close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

Ueber die Fette.

код для вставкиСкачать
193
Ueber die Fette.
Ueber die Fette.
In sehen Itecherchee chimiqueo mru~ les corps graa
d'orgine animale. P+
1823, thut Chevreul dar, dass
die thierischen Fette a w den, zusammengesetzten Aetherarten ahnlichen Verbindungen bestehen, die sich durch
kaustische Alkalien in Verbindungen der letzteren mit
fetten Sawen und einen indifferenten KO er zerlegen
lasscn, der entweder in Wasser loslich ist G ycerin) oder
nicht Aethal). Die fetten Sauren, deren A kalisalze dabei
entste en, sollten hauptsachlich Stearinsiiure, Margarinsiiure und Oelsiiure sein, zu denen nur in Ausnnhmefallen
noch andere hinzukommen.
R e d t e n b a c h e r , B r o m e i s , V a r r e n t r a p p und andere Schiiler L i e b i g ' s stutzen sich in ihren Arbeiteii auf
Chevreul's Ansichten, und ermitteln vorzugsweise die
Zusammensetzung der verschiedenen fetten Sguren, den
Zusammenhang in ihrer Constitution, und ihre Zersetzungsweise, so wie die der Fette selbst. Es schien aus diesen
Arbeiten hervorzugehen, dass die Stearinshre, die um
700 C. schmilzt, als eine niedrigere Oxydationsstufe der
Margarinsaure, deren Schrnelzpunct bei 600 C!. liegen sollte,
zu betrachtcn sei, eine Ansicht, welche durch Versuche
scheinbar bestUtigt wurde. Auf die Grundlage dieser
Arbeiten wurden spiiter viele Fette, auch pflanzliche,
untersucht, und da man stcts die nach der Verscifung
erhaltenen fctten Sauren, wenn sie aus alkoholischer Losung so lange umkrystallisirt waren, bis ihr Schmelzpunct
sich nicht mehr ilnderte, fiir chemisch reine Substanzen
hielt, so glaubte man sich berechtigt, ihnen in dem Falle,
wenn sie andere Eigenschaften, namentlich einen auch
nur unbedeutend von denen der bekannten Siiuren abweichenden Schmelzpunct besassen, einen neuen Narnen
zu geben.
Durch die Untersuchungen von H e i n t z iiber die
fetten Ssuren w i d die Existenz aller dieser Substanzen
als chemisch reiner Korper in Frage gestellt. Die einzige
Beobachtung geniigt dazu, dass es Mischungen verschiedener Sauren iebt, die aus ihren Losungen in Alkohol
sich mit dense ben Eigenschaften, namcntlich demselben
Schmelzpunct, wieder ausscheiden, den die Mischung besitzt, bevor sie in Alkohol gelost wurde. Man hatte bis
dahin fiir die Reinheit einer fetten Siiure nur das eine
Merkzeichen, dass durch Umkrystallisiren ihr Schmebpunct nicht mehr erhoht werden konnte.
Arch. d.Pharm.CXXXVI. Bds.2. Hft.
13
\?
6
T
194
Ueber die Fette.
H e i n t z suchte deshalb nach einem Mittel, um die
Reinheit oder Gemischtheit einer Stiure mit Sicherheit zu
entscheiden, und fand es in der Methode der partiellen
Fkllung. Um mit Hulfe derselben die Reinheit einer
fetten Sgure auszumitteln, verfiahrt man wie folgt.
Die zu untersuchende Substanz, wovon mindestens
1 Gramm angewendet werden muss, wird, nachdem ihr
Schmelz unct ermittelt ist, in so viel heissem Alkohol
gelost, lass selbst beim Erkalten bis zur Zimmertemperatur keine Abscheidung der fetten Saure eintreten kann,
und nun noch heiss rnit einer zur vollstiindigen FiiUung
der Siiure unzureichenden Menge essigsaurer Magnesia in
Alkohol, oder essigsaurer Baryterde in moglichst wenig
Wasser aufgelost, versetzt. Wenn die zu untersuchende
Saure einen hohen Schmelepunct (uber 530 C.) besitzt,
wahlt man besser das Magnesiasalz, im anderen Falle das
Barytsalz a l s Fiillungsmittel. Von diesem nimmt man
etwa 21, des Gewichts der zur Untersuchung genommenen
Saure, von jenem dagegen nur etwa den vierten bis
funften Theil desselben.
