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Ueber die Alo┬л.

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111. Botanik.
Ueber die A108
giebt B a i 11o n im Dictionnaire encyclop6dique des Sciences
medicales t. 111, 360 folgende Zusammenstellung :
Die A1 o e n bilden ein Genus monocotyledoner PAanzen
zur Familie der Liliaceen gehorig , charakterisirt durch regelmassige Zwitterbluthen und folgenden Bau: Das Perianthium
ist a m 2 dreitheiligen Wirteln von Petalen zusammengesetzt,
die zu einer Rohre und oft in verinderlicher Ausdehnung zu
einem gamosepalen, mehr oder weniger tief getheilten Kelch
verwachsen, zuweilen jedoch bis zur Basis vollig frei und nur
mit ihren Randern genahert oder verklebt sind. In der noch
unvollstandig entwickelten Blithe liegen diese Kelchtheilchen
dachziegelig iibereinander (pr6floraison imbriqu6e). Die miinnlichen Befruchtungsorgane (l’androc6e) bestehen aus einer
gleichen Anzahl von Staubgefassen , die ebenfalls 2 dreizahlige Wirtel bilden und den Perigonblattern gegeniiber gestellt sind.
Sie sind unter dein Fruchtknoten befestigt und bestehen
ans je einem freien Faden und einer 2 facherigen, nach Innen
gewendeten Anthere, welche an den Randern mittelst zweier
Langsspalten aufspringt. Die weiblichen Befruchtungsorgaqe
(le gyn6c6o) sind gebildet aus einem oberstlndigen dreifacherigen Ovarium mit einem oft hohlen und prismatischen Griffel und wenig verbreiteter ungetheilter oder kaum dreigetheilter mit Warzchen bedeckter Narbe.
I n dem innercn Winkel jedes Ovariumfaches bomerkt
man eine longitudinale in 2 vertikale Streifen getheilte Placents und an jedem Streifen eine Reihe schrag herabsteigender Eichen, anatrop, mit der Mikropyle nach aussen und unten
gerichtet.
Um den Nabel jedes Eichens bildet sich ausserdem eine
Art Kapuze von arillarer Natur, welche zuletzt den jungen
Samen ganz umschliesst. Die Frucht ist eine dreifachrige
Kapsel, die in Fiichern aufspringt. Die gewohnlich zahlreichen
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Ueber die Blot
Samen, welche sie einschliesst , enthalten linter ihren mehrfachen, oft zusammengedriickten und an den Randern wie
geflugelten Tegumenten ein fleischiges Albumen, welches einen
geradlinigen Embryo umgiebt.
Die Aloen sind Pflansen heisser Lander und fast alle vom
Cap der guten Hoffnung oder anderen Gegenden des tropischen Afrikas stammend, seltener in Asien und im siidlichen
Amerika wachsend. Einige derselben sind krautartig , aber
die Mehrzahl hat dicke, holzige, oft kurze , durch zahlreiche
Advenlivwurzeln in der Erde gehaltene Stengel, bedeckt mit
den abwechselnden Narben friiherer Blatter. Die jiingsten
Blatter sind dick, fleischig, dachziegelig gestellt, bald rinnenartig vertieft , bald znsammengcdriiclrt , mehr oder weniger
prismotisch, glatt oder mit kriiftigen Stacheln versehen, griin
oder gelb und weiss gefleckt. Die Bliithen sind end- oder
achselstandig in Aehren oder einfachen oder verzweigten
Trauben vereinigt. Sie stehen einzeln in den Achseln abwechselnder Deckblatter oder zu einseitswendigen wenigbliithigen kleinen Trugdolden vereinigt.
Gewisse, in den Kulturen gesuchte Aloearten, welche vorziiglich die in der Medicin niitzlichen Producte liefern, haben
grosse, lebhaft gefarbte, rothe, gelbe oder zweif a r b i g e B l i i t h e n . H a w o r t h hot sie sls die das achte
Genus A 1o e bildenden Artcn betrachtet. Die iibrigen Arten
sind von ihm u. a. Autoren zu anderen Genera gezahlt Torden, die wir nicht als solche anzuerkennen vermogen, die wir
vielmehr nur als S e c t i o n e n des grossen Genus A l o e
ansehen mussen. So kann die Rohre des Yerianthium sehr
lang und ihre Theilungen konnen erst in der NGhe des Gipfels
unterscheidbar werden; dann hat man die R h i p i d o d e n dron Wildenow.
