgehalt priifen. Die Reaktion verlief selir triige, CH,ClAbspaltung setzte erst bei 150-160° eiri iind cine vollstandige
Eiitiiiethylierung sclieint nicht' zu gelingen, selbst wenn die Temperatur bis auf 2050 erliiiht wurde. Bei einer mit Cl~inincl~lorliydrat,
C,,H,,N,O,. HCI 2 H,O ausgefiihrten AnaIyse ergab sich S,52y0
C,Ci3C1 (berechnet 12,74y0)., Bei einem andereii Versuclie wurde
die Temperatur zuerst rasch aiif 1SO0 gebracht, dann auf 160O und
schliel3licli wieder nuf 1SO-2000 gelialten, zu Elide sogar bis iiber
2.500 getrieben, so daB eine vdllige %erset,zung der Substaiiz eingetreten war. Es ivurden 10,4 statt 12,74% CH,Cl erhalten. Bei
11-Anisidin, C,H,( 0CH3)NH, uncl bei Aiiissaure, CGF4(0C d3)COO H
fiihrte die volunietrische Yestimnimig cleswegen nicht zum Ziele,
u-eil vor oder wiihrend der Clilormet~iylabspaltii~igschon die
Substanz zu sublimiercn beqinnt. Als Benzolsulfonazoanisolacetonitril, CGH,S0,C(N,PICIGH,0Ci-Y3)CN geprfift wurde, bestaiid bei
150° das Gas fast iinr aus abgespnlteneni N, bei 220° war CH,CI
beigemengt? jedoch wurdeil stets zii iiiedere Werte nach Abzug
des beigemischten N erlialteii.
Diese vorstehenden Versjiche leliren, tiaR die Methode einer
allgenieinen Anwendung riiclit fiiliis ist. Tn nianchen Fallen ist
sie hingegen brairchbar i u i d ist auch, wie beini Kusparin und
Galipin, der eiiifacltste u n d rlepnteste Weg ziir Gewinnung des
EntmetliylierungsDrotluktetj. Fiir lctzteren Zweck iet sie aber nicht
br~nclibar,wciin eine tiefergeliencle Zersetzung eintrit't.
+
Aus dem Institut fur Pharmakologie und physiologische
Chemie der Universitat Rostock.
Ueber den Einflufs der Reaktion auf die Haltbarkeit
von Kokainlosungen.
V o n 1)r. med. dent. A I b e r t 1%i p p e 1 , approbicrter Zalparzt.
s
( ~ l l l ~ ~ t c~l m
~ 2
a . n ~ 1931)
~ n
\
DaCl Kokain bei Einwirkung sowolil voii Same wie von Alkali
leicht zeraetzt w i d , iet laiige bekannt. Die leichte Abspaltung der
Seiteiiketten BenzoesLure und Methylalkoliol ist praktisch von Bedeutung, da die bei der Abspaltung ubrigbleibendeii Kerne, das
Benzoyl- uncl das &iIethylekgoni,i vie die abgespaltenen Seiten-
288
A. Ripp el: Haltbarkeit von Kokainlosungen.
ketten keineangsthesierende Wirkung mehr haben (S t o c k m a, n)l),
SO daB das Kokain a n physiolooischer Wirksamkeit vcrliert. Auch
in reinem, also annahernd neutralem Wasser ist Kokain nicht
thermostsbil ; bei der Sterilisstion d u n h Erhitzen tritt ein Verlust
a n Wirksamkeit auf. Es schien mir ini Hiriblick auf die amgedehnte
praktische Anwendung des Kokains und die Schwierigkeiten eiier
Sterilisation der Losungen dieser Substanz von Interesse, den
EinfluB der Reaktion der Losung auf die Haltbarkeit
einer njheren Untersuchung zu hnterziehcn und insbesondere die
fur die Thermostabilitat des Molekiils optimalen Reaktionsbedingungen aufzusuchen.
Da die cliemische Analyse des unzersetzt gebliebenen Kokaim
oder der Zersetzungsprodukte. Methylalkohol und Benzoesaure,
hochstens bei Verwendung grol3er Mengea Ausgangsmaterial zum
Ziel fiihren konnte, wurde von einer solchen abqesehen und nach
einer physiologischen Nachweismethode gesucht, die eine Bestimmung niit geringen Substanzmenqen gestattete.