Nachdem die Mischung erkaltet ist iind das Barytoder Magnesiasalz sich abgeschieden hat, filtrirt man,
mischt den Niederschlag mit Alkohol, presst ihn aus und
bringt ihn in eine Mischung von viel Wasser und etwas
Salzsaure. Durch Kochen wird das Salz zersetzt. Man
muss so lange kochen, bis die auf der heissen sauren
Flussigkeit schwimmende olartige Substanz vollkommen
klar ist. Durch Uniriihren k m n die Zersetzung des
Salzes und die Abscheidung der fetten Saure wesentlich
beschleunigt werden. Die so gewonnene Saure wird
endlich auf ihren Schmelzpixnct untersucht.
Aus der von dem Salze abgeschiedenen Flusuigkeit
muss nun ebenfalls die darin noch enthaltene Same abgeschieden werden, was jedoch nicht unmittelbar durch
Zusatz einer starken Saure geschehen dad, weil sich
sonst leicht etwas des Aethers der fetten Saure bilden
konnte, der den Schmelzpunot derselben wesentlich erniedrigen wiirde. Ja es kann diese Fliissi keit sehon
eine Spur des Aethers enthalten; man muss da er letztere
wieder zersetzen, ehe man die fette Saure abscheidet.
Zu dem Ende neutralisirt man die alkoholische Flussigkeit mit kohlensaurem Natron, fugt etwas kaustisches
Natron oder Kali hinzu und kocht nun ohne Wasserzusatz
einige Zeit. Dann setzt man allmalig Wasser hinzu und
kocht SO lange, bis diese Fliissigkeit nicht mehr nach
%
195
Ueber die Fette.
Alkohol riecht. Nun endlich zersetzt man die Losung
durch Kochen mit verdiinnter Salzsaure und riift den
Schmelzpunct der als vollkommen klare Flussigl?
eit abgesonderten Silure.
Findet man den Schmelzpunct beider Saureportionen
unter sich gleich und auch mit dem iibereinstimmend,
den die Saure vor der partiellen Fiillung besass, so kann
man von der Reinheit derselbcn iibcrzeugt sein. Im
anderen Falle ist ihre Unreinhcit erwiesen.
Dieselbe Methode der Scheidung in etwas anderer
Form hat H e i n t z zur Untcrsuchung von Sauregemischen
auf die darin enthaltenen verschiedenen Siiaren benutzt.
Mittelst der Methode der partiellen Fi.11
hat derselbe eine Reihe namentlich thierischer Fette
L'
er TJntersuchung unterworfen. Die Resultate dieser Arbeiten,
welche sich auf ihre Zusammensetzung beziehen, sind
kurz folgende :
D a s F e t t d e s Menschcn enthalt nur solche Fette,
die bei ihrer Verseifung als indifferenten Korper das in
Wasser losliche Glycerin liefern. Die dabei gebildeten
fetten Siiuren sind Oelshre, Stearinsaure und Palmitinsaure. Das unverseifte Fett des Menschen besteht daher
aus Stearin, Palmitin und Ole'in und zwar tritt ersteres
Fett cgen das Palmitin sehr wesentlich zuriick, wogegen
das l e h in reichlicher Menge zugegen ist.
D a s H a m m e l f e t t enthalt ebenfalls nur Glycerinfette, und zwar dieselben, wie das Menschenfett, namlich
Stearin, Palmitin und 0le.h. Allein die Quantitatsverhaltnisse sind hier urngekehrt. Das Stearin waltet niimlich
egen das Palmitin wesentlich vor, und auch die Menge
j e s Olei'ns ist mcrklich geringer, als in dem Menschenfett.
D e r R i n d s t a1g enthglt ebenfalls dieselben G1 cerinfette, wie die beiden zuerst genannten. Das d n g e n verhaltniss des Stearina und Palmitins in diesem Fett
steht in der Mitte zwischen dem im Menschcn- und im
Hammelfett. Die Menge des Ole*hs in diescm Fett scheint
etwa ebenso gross zu sein, wie im Hammelfett.
D i e K u h b u t t e r ist ein complicirtes Fett. Die indifferente Substanz indessen, welche bei der Verseifung
derselben abgcschieden wird, ist ebenfalls das Glycerin.
Dagegen sind nach den Untersuchungen von L e r ch und
von H e i n t z nicht weniger als neun Glycerinfette,.
namlich Butyrin, Capronin, Caprylin, Caprin, Myristin,
Palmitin, Stearin, Butin und Oleh in der Butter en&
halten.
13 *
unf
8
196
lieber die Fette.