Wenn bei dem ncmlichcn Ban des Perianthium man ails
der Kelchrohre h e r a u s t r e t e n d e S t a u b g e fii s s e beobachtet, SO gehort die Pflanze der von H a w o r t h P a c h y d e n d r o n genannten Gruppe an. Bei allen diesen Typen ist die
Rohre des Yerianthium geradlinig ; wird sie hingegen g e b o g e n , so ist dies nach D u v a l eine G a s t e r i a . Bei einer
sehr grossen Zahl andrer Species, die im Allgemeinen in der
Medicin wenig niitzen, sind die Bluthen klein. Es sind dies
die A p i c r a von H a w o r t h ; wenn der Kclch jedoch, anstatt
sich regelmassig zu offnen, unregelmassig wird , indem er
zwei ein wenig ungleiche Lippen bildet, nennt D u v a l diese
Arten H a w o r t h i a. Ihre Kelchzipfel rollen sich beim Ver-
Ueber dic Aloit'.
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bluhen nach Aussen; bei der, von Haworth B r o w i e a genannten kleinen Gruppe rollen sich dieselben nicht auf.
Wenn man irgend einen Theil dieser Pflanzen abschneidet , hauptsachlich ein ausgewachsenes Blatt , so sieht man
eine mehr oder weniger reichliche Menge Fliissigkeit austreten, je nachdem die Vegetation mehr oder weniger activ ist.
Diese Flussigkeit , im Allgemeinen fadenziehend und gelblich
oder braunlich gefarbt, ist ein Gemenge von zweierlei Sfften;
denn wenn man Sorge tragt nur das tieferliegende Gewebe
des Blattes zu verletzen, so beobachtet man nur das Ausfliessen eines wiissrigen und vollig farblosen Saftes. Die
gefarbte Plussigkeit , welche gleichzeitig ausserordentlich bib
teren Geschmack besitzt, kommt sonach nur aus der Nachbarschaft der Oberfltiche der Organe. Um sie an Ort und
Stelle zu sehen, muss man das Blatt vom histologischen Gesichtspunkte ails studiren, was wir bei A l o e v u l g a r i s nun
thun wollen.
Das Blatt dieser A106 hat zwei Epidermen, bedeckt mit
einer ausserordentlich dicken Cuticula. Beide sind aus unregelmiissig polyedrischen Zellen gebildet, durchsetzt von Spaltoffnungen mit dicken Lippen und mit Chlorophyll erfiillt.
Unter jeder Epidermis liegt eine Schicht von Rindenparenchym, so zu sagen, gebildet aus gedrangten Zellen, von beinahe gleicher Grosse und ebenfalls reichlich mit Chlorophyll
versehen. Die Mitte der Dicke des Blattes ist auch aus Zellen
gebildet, letztere aber sind im Ansehen von denen der oberflachlichen Partien sehr verschieden. Sie besitzen ungemeine
Grosse, haben ausserordentlich diinne, durchsichtige Wandungen und lassen sich mit der grossten Leichtigkeit zerreissen.
Ihr Inhalt ist ein wassriger , vollig farbloser Saft, welcher
reichlich Salze gelost enthalt , die, sobald die Blatter einige
Zeit abgeschnitten aufbewahrt werden, in Polge der Verdunstung dieser Flussigkeiten in prachtigen, sehr regelmassigen
polyedrischen Krystallen anschiessen.
Unter diesen Zellen, wie unter den Rindenzellen befindet
sich eine gewisse Anzahl, welche sich in Form von Cylindern
mit sackartig abgernndeten Enden verlangern und mit zu
Bundeln von schonen Raphiden vereinigten cylindrischen 8tabchen erfullt sind.