Am nachsten liegt es, als physialogisches Objekt, a n dem die
Wirksamkeit der Kokainlowngen gemessen wird, den Nerms
ischiadicus des Frosdhes zu ve,rwenden,'wie es u. a. von L a e w e R a)
in Versuchen iiber die anasthesierende Wirksamkeit verschiedener
Lokdlanasthetika geschehen ist. Meine Versuche hatten jedoch kein
befriedigendes Ergebnis. Die Versuchsanordnung war folgende : in
der ublichen Weise wurde der \Vade,imuskel des Frosches in ZUsammenhang mit dem ihn innervierenden Nervus ischisdicus herausprapariert, in einer feuchten Kammer anfgchangt, der Muskel wurde
mit einem Schreibhebel in Verbindung gebracht, der die bei Reizung
des Nerven a n seineni freien Ende mit einem eben wirksamen
Induktionsschlag eiiitretende Zusammenziehung aufzeichnete. Der
Nerv wurde dann in Ausdehnung von etwa 2 cm in die Kokainlosung eingetaucht und festgestellt, wie laiige es dauerte bis er
seine Erregbarkeit verlor. Zwar lassen sich mit dieser Anordnung
starke Unterschiede in der Konzentration der einwirkenden Koka:nlosungen leicht feststellen, aber kleinere Unterschiede lassen slch
nicht aufdecken. Einmal liegt dies damn, daB die Geschwindigkeit
der Lahniung des Nerven von der Ausdehnung der von der Kokainlosung bespulten Nervenstrecke abhangig ist und es kaum gelingt,
genau gleich lange Nervenstrecken in den verschiedenen Versuchen
einzutauchen. Weiter schwankt die Narkotisierbarkeit der einzehen
Praparate individuell sehr stark, auch wenn man zwei vom gleichen
Tier siammende Praparate verwendet und die gleiche KokainlGgung
einwirken laBt, erhalt man voneinander abweichende Lahmungszeiten.
A l s sehr geeignet zur physiologischen Wertbestimmung von
Kokainlosungen erwies sich dagegen das ausgeschnittene Froschhen. I n die Kammer wird von der Schlagader aus eine Glaskanule
eingebunden, in die hinein die eingegebene Ringer'sche Salzlosung
l) R. S f o c k m a n , Journ. oi Anat and Physiol. 21, S. 46
(1888).
a) A. L a e w e n
66, S. 138, 1907.
, Archiv f. experiment. Pathol.
u . Pharm~kol.
A. R i p p e l : Heltberlteit von Kokeinlosungen.
289
rhytliniiwli entleert wird. Die Kontraktionen der Kammermuskulatur werrlen auf der 1)eruBtcn Trommcl vcrzeichnet. (Die Hcrstellung dca Priiparates ist von i i . F ii h n e r , Nachwcis und
Bestitnmurig von Giften auf biologischem IVege, Urban & Schwanenberg 1911, beschrieben.) Ersetzt man die das Hcrz speiyende Ringerlosung durch die gleiche Menge einer kokainhaltigen R,ingerlosung,
so treten Storungen in der Form der cinzelnen Kontraktionen und
im Rhythtnus der Kontmktionen a d .
Sehr schwache, eben wirksame Kokainlosungen verursachen
in den meisten Fallen nur eine rasch einsetzende Bbnahme des
Kontraktjonsvermogens der Kainmermuskulatur dcrart, dab dieRe
sich zwar noch in der normalen Weise ausdehnt, hber weniger pollkommen zuemmenzieht (= teilweise diastolisrhe Lahmunp), ohm
daB inncrhnlb 1-2 RIinutcn Stijningen in der Srhla~dolgeerscheinen.
Die M'irkiing gcht bci Aiistniisch der Kokainlnsung gegen rcine
Ringerlasung schr mwh roriibcr (Abbildung 1). LaBt r n m Kokain~
gcstcigerter Konzentration in der gleichen
losungen V O stufenweive
:ZlJ,ildung 1.