D e r W a l l r a t h weicht wesentlich in seiner Zusammensetzun von den anderen bisher erwiihnten thierischen
Fetten da urch ab, dass er bci seiner Verseifung durch
kaustische Alkalien nicht zur Bildung von Glycerin Anlass gicbt, sondern statt dessen einen festen, nicht in
Wasser, wohl aber in Alkohol loslichen KO er absclicidet,
der schon von C h e v r e u l entdeckt und zethal genannt
worden ist. Durch die Methode der partiellen Fiillung
hat H e i n t z dargethan, dass die dabei rnit dem Alkali
sich verbindende fette Siiure ein Gemisch von Stearinsgure, Palmitinsaure, Myristinsiiure und Laurostearinsiiure
ist, welche also mit Aethal verbunden vier Verbindungen
bilden niiisscn. Allcin scinc Untersuchungen des Aethals,
welches man bis dahin fiir eine chemisch reine Substanz
gehalten hatte, haben gelehrt, dass dieselbe ebenfalls noch
ein Gemisch von vier zu der Rcihe der Alkohole
horenden Stoffcn ist, wclchen cr die Namen Stethal
C36 333-38 0%))
Aethal(= W E 3 4 0 2 ) ) Methal (= C*8H30 0 2 )
und Lethal (= C24 f f z G 0%)bcilegt. Hiernach sind im
Wallrath die Verbindungen von vier fetten Sliuren init
den vier ihnen entsprechenden Retlierarten enthalten.
Welche von den 16 moglichcn Verbindungen wirklich
darin sich vorfinden, mochtc zu entscheiden uninoglicli
sein.
Ferner giebt H e i n t z die Darstellungsweise, Eigcnschaften und Zusammensetzung dcrjenigen fetten Sauren
an, welche er im reinen Zustande zu gewinnen vermochte.
S t e a r i n s a u r e . Man erhalt sie am leichtesten aus
dem Hammelfett rein. Man hat es nur nach bekannter
Methode durch etwa den dritten bis vierten Theil seines
Gewichts an kaustiscliem Kali zu verseifen, die Scife
durch Kochen mit verdiinnter Salzsaure zu versetzen, und
die gewonnene, mit Wasser gewaschene Saure zuerst durch
Losen in wenig heisscin Alkohol und Erkaltenlassen umzukrystallisiren, worauf nian das Fcstgewordene von dem
Flussi en durch eine starlre Presse sondert. Diescs Umkrysta lisiren muss so oft init im Verhaltniss zur ruckstiindigen Sauremenge imnier griisseren Mengen Alkohols
wiederholt werden, bis der Schmelzpunct der Siiurc bci
69,lO bis 69,2OC. liegt. Da jedoch eine selbst geringe
Differenz im Ychnielzpunctc schon einc merkliche Vcrunreinigung dcr Siiurc rnit sich bringcn wiirde, so ist es
wichtig, zur Bestimmung dessclbcn cin jedesinal zuvor in
kochendes Wasser gctauchtes, schr genaues Thermometer
anzuwenden, um, wenn durch die Zeit eine Vcriinderung
f
rL
P
197
Ueber die Fette.
in der Lage des Eispuncta und des Kochpuncts eingetreten sein sollte, diese wieder mit der Scala in Uebereinstimmung zu bringen. Auch muss die Bestimmung
desselben nach keiner anderen Methode geschehen, als
nach der von H e i n t z , hinsichtlich deren wir jedoch a d
das Original verweisen.
Die reine Stearinsaure schmilzt also bei 69,lO bis
69,20 C. und ist bei dieser Temperatur eine vollkommen
farblose Fliissigkeit. Sie erstarrt beim Erkalten zu einer
weissen festen Masse, dereu Oberflache unregelrniissige
Erliohungen zeigt und im reflectirten Lichte glanzend
erscheint, ohne jedoch deutliche krystallinische Formen
darzubieten. Sie scheint aus Iauter kleinen Schiippchen
zu beatehen. Auf dem frischen Bruch erscheint die erstarrte SWure blattrig krystallinisch. Sie ist im Wasser
unloslich, lost sich aber leicht in Aetlier und heissem
Alkohol, welcher sie in allen Verhbltnissen auhimmt,
wogegen sie in kaltem Alkohol nur wcnig loslich ist,
weshalb sie nuch aus einer heissen alkoholischen Losung
beim Erkalten zum grossten Theil herauskrystallisirt.
Aus ciner verdunnten Losung krystallisirt sie beim Erkalten in ziemlich grossen blattrigen Krystallen. Die
alkoholische Losung der Saure reagirt deutlich sauer.
Die Stearinsaure ist brennbar und brennt ahnlich wie
Wachs.