Man kann sonach in diesen Blattern, ausser den beiden
Epidermen drei Schichten von Zellgemebe unterscheiden, deren
eine lnittlere von den beiden oberflachlichen Schichten, zwischen
denen sie liogt , wohl verschieden ist. Weiter bemerkt man,
dsss die Gefdssbundel des Blattes sich in zwei Platten thei-
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Ueber die d o &
len, deren jede die tiefe Zellenschicht von einer der beiden
Rindenzellenschichten trennt. I n jeder Platte beobachtet man
wenig Gefasse , unter denen einige Tracheen mit bandartigen
platten vielfachen 8piralfiiden vorkommen; neben ihneh parallele Reihen von Zellen, im longitudinalen Sinne Ende an Ende
gestellt. Diese sind von zweierlei Art. Die einen sind mit
einer b r s u n e n M a s s e erfullt , die im Innern der Zelle fest
wird, sobald das Blatt abgeschnitten worden ist; sie sind lang,
cylindrisch oder prismatisch , von einander durch quere oder
schrage Scheidewande getrennt. In ihrer Gesammtheit stellen
sie sich wie ein dickes cylindrisches Gefdss dar. Um sie herum,
sowohl nach Innen, als nach Aussen, finden sich andere kiirzere Zellen, aber von ahnlichen Formen und ebenfalls Ende
an Ende gereiht. Sie sind durch ihren Inhalt bemerkenswerth, welcher aus einer farblosen Fliissigkeit, und einem
durclisichtigen gelben dicken kernformigen Rorper besteht, der
wie ein A l e u r o n k o r n constituirt ist, d. i. gebildet aus einer
voluminosen kugligen Portion und einer kleineren, der erstcren
angefugten und sie iiberragend, das sog. A l b i n in den Aleuronkornern. Die Nachbarschaft dieser Zellen und derjenigen,
in denen man die braune , bittere Substanz bemerkt, welche
die festwerdende und arzneilich wirksame Aloe liefert , fuhrt
uns zu der Ansicht, dass diese Hohlungen und ihre kernformigen Kotper eine wesentliche Rolle bei dcr Bildung des
bitteren Stoffes spielen.
Bei Anwendung der verschiedenen Methoden, die zur
Extraction des Aloesaftes angewandt werden, erhalt man sonach
immer ein Gemenge von Saft iind von festwerdender wirksamer farbiger Substane. Bald werden die Blatter nur einfach
abgeschnitten und geneigt in Gefdssen oder Fassern ubereinander gcschichtet, wo dann die Fliissigkeiten, welche sie enthalten von freien Stucken ausfliessen ; bald werden die abgeschnittenen Blatter in Stuckohen zerhackt , die man dann ZUP
Erlangung ihres Saftes zerdruckt. Oder endlich behandelt
man sie mit Wasser, in welchem man sie einige Zeit maceriren lasst. Die auf eine dieser Weisen erhaltene Fliissigkeit
muss durch langsame Verdampfung in feste Form gebracht
werden.
Die in der Therapie benutzte AloC wird von einer grossen
Anzahl von Aloearten geliefert. Aber etwa 3 bis 4 unter
ihnen sind die Hauptquellen dieser Production , die anderen
sind von untergeordneter Wichtigkeit.
1) A l o e v u l g a r i s Lam. (A. p e r f o l i a t a c Vera L.,
A. b a r b a d e n s i s Mill.). Eine l’flanze mit dickem , holzigen,
Ueber die Aloa.
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kumen und abgerundeten Stengel. Ihre Blatter sind ausserordentlich dick und fleischig, abwechselnd gestellt, leicht stengelumfassend. Am Grunde verbreitert entfernen sie sich vom
Stengel; in dem Maasse als sie sich in eine lange stechende
Spitze verschmalern , nehmen sie eine verticale Richtung an.