K i r k i ~ ~o;n-i'
~ g I(' 1 w** 1 rn Jiol:n.inliisiiiin
(1 Jiok . in HCl . 100000 Ilinyn liiwring)
auf ( 1 8 3 aiisgcwl.nit c'nc: l;rc),, 1111ciz.
1. Iling' r:+>.ng.
2. Ka )l;ti I I i l i k r i ng.
3. ltirly<)l&i~iig.
Weise einwirken, 80 beobmhtet man, clan die dinstblisrh Iiihmcnde
Crcnzkonzeritmtion
Wirkung ninimmt, und (IaD v o n cinc,r ~;cwi~seii
a b nebcn dcr L%hinung der I lcrzmiisliulntiir ria(-h einiger Zeit einc
starkc Vcrlangsamiing dclr Sc hli~$oI~e(Ersc~hwcnirigdes TJcbergangw der Reize vom Vorliof ziir Kanirner) eintritt. Auch die
Rhythmusstijning scliwindct bci Aiiswechseliing tler Knkainlowng
gegen rcinc Ringerliisung, jcdoch erst. n a d i crhcblicli Iangcrcr Xcit
als die M'irkung aiif die I~ontraktionshiilie') (Abbildun; 2). Urn
die Stark0 einctr Kokainliisuvg zu bcurtcilrn, hnbm wir also als
Kriterium erst,ens die Stiirkc dcr dinstolischcn Liihmling iirid
zweitens die Zeitdauer bis zum Eiritritt der Storung der Schlag') LSWt, man die, I<oknin'ii:v~n;:Iiin.;cwj h i t . i r i i
c'ryen, NO beobachtet man hiiufig,
die, \Viri,iin,: clc y.11 en 3 1 ~ 1 1t n voriil tarcc*llt :
ee besitzt AS Frbsclilierz o f f e n h r c1.1~
\'wiiiLigt-n. k o i ~ c in xu ~01':
t ;rcn.
290
A. R i p p e l : Haltbarkeit von Kokainl6sungen.
folge. Bei inanchen Herzeii ist die diastolische Lahmung nur scliwach
ausgebildet oder sie fehlt ganz. Solche Herxen sind natiirlich zur
Abbildung 2.
Wirkung einer starkoren l<okaiialiisung
(1 Kokain h C 1 : 15 000 Ringerlosung)
auf das ausgeschnittene Froschherz.
1. Ringerlosung.
2. Kokainlosung.
3. (8 Min. spkttr): spontane Elholung.
4. Ringerlosung.
Wertbestimmung des Kokains weniger geeignet. Die Rhythmusstorung bei mittleren und starken Kokainkonzentrationen fehlt nie.
Sehr starke Kokainlosungen stellen das Her2 rasch in sttirkster
Ausdehnung still.
Uni den Wirksarnkeitsverlust einer Kokainlosung am Herzen
auszumessen, wurcle folgeiidernia13en Verfahren. Zunachst wurde
die Grenzkonzentration von Kokain HC1 aufgesucht, die eine
deutliche Herabsetzung der Kontraktionshohe der Kammerrnuskulatur bewirkte. Meist liegt diese Konzentration bei 1 : 50 000,
doch ist die Emgfindlichkeit der einzeliien Herzen indivicluell recht
verschieden, so claf3 manchmal mit 1 : 100000 gute Ausschlage
erzielt werden, wahrslid manchmal 1 : 25 000 erst wirksam ist.
Narh eine Minute langer Einwirkungszeit wird die Kokainlosung
gegen Ringerlosung ausgetaiischt und nach volliger Wiederherstellung der Herzfunktion wird die auf Verlust a n Wirksamkeit
ZU prufende Kokainliisung eingegeben uncl ihre Wirkung verzeichnet. War sie geringer als die der reinen Kokainlosung, so 18Bt
man in einem ueiteren Versuch die zersetzte Losung in etwas
starkerer Konzeiitration einwirken, bis man die Konzentration,
die gleich stark wirkt wie die reiiie Kokainlosung, gefunden hat.