Erhitzt man die Stearinsaure in einer Retorte bis zum
Kochen, so sol1 sie nach R e d t e n b ach e r (Ann.. der C7iem.
und Phawn., Bd. 35, p. 46) in Margarinsaure, Margaron,
Kohlensaure, Wnsser und Kohlenwasserstoff zerfallen. Die
Versuche von H e i n t z haben gelehrt, dass diese Angabe
unrichtig ist, dass vielmehr der grijsste Theil dcr Stearinsaure unverandert destillirt, ein anderer aber in Kohlensaure, Wasser und Stearon, ein dritter in Sauren der
Fettsaurereihe mit geringerem Kohlenstoffgehalt als die
Stearinsaure, worunter namentlich Essigsaure und Huttersiiure, aber auch mindestens eine feste fette Saure, und
in Kohlenwasserstoff von der Formel Cn f i n zerlegt wird.
Das Stearin geht aber selbst bei der Destillation weitere
Zersetzungen ein, so dass sich andere Ketone (Korper von
der Formel Cn €€n 0 [n =ungerade Zahl] die durch Kohlensaureentziehung aus den wasserfreien Sauren der Fettsaurereihe entstehen) und Kohlenwasserstoffe von der
Formel Cn H-n bilden. Die Analyse des bei der trocknen
Destillation der Stearinsilure erzeugten S t e a r o n 8 fiihrte
eu der Formel C35W350.
,
198
Cleber die Fette.
Folgende Formeln diiicken diese Zersetzungsweise der
Stearinsiiure und des Stearons aus:
I. c.76a 3 6 0 4 = co2 HO
c35 ~ 3 0.
5
C36 e 3 6 0 4 = Cn -ffn 0 4 $.C36-n R 3 6 - n .
In. C35 ff35 0 =CniHni 0 + C35- N -ff35--1.
Erhitzt man statt dcr reinen Stearinsaure stearinsaure
Kalkerde in einer Retorte, so erhiilt man theils gasige
Producte, welche ein Gemisch von olbildendem Gas und
Grubengas sind, von denen letzteres unter Kohlenabscheidung aus ersterem entsteht, und in der Retorte bleibt
kohlpxiaure Kalkerde. Das feste Destillat besteht wesentlich aus eineni Gemisch inelirerer Ketone, in denen aber
das Stearon vorwaltet. Letzteres kann durch Auskochen
mit Alkohol und Umkrystallisiren aus Aether leieht rein
erhalten werden. Die Analyse desselben liefert ebenfalls
die Formel C35 H 3 5 0.
Die Analyse eines durch Brorn aus dem Stearon ent.
standenen Products ergab die Fornicl C35 I134 &O, welche
die des Stearons bestatigt.
Was nun die Zusammensetzung der Stearinsanre anlangt, SO hielt inan sie langere Zeit fur eine niedere Oxydationsstufe des Radicals der Margarinsaure, und ertheilte
ihr die Formel 2 H 0 , C68-fI-660 5 . Sie galt also fiir eine
zweibasische Saure. H e i n t z ’ s Analysen sowohl der Snure
als ihrer Salze fiihren jedoch zu der Formel E O , C36Bf3503.
Zur Darstellung der Salze der Stearinsaure und der
iibrigen fetten Sauren im reinen Zustande dient am besten
folgende, von H e i n t z angcwandte Methode.
S t e a r i n s a u r es N at r o n. Stearinsaure wird in lieissem
Alkohol aufgeliist. Man bringt zu dieser Losung, wiihrend
sie kocht, allmiilig eine gleiclifalls kochende Losung von
kohlensaurem Natron in Wawer, bis dieses Salz im Ueberschuss vorhanden ist. Das kohlensaure Natron muss ganzlich 6.ei von schwefelsaurem Natron und Chlornatriurn
sein. Darauf wird die Losung im Wasserbade bis zur
vollkomnienen T r o c h e abdampft. Den Ruckstand zieht
inan mit kochendem absoluten Alkohol aus, der vorhar
rectificirt ist, damit man auf seine Reinheit mit Sicherheit bauen konne. Die Losung filtrirt man mittelst eines
Plantamour’schen Wasserbadtrichters von dem ungelosten
kohlensauren Natron ab. Die in einer Schale gesammelte
Fliissi,pkeit erstnrrt bald zu einer durchscheinenden Gallerte.
Sie.wird durch Wiirme wieder flussig gernacht, und nun
etwa der achte Theil des angewandten nbAoluten Alkohols
an Wasser hinzugesetzt. Nach den1 Erkalten erstnrrt die
+ +
Ueber die Fette.
199
klare Losung wieder. Das festgewordene steaiinsaure
Natron wird durch feine Leinwand geseiht und von der
Fliissigkeit mit Hulfe einer Presse moglichst gesondert.