Die Blattrander sind mit steifen kurzern beinahe horizontal
abstehenden Stacheln besetzt. Der Saum ist unten convex,
innen concav , glatt, blaulichgriin , weisslich rnit braunlichem
Schein, in Folge der Farbung der inneren Schichten. Die zu
Trauben vereinigten Bliithen treten in der Achsel eines Blattes auf. Die Bliithenaxen sind abgerundet, glatt, blaulichgriin
ins Rothliche. Der mit Bliithen besetzte Theil erscheint
cylindrich- kegelformig. Jeder einzelne] Bliithenstiel stebt
anfangs aufrecht, wird aber spater hangend. Der Kelch besitzt eine gelbe mehr oder weniger blaulichgriine Farbe an
der Basis oder Spitee der Zipfel. Die Staubgefisse sind eingeschlossen.
Diese Art ist in Ostindien, im nordl. und ostlichen Afrika
heimisch, wurde aber in Amerika, hauptsachlich auf den Antillen eingefuhrt, wo sie nun sehr verbreitet ist.
Sie wird auch fast im ganzen Mittelmeergebiete von
Europa cultivirt, hauptsachlich auf Malta, Sicilien, im mittaglichen Italien. Man theilt ihr die Production folgender Handelssorten zu: B a r b a d o s - A l o e ; A l o e h e p a t i c a (?); A l o e
s o c o t r i n a f a l s a ; A. C u r a q a o .
2) A l o e s o c o t r i n a Lamk. (A. p e r f o l i a t a L.; A. V e r a
Mill.). Besitzt ebenfalls einen holzigen, abgerundeten, an seiner Unterseite rnit den Narben der abgefallenen Hatter versehenen Stengel; er erreicht oft die Hohe von 1/3 bis 1/2 Meter und triigt wechselstandige , aufsteigende , schwertformige,
stengelumfassende, an ihrer Spitze nach Innen gekriimmte
Blatter, unterhalb convex, oberseits leicht concav oder beinahe
flach, an den Randern mit zahlreichen weisslichen kleinen
Sagezahnen, schlicht, glatt und griin auf dem Reste der
0berflache.
Der Bliithenstand ist einfach, eine nicht verastelte Traube
rnit einem nackten Schafte an seiner Basis und nach oben
rnit einer cylindrischen Gruppe rothcr Bliithen.
Die Basis des Xelchs ist scharlachroth, nach dem Gipfel
hin erblassend und in gelblichgriin ubergehend. Diese Pflanze
wachst an den siidlichen Ufern des rothen Meeres in den vom
benachbarten indischen Meere bespiilten Landern, auf der Insel
Socotora, von welcher sie ihren specifischen Namen hat. Producte derselben: A l o e d e S o c o t o r a s e u S o c o t r i n a ;
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Ueber die Blob'.
A. Moka; A. n o i r B t r e e t f 6 t i d e d e G u i b o u r t (?); A.
l u c i d a ; A. h e p a t i c a e l e o t a .
Zu dieser Art ist als einfache Varietat zu rechnen: A 1 o e
p u r p u r a s c e n s H a w o r t h , welche am Cap der guten
Hoffnung wachst und auch in Amerika cultivirt wird.
3) -4108 s p i c a t a T h u n b e r g (Flora capensis). Nine
hohe, 1 bis l1I2 Meter erreichende Pflanze mit rundem, armdicken Stengel. Ihre Blatter sind sehr dick, am Grunde ver-.
breitert und nach und nach sich in die Stachelspitze verschmalerud. Sie erreichen beinahe 1 Meter Lange und sind mit
entfernt stehenden dornigen Zahnen versehen. Ihre Oberflache ist sehr blass gruu ( g l a u q u e ) oft mit einigen weisslichen Punkten gefleckt.
Ihre parenchymateuse Masse erscheint wie wassrig und
beinahe farblos. Die ausseren Perigonzipfel sind dick , leicht
concav, dicker als die inneren, welche oval, oben abgerundet
sind uud gewohnlich drei grune Liingslinien auf ihrer Aussenseite zsigen. Die Staubfgden sind lang herausgestreckt und
die Septaldriisen (les glandes septales , Honigdriisen) die sich
im Ovarium finden, sondern reichlich einen rothen sehr siissen
Saft aus. Diese Pflanze ist am Cap der guten Hoffnung heimisch, im Inneren der Lander. Von ihr kommen die Sorten:
A l o e c a p e n s i s ; A. c s b a l l i n a c a p e n s i s ; A. h e p a t i c a
c a p e n s is. (,, Succus AloEs hepaticus purus et optirnus. "
T h u n b e r g.) Die folgenden Arten sind weniger wichtig oder
synonym.
4) A1 o 6 a b y s s i n i ca Lam. Eine einfache Varietlt von
A. v 11 1 g a r is (1) luit derselben Bluthenbildung; K u n t h
machte daraus eine besondere Species. Ihre Bluthen sind
g r i i n l i c h - g e l b . P e r e i r a glaubt, dass sie vielleicht eine
Portion der Aloe des Handels liefere.
5 ) A. a f r i c a n a H a w o r t h u. Varietiitcn derselben , liefert nach Lye11 einen Theil der Aloe, welche zu S w e l l e n d c n und G e o r g e i m siidlichen Afrika gesammelt wird ( I? e r e i ra).
Nach P a p p e ist ihr Product gut, aber schwacher als
dasjenige von A. f e r o x .
6) A. a r b o r e s c e n s M i l l e r . Scheint eine kleine Menge
der C a p a l o e zu liefern.
7) A. b a r b a d e n s i s Mill. Synonym mit A. vulgaris (l),
in Westindien cultivirt.
8) A. c a e s i a S a l n i - D y c k . Wird von Nees v. Esenbeck als eine wenig bittre Brt erwkhnt, welche eiu nur sparliches Product liefern konne.
Ueber die Alo6.
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9) A. C o m m e l i n i W. Liefert nach C h r i s t i s o n einen
Theil der C a p - A l o e .
10) $. f e r o x I,. T h u n b . Liefert nach C h r i s t i s o n
fur sich oder in den Varietaten, welche duroh Kreuzung mit
A. a f r i c a n a (5) und A. s p i c a t a (3) erhalten werden, C a p Aloe. Nach Angaben von S c h o m b u r g k wird sie auch
auf B a r b a d o s cultivirt. P a p p e (Flor. cap. med. Prodr.)
glaubt; dass sie die b e s t e C a p a1 o e liefere.
11) A. f e r r e a D. C. Von Nees v. Esenbeck a18 eine
Art, reich an bitterem und harzigen Saft erwahlit; man weiss
nicht, ob sie wirklich Aloe fur den Handel liefert.
12) A. f r u t e s c e n s S a l m - D y c k . Eine Art mit sparlichem aber bitteren Saft, nach N. v. E. und P e r e i r a .
13) A. g l a u c a Mill. Von N. v. E. als eine nur schwach
b i t t r e aber f a r b s t o f f r e i c h e Art erwahnt; nach ihm ein
Beweis, dass B i t t e r s t o f f und F a r b s t o f f der Aloe verschiedene Principien seien.
14) A. h u m i l i s L a m k . Eine der Arten, in welchen die
bittre harzige Substanz sehr reichlich vorkommt (N. v. E. und
Pereira).
15) A. i n d i c a Royle. Eine Art, welche R o x b u r g h
wahrscheinlich in seine A. p e r f o 1i a t a mit einbegriffen hat.
Sie liefert, wenigstens theilweise die A l o e i n d i c a der
Officinen.
16) A. l i n g u a e f o r m i s L.-Thunb. Vulgair: Katzenzunge , Ochsenaunge. Scheint eine Portion der C a p a 1o e zu
liefern, ja, nach T h u n b e r g die reinste nnd beste Sorte.
1 7 ) A. 1i t t o r a l i s R on. Ohne Zweifel niir eine Varietat von A. perfoliata.
18) A. m i t r a e f o r m i s W. Es ist unbekannt, ob diese
Art eine Portion der C a p a1 o e liefert, aber die von ihm cultivirten Exemplare fand B a i l l o n reicher an braunem und
bitteren Saft als alle iibrigen Arten.
19) A. n o b i l i s H a w o r t h ist eine Form von A. mitraeformia.
20) A. o f f i c i n a l i s P o r s k h a l . Ohne Zweifel eine Form
von A. v u l g a r i s (1). F o r s k h a l berichtet, dass der Saft
dieser Art denselben G e r u c h besitze, wie die A. A o c o t r i n a
des Handels und dass ihre Bliithen roth seien.
21) A. p a n i c u l a t a Jacq. Eine an bitterer harziger
Substanz arme Art (N. v. E. und Pereira).
22) A. p e r f o l i a t a I;.-Roxb. Liefert nach T h u n b e r g
(Diss. bot. de Aloe 10, 1785) eine grosse Partie der C a p
aloe.
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Literatur und Kritik.
23) A. p l i c a t i l i s Mill. Wird vonN. v. E s e n b e c k als
eine der Arten angezeigt , welche officin. Aloe liefere, die aber
einen nur wenig bitteren Geschmack besitzc.
P a p p e vergleicht die von ihr fitammende Aloii mit derjenigen von B a r b a d o s.
24). A. r u b e s c e n s D. C. Eine der A. o f f i c i n a l i s
(20) sehr nahestehende, wo nicht darnit identische Art, welche
eine Partie der A108 s o c o t r i n a der Of'ficinen liefert und
nach P e r e i r a vielleicht diejenige BUS dem nordlichen Indien.
25) A. s i n u a t a W. liefert ein Partie der A l o e b a r b a d e n s i s und A l o e d e r A n t i l l e n .
26) A. s u b f e r o x S p r e n g . eine Art mit reichlichem
bitteren Saft, nach N. v. E.
27) A. s n p r a l a e v i s H a w o r t h , ist eine Form von A.
mitraeformis. - A l o e s Pit t e ist dnsselbe, was A g a v e .
A 1o e h o 1z stammt von einer dicotyledonen
lig verschieden von den wahren Aloearten.
( B a i l l o n ; Journ. d. pharm. et d. chim. 4. s6r. tom. 5.
H.L.
p. 406 -41 3.).
C. Literatur und Kritik.
A n t w o r t a u f d i e K r i t i k e n i i b e r Dr. J . R . S t r o h e c k e r ' s
, , R e p e t i t o r i u m d e r B o t a n i l r (I. T h l . a l l g e m e i n e
B o t a n i k u n d 11. T h l . s y s t e m a t i s c h - m e d i c i n i s c h e
Botanik") u n d , , S y s t e m a t i s c h e A n l e i t u n g z u bot a n i s c h e n E x cu r s j o n e n i n M i t t e I e iir o p a,
(Siehe
Archiv der Pharmaoie: Januar 11. Febr. 1869 u. Decbr. 1869.).
'(
Wie wehe es thut, ein gut genieintes Streben unbelohnt zu sehen,
habe ich schoii nianchesmal empfunden, jedoch was es heisst, f i r ein
erworbenes, wenu auch kleinea Verdienst , beschimpft und bescholten zu
werden, ist mir bis auf die jiingate gegen mich gerichtete Kritik des Archive
der Pharmacie unbekannt geblieben.
E s sind zwei Schriften, das Repetitorium und die Anleitung zum Botanisiren, welche von eincni Kritiker, mit H. unterschrieben, *) hier mehr,
da weniger heruntergesetzt morden; dic Anleitung zum Botanisiren iiberhauft er mit entsetzlichcr Schmiihung. - Diese Recensionsstiicke sind mir
iiach ihrem Erscheinen nicht alsbald bekannt geworden; ein College hat
mich zu meinem Schreckeu erst kiirzlich auf die jiingste Ausgeburt des
Eritikers aufmerksam gemscht.
D a s R e p e t i t o r i u m d e r B o t a n i k , von welchem der Kritiker
zuerst den II. und nachher der I. Theil seinem Messer unterwirft, 8011,
naeh seiner Meinung, mehr auf der Hohe der Wissenschaft stehen. Es
geht hieraus hervor , dass Kritiker die Vorrede nicht gelwen hat und
meinen h n d s s t z nicht kennt, dass man den Pharmaceuten die Wis*) Der Kritiker ist mein werther Freund und College, Prof. Dr.
H. L.
E r n s t H a l l i e r in Jena.
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