Ein Umstand mu13 hierbei beriicksichtigt werden, namlich
die mit der Zeit allniiihlich gro13er werdeiide Empfindlichkeit des
Herzens gegen die Kokainlosungen. Entscheidend fur die Berechnung des Wirksamkeitsverlustes ist ein Versuch also erst
dann, wenn nicht nur die zu priifende Losung, sondern auch
nacli ihr die Kontrollkokainlosung ebenso stark wirksam ist
wie die vor der zersetzten Kokainlosunp angewandte Kontrollkokainlosung. Man mu0 die zii untersucheiide Losung eingabeln.
A. R i p p e l : Haltbarkeit von Kokainlosungen.
298
Die Fehlerbreite dieser Bestimmungsmethode ist etwa die
gleiche wie bei anderen physiologischen Wertbestimmungsmethoden
(2. B. der Auswertung von Digitalis a m Frosch, der Wertbestimmung
von Sekale- und HypophysenprBparaten a m ausgeschnittenen
Uterus) namlich & 10 bis 20%.
Das Kokain HC1 wurde z u 1% in Gemischen mit genau
definierter Aciditlit und Alkaleszenz nach S 6 r e n s e n l) aufpelost. I n der ersten Versuchsreilie wurde die Losung dann in
Ampullen eingeschlossen und eine Stunde der Siedetemperatur des
Wassers ausgesetzt. I n der zweiten Versuchsreihe blieben sie etwa
zwei Monate bei Zimmerteniperatur stehen.
1. Zersetzung des Kokains bei looo in einer Stunde bei verschiedanen
Wasserstoffionenkonzentrationen.
A. Losung des Kokain HC1 in einem Gemisch von 4 Teilen
primarem Natriumphosphat mit 6 Teilen sekundarem Natriumphosphat ,(m/15). Die Wasserstoffionenkonzentration der L6sung
~ n i r d e kolorimetrisch nach S o r e n s e n bestimmt, sie betrug
Abbildung 3.
Kurve der Kokainzersetzung bei verschiedener
Aziditat und Alkalescenz der Losung und einstundigern Erhitzen auf looo.
1 ) ~6,9. Neutralrot: r o t braun, Alizarinsulfosaures Natrium:
rotviolett.
Die Losung reagierte also genau
11 e u t r a 1.
1)
Siehe L. 3f i c 11 a e 1 i R , Dic ~Vassers:offioiiel:koiizentrationen,
Berlin. Springer 1814
a92
A. Ri ppel: Haltbarkeit von Kokainlosungen,
E r g e b n i 8:
1 : 50000 des gekochten Kokains wirkt
schwacher wie 1 : 100 000 des unzersetzten Kokains, 1 : 25 000
dagegen etwas starker. I n einem zweiten Versuch ergab sich,
daB 1 : 15 000 erwarmt wie 1 : 50 000 unzersetzt wirkte.
Bei einstundigem Hochen einer genau
n e u t r a 1 r e a g i e r e n d e n I< o k a i n 1o s u n g w e r d e n
a l s o 60-70y0 z e r s e t z t .
B. Gleiche Losung in einem Gemisch von 2 Teilen primairem
Natriumphosphat und 8 Teilen sekundarem Natriumphosphat
(m/16). Die Wasserstoffionenkonzentration ergab bei kolorimetrischer Bestimmung p a 7,3 (= R e a l i t i o n d e s a r t e r i e l l e n
B l u t e s , g a n z s c h w a c h a l k a l i s c h ) . Neutralrot: rotb r a u n , Naphtholphthalein: braun.
E r g eb n i 8:
1 : 50 030 erwarmt wirkt schwiicher wie
1 : 200 000 unzersetzt. 1 : 20 000 erwarmt wirkt in einem ztveiten
Versuch wie 1 : 100000 unzersetzt. B e i e i n e r d e r B 1 u t reaktion
entsprechenden,
sehr
geringen
AIkaleszenz der Losung wird durcE eins t u n d i g e s S i e d e n 80% d e s K o k a i n s z e r s e t z t .
C. Gleiche Losung in einem Gemisch yon 1 primarem ubd
9 sekundarem Natriumphosphat (m/J.
Losung gegen Neutralrot
braun, gegen Naphtholphthalein braun, gegen Phenolphthalein
farblos, p~ kolorimetrisch bestimmt = 7,8.
1 : 40000 erwarmt ist schwacher a19 1 : 200000 unzersetzt.
1 : 30 000 erwarmt wirkt etwa = 1 : 200 000 unzersetzt.
I n einem zweiten Parallelversuch mit gleicher Alkaleszenz
wirkte 1 : 10 000 wie 1 : 100 000 unzersetzt.
Ergebnis: Einstundiges Sieden bei schwacher
A l k a l e s z e n z (PH = 7 , 8 ) z e r s t o r t 8 5 - 9 0 x
des gelijsten Kokains.
H i e r n a c h i s t e r w i e s e n , da13 K o k a i n g e g e n
Erhitzen in genau neutraler Losung oder
schwach alkalischer Losung uberaus empf i n d l i c h ist.
Versuche, den EinfluW nuch st2rkerer Alkalesaenzen auf die
Kokainhaltbarkeit zu untersuchen, konnten nicht ausgefiihrt
werden, da in Puffergemischen, die eine hohere Alkaleszenz als
PR 8 besaBen, das Kokain zum Teil als Base in weiBen Flocken
ausfiel.
Fur die Durchfuhrung der Sterilisat?on der Kokainlosungen
und die Herstellung von Losungen, die nicht so rasch, wie die
neutralen und schwach alkalischen a n M'irksamkeit verlieren, war
es nun wichtig, zu sehen, ob die Spaltung des Kokaine durch
Steigemng der Wasserstoffionenkonzentration von dem neutralen
Punkt ins saure Gebiet hinein die Losungen stabiler machte, oder
ob auch schwache Aciditaten, wie es Ton den starken bekannt ist,
die Spaltung begtinstigen.
D. 1% Kokain HC1 in einem Gemisch von 8 Teilen primarem
und 2 Teilen sekundarem Natriumphosphat (m/!&. Die Lijsung
ergab mit p-Nitrophenol intensiv gelbe, mit alizarinsulfoshurem
Natrium braunviolette Farbe, ihre H-Ionenltonaentration wurde
A. Kippel: Hdrbarkeit von Kokinloeunpen.
2!)3
kc~lorinivtriwlimi IIH (i,3 bestininit-. 4) i e 11 o x II 11 g \v u r H. I s ( I
p a I I z s o Ii \v A c I1 x H II c' I-.
tC r g e b 11 i s: 1 : 30 000 erwlrmt n7irkt.e crliewich stiirk'kcr
;>.IS 1 : 50 0C)o unzeiwtzt.. I. : 36 000 erwiirint. wirkt gleich stark
wie 1 : XI 000 iiiixelwetzt.. V c r m B h r 11I I g t l e r H - I o 11 e 11 li o 11 e c n t r a t. i o 11
w t1rr-B die. Lowiiig ganz wliwach sauer
rcagiert, h e w i r k t . H I S O , ( I ~ f ic l a s K o k a i n b e i E r h i t z u i i g t l e r Liiwiing i n w e n i g c r s t a r k e r n M a l i
x e r e e t z t H' i r rl , \vie in ncutraler Loeung. Denii bei PH 0,3
I n d iiacli einer Btiiiirle bei I M P niir 30--4c)yo zersetzt (bei p ~ 6 , I )
(I rtgq011 60-70 %).
E. Dan Riffergeinisch win1 mirer gewiililt :. 1 Teil primares
+ 9 Teilc sekundares Natriuniphosphet (ni/d. Mit p-Nitroplienol
t?rgibt 3ich iiur gaiiz schwaclie Qelbfbrbung. r n i t alizarinsaureni
Natriuni getbo Farbe. Kolorirnetrisch win1 die Wnasewtoffionenkoiizentration xu PH $8. beatimmt.
I 11 d i tf R e r A c .i cl i t. ti t , die der Ihrmhschnittaciditiit
clcs UrinH entspricht., ti a n i i K o k a i n e i n e S t u 11d e 1a n y
g e k o c h t w e r d e n . o h n e claB e i n e Z e r e e t z u n p
s t a t t f i n d e t.. Denii in tlmi Versiiclisreiheii wirkte 1 : 50 OOO
erwjlrnit cbenso stark wie 1 : 80 OOO unzersetzt.
F. Weitere Erholiun tler Aciditat: DIWKokaiii wurde ie
ciiieni Cemiscli von 6 Teffen EssigGure und 4 Teilen Natriumacetat (nlld gelost. Die H-Tonenkonzentration tler Losiing betrug
yrr 4,6. Mcthylorangc gab gelbe Farbe, p-Nitmphenol firrbte Ciic
Iliixung niclit mehr.
Nacli einstiincligeiii tc:rliitzeir nuf 100° ergab nich in drei
Vemuchsreiheii wider ga-r k e i ii e A b s c h w li c h 11 n g d e x
K o k a i n s iin Vergleich init friscli hergatellten Kokainlosungeii.
G. Steigeruiig der Aciditit mi€ liiihmw Wert'e: Kokein HUI
in '/,,-X.-Essigsiiui:e geloat. Met.hylorange: rot.
Kongorot Iauvialett. Kolarimetrische Bestininiun der H-Iorreiikonzentration = pp 2,9. Auch hei dieser erliebkhen &iditit
kann Kokaiii eine btiinde tler Sicdcternperatur aiiegewtzt werdcit.
o h n e - r l s S e i n e Z e r s e t . z i i i i q e i n t r i k t : die Ver:
tltinnung 1 : 20 000 cles erwlrmten Kcikrins wirkte wie I : 200C0
friwher Kokainliisiing.
'H. Liisuag in l~lo-N.-HC!I,
pu =- 1. Uiew .\ciditiit entspricht.
clun maximalen Siiurewerten clea Mageiimftes.
In drei Vemuchsreihen wunle das in cler geiiltniiteii HCI
geloste Kokein niit. friscli geliistem Kokaiii verglicheii : stets fantl
4cJi eine, aher diclit an tler Fehlergrenze tler Mpthocle licgendc
:I.
h n a h in e d c r K o k a i n w i r k 11 11 p.
Bei PH 1 sclieint also clas Aciclitittsgebiet zii bc+jiiiitw. in deli,
clas Kokain bei einstiincligeni Erhitaen aiif 1000 wiedler zmlegt w i d .
Es i s t . a l s o K o k a i i l g e g e i i t t i n s t i i i i c l i g e s
Erwarnieii
i n n e r l i a l b e i n e s recht. weiteii
A a i d i t . W t t j g e b i e t e u ( v o i i p~ 1 b i s ~ ~ 5 . r8t a)b i l .
.
.
.'t
Amh. 0. Pb-.
OULVIII. Bdr 4. B d L
20
294
-4 K i p p e l : Haltbltrkeit \'on Kokainlosungen
Die Sterilisatioii cler Kokainlosungen durch Erhitzen auf 1000
laljt sicli also oiine Zersetzung der Substanz durchfiihren, wenn die
Aciditat der LSsung auf eine solche Hohe gebracht wird, da13
1)-Nitrophenol eben keinc GelbfBrbung inehr gibt oder alizarinwlfosaures Natriiini nicht niehr violette, sondeni gelbe Parbe
zeigt. Die Aciditat der Lijsung d a d aber keine zu holie sein, denn
111 J/lo
nornialer Salzsiure wird ehi lcleiner Teil (les KokainR boi
tinstiindigem Erhitzen wieder xersetzt
Zersetxuug des Hokains in Liisungen verschirdener Acidit& hei
Stelicn in Zimmrrtemperatur.
A. Losung von lO/bigeni Kokain HCL iii 1 Teil phuiirerri
und 9 Teilen sekundarem Natriumphosphat (in/15): die H-Ionen konzentration betrug PH 7,8 (Neutralrot : braun).
Nach 57 Tage langem Stehen wird die L6siiiig untersucht
1 . 10 000 alt wirkte wie 1 : 50 000 friscli.
80Y"des K o k a i i i s w a r e n a l Y o i n a c h t W o c h e i i
zersetzt, obwohl die Alkaleszenz dcr Losung
i n e n u r s c h w a c h e w a r (keine Rotung mit Phenol
plithalein. keine Grimfarbung mit Naphtholphthalein).
(2
B. Ldsiing in1 genau neutralcn Gemisch von priinareni uiid
sekundiwern Natriumphosphat ; die Losung ,reagiert gegen Neutralrot r o t brayn, gegeri alizarinsulfosaureu Natrium violett.
Diese lieiitrale Losung hatte vor der Prufung 63 Tage larig
bei Zimnierteniperatur iin Dunkeln gestanden.
1 : 40000 der
:dteri Lqsung wirktc etwas schwacher, 1 : 35 030 cler alten L6sung
D c m n a c 11
otwa gleich einer frischen Losung 1 : 10 000.
w a r e n i n d e r gens11 n c u t r a l e n L o s u n g i n
63 T a g e n 60-66y0 c l e s K o k a i n s z e r s e t z t .
C. L6sung von 1Yoigein Bokain in &em schwach sttureii
iemisch von primLrem und sekundiirem Natriumphosphat. Die
kolorimktrische Mesqung e r p b p~ = 5,s (schwarhe GelbfBrhung
iiiwh ZuRatz von p-Nitrophenol). Priifung nacli 62 Tagen.
1 : 12000 alt tvirkt etwa ebenso stark wie 1 : 20000 frisch
In s c h w a c h s a u r e r L o s u n g i s t d i e A b n n h m e i r i
62 T a g e n n u r g e r i n g , = e t w a 40%.
Da eine Losung rnit pa 5,8 einstundiges Sieden oiine Spaltung
vertriigt, rnochte ich vennuten, daB an der unerwartet hohen Abitah me der bei Zinimertemperatur aufgeliobenen Losung mit pa 5,8
(lie Pilzwucherung rnitbeteiligt ist. Die Losungen waren nicht stefil
bereitet worden und zeigten, je alkalischer sie waren, urn so starkere
f'ilzwucherung. Leider fehlte die Zeit, urn die zweite Versuchsreihe
1 iochinals lnit sterilen Losungen durchzufiihren.
(
L). Losruig ill erheblich hoberer Aciditkt.
Xsigshre 4
Natriumacetat in l/,,-N.-Lo~ung zur Auflosung verwendet, pa der
Laxing zn 4.3 bestimmt. Priifung nsch 62 Tagen.
('. l e n n i n l i
tint1
H. Iroueiiheim: Kcdein.
2%
h i der getictnnten Aciditiit ist itmerholb der erwhhnten Zeit
keiiie Zemtzung des 'Kokains dngetreten, die Liisung 1 : 60OOO
i b l t . wirktc wie 1 : iiOO00 frisch, und in einein xweiten Vemich
0 1 : 4 0 0 alt wie 1 : 4OO00 frish.
A n s d e r x w e i t e n V e r s u c h s r e i h e f o l t ale-o.
tluS n e u t r u l e o d e r ecliwltch a l k o l i s c b e I f o k a i n I i', Y u n g e 11 b e i S t e h t? 11 i n Z i i n m e 1: t e m p e r (L t u r
(11 n t e r L i c h t . u u s n c h l u S ) r o s c h a n W i r k s o m k e i t
v c r l i e r e n , u n d d a S tlucli b e i d i e s e r V e r s u e h s i ~ n o r r l 1 i l l ~dgu r c h g e r i n g e A c i d i t & t . e n d i e Z a t s v t z i i n p ~ e inclcbrt
~ h wird.
Mittdung a m dem barmazeutiech-&edmheu Laboratorium
der niversit&thanhhrt a. 1.
8
Ueber zwei neue Reauktionsproaukte des Kodeins.
c. 51[atlnich
Und H e l e n e L o w e n b e i m .
I!% ilit. Opiutwlhloidc Morphin und Kodeiu konnte trota
urnftmn@cher Untersuchungen eine Konstitu tioneformel, die slle
Erschemnngen zu erkliiren vermag, bisher nicht oufgestellt wedon.
Keine der zrrhlreichcn Formulnrungen vermmllte infolgedeseea
crllgemeine Anerkenriunp; zu erlangen.
Einigc der uichtigsten Formelbilder Jrid die iiu&&hmd
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ueber, die, haltbarkeit, einfluss, der, den, auf, reaktion, von, kokainlsungen
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