Dies so gcwonnene Natronsalz wurde bei 120-13OOC.
getrocknet analysirt, und ergab die Formel NaO, C36 H3503.
Aus diesem Natronsalze stellte H e i n t z das Kupfer-,
Silber- und Bleisalz dar, indeni er heisse, alkoholische
Losungen des ersteren mit einer wasserigen Losung von
chemisch reinem schwefelsaurem Kupferoxyd, salpetersaureni Silberoxyd und salpetersaurem Bleioxyd versetzte
und die Niederschliige sorgfkltig mit frisch destillii%em
Wasser auswusch.
S t e a r i n s a u r e s K u p f e r o y d , CuO,C36H35 0 3 , hellblaues, voluminoses, amorphes Pulver, das bei hoherer
Temperatur zu einer giiinen Fliissigkeit schmilzt, sich
aber dabei leicht zersetzt.
S t e a r i n s a u r e s S i l b e r o x y d , Ago, C36 €335 03.
Frisch gefiillt ein voluminoscr, amorpher, weisser Niederschlag, der sich sehr gut, selbst im Tageslicht weiss
erhalt. Getrocknet ein vduminoses, lockeres, leicht zu
kleinen Haufchen sich zusainmcnballcndes Pulver.
S t e a r i n s a u r e s B l e i o x y d , PbO, C36 H35 03.
Weniger voluminos, als die beiden vorigen. Feines Pulver, das selbst unter dem Mikroskope amorph erscheint,
schnceweiss. Schmilzt bei ungefi%lir1250 C. zur farblosen
Fliissigkcit, und erstarrt beim Erhalten m i einer weissen,
undurchsiclitigen, durchaus nicht krystallinischen Masse.
S t e a r i n s a u r e Magnesia, MgO,C36H3503. Zur
Darstellung dieses Salzes waiidte H e i n t z die Halfte der
Fliissigkeit an, welche bei der Darstcllung des stearinsauren Natrons von diesem abgeprcsst worden war. Er
versetzte sie niit Salmiaklosung und etwas Ammoniak,
worauf das Salz auf Zusatz einer Losung. von essi saurer
Talkcrde nicderficl. Es wurde zucrst mit Alkoho, dann
mit Tlrasser anhaltend ausgewaschen und darauf in kochendem Alkohol gelost. Aus dieser Losung, die kochend
filtrirt worden war, schied es sich beim Erknlten in Form
kleiner, blendend weisser Flocken ab, die unter dem
Mikroskope als zarte Krystallblattchen erschienen. Getrocknet bildet dieses Salz ein hochst lockeres, feines,
leichtes, blendend weisses Pulver, das in hoherer Temperntur schmilzt und bei noch etwas hoherer Temperatur
zersetzt wird.
S t e a r i n s a u r e B a r y t e r d e, BaO, C36 H 3 5 03. Wird
am einfachsten aus einer heissen, alkoholischen Losung
f
200
Ueber die Fette.
von reinem stearinsaurem Natron durch Chlorbariumlosung
gefallt. Weisser, amorph erscheinender Niederschlag, der
aber unter dem Mikroskope krystallinisch erscheint, indem
e r kleine Blattchen bildet, die denen des Magnesiasalzes
sehr iihnlich sind. Getrocknet ein weisses, perlmutterartig
glanzendes Pulver, das sich in der Hitze friiher zersetzt,
als es schmilzt.
S t e a r i n s a u r e s A e t h y l o x y d , C 4 B 5 0 +C36€€3503.
Behufs der Darstellung des Stearinsiiureiithers wurde salzeaures Gas durch eine Losung der Stearinsaure in Alkohol
geleitet. Die sich beim Erkalten zuerst in flussiger Gestalt abscheidende Verbindung wurde beim vollstiindigen
Erkalten fest. Sie wurde von der Fliissigkeit getrennt
und abgetrocknet, darauf in kochendem Alkohol gelost, und
in diese Losung eine sehr verdunnte, kochende Losung
von kohlensaurem Natron einfiltrirt. Die sich dadurch
abscheidende olige Flussigkeit musste nun von der uberschussigen Stearinsaure vollkomnien befreit sein. Sie
w.urde aber noch mehrmals in kochendein Alkohol gelost
und durch wenig Wasser gefallt, urn das stearinsaure
Natron vollkommen zu entfernen. Der so dargestellte
Aether schmolz bei 33,V C., und bildete beim Erkalten
eine auf der Oberfliiche und iin Bruche krystnllinisch
erscheinende Masse, die anfangs weich war, bald aber
hart und sprode wurde.
( F o r t a e t z u II g f o 1 g t)
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
2
Размер файла
426 Кб
Теги
ueber, die, fette
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа